Bananen Schamanen



Banale Bananen ballern Balladen.
Die Banane träumt von der Geraden.
Eine Banane auf einem Ball ist besser
als ein Ball auf einer Banane.
Quatsch!

Die Bäckerin war früher Besitzerin des Duftes,
der brotig die Morgenmuffel empfing,
bevor man das Auto geparkt hatte.
Heute sitzt sie den ganzen Tag über im Park,
füttert Tauben mit gutem Gehör
und streichelt ihren Stempel vom Arbeitsamt.

Die Banane biegt sich unter der Spannung
ihres Lebens.
Bananen sind Schamanen unter feinen Früchten.

Hätte die Frau vom Schlosser damals geahnt,
dass eines Tages ein großer Haifisch käme,
der den Namen „Obi“ trägt,
und das Geschäft ihres Mannes fressen würde,
wäre sie durch eine andere Türe gegangen
und hätte den kiffenden Gitarristen geheiratet.
Mit der Bäckerin spricht sie nicht.
Sie kann Jugoslawen nicht leiden.
Banana Split ist trotzdem kein Ort
an der kroatischen Küste.

Die Banane beugt sich vor sich selbst,
aber eine Republik zu regieren ist schwer.

Facebook On The Rocks kann man nicht erfinden,
weil Eis viel schneller schmilzt
als die meisten Menschen denken.
Da hilft auch der ganze Bananenlikör nichts.

Als Banane hat man es nicht leicht,
denn einer Banane nimmt man alles krumm.
Die Banane flirtet mit der Geraden,
die steht extrem auf Kurven wiederum.
Sinnbefreit ist zwar obszön aber schön.
Freie Sinne sind immer noch bequemer
als eine zu enge Stirn.

© 2012 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:


Keine Sorge!
Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Des Dichters Gattin



Heute liegt eine gewisse Melancholie in der Luft. Ich mag das. Melancholie ist die Kunst, ein wenig traurig zu sein, ohne dabei Unglück zu empfinden. Melancholie ist an manchen Tagen die Auftraggeberin des Dichters. Viele bewegende Worte hat sie diktiert, die Melancholie, die ich mir als wunderschöne, hochgewachsene Frau mit langem, glatte-schwarzem Haar und bleicher Haut vorstelle. Ihre Hände sind schlank und die Finger lang, damit sie nach den Herzen der Menschen greifen kann, ohne sie zu verletzen. Aus ihrem linken Auge fließt ständig eine silbrige Träne, die nicht sehr süß, aber auch niemals zu bitter schmeckt. Ein Lied summt sie für einen Liebsten, den sie nicht haben kann, und unten am grauen See, wo die Nebel der Zeit lautlos über den Wellen tanzen, da lebt sie. Der See war einst ein helles Tal, doch nach und nach hat es sich mit ihren silbrigen Tränen gefüllt und wurde so ein finsteres Gewässer. Abends, wenn die Dämmerung ihren samtenen Mantel über die Welt breitet, legt sie ihr bestes Kleid an, fährt mit einem verwitterten hölzernen Kahn hinaus, um in nicht erfüllten Sehnsüchten zu schwelgen. Es ist ihr nicht geschenkt zu altern, sie darf niemals vergehen und das ist ihr ewiger Grund. Und wenn sie dann in der Mitte des Sees, dort wo die Wasser schwarz und endlos tief sind, angekommen ist, dann stimmt sie an zu einem wunderbaren Klagelied, welches zartbitter die Herzen rührt. Melancholie ist die heimliche Gattin jedes Dichters. Sie fragt nicht nach der Hochzeit, denn sie ist längst schon mit jedem Krieger des Wortes vermählt.

© 2012 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:


Keine Sorge!
Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Geister unserer Bestimmung



Trage mich sanft aber unerbittlich zu neuen Ufern,
bring mich zur Ziellinie, damit ich neu starte mit dir.
Tanze barfuß mit mir im Sommerregen,
bis der Himmel nicht mehr weint.
Küsse mich mit einer Zunge der Lust,
so dass es Nacht wird hinter meinen Lidern
und mir die Kraft in den Beinen versagt.

Lass die Zeit schmelzen wie das Wachs einer Kerze,
deren Flamme der Wind droht,
weil das Leben manchmal nicht genug ist.
Fließe in mich als herrliches Wesen,
ähnlich zweier Ströme im Delta,
sich wild windend durch die Ewigkeit.
Hab keine Angst jetzt, sei mutig an meiner Seite,
denn unsere Seelen kennen den Tod nicht.

Mache mich nicht traurig, aber bringe mich zum Weinen
vor der gnadenlosen Schönheit unserer Begegnung.
Wir wurden geboren, um miteinander zu atmen,
weil Liebe die einzige Bestimmung ist,
derer das Leben folgt.

Wilde Kinder sind wir,
die sich in den Wäldern der Welt die Knie blutig schlagen,
entschlossen zu jedem gemeinsamen Abenteuer.
Obgleich schon keiner das Ross der Verschmelzung zu stehlen wagt,
so lass wenigstens uns tapfer auf seinem mächtigen Rücken
in den Morgen reiten,
und unser Lachen soll hallen durch den Weltenraum
zum Zeichen unseres Wahnwitzes.

Niemand wird uns halten,
denn wir sind Geister unserer Bestimmung,
Länder erobernd, die noch nicht entdeckt wurden,
alle Schlachten beendend durch die Macht unseres Friedens,
der sich heimlich wie der Morgennebel
über den Wahnsinn der Welt legt.

Geister unserer Bestimmung – das sind wir.
Ein Mann und eine Frau,
bereit,
Eins zu sein und fortan
keine Namen mehr zu tragen,
weil das Du & das Ich sich erlöst in stiller Einheit.

© 2012 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:


Keine Sorge!
Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Leere Hände


Ich finde mich verloren, unerschütterlich verliebt in deine Schönheit, sowohl in jene profane im Außen als auch in die unergründliche deines Innersten. Aber wie alles Schöne auf Erden, alles, was wahrhaft voll Schönheit ist, findet sich auch das mit Traurigkeit und Schwermut verwoben, denn alle Schönheit ist vergänglich wie Tränen im Regen. Und aus dem Einen wird bald schon sein Gegenteil. So wird aus dem Schönen einst das Hässliche und umgekehrt.

Bei beiden Prozessen bleibt jedoch eines gleich: die Bedauerlichkeit der Wandlung und das alles irgendwie so ist wie feiner Sand, der einem durch die Finger gleitet. Das ist im Grunde schon ein angenehmes Gefühl, wenn dich der Sand zwischen den Fingern streichelt an Stellen, an welchen man sonst nie gestreichelt wird. Es ist aber auch ernüchternd, wenn man aufrichtig bemüht den Sand halten möchte, weil es unmöglich ist und auch für immer unmöglich bleiben wird.

Leere Hände – so kamen wir, so gehen wir.
Leere Hände.

Und das Herz war einst weich, als wir Kinder waren und spielten in wunderbunten Welten, aber hart wird es sein, wenn wir welk und müde heimwärts gehen, denn kein Herz wünscht sich, Durchzugsstrasse der Liebe zu sein.

Jedes Herz will ein ewiger Kirschbaum sein, der blüht und unter dem sich die eigenen Träume verlieben in ihre Erfüllung wie ein Liebespaar, aufgeregt, heißblütig, weil eben erst gefunden.

Leere Hände.
Leere Hände und ein Herz, schlagend für einen einzigen Augenblick vergänglicher Ewigkeit.

© 2013 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:


Keine Sorge!
Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.