Wenn es vorbei ist


Wieso hast du Liebeskummer? Weil sich die Liebe nicht in die von dir erdachte Form pressen lässt? Weil du dem Wahn anheimfallen möchtest, du könntest ohne diese Frau, ohne diesen Mann nicht leben? Weil du vergessen hast, dass du ohne diese Frau, ohne diesen Mann in die Welt kamst und sie oder ihn sowieso nicht mitnehmen wirst, wenn du wieder gehst? Weil du nicht glauben magst, dass es rund 7 Milliarden Menschen gibt und mindestens einer davon der Nachfolger jener Illusion sein wird, der du jetzt wie ein Junkie im Entzug nachhängst?

– Du hast wahrscheinlich 20, 30, 40 oder mehr Jahre ohne diesen Menschen gelebt. Doch plötzlich sagt dein Ego „Ich kann nicht mehr ohne ihn/sie leben!“. Und je öfter dein Ego das behauptet, desto fester glaubt es daran. Es will aus seiner eigenen Geschichte nichts lernen, denn vor einigen Jahren hast du über eine andere Person dasselbe gesagt.
Willst du diese heute zurück haben?

Meistens willst das nicht und sagst „Gott bewahre!“. Und damit sprichst du unbewusst eine Wahrheit aus, die du heute nicht sehen willst in deinem Wahn des Liebeskummers. Gott hat dich vor deinen Ex-Partnern bewahrt und sie vor dir! Eine höhere Weisheit hat euch eine Menge Schmerz und Täuschung erspart, indem sie euch damals trennte. Und du wirst auch jetzt bewahrt vor jenem Menschen, von dem du denkst, du könntest ohne ihn nicht leben.
Die höchste Weisheit erspart dir, aber auch diesem Menschen, eine Fortsetzung eurer Geschichte, indem sie euch trennt. Das tut diese höchste Weisheit, um euch freizugeben für eine weitere, größere Übung im Liebenlernen. Dafür solltest du dankbar statt traurig sein. Du verlierst nichts – du gewinnst etwas. Doch das willst du im Moment weder hören noch lesen noch wahrhaben. Du willst dich an dein selbst geschmiedetes Trugbild klammern, weil du vergessen hast, dass alles in dieser Welt ein Ablaufdatum hat.

Eure Zeit ist um. Das darf gerne gewürdigt werden indem man Wehmut verspürt. Aber es braucht nicht zum Wahn des Liebeskummers werden, wo man sich selbst einredet, nicht mehr ohne eine bestimmte Frau oder einen bestimmten Mann leben zu können. Denn die Wahrheit ist:

Du kannst, du musst und du wirst ohne diesen bestimmten Menschen leben. In drei Jahren bist du wahrscheinlich sogar froh darüber, dass es vorbei ist. Oder zumindest in zehn Jahren. Aus diesem Grunde möchtest du auch meistens all deine Ex-Partner nicht mehr zurück haben. Heute aber willst du so tun, als wäre es bei diesem einen gänzlich anders. Und jeder, der kommt, um dir zu sagen, dass du dich gerade selbst täuscht, ist der Feind, der dir etwas nicht gönnen möchte oder die einzigartige, nur euch bestimmte Magie einfach nicht versteht.
Doch der Fall ist genau umgekehrt gelagert. Du gönnst dir gerade selbst etwas nicht. Du verstehst gerade nicht, dass eure einzigartige, nur euch bestimmte Magie jedem Liebespaar gegeben wird. Jedem Liebespaar auf ihre ganz speziell individuelle Weise. Dies allerdings immer nur auf Zeit. Denn selbst wenn ihr ein Leben lang miteinander leben hättet können, so wäre doch der Tod am Ende euer Scheidungsrichter gewesen. Das ist ein unbequemer jedoch wahrer Fakt.

