02.09.2017 RELEASE IT! – Die Kunst des Loslassens


Ein Seminar zur inneren Freiheit

« Als ich begann loszulassen, kam all das zu mir, was ich in meinem Herzen ersehnt hatte, und es brachte sogar zusätzliche Dinge, die ich mir niemals erträumt hätte. »
Zitat: David P. Pauswek – der Andersmensch © 2012

EINLEITUNG
Loslassen – dieser Terminus ist derzeit in aller Munde. Jeder spricht davon. Jeder will es können. Aber nur die Wenigsten verstehen sich darauf. Für viele Menschen ist das Loslassen ein Buch mit sieben Siegeln, ein schmerzhafter Kraftakt, ein von Angst behafteter Prozess. Oft wird Loslassen mit Verlust, Aufgabe und Lethargie assoziiert.
In Wahrheit aber ist Loslassen ein kraftvoller Akt der Befreiung, eine wunderschöne Form des Gebens, des sich Fallenlassens in eine höhere Ordnung.
Es ist, als erhebe sich der Vogel zum ersten Mal aus seinem Käfig in die grenzenlose Freiheit des Himmels – er verlässt den Käfig, den er sich über Jahre hinweg selbst geschaffen hat durch kalte Gitterstäbe des Zweifels und harte Fesseln des Klammerns an Verluste, Traumata, Schuldgefühle und schädliche Verhaltensmuster. Loslassen hat nichts mit Aufgeben zu tun – Loslassen ist eine Form des Geschehenlassens, des Freigebens; es ist der machtvolle Weg, das zu gestatten, was sich im Sinne des Ganzen erfüllen soll, ohne bestimmte Ergebnisse zu erwarten. Wer loslässt, hat die Hände frei, um zu empfangen. Wer loslassen kann, der fällt nicht, sondern schwebt.

INHALT DES SEMINARS
Dieses Seminar richtet sich an jene, welche mit dem vielzitierten Loslassen Schwierigkeiten haben, sowie an Menschen, die ihre Fähigkeiten in diesem Bereich vertiefen möchten, generell jedoch an alle, die aktiv und kraftvoll an ihrer inneren Befreiung zu arbeiten wünschen.

Humorvoll führt der Seminarleiter, David P. Pauswek – der Andersmensch, die Teilnehmer sowohl theoretisch als auch praktisch durch wirkungsvolle Strategien und Power-Prozesse, die bewusstes Steuern von Gefühlsinhalten ermöglichen und erfolgreiches Loslassen erleichtern sollen. Dabei geht er auf empathische Weise mit dem Einzelnen in Berührung, um begleitend zu helfen, geistig-seelische Altlasten wie Ängste, Schuldgefühle, Niederlagen und Schmerzerfahrungen freizugeben, sie zu „releasen“, um völlig neue, fruchtbare Räume im Inneren zu schaffen.
Kraftvolle Trance- und Tiefenentspannungs-Sequenzen sowie gemeinsame Rituale unterstützen die Teilnehmer dabei, sich aus unbrauchbaren Verhaltensmustern, krampfhaften Kontrollzwängen, Blockaden und Anhaftungen zu lösen, damit frische Energieressourcen frei werden und unerschlossene Weiten sich öffnen.
Andersmensch führt auf solch geschickte Weise zum Loslassen, dass es einem am Ende beinahe unvorstellbar erscheint, wie man bloß so viele Jahre das Festhalten pflegen konnte…

ABLAUF DES SEMINARS

  • Begrüßung & Vorstellungsrunde
  • Einleitung: Loslassen vs. Festhalten
  • Ökocheck – was will ich wann und warum loslassen?
  • Loslassen als physische Erfahrung
  • Kurze Pause
  • Wie release ich erfolgreich?
  • Der Releasing-Prozess in der Praxis
  • Längere Pause
  • Release It! – Dynamische Gruppenarbeit
  • Trance-Arbeit: Das wissende & das lernende Ich
  • Kurze Pause
  • Releasing und Wandlung
  • Trance-Arbeit: Loslassen in der Timeline
  • Kurze Pause
  • Reframing: Raum für Neues
  • Trance-Ritual: Das transformatorische Feuer
  • Abschluss- und Feedback-Runde
  • Verabschiedung

ÜBER DEN SEMINARLEITER
David P. Pauswek – der Andersmensch, international renommierter Therapeut, Poet und Autor; seit seinem 7. Lebensjahr Meditierender; Dipl. Hypnose-Experte, Dipl. Mentaltrainer, Dipl. Fitnesstrainer, Meditationslehrer, Vater, Liebender, Mensch; geboren 1972 in Wien.

