Wie erleichtere ich einen Transformationsprozess?


Transformation geschieht nicht durch irgendwelche „Energien“, magische Rituale oder sonstige mysteriöse Kräfte außerhalb von dir, sondern allein durch dich selbst. Bewusste Transformation ist eine Frage deiner Wahl, eine Entscheidung, die du ganz klar triffst. Und Transformation bedingt einen Prozess, durch den sie sich ereignet.
Du kannst dir diesen Prozess erleichtern, wenn du ein paar Grundlegende Fakten begreifst:
Erstens gibt es keine unterschiedlichen Energien, sondern nur eine einzige Energie in verschiedenen, formgebenden Schwingungsfrequenzen, und zweitens trägt jeder Mensch selbst die volle Verantwortung für seine persönliche Entwicklung, deren Wesen aus transformatorischen, die eigene Grundschwingung verändernden Prozessen besteht. Dies ist der erste Schritt, den es zu verinnerlichen gilt.

Ohne Erhöhung der individuellen Grundschwingung keine Wandlung. Ohne Wandlung keine Entwicklung. Deshalb solltest du Techniken nutzen, die das Schwingungsfeld deiner gegenwärtigen Form erhöhen – die wirkungsvollste davon ist echte Meditation, aber auch Töne aus dem Bereich der Solfeggio-Frequenzen können unterstützend wirken.

(Bei den Solfeggio-Frequenzen handelt es sich ursprünglich um eine Sechstonleiter, welche bereits in antiken Hochkulturen zum Einsatz kam. Im frühen Mittelalter fanden die Solfeggio-Frequenzen zur Intonierung heiliger Gesänge Verwendung, so z.B. bei den Gregorianischen Gesängen, deren stark bewusstseinserweiternde Wirkung damals festgestellt wurde.)

Fachmännisch durchgeführte Chakra-Harmonisierungen helfen dir, in Balance zu bleiben. Regelmäßige Spaziergänge in gemächlichem Tempo mit dir allein in der Natur sind ebenfalls hilfreich und klären deinen Geist.
Die Reduktion der Nahrungsaufnahme, aber kein echtes Fasten, entlastet deinen physischen Körper. Die reichliche Zufuhr positiv informierten Wassers ist dabei genauso bedeutend wie ausreichend Zeit für dich selbst.
Auch ausgedehnte Meersalzbäder unterstützen die Transformation, da sie dich nicht nur körperlich sondern auch geistig reinigen. Achte bitte darauf, dass das zugesetze Meersalz frei von Jod und Fluorid ist!
Wesentlich bei der Transformation ist Hingabe und Demut sowie die aufrichtige Absicht, sich tiefgehend zu wandeln.

Für eine Raupe ist es harte Arbeit, sich zu einem Schmetterling zu entpuppen. Da ist keine magische Energie im Spiel, sondern die Hingabe der Raupe an ihre Bestimmung. Transformation ist ein heiliger Prozess, ein mutiger Akt des Loslassens der einstigen Form zugunsten der neuen Form, denn du musst bereit sein, die alte Version von dir selbst sterben zu lassen, um die neue zu gebären. So wie die Raupe sterben muss, um im Schmetterling neu geboren zu werden. Dazu gehört auch das Loslassen alter Denkmuster und Paradigmen, aber auch die Überwindung alter Ängste und das Erkennen deiner inneren Schattenseiten.
Man kann, wenn man sich darauf versteht, gewisse Zeitqualitäten nutzen, um sich die eigene Wandlung zu erleichtern, aber transformieren kannst du dich letztlich nur selbst, nicht der Mars, der Jupiter oder die Venus tut das mit dir, sondern du tust das für dich selbst und mit dir ganz allein.