Grundsätzlich aber ist da, wo nie Liebe war, beim Abschied der Liebeskummer am größten. Wer gesund lieben kann, der lässt auch frei. Wer wirklich lieben kann, der lässt gehen. Wer wahrhaftig lieben kann, der verliebt sich nicht. Wer erhaben lieben kann, der sucht nicht mehr den flüchtigen Rausch der Schmetterlinge im Bauch, sondern die stete, warme Glut der Liebe im Herzen. Wer gesund lieben kann, der geht voll bewusst und in dem Wissen in eine Begegnung, dass diese Begegnung ein Ende haben wird, denn er ist sich darüber im Klaren, das Ende hat man mit dem Anfang bereits im Gepäck. Wer wirklich-wirklich lieben kann, der kennt vielleicht Liebeskummer aus seiner Vergangenheit, als er noch nicht lieben konnte. In seiner Gegenwart aber wird ein gesund liebender Mensch lieben, ohne dabei Kummer zu erfahren, sobald die Zeit um ist. Er wird Dankbarkeit empfinden. Er wird dem anderen das Beste wünschen. Er wird aber auch eine gewisse Aufregung verspüren, denn für alles, was gehen muss, kommt etwas Neues nach. Auf das ist einer, der gesund liebt, dann schon neugierig. Ein paralleles Gefühl des Bedauerns, eine gewisse Wehmut wegen dem Ende ist gesund und natürlich. Totale Depression, anhaltender Herzschmerz oder sogar suizidale Ideen sind dagegen ein Anzeichen dafür, eine pathologische Form der Abhängigkeit entwickelt zu haben. Und wo Abhängigkeit ist, da hat es an Liebe gemangelt.
Kein Junkie liebt seinen Dealer. Ein Junkie braucht seinen Dealer, aber er liebt ihn nicht. Kein Dealer liebt die Junkies. In Wahrheit hassen sich beide sogar, weil sie ständig bedürftig nach dem sind, was der andere geben kann. Und so ist es auch in vielen Beziehungen. Man lebt nicht als Liebespaar zusammen, sondern als Junkie und Dealer. Wobei da die Rollen wechselseitig positioniert sind.
Wer aus einer solchen Kiste herausfällt, der kommt natürlich auf Entzug. Und genau so verhalten sich viele, die eine Trennung erleben. Sie verhalten sich wie Süchtige, die ihren Stoff nicht mehr bekommen. Doch das hat nie etwas mit Liebe sondern immer mit einem Mangel derselben zu tun.

Begreife: Dir wird kein Mann und keine Frau als Eigentum zugesprochen. Nichts ist für immer. Alles wandelt sich. Alles hat ein Ende. Du gingst in diese Begegnung und hättest wissen müssen, dass sie eines Tages enden wird. Das hast du aber im Rausch deiner Bedürftigkeit ausgeblendet. Jetzt kommst du runter und darfst erkennen, was wahr ist.
Wahr ist, dass kein anderer geboren wurde, um dich glücklich zu machen, zu ergänzen oder zu vervollständigen. Du bist selbst dafür verantwortlich, dich glücklich zu fühlen. Du bist bereits ganz. Du bist schon vollständig. Und du bist gesegnet, weil du davor bewahrt wurdest, weiterhin in dem Wahn zu leben, ohne eine bestimmte Frau oder einen bestimmten Mann nicht mehr leben zu können.

Erinnere dich daran, dass du viele Jahre ohne diesen gewissen Menschen gelebt hast. Erinnere dich daran, dass du das auch in Zukunft können wirst. Und erinnere dich daran, dass du vor vier Jahren deine heutige Zukunft ebenso wenig kanntest, wie du heute deine kommende Zukunft kennst. Erinnere dich an die Gegenwart, an diesen Moment hier, wo dein Herz spürt, dass das, was du da gerade liest, total unbequem aber extrem wahr ist. Und dann hebe dein Haupt, wisch dir die Tränen aus dem Gesicht und sage „Ja, ich bin offen und bereit, eine neue Lektion im Liebenlernen anzunehmen, denn in drei Jahren werde ich das, was ich jetzt will, nicht mehr wollen müssen!“

Sei vor allem dankbar für das, was war, sowie für das, wovor man dich bewahrt, indem man dir nimmt, was dir nicht mehr zur Entwicklung dient.
Dankbarkeit ist die Kunst der Glücklichen. Sei dankbar dafür, dankbar sein zu können, denn viele Menschen kennen dieses Gefühl noch weniger als die Liebe. Wer im Schmerz danken kann, der ist groß. Wer im Schmerz das Licht am Ende des dunklen Tals vielleicht nicht sehen kann, aber dennoch weiß, dass es da ist, der hat das Tal bald hinter sich.
Außerdem darfst du weiterhin alles lieben, was du lieben willst. Egal, ob es in deiner Nähe ist, ob es neben dir einschläft und erwacht, ob es in dieser Welt verweilt oder nicht. Deine Liebe muss nicht enden. Begegnung jedoch immer. Trotzdem kann dir niemand deine Liebe nehmen, es sei denn, du selbst. Liebe ist übrigens durch sich selbst erfüllt. Sie braucht dazu keinen Empfänger. Ihr reicht es, einfach zu sein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Die Lüge von der Selbstliebe


Wenn du genau hinsiehst, wirst du viele „Neue Schulen“ sehen, die dich mit der Behauptung lehren wollen, sie seien gut, und was sie lehren, sei es ebenso.

Doch was lehren sie dich?

– Oftmals nur das, was du ohnehin schon ein Leben lang tust: Dich selbst zu lieben. Und sage nun nicht, du würdest dich selbst nicht lieben, denn dann lügst du.

