Andersmensch TV – Flucht vor negativen Gefühlen?


Ein wirklich erfüllender Umgang mit Gefühlen & Emotionen wurde uns weder in der Schule noch von unseren Eltern beigebracht. Im Verlauf unserer Reifung entwickeln wir dies mühsam selbst. In der Regel scheitern wir jedoch an sogenannten „negativen“ Empfindungen…
Viel Freude beim Schauen.

Herzlichst,
dein Andersmensch

© 2018 video by David P. Pauswek – der Andersmensch. © 2018 music by traum:teiler. Video produced by alphawolf studios. All rights reserved.


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Warum du nichts versprechen sollst


Wir alle erleben Enttäuschungen. So gut wie jeder weiß mittlerweile, dass eine Ent-Täuschung das Ende einer Täuschung bedeutet. Im Grunde wäre das etwas Schönes, über das man sich freuen dürfte, denn wer täuscht sich schon gerne? Trotzdem schmerzt es, an etwas zu glauben, das sich dann anders oder gar nicht erfüllt. Dennoch täuschen wir uns. Wir sind sogar Meister im sich Täuschen. Wir beharren nahezu darauf, uns in allem und jedem zu täuschen, weil wir gerne idealisieren, dramatisieren oder projizieren. Es ist uns offenbar ein Bedürfnis, uns selbst und andere zu täuschen. Irgendwie scheinen wir das zu brauchen, sonst würden wir ja damit aufhören. Gerne ziehen wir jedoch die Täuschung, besonders aber die Selbsttäuschung, der Wahrheit vor.

Eine der häufigsten Täuschungen mit äußerst hohem Enttäuschungs-Potenzial liegt in unserem Drang, etwas versprechen zu wollen. Viel Schmerz und folglich auch Leid durch Vertrauensbruch entsteht aus Versprechen, die wir geben, aber dann brechen, weil wir sie nicht halten wollen oder können. Jeder kennt es: „Ich werde immer für dich da sein!“/ „Ich werde dich ewig lieben!“/ „Papa holt dich heute zeitiger vom Kindergarten, versprochen!“/ „Beste Freunde auf Lebenszeit!“/ „Ich bin sicher pünktlich!“/ „Nein Schatz, das werde ich bestimmt niemals wieder tun!“ etc.

Kaum ein Viertel aller Versprechen wird gehalten. Einige werden vorsätzlich, die meisten aber unbeabsichtigt gebrochen. Daher solltest du aufhören etwas zu versprechen. Im spirituellen Sinne ist ein Versprechen ein Zeichen von Arroganz gegenüber der Göttlichkeit. Durch ein Versprechen gibst du dich dem Irrglauben hin, stärker, größer oder mächtiger als Gott, das Schicksal oder der Zufall zu sein. Durch ein Versprechen willst du ein Ergebnis garantieren, für das du in Wahrheit gar keine Garantie abgeben kannst. Du vergisst allzu gerne, dass du ein sterblich Wesen bist. Du vergisst, dass jeden Augenblick dein Tod eintreten kann. Du bist so sehr in deinem Wahn von Sicherheit und geplanter Zukunft gefangen, dass du glaubst, du hättest alle Unwägbarkeiten im Griff. Ein Zug, der sich verspätet, ein Stau, ein Unfall, ein Mensch, in den du dich plötzlich unsterblich verliebst, ein Unwetter, ein geplatztes Geschäft, ein Rückfall oder einfach nur ein Wecker, den du nicht gehört hast – wie getraust du dich da etwas zu versprechen? Wie kannst du es wagen, einem Menschen, der dir vertraut, etwas in Aussicht zu stellen, von dem du nicht sicher sein kannst, dass du es ihm geben wirst können?

Du kannst das Ergebnis deiner Gedanken, Worte und Taten nicht hundertprozentig abschätzen. Vielleicht nimmst du dir fest vor, etwas so oder so zu tun, gibst dir dabei äußerst Mühe, aber dann kommt dabei doch etwas ganz Anderes heraus als du wolltest, weil du eben nicht alle Unwägbarkeiten abschätzen kannst. Weil du eben ein Mensch und kein Gott bist.

Du solltest daher keine Versprechen mehr abgeben. Du solltest nur noch deine ehrliche Absicht zu etwas kundtun. Dazu musst du vorher aber auch sehr genau dein Herz prüfen, denn eine Absicht sollte immer aus vollem Herzen verkündet und daher rein und aufrichtig sein, sonst ist es keine gute, sondern eine böse Absicht.

