Papierschiffchen


Ein Grashalm möcht ich sein,
durch den Asphalt deines Panzers dringen,
um dich zu überraschen mit meiner Kraft,
bis du erstaunst und dich wunderst,
was mich angetrieben hat.
Ein Sonnenstrahl will ich sein,
der dich berührt in Momenten,
da die Dunkelheit dich übermannt,
um dich zu trösten mit meinem Licht,
bis du lächelst und dich freust,
weil ich auf deiner Netzhaut tanze.
Ich will die Hand sein,
die Wolken für dich zur Seite schiebt
und dir den Himmel klar macht,
die Hand, die nachts nach deiner fasst,
wenn du zuckst im Schlaf und Träume dich plagen.
Ich will der Augenblick sein,
der dich zum Staunen bringt,
der Presslufthammer,
die Betondecke deines weichen Herzens sprengend,
damit du siehst,
dass Liebe wirklich ist und Angst nur ein Schatten.
Ich will dir meine Befürchtungen darlegen,
um die deinen zu schmälern,
denn ich komme als Liebender in dein Leben,
nicht als die Dolche deiner Vergangenheit.
Ich will deine Gegenwart sein,
die Sicherheit für deinen Gang durch die Welt.
Das ist der Grund,
weshalb ich bei dir bin: Liebe.
Einen anderen Grund gab es nie.
Und jetzt gib mir die Angst,
setze sie mit mir in ein Papierschiffchen,
sieh zu,
wie die meine mit der deinen in die Wellen treibt.
Wir lassen sie ziehen, die Angst.
Und unterm Strich wirst du erkennen,
ich bin die Rechnung,
die letztlich aufgeht.
Denn Liebe war der Multiplikator.
Und Liebe ist dann auch das Resultat,
Papierschiffchen, Papierschiffchen!
Unser Meer ist voll davon.
Und in einer Flaschenpost kam ich auf deine Insel.
Da bin ich gestrandet als Antwort auf dein Gebet.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Seelenasyl


Sie kauert im Eck,
weit weg von deinem Blick,
rottet vor sich hin,
füllt Salz und Wasser
in den Becher des Moments.
Und du sitzt vor den Stäben,
vor den Gittern dieses Gefängnisses,
erschöpfst deine Kraft,
fütterst ihr Happen deines Herzens,
flüsterst Lieder und Gedichte,
erzählst von Wiesen und Wäldern,
von den Flügeln der Schmetterlinge
und vom Duft der Blüten im Mai.
Das ist dein Bild der Rettung,
dein kläglicher Versuch sie zu befreien.

Sie kriecht unter den Staub,
unter den Staub ihrer Träume,
schwindet vor sich hin,
gießt Worte so kalt wie Schneeflocken
in den Becher des Augenblicks.
Und du hockst vor den Gittern,
lehnst an den Mauern ihrer Zelle,
geduldig aber müde,
berührst ihr Haar und krümmst ihr keins,
hauchst dein Empfinden,
deine Wahrheit an den Stein dieses Herzens,
erzählst von ihrer Schönheit und Würde,
von den Straßen der Liebe,
vom Seelenasyl.
Doch nichts davon dringt durch,
wenn deine Lippen sich bewegen,
hört sie nicht,
was du sagst.

Sie spricht es nicht aus,
aber du hörst den stillen Ruf,
den stummen Schrei ihrer Seele.
Nach Liebe ruft sie,
aber tritt sie gleichsam von sich.
In deiner offenen Hand lose der Schlüssel,
der Schlüssel und Ausweg aus ihrer Kammer.
Doch sie lässt niemand ein,
noch geht sie jemals aus.
Sie kauert im Eck,
verkriecht sich unter dem Staub ihrer Träume
und beißt deine Wärme tot.
Während der Schnee fällt in einer Welt,
die sie nicht liebt.
Doch du liebst sie,
du liebst sie fort und fort.
Und du wartest mit dem Schlüssel,
bereit ihr Herz zu umfangen,
sobald sie hervor kommt aus ihrem Eck,
nach Hause ins Seelenasyl,
während der Schnee fällt in einer Welt,
die sie nicht liebt,
in einer Welt,
wo sie schwindet wie Nebel
und du hoffnungslos nach ihr greifst.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Ein Lächeln und ein Ozean


Sie öffnet den Käfig,
wo dein Herz schlief so lange Zeit.
Dann sieht sie dich fliegen,
richtet dein Bett verborgen vor deinem Blick,
entkleidet all deine Kräfte
und lässt dich stranden an einer Insel im Meer.
Dort schenkst du ihr dein Herz und einen Namen,
lässt alle Fragen treiben als Flaschenpost
zwischen den Wellen deines Blutes,
getragen von der Wahrheit in ihren Augen.
Deine Reisen sind nicht am Ende,
doch du reist von nun an nicht mehr allein.
Sie greift nach deiner Hand,
legt ein frisches Scheit in die Flammen und lacht.
Denn sie ist verrückt nach dir,
wartet sehnend auf deine Stimme,
die für sie flüstert von Nächten,
einem Feuer und der Anhöhe,
während deine Hände zarte Geschichten malen
auf Haut und Seele und Zeit und Vergänglichlkeit.
Du teilst den Ozean,
sie tanzt auf den Wogen,
schwebt in deine Arme
und du in die ihren,
beide vergessend,
im Nebel schwindend jene Jahre,
als ihr einander noch nicht hattet.
Die Haut eurer Körper wird dünn
wie das Papier dieser Geschichte,
denn eure Seelen singen.
Am Strand des Lebens
habt ihr einander letztlich doch gefunden.
Und im Himmel ein Lächeln,
ein stilles Lied der Freude.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Du, Herz allein


