Wenn du kein Problem hast, hast du ein Problem


Jeder Mensch hat auf die eine oder andere Weise Probleme. Lass dir da nichts vormachen. Seit Menschengedenken gab es niemand, der sein Leben total im Griff hatte. Es ist unmöglich, etwas zu kontrollieren, das unendlich viel größer ist als du. Daher verabschiede dich von dem Gedanken, irgendwann würde dein Leben bis in jeden Winkel so perfekt problemlos sein, dass du nur noch chillen, genießen und dich über den Neid anderer freuen kannst. Du wirst dieses Ideal niemals erreichen. Du wirst nicht mal annähernd herankommen. Darum höre auf damit, der „Dangling Carrot“ zu folgen.

Lass dich auch von anderen nicht blenden. Diese „Lebenimgriffhaber“ sind gute Faker. Sie haben ihre dynamische, lupenreine, lächelnde Fassade im Griff. Das ist dann aber auch schon alles, was sie im Griff haben. Hinter dieser Fassade verbirgt sich nicht selten das heulende Elend im reinsten Chaos. Und selbst wenn diese Supertypen ihr Leben im Griff hätten, so wäre ihr größtes Problem jenes, ständig alles im Griff haben zu müssen, um die Fassade zu wahren. Und damit hätten sie dann ein gewaltiges Problem.

Daher akzeptiere das Problem. Anerkenne es einfach als Teil des menschlichen Daseins. Statt es krampfhaft lösen zu wollen, beginne es in einen neuen Rahmen zu stellen. Betrachte es nicht als deinen Feind. Betrachte es als das, was jetzt so ist. Sieh es einfach nur an. Beginne es zu bewundern. Bestaune es in seiner Komplexität, seiner Beharrlichkeit, seiner Dringlichkeit.
Bekämpfe es nicht und warte, bis es sich ganz von selbst löst, denn das tun die meisten Probleme, sobald die Zeitkoordinate nur lang genug ist.

Bis dahin gehe mit dem Problem einfach anders um. Wenn es auftaucht, schalte dich nicht in den Kampfmodus, sondern sage gelassen „Wow! Was für ein geiles Problem!“ oder „Ich bewundere dich, du Problem!“ oder „Ich habe noch nie ein solch schönes Problem gesehen!“.
Lächle dein Problem an. Blicke ihm direkt ins Gesicht und bestaune es.
Und dann anerkenne, dass du es selbst erschaffen hast. Du hast einen wesentlichen Beitrag zu seiner Existenz geleistet, indem du es zu deinem Problem erklärt hast. Es möchte jetzt eine Zeit lang zu dir gehören. Also genieße seine Gesellschaft. Irgendwann wird es sich auflösen. So oder so. Dann musst du dich davon verabschieden. Aber sei nicht traurig, denn du wirst dir ganz schnell ein neues Problem finden. Sei dir da sicher. Wahrscheinlich wird es sogar ein noch schöneres, noch komplexeres, noch dringlicheres als das alte. Denn immerhin bist du ja durch die Gesellschaft des alten Problems besser im Umgang mit Problemen geworden. Das hat sich natürlich unter den Problemen herumgesprochen. Und so wird dich schon bald ein neues finden. Bis dahin: Bewundere das Problem! Und wisse: Andere Leben haben auch schöne Probleme.

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Endlich bei dir selbst ankommen!


Deine beste Freundin hat dieses tolle Buch gelesen. Seit dem ist auf dem Weg zu sich selbst, so sagt sie. Dein Kumpel war zwei Wochen in Tibet. Das habe sein Leben verändert, behauptet er. Einige Menschen deines Umfeldes haben einen spirituellen Weg eingeschlagen. Und du willst da natürlich nicht außen vor bleiben. Deshalb hast auch du dich auf die Suche nach dir selbst begeben.