DATUM & UHRZEIT:
Am Samstag, den 02.09.2017, um 10:00 Uhr. Voraussichtliches Ende des Seminars gegen 21:00 Uhr.

VERANSTALTUNGSORT:
80798 München, Hiltenspergerstraße 15, bei “CoreDynamik-Institut München“.

GOOGLE-ANFAHRTSPLAN: Google Maps

VERPFLEGUNG & UNTERKUNFT:
Wie üblich bieten wir gratis Kaffee, Tee, Softdrinks sowie ein kleines Büffet an, damit den ganzen Tag über für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt ist. In der Mittagspause stehen den Teilnehmern die umliegenden Gastronomiebetriebe zur Verfügung (Pizzeria, Boulangerie, Taverne, China Restaurant). Wir bitten allerdings um Verständnis, dass wir für Anreisende aus dem näheren bzw. weiteren Umland sowie aus dem Ausland keine Unterkünfte zur Verfügung stellen können – gerne sind wir aber bereit, beim Finden eines geeigneten Quartiers für die Dauer des Seminars behilflich zu sein.

KOSTEN:
Der Energieausgleich für die Teilnahme beträgt aufgrund unseres speziellen Einführungsangebotes pro Person NUR € 270,– statt wie üblich € 360,–
Für die verbindliche Reservierung eines Seminarplatzes ist bis spätestens 21 Tage vor Seminartermin (Einlangen auf unserem Konto) eine Anzahlung von € 90,– zu leisten (diese gilt gleichsam als allfällige Stornogebühr). (Bankverbindung und Kontodaten werden bei Anmeldung via E-Mail übermittelt.) Der restliche Seminarbeitrag muss in vollem Umfang spätestens am Morgen des ersten Seminartages in bar bezahlt werden. Sollte der Betrag bis zu diesem Zeitpunkt nicht zur Gänze entrichtet sein, bitten wir um Verständnis, dass eine Teilnahme am entsprechenden Seminar leider nicht möglich ist.

TEILNEHMERANZAHL: mind. 3 Personen /max. 25 Personen

VERBINDLICHE ANMELDUNG UNTER: office@andersmensch.com

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FOTOS ZUM EVENT:

Die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… foto © 2011 by CoreDynamik-Institut München

Ob Stuhl oder Sitzkissen – die wunderschönen Seminarräume des

Ob Stuhl oder Sitzkissen – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

Hell, luftig und energetisch ausgewogen – die wunderschönen Seminarräume des

Hell, luftig und energetisch ausgewogen – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

Farben, Licht und Wärme – die wunderschönen Seminarräume des

Farben, Licht und Wärme – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

Kaffee, Tee oder ein kleiner Snack – die wunderschönen Seminarräume des

Kaffee, Tee oder ein kleiner Snack – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

© 2017 by David P. Pauswek – der Andersmensch
Der hier veröffentlichte Text sowie Titelbild und Veranstaltungsfotos sind Urheberrechtlich geschützt. Jedewede Vervielfältigung, Kopie (auch auszusgsweise) oder öffentliche Verbreitung, ganz gleich über welches Medium, ist strengstens untersagt und nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

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Angst und Kontrollzwang


Du bist geschützt innerhalb des Plots deines Lebens. Die Grundzüge deiner Lebensgeschichte stehen längst fest. Du hast sie als die Seele, die du bist, bereits entschieden, bevor du als kleines Ich in die Welt kamst. Daher kannst du ohnehin nicht verhindern, was geschehen soll und muss. Ebenso wenig kannst du erzwingen, was sich nicht ereignen soll. Daher lass Kontrollthemen endlich los. Gib den Wunsch nach Kontrolle endlich auf, denn er ist ein Zeichen deines Mangels an Selbstvertrauen, deiner Unsicherheiten; er ist ein Ausdruck tiefsitzender Ängste. Dein Selbst, das, was du wirklich bist, hat bereits entschieden, lange bevor du dich vor die Wahl gestellt siehst. Und Selbst-Vertrauen bedeutet, dass du diesem Selbst vertraust als das kleine, verwirrte Ich, als das du dich erfährst. Seinem Selbst zu vertrauen ist leicht, wenn man akzeptiert, dass es existiert und mit weitaus größerer Weisheit ausgestattet ist als das kleine, begrenzte ich.