Du liebst dich selbst. Mehr als dir bewusst ist. Den ganzen Tag bist du mit dir selbst befasst; fragst dich, ob du hungrig oder durstig bist, ob man dich mögen wird, da wo du hingehst, ob du bekommen wirst, was du dir wünscht, ob du siegen wirst mit deinen Ansichten, Argumenten und Meinungen. Du drehst dich um deine Probleme, hegst und nährst sie und hältst sie für die größten, bedeutsamsten Probleme, die jemals ein Mensch hatte.
Du erzählst dir selbst und anderen immer wieder deine Biografie und bist einmal stolz darauf, dann wieder tust du dir selbst um ihretwillen unsagbar leid.
Du stehst vor dem Spiegel, prüfst, verbesserst, lobst und kritisierst, was du darin erblickst. Tagein und tagaus bist du mit dir selbst befasst und wenn einer redet, dann kannst du es kaum abwarten, bis er Pause macht, damit du über dich selbst reden kannst. Und wenn du mit zehn Menschen in einem abstürzenden Flugzeug sitzt, wo es nur neun Fallschirme gibt – du würdest auf den deinen Verzichten für einen anderen?

Also, erzähle anderen, du würdest dich nicht lieben. Mir aber erzähle das nicht. Denn du liebst dich. Oftmals mehr als du verdient hättest.
Und dann sieh dir die Welt an, in der du lebst: Fast jeder liebt nur noch sich selbst, ist so sehr in sich selbst verliebt, dass er ausnahmslos Bilder von seinem Duckface, von seiner Katze, seinem Mittagessen, seinem Urlaub und seinen neuen Schuhen posten kann. Gleichsam aber wird vor Narzissmus gewarnt, denn selten wurde so viel darüber geschrieben, wie dieser Tage.
– Zufall?
Wohl kaum.

Die Lehre von der Selbstliebe ist eine Lehre der Lügner, der Heuchler, der Dummen und des Satans.
Daher hat Yahshua niemals von der Selbstliebe gesprochen, denn er wusste, dass diese Selbstliebe aus den meisten Menschen bloß narzisstische Egomanen machen würde. Er wusste, wie schnell der Mensch sich in sein eigenes Spiegelbild verlieben und wie rasch er sich in der endlosen Gier des Egos verstricken würde. Yahshua wusste, dass jeder Mensch sich selbst am meisten liebt und dass Selbstliebe am Ende zu Egomanie führt.

Narzisstische Egomanen laufen heute in Massen durch die Welt und jammern, warum die Welt bloß so kalt geworden ist. Sie feiern sich selbst den lieben langen Tag, feiern ihr Selbstbildnis auf sozialen Plattformen in Form von „Selfies“ (frei übersetzt „Selbsties“), krallen nach Fame & Luxus sowie nach dem größten Stück des Kuchens für sich allein.
Zudem sind sie beziehungsunfähig geworden, konsumieren Menschen als wären es Wegwerfgüter und offenbaren pathologische Auswüchse sozialer Inkompetenz. Ich, ich, ich und me, myself and I.
Und dann gibt es da tatsächlich unzählige falsche Propheten, die von „mehr Selbstliebe entwickeln“ sprechen. Diese Botschaft soll natürlich in erster Linie den Narzissmus der falschen Propheten befriedigen, denn sie lieben es, von den Massen verehrt zu werden. Und die wahnsinnigen Jünger dieser Satans-Priester sind ihrerseits höchst empfänglich für alles, was die eigene Egomanie befeuert, deshalb folgen sie den falschen Hirten blindlings und zu abertausenden.

Erkennst du die 5 Fehler im Bild? Und macht es dich gerade ein wenig wütend, dass ich die neuzeitliche Lehre von der Selbstliebe als das darstelle, was sie ist: Satanismus in seiner subtilen, massentauglichen Form als Vorbereitung auf die große Schlacht?

– Falls dich das jetzt nämlich wütend macht und du gleich kampfbereit für die Selbstliebe in die Tasten hauen möchtest, dann halte kurz inne und wisse: Nur für eine Lüge musst du kämpfen – die Wahrheit sorgt für sich selbst.
Daher prüfe dein Herz, bevor du das Schwert zücken möchtest.

Der Weg der Selbstliebe ist einer mit unzähligen Fallen. Denn die meisten bleiben in Egomanie und Narzissmus stecken. Sie werden zu regelrechten Arschlöchern, die so tun, als ob sie keine wären, weil sie in ihrer Selbstsucht abgehoben von Licht & Liebe säuseln, womit sie eine blinde Welt leicht täuschen können.

Ein Weiser aber geht nicht den Weg, der sich gabeln mag zu unzähligen Irrwegen. Ein Weiser geht den Weg, der vielleicht länger und beschwerlicher ist, ihn aber sicher und direkt ans Ziel führen wird.
Wenn also dein aufrichtiges Ziel die Liebe ist, dann wählst du nicht absichtlich einen Irrweg. Ist aber dein Ziel etwas Anderes als die Liebe, suchst du irgendeine Art des Lohnes, dann wirst du auch den Irrweg gehen wollen, weil du dann sowieso ein Heuchler bist.

