Seelenpartner?


Buddha sagte „Bist du bereit, sind es die Dinge auch!“ und manchmal fühlst du dich zwar bereit, bist es aber in Wirklichkeit noch nicht. Gerade in Beziehungsfragen ist der Mensch ein Meister darin, sich selbst zu täuschen. Er hat noch nicht einmal die letzte Begegnung psychisch abgeschlossen, wähnt sich aber schon bereit für die kommende. Und so stürzt er sich mit all den alten Verletzungen und Enttäuschungen von einer Beziehung in die nächste. Dadurch hofft er, es könne der neue Partner das ordnen, was durch vergangene Partnerschaften in Unordnung geraten ist.
Ohne zu bemerken, dass er sich immer tiefer in einer Abwärtsspirale befindet, die zwangsläufig zu erneuter Frustration führen muss, fliegt er von einer Blüte zur nächsten, obwohl deren Nektar von Mal zu Mal bitterer schmeckt. Er ähnelt einer Biene, deren Beinchen von Blütenstaub der Zwischenmenschlichkeit so schwer geworden sind, dass sie kaum noch fliegen kann. Sie summt mit aller Kraft, zappelt und ächzt, kommt aber nicht mehr in die Höhe. Sie trägt einfach zu viel Last mit sich – Höhenflug ausgeschlossen!

Auch du bist voller altem Ballast. Du blutest aus unzähligen Wunden. Du trägst Enttäuschung, Verletzung und Schmerz mit dir. Dein Herz ist verschlossen. Und auch dein neuer Partner ist voller altem Ballast, blutet aus unzähligen Wunden, trägt Enttäuschung, Verletzung und Schmerz in sich. Sein Herz ist verschlossen. So begegnet ihr einander als Bedürftige, die voneinander erwarten, durch die Bedürftigkeit aus der Bedürftigkeit gerettet zu werden. Ihr verliebt euch zwar, gebt euch dem Taumel dieses Rausches aus körpereigenen Drogen hin, innerlich aber seid ihr weder gelöst noch frei noch bereit. Ihr seid auf psychischer Ebene weder heil noch offen. Und sobald der Taumel der Verliebtheit nachlässt, wundert ihr euch, weshalb es mit euch beiden nicht besser klappt, als mit euren vorherigen Partnern. Solange ihr voller Enttäuschungen, Verletzungen, Bedürftigkeit und Idealvorstellungen seid, solange ist euer Herz verschlossen. Und solange euer Herz verschlossen ist, werdet ihr auch niemals erfüllt lieben können.

Zudem sind viele von euch auf Seelenebene sogar vertraglich an jemand anderen gebunden, weil ihr irgendwann in einem Anfall von Sentimentalität geschworen hattet, irgendeinen bestimmten Menschen aus eurer Vergangenheit für immer zu lieben – nur diesen einen und niemals wieder einen anderen! Weil sich diese Liebe zu dieser bestimmten Person nicht erfüllt hat und ihr nicht loslassen wollt oder könnt, glaubt ihr nun, diese Person wäre euer Seelenpartner. Schließlich habt ihr darüber schon so viel gelesen und gehört. Man hat euch allerhand Schwachsinn darüber erzählt, den ihr aus Mangel an echtem Wissen für wahr erachtet habt. Vor allem hat man euch gesagt, dass eine Liebe, die ihr nicht loslassen könnt oder wollt, wahrscheinlich euer Seelenpartner sein muss. Und je schwieriger und unmöglicher diese Begegnung für beide Seiten war, desto fester sollt ihr daran glauben, dass es sich um den Seelenpartner handelt – so klingt das, was man euch diesbezüglich beigebracht hat.

– Das aber ist totaler Schwachsinn! Du kannst deinem Seelenpartner solange nicht begegnen, solange du nicht gelernt hast, alleine zu sein. Du kannst deinem Seelenpartner solange nicht begegnen, solange du nicht all den alten Ballast losgeworden bist, die alten Wunden akzeptiert und sämtliche Seelenverträge gekündigt hast. Solange du nicht losgelassen hast und aus Bedürftigkeit von einer Beziehung in die nächste schlitterst, wirst du dein Leben lang auf deinen Seelen- oder Lebenspartner warten. Solange du verwundet, enttäuscht, beladen und bedürftig bist, solange bist du nicht bereit. Du bist erst dann bereit für den Seelenpartner, wenn du alle Erwartungen an ihn und sogar ihn selbst losgelassen hast, obwohl er noch gar nicht da ist. Erst dann, wenn du akzeptiert hast, dass der Seelenpartner noch nicht aufgetaucht ist, weil du bisher einfach nicht bereit warst, erst dann wird er auftauchen. Akzeptiere, dass der Seelenpartner schon längst bei dir wäre, wenn du bisher bereit gewesen wärst. Da er aber noch nicht an deiner Seite ist, musst du dir eingestehen, dass du noch nicht bereit bist. Denn wie Buddha schon sagte, sind die Dinge erst dann bereit, wenn du es auch bist.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Warum dein Seelenpartner vor dir flüchtet


Alle Menschen ersehnen Liebe. Sie wollen nichts mehr als diese Liebe. Ihr ganzes Leben lang tun sie alles für diese Liebe. All ihre Sehnsüchte, all ihre Wünsche, all ihre Taten kennen kein anderes Ziel als die Liebe. Den Sportwagen kaufen sie aus dem unbewussten Wunsch heraus, durch ihn mehr geliebt zu werden. Das große Haus bauen sie, weil sie unbewusst hoffen, dadurch mehr geliebt zu werden. Die plastische Chirurgie lassen sie über sich ergehen, in der Hoffnung, nach der Operation mehr geliebt zu werden. Den Konzern gründen sie, weil sie sich tief drinnen dadurch mehr Liebe erhoffen.

Verstehe folgenden Fakt: Es gibt nur zwei grundlegende, tiefenpsychologische Motive für das menschliche Handeln – Liebe oder Angst. Jede Handlung, alles, was die Menschen tun, hat seinen Ursprung in diesen beiden Motiven. Die meisten handeln aus Angst. Nur wenige handeln aus Liebe. Jeder trägt eine tiefe Sehnsucht in sich – die Sehnsucht nach Liebe. Diese Sehnsucht ist dem Menschen zu seiner zweiten Natur geworden. Die Sehnsucht nach Liebe treibt ihn an. Über die Zeit hinweg aber haben viele ihr ursprüngliches Ziel, nämlich die Liebe, vergessen – die Sehnsucht aber, die haben sie nicht vergessen, denn die ist allgegenwärtig. Da ihnen nur noch die Sehnsucht geblieben ist, entstand in ihnen auch Angst, denn die Sehnsucht könnte gestillt werden. Gestillte Sehnsucht verschwindet.

Wenn sich nun der Wunsch nach dieser Liebe für die Menschen erfüllt, verlieren sie ihren Lebensinhalt – die Sehnsucht. Deshalb haben sie Angst vor der Liebe, vor der Erfüllung. Viele Menschen fürchten nämlich die Erfüllung ihrer Herzenswünsche mehr als die Nichterfüllung, denn wenn sich erfüllt, was man wünscht – was dann?
Ich schätze, dein Seelenpartner fürchtet nicht dich als Mensch, er flüchtet nicht vor deiner Person – er flüchtet vor der Liebe; er fürchtet, dass er dann nicht mehr weiß, wonach er sich sehnen soll, wenn sich seine Sehnsucht erlöst hat. Das klingt paradox, aber so sind die meisten Menschen eben gepolt…

Du kannst zwar deinen Seelenpartner nicht ändern, doch du kannst dich selbst ändern. Wenn du dich selbst änderst, verändert sich vieles mit dir. Ganz besonders auch deine zwischenmenschlichen Begegnungen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Des Dichters Gattin


Heute liegt eine gewisse Melancholie in der Luft. Ich mag das. Melancholie ist die Kunst, ein wenig traurig zu sein, ohne dabei Unglück zu empfinden. Melancholie ist an manchen Tagen die Auftraggeberin des Dichters. Viele bewegende Worte hat sie diktiert, die Melancholie, die ich mir als wunderschöne, hochgewachsene Frau mit langem, glatte-schwarzem Haar und bleicher Haut vorstelle. Ihre Hände sind schlank und die Finger lang, damit sie nach den Herzen der Menschen greifen kann, ohne sie zu verletzen. Aus ihrem linken Auge fließt ständig eine silbrige Träne, die nicht sehr süß, aber auch niemals zu bitter schmeckt. Ein Lied summt sie für einen Liebsten, den sie nicht haben kann, und unten am grauen See, wo die Nebel der Zeit lautlos über den Wellen tanzen, da lebt sie. Der See war einst ein helles Tal, doch nach und nach hat es sich mit ihren silbrigen Tränen gefüllt und wurde so ein finsteres Gewässer. Abends, wenn die Dämmerung ihren samtenen Mantel über die Welt breitet, legt sie ihr bestes Kleid an, fährt mit einem verwitterten hölzernen Kahn hinaus, um in nicht erfüllten Sehnsüchten zu schwelgen. Es ist ihr nicht geschenkt zu altern, sie darf niemals vergehen und das ist ihr ewiger Grund. Und wenn sie dann in der Mitte des Sees, dort wo die Wasser schwarz und endlos tief sind, angekommen ist, dann stimmt sie an zu einem wunderbaren Klagelied, welches zartbitter die Herzen rührt. Melancholie ist die heimliche Gattin jedes Dichters. Sie fragt nicht nach der Hochzeit, denn sie ist längst schon mit jedem Krieger des Wortes vermählt.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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