Was fürchtet der Mensch?


Grundsätzlich fürchtet der Mensch immer das, was er nicht versteht. Es gibt kaum etwas Schlimmeres für den vom Verstand geprägten Menschen der Neuzeit, als etwas nicht zu verstehen. Da sich die meisten Menschen selbst nicht verstehen, weil sie ihr wunderschönes, wahres Wesen niemals wirklich kennen gelernt haben und sich daher mit ihrem Denken verwechseln, haben sie vor ihrem wunderschönen, wahren Wesen Angst. Und weil sie vor ihrem wunderschönen, wahren Wesen Angst haben, fürchten sie auch ihre Mitmenschen und deren wunderschönes, wahres Wesen.

Es gibt keine Ausbildungsstätte in der ein Mensch die wirklich bedeutsamen Dinge über das Menschsein erfährt. In den Schulen findet bloß die Programmierung zum Funktionieren als denkender Bioroboter statt. Die Ratio wird gefördert, alles Gefühl als unbrauchbar und nebensächlich deklariert. Auf die wesentlichen Fragen folgen wissenschaftliche Allgemeinposten einer von Arroganz und Blindheit gekrönten Neu-Priesterschaft, die angeblich Wissen schafft.

Mühevoll muss ein Mensch im Laufe seines Daseins wieder lernen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Er muss mit großem Aufwand das verlernen, was man ihm in Schulen eingetrichtert hat. Dabei könnte er sich so viel wertvolle Lebenszeit und Schmerz ersparen, gäbe es keine Schulen sondern Lehrstätten der Wahrheit. Die aber sucht der Mensch erst dann auf, wenn es innerlich bereits so unerträglich schmerzt, dass er kaum noch richtig am Leben ist.
Und wenn dann welche erscheinen, die in einfachen Worten erklären, wie das Menschsein verstanden werden sollte, wie es erfüllend erlebt und geliebt werden kann, wird entweder gehöhnt oder diffamiert, um die Angst vor der Wahrheit nicht zu fühlen.

Der Urgrund aller Angst ist das Unverständnis. Die Auflösung aller Angst entsteht durch die Erkenntnis davon, wer und was wir wirklich sind. Es gibt keine Ur-Frage wie etwa „Woher kommen wir und wohin gehen wir?“. Es gab Zeitalter, da wusste das jedes Kind, jeder Mann und jede Frau.
Diese Frage wurde erst durch die Wissenschaft künstlich in den Menschen implantiert. Tief drinnen in sich weiß jeder, woher er kommt und wohin er geht. Tief in sich drinnen weiß jeder Mensch, was wahr ist. Er spürt, wer er wirklich ist. Aber er hat nicht die Mittel gelehrt bekommen, seiner inneren Wahrheit Ausdruck zu verleihen. Und doch sind da Seelen unter uns, die keine andere Aufgabe verfolgen als ihren Nächsten an sich selbst zu erinnern.

Es ist alles so leicht. Wir sind hier, um zu lieben. Wir kamen aus Liebe. Wir sind in Liebe. Wir gehen in Liebe. Denn in Wahrheit ist es bloß Liebe. Menschsein bedeutet Liebe. Das ist es, worum sich alles hier dreht.
Wir müssen nur das verstehen. Alles andere folgt dann von selbst. Alle Angst löst sich dann auf. Und plötzlich sind wir uns selbst und unserem Nächsten so nahe. Wir lachen innerlich und fragen uns, wie ein einziger Gedanke der Trennung zwischen dir und mir für jahrtausendelanges Elend und Leid sorgen konnte. Nur ein einziger Gedanke, eine einzige Geisteshaltung hat zu all den Kriegen, dem Morden, der Zerstörung geführt, die wir heute als unsere Welt und deren Geschichte erfahren – der Gedanke und er Glaube an die Trennung zwischen uns, der Natur und Gott! Doch da war nie eine Trennung. Da ist keine Trennung. Da wird es nie eine Trennung geben. Da war und ist stets nur die Einheit. Da war und ist immer nur das Einssein mit All-Dem-Was-Ist. Es wird niemals etwas Anderes geben.

Unser wunderschönes, wahres Wesen ist nichts weiter als Liebe. Und unsere Bestimmung bleibt weiterhin die Einheit. Alles andere ist eine Illusion, ein Missverständnis, eine Lüge.

Wahrlich, ich sage dir, das ist alles, was es zu verstehen gilt. Wenn du das verstanden hast in deinem Herzen – was willst du dann noch fürchten?