– Wusstest du eigentlich, dass sämtliche deiner Ängste, auch wenn du sie auf die Gegenwart projizierst, ihren Ursprung ausnahmslos in deiner Vergangenheit haben?
Du hast irgendwann Dinge gehört, gelesen, gesehen oder selbst erlebt und daraus bastelt sich dein Verstand neue Geschichten einer möglichen, meist angstbehafteten Zukunft, die aber so gut wie nie eintritt. Dein Verstand kann die Zukunft nicht sehen, daher konstruiert er sich aus vergangenen Erfahrungen die Eventualität einer übermäßig schrecklichen oder übertrieben rosigen Zukunft. Selten aber tritt diese Zukunft in deiner Gegenwart in Erscheinung. Wenn du auf dein Leben zurückblickst, wirst du erkennen, dass eigentlich so gut wie nie das geschehen ist, wovor du dich zuvor so sehr gefürchtet hast. Es kommt meist anders als du denkst. Wenn du klar und ehrlich auf dein Leben blickst, musst du dir eingestehen, dass nicht einmal ein Drittel deiner Ängste real geworden ist.
Daher gib den Zwang auf, alles kontrollieren zu wollen – du musst nicht der Diktator deines Lebens sein.
Lerne zuzulassen. Gestatte dir zu fallen ins Leben, in die Liebe, in den Schmerz, so es einen geben muss. Es wird ohnehin geschehen, was im großen Plan bestimmt ist. Du kannst es weder verhindern noch erzwingen, aber du kannst dir durch deinen Mangel an Selbstvertrauen, durch dein übergroßes Maß an Unsicherheit sowie durch deine irrationalen Ängste die Suppe deines Lebens kräftig versalzen, indem du dir selbst hinein spuckst, weil du zulässt, dass deine Furcht davor, was sein könnte, das versaut, was jetzt ist.

Lass geschehen und vertraue! Das bedeutet nicht, dass du phlegmatisch herumsitzen und nichts tun sollst – das bedeutet bloß, dass du endlich den Mut entwickeln sollst, dich vom Leben tragen zu lassen als wäre es ein mächtiges Pferd, dessen Zügel du getrost loslassen kannst, weil es den Weg heimwärts besser kennt als du.
Baue dein Boot, lasse es zu Wasser und dann lasse dich vom Lauf des Flusses treiben. Hilf in den Stromschnellen mit, nicht gegen die Ufer zu prallen, aber verfalle nicht in den Wahnsinn, du könntest den Fluss und seinen Lauf ändern, denn du wirst diesen aussichtslosen Kampf mit Sicherheit verlieren und dabei deine Kräfte sinnlos aufzehren.
Akzeptiere tief in dir drinnen: Du bist geschützt. Und vertraue dir selbst.
Wenn du lieben willst, dann liebe ohne Angst. Wenn du leben willst, dann lebe furchtlos. Wenn du ankommen willst, dann gehe endlich los. Wenn du Wunder erfahren willst, dann lass deine Gefühle kraftvoller erstrahlen als deine Gedanken, denn Gedanken sind begrenzt. Empfindungen aber sind grenzenlos. Anerkenne den Fakt, dass das Leben keinerlei Kontrolle braucht, weil es klüger als dein kleines, verwirrtes Ich ist. Lass dich fallen und stelle fest, du wirst getragen. Und dann freue dich über das Wunder der tiefen, inneren Heilung, wenn du erleichtert feststellst, das 90% deiner Ängste gar keine Grundlage hatten.

Übe die Aufgabe der Kontrolle und das Loslassen der Ängste in kleinen Dingen. Stelle dir selbst immer wieder folgende Fragen:

  • Wie will ich wissen, ob mir etwas schmeckt, wenn ich es nicht mal koste, und wie will ich wissen, ob es heute nicht köstlicher schmeckt als gestern, bloß weil ich es schon so oft gegessen habe und es daher gar nicht erst probiere?

  • Wie will ich wissen, ob es zwischen mir und einem Menschen heute vielleicht besser läuft als vor ein paar Wochen, wenn ich uns nicht einmal die Chance auf eine Begegnung einräume?

  • Wie will ich wissen, wie eine Sache für mich verläuft, wenn ich sie vor lauter Vorbehalten nicht in Angriff nehme?