Gehst du von vornherein den Weg der Nächstenliebe, kannst du nicht in die Irre laufen und im Narzissmus oder der Egomanie landen. Die Liebe zu deinem Nächsten macht, dass du automatisch auch dich selbst liebst, weil du erkennst, dass du auch in deinem Nächsten lebst. Sie schenkt dir Empathie und macht, dass du deine Probleme vergessen kannst, weil du dich mit jenen deines Nächsten befasst. Und wie du vielleicht schon entdeckt hast, ist es meist ein Leichtes, die Probleme deines Nächsten zu lösen. Du hast so gut wie immer einen Rat, du siehst so gut wie immer eine Lösung.

Warum ist das so?

– Naja, ganz einfach – da es nicht deine Probleme sind, bist du damit auch nicht verhaftet. Es sind nicht deine Probleme. Du klebst nicht an ihnen. Du bist nicht mit ihnen eins. Daher bist du in der Lage, sie zu lösen. Würdest du das auf deine eigenen anwenden können, wärst du die meisten davon los.

Glaube mir, du musst dich selbst nicht noch mehr lieben. Die Welt braucht nicht noch mehr Selbstliebende, sondern welche, die aufrichtig und vollen Herzens ihren Nächsten lieben. Die Welt wurde über so viele Jahrtausende in die Irre geführt. Gerade in diesen Tagen läuft sie noch mehr in ihr eigenes Verderben durch falsche Propheten und schlechte Hirten, die mit verdrehten Wahrheiten und falschen Lehren taufen.

Die Welt braucht Nächstenliebe. Diese kannst nur du von dir aus geben. Sie muss in dir keimen, wachsen und nach außen strömen. Dazu musst du nicht zuerst dich selbst lieben. Nein, du musst nicht erst dich selbst lieben, bevor du andere lieben kannst. Denn du wurdest geboren und konntest schon lieben, bevor du überhaupt wusstest, dass es dich als Individuum gibt. Noch bevor dein Geist ein Ich-Bewusstsein geformt hatte, konntest du schon deine Eltern, deine Geschwister, euren Hund und eure Katze lieben. Aufgrund dieser Tatsache musst du nicht erst dich selbst lieben, um andere lieben zu können, denn es gibt immer wieder mal Phasen, da kannst du dich überhaupt nicht ausstehen, trotzdem liebst du deine Kinder, deine Freunde und deinen Partner; du liebst deinen Hund, deine Katze oder dein Pferd, obwohl du dich selbst vielleicht gerade nicht besonders toll findest. Also, glaube die Lüge von der Selbstliebe nicht mehr. Sie ist ein genialer Trick der Dunkelheit, ein Teil der sinistren Agenda übler Wesen. Die Lehre von der Selbstliebe ist eine Lehre Satans. Und dessen Jünger tragen gerne das Kleid eines Engels. Oder auch indische Billigware aus dem Esoterik-Laden.

Yahshua wusste all das. Und daher sagte er definitiv nicht „Liebe zuerst dich selbst und dann erst deinen Nächsten.“!

Er sagte: „Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
– Johannes 15, Vers 11 – 13

Wenn du mir nicht glaubst, dann nimm doch mal wieder deine Bibel zur Hand und finde selbst heraus, was er gesagt hat. Damit tust du dir einen großen Gefallen. Bist du dazu jedoch zu stolz oder zu faul, dann sei wenigstens so schlau und plappere nicht alles nach, was künstliche Gurus, falsche Propheten und Möchtegern-Coaches vorkauen. Nimm nicht Falschlehren an, bloß weil dir das bequem erscheint, um dann so zu tun, als hättest du die Wahrheit selbst gefunden. Die musst du dir nämlich stets erst verdienen, indem du dich ganz allein auf die beschwerliche Suche nach ihr machst.
Gerne mag ich dir aber mit einer anderen Stelle aus der Lehre des Christus aushelfen:

Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet. Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
– Matthäus 25, Vers 35 – 39

Und Yahshua antwortet darauf:

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
– Matthäus 25, Vers 40

Der Weg tiefer hinein in die Dunkelheit, in die Kälte, in die Herzlosigkeit, in den Krieg ist der Weg der bedingunglosen Selbstliebe. Der Weg in die Erlösung, in eine freie Welt der Brüderlichkeit, in eine Welt des Friedens und der Gerechtigkeit ist der Weg der aufrichtigen Nächstenliebe. Und für Nächstenliebe musst du nicht zuerst dich selbst lieben, sondern dich selbst vergessen können.

Darüber denke nach. Das lasse in deinem Herz hallen, denn da, und nur da, wird auch die Wahrheit das Echo sein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Führt ihr regelmäßig Love Talk?


Wenn du einem Menschen sagst „Ich liebe dich.“ und er sagt „Ich liebe dich auch.“, dann solltest du wissen, dass dieser Satz für jeden Menschen eine andere Bedeutung haben kann.

Aus diesem Grunde ist es essenziell, dass ihr über eure jeweilig individuelle Bedeutung hinter diesen Worten sprecht. Klärt einander auf, was jeder von euch unter Liebe versteht. Und legt dabei auch unbedingt offen, wie ihr diese Liebe am liebsten ausdrücken möchtet. Hört einander aufmerksam zu und sprecht immer wieder darüber. Mit einem einzigen Gespräch ist es nämlich meistens nicht getan.