Wenn du heiratest, dann versprich nicht „Bis dass der Tod uns scheidet!“, sondern verkünde lieber die Absicht, mit diesem Menschen so lange leben zu wollen, wie es euch beiden gegeben ist, aber lass die Finger von „niemals“ oder „immer“. Versprich nicht, sondern hege vielmehr eine reine, aufrichtige Absicht, die du kundtust. Das wäre ehrlich. Das wäre realistisch. Das birgt nicht solch scharfe Klingen in sich wie ein Versprechen, das du zwar aus einer Stimmung heraus gibst, aber vielleicht niemals wirst halten können.

Du bist ein Mensch. Menschen ändern sich. Menschen irren sich. Menschen machen Fehler. Menschen haben ein Schicksal oder unterliegen der höheren Gewalt des Zufalls. Menschen haben gar kein Recht, etwas zu versprechen. Nur Gott allein hat dieses Recht. Niemals aber ein Mensch. Du kannst eine ehrliche, reine Absicht hegen und diese auch kundtun, indem du sagst: „Meine Absicht ist es, pünktlich zu sein!“/ „Meine Absicht ist es, dir stets beizustehen!“/ „Ich hege die aufrichtige Absicht, den Rest meines Lebens bei dir zu bleiben!“/ „Ich beabsichtige mich zu bessern!“ / „Meine Absicht nicht mehr zu trinken ist aufrichtig!“ Aber du hast kein Recht, etwas zu versprechen, denn du kannst nicht garantieren, es zu halten.

Wir alle wären schon als Kind weniger verletzt worden, wenn man uns nicht so vieles versprochen sondern einfach nur Absichten verkündet hätte. Wir alle würden weniger die Ehe brechen, weniger Trennungen und Enttäuschungen erleben, wenn wir uns nicht ständig gegenseitig mit Versprechungen von ewiger Liebe und Treue belügen und unter Druck setzen würden. Wir könnten unsere Führer und Politiker mehr achten, wenn sie uns weniger versprächen. Wir alle wären zufriedener, wenn wir mehr Demut gegenüber diesem übermächtigen Universum demonstrierten, indem wir weniger versprechen, dafür aber reinere Absichten hegten.

Eine ehrliche Absicht ist etwas total Ehrbares. Eine Absicht ist etwas Reines, wenn sie als eine solche aus dem Herzen verkündet wird. Eine Absicht zu äußeren, die wirklich aufrichtig gemeint ist, zeugt von Respekt dir selbst und dem Anderen gegenüber, sowie von Respekt gegenüber Gott, dem Leben, dem Schicksal und dem Tod. Durch die Absicht versprichst du kein unabsehbares Ergebnis, sondern bezeugst den aufrichtigen Willen, den Weg zu diesem Ergebnis einschlagen zu wollen, ohne das Ergebnis vorwegzunehmen durch eine zweifelhafte Garantie.

Ein Versprechen aber ist im Grunde eine schön verpackte Lüge mit eingebautem Zufallsgenerator. Hast du Glück, dann wird daraus Wahrheit. Meist aber hast du Pech und das Versprechen bleibt eine in sentimentalen Momenten schön formulierte Lüge. Du bist ein sterblich Wesen, du kannst gar nichts versprechen, denn du hast nicht die Macht, ein Versprechen unter allen Umständen zu halten. Eigentlich solltest du das wissen, denn du selbst hast es oft genug am eigenen Leibe erfahren, dass jene Versprechen, die man dir gab, nie eingehalten wurden. Aber dennoch bist du bereit, selbst eines abzugeben?

Nur ein Lügner oder ein Narr gibt ein Versprechen – der Weise aber hegt eine aufrichtige Absicht, die er mit seinem ganzen Herzen verfolgt. Und erfüllt er sie nicht, weil es aus irgendwelchen Gründen unmöglich ist, dann lädt er keinerlei Schuld auf sich, denn er hat ja nicht gelogen, sondern nur seine ihm überschaubaren Möglichkeiten zu einer Aussage dir gegenüber als aufrichtigen Willen kundgetan.

Lass die Versprechen sein, denn sie sind Sünde! Deine aufrichtig verkündete Absicht reicht völlig aus, denn sie ist Wahrheit.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2017 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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Ganzheitliche Akzeptanz ist der höchste spirituelle Akt


Solange du Wut, Zorn, Angst, Eifersucht, Neid, Zweifel und ähnliche Empfindungen als „negativ“ deklarierst, bist du weit entfernt davon, ein authentisches, wahrhaft spirituelles Leben zu führen – du bist dann wohl eher Mitläufer der zeitgeistlichen, aber verblendeten Licht & Liebe-Welle, die sich vielmehr wie das Glücksbärchi-Land für Neurotiker anlässt, denn ein Weg, um deinem wahren Selbst näher zu kommen.

Kein Kind erachtet seine Wut, seinen Zorn, seine Eifersucht als negativ – es spürt instinktiv, dass diese Empfindungen gesund und menschlich sind; es hat das natürliche Bedürfnis, diese Empfindungen auszuleben. Erst mittels der Konditionierung durch eine neurotische Gesellschaft wird dem Kind das Recht auf diese Gefühle geraubt – es lernt sie zu unterdrücken, zu verbergen, zu kaschieren. Das Resultat davon sind Psychosen, Neurosen, Magengeschwüre, Tumore usw.

Solange du deine Menschlichkeit einseitig lebst, solange du natürliche Aspekte deines Menschseins verleugnest, unterdrückst oder versteckst, solange bist du weit entfernt von einer authentischen Spiritualität – du wirst bloß zum selben Heuchler wie viele Führer, Priester und Politiker.

Diese Welt ist dual, sie ist bipolar – auch du bist dual, auch du bist bipolar, denn das macht das Menschsein aus. Du wirst hoffnungslos verzweifeln, du wirst dich weiter ins Unglück stürzen, solange du jenen folgst, die dir weismachen möchten, es gäbe Licht ohne Schatten. Du wirst niemals du selbst sein, wenn du nicht erwachst aus dem Urteil über deine Empfindungen – „positive“ und „negative“ Empfindungen sind eine Erfindung deiner Sklaventreiber, sie sind Konstrukte einer knechtenden Psychologie, die dir einen fiktiven Norm-Menschen vorgaukelt, nach dem du dich entwickeln solltest. Dadurch soll eine Spaltung in dir entstehen, dadurch möchte man dich von Geburt an als „pathologisch“ stigmatisieren, damit man dich leichter manipulieren kann. Du sollst dich für gewisse Gefühlsregungen schuldig fühlen, du sollst deshalb Pillen schlucken, Coaches und Gurus aufsuchen, die dich davon „heilen“ möchten – du kannst das Licht nicht vom Schatten heilen und auch den Schatten nicht vom Licht, aber du kannst beides als ein Ganzes akzeptieren, du kannst sie als untrennbar vereint annehmen, und damit ist alle Heilung vollzogen, denn einer anderen bedarf es nicht.

Jede Empfindung in dir ist natürlich, jede Empfindung in dir ist im Einklang mit der Existenz – wäre dem nicht so, dann wärst du mächtiger als die Existenz, du stündest über der Göttlichkeit, denn dann könntest du durch irgendeine deiner Empfindungen gegen die Existenz verstoßen, du könntest Gott seiner Allmacht berauben, indem du zornig wirst, indem du ängstlich bist, indem du Zweifel verspürst… Das ist töricht! Du kannst durch nichts, was du tust, gegen die Existenz sein, denn sollte etwas nicht sein, dann wäre es nicht. Sollten Wut, Zorn, Angst, Eifersucht, Neid, Zweifel und ähnliche Empfindungen nicht im Sinne der Göttlichkeit, im Sinne der Natur sein, dann gäbe es sie von vornherein gar nicht.

Und bekräftige nun nicht, du seist gekommen, um diese Empfindungen zu überwinden – das klingt in etwa so, als sei der Sommer gekommen, um den Winter zu besiegen, oder als bräche der Tag an, um die Nacht aus der Welt zu schaffen, als könne Wärme für immer Kälte auslöschen. Es klingt zu sehr nach konditioniertem Leistungsdenken; es klingt, als erwarte das Leben, Gott, die Existenz eine gewisse Leistung von dir. Du musst auf deinem spirituellen Wege nichts leisten und du kannst auf diesem Wege auch niemals scheitern.

Du kamst weder in diese Welt, um etwas zu leisten oder zu überwinden, noch um etwas zu besiegen oder auszulöschen – du kamst, um das Leben zu erfahren in seiner Ganzheit. Die ganzheitliche Erfahrung deines Menschseins in all seinen Aspekten ist der spirituellste Akt, den du hier auf Erden erfüllen kannst – es gibt keinen höheren spirituellen Akt auf dem Planeten Erde.

Wenn auch du in dir selbst ankommen und ganzheitliche Akzeptanz entwickeln willst, um deine Lebensverdindung verstärkt zu kultivieren und zum Quell der Seele vorzudringen, dann klicke hier: ZUM SEMINAR →

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© 2012 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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