In allem, was du tust, liegt so viel Herz.
Deine Worte, deine Hände, deine Lippen
breiten Frieden über meine Dummheiten,
machen mich lächeln über Wunden alter Tage,
und in deinen Augen finde ich jene Spiegel,
klar und silbrig,
schonungslos aber wahr,
um wieder neue Wesenszüge zu schmecken.
Du bist in allem einfach Herz.
Und mein Herz will stets zu deinem,
sucht es nachts mit feuchter Hand,
jauchzt und wird freudig,
weil es die deine findet.
Dann schleichen Ängste,
dann kriechen Zweifel zu uns ins Zelt,
aber dein Herz,
tapfer und weich,
gemahnt meins.
Und dann schlagen unsere Herzen wie Trommeln,
schlagen die Schatten tot,
donnernd und lachend.
Und wir erinnern uns,
deine Seele aus Glas
und meine Seele aus Glas
bleibt sicher bewahrt im Puls dieser Liebe.
Denn du bist Herz,
nur Herz und Herz allein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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In deine Hände


Von deinen Händen träumte ich.
Sie webten mir ein Kleid aus Zärtlichkeit.
In deinen Händen schlief ich heute Nacht.
Wie ein Baby lag ich darin,
sicher und warm,
gewogen nach meiner Seele,
nicht nach meinen Taten.
Getragen von deinen Händen war ich,
schlingernd wie ein Korken auf hoher See
in einem Ozean von Liebkosungen.
Deine Händen ruhten auf mir,
auf meiner Brust,
meiner Stirn und meinem Schoß.
Deine Hände schrieben Namen
aus verstaubten Leben über meine Haut,
sie waren Sternenzeit und Unendlichkeit.
Von deinen Händen träumte ich,
als Tor in neue Welten.
Deine Hände waren heut Nacht mein Quell,
meine Ankunft und Heimat,
Nahrung meines Verlangens,
Festung und endlose Weite.
Von deinen Händen träumte ich heut Nacht.
Über den Tag hinweg fühle ich sie noch,
als wären sie unter dem Mantel,
unter den Schichten meiner Person.
Und wenn ich nachts falle,
falle ich in deine Hände.
In deine allein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Minus-Frau


Weiter und weiter trägt Zeit die Berge hinfort,
die ich für uns bewegte.
Was bleibt sind leere Täler.
Und du weißt,
ich habe Berge bewegt,
habe unter deinem Fenster geschlafen
und ging den Flur zum Ende entlang,
begleitet von Silberschatten.
Nicht den Tod habe ich gefürchtet,
der kam mir nur recht,
als unser Abschied an die Türe klopfte.
Nicht den Tod,
dich habe ich gefürchtet,
da du eine Minus-Frau bist.
Und du weißt,
ich wäre für uns gestorben,
weil du eine Minus-Frau bist,
nichts schaffend,
nichts gebend.
Meisterin im Nehmen,
Göttin der Zerstörung,
Kriegerin des Feuers.
Blasser und blasser wird dein Bild,
löst sich auf in den Meeren,
die ich für uns durchschwamm.
Und du weißt,
ich war an deinen Küsten gestrandet,
wo nichts wächst,
wo sich die Gezeiten meine Seele einverleibten,
wo ich Lügen kaute und Hoffnung trank.
Weil du eine Minus-Frau bist.
Und trotzdem atme ich dich in meinen Träumen,
begleitet von Silberschatten.
Da blicke ich in fremde Spiegel und erkenne,
was noch übrig ist von mir,
fühle Körper in meinen Armen ruhen,
aber bleibe unberührt,
weil nichts mehr mein Herz anrührt.
Und du weißt, ich habe dich berührt,
bis ins Mark erschüttert mit meiner Liebe,
die nicht sterben will.
Weil du eine Minus-Frau bist.
Und da gehe ich nun
die Straße dieses Daseins ohne dich,
begleitet vom Skelett unerlösten Lebens.
Und die Reflexionen meiner Gestalt,
dies entfremdete Wesen,
in den Schaufenstern ängstigt mich,
begleitet von Silberschatten
jämmerlich im Dämmerlicht.
Dann ist das also alles, was ich noch bin,
seit sich dein Name in meiner DNA dreht.
Manche sagen,
es war nur Rock ‚N Roll,
manche sagen,
es lag nicht an uns,
es lag an der Stadt.
Und trotzdem atme ich dich in meinen Träumen,
begleitet von deiner Subtraktion,
weil du eine Minus-Frau bist.
Und trotzdem atme ich dich,
trotzdem atme ich dich in meinen Träumen.
Atemlosigkeit bist du in den Tagen,
Sauerstoff in diesen Träumen,
in diesen Träumen und auf allen Ebenen.
Weil du meine Minus-Frau bist.
In meinen Träumen.
Auf allen Ebenen.
Minus.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Rubin


Hände, Haut und Atem,
ihr Schweiß und der meine,
für immer ineinander fließend
als Nächte ohne Ende,
als Tage ohne Zahl,
als ein Herz und zwei Hälften,
und durchs Küchenfenster,
lächelnd,
ein Gesicht,
dessen Namen ich nicht kennen muss,
weil ich es erinnere,
bis in alle Zeit.
Was uns trennt, ist nicht der Weg,
was uns trennt, ist die Liebe.
Wenn die Liebe zwischen zwei Seelen,
wenn das Feuer zu wild verlangt,
dann schützt die Liebe diese Seelen,
damit sie nicht ineinander verdampfen.
Die Nadel fährt ins Fleisch,
ein Schmerz,
um den anderen zu lindern.
Und in dem Rubin eines Blutstropfen,
darin fühle ich ihr Herz schlagen,
sehe sie tanzen wie das Licht einer Kerze,
und weiß: Sie lebt in mir.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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