  • Wie will ich wissen, ob mich das Eis trägt, wenn ich es nicht betrete?

  • Wie will ich total lebendig sein, wenn meine Unsicherheiten, meine Befürchtungen und Ängste mich ständig dazu zwingen, halbtot vor Schrecken nach Kontrolle über jeden Scheiß zu streben?

  • Wie will ich die Fülle der Liebe erfahren, wenn ich ständig eifersüchtig und voller Verlustangst bin?

Wenn du dich wieder und wieder selbst dazu überredest, mutig, neugierig und aufgeschlossen zu sein, wirst du nach und nach deine Ängste abbauen und ein völlig neues Lebensgefühl erfahren.
Lass daher öfter einfach mal geschehen was geschieht, beobachte es und erkenne, wie es eine Eigendynamik besitzt, die dein Zutun gar nicht braucht, denn es liegt allem ein Plan zugrunde, den ein weiserer Teil deiner selbst entworfen hat. Vertraue auf diesen Plan. Du bist geschützt. Und innerhalb dieses Schutzes lerne das Leben zu genießen und in vollen Zügen zu kosten. Kein Leben schmeckt lecker und kein Leben ist genussvoll, wenn es ständig von Unsicherheit, Angst und dem zwanghaften Wunsch nach Kontrolle vergiftet ist. Das Leben braucht keine Kontrolle, um zu funktionieren. Es muss nicht kontrolliert werden, um ein geiles Leben zu sein – es benötigt bloß dein Vertrauen und deine mutige Bereitschaft ohne Kontrollzwang zu leben!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Trennung und Rache


Es ist ein betrüblicher Fakt, aber du musst lernen, damit zu leben: Manche Menschen verkraften Trennungen nur dann, wenn sie Rache üben können in dem Versuch, ihren Schmerz damit zu kompensieren, den zurückbleibenden Teil einer Partnerschaft (die einst schön und voller liebevoller Gesten war) restlos zu zerstören.
– Sogar dann, wenn sie selbst die Trennung ausgesprochen haben, können manche Menschen nicht anders, als mit ihrem Schmerz auf diesem Wege zu verfahren. In Wahrheit offenbart sich in diesen Menschen bloß das zutiefst verletzte Innere Kind, das nie gelernt hat, mit Schmerz anders umzugehen, als zu schreien, zu toben und wild umsich zu schlagen. In all den Racheakten, dem Wüten, dem Hassen steckt jedoch nichts weiter als der stumme aber verzweifelte Schrei nach Liebe.
Was kannst du in einem solchen Falle tun?
– Du kannst, so gut es dir möglich, den Racheübenden vor sich selbst und seinem eigenen Schaden bewahren. Und du bist dazu aufgerufen, dem verletzten Inneren Kind dieses Menschen jene Liebe zu geben, nach der es so verzweifelt schreit. Es ist, wie ich so oft schon sagte, immer wieder die Frage: Was würde die Liebe jetzt tun?

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Liebe und Schmerz



Es ist eine Sache, einen Menschen zu lieben, aber eine völlig andere, auch mit ihm leben zu können. Manche Paare brennen so lichterloh im Feuer der Liebe, dass sie es unmöglich ein Leben lang miteinander ertragen könnten:
Wenn einer die Flamme und der andere der Wind ist, der die Flamme anfacht, dann kann es zu Flächenbränden kommen oder die Flamme könnte ausgeblasen werden. Wenn einer die Flamme und der andere das Wasser ist, was sich gegenseitig fürchtet, würde die Flamme entweder erlöschen oder das Wasser verdunsten. Wenn einer die Flamme ist und der andere ebenso die Flamme, was sich zwar anzieht, aber nur schlecht ergänzt, dann könnte sich die Hitze zur Unerträglichkeit vervielfachen oder beide würden sich die Luft zum Atmen rauben. Wenn einer die Flamme ist und der andere die Erde, die das Feuer geduldig tragen möchte, dann könnte die Flamme die Erde verdörren oder die Erde die Flamme ersticken.
Ich weiß nicht, ob du dieses Gleichnis verstehen kannst, aber ich möchte dir damit klar machen, dass Liebe nicht davon abhängt, mit dem Geliebten leben zu können. Oft ist es sogar so, dass gerade zwei Seelen, die sich innigst lieben, ein Leben Seite an Seite nicht auf Dauer ertragen. Immense Liebe kann zu immensem Schmerz führen. In Wahrheit ist es sogar so, dass totale Liebe immer einen gewissen Schmerzfaktor beinhaltet. Manchmal liebt man so sehr, so innig, manchmal fließt die Kraft der Liebe so heftig durch dein Wesen, bis es im Herzen weh tut, bis es zu zerspringen droht.
Es werden die Esoteriker kommen und ihre abgelutschten, unreflektierten Phrasen dreschen von wegen, dass Liebe nicht schmerzt. Und ich sage dir, keiner, der das ernsthaft behauptet, hat jemals selbst erfahren, was er da wie eine Hindu-Kuh wiederkäut. Keiner, der das in der Welt verzapft, hat jemals so geliebt, wie ich es hier beschreibe. Einer, der jemals so sehr geliebt hat, weiß, wovon hier die Rede ist:

„Ich habe das Paradox erlebt, dass, wenn ich liebe,
bis es schmerzt, kein Schmerz mehr da ist,
sondern nur noch Liebe.“
– Mutter Teresa

Das ist wahrlich paradox! Denn in der höchsten Liebe sind Schmerz und Liebe eins. Diese Ebene der Liebe bringt Schmerz, denn bevor das Herz sich öffnen kann, muss es brechen. Nur ein gebrochenes Herz ist ein offenes. Und ein vollkommen offenes Herz schmerzt von all der Liebe, die da ein- und ausströmt. Der Schmerz, der daraus erwächst, ist ein wunderschöner Schmerz, ein heiliger Schmerz, ein willkommener Schmerz. Es ist tiefstes Mitgefühl mit dem Anderen, tiefstes Mitgefühl mit der gesamten Schöpfung und der Vergänglichkeit ihrer Form. Höchste Liebe bedeutet, dass Liebe und Schmerz zu ein und derselben Erfahrung werden.
Das ist der Grund, weshalb jene, die sich als Dualseelen erkennen, zwar auf ewig verbunden, aber nur selten unter einem Dach zusammen sind. Das Feuer ihrer Liebe würde sie zerstören, weil Flamme und Flamme sich selten dienen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Trennung und Trauer


Wenn ein Mensch dich verlässt, dann ist das schmerzhaft. Und es ist völlig in Ordnung, deshalb zu trauern, denn das, was ihr beide miteinander hattet, wird es niemals wieder geben. Kein anderer Mensch kann dir dasselbe Gefühl vermitteln, das du mit einer ganz bestimmten Person hattest. Jede Begegnung ist daher einzigartig, wenn auch vergänglich. Ein Mensch, der geht, hinterlässt für immer eine Lücke. Was bleibt, ist eine weitere Anekdote im Buch deines Lebens. Bilder in Form von Erinnerungen, mehr bleibt nicht. Besondere Erfahrungen, Augenblicke, Gesten – all das lässt sich nicht wiederholen. Es kann zwar ein neuer Mensch den Platz an deiner Seite einnehmen, aber niemals einen anderen Menschen ersetzen. Menschen sind nicht austauschbar. Deshalb tut es weh, wenn ein Geliebter geht. Deine Liebe für ihn wird weiterleben, aber eure Geschichte ist zuende. Es ist okay, deshalb Trauer zu empfinden, es ist okay, deshalb zu weinen.
Nimm dir Zeit zu trauern. Trauer ist Teil des Menschseins. Sie ist natürlicher Bestandteil des Lebens. Trauer bezeugt, dass du ein Herz hast. Menschen, die dein Herz nicht sehen konnten, sind noch auf der Suche nach ihrem eigenen. Wünsche ihnen Glück beim Finden und erlaube dir selbst ausreichend Zeit für Trauer.
Nach und nach aber erinnere dich an einen wunderschönen Umstand, der nach jeder Trennung zur Wahrheit wird: Du kannst bei einer neuen Begegnung all das geben, was du in deinen vergangenen Beziehungen vielleicht nicht gegeben hast. Du hast eine neue Chance darauf, die großartigste Vision von dem, der du in der Liebe sein möchtest, zu verwirklichen. Du kannst dich selbst ganz anders definieren innerhalb einer neuen Begegnung, du kannst dich selbst ganz neu erfahren im Bezug auf die Liebe.
– Das ist der Segen jeder Trennung. Das ist der gelebte Atem der Liebe. Du atmest ein durch eine neue Begegnung, du atmest aus, wenn die Zeit abgelaufen ist. Und mit jedem neuen Einatmen hast du die Chance, noch inniger, noch großartiger zu lieben. Wie auch immer es nach einer Trennung weitergeht – die Liebe ist es, die den Lauf der Liebenden lenkt, niemals umgekehrt. Und die Liebe hat immer recht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Ich reise, um dich nicht zu finden


