Eine Geschichte für Männer


Er war gerade mal 14 Lenze jung, als er ihr das erste Mal begegnete. Drei Meter groß, in ihrem Schatten das Gesicht aller Frauen dieser Erde, in ihrem Odem unmögliche Abenteuer, die Stimme ein einziges Versprechen – so ragte sie in einer schwülen Vollmondnacht vor ihm auf.

„Ich bin der Teufel!“ sagte sie und ihre Worte klangen nach Zukunft. „Aus deinem Paradies der Unschuld werde ich dich locken, dich verführen, belügen, betrügen, deine Lust befeuern, dir Zeit stehlen. Was du aufbaust, das will ich zerstören, dir Kinder schenken und sie dir wieder nehmen. Dein Herz werde ich auf Arten brechen, die du dir nicht im Entferntesten vorstellen kannst. In den Wahnsinn werde ich dich treiben, bis du dir nicht nur wünscht, nie geboren worden zu sein, sondern niemals existiert zu haben. Mein Name ist Weib. Ich bin der Teufel!“.

„Nein!“ lächelte er unschuldig. „Du bist nicht der Teufel. Du bist ein Engel, der mir den Himmel schenken wird. Du bist ein Engel und ich will dich. Dich ganz allein.“

So schloss er damals in jugendlichem Leichtsinn einen Pakt, eine Ehe, die niemals gebrochen werden konnte.

Er wurde älter. Er wurde belogen. Er wurde betrogen.
Sein Herz wurde gebrochen und er wünschte sich, nie geboren worden zu sein.

Müden Hauptes saß er bei einer Tasse Kaffee in einer fremden Stadt. Da stand sie plötzlich erneut vor ihm, lächelnd und unwiderstehlich.

„Ich bin der Teufel!“ sagte sie und ihre Worte klangen nach Zukunft. „Aus deinem Paradies der Unschuld werde ich dich locken, dich verführen, belügen, betrügen, deine Lust befeuern, dir Zeit stehlen. Was du aufbaust, das will ich zerstören, dir Kinder schenken und sie dir wieder nehmen. Dein Herz werde ich auf Arten brechen, die du dir nicht im Entferntesten vorstellen kannst. In den Wahnsinn werde ich dich treiben, bis du dir nicht nur wünscht, nie geboren worden zu sein, sondern niemals existiert zu haben. Mein Name ist Weib. Ich bin der Teufel!“.

„Nein!“ lächelte er abermals mutig. „Du bist nicht der Teufel. Du bist ein Mysterium, das ich zu ergründen habe. Du bist ein Ziel und ich will dich. Dich ganz allein.“

So bekräftigte er damals, als Mann in der Blüte seiner Jahre, abermals diesen Pakt, diese Ehe, die niemals gebrochen werden konnte.

Er zog weiter. Von der Lust befeuert, vom Wunsch nach Liebe und Heimat getrieben, seine Zeit opfernd und sein geschundenes Herz verschenkend. Was er aufbaute, das zerstörte man. Man schenkte ihm Kinder, die man ihm wieder nahm. Man brach sein Herz auf Arten, die er sich nicht im Entferntesten hätte vorstellen können. Dem Wahnsinn war er nahe. Und er wünschte sich, nie existiert zu haben.

Gebrochenen Herzens grübelte er über einer Tasse Kaffee in einer anderen fremden Stadt. Nach Verheißung duftend setzte sie sich plötzlich an seinen Tisch.

„Ich bin der Teufel!“ sagte sie und ihre Worte klangen nach Zukunft. „Aus deinem Paradies der Unschuld werde ich dich locken, dich verführen, belügen, betrügen, deine Lust befeuern, dir Zeit stehlen. Was du aufbaust, das will ich zerstören, dir Kinder schenken und sie dir wieder nehmen. Dein Herz werde ich auf Arten brechen, die du dir nicht im Entferntesten vorstellen kannst. In den Wahnsinn werde ich dich treiben, bis du dir nicht nur wünscht, nie geboren worden zu sein, sondern niemals existiert zu haben. Mein Name ist Weib. Ich bin der Teufel!“.

„Nein!“ knurrte er. „Du bist nicht der Teufel. Du bist bloß Training. Und ich stehe noch. Ist das alles, was du hast? Mehr hast du nicht drauf?“.

Er zog sich zurück, alterte noch ein Stück und wanderte allein sieben Jahre durch die Wüste. Dort begegnete er sich selbst. Und er traf dabei auch auf Gott. Der sprach:

„Ich bin YHWH, dein Herr! Doch wer bist du? Bist du ein Bettler, der vor jedem Kittel kniet und um Liebe und Muttermilch verlangt? Gab ich dir nicht ein Herz, das für sich alleine zu schlagen vermag? Und gab ich dir nicht den Namen eines Königs, damit du herrscht, indem du dienst, und dienst, indem du herrscht? Gab ich dir Stolz und gab ich dir Liebe? Schenkte ich dir Vaterschaft und Väterlichkeit? Hatte ich dich zur Liebe erschaffen oder zur Bedürftigkeit? War deine Aufgabe nicht Schutz und Bereitschaft? Wurdest du nicht zum Mann in erster Reihe bestellt? Solltest du dir selbst nicht Maß geben und der Welt ebenso? Wer bist du nur geworden? Wer ist dieser Bettler vor dem Weib? Und mit wem hast du dich vermählt, wenn nicht mit mir?“

Da fiel er vor Gott auf die Knie. Sein vergangenes Leben und all seine Sünden zogen mit einem Mal an ihm vorüber wie wahnsinnige Güterzüge, schwer beladen mit jedem erdenklichen Schmerz. Es war Horror, dies zu beobachten.

Seine Seele und all die darin eingenisteten Dämonen weinte er heraus, geschützt in den gütigen Armen des Herrn. Dann flüsterte er: „Ich wollte dich. Immer nur dich. Das weiß ich nun. Mein Herz, meinen Atem, mein Augenmerk richte ich von nun an allein nur noch auf dich. Ich war in der Hölle. Ich war tot. Aber nun lebe ich wieder. Nimm dieses Herz aus Stein, mein Herr, und schenke mir ein Herz aus Licht.“

Der Herr tat, worum man ihn bat. Er nahm das Herz aus Stein und ersetzte es durch ein Herz aus Licht.

Einige Zeit später saß der geläuterte Mann bei einer Tasse Kaffee in seiner Geburtsstadt. Da umarmte sie ihn von hinten und in ihrer Stimme lagen alle Verführungen dieser Welt.

„Ich bin der Teufel!“ sagte sie und ihre Worte klangen nach Zukunft. „Aus deinem Paradies der Unschuld werde ich dich locken, dich verführen, belügen, betrügen, deine Lust befeuern, dir Zeit stehlen. Was du aufbaust, das will ich zerstören, dir Kinder schenken und sie dir wieder nehmen. Dein Herz werde ich auf Arten brechen, die du dir nicht im Entferntesten vorstellen kannst. In den Wahnsinn werde ich dich treiben, bis du dir nicht nur wünscht, nie geboren worden zu sein, sondern niemals existiert zu haben. Mein Name ist Weib. Ich bin der Teufel!“.

„Nein!“ hauchte er sanft und in seinem Blick lag Frieden. „Du bist nicht der Teufel. Du bist ein Sahnehäubchen. Ich liebe Kaffee. Besonders gerne trinke ich ihn mit Sahnehäubchen, denn Sahnehäubchen sind etwas Feines. Grundsätzlich schmeckt er mir aber auch ohne ausgezeichnet gut.“

Da machte es plötzlich einen ohrenbetäubenden Knall und sie löste sich in Rauch auf.

Er blieb lächelnd zurück. Zum ersten Male in seinem Leben war er frei. Zum ersten Male in seinem Leben war er total Mann. Mit einem Herz aus Licht saß er da, trank zufrieden seinen Kaffee. Und es spielte absolut keine Rolle mehr, ob darauf ein Sahnehäubchen war oder nicht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2019 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


 

Lebst auch du in einer Bedürfnis-GmbH?


Liebe und Freiheit sind eins. Das mag für viele wie ein Widerspruch in sich selbst klingen, denn für die meisten scheint mit der Liebe auch die Freiheit zu enden. Kaum ist die Box mit der Aufschrift „Beziehung“ mit zweien von euch gefüllt, geht es auch schon los mit dem gegenseitigen Beschneiden der Freiheit.

Die Frau meckert und nörgelt am Mann herum, denn so wie er ist, darf er nicht bleiben. Das war von Anfang an klar. Und egal, wie immer er auch ist, er darf auf keinen Fall sein, wie und wer er ist. Der Mann poltert und mäkelt an der Frau herum, denn so wie sie ist, darf sie nicht bleiben. Das wurde ihm nach und nach klar. Und egal, wie auch immer sie ist, sie darf auf keinen Fall sein, wie und wer sie ist.

Es wird in Wechselwirkung aneinander herumerzogen und herumgepfuscht. Jeder stülpt jedem den Glassturz der eigenen Bedürftigkeit über. Beide halten sich gegenseitig mit Sanktionen in Schach, sollte der eine die Bedürfnisse des anderen nicht erfüllen. Das eigene Unerfülltsein wird dem Partner mit der Forderung „Mach du mich glücklich!“ zur Last gelegt. Und so geht das Tag um Tag und Jahr um Jahr, bis beide nicht mehr können.

Es folgt die Trennung, der Rosenkrieg und das Wundenlecken, denn in der Opferhaltung ist es so hübsch bequem. Im Schmollwinkel verweilt man gerne, das infantile Däumchen im Mund mit der Gewissheit: Es gibt nur scheiß Männer, es gibt nur beschissene Frauen!

Bald aber schon suchen sich beide neue Opfer und Erfüllungsgehilfen für die eigene Unfähigkeit zur Selbstreflexion, die sie erkennen ließe, dass jeder selbst für das eigene Glück und die eigene Erfüllung verantwortlich ist. Das alte Drama wird rasch gegen eine neue Tragödie getauscht, in der Hoffnung, dass der oder die Neue endlich besser im „Michglücklichmachen“ ist. Aber das Rad beginnt sich bloß von Neuem zu drehen mit ähnlichem Ergebnis wie zuvor.

Wäre es nicht so traurig, man könnte sich darüber biegen vor Lachen: Da stehen sich zwei unerfüllte Bettler gegenüber, greifen einander in die leeren Taschen, sind frustriert, weil da nichts drin ist, und geben sich dann gegenseitig die Schuld für die Armut an Erfüllung. Doch das ist kein Witz – das ist der psychologische Alltag der meisten Paare. So lebt der Großteil der Menschheit seine Beziehungen.

Es wird nicht geliebt, sondern gebraucht. Es wird nicht gedient, sondern benutzt. Es wird nicht gewährt, sondern unterdrückt. Man teilt nicht, sondern dealt – meine Zuwendung gegen deine Zuwendung. Und wehe, wenn du auch nur ein Quäntchen weniger davon gibst als ich!

Doch all das ist keine Partnerschaft, das alles ist nicht Liebe, sondern eine Bedürfnis-GmbH. Jeder sperrt jeden in die Box, in das Gefängnis mit der Aufschrift „Mache du mich glücklich!“. Und da drinnen haltet ihr euch dann gegenseitig gefangen.

In einem Gefängnis aber kann nichts Liebevolles, nichts wirklich Fruchtbares erblühen. In einem Gefängnis entsteht nur Frust, Verzweiflung und am Ende Verbitterung.

Der Großteil aller Menschen lebt verbitterte Beziehungen. Er liebt daher nicht. Er faselt von Liebe, hat aber keine Ahnung, was Liebe wirklich ist. Denn zur Liebe braucht es Freiheit. Und in der Freiheit ist Erfüllung das Grundprinzip. Daher sind Liebe und Freiheit eins.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Falls du es vermeiden möchtest, eines Tages in einer Bedürfnis GmbH zu landen, oder aus einer bereits bestehenden Bedürfnis GmbH eine wirkliche Liebesbeziehung schaffen willst, wenn du dir wünscht, dass sowohl deine innere Partnerschaft als auch deine im Außen erlebten Partnerschaften nach Jahren noch rocken, dann klicke ZUM SEMINAR →
venus-findet-mars04

© 2017 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Spirituelle Monogamie


lovers53Bemühe dich nicht, monogam zu leben. Monogamie ist dir von Natur aus nicht gegeben. Das ist eine biologische Tatsache. Die Natur hat es so eingerichtet, dass du deine Gene so weit als möglich streuen sollst; auch dein Geist liebt mannigfaltige Freuden auf physischer Ebene. Das ist ein vollkommenes Prinzip. Du kannst und musst es nicht verbessern. Die Natur weiß es immer besser als es deine gesellschaftlichen Regeln, Zwänge und Dogmen jemals wissen könnten. Die Natur ist die weise Mutter, die dich alle Dinge lehren kann, wenn du dich ihr hingibst. Leider scheiterst du an der Hingabe.

Die Institution der Ehe hat dich in ein Gefängnis gesperrt, dir den Zwang auferlegt, sexuelle Lust nur mit einem einzigen Menschen zu erfahren, doch das ist ein Schuss, der immer nach hinten losgeht. Jeder Zwang führt letztlich dazu, dass du der Natur deines Wesens folgen musst, indem du aus dem Zwang ausbrichst, denn dein wahres Wesen ist ein absolut freies. Dein wahres Wesen lässt sich nicht zwingen – je größer der Zwang, desto stärker der Wunsch, dem Zwang zu entkommen; je starrer die Regeln, umso größer das Verlangen, sie zu brechen.

Die Institution der Ehe trägt große Verantwortung am Ehebruch. Sie ist wesentlicher Verursacher der Untreue, denn gäbe es den Zwang nicht, wäre das wunderschöne Versprechen der Treue zwischen zwei Menschen weit seltener gebrochen worden, als dies in deiner Geschichte bisher der Fall war. Aber nicht nur die Ehe selbst ist ein Zwang zur Treue, sondern auch deine neuen sogenannten „lockeren“ oder „freien“ Beziehungen, die in Wahrheit alles andere als locker und frei sind.
Einzig und allein auf den Trauschein und den Ring verzichtest du, doch das Modell dahinter ist im Grunde nichts weiter als eine billige Kopie der Ehe mit kleinen, unbedeutenden Änderungen.
Als Grundlage dieser modernen Form der Beziehungen dient immer noch das Besitzdenken. Ihr Schriftführer ist das Ego und dessen Angst, etwas zu verlieren. Deshalb verlangst du deinem Partner Treue ab und er verlangt sie dir ab. Dadurch haltet ihr euch gegenseitig an der Leine. Ihr raubt einander die Freiheit, eurer Natur zu folgen. Ihr macht euch zu gegenseitigen Gefangenen.
Doch selbst wenn du damit leben könntest und auch dein Partner es täte, dass ihr beide auch sexuelle Freuden mit anderen erlebt, so gäbe es da immer noch deinen Freundeskreis, dein soziales Umfeld und letztlich die Gesellschaft, die mit dem Finger auf euch zeigen würde, wodurch ihr neuerlich unter Druck geraten würdet. Man würde euch sehr subtil wieder in die Monogamie zwingen wollen. Das Resultat davon sind Eifersuchtsszenen, Leid und schmerzhafte Trennungen.

Du kannst und wirst Monogamie solange nicht leben können, bis du sie freiwillig für dich entdeckst. Eines Tages nämlich wird sie dir zum heiligen deiner Seele immanenten Wunsch werden. Irgendwann entdeckst du, dass es nicht die körperliche, die sexuelle Anziehung ist, aufgrund der du dich einem Menschen exklusiv schenken möchtest, sondern eine tiefe seelische. Das ist spirituelle Monogamie! Sie ist immer freiwillig und kommt aus deinem Herzen. Sie entstammt nicht deinem Ego, nicht deinem Verstand, schon gar nicht aber findet sie ihren Ursprung in den Regeln einer Institution. Sie wurzelt alleine in dem Herzenswunsch, sie als Geschenk geben zu dürfen.

Als man Jesus fragte, wo denn die Untreue beginne, da sagte er: „Schon wenn du nur an ein anderes Weib, an einen anderen Mann denkst, hast du die Ehe gebrochen!“

– Jesus hatte Recht. Alle Dinge beginnen im Geiste. Dein Schwärmen für deine Stars und Models oder auch für Menschen aus deinem Umfeld ist bereits Untreue, sofern du dich in einer Beziehung befindest. Es spielt keine Rolle, ob du auf materieller Ebene verzichtest, denn im Geiste bist du bereits untreu geworden. Der Verzicht auf der materiellen Ebene ist Heuchelei – dir gegenüber und auch deinem Partner gegenüber. In dir schlummert die Sehnsucht nach anderen Körpern, nach anderen Menschen und damit ist diese Sehnsucht existent. Nur weil du es nicht in die Tat umsetzt, nur weil du dieser Sehnsucht nicht nachgibst, hast du ihre Existenz damit noch lange nicht beendet – das heimliche Verlangen nach sexuellen Erfahrungen mit anderen bleibt in deinem Inneren aufrecht. Lass das Heucheln und die Selbstverleugnung sein!
Solange du innerlich bereit wärst, eine andere Person als deinen Partner sexuell anzunehmen, hast du bereits die Ehe gebrochen, dann bist du noch nicht bereit für spirituelle Monogamie.
Deshalb musst du nicht verzweifeln, denn es ist natürlich. Es entspricht deiner Natur als Mensch. Am besten du akzeptierst das, denn so schaffst du überhaupt erst die Möglichkeit, echte Monogamie zu leben. Solange du es in dir verleugnest, wird es dich immer wieder heimsuchen und in die Betten anderer treiben.

Wenn du aber den Punkt in deiner Entwicklung erreicht hast, an dem du ganz von selbst, aus dir heraus, das tiefe Bedürfnis verspürst, ausschließlich und alleine mit diesem einen Menschen Hochzeit zu feiern und nur noch diesem einen Menschen deine sexuelle Treue zu schenken, dann bist du wirklich bereit zur Monogamie. Erst dann wird sie nicht zur Qual. Erst dann ist Treue ohne Leid, ohne das Gefühl von Verzicht, der sich letztlich als Mangel äußert, möglich. Erst dann hast du die Evolutionsstufe vom Menschen zum höheren Menschen genommen.

Sobald du diesen Punkt erreicht hast, wird dir eine zweite Seele geschenkt sein, die vollkommen mit der Schwingung der deinen harmoniert. Eure Verbindung wird dann eine Ehe sein, die keinen Segen durch die Welt mehr braucht. Diese Verbindung wird auf sehr hoher seelischer Ebene stattfinden, und von diesem Punkt an wirst du kein Bedürfnis mehr nach anderen Partnern empfinden. Es wird dir gar nicht mehr möglich sein, echte, wahre und tiefe Freude an der sexuellen Lust mit jemand anderem zu erfahren. Wenn du es versuchst, wird es dir wie eine ungewürzte Speise erscheinen. Es wird dumpfe Leere und schalen Nachgeschmack in dir hinterlassen.

Eine Ehe, eine Beziehung dieser Art gründet sich nicht mehr auf Besitzdenken, dessen Ursprung die Angst ist, sondern einzig und allein auf Liebe. Die Grundlage ist nicht mehr die körperliche Anziehung, sondern die seelisch-karmische Verbindung zwischen dir und dem Partner. Dies ist die einzig wahre und echte Form der Ehe, denn sie beruht auf absoluter Freiheit und Freiwilligkeit. Liebe ist ihr einziger Grund und ihr einziges Ziel. Monogamie ist dann keine Frage mehr, sondern die Antwort.

Dies soll kein Freibrief zum hemmungslosen Besuch sämtlicher Betten sein, sondern eine Erklärung dafür, dass Monogamie ein Geschenk und kein Zwang ist. Bevor du Monogamie nicht als tiefes inneres Bedürfnis verspürst, bevor du sie nicht aus deinem Herzen heraus schenken möchtest, streiche sie aus deinem Kopf. Monogamie ist Herzenssache. Monogamie ist ein Geschenk, niemals ein Muss.

(Dieser Artikel ist auch zu finden im Bewusstseinsmagazin „Sein“, Ausgabe Nr. 205, 9/2012, Seite 22 und 23, sowie auf www.sein.de)

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Seelenpartner, Dualseelen, Social Media & die Unfähigkeit zur Partnerschaft


Oftmals werde ich dieser Tage mit folgender Bitte konfrontiert: Andersmensch, kannst du vielleicht etwas zum Thema Seelenpartner & Dualseelen sagen?

Ja, ich kann dazu etwas sagen. Ob es allerdings das ist, was du zu erfahren wünscht, wage ich zu bezweifeln. Ich wäre nicht der Andersmensch, würde ich die Dinge nicht anders sehen.
Mit Andersartigkeit aber hat so mancher ein Problem. Im Andersartigen findet dein Ego nämlich keine Befriedigung – dein Ego möchte nämlich viel lieber die eigene, beziehungsweise die allgemeine Meinung durch das Gegenüber wiedergekäut und bestätigt wissen. Das ist wesentlich bequemer, das ist bedeutend „sicherer“, weil es dich nicht aus deiner Komfortzone lockt.
Ich aber tue deinem Ego diesen Gefallen nicht – ich fordere es auf, das sichere Schneckenhaus zu verlassen, um in die unendliche Welt des Mysteriums einzutauchen; ich fordere dich zum bewussten Denken auf.
Bewusstes Denken ist stets kreatives Denken. Kreatives Denken ist Pionierarbeit. Es stellt immer eine Herausforderung dar, denn es läuft außerhalb gewohnter Bahnen; es erfordert Eigenständigkeit und einen offenen Geist. Willst du also verstehen, was ich zu sagen habe, dann bedeutet das, du musst von der Hirnrinde, wo das unbewusste Denken gesteuert wird, auf die vorderen Stirnlappen umschalten. Da findet das kreative Denken statt; und das erfordert stoffwechseltechnisch erhöhten Energieaufwand – das Verweilen im Unbewussten ist deshalb wesentlich bequemer als die Bewusstwerdung durch eigenständiges, kreatives Denken. Wenn du also wissen willst, was ich zum Thema Seelenpartner & Dualseelen zu sagen habe, dann öffne deinen Geist, werde ein leeres Gefäß, und vergiss für einige Augenblicke das, was du zu wissen glaubst.

Die letzten Jahre trugen als Königsdisziplin das Thema Beziehung. Deine Beziehungen, deine Partnerschaften aber sind für dich unmöglich geworden – du kannst sie zurzeit nicht leben. Du kannst sie nicht so leben, wie du es gewohnt bist, wie du sie gerne leben möchtest.

– Woran liegt das?

Nun, du lebst in einer Zeit des Paradigmenwechsels, in einer Zeit der völligen Umstrukturierung deiner Gesellschaft, deiner ganzen Welt. Du lebst ein einer Zeit des globalen Bewusstseinsaufstiegs. Vieles, was du gewohnt warst zu leben, kann nicht mehr so gelebt werden wie bisher. Dazu zählen in erster Linie deine zwischenmenschlichen Beziehungen, denn dort nimmst du den Bewusstseinswandel am gravierendsten wahr. Manche spüren das weniger, andere wesentlich intensiver, jeder aber ist davon betroffen – der Wandel findet nicht nur global, sondern universell auf allen Ebenen des Seins statt.

Die vergangene Jahre brachten aufgrund der herrschenden Zeitqualität kaum Erfüllung in deinen Partnerschaften und Beziehungen – dazu war die Zeit einfach zu unruhig, es durfte noch zu viel Transformation geschehen.
Meine Prognose für das nächste Jahrzehnt sieht hingegen schon wesentlich optimistischer aus. Um gesund evulitionieren zu können, braucht der Mensch erfüllte Zwischenmenschlichkeit. Er braucht Partnerschaften, Annäherung, Verbindung, Vereinigung der Gegensätze und Bewusstwerdung durch Liebe, vor allem aber braucht er Nächstenliebe. Er wird dies alles entwickeln müssen, denn dahin führt der Weg – es kann also besser werden! Rechne in deinen Beziehungen jedoch erst dann mit spürbaren Veränderungen zum Positiven, wenn du dich wandelst, indem du aktiv an dir selbst arbeitest und deine Bewusstwerdung und Nächstenliebe förderst. Dann erst wird diese Verbesserung eintreten können.

Der globale Bewusstseinswandel sowie die herrschende Zeitqualität gilt zwar als wesentlicher Grund für die Unfähigkeit zur Partnerschaft, es gibt aber noch andere tragende Gründe. Einer davon ist das Thema Seelenpartner & Dualseelen.

Vielleicht mag es dich befremden, die folgenden Absätze durch mich zu erfahren, denn wie du möglicherweise weißt, betreibe ich selbst eine Website, die sich mit dieser Thematik befasst. Dennoch war und bin ich vor allem dem Thema Dualseelen stets skeptisch gegenüber gewesen.
Seelenpartnerschaften sind nichts weiter als die natürliche Konsequenz karmischer Verbindungen – es ist also keine große Sache, mit einem Seelenpartner zu leben, denn alle Menschen, mit denen du innig verbunden bist, gelten als Seelenpartner. Das bezieht sich nicht nur auf Liebesbeziehungen im romantischen Sinne, sondern auch auf Familienmitglieder und Freunde. Im weitesten Sinne gilt jeder Mensch als dein Seelenpartner. Jeder Mensch ist dein Bruder oder deine Schwester.
Mehr wäre zu Seelenpartnerschaften nicht zu sagen, auch wenn manche der neuen „Gurus“ diesen Terminus in einen anderen, weit verklärteren Kontext stellen – für mich aber ist dies schlicht die simple Definition des Begriffes „Seelenpartner“.

Mit den Dualseelen ist das etwas heikler. Ich halte nicht viel von den sogenannten Heiligen Schriften dieser Welt, denn durch ihren Missbrauch entstanden Religionen. Diese brachten Dogmen und Fanatismus und somit Leid in die Welt – der Kern jener Schriften ist allerdings rein, wahr und von identer Aussage. Ich habe sie alle studiert, diese heiligen Schriften. In keiner aber konnte ich einen Hinweis auf Dualseelen finden.

– Woher also kommt der Begriff „Dualseele“?

Ich selbst wurde mit dem Begriff das erste Mal über das Internet konfrontiert. Durch gewisse persönliche Erfahrungen sah ich mich dazu veranlasst, mich dieser Thematik eingehender zu widmen. Und so kam ich nach rund zwei Jahren der Forschung zu folgendem Schluss:
Es gibt weder einen religiösen noch einen historischen noch einen mythologischen Hintergrund für den Begriff „Dualseele“. Keine Heilige Schrift, kein historisches Werk, keine Mythologie beinhaltet auch nur den geringsten Hinweis auf Dualseelen. An keiner Stelle wird in diesen Schriften der Begriff geprägt, wie dies die moderne Esoterik tut. Die Idee der Dualseele ist demnach wohl eine Erfindung fantasiebegabter Möchtegernpropheten. Im Grunde aber ist es völlig egal, woher der Begriff stammt. Es spielt keine Rolle, ob er (wie etwa das „Spiegelgesetz“) bloß ein neues idiotisches Meisterstück der Esoterik-Industrie oder ein weiteres Manipulationswerkzeug deiner Machthaber ist – es wird damit in jedem Falle ein neues Ideal in die Welt gesetzt.

Ideale sind stets so beschaffen, dass sie unerreichbar bleiben. Ein Ideal soll dich zwar in Bewegung aber dennoch im Unglück halten. Die Natur des Ideals ist seine Unerreichbarkeit. Wer Ideale hat, diese aber nicht erreicht, bleibt unglücklich. Unglückliche Menschen sind leichter zu lenken. Man kann sie leichter manipulieren – dies sei hier zum besseren Verständnis kurz angemerkt.

Ich schließe die Möglichkeit nicht aus, dass es so etwas wie Dualseelen gibt – allein schon aufgrund meines persönlichen Erlebens. Jedoch kann es sich bei vermeintlichen Dualseelenbegegnungen auch bloß um sehr innige Verbindungen zwischen Seelenpartnern handeln.
Manche Begegnungen werden schlichtweg intensiver erfahren als andere. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Dualseelenbegegnungen handeln.
Meines Erachtens wird der Begriff der Dualseelen-Liebe gerne auch dafür missbraucht, die eigene Unfähigkeit im Loslassen zu rechtfertigen: Kannst oder willst du eine Begegnung nicht loslassen, dann erklärst du sie kurzerhand zur Dualseelenbegegnung und schon hast du vor dir selbst sowie vor der Welt eine Rechtfertigung für dein persönliches Unvermögen, einen Menschen loszulassen.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Warum sollte es so etwas wie Dualseelen geben – welchen Zweck hätte deren Existenz?

yinyangtreeAuch wenn du das im Laufe deiner unzähligen Inkarnationen längst vergessen hast, so ist doch jeder Mensch für sich selbst eine vollständige Einheit. Jede Seele ist als solche vollständig. Die Seele, die du in Wahrheit bist, ist weder männlich noch weiblich – sie ist androgyn, trägt im gleichen Maße weibliche und männliche Anteile in sich. Dazu rufe ich dir das Yin & Yang-Zeichen in Erinnerung. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Farben, von der jede die andere in sich trägt – zusammen aber ergeben sie eine vollständig harmonische Einheit, die nicht getrennt werden kann. So ist das auch mit der Seele, die du bist – sie ist stets ganz, vollständig und unversehrt.
Warum also sollte die Seele in zwei Hälften gespalten sein? Warum sollten zwei Seelen ursprünglich eine Einheit bilden, die nur als solche funktionieren kann, dann aber durch die Göttlichkeit getrennt werden, um jenseits dieser Einheit zu leiden?

– Der Glaube an eine Spaltung existiert bloß in deinem dualistischen Weltbild. Du fühlst dich im Grunde von allem abgespalten – von deinem Nächsten, von der Natur, von Gott, sogar von dir selbst. In der Schöpfung existiert aber keine Trennung, keine Abspaltung – die gesamte Existenz ist eine in sich ruhende, vollständige Einheit: das Universum (von lateinisch: universus = „gesamt“, von unus und versus = „in eins gekehrt“). Auch du bist eine vollständige Einheit, ein Universum. Du trägst bereits Mann und Frau in dir. Dir fehlt nichts, absolut nichts. Die Seele, die du bist, ist vollkommen, und sie ist nicht hier, um diese Vollkommenheit erst herzustellen, sondern um diese Vollkommenheit auf der Ebene von Materie, Zeit und Raum zu erfahren.

Der Gedanke an eine Dualseele aber impliziert eine Spaltung. Der Gedanke suggeriert, du wärst erst dann vollständig und glücklich, wenn diese Spaltung aufgehoben würde durch die Begegnung und die Verschmelzung mit deiner Dualseele. Bevor dies nicht geschähe, müsstest du gespalten, sehnsüchtig und unglücklich durch die Welt trotten – das ist eine gefährliche Ideologie. Es ist eine törichte Ideologie.

Gesetzt den Fall, es gäbe sie tatsächlich, die Dualseele: Was wäre, wenn sie im Körper eines dreijährigen Jungen leben würde?
Was, wenn sie im Körper einer neunundachtzigjährigen Frau lebte?
Was, wenn sie in einem Körper steckte, der dir vollkommen abstoßend erschiene?
Was, wenn sie in einem gleichgeschlechtlichen Körper lebte, du aber heterosexuell wärst? Was, wenn sie gar nicht inkarniert wäre? Was wäre dann?

– Du wärst hoffnungslos dazu verdammt, den Rest deiner Inkarnation unvollständig und gespalten zu bleiben.
Erkennst du, welche Gefahr dieser Gedanke birgt? Und wird die klar, wie leicht dieser Gedanke einen anderen Ursprung haben könnte, als du vielleicht vordergründig erkennen möchtest?

Bedenke: Jene, die dich kontrollieren, deine Machthaber, wissen, dass du eines Tages erwachen wirst. Sie wissen, dass du dann ihre heimtückische Manipulation durchschauen würdest, was bedeutet, sie würden ihre Macht verlieren, sie würden die Kontrolle über dich verlieren. Deshalb werden ständig neue und noch subtilere Mittel eingesetzt, um dich zu manipulieren, dich fernzusteuern und zu kontrollieren.

„Der überlegene Krieger attackiert weder Körper noch Geist – es ist das Herz, gegen welches er seine Attacken führt.“

Wenn sie ihre ideologischen, chemischen und technischen Mittel zur Manipulation ausgeschöpft haben, dann greifen sie zu ihren spirituellen, mit denen sie dein Herz erreichen, um dich zu attackieren, dich zu manipulieren und unter Kontrolle zu halten. Mit der Idee von der Dualseele zielen sie exakt auf deine verletzbarste Stelle, denn damit erreichen sie direkt dein Herz. Dein Herz ist zwar dein stärkster, zugleich aber auch dein verwundbarster Punkt. Und so schaffen sie dir das Ideal von einer Dualseele, ohne die du niemals glücklich sein würdest. Sie erwischen dich mitten im Herzen!

Du befindest dich vielleicht in einer Partnerschaft, die ganz gut läuft. Doch dann erfährst du von der ungeheuerlichen Liebe zwischen Dualseelen, die so himmlisch sein soll, dass man allein durch die Beschreibung ihrer Herrlichkeit weltweit tausende Bestseller verkaufen kann, die allerdings nicht den Schriftsteller reich und mächtig machen, sondern vielmehr die Verlagsindustrie dahinter. Und plötzlich gerätst du in Zweifel an deiner ansonsten gut laufenden Partnerschaft, stellst dir die Frage, ob der Mensch an deiner Seite auch tatsächlich deine Dualseele ist. Da eure Beziehung jedoch nicht diesem himmlischen aber gefährlichen Ideal der Dualseelenliebe entspricht, verlässt du letztendlich diesen Partner, verursachst dadurch ihm und auch dir selbst Leid, und begibst dich auf die möglicherweise fruchtlose Suche nach deiner Dualseele. Kannst du diese nicht finden, bist du unglücklich, verwirrt und verzweifelt – schon bist du wieder ein leicht zu kontrollierendes, steuerzahlendes und konsumierendes Schaf in einer Schafherde, die sich Gesellschaft nennt.

– Genau das ist es, was ich zurzeit beobachte! Ich sehe hauptsächlich unglückliche Singles, die wie bedauerliche Irre durch die Welt rasen auf der Suche nach einer Dualseele. Sie kommen zu mir in mein Institut, sie besuchen meine Seminare und leiden alle an derselben Symptomatik: „Chronische Dualitis“.

loversEine weitere Ursache für die Unfähigkeit zur Partnerschaft sind soziale Plattformen im Internet. Dies aber nicht etwa aus dem Grund, weil du zu viel Zeit mit Social Media verbringst, sondern weil dich die unüberschaubare Zahl möglicher Kontakte in die Illusion versetzt, es gäbe einen unerschöpflichen Pool an idealen Partnern.

Auf diesen sozialen Plattformen im Internet hat jeder seinen Avatar, durch den man in Rollen schlüpfen kann, die einem im realen Leben verwehrt bleiben. Da stellst du Fotos von dir online, die mit der Realität rein gar nichts mehr zu tun haben, weil Freund Photoshop & Co bequemer und kostengünstiger ausfallen, als das Fitnesscenter, eine Diät oder die plastische Chirurgie. Auch virtuelles Papier ist geduldig – aus einem einfachen Angestellten wird plötzlich der wagemutige Globetrotter; aus der Hausfrau der verruchte Vamp. Kluge Zitate existieren zuhauf, werden gerne dem Urheber geklaut, als die eigenen ausgegeben oder einfach unreflektiert wiedergekäut, und so gaukelt jeder jedem Qualitäten vor, die in Wahrheit gar nicht existieren.

Es ist einfach und unkompliziert, via Mausklick in Kontakt zu treten beziehungsweise diese Kontakte auf dieselbe Weise wieder zu lösen. Man kann sich hinter dem eigenen Avatar verstecken und zum Idealmann, zur Idealfrau werden. Viele fallen darauf rein, verlieben sich in eine Fiktion. Und zerstören dadurch bestehende Partnerschaften in der irrigen Ansicht, den anderen durch das soziale Medium ohnehin ausreichend kennen gelernt zu haben, denn nächtelanges Chatten wird bereits als sozialer Austausch von tragender Gültigkeit gewertet.

Die erste Begegnung im realen Leben geht in vielen Fällen gut. Doch wenn sich dann nach einigen Wochen herausstellt, dass Prinz Eisenherz eigentlich ein Frosch und Königin Cleopatra in Wahrheit eine bissige Hexe ist, dann fällst du aus allen Wolken.
Deine vormals gut laufende Beziehung ist im Eimer, die kurze Affäre mit dem Avatar aus dem Social Network, den du begeistert als deine Dualseele wähntest, entpuppt sich als bitterer Trugschluss.
Nun stehst du wieder da – unglücklich, ratlos, einsam. Aber das Rad beginnt sich von Neuem zu drehen – der Pool an möglichen Partnern scheint immer noch unerschöpflich; und vielleicht ist ja diesmal die Dualseele dabei. Das Social Network ist der Fundus – du bist die Suchmaschine.
Vielleicht hast du auf diesem Wege sogar tatsächlich jemand gefunden, der ideal für dich wäre, doch da existiert vermeintlicher Weise noch immer so viel Auswahl! – Wer soll sich da schon festlegen?

Fazit: Begreife, dass du keine Dualseele nötig hast! Lerne dich selbst zu lieben, denn du bist in Wahrheit vollständig und trägst alles, was du brauchst, bereits in dir. Wenn du dich in einer bestehenden Partnerschaft befindest, dann achte, ehre und pflege diese in Dankbarkeit und Liebe. Bist du Single, dann finde zunächst dein wahres Selbst. Schenke dir selbst die umfassende Liebe, die du von anderen zu empfangen wünscht – ein geeigneter Partner findet sich dann ganz automatisch.

Lass das törichte Ideal von der Dualseele los, ungeachtet dessen, ob es sie nun gibt oder nicht – falls so etwas tatsächlich existiert, findet ihr einander ohnehin. Und verfalle nicht dem Irrtum, du hättest unendlich viele Partner zur Auswahl, selbst wenn dir deine liebste soziale Plattform dies vorzugaukeln versucht.
Tatsächlich gibt es in einem Menschenleben vielleicht zwei oder drei, falls du Glück hast sogar vier adäquate Seelen, mit denen eine lebenslange, harmonische Partnerschaft möglich wäre – alles andere ist bloß Illusion durch Manipulation, ganz gleich, wer es ist, der sie ausübt.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Falls auch du bereit und geklärt erfüllende Partnerschaften entwickeln oder deine bestehende Verbindung auf ein neues Level heben willst, dann klicke hier:
ZUM SEMINAR →
venus-findet-mars04

© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Warum dein Seelenpartner vor dir flüchtet


Alle Menschen ersehnen Liebe. Sie wollen nichts mehr als diese Liebe. Ihr ganzes Leben lang tun sie alles für diese Liebe. All ihre Sehnsüchte, all ihre Wünsche, all ihre Taten kennen kein anderes Ziel als die Liebe. Den Sportwagen kaufen sie aus dem unbewussten Wunsch heraus, durch ihn mehr geliebt zu werden. Das große Haus bauen sie, weil sie unbewusst hoffen, dadurch mehr geliebt zu werden. Die plastische Chirurgie lassen sie über sich ergehen, in der Hoffnung, nach der Operation mehr geliebt zu werden. Den Konzern gründen sie, weil sie sich tief drinnen dadurch mehr Liebe erhoffen.

Verstehe folgenden Fakt: Es gibt nur zwei grundlegende, tiefenpsychologische Motive für das menschliche Handeln – Liebe oder Angst. Jede Handlung, alles, was die Menschen tun, hat seinen Ursprung in diesen beiden Motiven. Die meisten handeln aus Angst. Nur wenige handeln aus Liebe. Jeder trägt eine tiefe Sehnsucht in sich – die Sehnsucht nach Liebe. Diese Sehnsucht ist dem Menschen zu seiner zweiten Natur geworden. Die Sehnsucht nach Liebe treibt ihn an. Über die Zeit hinweg aber haben viele ihr ursprüngliches Ziel, nämlich die Liebe, vergessen – die Sehnsucht aber, die haben sie nicht vergessen, denn die ist allgegenwärtig. Da ihnen nur noch die Sehnsucht geblieben ist, entstand in ihnen auch Angst, denn die Sehnsucht könnte gestillt werden. Gestillte Sehnsucht verschwindet.

Wenn sich nun der Wunsch nach dieser Liebe für die Menschen erfüllt, verlieren sie ihren Lebensinhalt – die Sehnsucht. Deshalb haben sie Angst vor der Liebe, vor der Erfüllung. Viele Menschen fürchten nämlich die Erfüllung ihrer Herzenswünsche mehr als die Nichterfüllung, denn wenn sich erfüllt, was man wünscht – was dann?
Ich schätze, dein Seelenpartner fürchtet nicht dich als Mensch, er flüchtet nicht vor deiner Person – er flüchtet vor der Liebe; er fürchtet, dass er dann nicht mehr weiß, wonach er sich sehnen soll, wenn sich seine Sehnsucht erlöst hat. Das klingt paradox, aber so sind die meisten Menschen eben gepolt…

Du kannst zwar deinen Seelenpartner nicht ändern, doch du kannst dich selbst ändern. Wenn du dich selbst änderst, verändert sich vieles mit dir. Ganz besonders auch deine zwischenmenschlichen Begegnungen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Falls du dich bereit machen und aus unbrauchbaren Verhaltens- und Beziehungsmustern sowie aus karmischen Verträgen lösen willst, um Raum für eine wirklich tiefe Seelenverbundenheit zu schaffen, dann klicke hier:
ZUM SEMINAR →
venus-findet-mars04

© 2012 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.