Transformation fordert die Rückstellung des Egos zugunsten der Seele. Das Ego aber wird gegen die Seele kämpfen wollen, weil es nicht anders kann, als sich gegen alles Neue zu verwehren. Am meisten wehrt es sich gegen die Tatsache, die natürliche Tendenz der Seele zur Hingabe an die Wandlung akzeptieren zu müssen.
Wandlung im Sinne spiritueller Evolution bedeutet stets die Transformation vom Guten zum Besseren. Dabei löst sich immer ein Stück Ego mit auf, bis es eines Tages nur noch als ein winziges Fünkchen im heiligen Raum der Seele zurückbleibt, gerade mal groß und zart glühend genug, um dich hier auf dieser Erfahrungsebene zu halten als jene Person, die du verkörpern möchtest.
Je kleiner du also dein Ego im Prozess der Transformation machen kannst, desto weniger Widerstand, desto weniger Schmerz wird es dabei geben. Je offener du für alles bleibst und je weniger Wunder du erwartest, desto tiefgehender wird die Wandlung und desto größer die Wunder sein, die du dadurch erfährst.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2017 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

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Entfessle den Superhelden in dir!


Wusstest du, dass in dir ein Superheld schlummert?

Du hast es wahrscheinlich mittlerweile vergessen, aber als Kind warst du dir dessen sicher. Es war sonnenklar du bist zu großen Taten und für Wunder geboren, du würdest niemals so werden wie die Anderen, durch dich würde die Erde eine bessere Welt. Du würdest niemals ein Feigling, ein Schwächling oder gar ein Bösewicht werden, daran gab es absolut keinen Zweifel. Für dich gab es den damals freilich nicht, für jene, welche den Superhelden in sich selbst bereits vergessen hatten, gab es diesen Zweifel sehr wohl. Und so hatten sie begonnen, dir den Superhelden auszureden, wann und wo auch immer du ihn zulassen wolltest. Man gemahnte dich dazu, „normal“ und „realistisch“ zu sein und auf gar keinen Fall jemals zu fliegen. Am Boden der Tatsachen, da solltest du bleiben, aber niemals in deiner Rolle als Superheld erblühen, niemals aufsteigen, niemals großartig sein, niemals fliegen. Du durftest nicht mehr als Superman oder Wonder Woman in Erscheinung treten, sondern wurdest viel mehr dazu verdonnert, in deiner Scheinidentität als Clark Kent oder Diana Prince dahin zu dämmern kein atemberaubendes farbiges Kostüm, keine Superkräfte und Heldentaten mehr, keine Abenteuer, keine Weltrettung und schon gar kein Fliegen mehr.
Nun bist du das, was man „erwachsen“ nennt, lebst das, was man dir als „realistisch“ verkauft hat, und tümpelst im Alltag deines tristen Hamsterrades am Boden der Tatsachen rum, drehst dich sinnlos im Kreis eines Lebens, das sich monochrom wie eine Schwarzweißfotografie, das sich schal wie abgestandenes Mineralwasser anlässt  wie langweilig, wie halbtot oder bestenfalls halblebendig! Wie farblos, wie geschmacklos, wie traurig!
Tief in dir drinnen aber spürst du noch große Kraft. Sie liegt verschüttet unter all dem dunklen Müll vom Realistischsein. Und das macht dich still aber dauerhaft traurig.

Ich möchte aber nicht, dass du traurig bist und so lebst, denn ich bin ein Superheld. Ich bin hier, um dich zu retten. Ich möchte dich an den Superhelden in dir selbst erinnern! Ich wünsche mir für dich, dass du ihn wieder zum Leben erweckst, dein wundervolles Superheldenkostüm überstreifst und in all den schillernden Farben deines seelischen Heldentums erblühst, von dem du als Kind so sehr überzeugt warst. An deine Superkräfte möchte ich dich erinnern, die da sind:

  • Fantasie
  • Mut
  • Aufrichtigkeit
  • Tapferkeit
  • Sanftmut
  • Güte
  • Akzeptanz
  • Empfindsamkeit
  • Friedfertigkeit
  • Großzügigkeit
  • Bewusstheit
  • und die Machtvollste davon: Liebe