Der beste Weg, um sich selbst zu finden, um bei sich selbst anzukommen, sei Meditation. Zumindest hast du das immer wieder gehört und gelesen. Daher beschließt du, mit Meditation zu beginnen. Das hat irgendwas mit Entspannung und stillem Sitzen zu tun. Man soll dadurch in einen speziellen mentalen Zustand gelangen, der angeblich Wunder wirkt. Mehr aber weißt du darüber nicht. Und da du nicht so recht weißt, wie das geht und was Meditation eigentlich ist, pilgerst du in den Esoterik-Laden deines Vertrauens. Da duftet es nicht nur schön nach Räucherstäbchen, während Deva Premal und Miten das Ambiente mit friedvollen Klängen erheben, da ist auch ein unüberschaubares Angebot an „einzig wahren Wegen“ zu sich selbst, zu einem besseren Leben und natürlich zum ultimativen Ziel – der Erleuchtung!

Am liebsten würdest du ja fast alles aus dem Shop kaufen, denn es scheint sehr wichtig zu sein, ganz schnell bei sich selbst anzukommen und rascher erleuchtet zu sein als der Nachbar. Mit dem Gedanken aus der Prägung von „Mehr bringt auch mehr!“ und der Konditionierung auf Leistung stöberst du also im farbenfrohen Angebot. Weil dein Budget aber begrenzt ist, entscheidest du dich letztlich für eine hübsch verpackte CD mit Meditationsanleitungen. Die bezahlst du an der Kassa und fragst dich im Stillen, ob die Person an der Kassa wenigstens ein bisschen beeindruckt ist ob deiner ausgezeichneten Wahl hinsichtlich der CD. Letzten Endes sollen andere ja auch erkennen, dass du dich bereits auf dem Weg befindest – auf dem richtigen Weg natürlich.

Zunächst aber ist es der Heimweg, den du einschlägst. Da du schließlich auch zuhause ankommst, war dieser zumindest schon mal der richtige…

Du freust dich über die neue CD auf der eine mehr oder minder angenehme Stimme einer mehr oder minder angenehmen Person schöne Dinge faselt. Das ganze untermalt von sphärischen Klängen. Dazu legst du dich hin und lässt dich von dieser mehr oder minder angenehmen Stimme führen. In Trance. Aber nicht in Meditation. Trotzdem steht auf dem Titel der CD irgendwas von Meditation. Weil viele dieses Wort gebrauchen, aber nur wenige wissen, was das überhaupt ist. Und weil es sich bei jenen gut verkauft, die keine Ahnung haben, was sie in Wahrheit suchen.

Natürlich ist es dir bequem, darüber nicht nachzudenken, denn Vorgekautes brauchst du einfach nur zu schlucken. So wie es dir bequemer ist, dich führen zu lassen. Oftmals auch in die Irre. Und so hörst du dir die CD im Durchschnitt drei Wochen lang an, nicht sehr konsequent, aber doch. Du lässt dich führen in einen Alphazustand und weißt nicht mal, dass du dazu weder eine CD noch sonst etwas bräuchtest. Dreimal tief durchatmen und mal alles loslassen für zwei Minuten täte dieselbe Wirkung. Doch das ist dir nicht bewusst. Dir ist nicht mal bewusst, dass dieser Alphazustand kaum etwas bringt, weil du vielleicht noch nie etwas von Gamma- oder Tetawellen gehört hast. Du kennst den Begriff „Meditation“ und das reicht. Wo dieser Begriff draufsteht, da muss ja schließlich auch dieses Ding namens „Erleuchtung“ drin sein. Also hörst du die CD an und lässt dich von der mehr oder minder angenehmen Stimme einer mehr oder minder angenehmen Person führen. So, wie du dich meistens von irgendwem oder irgendwas führen lässt, nur nicht von deinem Wahren Selbst. Du willst Führung. Doch diese willst du niemals aus dir selbst heraus erfahren. Nur ja niemals aus dir heraus zum Meister finden, immer hübsch dem Meister im Außen nachrennen, denn wenn da was schief geht, bist du fein raus. Daher auch die CD. Die wird es schon für dich tun. Und falls nicht, dann ist die mehr oder minder angenehme Stimme einer mehr oder minder angenehmen Person dafür verantwortlich. Dann war die eben Ramsch und eine neue muss her. Dann muss es beim nächsten Mal eben eine CD von einem noch bekannteren Super-Mega-Guru-Coach sein oder ein kostenloses Video aus dem Internet von einem Menschen, der sich „Schamane“, „Coach“ oder „Medium“ nennt. Es muss auf jeden Fall etwas sein, das außerhalb von dir liegt.

Das hörst du dir dann also an und fühlst dich während dessen aber auch kurz danach sogar ziemlich entspannt. Der echte „Bringer“ ist es jedoch nicht. Du bist immer noch voller Ängste, voller Mangeldenken, voller Wut und Verwirrung. Und du bist weiterhin abhängig von irgendetwas, das außerhalb von dir liegt. Du bleibst bis auf Weiteres jemand, der von externen Autoritäten geführt wird. Deinen Freunden aber erzählst du stolz, dass du schon ewig lange „meditierst“. Vor denen musst du dann natürlich auch mit aller Raffinesse deine Ängste, dein Mangeldenken, deine Wut und deine Verwirrung verbergen, denn sonst stündest du ja ziemlich dumm da. Die könnten ja schließlich schon viel „weiter“ sein als du. Und so machst du eben einen auf total vegan und aurasichtig. In dir drinnen aber weißt du, du trittst auf der Stelle.

Hast du dir schon mal die Frage gestellt, woran das liegen könnte, wo du doch dauernd Räucherstäbchen opferst, Kerzchen flackern, Kristalle glitzern und Snatam Kaur am Start hast?

Ich sage es dir gerne: Du hast noch nie in deinem Leben erfahren, was echte Meditation ist. Denn hättest du es, wären da kaum noch Ängste, kaum noch Mangeldenken, kaum noch Wut oder Verwirrung in dir.
Da wäre viel mehr Gelassenheit und Mut. Da gäbe es viel mehr Fülle und Klarheit. Da herrschte viel mehr Freiheit und Kreativität. Da fände sich viel mehr Bewusstheit. Und das alles käme aus dir selbst heraus. Du wärst völlig unabhängig von einem „Führer“, ganz gleich, ob dieser Führer nun eine CD oder ein Mensch ist, der drei Wochenendkurse in schamanischem Trommeln besucht hat. Du bräuchtest all das nicht mehr, weil du in dir den Quell für all das gefunden hättest. Doch bislang suchst du noch und sammelst somit eine CD nach der anderen, stöberst weiterhin in sämtlichen Eso-Läden oder im Internet nach dem ultimativen „Bringer“. Das kannst du natürlich für den Rest dieser Inkarnation so weiterführen.

Falls du es jedoch endlich wissen willst, dann mache dich auf den Weg, echte Meditation zu erlernen. Nur kannst du diese eben nicht bei jemand erlernen, der selbst keine Ahnung davon hat. Dazu braucht es einen Profi. Und wenn du dich zu diesem aufmachst, kannst du gleich all das, was du bisher über Meditation zu wissen glaubtest, zuhause lassen. Es wird dich nämlich nur hindern, das zu erfahren, was ich meine, wenn ich zu dir von wahrer Meditation spreche.

Ich lade dich dazu ein. Zu deinem Selbst. Kommen aber musst du in Eigeninitiative.

Falls du bereit bist, klicke hier: ZUM SEMINAR

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Wenn alles endet, weil alles beginnt


Zu viel Zeit meines Lebens hatte ich damit zugebracht, das, was geschieht, verstehen und einordnen zu wollen. Ich war der Ansicht, ich gehöre irgendwie, irgendwo zu irgendwem und zwar irgendwann. Doch niemals war ich weiter von der Wahrheit entfernt, als zu diesen Zeiten.

Die dunklen Täler, durch die ich gehen musste, will ich nicht zählen noch bin ich darauf stolz oder blicke in Selbstmitleid darauf zurück, denn heute weiß ich: Alles, was in unseren zahlreichen Leben geschieht, ist neutral. Wir selbst sind es, die daraus etwas Gutes oder Schlechtes, etwas Spirituelles oder Profanes machen durch unser Urteil darüber. Urteile, die uns zwingen in ihrem Sinne zu leben. Urteile, die uns dunkle Täler schaffen. Dunkle Täler, aus denen wir raus wollen. Und ich wollte da raus.
Aber ich brauchte sie, diese dunklen Täler, ich brauchte die vollständige Zertrümmerung meines alten Ichs und seiner Vorstellungen über das Leben, die Liebe und Gott. Ich brauchte die absolute Hoffnungslosigkeit, die absolute Machtlosigkeit, die absolute Verzweiflung sowie die totale Zerstörung all dessen, was ich bisher glaubte zu wissen und zu sein.

Ich brauchte mein Leid und das Leiden an diesem Leid so sehr, dass ich es sogar anderen antat, nur um davon genug abzubekommen.

Ich glaubte tief in mir drinnen, dass ich das wirklich brauchte. Und ich brauchte es tatsächlich, so wie wir das alle brauchen. Du brauchst es. Ich brauchte es. Bis zu dem Punkt, an dem es keine Steigerung mehr gab und ich von selbst zu Gott rief und flehte: „Herr, ich habe jetzt genug! Ich habe wirklich-wirklich genug. Ich bin es müde, mich selbst leiden zu sehen. Ich bin es müde, andere leiden zu sehen. Ich habe wirklich genug jetzt!“. Und das tat ich eine ganze lange, schrecklich schöne, schmerzvolle Nacht hindurch, nach all den dunklen Tälern, durch die ich mich und meinen Nächsten gejagt hatte in meiner Sucht nach vorsätzlicher Blindheit vor dem Offensichtlichen. Und Gott antwortete, wie immer, jedoch nicht, bevor ich vom Flehen, vom Weinen und Bereuen genug hatte und auch mit meiner Selbstverurteilung an die letzte Grenze stieß. Er sagte nur: „Ich weiß!“.

Der Moment, in dem ich aus tiefstem Herzen, in aller Aufrichtigkeit zu der ich fähig bin, beschloss, nicht mehr leiden zu wollen, war jener Augenblick, da ich mich einer Liebe öffnete, und zwar das erste Mal wirklich in Hingabe, die mir Inkarnation über Inkarnation angeboten wurde, die ich aber mehr fürchtete als alles, was ich jemals gefürchtet habe.
Es war die Liebe des Christus. Jene Liebe, die meinen Tod bedeuten würde, meine Auflösung. Denn du kannst nicht wirklich lieben, wenn du nicht bereit bist zu sterben. Du musst nicht bereit für deinen physischen Tod sein, sondern vielmehr für den Tod des Egos. Es ist der Tod deines selbstsüchtigen, leidvollen, besitzergreifenden, unersättlichen Egos, das sterben muss, um ein neues Ego zu gebären. Ein Ich, das sich mehr wie eine Quelle als ein Schlund anfühlt. Ein Ich, das mehr ein Selbst als ein Ich ist.

Erst als ich meine Bereitschaft zum Tod meiner alten Form aus tiefstem Herzen zum Ausdruck brachte, wurde mein Herz auch tatsächlich offen für diese Liebe. Eine Liebe, von der ich spüre, dass sie mich niemals wieder abhängig machen wird von einer bestimmten Form, in der sie sich zu äußern hat, oder von einem bestimmten Menschen, zu dem sie fließen soll. Eine Liebe, die da sein darf für jeden im selben Maße aber auch für jeden auf besondere, einzigartige Weise. Eine Liebe, die weder mich an andere noch andere an mich zu binden wünscht, um damit alle Türen zu öffnen, damit echte Beziehungen möglich werden.
Eine Liebe, deren Ende ich niemals erreichen werde oder will. Eine Liebe, die täglich wächst, auch wenn ich sie nicht jeden Tag auf dieselbe Weise in derselben Kraft spüren kann, aber ich weiß, sie ist da. Ich weiß es. Und das ist auch das Einzige, was ich heute weiß.

Ich habe niemals weniger gewusst als jetzt. Ich war niemals weniger irgendwie, irgendwo mit irgendwem, der irgendwann kommen würde, als jetzt. Aber ich war auch niemals erfüllter, dankbarer und demütiger mit mir selbst und allen anderen als jetzt.

Ob ich glaube, fertig zu sein?

– Nein, das bin ich wahrlich nicht, weil ich spüre, dass ich erst jetzt richtig begonnen habe; und ich weiß noch nicht einmal genau, womit. Es ist nicht mehr wichtig zu wissen, zu verstehen, einzuordnen oder zu steuern. Es ist nichts mehr wichtig und nichts mehr unwichtig. Es alles nur noch so, wie es ist. Es ist alles angenehm leer, weil es so überreichlich voll ist. Es ist da nur noch das fünfjährige Kind, welches ich wieder bin, das sich staunend einem Leben hingibt in der intuitiven Erkenntnis, dass es nichts anderes gibt als Liebe.

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Wie du wahrhaft frei wirst


Du sollst lernen, frei zu werden. Um wirklich frei zu sein, musst du aufhören, dich selbst und andere zu beschränken. Dazu ist es nötig, die Fähigkeit in dir zu kultivieren, so frei und weit als möglich zu denken, denn jeder Gedanke ist ein Körper und jeder Körper ist begrenzt. Je größer du also denkst, desto mehr Raum entsteht für dich selbst aber auch für deinen Nächsten. Deine einengensten Gedanken sind die Urteile, die du über dich und andere fällst. Damit musst du aufhören, wenn du aus der Welt einen Ort der Nächstenliebe machen willst, von der du letztlich am meisten profitieren wirst, denn wenn du deinen Nächsten liebst, dann wird er irgendwann auch dich lieben. Damit seid ihr beide frei und erlöst. Beginnen damit aber musst du, nicht dein Nächster. Und der erste Schritt dahin ist, andere Menschen nicht mehr zu verurteilen, zu verdammen oder zu richten, sie nicht mehr in die engen Grenzen deines Denkens zu sperren. Du selbst möchtest schließlich auch nicht in der Verurteilung durch einen anderen gefangen sein.

Ich weiß ohne jeden Zweifel, dass in YHWH, der Allmächtigkeit, alle Wesen gleich sind, auch wenn es dir schwer fällt, das zu glauben, weil vieles in dieser Welt auf Ungerechtigkeit hinweist. Doch diese Ungerechtigkeit haben wir alle in Gemeinschaft erschaffen. Nur gemeinsam können wir sie beenden, indem wir die Liebe des Allmächtigen auf jeden unserer Brüder und Schwestern ausdehnen. Dazu ist es nötig, sich auf den Christus zu besinnen. Und wenn ich zu dir vom Allmächtigen, von YHWH spreche, dann meine ich damit in erster Instanz Liebe, obwohl YHWH weit mehr ist als das. Es ist mehr als dein und mein Verstand jemals ermessen könnten. Daher verwende ich dafür gerne auch den Begriff „Liebe“, weil Liebe das höchste Empfinden, der erhabenste Gedanke, die edelste Tat ist, zu der wir auf dieser Ebene unserer Erfahrung fähig sind. Doch wenn ich das Wort „Liebe“ verwende, dann denkst du vielleicht zwangsläufig an Händchenhalten oder Herzschmerz. Sage ich Gott, dann denkst du womöglich an die Kirche, den Papst und Ähnliches. Ich aber meine weder Dieses noch Jenes. Worauf ich mich meistens beziehe ist YHWH in Form von Liebe und Liebe in Form von YHWH. Durch die individuelle Semantik entstehen automatisch Widerstände und Missverständnisse beim Gebrauch der Sprache. Dies lässt sich nicht vermeiden, egal wie geschickt wir uns beide in unserer Kommunikation auch anstellen mögen. Daher einigen wir uns einfach darauf: YHWH ist Liebe und Liebe ist YHWH.

