Jesus Christ Megastar


Man muss ein gewisses Bewusstsein erlangt haben, um den Christus innerlich aus dem religiösen Kontext herauszulösen. Mit dem Buddha gelingt es fast jedem, weil der Buddha derzeit populär ist. Mit dem Christus haben viele ein Problem. In Wahrheit aber haben sie dieses Problem nicht mit dem Gesalbten, sondern mit sich selbst. Es fehlt ihnen das Bewusstsein, innerlich etwas freizugeben, was immer schon frei war. Sie sperren es weiterhin in die begrenzten Boxen ihrer Dogmatik und wundern sich, warum es klemmt. Daher ist da noch ein langer Weg zu gehen.

Wer es geschafft hat, den Christus außerhalb der Religion zu finden, ihm dort in Freiheit zu begegnen und ihm in Hingabe zu folgen, der kann unmöglich an die gut verpackte, total moderne aber leider satanistische Lehre vom eigenen Schöpfertum glauben. Dabei wäre es so leicht, aus der Selbsttäuschung zu erwachen. Man müsste nur den Mut zur Wahrheit finden, statt mit der blökenden Herde zu laufen. Ich bin frei, sagt das esoterische Schaf und läuft den anderen esoterischen Schafen blind hinterher, denn da vorne wird schon eines dieser Schafe sein, das den Weg kennt. Ich mache nicht mit, sagt das esoterische Schaft und macht mit bei der Esoterik. Ich bin Schöpfer meiner Realität, sagt das esoterische Schaf und wiederholt damit eine Floskel, die fernab jeder Realität ist.

Kein Mensch ist Schöpfer seines Lebens. Kein Mensch ist Schöpfer seiner Welt. Natürlich macht die eigene Perspektive eine gewisse Wahrnehmung und somit auch eine bestimmte Erfahrung der Realität aus, das aber ist…

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– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2018 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Der Krieger und der Weise


Der wesentlichste Unterschied zwischen dem Krieger und dem Weisen ist jener, dass der Weise erkannt hat, dass er bereits besiegt wurde – vom Leben, von der Liebe, vom Schicksal und in weitester Folge vom Tod. Daher ist er bereit zu akzeptieren. Er lebt jenseits des Kampfes, jenseits des Wunsches nach Kontrolle. Er weilt in der Akzeptanz dessen, was ihn umgibt. Und diese Akzeptanz macht ihn unendlich machtvoll und still. Er handelt nur noch dann, wenn es wirklich nötig ist.
Der Krieger hingegen will alles bekämpfen, alles an sich reißen, es kontrollieren. Er glaubt in seiner Torheit noch an den Sieg und erschöpft sich im Gefecht gegen übermächtige Gegner. Doch er wird nicht siegen – gegen das Leben, die Liebe, das Schicksal oder den Tod. Er wird pausenlos in die Knie gezwungen, er wird verlieren, bleibt jedoch töricht genug, der Übermacht mit neuen Waffen und Strategien zu antworten. Dabei leidet er, kann aber seinen Kampf gegen Windmühlen nicht beenden, bevor er sich nicht vom Krieger zum Weisen wandelt, bevor er nicht erkannt hat, dass er nur noch dann handeln muss, wenn es unbedingt nötig ist. Er wird keinen Frieden finden, solange er nicht gelernt hat zu akzeptieren.
Diese Welt ist eine Welt erschöpfter, trauriger Krieger, die unheimlich stolz auf ihren Kampf, ihre Torheit sind. Wäre diese Welt eine Welt der Weisen, würde sie in Frieden liegen; sie wäre bevölkert von zufriedenen Menschen, die sich freudig dem hingeben, was sie im Augenblick umgibt. Es gäbe keine Tendenz mehr zum Kampf, zur Macht oder Kontrolle, weil Weisheit weder kämpft noch sich in sinnloser Aktivität erschöpft.
Und so wird es stets klüger sein, den Weg des Weisen statt jenen des Kriegers zu gehen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Worauf wartest du?


Du suchst ständig nach Sicherheit, doch im Leben gibt es keine Sicherheit. Alles in dieser Welt bleibt stets vage, es bleibt solange unbestimmt, bis es sich ereignet im Hier und Jetzt. Aber selbst im Augenblick der Manifestation verbleiben die Ereignisse in ihrer universellen Tragweite ein ewiges Mysterium für die menschliche Ratio. Die Welt, das Leben verharrt in heiliger Unergründlichkeit. Von daher gibt es keine Sicherheit. Gib also den Wunsch danach auf. Lasse ihn los, denn er ist nichts weiter als ein Kind deiner Ängste, ein hoffnungsloses Produkt deiner Befürchtungen. Ganz gleich, was Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Weissagungen auch prognostizieren mögen – im Grunde unterliegt alles stets einer 50:50-Chance. Mit einer einzigen Ausnahme – der Tod. Das, was du den Tod nennst, ist das Einzige, was dir zu 100% sicher ist.
Doch dieser unbequeme Fakt macht dir Angst. Daher verdrängst du jeden Gedanken daran. Du gehst sogar so weit, dich der Illusion hinzugeben, nur die anderen müssten sterben. Für dich selbst aber beanspruchst du auf nahezu arrogante Weise eine groteske Form der Unsterblichkeit. Du lebst dieses Leben so, als hättest du ewig Zeit, weil du den Fakt deiner Sterblichkeit ignorierst. Dabei verzichtest du auf den wertvollsten Lebenslehrer überhaupt – den Tod!
Du sollst wissen, nicht fürchten, dass du sterben wirst. Die mutige, absichtsvolle Integration des Wissens um deinen Tod führt dich zwangsläufig zu totaler Lebendigkeit. Wenn du dir der Vergänglichkeit deiner gegenwärtigen Form gewahr bist und zwar jeden Augenblick – wie kannst du dann noch Zeit vergeuden mit dem Warten auf irgendetwas? Wenn du dir wirklich bewusst bist, dass du sterben wirst, wenn dir klar ist, wie wenig Zeit du hast – wie kannst du auch nur einen einzigen Tag damit verschwenden, deinen Lebensunterhalt mit Tätigkeiten zu bestreiten, die dir keine Freude bereiten? Wie kannst du die wenige Zeit, die dir gegeben ist, damit vergeuden, wegen irgendetwas unglücklich zu sein?

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Wahrheit ist kein Besitztum


Wahrheit ist kein ideologisches, philosophisches oder religiöses Konzept – Wahrheit ist der Ausdruck einer inneren Haltung im Herzen. Wahrheit ist ein Merkmal der Liebe. Wahrheit ist jenes Empfinden, das sich in dir einstellt, wenn du weder gelogen, noch verheimlicht, noch verschwiegen, noch weggelassen noch beschönigt sowie über- oder untertrieben hast. Wenn du nicht mehr die Gedanken anderer denkst, wenn du nicht mehr die Worte anderer sprichst, wenn du nicht mehr den Wegen anderer folgst, dann ist in dir Wahrheit geboren.
Ein Mensch, der in dieser inneren Haltung lebt, ist wahrhaftig. Ein solcher Mensch spricht nicht mehr von Ehrlichkeit, wenn er eigentlich Wahrheit meint. Ein solcher Mensch sucht nicht weiter nach Wahrheit in toten Büchern, leblosen Tempeln oder spirituellen Gemeinschaften – ein solcher Mensch hat alle Konzepte in seinem Kopf ausgelöscht; er haftet keiner Ideologie mehr an, weil er zu dem Bewusstsein gelangt ist, dass du nur dann zur Wahrheit finden kannst, wenn du alle Konzepte, Ideologien und Philosophien in dir losgelassen hast.
Wahrheit ist kein Besitztum – Wahrheit ist das, was du in deiner unverfälschten Form, was du im unverklärtesten Ausdruck deiner Individualität verkörperst. Die einzigen zwei Augenblicke, in denen ausnahmslos jeder Mensch vollkommene Wahrheit verkörpert, sind Geburt und Tod. Die meiste Zeit dazwischen verbringt der Mensch jedoch im Wahn seiner Konzepte.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2014 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Zeit existiert nicht?


„Zeit existiert nicht!“ plappert dein Ego bereitwillig nach, weil es das irgendwo gehört oder gelesen hat und weil diese Aussage in Esoterik-Kreisen momentan populär ist, und du ohnehin gerne übernimmst, was populär ist, ohne zu überlegen, was du da übernimmst.

Zu behaupten es gäbe Zeit nicht, ist von der Ebene, auf der du dich als Ich erfährst, schlichtweg töricht. Es ist genauso töricht, wie sich die Hände vor die Augen zu halten und zu glauben, man wäre dadurch unsichtbar. Zeit existiert – sie existiert auf der Erfahrungsebene deines Ego-Ichs und das kannst du ganz leicht nachprüfen, indem du auf die Uhr siehst und erkennst, dass heute Morgen andere Dinge geschehen sind, als heute Abend – das, was dazwischenliegt, ist Zeit, die vergangen ist.

Die ganze vermeintliche Existenz deines Ichs, deine ganze Illusion vom Erdendasein, ist dem Gesetz der Zeit unterlegen – wenn dieses Ich nun fröhlich einem Lemming gleich behauptet: „Zeit existiert nicht!“, dann ist das wie „Des Kaisers neue Kleider“ im Vice Versa-Modus. Da könntest du genauso gut den Weihnachtsmann als real anerkennen – im Maß der Torheit beider Ansichten besteht kein wesentlicher Unterschied.

Akzeptiere: Auf der Ebene deiner Ego-Ich-Erfahrung gibt es Zeit sehr wohl! Dein ganzes bekanntes Universum baut sich auf den Kräften von Raum, Zeit, Materie und Gravitation auf. Alles in diesem Universum ist in seiner Form vergänglich, und das Maß für diese Vergänglichkeit der Formen ist die Zeit. Wenn du jetzt sagst, es gäbe sie nicht, dann denke an jene Menschen aus deinem Umfeld, die bereits gestorben sind – der Fakt, dass sie nicht mehr hier auf dieser Ebene sind, ist Beweis dafür, dass für dich als Ego-Ich die Zeit sehr wohl existiert und du einem Irrtum erliegst, wenn du unreflektiert nachplapperst, was du nicht verstehen kannst, denn dein Verstand ist nicht in der Lage, das Raumzeitkontinuum zu begreifen. Falls doch, dann stelle doch bitte eine Relativitätstheorie auf, oder erkläre die bereits bestehende auf eine Weise, wie sie auch deine Kinder verstehen würden. Das kannst du nicht? – Nun, dann wirst du dich wohl damit abfinden müssen, dass dein Verstand hier ins Schlingern gerät und du Zeit als einen unbestreitbaren Fakt deiner Welt ansehen musst. Zu sagen „Alles ist relativ!“, ist hier entschieden zu wenig, denn um Relativität erklären zu können, benötigst du eine wichtige Komponente – Zeit!

Für die Seele, die du bist, gibt es natürlich keine Zeit, doch erfährst du dich nicht auf dieser überbewussten Ebene – hier in dieser Welt bist du das Ich, das Ego, und nicht die Seele.

Jene, die dir sagten, es gäbe keine Zeit, waren Erwachte, es waren erleuchtete Meister, deren Aussage dein Ego nicht im vollen Umfang verstehen konnte. Ein Erwachter arbeitet sehr wohl mit der physikalischen Zeit, nicht aber mit der psychischen – deshalb existiert für ihn das ewige Jetzt parallel zur Vergänglichkeit der Formen durch die Zeit. Natürlich benutzt auch er Uhr und Kalender, um sich auf der Ebene von Raum und Zeit zu koordinieren, während er sich gleichsam seiner wahren Existenz als Seele im ewigen Jetzt gewahr ist. Er ist sich zwar auf mehreren Daseinsebenen seines Seins bewusst, doch das entbindet ihn innerhalb der Erfahrungsmatrix von Raum und Zeit noch lange nicht deren Gesetzen.

Ja, Zeit existiert und doch tut sie es nicht. Auch Materie existiert und tut es auf einer höheren Ebene wiederum nicht, denn letztlich ist Materie Energie. Dennoch ist in deiner Erfahrungsmatrix die Materie eine wichtige Größe, die du nicht leugnen kannst – falls doch, dann geh doch bitte durch die nächste Wand! Da du dazu nicht fähig bist, bist du auch nicht dazu berechtigt, Zeit für nicht-existent zu erklären, solange du sie nicht transzendiert hast und daher kontrollierst. Jemand, der im Wald steht und partout behauptet, es gäbe da keine Bäume, der gilt als psychopathologischer Fall – wie soll man jemand bezeichnen, dessen Dasein der Vergänglichkeit der Formen durch die Zeit unterworfen ist und der partout behauptet, es gäbe keine Zeit?

Plappere nicht einfach alles nach, nur weil es gut klingt und populär ist – du bist dir dessen absolut bewusst, dass in deiner Welt Zeit existiert. Und sei froh darüber, denn so weißt du wenigstens, wann genau deine Gehaltsschecks bei dir einlangen oder wann wieder Weihnachten ist.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Die Torheit des Spiegelgesetzes


Es geht im Leben, in deinen zwischenmenschlichen Beziehungen nicht ums Spiegeln, denn der Andere ist nicht dein Spiegel – der Andere ist deine Schöpfung! DU hast ihn in dein Leben gerufen. Was du in dein Leben rufst, ist Schöpfung, nicht Spiegelung. Das Bild im Spiegel ist tot, es besitzt kein eigenes Leben – der Andere aber lebt, weil Schöpfung immer lebendig ist.

Das sogenannte „Spiegelgesetz“ ist eine jämmerliche Erfindung der Esoterik-Industrie und ihrer falschen Propheten. Ich erkläre es hiermit abermals für ungültig, bis jemand kommt und einen unwiderlegbaren Beweis dafür liefert – das aber wird nicht geschehen, weil das Spiegelgesetz nur in den Köpfen unbewusster Geister existiert.

Was dir in deinem Leben widerfährt, ist stets Schöpfung, nicht tote Spiegelung. Manche Erfahrungen schaffst du dir auf bewusster und unbewusster Ego-Ebene, die meisten aber wurden schon vor deiner Geburt auf überbewusster Seelenebene kreiert. Ersteres ist das „Kleine Karma“ – es basiert auf dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Letzteres nenne ich das „Große Karma“ – es gründet sich auf dem Plan der Seele, die du in Wahrheit bist. Beides aber ist deine lebendige Schöpfung, nicht irgendein kaltes, totes Spiegelbild.
Ein Spiegelbild ist tot. Es existiert nicht ohne dich, es kann ohne dich nichts aus sich selbst heraus schaffen. Du aber bist eine kreative, lebendige Seele. Jede deiner Schöpfungen ist lebendig, jede deiner Schöpfungen ist Teil deines Plans. Dein Plan ist vollkommen, er ist göttlich – es bedarf keiner Überprüfung dieser Vollkommenheit durch einen Kontrollblick in den Spiegel. Die Seele muss sich nicht in den Spiegel sehen, um zu wissen, dass sie existiert – nur das Ego muss das tun, weil es weiß, dass es in Wirklichkeit nicht existiert. Jeder Blick des Egos in den Spiegel ist ein verzweifelter Versuch, eine Existenz zu bestätigen, die es nicht gibt. Deshalb findet dein Ego solch großen Gefallen am Spiegelgesetz. Die Wünsche, Hoffnungen, Ängste, Abneigungen und Vorlieben deines Egos aber existieren in Wahrheit gar nicht – sie sind bloß Ergebnis deiner Fremd- und Selbstprogrammierung, die jederzeit austauschbar ist. Jener Plan allerdings, den die Seele hatte, bevor sie sich in die Erfahrungsmatrix von Materie, Zeit und Raum begeben hat, der existiert sehr wohl, und er erfüllt sich unweigerlich – ob das nun deinem Ego auf der Ich-Ebene schmeckt oder nicht. Das Ego hat hier keine Mitsprache, weil das Ego keine wahre Existenz besitzt. Das Ego ist zwar ein wertvolles Werkzeug in dieser Welt, aber es ist nichts weiter als eine Illusion, ein substanzloser Nebel; es erlischt mit deinem physischen Tod – die Seele aber ist ewig, darum besitzt sie Existenz. Sie IST Existenz – die einzig wahre Existenz des Seins in Vollkommenheit.

Was du in deinem Leben erfährst, ist nicht Spiegelung – es ist Schöpfung! Schöpfung ist stets kreativ. Kreativität bedeutet, etwas Neues zu erschaffen. Eine Spiegelung aber ist nichts Neues – Spiegelung ist Kopie, und Kopie ist niemals kreativ, niemals schöpferisch.

Würdest du dich auf deine ureigenen Erfahrungen berufen und nicht einfach wiederkäuen, was andere dir vorpredigen, hättest du das längst erkannt. Wärst du mutig genug, deinen ganz eigenen Weg der Bewusstwerdung zu gehen, könnte dir niemand eine solche Torheit wie das Spiegelgesetz verkaufen. Du aber möchtest dich lieber führen lassen, und so wirst du auch geführt – aber nicht ins Licht, nicht in die herrliche Kreativität der Transzendenz, sondern in die dumpfe Nachahmung und Wiederholung, dessen, was andere für wahr erachten.

Stelle dir doch mal die Frage, was sich denn das sechsjährige Mädchen bei seiner Vergewaltigung spiegelt, oder die Mutter von drei Kindern, die von einem betrunkenen Autofahrer angefahren und schwer verletzt wird, oder der harmlose Jugendliche, der am Heimweg von der Schule von einer Gruppe Schläger verprügelt wird, die dann das „Happy Slapping Video“ zur Belustigung ins Internet stellen – was spiegeln sie sich diese Menschen?

– Trägt das sechsjährige Mädchen die Vergewaltigung in sich? Trägt die Mutter den Unfall in sich oder der Jugendliche die nicht bewältigte Aggression und geistige Dumpfheit von ein paar Schlägern?

Es wird Zeit, dass du selbst erkennst, was wahr ist, und dir deine Weisheit nicht mehr ausleihst, denn diese Leihgaben an Fremdwissen sind keine Weisheit, sondern Dummheit aus Faulheit. Lerne wieder eigenständig zu denken. Beginne damit, zu erwachen auf allen Ebenen deines Seins. Gründe dein sogenanntes Wissen allein auf deine eigene Erfahrung und übernimm nicht unreflektiert jeden Schwachsinn, der gut klingt, weil es dir gerade bequem in den Kram passt. Meditiere! Geh in die Gedankenstille, die Gedankenleere deines wahren Seins – das ist der einzige Weg zur Authentizität, das ist der einzige Weg zu deiner ureigenen Weisheit.
Du kannst niemals du selbst sein, wenn du dem Irrtum verfällst, das Wissen anderer würde automatisch zu deinem eigenen, bloß weil du es übernimmst. Wissen ohne die Erfahrung des Wissens ist gleich dem Nicht-Wissen!

Das Spiegelgesetz aber hast du nie selbst erfahren – du hast es übernommen und spürst instinktiv, dass daran etwas faul ist. Vergiss also das sogenannte Spiegelgesetz! Es funktioniert nicht. Ein universelles Gesetz kann nur dann ein solches sein, wenn es in hundert Prozent aller Fälle funktioniert – das Spiegelgesetz aber funktioniert nur dann, wenn es für dich praktisch ist. Du benutzt es vor allem dann mit Vorliebe, wenn dir die Argumente ausgehen, weil ein anderer an dir Kritik übt – dann sagst du gerne: „Alles was mich am Anderen stört, bin Ich selbst!“ und zitierst damit C.G. Jung, um den Anderen zu verhöhnen, verbal und intellektuell zu entwaffnen und dich selbst reinzuwaschen. Das ist billig und unreif – ein obszönes Spiel deines Egos.
Jung war ein Idiot, als er diesen Satz prägte, so wie Freud ein Idiot war, als er meinte, nur die Träume eines Menschen wären von therapeutischer Relevanz. Beide waren kluge Köpfe, aber keiner von ihnen war ein Erleuchteter – sie waren beide Opfer und Protagonisten ihrer Zeit und fernab jeder spirituellen Erkenntnis. Und du bist ein unbewusstes Schaf einer unbewussten Schafherde, wenn du bereits überholte, unwahre oder aber auch populäre Aussagen als deine Wahrheit annimmst, ohne sie selbst erfahren zu haben.

Gib das Wiederkäuen des Spiegelgesetzes auf! Irgendjemand wollte damit aus seiner begrenzten Sicht heraus Ruhm und materiellen Vorteil ernten, deshalb wurde es erfunden, aber es ist kein universelles Gesetz wie etwa das Gesetz von Ursache und Wirkung oder das Resonanzgesetz. Wäre das Spiegelgesetz von Gültigkeit, dann könntest du wahllos einen Passanten auf der Straße niederprügeln, ihm danach aufhelfen und ihn fragen: „Na, was hast du dir denn da wieder Schönes gespiegelt, mein Guter?“
Du aber weißt, dass das so nicht funktioniert, denn nicht alles, was dir widerfährt, ist auch etwas, das du in dir trägst.

Du siehst zum Beispiel die Grausamkeit von Kriegsverbrechen – aber trägst du diese Grausamkeit auch in dir? Du siehst Kindesmissbrauch, aber trägst du den Missbrauch von Kindern in dir? Du siehst die Gleichgültigkeit und Ignoranz durch die Industrie der Natur gegenüber – doch bist du selbst der Natur gegenüber gleichgültig und ignorant? Gießt du Tonnen von Giftmüll in das Wasser, das du trinkst? Verseuchst du auf Jahrtausende ganze Landstriche radioaktiv durch deine Atomtests?
– Natürlich tust du das indirekt, weil du Nutznießer all der Bequemlichkeiten deiner modernen Gesellschaft bist, aber würde man dir die Wahl, die Generalmacht überlassen, so träfest du wohl andere Entscheidungen im Hinblick auf jene Dinge.

Du siehst also all diese und andere schreckliche Auswüchse der Menschheit, doch wahrscheinlich trägst du sie nicht in dir, sofern du kein Psychopath bist. Wenn du das also nicht in dir trägst – wie kann es dann dein Spiegel sein?

Die Welt ist nicht dein Spiegel – die Welt ist Leben. Das Bild im Spiegel ist tot, es besitzt kein eigenes Leben – Schöpfung aber ist immer lebendig. Die Welt, das Universum, ist ein Gefäß für das Leben. Das Leben ist Schöpfung, nicht Spiegelung. Das Bild im Spiegel ist bloß eine Nachahmung, eine billige Kopie, die sofort verschwindet, sobald du nicht mehr vor dem Spiegel stehst – Schöpfung aber existiert selbst dann noch, wenn du nicht mehr da bist. Das Leben ist keine billige, leblose Reflexion im Spiegel – das Leben ist permanente, kreative Schöpfung.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Seelenpartner, Dualseelen, Social Media & die Unfähigkeit zur Partnerschaft


Oftmals werde ich dieser Tage mit folgender Bitte konfrontiert: Andersmensch, kannst du vielleicht etwas zum Thema Seelenpartner & Dualseelen sagen?

Ja, ich kann dazu etwas sagen. Ob es allerdings das ist, was du zu erfahren wünscht, wage ich zu bezweifeln. Ich wäre nicht der Andersmensch, würde ich die Dinge nicht anders sehen.
Mit Andersartigkeit aber hat so mancher ein Problem. Im Andersartigen findet dein Ego nämlich keine Befriedigung – dein Ego möchte nämlich viel lieber die eigene, beziehungsweise die allgemeine Meinung durch das Gegenüber wiedergekäut und bestätigt wissen. Das ist wesentlich bequemer, das ist bedeutend „sicherer“, weil es dich nicht aus deiner Komfortzone lockt.
Ich aber tue deinem Ego diesen Gefallen nicht – ich fordere es auf, das sichere Schneckenhaus zu verlassen, um in die unendliche Welt des Mysteriums einzutauchen; ich fordere dich zum bewussten Denken auf.
Bewusstes Denken ist stets kreatives Denken. Kreatives Denken ist Pionierarbeit. Es stellt immer eine Herausforderung dar, denn es läuft außerhalb gewohnter Bahnen; es erfordert Eigenständigkeit und einen offenen Geist. Willst du also verstehen, was ich zu sagen habe, dann bedeutet das, du musst von der Hirnrinde, wo das unbewusste Denken gesteuert wird, auf die vorderen Stirnlappen umschalten. Da findet das kreative Denken statt; und das erfordert stoffwechseltechnisch erhöhten Energieaufwand – das Verweilen im Unbewussten ist deshalb wesentlich bequemer als die Bewusstwerdung durch eigenständiges, kreatives Denken. Wenn du also wissen willst, was ich zum Thema Seelenpartner & Dualseelen zu sagen habe, dann öffne deinen Geist, werde ein leeres Gefäß, und vergiss für einige Augenblicke das, was du zu wissen glaubst.

Die letzten Jahre trugen als Königsdisziplin das Thema Beziehung. Deine Beziehungen, deine Partnerschaften aber sind für dich unmöglich geworden – du kannst sie zurzeit nicht leben. Du kannst sie nicht so leben, wie du es gewohnt bist, wie du sie gerne leben möchtest.

– Woran liegt das?

Nun, du lebst in einer Zeit des Paradigmenwechsels, in einer Zeit der völligen Umstrukturierung deiner Gesellschaft, deiner ganzen Welt. Du lebst ein einer Zeit des globalen Bewusstseinsaufstiegs. Vieles, was du gewohnt warst zu leben, kann nicht mehr so gelebt werden wie bisher. Dazu zählen in erster Linie deine zwischenmenschlichen Beziehungen, denn dort nimmst du den Bewusstseinswandel am gravierendsten wahr. Manche spüren das weniger, andere wesentlich intensiver, jeder aber ist davon betroffen – der Wandel findet nicht nur global, sondern universell auf allen Ebenen des Seins statt.

Die vergangene Jahre brachten aufgrund der herrschenden Zeitqualität kaum Erfüllung in deinen Partnerschaften und Beziehungen – dazu war die Zeit einfach zu unruhig, es durfte noch zu viel Transformation geschehen.
Meine Prognose für das nächste Jahrzehnt sieht hingegen schon wesentlich optimistischer aus. Um gesund evulitionieren zu können, braucht der Mensch erfüllte Zwischenmenschlichkeit. Er braucht Partnerschaften, Annäherung, Verbindung, Vereinigung der Gegensätze und Bewusstwerdung durch Liebe, vor allem aber braucht er Nächstenliebe. Er wird dies alles entwickeln müssen, denn dahin führt der Weg – es kann also besser werden! Rechne in deinen Beziehungen jedoch erst dann mit spürbaren Veränderungen zum Positiven, wenn du dich wandelst, indem du aktiv an dir selbst arbeitest und deine Bewusstwerdung und Nächstenliebe förderst. Dann erst wird diese Verbesserung eintreten können.

Der globale Bewusstseinswandel sowie die herrschende Zeitqualität gilt zwar als wesentlicher Grund für die Unfähigkeit zur Partnerschaft, es gibt aber noch andere tragende Gründe. Einer davon ist das Thema Seelenpartner & Dualseelen.

Vielleicht mag es dich befremden, die folgenden Absätze durch mich zu erfahren, denn wie du möglicherweise weißt, betreibe ich selbst eine Website, die sich mit dieser Thematik befasst. Dennoch war und bin ich vor allem dem Thema Dualseelen stets skeptisch gegenüber gewesen.
Seelenpartnerschaften sind nichts weiter als die natürliche Konsequenz karmischer Verbindungen – es ist also keine große Sache, mit einem Seelenpartner zu leben, denn alle Menschen, mit denen du innig verbunden bist, gelten als Seelenpartner. Das bezieht sich nicht nur auf Liebesbeziehungen im romantischen Sinne, sondern auch auf Familienmitglieder und Freunde. Im weitesten Sinne gilt jeder Mensch als dein Seelenpartner. Jeder Mensch ist dein Bruder oder deine Schwester.
Mehr wäre zu Seelenpartnerschaften nicht zu sagen, auch wenn manche der neuen „Gurus“ diesen Terminus in einen anderen, weit verklärteren Kontext stellen – für mich aber ist dies schlicht die simple Definition des Begriffes „Seelenpartner“.

Mit den Dualseelen ist das etwas heikler. Ich halte nicht viel von den sogenannten Heiligen Schriften dieser Welt, denn durch ihren Missbrauch entstanden Religionen. Diese brachten Dogmen und Fanatismus und somit Leid in die Welt – der Kern jener Schriften ist allerdings rein, wahr und von identer Aussage. Ich habe sie alle studiert, diese heiligen Schriften. In keiner aber konnte ich einen Hinweis auf Dualseelen finden.

– Woher also kommt der Begriff „Dualseele“?

Ich selbst wurde mit dem Begriff das erste Mal über das Internet konfrontiert. Durch gewisse persönliche Erfahrungen sah ich mich dazu veranlasst, mich dieser Thematik eingehender zu widmen. Und so kam ich nach rund zwei Jahren der Forschung zu folgendem Schluss:
Es gibt weder einen religiösen noch einen historischen noch einen mythologischen Hintergrund für den Begriff „Dualseele“. Keine Heilige Schrift, kein historisches Werk, keine Mythologie beinhaltet auch nur den geringsten Hinweis auf Dualseelen. An keiner Stelle wird in diesen Schriften der Begriff geprägt, wie dies die moderne Esoterik tut. Die Idee der Dualseele ist demnach wohl eine Erfindung fantasiebegabter Möchtegernpropheten. Im Grunde aber ist es völlig egal, woher der Begriff stammt. Es spielt keine Rolle, ob er (wie etwa das „Spiegelgesetz“) bloß ein neues idiotisches Meisterstück der Esoterik-Industrie oder ein weiteres Manipulationswerkzeug deiner Machthaber ist – es wird damit in jedem Falle ein neues Ideal in die Welt gesetzt.

Ideale sind stets so beschaffen, dass sie unerreichbar bleiben. Ein Ideal soll dich zwar in Bewegung aber dennoch im Unglück halten. Die Natur des Ideals ist seine Unerreichbarkeit. Wer Ideale hat, diese aber nicht erreicht, bleibt unglücklich. Unglückliche Menschen sind leichter zu lenken. Man kann sie leichter manipulieren – dies sei hier zum besseren Verständnis kurz angemerkt.

Ich schließe die Möglichkeit nicht aus, dass es so etwas wie Dualseelen gibt – allein schon aufgrund meines persönlichen Erlebens. Jedoch kann es sich bei vermeintlichen Dualseelenbegegnungen auch bloß um sehr innige Verbindungen zwischen Seelenpartnern handeln.
Manche Begegnungen werden schlichtweg intensiver erfahren als andere. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Dualseelenbegegnungen handeln.
Meines Erachtens wird der Begriff der Dualseelen-Liebe gerne auch dafür missbraucht, die eigene Unfähigkeit im Loslassen zu rechtfertigen: Kannst oder willst du eine Begegnung nicht loslassen, dann erklärst du sie kurzerhand zur Dualseelenbegegnung und schon hast du vor dir selbst sowie vor der Welt eine Rechtfertigung für dein persönliches Unvermögen, einen Menschen loszulassen.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Warum sollte es so etwas wie Dualseelen geben – welchen Zweck hätte deren Existenz?

yinyangtreeAuch wenn du das im Laufe deiner unzähligen Inkarnationen längst vergessen hast, so ist doch jeder Mensch für sich selbst eine vollständige Einheit. Jede Seele ist als solche vollständig. Die Seele, die du in Wahrheit bist, ist weder männlich noch weiblich – sie ist androgyn, trägt im gleichen Maße weibliche und männliche Anteile in sich. Dazu rufe ich dir das Yin & Yang-Zeichen in Erinnerung. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Farben, von der jede die andere in sich trägt – zusammen aber ergeben sie eine vollständig harmonische Einheit, die nicht getrennt werden kann. So ist das auch mit der Seele, die du bist – sie ist stets ganz, vollständig und unversehrt.
Warum also sollte die Seele in zwei Hälften gespalten sein? Warum sollten zwei Seelen ursprünglich eine Einheit bilden, die nur als solche funktionieren kann, dann aber durch die Göttlichkeit getrennt werden, um jenseits dieser Einheit zu leiden?

– Der Glaube an eine Spaltung existiert bloß in deinem dualistischen Weltbild. Du fühlst dich im Grunde von allem abgespalten – von deinem Nächsten, von der Natur, von Gott, sogar von dir selbst. In der Schöpfung existiert aber keine Trennung, keine Abspaltung – die gesamte Existenz ist eine in sich ruhende, vollständige Einheit: das Universum (von lateinisch: universus = „gesamt“, von unus und versus = „in eins gekehrt“). Auch du bist eine vollständige Einheit, ein Universum. Du trägst bereits Mann und Frau in dir. Dir fehlt nichts, absolut nichts. Die Seele, die du bist, ist vollkommen, und sie ist nicht hier, um diese Vollkommenheit erst herzustellen, sondern um diese Vollkommenheit auf der Ebene von Materie, Zeit und Raum zu erfahren.

Der Gedanke an eine Dualseele aber impliziert eine Spaltung. Der Gedanke suggeriert, du wärst erst dann vollständig und glücklich, wenn diese Spaltung aufgehoben würde durch die Begegnung und die Verschmelzung mit deiner Dualseele. Bevor dies nicht geschähe, müsstest du gespalten, sehnsüchtig und unglücklich durch die Welt trotten – das ist eine gefährliche Ideologie. Es ist eine törichte Ideologie.

Gesetzt den Fall, es gäbe sie tatsächlich, die Dualseele: Was wäre, wenn sie im Körper eines dreijährigen Jungen leben würde?
Was, wenn sie im Körper einer neunundachtzigjährigen Frau lebte?
Was, wenn sie in einem Körper steckte, der dir vollkommen abstoßend erschiene?
Was, wenn sie in einem gleichgeschlechtlichen Körper lebte, du aber heterosexuell wärst? Was, wenn sie gar nicht inkarniert wäre? Was wäre dann?

– Du wärst hoffnungslos dazu verdammt, den Rest deiner Inkarnation unvollständig und gespalten zu bleiben.
Erkennst du, welche Gefahr dieser Gedanke birgt? Und wird die klar, wie leicht dieser Gedanke einen anderen Ursprung haben könnte, als du vielleicht vordergründig erkennen möchtest?

Bedenke: Jene, die dich kontrollieren, deine Machthaber, wissen, dass du eines Tages erwachen wirst. Sie wissen, dass du dann ihre heimtückische Manipulation durchschauen würdest, was bedeutet, sie würden ihre Macht verlieren, sie würden die Kontrolle über dich verlieren. Deshalb werden ständig neue und noch subtilere Mittel eingesetzt, um dich zu manipulieren, dich fernzusteuern und zu kontrollieren.

„Der überlegene Krieger attackiert weder Körper noch Geist – es ist das Herz, gegen welches er seine Attacken führt.“

Wenn sie ihre ideologischen, chemischen und technischen Mittel zur Manipulation ausgeschöpft haben, dann greifen sie zu ihren spirituellen, mit denen sie dein Herz erreichen, um dich zu attackieren, dich zu manipulieren und unter Kontrolle zu halten. Mit der Idee von der Dualseele zielen sie exakt auf deine verletzbarste Stelle, denn damit erreichen sie direkt dein Herz. Dein Herz ist zwar dein stärkster, zugleich aber auch dein verwundbarster Punkt. Und so schaffen sie dir das Ideal von einer Dualseele, ohne die du niemals glücklich sein würdest. Sie erwischen dich mitten im Herzen!

Du befindest dich vielleicht in einer Partnerschaft, die ganz gut läuft. Doch dann erfährst du von der ungeheuerlichen Liebe zwischen Dualseelen, die so himmlisch sein soll, dass man allein durch die Beschreibung ihrer Herrlichkeit weltweit tausende Bestseller verkaufen kann, die allerdings nicht den Schriftsteller reich und mächtig machen, sondern vielmehr die Verlagsindustrie dahinter. Und plötzlich gerätst du in Zweifel an deiner ansonsten gut laufenden Partnerschaft, stellst dir die Frage, ob der Mensch an deiner Seite auch tatsächlich deine Dualseele ist. Da eure Beziehung jedoch nicht diesem himmlischen aber gefährlichen Ideal der Dualseelenliebe entspricht, verlässt du letztendlich diesen Partner, verursachst dadurch ihm und auch dir selbst Leid, und begibst dich auf die möglicherweise fruchtlose Suche nach deiner Dualseele. Kannst du diese nicht finden, bist du unglücklich, verwirrt und verzweifelt – schon bist du wieder ein leicht zu kontrollierendes, steuerzahlendes und konsumierendes Schaf in einer Schafherde, die sich Gesellschaft nennt.

– Genau das ist es, was ich zurzeit beobachte! Ich sehe hauptsächlich unglückliche Singles, die wie bedauerliche Irre durch die Welt rasen auf der Suche nach einer Dualseele. Sie kommen zu mir in mein Institut, sie besuchen meine Seminare und leiden alle an derselben Symptomatik: „Chronische Dualitis“.

loversEine weitere Ursache für die Unfähigkeit zur Partnerschaft sind soziale Plattformen im Internet. Dies aber nicht etwa aus dem Grund, weil du zu viel Zeit mit Social Media verbringst, sondern weil dich die unüberschaubare Zahl möglicher Kontakte in die Illusion versetzt, es gäbe einen unerschöpflichen Pool an idealen Partnern.

Auf diesen sozialen Plattformen im Internet hat jeder seinen Avatar, durch den man in Rollen schlüpfen kann, die einem im realen Leben verwehrt bleiben. Da stellst du Fotos von dir online, die mit der Realität rein gar nichts mehr zu tun haben, weil Freund Photoshop & Co bequemer und kostengünstiger ausfallen, als das Fitnesscenter, eine Diät oder die plastische Chirurgie. Auch virtuelles Papier ist geduldig – aus einem einfachen Angestellten wird plötzlich der wagemutige Globetrotter; aus der Hausfrau der verruchte Vamp. Kluge Zitate existieren zuhauf, werden gerne dem Urheber geklaut, als die eigenen ausgegeben oder einfach unreflektiert wiedergekäut, und so gaukelt jeder jedem Qualitäten vor, die in Wahrheit gar nicht existieren.

Es ist einfach und unkompliziert, via Mausklick in Kontakt zu treten beziehungsweise diese Kontakte auf dieselbe Weise wieder zu lösen. Man kann sich hinter dem eigenen Avatar verstecken und zum Idealmann, zur Idealfrau werden. Viele fallen darauf rein, verlieben sich in eine Fiktion. Und zerstören dadurch bestehende Partnerschaften in der irrigen Ansicht, den anderen durch das soziale Medium ohnehin ausreichend kennen gelernt zu haben, denn nächtelanges Chatten wird bereits als sozialer Austausch von tragender Gültigkeit gewertet.

Die erste Begegnung im realen Leben geht in vielen Fällen gut. Doch wenn sich dann nach einigen Wochen herausstellt, dass Prinz Eisenherz eigentlich ein Frosch und Königin Cleopatra in Wahrheit eine bissige Hexe ist, dann fällst du aus allen Wolken.
Deine vormals gut laufende Beziehung ist im Eimer, die kurze Affäre mit dem Avatar aus dem Social Network, den du begeistert als deine Dualseele wähntest, entpuppt sich als bitterer Trugschluss.
Nun stehst du wieder da – unglücklich, ratlos, einsam. Aber das Rad beginnt sich von Neuem zu drehen – der Pool an möglichen Partnern scheint immer noch unerschöpflich; und vielleicht ist ja diesmal die Dualseele dabei. Das Social Network ist der Fundus – du bist die Suchmaschine.
Vielleicht hast du auf diesem Wege sogar tatsächlich jemand gefunden, der ideal für dich wäre, doch da existiert vermeintlicher Weise noch immer so viel Auswahl! – Wer soll sich da schon festlegen?

Fazit: Begreife, dass du keine Dualseele nötig hast! Lerne dich selbst zu lieben, denn du bist in Wahrheit vollständig und trägst alles, was du brauchst, bereits in dir. Wenn du dich in einer bestehenden Partnerschaft befindest, dann achte, ehre und pflege diese in Dankbarkeit und Liebe. Bist du Single, dann finde zunächst dein wahres Selbst. Schenke dir selbst die umfassende Liebe, die du von anderen zu empfangen wünscht – ein geeigneter Partner findet sich dann ganz automatisch.

Lass das törichte Ideal von der Dualseele los, ungeachtet dessen, ob es sie nun gibt oder nicht – falls so etwas tatsächlich existiert, findet ihr einander ohnehin. Und verfalle nicht dem Irrtum, du hättest unendlich viele Partner zur Auswahl, selbst wenn dir deine liebste soziale Plattform dies vorzugaukeln versucht.
Tatsächlich gibt es in einem Menschenleben vielleicht zwei oder drei, falls du Glück hast sogar vier adäquate Seelen, mit denen eine lebenslange, harmonische Partnerschaft möglich wäre – alles andere ist bloß Illusion durch Manipulation, ganz gleich, wer es ist, der sie ausübt.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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