Liebe endlos


Als wir einander begegneten,
waren wir nichts weiter als verwilderte Seelen,
im Morgengrauen nach dem Gestern suchend.
Menschen wie wir beide hatten nie Freude
an leichtgängigen Dingen und seichten Begegnungen.
Man sagte uns nach,
wir würden zu viele Chancen gewähren,
verzweifelt versuchen,
Verlorenes zu retten.
Doch wir konnten nicht genug davon bekommen,
einander zu verlieren und wieder zu retten,
uns Chancen zu geben und sie wieder zu nehmen.
Menschen wie wir begegnen einander nur einmal
in jedem Jahrzehnt,
wenn irgendwo in der Unendlichkeit,
da draußen im All,
ein Doppelstern geboren wird.
Heute wissen wir,
weder Zeit noch Entfernung zählt,
denn du lebst in mir und ich lebe in dir.
„Ich habe Angst zu fallen!“ sagtest du.
„Aber ich habe Schwingen!“ antwortete ich.
Und aus zwei verwilderten Seelen wurde
ein ganzer Kosmos von Engeln.

© 2015 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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Mondblut


Ich ersehne dich
und den Weihrauch der Nacht.
Ich ersehne dich
und das Blut des Mondes im Juli.
Ich erflehe das Bad
in der Flamme deines Lichts.
Kalt und silbrig die Hoffnung
in stillen Tränen,
gefolgt von Jahren,
die die Unschuld meiner Liebe
nährten.
Ich erbitte dich
und den Schmerz,
der du bist.
Ich erflehe den Tanz
im Feuer deiner Liebe.
Ich ersehne dich
und das Mondblut auf weißen Laken.
Warm und schillernd der Abschied
in deinem Lächeln,
abgelöst von jenen Augenblicken,
die die Hoffnung auf dich
erstickten.
Ich ersehne dich.

© 2012 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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Weib (zum Weltfrauentag)


Sofern ich, Mann, ohne dich leben könnte, Weib, ich würde ein solches Dasein vorziehen. Du aber erscheinst schlicht unwiderstehlich wie die Mondin in jener kühlen Mystik deiner Weiblichkeit – unfassbar, schön, erschreckend tröstlich.
– Wie soll ich, Mann, da jemals von dir lassen? Wie soll ich jemals der Entdeckungsreise durch die Topografie deines unergründlichen Wesens abschwören?
Allein dein Duft besitzt sanfte Gewalt – so machtvoll, dass man(n) mit einem Atemzug Mama vergisst. Und dann berührst du mit Vorliebe da, wo man(n) nur selten berührt werden möchte – in der Seele.
Die natürliche Strenge deiner Gegenwart vermag das geistige Eisen eines Mannes zwar niemals zu brechen, in deiner Weiblichkeit aber biegst du es zu feinen Ornamenten. So wandelt sich das wild lodernde Herz des Jägers zu dauerhaft kultivierter Glut. Weib, das ist jener totale Augenblick, in dem ein Mann in die Knie gehen möchte, um dir all sein Eisen, seine ganze Erde zu widmen.
Du bringst es fertig, machst aus dem Narren einen Kaiser.
Dann gebärst du Kinder und vermittelst hinterher den Eindruck, als wäre das ähnlich leicht, wie ein Lied zu summen – wie soll man(n) da nicht lernen, dich zu fürchten im schönen Sinne?
Du lächelst, obwohl dir Tränen die Seele hinab laufen, wirst zum Mut, zum Schiff, zum Kompass durch das Leben eines Mannes, obwohl du ebenso der Ozean mit wechselhaftem Wellengang bist.
Und bei all dem kannst du gnadenlos grausam aber trotzdem sanft wie Vanillesoße sein.

Wenn alle Freunde mir den Rücken kehren, Weib, dann bist du jenes Wesen, das hinter ihnen die Türe schließt mit mildem Lächeln, um deine Liebe wie einen wärmenden Mantel des Trostes zu spenden.
Den betrunken Kerl kannst du nach hause bringen, aus profanen Dingen Kunstwerke zaubern, es gemütlich richten, lächelnd heilen.

Du kannst total Weib sein – ganz deiner Natur gemäß einem Mann auf die Nerven gehen, ihn an die Wand reden oder sanft machen, wenn er rasend war. Einen Bestseller machst du ihn schreiben, einen Nobelpreis gewinnen. Den Haushalt führst du nebenher, bist während dessen sogar noch reizend Schönheit.
Du kannst total Weib sein – in weicher Umarmung wie warmes Wachs an seinen Körper fließen, ihn spinnen in das schillernde Geflecht deiner Umgarnungen und dennoch von seiner Freiheit säuseln.
Du begreifst zwar die Maschine nicht, weil du die Maschine auf der Gefühlsebene verstehen möchtest – darin aber, so hat es den Anschein, findest du herrlich Gründe für Hysterie.
Einen Kontinent wirst du nicht entdecken, ein Ungeheuer nicht erschlagen, weil du dazwischen sicher pinkeln musst, und in den Füßen ist dir kalt, wenn andere bereits Schweißsocken haben. Du blutest regelmäßig, ohne daran zu sterben.
Nähe verlangst du oftmals genau dann, wenn der Mann wieder mal ein tolles neues Spielzeug gekauft hat, und willst einfach manchmal nicht kapieren, was man(n) dir zu sagen bemüht ist, aber weißt oft genug präzise das zu sagen, was man(n) hätte sagen sollen.
Verlässt du, so tauscht all die süße Wärme mit bitterer Kälte. Du verwandelst dich für einen Mann immer genau dann in das, was man(n) eigentlich immer wollte, wenn du wieder mal gehen möchtest.

Du bist fähig, mich in den Wahnsinn zu treiben, weil ich nicht ohne dich sein kann, weil auch du nicht ohne mich sein kannst.
Liebe – das ist es, was ich dir geben darf, soll, muss. Liebe – das ist jenes Haus, von dem ich im Garten der Zeit versprach, es dir zu errichten, um dich in der Ewigkeit über seine Schwelle zu tragen. Liebe – weil du ein Rätsel, ein ewiges Mysterium, ein Weib bist.
Ich danke der Existenz, dass es dich gibt, Weib! Denn nur zusammen sind wir ganz…

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Blüten dieses Baumes


Ich möchte wissen, dass du liebevoll und zärtlich mit dir selbst umgehst, weil du erkannt hast, du bist eine einzigartige Blüte am Baum des Lebens. Es würde mein Herz froh machen zu wissen, dass du deine eigene Zerbrechlichkeit liebst, weil sie dich zu dem Wunder macht, das du bist.
Es wäre mir eine Freude, wenn deine Farben schillern und hell erstrahlen dürften wie die Flügel eines Schmetterlings im Sonnenlicht, und du herrlich sein dürftest, weil du an nichts gemessen werden kannst.
Alles Zarte ist sanft zu berühren, so wie du sanft zu berühren bist in deiner Seele, die so fragil, so weich und einmalig ist wie ein Augenblick im Frühling, in dem dich ein Fremder freundlich anlächelt, wenn du traurig bist, wie der erste Schrei eines Neugeborenen, wie die Wärme eines Regentropfens im Juli.
Ich würde dir von Herzen wünschen, du könntest in einer Welt leben, in der du deine ganze Sanftheit ausleben darfst, ohne dass man sie dir als Schwäche zur Last legen möchte, indem man auf dich tritt wie auf einen kleinen bunten Käfer, dessen Namen man nicht kennt, weil man sich hastend und blind vor Furcht um das eigene Überleben sorgt.
Ich möchte für dich und mich beten, damit wir eines Tages keine Angst mehr voreinander haben müssen, da wir beide wissen: Wir sind zarte, vergängliche Blüten am selben Baum desselben Lebens.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Farewell, Jeanne d’Arc!


Ich sah dich hoch zu Ross
in einer schimmernden Rüstung,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön.
Raue Winde des Schicksals
griffen durch dein wildlanges Haar,
trugen den Duft deines Mutes
schwer über meine Länder.
Und so zwang mich der Ruf still zu dir
jenseits der Grenzen,
die besser kein Mensch übertritt.


Deine Arme waren kostbares Eiland,
Wiedergeburt und Neubeginn,
warm wie ein Regen,
der die Wunden sanft heilt.
In deinen Augen lag tröstende Heimat
nach all den beschwerlichen Pfaden.
Kein Mann und auch kein König
würde jemals dein Herr.
Doch um mein Herz schlugst du
kalt eiserne Bänder,
obgleich du wohl wusstest,
sein Schlag galt längst nur noch dir.

 

Ich sah dich reiten im Nebel des
Morgens,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön,
barfuß wie immer,
doch diesmal allein,
denn du rittst nicht mit mir.
Da war kein Blick zurück,
bloß der tote Staub deiner entschlossenen Spur.
Kalt die Angst, dich nie mehr zu sehen,
befahl meinem Ritt töricht Galopp,
doch die Flüsse der Zeit ohne Gnade
holt selbst der wildeste Reiter nicht ein.
So blieb ich zurück,
die Tage schwermütig zählend,
mit jeder grausamen Sonne vergehend,
denn du kehrtest nicht wieder.

Die linke Flanke deckte ich dir
in gemeinsamen Schlachten,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön.
Die Faust hoch gen Himmel,
um deines Banners und Namens Willen,
der als Ruf des Sieges hallte
durch die fließenden Schleier der Zeit,
so dass Burgen erzitternd
von selbst in sich zusammenfielen.

Über Leben und Leben hinfort
war da nur ein einzig brennender Wunsch
ewig an deiner Seite König und Gatte zu sein,
stets den liebenden Mut,
für dich durch die Feuer jeder Hölle zu gehen,
und wenn es das Schicksal so wünschte,
dann in Liebe für dich auch zu fallen.

Ich saß dir zu Füßen mit königlichem Stolz,
lauschte deinen magischen Träumen
als wären sie ein Lied der Ewigkeit,
verloren in den Welträumen deiner Seele,
küsste den Kindhöhlenbauch,
ergab mich süßem Tod in Sommernächten mit dir.
Und du legtest das Kleid des Kampfes ab,
leicht als wäre es des Mondes Schein,
jetzt endlich ganz Frau in meiner Umarmung,
befreit, um keine Kriegerin mehr zu sein.

Ich sah dich hoch zu Ross
in einer schimmernden Rüstung,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön.
Keine Heldentat schrieb ich noch in ein Buch,
blieb unser Thron doch stets kalt und leer.
Immer noch folge ich deiner schwindenden Spur,
doch die spricht schlicht und bitter,
du kehrst nimmermehr…
– Farewell, Jeanne d’Arc!

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