Um mich zu verstehen und damit ich mich dir verständlich machen kann, müssen wir also beide lernen, einander zu empfinden. Du wirst mich zwischen den Worten, du wirst mich in meinen Aussagen fühlen, so wie ich dich während des Schreibens fühle, ohne dich zu sehen, ohne dich persönlich zu kennen. Dennoch fühle ich dich als einen Teil dessen, was auch ich bin. Daher ist es wichtig, aus dem Verstand herauszutreten, wenn wir miteinander kommunizieren, denn jeder Gedanke ist ein begrenzender Körper, der uns einengt in hinderlichen Grenzen. Wir müssen fühlen, wenn wir einander finden möchten, und zwar da, wo wir gleich sind. Im Fühlen sind wir unbegrenzt und in unseren Herzen sind wir gleich. Darum fühle ich dich, während ich für dich schreibe. Und du kannst mich fühlen, während du liest, was ich für dich übermittle.

Wenn ich dir also sage, in YHWH sind alle Wesen gleich, dann weiß ich, was ich damit meine. Du aber weißt es ebenso, auch wenn du es manchmal nicht wissen möchtest und daher so tust, als gäbe es bessere und schlechtere Menschen, weil die einen das tun, was dir gefällt, und die anderen etwas anstellen, das dir missfällt. Ich aber sage dir, kümmere dich nicht um das, was andere tun oder lassen, woran sie glauben und wie sie denken. Es liegt nicht in deiner Verantwortung. Übernimm einfach die Verantwortung für dein eigenes Denken und Handeln. Denn wenn du mit YHWH (mit Liebe) denkst und handelst, wirst du damit andere beeinflussen, ohne auch nur ein einziges Wort sagen zu müssen.

Nächstenliebe ist nur dann möglich, wenn man Verantwortung für sich selbst übernimmt. Tue das Beste, das du für dich selbst und andere tun kannst, und überlasse YHWH den Rest. Du bist nicht verantwortlich für das, was andere tun. Andere sind aber auch nicht verantwortlich für das, was du tust. Dennoch unterscheiden sich deine Handlungen meist nicht wesentlich von jenen deines Nächsten. Ihr macht oft die gleichen Fehler. Das ist auch gut so, denn Fehler sind die Grundlage, um etwas Neues zu lernen. Indem du einen Anderen dafür verurteilst, dass er Fehler macht, gibst du selbst vor, fehlerfrei zu sein. Aber das bist du nicht. Und selbst wenn du deine Fehler zugibst, tust du es in einem Sinne, als wären deine Fehler immer ein bisschen weniger schlimm als jene deines Nächsten. Dabei machst du keine „besseren“ Fehler als deine Mitmenschen, sondern bloß andere Fehler. Es ist okay, Fehler zu machen, denn Fehler sind die Basis, um daraus zu lernen. Also segne alle Fehler, segne deinen Nächsten, segne dich und ändere, was du für dich selbst ändern kannst anhand deiner Einsicht. „Gehe hin und sündige nicht mehr!“
– Das bedeutet: Wiederhole deinen Fehler nicht mehr.

Und da du nun weißt, dass es ein Fehler ist, andere für ihre Fehler zu verurteilen, solltest du daraus lernen, nicht mehr zu verurteilen. Du solltest daraus lernen, dich und andere aus der Verurteilung zu befreien. Und dich und andere zu befreien heißt, dich und andere zu lieben. Dich und andere zu lieben äußert sich dadurch, dich und andere innerhalb deines Bewusstseins aus aller Schuld zu entlassen, denn dadurch bringst du dich und andere an den einzigen Ort, wo Liebe sein kann – in das Königreich des Himmels. Du bringst dich und deinen Nächsten in den einzig unbegrenzten Raum der Liebe YHWHs. So bist du wahrhaft frei. Und nur so.

Bete dazu täglich folgendes: „Ich bin frei von Schuld. Alle anderen sind frei von Schuld. Ich bin frei von Leid. Alle anderen sind frei von Leid.“

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Meditation als Weg


Jedes Wort über Meditation ist in Wahrheit ein verlorenes Wort. Niemand kann dir erklären, was Meditation ist. So wie dir niemand erklären kann, was Liebe ist. So wie dir niemand erklären kann, was Leben ist. Du musst die Liebe, du musst das Leben, du musst den Bewusstseinszustand der Meditation selbst erfahren, um zu begreifen, was es ist.

Und auch wenn dir niemand diese Dinge erklären kann, so werden Erwachte nicht müde, es zu versuchen – das ist der Weg des Bodhisattva, der hoffnungsvolle Weg des Buddhas, der liebende Geist des Christus. Der Buddha, der Christus muss dich über den Weg der Meditation anrufen. Er muss auf diesem Wege zu dir finden, ob er das nun möchte oder nicht.
Daher kann ein Erwachter nicht anders, als dich auf den Pfad der Meditation zu führen, denn er ist Werkzeug des Buddhas, er ist Instrument des Christus geworden. Er muss versuchen, dir zu erklären, was Meditation ist, auch wenn er weiß, dass es unmöglich ist. Er muss es versuchen, damit du dich aufmachst, Meditation für dich zu erfahren. Der Erwachte muss das Unmögliche versuchen, damit für dich das möglich wird, was du bisher für unmöglich gehalten hast. Das ist das Schicksal eines Erwachten. Und das Schicksal eines noch Schlafenden ist es, einem Erwachten zu begegnen, der ihn an wahre Meditation heranführt.

Meditation ist keine Technik. Meditation ist ein Bewusstseinszustand. Es ist der vierte, der essenziellste Bewusstseinszustand neben Wachen, Schlafen und Träumen. Ohne diesen Bewusstseinszustand kannst du keine wahre Erfüllung finden, du kannst ohne ihn niemals dir selbst nahe kommen. Bislang hat man dir diesen Zustand unterschlagen, weil niemand echtes Interesse daran hatte, dass du bewusst wirst, dass du dir selbst nahe bist.

Dennoch ist Meditation der essenziellste Bewusstseinszustand, den der Mensch erreichen kann. Ohne ihn wanderst du weiterhin blind und leer und innerlich nach Hilfe rufend durch die Welt. Ohne ihn bleibst du dieses kleine, wütende, begehrende, verzweifelte Ich, dessen Leben stets zweifelhaften Sinn hat. Ohne Meditation bleibst du unerfüllt und für immer abhängig von äußeren Umständen. Du bleibst ein Spielball deiner Launen und jener der Welt. Du bleibst Bettler, der vom Paradies träumt. Daher ist Meditation essenziell. Meditation ist keine Technik. Aber es gibt eine Technik, die dir hilft, diesen Bewusstseinszustand zu erlangen.

Meditation ist der Weg des erhabensten Hinhörens, der Weg reinster Wahrnehmung dessen, was jetzt so ist. Meditation ist die absichtslose Absicht, der höchsten Wahrheit zu lauschen. Es ist der heiligste Weg der Kommunikation zwischen der Göttlichkeit und dem Geschöpf. In der Meditation gewinnst du die Fähigkeit zurück, dir selbst, deinem wahren, authentischen Selbst vollkommene, ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, ohne dem Gedankenwahnsinn deines Ego-Ichs zu unterliegen.