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Die Füße tragen mich scheinbar ziellos durch die Stadt,
in der ich ein Fremder bin.
Doch dann wird meinem Herzen klar,
ich bin nur wegen dir so weit gekommen.
Bei jedem Auto an der Ampel habe ich Angst,
du könntest drinnen sitzen in bitterer Schönheit.
Bei jeder Frau mit deinem Haar,
die mir den Rücken zuwendet,
fürchte ich,
sie würde sich umdrehen,
mich mit deinem Lächeln entwaffnen und K.O. schlagen.
An jedem Küchenfenster erschrecke ich,
denn da drinnen könntest du jetzt leben in einem Glück ohne mich,
und ich käme längst zu spät zum Abendbrot.
Jeder aufgeschnappte Gesprächsfetzen scheint eine Anekdote,
ein grausames Messer aus deinem neuen Leben zu sein.

Und doch liebe ich diese Stadt.
Und doch liebe ich dich mehr, als jemals zuvor.

Die Sehnsucht zieht mich scheinbar ziellos durch die Strassen,
in denen ich ein Fremder bin.
Doch dann wird meinem Herzen klar,
dass ich hoffnungsvoll eigentlich bloß dich suche.
Wie dumm das in einer Millionenstadt anmutet,
wird mir erst nach dem dritten Weißbier klar.
Bei jedem Geschäft,
in dem ich sinnlos einkaufe,
habe ich Angst,
du tätest dort dasselbe.
In jedem dröhnenden Bus könntest du sitzen,
mich sehen, mich erkennen,
während ich dich verpasse und das Leben sein Drama spinnt.
Bei jedem neunjährigen Kind fürchte ich,
es könnte bald Zehn werden und den Namen deiner Tochter tragen.
Nichts ist wie es früher war.

Und doch liebe ich diese Stadt.
Und doch liebe ich dich mehr, als jemals zuvor.

Ich kann nicht mehr umkehren,
dafür ist es längst zu spät.
Der Weg wurde mein Ziel.
Und hinter jeder Ecke lauert die Hoffnung,
lauert wie ein Straßenräuber,
um mir erneut das Herz zu stehlen.

Und doch liebe ich diese Stadt.
Und doch liebe ich dich mehr, als jemals zuvor.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Ich nannte dich Hanna


walking-alone01In der Lotusblüte meines Herzens,
dort wiege ich dich immer noch
wie einen Embryo
– warm, sicher, weich.

Und jedes Mal,
wenn ich ihn gebären möchte,
wickelt sich die Nabelschnur fester,
raubt deine Flucht der Liebe die Luft.

Unter der Muschelschale meines Geistes
trage ich dich heimlich im zarten Fleisch,
ähnlich einem giftigen Dorn
– hart, kalt, stechend.

Und jedes Mal,
wenn du ihn herausziehen möchtest,
packe ich deine Hand,
ramme ihn mir noch tiefer hinein.

Alles an dir ist Schönheit,
jedes mit dir war Lust – selbst der Schmerz.
Und da als Einziges geblieben,
gebe ich ihn nicht auf.

Durch traumlose Nächte,
in den schattenfreien Illusionen
meines Rufes bist du weiterhin jene Eine
– Königin unter Göttinnen.

Ich starre durch dunkles Glas
auf jene Stelle,
an der du gestanden,
fassungslos und ungläubig bleibe ich zurück
– du kehrst nicht um, ziehst lächelnd stumme Kreise.

Deine Augen erstrahlen in Klarheit,
so lange vermisst,
so bitter ersehnt,
so viele Leben von ihrer Sanftheit verfolgt,
doch dieser hier ließ dich ziehen,
wieder und wieder,
duldet gespaltene Zungen und falsches Zeugnis
wider unserer Tage
– so versuchst du dich zu retten.

Anbetung, sagtest du in langen Nächten,
doch du knietest bloß in Angst.

All mein Halten an dir
ist mein Loslassen
– wir können Hand in Hand nicht gehen,
denn die Wahrheit ist:
Ich liebe dich – da ist nichts mehr zu sagen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce