Trennung und Rückkehr zur Seligkeit


Der ganze Bereich der Aktivität ist ein Spiel des Geistes. Der Geist spielt dieses Spiel schon sehr lange. Unzählige Leben hindurch hat er dieses Spiel gespielt. Dadurch hat er seine wahre Natur vergessen; er hat die Wahrheit über die Seele, deren Werkzeug er ist, vergessen. Aber er spürt, dass ihm etwas Entscheidendes fehlt und somit hat er sich auf die Suche danach gemacht. Er hat begonnen zu wandern.

Auf seiner nahezu endlos dauernden, rastlosen Wanderschaft hat er gelernt zu trennen, zu unterscheiden, zu urteilen; und er hat gelernt zu vergessen. Durch dieses Vergessen im Spiel der Aktivität ging dem Geist das Gefühl für das Feine der Seele verloren – er ist abgestumpft und müde. Er ist so abgestumpft und müde, dass er selbst die Seele vergessen hat, derer er dient. Somit hat er die Göttlichkeit vergessen, denn die Seele ist eine sehr reine, unverklärte Form des höchsten Aspektes der Göttlichkeit. Bisher nanntest du Dieses göttlich und Jenes nanntest nicht-göttlich, du sagtest dieses sei Gott, aber jenes sei nicht Gott. Ich aber sage dir: In allem, ausnahmslos allem, findet sich Göttlichkeit – ganz besonders in jenen Dingen, Menschen, Situationen und Ereignissen, in denen du dich weigerst, sie zu erkennen, denn alles, was ist, ist Göttlichkeit. Es gibt nichts anderes als Göttlichkeit. Die Wahrheit hinter allem ist Göttlichkeit, die Essenz von allem ist Göttlichkeit.

Der Großteil aller Göttlichkeit aber liegt jenseits deines Verstandes – diesen Fakt gilt es zu akzeptieren. Natürlich ist auch der Verstand göttlich, doch der Verstand ist ein sehr begrenztes Mittel, um die Göttlichkeit in ihrer allumfassenden Herrlichkeit zu erkennen. Es ist dem Verstand nämlich nicht möglich, das Wichtigste zu erfahren: Seligkeit. Das Sein findet seinen höchsten Ausdruck in der Seligkeit. Aber der Verstand kann Seligkeit nicht erfassen, er kann sie nicht wahrnehmen, denn der Verstand ist zu eingeengt, zu kalt, zu nüchtern. Seligkeit aber ist die wahre Natur, die Essenz der Göttlichkeit. In Wahrheit ist die ganze Welt Seligkeit. Auch du bist Seligkeit und nichts sonst. Alles, was ist, ist Ausdruck dieser Seligkeit, ist ein Aspekt der Göttlichkeit oder auch Brahman, wie manche es nennen. Brahman ist absolute Seligkeit, ewige Seligkeit, die höchste Realität.

[…]

Meditation in Stille ist eine Methode, die den Geist dahin führt, die feineren Bereiche, die größere Herrlichkeit der Welt wahrzunehmen. Durch Meditation in Stille erfährt der Geist bei jedem Schritt eine größere Herrlichkeit; er erfährt tieferes Verständnis, höhere Klarheit, bis er die Herrlichkeit der Transzendenz erlebt, die ewige Seligkeit ist. Er kehrt zurück zu seinem Ursprungszustand, zum reinen Sein, zum absoluten Gewahrsein – zur Seligkeit.

(Auszug aus „Meditation in Stille ist dein Weg Heimwärts“ von ANDERSmensch)

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Unruhe, Rastlosigkeit und der Ausweg


Nun wissen wir, dass Sehnen und Unruhe automatisch da sind, dass wir dafür nichts Spezielles tun müssen, aber auch das “Heimkommen”, die Erfüllung, die wahrhaftige Ruhe, die Seligkeit, ist automatisch da – auch dafür müssen wir im Grunde nichts Spezielles tun. Wir müssen bloß einen zusätzlichen Bewusstseinszustand, der uns im Laufe der Jahrtausende in Vergessenheit geraten ist, in unseren Alltag integrieren: Meditation in Stille!
Die wenigsten Menschen aber wissen, was mit dem Begriff “Meditation in Stille” gemeint ist. Ich werde nicht müde und erkläre es dir wieder und wieder, doch egal, wie oft und wie gut ich dir es auch erklären mag – wirklich wissen, wovon ich spreche, wirst du erst, wenn du diese überaus simple Methode für dich selbst erlernt hast und sie täglich ausübst. Dennoch möchte ich dir hiermit eine weitere Erklärung geben, um dich daran zu erinnern, dass du eine Option hast, die du bisher vielleicht gar nicht in Betracht gezogen hast. In dir ist Unzufriedenheit, in dir ist Unruhe, in dir ist Rastlosigkeit und in dir ist diese unerträgliche Gedankenflut. Du probierst dieses, du versuchst jenes, du gehst hierhin und du gehst dahin, aber dein Geist findet keine Ruhe – die Gedankenflut bleibt, die Unzufriedenheit ist da. Egal, was du auch tust, du findest keinen echten, dauerhaften Frieden. Die Rastlosigkeit, die Unzufriedenheit treibt deinen Geist nahezu in den Wahnsinn, doch der Geist wünscht in Wahrheit keinen Wahnsinn, sondern höchste Klarheit und tiefste Ruhe. Trotzdem wandert dein Geist hin und her, auf und ab, vor und zurück.
Da du aus diesem Dilemma keinen Ausweg findest, und weil man dich nichts anderes gelehrt hat, flüchtest du in mehr und noch mehr Aktivität. Du hegst die wahnwitzige Hoffnung, durch diese vermehrte Aktivität der Unruhe in dir zu entkommen. Du versuchst Unruhe durch Unruhe zu erlösen, findest aber bloß Erschöpfung, die du dann mit Ruhe verwechselst – was für ein Paradoxon!
Selbst in deinen Imaginationsübungen, deinen geführten Meditationen, in deiner Selbsthypnose ist eine subtile Unruhe verborgen – der Geist bleibt unzufrieden; er bleibt jenseits des Friedens. Du hast ganz einfach vergessen, was wirkliche, wahrhaftige Ruhe bedeutet und wie sie sich anfühlt.
Meditation in Stille führt dich wieder zurück zu wahrhaftiger Ruhe, zu stiller Zufriedenheit; sie bringt dich heimwärts in die Seligkeit; sie eröffnet dir den Zustand, den du gesucht hast: das Jetzt-Hier-Sein.

(Auszug aus „Meditation in Stille ist dein Weg Heimwärts“ von ANDERSmensch)

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Flohmarkt


Kommen Sie näher! Es ist Flohmarkt! Alles super günstig abzugeben!!! Wir haben hier wirklich interessante Dinge, nahezu kostenlos zu erstehen… Also, da wären:

Ein paar bittere Enttäuschungen, die ich nicht mehr brauche, weil Platz für neue sein muss. Einige falsche Freunde, hübsch geschminkt, doch längst durchschaut. Erfahrungen aus zweiter Hand. Die eine oder andere Verletzung, alle zwar bereits verheilt, aber staubig. Handgemachte Verhaltensmuster, aus denen ich längst rausgewachsen bin. Einen Sack gefüllt mit Lügen, die ich nicht mehr hören mag. Ein hübsches Album voll trauriger Erinnerungen, in das ich ohnehin nie gerne geschaut habe. Ausgetragene Stiefel in denen ich Irrwege ging. Rostige Einbahnschilder mancher Sackgassen. Schuldgefühle, unbegründet aber zu einem handlichen Bündel geschnürt. Eine detailierte Anleitung zur Opferhaltung, selten benutzt. Abgegriffene Bilder von Ex-Frauen, lange in meinem Herzen bewahrt, aber längst überflüssig geworden – habe bereits das der nächsten am Kamin stehen! Gebrochene Versprechen, zwei ganze Kisten voll davon. Da wären auch einige Fläschchen Herzblut, zwar eingetrocknet, doch auch das gäbs güntsig zu erstehen. Einen Haufen Scherben zerbrochener Träume, aus denen sich bestimmt ein feines Mosaik machen ließe. Die eine oder andere Filmrolle mit Eifersuchtsszenen, in Farbe und im Breitbildformat aufgenommen. Hier, eine Viole gefüllt mit Illusionen – die lassen sich zu schillernden Seifenblasen in den Wind pusten! Eine umfangreiche Sammlung verletzender Worte, die ohnehin schon viel zu lange nachhallen. Ja, und unerfüllte Sehnsüchte, zwar sauber geschlichtet in eine Schachtel, nun, aber eben unerfüllt, leer. Ganz besonders reizend – eine Schatulle mit heimlich geweinten Tränen, einst kostbar, aber jetzt zu kleinen Glasperlen verwandelt. Und einen spröden Strauß Hoffnungen, den können Sie auch haben, denn die Hoffnung habe ich sowieso immer schon gehasst…

Das und noch vieles mehr können Sie heute ganz besonders billig erstehen! Kommen Sie näher – es ist Flohmarkt!
Halt! Nein, das hier steht nicht zum Verkauf! Ja, ich weiß, es sieht lumpig, zerkrazt und grob beschädigt aus, aber es ist unverkäuflich. Sie können nicht erkennen, was dieses zerfledderte, kleine Ding überhaupt sein soll?
– Nun, das ist mein Herz. Das möchte ich gerne behalten. Und auch wenn es unhübsch und vielmals gebrochen erscheint – ich habe es trotzdem ganz besonders lieb, deshalb ist es unverkäuflich, aber ich kann es Ihnen gerne leihen, vorausgesetzt Sie wissen, wie man mit einem Herzen umgeht…

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Dein Weg heimwärts


Es gibt den kurzen Weg. Es gibt den langen Weg. Und es gibt Wege, die man nie beschreitet, weil man den ersten Schritt nicht setzen möchte. Ich war ein Siebenjähriger, als ich mich auf diesen Pfad begab. Mittlerweile blicke ich auf über vier Jahrzehnte täglicher Meditationspraxis zurück und unterrichte seit mehr als zehn Jahren Menschen aus der ganzen Welt, die diesen wunderschönen Weg ebenfalls gehen möchten. Gerne möchte ich dir davon erzählen, um dir eine herrliche Option zu eröffnen. Eine Option, die vielleicht auch die deine sein wird…

Um Göttlichkeit bewusst zu erfahren, um bei dir selbst anzukommen, um das flehentliche Sehnen des Geistes, das sich in permanenter Unruhe, in ständiger Unzufriedenheit äußert, zu stillen, musst du echte Bereitschaft und den aufrichtigen Wunsch danach haben. Du musst bereit sein, Göttlichkeit da zu sehen, wo du sie findest, und nicht nur dort, wo du sie zu finden erwartest. Die Sehnsucht nach „Zuhause“ ist jedem Menschen implizit – es ist das ureigene Sehnen des Geistes nach dem wahren Selbst. Jeder Mensch empfindet tief in sich dieses Sehen, jeder Mensch spürt diese innere Unruhe – dazu muss nichts Spezielles getan werden; Sehnsucht und Unruhe ist ohne Mühe da. Die Bereitschaft in deinem Herzen aber ist der erste Schritt, der erste vollbewusste Schritt nach Hause, der erste vollbewusste Schritt zum Authentischen Selbst, der erste Schritt zur vollbewussten Erfahrung der Göttlichkeit. Doch der Wunsch und die Bereitschaft alleine werden nicht ausreichen – das hast du, so wie viele andere Menschen auch, bereits wieder und wieder festgestellt.

Nun wissen wir, dass Sehnen und Unruhe automatisch da sind, dass wir dafür nichts Spezielles tun müssen, aber auch das „Heimkommen“, die Erfüllung, die wahrhaftige Ruhe, die Seligkeit, ist automatisch da – auch dafür müssen wir im Grunde nichts Spezielles tun. Wir müssen bloß einen zusätzlichen Bewusstseinszustand, der uns im Laufe der Jahrtausende in Vergessenheit geraten ist, in unseren Alltag integrieren: Meditation in Stille!

Die wenigsten Menschen aber wissen, was mit dem Begriff „Meditation in Stille“ gemeint ist. Ich werde nicht müde und erkläre es dir wieder und wieder, doch egal, wie oft und wie gut ich dir es auch erklären mag – wirklich wissen, wovon ich spreche, wirst du erst, wenn du diese überaus simple Methode für dich selbst erlernt hast und sie täglich ausübst. Dennoch möchte ich dir hiermit eine weitere Erklärung geben, um dich daran zu erinnern, dass du eine Option hast, die du bisher vielleicht gar nicht in Betracht gezogen hast.

In dir ist Unzufriedenheit, in dir ist Unruhe, in dir ist Rastlosigkeit und in dir ist diese unerträgliche Gedankenflut. Du probierst dieses, du versuchst jenes, du gehst hierhin und du gehst dahin, aber dein Geist findet keine Ruhe – die Gedankenflut bleibt, die Unzufriedenheit ist da. Egal, was du auch tust, du findest keinen echten, dauerhaften Frieden. Die Rastlosigkeit, die Unzufriedenheit treibt deinen Geist nahezu in den Wahnsinn, doch der Geist wünscht in Wahrheit keinen Wahnsinn, sondern höchste Klarheit und tiefste Ruhe. Trotzdem wandert dein Geist hin und her, auf und ab, vor und zurück.
Da du aus diesem Dilemma keinen Ausweg findest, und weil man dich nichts anderes gelehrt hat, flüchtest du in mehr und noch mehr Aktivität. Du hegst die wahnwitzige Hoffnung, durch diese vermehrte Aktivität der Unruhe in dir zu entkommen. Du versuchst Unruhe durch Unruhe zu erlösen, findest aber bloß Erschöpfung, die du dann mit Ruhe verwechselst – was für ein Paradoxon!

Selbst in deinen Imaginationsübungen, geführten Meditationen und Selbsthypnosen ist subtile Unruhe verborgen – der Geist bleibt unzufrieden; er bleibt jenseits des Friedens. Du hast ganz einfach vergessen, was wirkliche, wahrhaftige Ruhe bedeutet und wie sie sich anfühlt.

– Warum ist das so?

Der ganze Bereich der Aktivität ist ein Spiel des Geistes. Der Geist spielt dieses Spiel schon sehr lange. Unzählige Leben hindurch hat er dieses Spiel gespielt. Dadurch hat er seine wahre Natur vergessen; er hat die Wahrheit über die Seele, deren Werkzeug er ist, vergessen. Aber er spürt, dass ihm etwas Entscheidendes fehlt und somit hat er sich auf die Suche danach gemacht. Er hat begonnen zu wandern.
Auf seiner nahezu endlos dauernden, rastlosen Wanderschaft hat er gelernt zu trennen, zu unterscheiden, zu urteilen; und er hat gelernt zu vergessen. Durch dieses Vergessen im Spiel der Aktivität ging dem Geist das Gefühl für das Feine der Seele verloren – er ist abgestumpft und müde. Er ist so abgestumpft und müde, dass er selbst die Seele vergessen hat, derer er dient. Somit hat er die Göttlichkeit vergessen, denn die Seele ist eine sehr reine, unverklärte Form des höchsten Aspektes der Göttlichkeit. Bisher nanntest du Dieses göttlich und Jenes nanntest nicht-göttlich, du sagtest dieses sei Gott, aber jenes sei nicht Gott. Ich aber sage dir: In allem, ausnahmslos allem, findet sich Göttlichkeit – ganz besonders in jenen Dingen, Menschen, Situationen und Ereignissen, in denen du dich weigerst, sie zu erkennen, denn alles, was ist, ist Göttlichkeit. Es gibt nichts anderes als Göttlichkeit. Die Wahrheit hinter allem ist Göttlichkeit, die Essenz von allem ist Göttlichkeit. Der Großteil aller Göttlichkeit aber liegt jenseits deines Verstandes – diesen Fakt gilt es zu akzeptieren.
Natürlich ist auch der Verstand göttlich, doch der Verstand ist ein sehr begrenztes Mittel, um die Göttlichkeit in ihrer allumfassenden Herrlichkeit zu erkennen. Es ist dem Verstand nämlich nicht möglich, das Wichtigste zu erfahren: Seligkeit. Das Sein findet seinen höchsten Ausdruck in der Seligkeit. Aber der Verstand kann Seligkeit nicht erfassen, er kann sie nicht wahrnehmen, denn der Verstand ist zu eingeengt, zu kalt, zu nüchtern. Seligkeit aber ist die wahre Natur, die Essenz der Göttlichkeit. In Wahrheit ist die ganze Welt Seligkeit. Auch du bist Seligkeit und nichts sonst.
Alles, was ist, ist Ausdruck dieser Seligkeit, ist ein Aspekt der Göttlichkeit oder auch Brahman, wie manche es nennen. Brahman ist absolute Seligkeit, ewige Seligkeit, die höchste Realität.

– Wie kannst du diese Seligkeit in deinem Leben verwirklichen?

Nun, dies ist die höchste Philosophie in der Welt. Alles ist Seligkeit, alles ist Göttlichkeit; das Königreich des Himmels ist allgegenwärtig. Du denkst vielleicht, dass Seligkeit als einziges nicht erfahren, alles andere aber sehr wohl erfahren werden kann. Schmerz wird erfahren, Leid wird erfahren, Unglück wird erfahren, auch Glück wird erfahren, aber das, was wir Seligkeit nennen, kann ebenfalls erfahren werden – Seligkeit bedeutet Glück höchster Ordnung, Glück von dauerhafter Natur, Glück von größter Intensität und dabei von dauerhafter Natur.
Du siehst, dass alles vergeht und alles sich wandelt, dass es nichts gibt, was dauerhaft ist – wie kann dann Glück dauerhaft sein?

Die Wissenschaft beweist, dass diese Philosophie, alles sei Seligkeit, nicht die leere Einbildung eines verwirrten Geistes ist. Seligkeit ist kein Ideal, Seligkeit ist keine Illusion – Seligkeit ist die einzige Wirklichkeit. Seligkeit ist das, was du und ich in Wahrheit sind.

Wir wissen heute, dass alles im Bereich der Materie aus Molekülen und Atomen besteht, und dass sich die Atome in Elektronen und Protonen aufteilen. Diese Elektronen und Protonen sind nichts als Energieentladungen. So ist alle Materie letztlich Energie; alle Formen sind nichts als formlose Energie. Die Essenz aller grobstofflichen Dinge, die höchste Realität aller Materie, ist Energie. Energie ist die letzte Wirklichkeit der Materie – das ist wissenschaftlicher Fakt, darüber lässt sich nicht streiten.
In der Energie verliert Materie ihre Form, geht in die Formlosigkeit über, wird Eins mit aller Energie. Wenn du Energie als Grundlage der Existenz erkennst, ist alles, was existiert, Energie und nichts anderes. Dies ist Teil der materiellen Wissenschaft, der Wissenschaft im Bereich der Materie. Nun hat die Materie ein Ende gefunden. Wir sind an die Grenzen der Wissenschaft über die Materie gestoßen. Doch das ist längst nicht alles, was die Existenz umfasst. Wie du weißt, besitzt du einen Körper, der materiell ist – nun sollte dir klar sein, dass die Realität des Körpers Energie ist.
Der Körper stellt den objektiven Aspekt deiner Existenz dar. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt deiner Existenz – den subjektiven; Geist, Verstand, Ego und letztlich die Seele gehören dem subjektiven Aspekt deiner Existenz an. Der Bereich der materiellen Wissenschaft ist also nur objektiv. Er bietet aber noch keine vollständige Analyse von allem, was im Universum existiert.

Wenn du herausfinden könntest, woraus der Geist, der Verstand, das Ego und die Seele gemacht ist, indem du einen Weg fändest, zu feineren Phasen der Analyse vorzudringen, so kämest du letztlich zu dem Schluss: Brahman, jene Seligkeit, ist die höchste Wirklichkeit, woraus der Geist, der Verstand, das Ego und die Seele gemacht ist, und woraus im Weiteren, im Bereich der höchsten Manifestation, der Körper und das ganze, grenzenlose Universum gemacht ist – derselbe eine Stoff, dieselbe elektronische, protonische Energie, hat sich in die Form aller Formen transformiert, in die Form aller Elemente, aller Variationen und Kombinationen im ganzen Universum. Die eine formlose Energie drückt sich in verschiedenen Formen aus.

Wenn du in der Analyse des Universums weitergehst, erkennst du, dass die eine, selige Wirklichkeit den Geist, den Verstand, das Ego, die Seele, das ganze Universum durchdringt. Du stellst fest, dass es eine Wirklichkeit gibt, eine Wirklichkeit, die sich nie wandelt, dass diese höchste Wirklichkeit unwandelbar ist.
Sämtliche Wandlungen, alle Aktivitäten, finden nur im Bereich der Relativität statt – im Bereich der relativen Ordnung. Die letzte Wirklichkeit, die höchste Wirklichkeit aller Relativität, ist absolut. Das Absolute wandelt sich nie. Die höchste Wirklichkeit kennt keine Wandlung; sie ist immer die gleiche. Ihre wesentliche Natur ist das reine, stille Sein, das Seligkeitsbewusstsein. Das ist die Wirklichkeit des Lebens, das ist die Wirklichkeit aller objektiven und subjektiven Aspekte des Lebens – Seligkeit.

Der subjektive und der objektive Aspekt deiner Persönlichkeit ändern sich ständig. So, wie der objektive Aspekt sich verändert, so verändert sich auch die Subjektivität. Der Körper ist niemals stetig – er verändert sich. Auch der subjektive Aspekt deiner Persönlichkeit ändert sich. Der Geist ist stets auf der Suche, der Geist ist immer in Veränderung begriffen. Auch der Verstand wandelt sich ständig. Genauso wandelt sich das Ego unentwegt. Die Seele aber liegt jenseits des subjektiven und des objektiven Aspektes deiner Persönlichkeit. Die Natur der Seele ist Seligkeit; sie ist Brahman; sie ist das, was Christus „Königreich des Himmels“ nannte. Er sagte: „Der Vater und ich bin Eins!
– Damit meinte er die Ebene der Einheit, die keine Dualität kennt, die alle Bereiche des Lebens transzendiert. Er meinte damit die Stille der letzten Wirklichkeit, das Absolute, den unveränderlichen Zustand des reinen Seins, das ewige Feld der Seligkeit.
Dein Geist aber hat die Seligkeit vergessen – sie liegt nicht mehr in seinem Erfahrungsbereich!

– Wenn Seligkeit universal ist, wenn sie allgegenwärtig ist, wenn Seligkeit innen und außen ist, wenn alles Seligkeit ist, warum ist sie dann aus deiner Erfahrung verschwunden?

Um diese Frage zu beantworten, ist es nötig, dass du die Funktionsweise deiner Wahrnehmung verstehen lernst: Das Instrument deiner Wahrnehmung ist der Geist. Der Geist bedient sich der Wahrnehmung über deine Sinne. Deine Sinne aber können ein Objekt nur dann wahrnehmen, solange es grob genug ist. Wenn ein Objekt ausreichend groß ist, können es deine Augen sehen; ist es sehr winzig, brauchst du ein Mikroskop, um es sehen zu können. Ist ein Ton laut genug, können ihn deine Ohren hören. Wenn er sehr subtil ist, sind deine Ohren nicht mehr fähig, ihn zu hören. Einen intensiven Duft kann deine Nase riechen – einen sehr feinen Duft kann sie nicht mehr riechen.

Wie du erkennen kannst, ist deine Wahrnehmung nur dazu ausgelegt, die groben Aspekte des objektiven Bereiches zu erfahren – die feinen Aspekte dieses Bereiches erfahren deine Sinne nicht. Dein Geist ist stets damit befasst, die Welt durch die Sinne zu erfahren, deshalb ist der Geist nur fähig, sich an den groben Aspekten der Natur zu erfreuen. Die subtilen Aspekte der Welt bleiben hinter den Formen und Erscheinungen verborgen, da das Instrumentarium der Wahrnehmung zu grob dafür ist. Die Sinne verfügen nicht über die Sensibilität, um das Feine zu erfahren – der herrlichste Zauber, die größte Schönheit bleibt dem Geist daher verborgen. Dein Leben ist also auf die Erfahrung der gröberen Herrlichkeiten der Welt begrenzt.

Die herrlichste Schönheit, die größte Macht liegt in der Feinheit der Welt. Wenn du den Ast eines Baumes brichst, entsteht Energie, etwas Wärmeenergie, aber nur eine minimale Menge – könntest du ein Atom des Astes spalten, würde der ganze Baum explodieren!
Macht liegt in der Feinheit der Welt, Schönheit liegt in der Feinheit der Welt, Herrlichkeit liegt in der Feinheit der Welt. Solange du nur den groben Bereich der Welt durch deine Sinne erfährst, begrenzt du deine Freude am Leben. Die Feinheit der Welt ist wesentlich faszinierender, zauberhafter, herrlicher, als der grobe Bereich. Um Seligkeit zu erfahren, musst du alle Bereiche der Herrlichkeit wahrnehmen können – den groben sowie den feinen Bereich. Du aber nimmst über deine Sinne nur den groben Bereich der Herrlichkeit wahr.

Meditation in Stille ist eine Methode, die den Geist dahin führt, die feineren Bereiche, die größere Herrlichkeit der Welt wahrzunehmen. Durch Meditation in Stille erfährt der Geist bei jedem Schritt eine größere Herrlichkeit; er erfährt tieferes Verständnis, höhere Klarheit, bis er die Herrlichkeit der Transzendenz erlebt, die ewige Seligkeit ist. Er kehrt zurück zu seinem Ursprungszustand, zum reinen Sein, zum absoluten Gewahrsein – zur Seligkeit.
Meditation in Stille bringt die Gedankenflut zur Ruhe. Die Menge an Gedanken nimmt mehr und mehr ab, die Gedanken werden klarer, kraftvoller; es entsteht Raum, wo zuvor dichtes Gedränge und Chaos war. Die Gedankenmenge nimmt aber nicht nur während der Meditation ab – sie verringert sich auch im Alltag, sie gelangt zu höherer Ordnung. Dadurch werden die Gedanken machtvoller, weil dem einzelnen Gedanken mehr Energie zur Verfügung steht. Die Leistungsfähigkeit und Kreativität steigt, Handlungen werden effizienter, latente Potenziale erwachen und gelangen zur Blüte. Wünsche reduzieren sich, weil mehr echte Zufriedenheit entsteht; verbleibende Wünsche wandeln sich in Absichten, die sich rascher und unkomplizierter verwirklichen. Die Intelligenz und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen sich, der Lebenswandel orientiert sich ganz automatisch zum Besseren, Gewaltpotenziale und Aggressionen lösen sich auf. Dauerhafter Frieden erfüllt das Individuum, da es sich täglich in den inneren Raum der Seligkeit zurückzieht. Seligkeit wird mehr und mehr zum Alltagszustand. Die einfache Technik der Meditation in Stille ist der Schlüssel zum Tor der Seligkeit; das transzendentale Bewusstsein tritt hervor.

Die Essenz aller grobstofflichen und feinstofflichen Dinge, die höchste Realität aller Materie und allen Geistes ist Seligkeit. Seligkeit ist die letzte Wirklichkeit des Geistes – das ist spiritueller Fakt. In der Seligkeit hört der Geist auf zu wandern, da es dem Geist nach Seligkeit dürstet. Befindet sich der Geist irgendwo in der Mitte zwischen dem groben und dem feinen Bereich der Herrlichkeit, wendet er sich dem feineren zu. Er wird unweigerlich von den größeren Herrlichkeiten des Lebens, von den feineren Bereichen der Welt angezogen, denn der Geist ist nach all den Ewigkeiten durstig nach Seligkeit. Im groben Bereich bekommt er stets nur einen Tautropfen dieser Seligkeit ab, deshalb bleibt er durstig, rastlos und unzufrieden. Im feinen Bereich der Herrlichkeit aber wird sein Durst überreichlich gestillt. Er muss sich nicht weiter mit nur winzigen Tautropfen zufrieden geben, nicht ständig von einem Tautropfenspender der Grobstofflichkeit zum nächsten eilen, um ein wenig von der Seligkeit zu kosten, dabei aber ständig nahe dem Verdursten bleiben, sondern kann in vollen Zügen aus der unerschöpflichen Quelle der Seligkeit trinken.

Seligkeit ist das, wonach sich der Geist einzig und ausnahmslos sehnt. In der Seligkeit ist der Geist bei sich selbst angekommen; in ihr verliert er seine Form, seine Unruhe. Was du im äußeren Bereich erfährst, ist unbedeutend; innen beginnst du, direkt deine Natur zu erfahren. Die Erfahrung deiner wahren Natur, die Erfahrung deines wahren Authentischen Selbst ist die Erfahrung der Seligkeit. Diese Erfahrung ist absolut. Diese Erfahrung ist das Gewahrsein der transzendentalen Wirklichkeit. Seligkeit aber findet der Geist nur im Feinstofflichen, denn das Feine, das Feinste ist die wahre Natur des Geistes. Dort hat er seinen Ursprung, dort ist seine Heimat – dorthin zieht es ihn seit Ewigkeiten; und nur dort findet er seine Ruhe.

Manche sagen, der Geist sei übel, er sei grundsätzlich unfähig, Konzentration zu halten, er sei nichts weiter, als ein kleiner, wilder Affe – ich aber sage, der Geist ist ein König. Er ist der König der Könige. Seine ganze rastlose Wanderschaft existiert bloß, weil er keinen Platz für sich hat, weil er vergessen hat, wo sein Thron ist.
Du siehst einen wandernden König, und weil er auf Wanderschaft ist, meinst du, dies sei die wahre Natur eines Königs, doch in Wahrheit ist die Natur dieses Königs sein Thron der Seligkeit. Fände er zurück auf diesen Thron der Seligkeit, seine ganze ruhelose Wanderschaft käme an ein glückliches Ende. Seligkeit ist der Thron für den König, für den Geist. In der Seligkeit findet der Geist Frieden, in der Seligkeit endet seine endlos anmutende Suche, das tonnenschwere Kreuz der Unzufriedenheit fällt von seinen Schultern ab, ungeahnte Leichtigkeit und absolute Freiheit bleibt als heiliges Resultat.

Alle, die kamen, alle, die jetzt hier sind, alle, die kommen werden, um dich an den Weg zur Seligkeit zu erinnern, sprachen und sprechen vom Inneren Königreich. Finde zunächst das Königreich im Inneren und alles andere wird dir hinzugetan.
Meditation in Stille ist das tägliche Eintauchen in den Ozean dieses Inneren Königreichs. Ohne dieses Eintauchen wird das Leben zum Kampf. Mit diesem Eintauchen aber wird das Leben zur reinen Seligkeit.

Die Technik dieser Meditationsform ist dermaßen simpel, sie ist so einfach in den Alltag des modernen Menschen zu integrieren, dass sie bei vielen Leuten Zweifel aufwirft. Denn das Einfache kann in der begrenzten Wahrnehmung der meisten Menschen niemals solch großartige Wirkung zeigen – es muss stets kompliziert sein, es müssen stets große Opfer gebracht werden für die Seligkeit! Ich aber sage dir, dass Seligkeit dein wahrer, natürlicher Zustand ist – für deinen wahren Zustand, für die letzte Wirklichkeit deines Seins ist kein einziges Opfer nötig.

Seligkeit ist das, was ich bin; Seligkeit ist das, was du bist; Seligkeit ist das, was alles ist. Seligkeit steht dir zu – sie ist dein für immer, doch du hast sie im ewigen Spiel der Aktivität vergessen. Seligkeit ist der natürliche Zustand allen Seins. Auf ganz einfache Weise kannst du ihn durch das Mantra – deinem ganz persönlichen Seelenklang, den du durch das Erlernen der Meditation in Stille erhältst – wiedererlangen.
Du wirst weiterhin rastlos umherirren, dich wird weiterhin alles stören, dein Leben wird weiterhin ein ermüdender Kampf bleiben, die Gedankenflut in dir wird dich weiterhin an den Rande des Wahnsinns treiben, wenn du nicht in der Lage bist, mit dem inneren Raum der Gedankenstille und des Glücks in Verbindung zu treten, denn nichts in der äußeren Welt wird dir dauerhafte Befriedigung schenken, nichts wird dir wahre Stille bringen. Tief in deinem Inneren weißt du, dass es so ist – du weißt, dass ich dir die Wahrheit sage. Das Prinzip ist so ungeheuer einfach: Tauche zweimal täglich für zwanzig Minuten in die Stille der Seligkeit ein, gelange jenseits aller Gedanken, fülle den Geist mit dieser stillen Seligkeit, sei selig, komm mit dieser stillen Seligkeit heraus – dann ist das Leben Seligkeit.

Vergleiche selbst: Alle anderen Methoden fordern dich dazu auf, irgendetwas in deinem Leben zu verändern, irgendetwas wegzulassen, aufzugeben, zu opfern, dich einer bestimmten Philosophie unterzuordnen – ich aber sage dir: Du kannst so weiterleben, wie bisher. Du musst weder etwas weglassen noch etwas aufgeben noch etwas opfern. Du musst weder eine bestimmte Geisteshaltung pflegen, noch irgendwelche speziellen Regeln befolgen, ja, du musst nicht einmal eine bestimmte Körperhaltung während der Meditation einnehmen. Du kannst weiterhin dein Glaubenssystem beibehalten, deiner eigenen Philosophie (die meist nicht deine eigene ist, du hast sie dir vielmehr irgendwo abgeschaut und angeeignet) treu bleiben, deinem persönlichen Lebenswandel folgen, aber erlerne zunächst die simple Methode der Meditation in Stille und integriere sie konsequent zweimal täglich in deinen Alltag – alles andere folgt dann ganz automatisch.

Das tägliche Eintauchen in die Seligkeit führt dich automatisch auf den für dich besten Weg – es geschieht dann alles ganz von selbst, es geschieht von deinem wahren Authentischen Selbst aus, denn dieses tritt dann mehr und mehr hervor. Nach und nach lässt du dann ganz automatisch all das los, was deinem höchsten Wohle nicht mehr dienlich ist, ohne Anstrengung, ohne Opfer – ganz automatisch. Deshalb nenne ich Meditation in Stille auch gerne „den Großen Automatismus“.

Mit der Meditation in Stille nehme ich dir – im Gegensatz zu bestimmten anderen Glaubenssystemen, Philosophien, Praktiken und Techniken – nichts weg, indem ich dir Dogmen oder Regeln auferlege, indem ich dich zum Verzicht auf irgendetwas auffordere, oder dich zur Änderung deiner Geisteshaltung oder Lebensweise gemahne – ganz im Gegenteil: Ich füge dir etwas hinzu! Ich füge dir neben Wachen, Träumen und Schlafen einen weiteren Bewusstseinszustand hinzu – den Zustand der Transzendenz, den Zustand deines wahren Seins, den Zustand der Seligkeit.

– Trachte zunächst nach dem Königreich im Inneren und alles andere wird dir hinzugetan. Dieses Innere Königreich ist deine wahre, deine einzige Heimat – Meditation in Stille ist der Schlüssel zu diesem Königreich. Du hast vergessen, wie sich Heimat anfühlt, du hast vergessen, was Seligkeit ist, du hast den Schlüssel zu deinem Königreich verloren – ich bin gekommen, um ihn dir zurückzugeben.

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Erwachen und sein Auslöser



Immer wieder steht die Frage nach dem „Erwachen“ im Raum. Die Menschen zeigen weltweit großes Interesse an diesem naturwissenschaftlich-spirituellen Phänomen. Es ist einfach nicht mehr zu übersehen und daher auch nicht mehr zu leugnen, dass ein kollektives, globales Erwachen stattfindet. Der ungeheure Bewusstseinswandel ist offensichtlich. Da mir zu dieser Thematik immer wieder Fragen gestellt werden, möchte ich heute gerne ein paar Sätze dazu sagen…
Zunächst müssen wir uns die Frage stellen:

– Wie funktioniert dieses Erwachen?

Nun, das Leben läuft ziemlich mysteriös – ein einfaches Bild zu sehen, eine einzelne Aussage zu hören, einen bestimmten Satz zu lesen oder ein gewisses Gesicht zu erblicken kann bei manchen Menschen bereits den auslösenden Punkt erreichen. Da sind zurzeit Millionen menschliche Wesen, die an der Grenzlinie zum Erwachen stehen – ein winziger Schubs, ein kleiner Ruck und sie haben diese Linie überschritten.

Erwachen ist im Grunde keine große Sache. Es ist ganz einfach die Frage, ob dein Herz von der Göttlichkeit berührt wird. Erwachen findet immer durch eine göttliche Berührung des Herzens statt. Es spielt keinen Rolle, wodurch dies geschieht – eine Geste, ein Blick, ein Satz, ein Lächeln, ein Klang, ein Duft; das Herz kann durch alles und jedes göttlich berührt werden. Es ist wirklich unerheblich, wodurch es geschieht, weil das, wovon das Herz eines menschlichen Individuums berührt werden kann, schwer zu sagen ist. Vielleicht geschieht es durch die Stille, durch die Pause zwischen zwei Sätzen, einen Regentropfen oder den Duft eines Babys. Wenn aber das Herz auf diese spezielle Weise erreicht wird, wenn es göttlich berührt werden kann, dann findet spontanes Erwachen statt.

Es ist in Wahrheit so, dass dieser Punkt des Erwachens schon immer da war – jeder Mensch ist immer knapp dran an diesem Punkt. Ein kleiner Schubs, ein kleiner Ruck und die Person wird niemals mehr dieselbe sein. Und was auch immer der Mensch in diesem Moment des Erwachens kosten durfte – es wird in ihm wachsen, es wird zu einer größeren, tieferen Sehnsucht nach seiner eigenen Göttlichkeit, die sagt: „Komm näher, um mehr über mich zu erfahren, um mehr zu erfahren über das Wunder, das geschieht, um mehr zu erfahren über die Seelen, die daran arbeiten!“

Und das ist der Weg, wie ein Erwachter langsam aber sicher immer bewusster in das höchste Energiefeld eintritt. Von diesem Energiefeld aus wird er weitere Menschen erwecken durch seine Existenz. Er hat dazu vielleicht seine eigene Methode, oder aber er erreicht einfach durch sein simples Sein die Herzen anderer Menschen. Und es spielt wirklich absolut keine Rolle, was diese ihn fragen, es spielt auch nicht die geringste Rolle, was er antwortet – das Einzige, was eine Rolle spielt, ist, dass sie seine Gesten sehen, seine Stimme hören, von seinen Worten, seinen Blicken, seinem Duft, seiner Schwingung erreicht werden. Dadurch sind sie daran gebunden, von ihm beeinflusst zu werden – er wird über kurz oder lang ihre Herzen berühren.

Entweder sie fallen dann in eine unbeabsichtigte Liebe zu ihm, oder aber sie beginnen ihn vom ersten Moment an zu hassen. Aber was immer auch geschieht – Liebe oder Hass – er hat ihre Herzen berührt. Ihren Hass in Liebe zu wandeln ist dann nicht sonderlich schwer – das Schwierigste an der Sache war, ihre Herzen zu erreichen.
Jene, die sich in den Erwachten verliebt haben, werden nun nach seinen Büchern, CDs und Videos verlangen; und jene, die ihn hassen, werden dasselbe tun.

Sobald ein Mensch emotional mit dem Erwachten in Verbindung getreten ist, als Freund oder als Feind, wird er zum Teil dessen Werkes. Auch die Feinde sind dann Teil dieses Werkes – manchmal sind sie sogar eine größere Unterstützung als die Freunde, weil sie unentwegt gegen den Erwachten sprechen. Wenn man ihnen dann beim Sprechen zuhört, beginnen viele Menschen zu denken: „Warum bist du so aufgebracht gegen den? Wenn du gegen ihn bist, dann vergiss diesen Menschen doch einfach!“ Aber sie können den Erwachten nicht mehr vergessen, weil er ihr Herz berührt hat. Und jene, die den Gegnern zuhören, entdecken plötzlich Interesse an dem Erwachten – sie entwickeln Neugier. Diese Neugier bringt sie ins Schwingungsfeld des Erwachten, der ihr Herz berühren wird. Die Wandlung von dieser Neugier in eine Sehnsucht, in ein Verlangen, in eine Suche, ist dann nicht mehr schwer – es geschieht nahezu automatisch, weil sich jedes menschliche Individuum instinktiv nach dem Erwachen sehnt, und weil jeder Mensch stets ganz knapp dran ist an dem Punkt des Erwachens – nur ein kleiner Schubs, nur ein kleiner Ruck…

Erwachen ist nicht mehr als ein Blitz am Gewitterhimmel, ein winziger Augenblick, in dem das Herz durch das Lied der Göttlichkeit bei seinem Namen gerufen wird…

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2012 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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