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2017 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Maximale Freiheit ist bedingungslose Liebe


Es gibt unendlich viele Paare auf dieser Welt, die leben ihre Liebe nach dem Prinzip des Nehmens, statt des Gebens. Sie fragen den anderen „Was kann ich durch dich für mich gewinnen? Wie kann ich aus dir das Meiste für mich selbst herausschlagen?“ und darum sind sie unerfüllt, leer und einsamer als wenn sie alleine mit sich selbst lebten. Je mehr sie nehmen, desto leerer werden sie, desto inhaltsloser werden ihre Beziehungen, desto kürzer werden die Verfallsdaten einer solchen. Solange nicht erkannt wird, dass Liebe nie etwas nimmt, dafür aber alles geben möchte und auch geben kann, weil sie sich dadurch selbst erfüllt, solange werden Freundschaften, Partnerschaften, Ehen und Familien zerbrechen und mit ihnen auch Zivilisationen und Kulturen.

Ich spüre und weiß daher ganz bestimmt, dass Liebe das ist, was wir Göttlichkeit oder Gott nennen. Und in meiner Erfahrung habe ich Gott stets als Freiheit erlebt. Maximale Freiheit ist Göttlichkeit. Jedes Teilchen im Kosmos, jedes Wesen sehnt sich danach, diese Freiheit auszudrücken. Der ganze Kosmos expandiert unentwegt hin zu dieser Freiheit. Gott äußert sich demnach durch die Liebe als Prozess hin zu dieser absoluten Freiheit. Es (Gott) äußert sich durch uns hin zu dieser Freiheit.
Wie aber wollen wir jemals diese Freiheit erfahren, solange wir andere an uns binden, damit sie uns dabei dienen, die eigene innere Leere zu füllen, damit wir sie gebrauchen können, um unsere Bedürfnisse durch sie zu befriedigen, wo doch unser größtes Bedürfnis darin besteht, voll und ganz und ohne Bedingung zu lieben, damit wir das maximale Maß an Freiheit und somit an Gott erfahren können?
Wieso sind wir fähig, unsere Kinder bedingungslos zu lieben einfach für das, was sie sind?
Warum können wir bei ihnen die Liebe nach dem Prinzip des Gebens leben und das sogar in einem unergründlichen Maß an Freude, manchmal sogar in totaler Selbstlosigkeit?
Und warum können wir es bei unseren Freunden, Partnern und Verwandten nicht?

Liebe ist jener Prozess durch den wir zu unseren Geliebten sagen sollten: „Du bist frei. Du bist frei zu sein, wer du sein möchtest, zu tun, was du tun willst, zu sagen, was du sagen willst, zu denken, was du denken willst. Und drücke dich genau so aus, wie du dich ausdrücken willst im Leben.“
Wir sagen damit zu unseren Geliebten: „Ich gebe dir ein Höchstmaß an Freiheit, das ist, was ich dir gebe. Lass meine Liebe dich niemals kaufen, das ist, was ich dir gebe. Lass meine Liebe dich niemals einschränken, lass meine Liebe dich niemals begrenzen, das ist, was ich dir gebe. Lass meine Liebe das Gegenteil von all dem sein, was dich limitieren könnte.“

Ich weiß ja nicht, wie es dir damit geht, aber ich liebe meine Kinder auf diese Weise und eine andere könnte ich mir gar nicht für sie vorstellen. Bei meinen übrigen Mitmenschen habe ich in letzter Zeit gewaltige Fortschritte in dieser Hinsicht an mir entdecken dürfen und ich bin regelrecht süchtig danach geworden, immer „besser“ darin zu werden, denn plötzlich fühle ich mich so frei, wie niemals zuvor in meinem Leben. Bei meinen Kindern konnte ich das immer schon und sie bei mir auch.
Und ich hoffe, du kannst das ebenso bei den deinen. Denn bei der Liebe zu unseren Kindern wird diese Tendenz zur bedingungslosen Liebe in uns sichtbar. Sie offenbart sich da bei manchen vielleicht nur latent, aber es zeigt dennoch unser wahres Bestreben und unser spirituell impliziertes Begreifen der wahren Natur der Liebe, der wahren Natur Gottes und somit der wahren Natur von uns selbst.