Du besitzt diese Kräfte immer noch in uneingeschränktem Maße! Du hast sie bloß schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr trainiert und kaum eingesetzt, weil du begonnen hast, dich dafür zu schämen. Man hat dir diese Superkräfte nämlich ausgeredet und miesgemacht, man hat sie dir als deine größten Schwächen verkauft. Doch das war eine glatte Superlüge! Das sind keine Schwächen  es sind deine mächtigsten Superkräfte!  Mit diesen Superkräften kannst du die Welt retten. Du kannst sie jeden Tag aufs Neue retten vor den Superschurken, die fantasielos, mutlos, unehrlich, feige, kaltblütig, erbarmungslos, intolerant, gefühllos, geizig, unbewusst und vor allem lieblos durch das Universum streifen. Es sind die Fantasielosen, die Realisten, die Kampflustigen, die Gefühllosen, vor allem aber die Lieblosen, die deine Gegner sind. Das sind die Superschurken! Das sind jene, die deine Welt farblos halten wollen, weil sie es vorziehen, lieber Superschurken als Superhelden zu sein.
Vor all diesen Bösewichtern kannst du die Welt retten, indem du dich jeden Morgen neu an deine Superkräfte erinnerst und sie freudig zum Einsatz bringst.

Gewiß, du trägst zwar viele der Superschurkeneigenschaften in dir, aber das liegt bloß daran, dass du wie jeder echte Superheld eben auch dein ganz persönliches „Kryptonit“ hast. Jeder hat sein Lindenblatt, für jeden gibt es sein spezielles Kryptonit. Der Kern allen Kryptonits, seine Uressenz, ist Angst! Aus dieser Angst werden Zweifel geboren. Und diese Zweifel hindern dich daran, Wunder zu vollbringen, Heldentaten zu vollführen und am Ende sogar zu fliegen. Daher: Halte dich fern von Kryptonit!

Rette wieder täglich die Welt! Rette sie für dich selbst, indem du in deinem eigenen inneren Universum mit den Heldentaten beginnst. Erweitere deinen Handlungsradius nach außen, setzte überall da, wo du erscheinst, eine oder sogar all deiner Superkräfte ein und rette auf diese Weise die Welt auch für andere. Und dann rette sie letztlich für deine und meine Kinder. Rette sie dadurch, indem du deine Kinder niemals so anlügst, wie du selbst belogen wurdest, als man dir sagte, du hättest keine Superkräfte und könntest niemals fliegen ich schwöre dir: Wenn du die machtvollste deiner Superkräfte die Liebe  ohne Angst, ohne Zweifel uneingeschränkt einsetzt, wenn du diese Liebe in all ihren Farben als übermächtige Energiewellen freisetzt, dann kannst du tatsächlich fliegen. Dann wirst du dich über die Erde erheben, in den Himmel aufsteigen, Wunder vollbringen, Völker und Zivilisationen befreien, die Wale, die Bienen und den Regenwald retten. Du wirst die Welt anhalten, Sterne gebären und Universen erschaffen! Wenn du die Liebe einsetzt, dann bist du unbesiegbar. Wenn du die Liebe bringst, steht das Universum still…

All das wirst du tun, wenn du dich wieder an deine wahre Identität als Superman oder Wonder Woman erinnerst Wunder wirst du tun, ein Wunder wirst du sein, Wunder wirst du erfahren! Daher bitte dich, erinnere dich an die Wahrheit über dich selbst.
Ich bitte dich: Entfessle den Superhelden in dir!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Bild und Grafik © 2015 by alphawolf. Models: Der Andersmensch & Jasmin Sady T. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Wo Arme dich empfangen werden


lovers01Manchmal ist es besser, wenn gewisse Wünsche sich nicht erfüllen, hier auf dieser Strasse… Manchmal bleibt die Glut der Sehnsucht ein Leben lang still im Herzen getragen, nur selten ausgesprochen in besonderen Momenten, spannt so die Triebfeder für weit Größeres und schafft auf diese Weise Wunder und Helden. Liebe aber findet letztlich und immer ihre Wege. Liebe als die letzte Tür, durch die du dann gehst in dem friedvollen Wissen, dass sich gewisse Wünsche schließlich doch noch erfüllen – dort, auf einer anderen, einer neuen Strasse. Wo Arme dich empfangen werden, in denen du immer schon gelegen, denn ich weiß, wovon ich hier erzähle. Was kann ein Mensch wie ich mehr empfinden als Dankbarkeit diesem wunderbar mysteriösen Wege gegenüber, den er gehen darf? Der Schlafwandler findet sich eines Tages in Bitterkeit wieder und hat so sein Dasein in Blindheit gefristet, nicht aber der erwachte König – der trug seine stille Sehnsucht zum Schutz gegen die Schatten, weil er tief in seinem Herzen stets wusste, dass König & Königin untrennbar sind. Und oft hat er in schwachen Momenten geflüstert ein leises Gebet: „Wo Arme dich empfangen werden, in denen du immer schon gelegen…“