Um wahre Meditation zu erfahren, musst du bereit sein, für kurze Zeit zu sterben. Du musst den Mut aufbringen, dein kleines, hungriges, laut schreiendes Ego-Ich für den Moment des Jetzt-Hier-Seins aufzugeben. Du musst die Kraft haben, alle Wahrheiten, die du bisher für die Wahrheit gehalten hast, loszulassen. Du musst all das, was du zu wissen glaubst, als Nicht-Wissen erkennen. Du musst dieses „Du musst“ bedingungslos akzeptieren. Erst dann, wenn du bereit bist, all dies zuzulassen, erst dann wirst du leer und offen und frei für das, was echte Meditation ist.

Solange du denkst, meditierst du nicht, solange du meditierst, denkst du nicht. Und da wo kein Gedanke mehr ist, da stirbt dein Ich, da erlischt das Ego, da tritt dein wahres Selbst hervor. Da, wo dein Denken nicht ist, da, wo dein Ich nicht ist, da ist die höchste Wahrheit. Da ist Gott, der sich selbst im Sein beobachtet. Meditation ist jener Zustand, in dem Gott zu Gott zurückgefunden hat. Doch solange du da bist, ist Gott nicht da. Und solange Gott da ist, bist du nicht da. Du musst lernen, dich aufzulösen, damit du vollkommen präsent sein kannst.

Als ich selbst mit Meditation begann, war ich sieben Jahre alt. Das war im Jahre 1979. Seit dem meditiere ich. Jeden Tag. Zweimal täglich. Und daher sehe ich mich in der Lage, dir wahre Meditation nahe zu bringen. Ich werde dir zwar niemals beschreiben können, wie Meditation sich anfühlt, denn das musst du ganz für dich selbst erfahren, aber ich kann dir sehr konkret sagen, was sie dir bringen wird:

 • Durch Meditation kommst du dir selbst so nahe, dass du wieder eins bist mit der Quelle.

 • Mit regelmäßiger Meditation wirst du viel entspannter werden. Auch in Situationen, die dich früher gestresst haben. Du wirst einfacher und schneller entspannen können.

 • Deine Aufmerksamkeit sowie deine Konzentrationsfähigkeit werden sich verbessern und deine Wahrnehmung klärt sich zunehmends.

 • Dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl steigern sich. Und weil du immer besser mit dir selbst klar kommst, werden sich auch die Kontakte zu anderen Menschen verbessern. Deine Partnerschaften werden tiefer und du wirst Menschen elementar verstehen und auf sie eingehen können.

 • Du wirst ein tieferes Verständnis dafür entwickeln, weshalb du hier bist und ein ganzheitliches Empfinden für dein Leben und das Leben im Allgemeinen aufbauen.

 • Meditation wird dir Einblick gewähren in das, was möglich ist, wenn du dich in deinem Leben zu Höherem entwickelst. Sie wird dich zu deiner wahren spirituellen Natur führen.

 • Deine Gesundheit und deine Beziehung zu deinem Körper wird sich verbessern und deine Leistungsfähigkeit und Kreativität wird sich signifikant steigern.

 • Du wirst innerlich frei und gelöst. Das Sklaventum an der Welt, unter dem du bisher gelitten hast, findet ein Ende. Du wirst zwar unendlich bewusster in der Welt, aber niemals mehr von ihr sein.

Vieles wird dir als Meditation angeboten, doch das Wenigste davon ist Meditation. Als Faustregel gilt hier: Solange du dabei denken oder Anweisungen befolgen musst, solange meditierst du nicht, denn da, wo das Denken ist, kann Meditation nicht sein. Solange du denkst, meditierst du nicht, solange du meditierst, denkst du nicht.

Ich lade dich von ganzem Herzen dazu ein, bei einem meiner Seminare mehr zu erfahren.

Wenn du echte Meditation auch in der Praxis erfahren und Integrale Transzendenz nutzen möchtest, dann klicke hier: ZUM SEMINAR →

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