Wenn wir es schaffen, unsere Partner, unsere Freunde und Verwandten respektive all unsere Mitmenschen als frei, unabhängig, schön und wundervoll zu sehen wie Kinder, sodass wir sie ebenfalls ein Maximum an Freiheit leben lassen wollen, dann haben wir nicht nur die gesamte Menschheit gerettet, sondern auch die ganze Welt.
Das ist das großartige Versprechen der Liebe. Das ist es, wie wir Gott in seiner höchsten uns fassbaren Form auszudrücken vermögen. Gott ist Liebe ist maximale Freiheit. Und wir müssen lernen, diese Freiheit geben zu wollen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2017 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Du und dein Kampf


01

Wenn ich davon spreche, du sollst den Kampf aufgeben, dann meine ich damit nicht nur den Kampf gegen dich selbst – ich meine damit jegliche Art von Kampf. Ich meine damit jegliche Art von Konkurrenzverhalten.
Du aber wurdest dahingehend konditioniert, ständig um alles, für alles und gegen alles zu kämpfen. Mit allem und jedem stehst du in Konkurrenz – sogar mit dir selbst.

Man hat dich zur Konkurrenz, zum Kampf programmiert, indem man dir sagte, das würde dein Überleben sichern – niemals kann Kampf das Überleben von irgendetwas sichern! Jeder Kampf, jeder Krieg führt zwangsläufig zu Zerstörung und Zusammenbruch. Doch dir hat man den Kampf als überlebensnotwendig eingetrichtert. Dazu wurde die Natur missbraucht und ihr heiliges Spiel zitiert, um dir weismachen zu wollen, dass jede Pflanze, jedes Tier für sein Überleben kämpfen müsse – das aber ist nicht wahr.

Die Natur ist in absoluter Harmonie mit sich selbst; für alles und jedes ist ausreichend gesorgt in vollkommenem Frieden. Es gibt keinen Kampf in der Natur. Du verstehst bloß das Spiel und die Harmonie der Natur nicht. Deshalb glaubst du, im natürlichen Lauf der Dinge Kampf zu erkennen, weil du dich selbst aus der Natur herausstellst. Doch da ist überhaupt kein Kampf in der Natur. Und auch du selbst bist und bleibst in Wahrheit Teil dieser Natur. Abgesehen davon bist du weder eine Pflanze noch ein Tier – du bist in erster Linie Bewusstsein.
Bewusstsein muss nicht kämpfen. Bewusstsein muss sich bloß dessen bewusst sein, dass es bewusst ist. Du aber kämpfst unentwegt und bist dir dessen kaum bewusst.

Beobachte dich selbst dabei, wie du immer und überall kämpfst – sogar auf deinen modernen sozialen Internet-Plattformen, die eigentlich zur Verbindung in Harmonie dienen könnten, musst du konkurrieren, kämpfen und siegen wollen durch deine Meinung, deine persönliche Ansicht, um die du meist gar nicht gebeten wurdest. Du kannst nicht einfach deinen Nächsten sein lassen – Nein! Du musst ihn andauernd bekämpfen.

– Doch warum kämpfst du?

Man hat dir Lohn für das Kämpfen versprochen! Doch man hat dir falschen Lohn für diesen Kampf in Aussicht gestellt, und dieser lautet „Sieg“. Egal, was du tust, du musst dabei siegen. Selbst in deinen Liebesbeziehungen möchtest du den Sieg erringen. Sieg scheint für dich das Höchste zu sein. Sieg aber ist noch lange kein Gewinn. Sieg und Gewinn sind zwei völlig unterschiedliche Begriffe, zwei im Grunde unvereinbare Gegensätze, denn ein Sieg bedeutet niemals Gewinn. Sieg bedeutet bloß, den anderen vernichtet zu haben, triumphierend über ihm zu stehen, auf seine Überreste zu blicken, weil man ihn kaputt gemacht hat.
Gewinn aber ist es, wenn beide Seiten aus einer Sache etwas Positives ziehen können.
Der einzig wahre Gewinn in deinem persönlichen Leben ist der tiefe innere Frieden. Der einzig wahre Gewinn in deiner Welt ist der Weltfrieden, doch sogar um diesen möchtest du kämpfen. Ich aber sage dir: Wer für den Frieden kämpft, der hat ihn bereits verloren! Wer für den Frieden kämpft, der wird ihn niemals erlangen!

Der einzige Weg, um Frieden zu erlangen oder ihn zu schaffen, ist jeden Kampf aufzugeben – du kannst Frieden weder erkämpfen noch erzwingen; du kannst durch Kampf und Zwang vielleicht einen Waffenstillstand herbeiführen, aber das ist noch lange kein Frieden. Um Frieden zu erlangen, musst du kampflos werden, du musst selbst Frieden sein – dann ist Frieden automatisch da. Wenn du im Frieden bist, wenn du friedlich schwingst, dann erst ist Frieden.

Du aber unterliegst zu sehr deinen Konditionierungen, du steckst so sehr in deiner Ego-Verhaftung fest, dass du gegen alles und jeden kämpfst, und dabei glaubst, dieser Kampf wäre durch irgendetwas gerechtfertigt. Jeder vermeintliche Sieg über andere aber ist stets eine Niederlage vor dir selbst, denn du und der andere, ihr seid eins.

All dein Kampf hat dich genau dahin gebracht, wo du im Moment stehst, da, wo deine ganze Gesellschaft steht. Deine ganze Welt, die gesamte Menschheit hält sich gegenseitig in Schach, sie steht am Rande des Abgrundes – und das nennst du dann Gewinn, das nennst du Sieg? Ein Gewinn an was? Ein Sieg worüber?
Das ist weder Gewinn noch Sieg – das ist permanenter Verlust, das ist eine jahrtausendelang andauernde, jämmerliche Niederlage, mehr nicht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Spirituelle Monogamie


lovers53Bemühe dich nicht, monogam zu leben. Monogamie ist dir von Natur aus nicht gegeben. Das ist eine biologische Tatsache. Die Natur hat es so eingerichtet, dass du deine Gene so weit als möglich streuen sollst; auch dein Geist liebt mannigfaltige Freuden auf physischer Ebene. Das ist ein vollkommenes Prinzip. Du kannst und musst es nicht verbessern. Die Natur weiß es immer besser als es deine gesellschaftlichen Regeln, Zwänge und Dogmen jemals wissen könnten. Die Natur ist die weise Mutter, die dich alle Dinge lehren kann, wenn du dich ihr hingibst. Leider scheiterst du an der Hingabe.

Die Institution der Ehe hat dich in ein Gefängnis gesperrt, dir den Zwang auferlegt, sexuelle Lust nur mit einem einzigen Menschen zu erfahren, doch das ist ein Schuss, der immer nach hinten losgeht. Jeder Zwang führt letztlich dazu, dass du der Natur deines Wesens folgen musst, indem du aus dem Zwang ausbrichst, denn dein wahres Wesen ist ein absolut freies. Dein wahres Wesen lässt sich nicht zwingen – je größer der Zwang, desto stärker der Wunsch, dem Zwang zu entkommen; je starrer die Regeln, umso größer das Verlangen, sie zu brechen.

Die Institution der Ehe trägt große Verantwortung am Ehebruch. Sie ist wesentlicher Verursacher der Untreue, denn gäbe es den Zwang nicht, wäre das wunderschöne Versprechen der Treue zwischen zwei Menschen weit seltener gebrochen worden, als dies in deiner Geschichte bisher der Fall war. Aber nicht nur die Ehe selbst ist ein Zwang zur Treue, sondern auch deine neuen sogenannten „lockeren“ oder „freien“ Beziehungen, die in Wahrheit alles andere als locker und frei sind.
Einzig und allein auf den Trauschein und den Ring verzichtest du, doch das Modell dahinter ist im Grunde nichts weiter als eine billige Kopie der Ehe mit kleinen, unbedeutenden Änderungen.
Als Grundlage dieser modernen Form der Beziehungen dient immer noch das Besitzdenken. Ihr Schriftführer ist das Ego und dessen Angst, etwas zu verlieren. Deshalb verlangst du deinem Partner Treue ab und er verlangt sie dir ab. Dadurch haltet ihr euch gegenseitig an der Leine. Ihr raubt einander die Freiheit, eurer Natur zu folgen. Ihr macht euch zu gegenseitigen Gefangenen.
Doch selbst wenn du damit leben könntest und auch dein Partner es täte, dass ihr beide auch sexuelle Freuden mit anderen erlebt, so gäbe es da immer noch deinen Freundeskreis, dein soziales Umfeld und letztlich die Gesellschaft, die mit dem Finger auf euch zeigen würde, wodurch ihr neuerlich unter Druck geraten würdet. Man würde euch sehr subtil wieder in die Monogamie zwingen wollen. Das Resultat davon sind Eifersuchtsszenen, Leid und schmerzhafte Trennungen.

Du kannst und wirst Monogamie solange nicht leben können, bis du sie freiwillig für dich entdeckst. Eines Tages nämlich wird sie dir zum heiligen deiner Seele immanenten Wunsch werden. Irgendwann entdeckst du, dass es nicht die körperliche, die sexuelle Anziehung ist, aufgrund der du dich einem Menschen exklusiv schenken möchtest, sondern eine tiefe seelische. Das ist spirituelle Monogamie! Sie ist immer freiwillig und kommt aus deinem Herzen. Sie entstammt nicht deinem Ego, nicht deinem Verstand, schon gar nicht aber findet sie ihren Ursprung in den Regeln einer Institution. Sie wurzelt alleine in dem Herzenswunsch, sie als Geschenk geben zu dürfen.