Wenn ihr euch angewöhnt, den Satz „Ich liebe dich.“ immer wieder in eurer ganz persönlichen Definition dem anderen darzulegen, erspart ihr euch von Beginn an große Enttäuschungen.
Ihr müsst lernen, miteinander zu reden. Vor allem müsst ihr lernen, wirklich-wirklich zuzuhören. Nehmt niemals an, der andere empfindet ohnehin genauso wie ich, der wird mich schon verstanden haben, denn das ist prinzipiell ein Irrglaube.

Vor allem Frauen sind gut darin, anzunehmen, der andere würde einem von den Augen ablesen können, was man empfindet. Eure beste Freundin kann es vielleicht öfter, aber sicherlich nicht immer. Euer Liebster ebenso wenig. Manchmal können wir Männer das auch. Oftmals aber nicht. Wir haben eben einen anderen Zugang zu gewissen Dingen. Das ist weder weil wir blöd noch weil wir schlechtere Menschen sind – wir sind einfach Männer und lesen einander in unseren ritterlichen Schlachten und Abenteuern nicht die Wünsche von den Augen ab, sondern geben Kommandos und brauchen diese auch. Von unseren Frauen wollen wir meistens keine Kommandos, aber wir bemühen uns sehr, euch zu verstehen, wenn ihr sprecht. Also, sprecht!

Und falls du ein Mann sein solltest, der dies hier liest: Hör auf ein Schisser zu sein, der beim ersten Gedanken an ein Gespräch über Gefühle an einen Strick-Kurs oder an rosa Morgenmäntel aus Plüsch denkt. Sei ein Mann und stelle dich deinen Emotionen. Du bist kein Weichei, nur weil du fühlst – du bist ein kraftvoller Krieger, der sich jenen inneren Drachen stellt, die es im Außen ohnehin zu selten gibt, um sie heldenhaft zu erschlagen. Also, stelle dich dem fürchterlichsten von allen Drachen – jenem in deinem Innersten, der Angstdrache, der den Zugang zu deinen Gefühlen versperrt. Erschlage ihn oder geh mit ihm auf ein Bier, aber lass ihn da nicht rumlungern und dich zu einem wortkargen Gorilla werden, der zum Heulen in den Keller geht. Ich weiß nämlich, wo dein Keller wohnt! *zwinkersmiley*
Sprich mit deiner Liebsten über deine Ängste, deine Sehnsüchte, deine Wünsche. Sprich allem voran mit ihr über Liebe, denn nur so kann sie dir geben, wonach es tief drinnen in dir ruft.

Gewöhnt euch an, wenigstens einmal pro Woche eine oder auch zwei Stunden für euren Love Talk zu arrangieren. Fokussiert euch bei diesem Love Talk nur auf das eine Thema „Ich liebe dich.“ und lasst unbedingt die üblichen Vergehenslisten außen vor. Ihr wollt nicht diskutieren, nicht anklagen, nicht streiten – ihr wollt euch gegenseitig nur erneut definieren, was ihr unter „Ich liebe dich.“ versteht.
Setzt euch gemütlich zusammen und einer von euch eröffnet „Ich liebe dich und das bedeutet für mich…“ und dann soll für jeden von euch ausreichend Raum gegeben sein, um zu sprechen und zuzuhören.
Es hilft übrigens, wenn man beim Zuhören die Augen schließt.

Lasst den Satz „Ich liebe dich.“ niemals leichtfertig fallen. Und glaubt niemals, er reicht als Überschrift, weil der Rest sich dann selbsterklärend zeigt. Denn wenn sich der dann zeigt, dann meistens bereits aus der Ferne mit Abschied und Drama und nicht selten vor einem Scheidungsrichter.

Ich habe Paare unter meinen Klienten, die leben seit Jahrzehnten zusammen, lieben einander, haben aber keine Ahnung, ob der andere jemals dasselbe gefühlt hat, wie man selbst. Man ist eben zusammen. Mehr muss man ja nicht wissen.

– Doch! Man muss mehr wissen. Man muss am besten von Anfang an wissen, was für den Liebsten/die Liebste der Satz „Ich liebe dich.“ in der Tiefe bedeutet. Und dadurch könnt ihr eurem Tanz als Paar unglaublich mehr Eleganz und Leichtgängigkeit verpassen, indem ihr darüber sprecht. Von Anfang an ein Leben lang.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Drei Enttäuschungen in Sachen Erfolg


Der moderne, erfolgsorientierte aber leider seiner kausalen Kreativitätsquellen entledigte Mensch wünscht sich für vieles eine Formel, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Er möchte eine Instant-Lösung für die wichtigsten Aspekte seines Lebens, nach dem Motto: Zwei Löffeln davon in die Tasse, heißes Wasser drauf – fertig. Ganz besonders wünscht er sich soetwas für Erfolg.

Ich habe mich immer gescheut, dem Menschen das eigenständige Denken, Wahrnehmen und Erkennen sowie die Kreativität abzunehmen – mir ist vielmehr wichtig, ihn dahin zurückzuführen. Daher ließ ich es bisher sein, mich dezidiert über Erfolg zu äußern, obwohl es hin und wieder schon mal vorkam. Heute möchte ich dieses mir selbst auferlegte Tabu brechen, denn die Frage, welche mir in den letzten Jahren am häufigsten gestellt wurde, ist:

Was macht dich erfolgreich?

Wahrscheinlich möchtest du jetzt ein spezielles Geheimnis erfahren, irgendetwas Außergewöhnliches, das du bisher nicht kanntest, noch nie gehört oder gar nicht in Betracht gezogen hast, doch an dieser Stelle kommt die erste Enttäuschung in Bezug auf Erfolg, denn es gibt ein solches Geheimnis nicht.

Was maßgeblich zu meinem Erfolg in sämtlichen Lebensbereichen beiträgt, ist folgendes:

  1. Während andere Menschen TV schauen, arbeite ich.
  2. Wenn andere Menschen über Probleme sprechen, lerne ich.
  3. Wo andere an Rückschlägen verzweifeln, nehme ich Anlauf.
  4. Während andere Menschen sich in ihr Smartphone flüchten, bin ich kreativ.
  5. In Situationen, in denen andere über ihr Ego stolpern, bin ich demütig.
  6. In der Zeit, wo andere noch diskutieren, handle ich bereits.
  7. An Stellen, wo andere Menschen andere Menschen nach dem Geheimnis ihres Erfolges fragen, finde ich meine ureigenen Wege.

– Das sind einfache sieben Punkte. Ich habe sie wahrscheinlich nicht selbst erfunden und ich bilde mir darauf auch nichts ein, denn es handelt sich meiner Auffassung nach nicht um mentale Prinzipien, die mir außergewöhnlich erscheinen sondern als völlig natürlich.

Wenn du dich mit den Biografien bekannter Persönlichkeiten befasst, wirst du feststellen, es gibt keinen erfolgreichen Menschen auf diesem Planeten, der diese sieben Qualitäten nicht entweder intuitiv oder kalkuliert anwendet.

Was unbedingt begriffen werden muss, und hiermit folgt die zweite Enttäuschung in Bezug auf Erfolg, ist: Vergiss den Faktor Glück und die Ausrede auf selbiges!

Wenn du dich auf dein eigenes Glück verlassen möchtest, dann spiele dein Leben lang Lotto ohne jemals den Sechser zu machen, denn so verfahren fast alle Menschen, die dann sterben und im Laufe ihres Lebens zwar eine Million an die Lotto-Gesellschaften verschenkt, ihr Leben aber damit verschwendet haben, auf das Glück zu hoffen.

Der Faktor „Glück“ ist am Weg zum Erfolg entweder ein Vorwand, um nichts tun zu müssen, oder eine Ausrede, um den eigenen Neid zu kaschieren.
Wenn du bisher nichts erreicht hast, sagst du gerne, du hättest im Leben einfach kein Glück gehabt, während du auf dem Sofa lümmelst, mit der Hand in eine Schale Kartoffelchips langst und dir dabei unheimlich selbst leid tust, anstatt die Bereitschaft zu entwickeln, dich total zu ändern, härter anzupacken, positiver zu denken und ganz einfach deinen Hintern über deine Ängste und Konditionierungen hinaus zu bewegen. Hat ein anderer Erfolg, dann sagst du abfällig „Ach, der hatte doch bloß Glück gehabt!“.

– Beide Einstellungen sind ziemlich blöde und kontraproduktiv. Und sie sind zudem unwahr. Denn erfolgreiche Menschen glauben nicht an Glück – sie glauben an sich selbst!

Außerdem sind erfolgreiche Menschen immer fleißig. Sie arbeiten hart, meist doppelt und dreifach so viel wie andere. Es gibt für sie keinen Feierabend nach der Uhr. Sie warten nicht, dass der Arbeitstag endlich ein Ende hat, sondern wünschen sich, er hätte 48 Stunden.

In meinem Falle sieht meine harte Arbeit für Außenstehende nicht unbedingt wie solche aus, denn mir kommt morgens beim ersten Gedanken an meine Berufung nicht gleich das Kotzen, sondern die pure Freude. Und nachts, meist gegen Mitternacht, wenn mein Tag endet, fühle ich mich nicht ausgebrannt und kaputt, sondern erfüllt, dankbar und wohlig müde.
Dem allgemeinen Paradigma, das da besagt, man müsse Schweiß und Blut schwitzen und hassen, womit man Geld verdient, läuft das vollends zuwider, denn in meinen Augen ist dieses Paradigma falsch. Es wurde von Psychopathen für Psychotiker entwickelt, damit Erstere die Letzteren unter Kontrolle halten können. Es dient nicht dem Erfolg des Einzelnen – es dient dem Misserfolg aller. Daher muss es falsch sein.
Doch genau aus diesem Grund erscheint meine harte Arbeit manch anderen nicht wie klassische harte Arbeit, weil ich ja Freude daran habe. Und wer Freude an seiner Arbeit hat, der wird wohl nicht ausreichend leisten – so sieht zumindest die subtil ihren Effekt zeigende Grundkonditionierung der meisten Menschen aus.

Vor dem Einschlafen wälze ich übrigens auch keine Probleme, sondern meditiere und das schon seit nunmehr 40 Jahren. Ich sinke nicht in den Schlaf mit Sorgen, sondern mit Vorfreude auf den kommenden Tag mit seinen Herausforderungen. Ich kann gar nicht genug Arbeit haben und ich werde niemals müde, neues zu lernen, Fehler zu machen und mich über diese ähnlich zu freuen wie über meine Erfolge, weil ich mir bewusst bin, es ist auf dieser Erde weder Erfolg ohne Misserfolg möglich noch das Lernen ohne Fehler.

Ebenso wenig kann ich meine Berufung von meiner Freizeit trennen, denn beides ist für mich ein und dasselbe.
Natürlich kenne ich Pausen und Erholungsphasen. Da ich aber durch meine Arbeit keine Energie abbaue, sondern vielmehr welche gewinne, muss man mich in meinem Arbeitsfluss eher bremsen anstatt zu peitschen. Und das gilt nicht nur für jene Aspekte meines Lebens, die mir wirtschaftlich etwas einbringen. Das gilt für alles, was ich in Angriff nehme. Ob dies nun meine Kinder sind, der Haushalt, das Fahren eines Autos oder das Warten auf einem Amt – all das genießt meine volle Aufmerksamkeit, wenn es aktuell gefragt ist.

Und jetzt kommt die dritte Enttäuschung: Erfolg kann niemals erzielt werden, indem man sich vor Verantwortung drückt!
Jeder Erfolg ist an Verantwortung gekoppelt; vor allem die Verantwortung für sich selbst, für das eigene Denken, Fühlen, Sprechen und Handeln.

Erfolgreiche Menschen verstehen zwar zu delegieren, niemals aber delegieren sie die Verantwortung für sich selbst an die Umstände, die schlimme Kindheit, den falschen Partner, die schlechte Wirtschaftslage oder die böse Gesellschaft. Wirklich erfolgreiche Menschen sind vollends in der Eigenverantwortung, weil sie wissen, dass Eigenverantwortung gleichbedeutend mit Autonomie ist.

Als allerwichtigster Aspekt in Sachen Erfolg – den habe ich mir extra für das Ende dieses Artikels aufgehoben – stehen diese zwei Faktoren: Hingabe und Liebe.

Niemand kann, in welcher Sache auch immer, erfolgreich sein, wenn er sich der Sache nicht vollends hinzugeben bereit ist. Denn Hingabe ist ein Akt der Liebe. Und Liebe ist die Grundlage aller schönen, großen, erhabenen und durchsetzungsstarken Erscheinungen im Leben.
Ohne Liebe ist alles nichts. Ohne Liebe ist jeder Erfolg eine Suppe ohne Salz, jeder Triumph ein Kuss ohne Gefühl, eine Umarmung ohne Wärme, ein Haus ohne Leben oder ein Auto ohne Räder.

Zusammengefasst kannst du gar nicht anders als erfolgreich zu sein, wenn du dein Wirken auf diese drei Säulen baust:

  1. Unbändiger Fleiß
  2. Totale Verantwortung
  3. Liebevolle Hingabe

– Klingt zu einfach?
Nun, das ist es wohl auch. Aber die genialen Dinge sind immer schon die einfachen gewesen. Kompliziert kann jeder. Für Simplizität braucht es eine Menge Grips. Und auch den muss man entwickeln, wenn man Erfolg haben möchte.
Ja, es ist wirklich so einfach. Und das ist es wohl nicht nur für mich persönlich, sondern für jeden, der die Eier dazu hat, sich selbst und sein Wirken auf diese zuvor genannten drei Säulen zu stellen.

Du kannst es gerne selbst testen, indem du damit beginnst. Jetzt. Hier. Ganz egal, wie widrig die Umstände auch scheinen. Völlig gleich, was andere zu deinen Ideen sagen. Tue es. Oder tue es nicht. Ein dritte Option existiert nicht

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Die globale Erwärmung der Herzen


Wir leben in Zeiten totalen Umbruchs, in einer seelischen Eiszeit. Soziale Kälte, Egomanie und Materialismus haben sich als Usus der Massen etabliert. Niemals zuvor war ein spirituell-ethischer Klimawandel dringender. Die großen Helden, die wahren Wandler dieser Zeit werden nicht aus den Königshäusern, den Parlamenten oder Religionsstühlen geboren – aus der Stille, aus der Wärme des einzelnen Herzens wird die Revolution kommen. Denn es gibt sie, die heimlichen Leuchtfeuer, die leisen Sterne des Friedens und der Liebe. Wie Blumen blühen sie unter Disteln. Aus ihnen geht die Saat des wahren Wandels hervor.
Denn ich glaube an die globale Erwärmung der Herzen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Liebe und Mut