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Finde zurück in ein zauberhaftes Leben


baby-girl01Je öfter ich dich damit konfrontiere, dass das Leben ein Mysterium ist, das weder verstanden werden muss noch verstanden werden kann, desto vehementer behauptet dein Ego, dass das Leben doch durchschaut werden könne. Ich aber bleibe dabei: Niemand wird das Leben jemals durchschauen, niemand wird jemals sein Mysterium restlos ergründen.

Doch warum willst du das Mysterium überhaupt durchschauen? Ist dir noch nicht bewusst geworden, dass jedes Geheimnis seinen Zauber verliert, sobald es gelüftet wurde? War deine Welt nicht wesentlich zauberhafter, als du den Weihnachtsmann noch für eine Realität gehalten, als die Feen, Elfen und Drachen deine Spielkameraden und ein schwarzer Panther dein Begleiter war? Warum willst du dem Leben allen Zauber stehlen?

– Weil du Angst hast! Weil deinem Ego alles Angst macht, was es nicht über den Verstand lösen kann. Weil dein Ego diese Angst braucht, weil es sich nur durch Angst am Leben erhalten kann. Ohne Angst löst sich das Ego auf und das Wahre Selbst tritt hervor. Das Ego aber will sich nicht auflösen zugunsten des Selbst, das Ich möchte nicht sterben – es weiß nämlich tief in sich drinnen, dass es in Wirklichkeit gar nicht existiert, und deshalb schafft es sich die Illusion des Verstehens, um vor allem Angst zu haben, was nicht verstanden werden kann. Sobald es etwas zu verstehen glaubt, fühlt es sich sicher.

Ich aber sage dir, dass du überhaupt nichts verstehst, weil es im Leben nicht ums Verstehen, sondern um das Erfahren geht. Um etwas zu erfahren, brauchst du es nicht zu verstehen – es reicht völlig aus, wenn du es erfährst. Du musst den Sonnenuntergang nicht verstehen, um seine Schönheit zu erfahren. Du musst das Rezept einer Speise nicht kennen, um sie köstlich zu finden. Du musst einen Menschen nicht verstehen, um ihn lieben zu können – es reicht völlig aus, dass es so ist.
Es ist absolut genug, eine Erfahrung total auszukosten, ohne sie zu analysieren – durch die Analyse zerstörst du die Magie der Erfahrung. Das ist so, als würde dir ein Zauberkünstler seine Tricks verraten – seine Zauberkunst verliert ihren ganzen Zauber, sie wird zur Profanität, und damit verschwindet die Faszination und auch die Freude an seiner Show. Ein Bühnenstück büßt seine Magie ein, sobald du weißt, was während der Vorstellung hinter der Bühne und in den Garderoben geschieht. Eine Dirne verliert ihren Reiz, wenn du sie bei Tageslicht siehst oder ein Foto von ihr in einer Schublade findest, das sie zeigt, als sie Neun war, wie ein Nachtclub, dessen Staub am Morgen beim Saubermachen in den Sonnenstrahlen tanzt.

Wenn ich dir sage, gelange jenseits aller Illusionen, dann meine ich damit: Bleibe im Zauber des Mysteriums und gib die Illusion des Verstehen-Könnens auf! Dein ganzes Leben wurde zu einer Profanität, zu einer kalten Fahrt durch eine farblose, monochrome Welt der Ratio. Es gibt keine Magie mehr in deinem Leben, es gibt keine Wunder mehr in deinem Leben – es gibt nur noch die leblose Komfortzone in den engen Grenzen dessen, was dein Ego behauptet, verstanden zu haben. Das, was du da in der Komfortzone deines Verstandes erfährst, ist mehr ein Tot-Sein, denn wahres Leben. Du bist einfach viel zu erwachsen geworden – deshalb empfindest du so wenig Freude, deshalb ist dein Leben so grau und ohne den lieblichen Geschmack bunter Fantasie; es hat sich zu einem Dasein ohne still akzeptierter Geheimnisse gewandelt.

Bleib im Zauber des Mysteriums und gib das Verstehen-Wollen, das Verstehen-Müssen zu jedem Preis auf – der Preis ist viel zu hoch, denn er kostet dich die wundervolle Magie des wahren Lebens. Wenn du das Mysterium zur Gänze als solches akzeptiert hast, hast du es endlich verstanden.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Blüten dieses Baumes


Ich möchte wissen, dass du liebevoll und zärtlich mit dir selbst umgehst, weil du erkannt hast, du bist eine einzigartige Blüte am Baum des Lebens. Es würde mein Herz froh machen zu wissen, dass du deine eigene Zerbrechlichkeit liebst, weil sie dich zu dem Wunder macht, das du bist.
Es wäre mir eine Freude, wenn deine Farben schillern und hell erstrahlen dürften wie die Flügel eines Schmetterlings im Sonnenlicht, und du herrlich sein dürftest, weil du an nichts gemessen werden kannst.
Alles Zarte ist sanft zu berühren, so wie du sanft zu berühren bist in deiner Seele, die so fragil, so weich und einmalig ist wie ein Augenblick im Frühling, in dem dich ein Fremder freundlich anlächelt, wenn du traurig bist, wie der erste Schrei eines Neugeborenen, wie die Wärme eines Regentropfens im Juli.
Ich würde dir von Herzen wünschen, du könntest in einer Welt leben, in der du deine ganze Sanftheit ausleben darfst, ohne dass man sie dir als Schwäche zur Last legen möchte, indem man auf dich tritt wie auf einen kleinen bunten Käfer, dessen Namen man nicht kennt, weil man sich hastend und blind vor Furcht um das eigene Überleben sorgt.
Ich möchte für dich und mich beten, damit wir eines Tages keine Angst mehr voreinander haben müssen, da wir beide wissen: Wir sind zarte, vergängliche Blüten am selben Baum desselben Lebens.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Aufruf zum Andersmensch


Ich stelle mir vor, wie du dich morgen Früh vor den Spiegel stellst und dich ansiehst. Ganz. Nicht nur die Stellen, die du gut findest. Und dann möchte ich hören, wie du sagst:

„Ich bin ein Wunder! Ich bin nur ein Mal hier. Niemand ist wie ich. Ich unterlasse jedes Urteil über mich, es sei denn, es ist eines der Herrlichkeit!“

Kannst du das tun für mich? Für Dich? Für die Welt? – Einmal nur?

…und dann tue es täglich! Lass alle Zeitungen und Nachrichten sein – für immer. Du versäumst keine Info. Lass alles sein, was dein Leben nicht direkt berührt. Lege jede Fremdbelastung ab. Gib dem keine Energie, keine Macht mehr.
Kaufe dir mit dem letzten Geld das Schönste, was du dir kaufen kannst und denke dabei nicht – hab einfach Freude daran.
Sei das Kind, das du bist. Sei wieder du selbst.
Stell dir nicht den Wecker – verschlafe. Geh nicht zur Arbeit – melde dich krank. Mach Liebe mit deinem Partner den ganzen Vormittag, oder spiele mit deinen Kindern, so wie du es dir vor dem Einschlafen schon oft vorgestellt hast.
Geh raus. Genieße den Tag. Lebe. Rieche den späten Sommer. Geh barfuß. Geh barfuß durch die Stadt und siehe, wie die Menschen reagieren. Ablehnend. Belächelnd. Aber fühle ihren inneren Neid auf deine Freiheit, deinen Mut.
Sei nackt. Sei einfach. Sei du selbst. Sei stolz, anders zu sein.
Ich sehe nur Herrlichkeit in dir. Sieh du sie auch!
In Liebe – ich, Andersmensch.

– David Peterson Pauswek

© 2011 by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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