Liebe ist immer ein Wagnis. Liebe ist immer gefährlich. Sobald du dich total auf die Liebe einlässt, befindest du dich in Gefahr – deine ganze Welt steht plötzlich Kopf, mühevoll errichtete Paradigmen zerfallen zu Staub, eherne Prinzipien entpuppen sich als das, was sie in Wahrheit immer schon waren: vergänglicher Nebel. Deine Waffen und Schutzpanzer werden nutzlos. Du musst fliegen, wo zuvor das Gehen ausreichte, musst erneut Vertrauen schenken, obwohl du früher bereits verletzt wurdest, trittst dem Neuen völlig schutzlos gegenüber. Du wagst dich auf dünnes Eis, um zu sehen, ob es dich trägt. Es gibt keinen Halt und kein Versteck mehr. In der Liebe bist du völlig nackt, verletzlich wie die zarte Blüte eines Kirschbaums. Du tappst im Dunkeln, weißt stets nur den nächsten Schritt zu tun und hast keine Ahnung, wie die Sache für dich ausgehen wird. Vielleicht musst du Menschen und Dinge aus deiner Gegenwart gehen lassen, musst Abschied nehmen, deine Hände öffnen, damit sie für die Gaben der Liebe leer werden…
In der Liebe bist du in jedem Falle dazu gezwungen, Altes loszulassen, liebgewonnene Verletzungen und Opferrollen aufzugeben und dich in Hingabe zu üben, um die Liebe in ihrer vollen Blüte zu erfahren. Davor aber hast du schreckliche Angst. Du fürchtest nichts mehr als das Loslassen und den Schritt ins Ungewisse.
Liebe ist deshalb das größte Wagnis deines Lebens, weil Liebe vergleichbar mit dem Sterben ist – durch sie wechselst du Form, Welt und Bewusstsein; du löst dich völlig auf in der Liebe, um in ihr neu zu erstehen. Daher sage ich, Liebe ist die gefährlichste Sache der Welt! Nur wenige Menschen sind wagemutig genug, sich darauf einzulassen – die meisten begnügen sich mit billigen Imitaten, verwechseln Verliebtheit, Leidenschaft und sentimentales Geplänkel mit dem Seinszustand der Liebe. Sie verheizen Partner um Partner und gelangen auf diesem Wege nicht einmal in den Vorhof zur Liebe. Ihnen fehlt der Mut, sie bleiben Gefangene ihrer eigenen Flucht vor sich selbst.
Du kannst dich nicht auf das ungeheuerlichste Wagnis deines Lebens einlassen, solange du nicht unerschütterlich mutig bist. Du kannst ohne unerschütterlichen Mut nicht lieben. Du kannst ohne Liebe nicht unerschütterlich mutig sein. Und jetzt, da du diese Verbindung als solche erkannt hast, fragst du, wie du in diesen Kreis von Liebe und Mut einsteigen sollst?
Ganz einfach: Hör auf zu denken!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2018 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Jesus Christ Megastar


Man muss ein gewisses Bewusstsein erlangt haben, um den Christus innerlich aus dem religiösen Kontext herauszulösen. Mit dem Buddha gelingt es fast jedem, weil der Buddha derzeit populär ist. Mit dem Christus haben viele ein Problem. In Wahrheit aber haben sie dieses Problem nicht mit dem Gesalbten, sondern mit sich selbst. Es fehlt ihnen das Bewusstsein, innerlich etwas freizugeben, was immer schon frei war. Sie sperren es weiterhin in die begrenzten Boxen ihrer Dogmatik und wundern sich, warum es klemmt. Daher ist da noch ein langer Weg zu gehen.

Wer es geschafft hat, den Christus außerhalb der Religion zu finden, ihm dort in Freiheit zu begegnen und ihm in Hingabe zu folgen, der kann unmöglich an die gut verpackte, total moderne aber leider satanistische Lehre vom eigenen Schöpfertum glauben. Dabei wäre es so leicht, aus der Selbsttäuschung zu erwachen. Man müsste nur den Mut zur Wahrheit finden, statt mit der blökenden Herde zu laufen. Ich bin frei, sagt das esoterische Schaf und läuft den anderen esoterischen Schafen blind hinterher, denn da vorne wird schon eines dieser Schafe sein, das den Weg kennt. Ich mache nicht mit, sagt das esoterische Schaft und macht mit bei der Esoterik. Ich bin Schöpfer meiner Realität, sagt das esoterische Schaf und wiederholt damit eine Floskel, die fernab jeder Realität ist.

Kein Mensch ist Schöpfer seines Lebens. Kein Mensch ist Schöpfer seiner Welt. Natürlich macht die eigene Perspektive eine gewisse Wahrnehmung und somit auch eine bestimmte Erfahrung der Realität aus, das aber ist…

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– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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