Als man Jesus fragte, wo denn die Untreue beginne, da sagte er: „Schon wenn du nur an ein anderes Weib, an einen anderen Mann denkst, hast du die Ehe gebrochen!“

– Jesus hatte Recht. Alle Dinge beginnen im Geiste. Dein Schwärmen für deine Stars und Models oder auch für Menschen aus deinem Umfeld ist bereits Untreue, sofern du dich in einer Beziehung befindest. Es spielt keine Rolle, ob du auf materieller Ebene verzichtest, denn im Geiste bist du bereits untreu geworden. Der Verzicht auf der materiellen Ebene ist Heuchelei – dir gegenüber und auch deinem Partner gegenüber. In dir schlummert die Sehnsucht nach anderen Körpern, nach anderen Menschen und damit ist diese Sehnsucht existent. Nur weil du es nicht in die Tat umsetzt, nur weil du dieser Sehnsucht nicht nachgibst, hast du ihre Existenz damit noch lange nicht beendet – das heimliche Verlangen nach sexuellen Erfahrungen mit anderen bleibt in deinem Inneren aufrecht. Lass das Heucheln und die Selbstverleugnung sein!
Solange du innerlich bereit wärst, eine andere Person als deinen Partner sexuell anzunehmen, hast du bereits die Ehe gebrochen, dann bist du noch nicht bereit für spirituelle Monogamie.
Deshalb musst du nicht verzweifeln, denn es ist natürlich. Es entspricht deiner Natur als Mensch. Am besten du akzeptierst das, denn so schaffst du überhaupt erst die Möglichkeit, echte Monogamie zu leben. Solange du es in dir verleugnest, wird es dich immer wieder heimsuchen und in die Betten anderer treiben.

Wenn du aber den Punkt in deiner Entwicklung erreicht hast, an dem du ganz von selbst, aus dir heraus, das tiefe Bedürfnis verspürst, ausschließlich und alleine mit diesem einen Menschen Hochzeit zu feiern und nur noch diesem einen Menschen deine sexuelle Treue zu schenken, dann bist du wirklich bereit zur Monogamie. Erst dann wird sie nicht zur Qual. Erst dann ist Treue ohne Leid, ohne das Gefühl von Verzicht, der sich letztlich als Mangel äußert, möglich. Erst dann hast du die Evolutionsstufe vom Menschen zum höheren Menschen genommen.

Sobald du diesen Punkt erreicht hast, wird dir eine zweite Seele geschenkt sein, die vollkommen mit der Schwingung der deinen harmoniert. Eure Verbindung wird dann eine Ehe sein, die keinen Segen durch die Welt mehr braucht. Diese Verbindung wird auf sehr hoher seelischer Ebene stattfinden, und von diesem Punkt an wirst du kein Bedürfnis mehr nach anderen Partnern empfinden. Es wird dir gar nicht mehr möglich sein, echte, wahre und tiefe Freude an der sexuellen Lust mit jemand anderem zu erfahren. Wenn du es versuchst, wird es dir wie eine ungewürzte Speise erscheinen. Es wird dumpfe Leere und schalen Nachgeschmack in dir hinterlassen.

Eine Ehe, eine Beziehung dieser Art gründet sich nicht mehr auf Besitzdenken, dessen Ursprung die Angst ist, sondern einzig und allein auf Liebe. Die Grundlage ist nicht mehr die körperliche Anziehung, sondern die seelisch-karmische Verbindung zwischen dir und dem Partner. Dies ist die einzig wahre und echte Form der Ehe, denn sie beruht auf absoluter Freiheit und Freiwilligkeit. Liebe ist ihr einziger Grund und ihr einziges Ziel. Monogamie ist dann keine Frage mehr, sondern die Antwort.

Dies soll kein Freibrief zum hemmungslosen Besuch sämtlicher Betten sein, sondern eine Erklärung dafür, dass Monogamie ein Geschenk und kein Zwang ist. Bevor du Monogamie nicht als tiefes inneres Bedürfnis verspürst, bevor du sie nicht aus deinem Herzen heraus schenken möchtest, streiche sie aus deinem Kopf. Monogamie ist Herzenssache. Monogamie ist ein Geschenk, niemals ein Muss.

(Dieser Artikel ist auch zu finden im Bewusstseinsmagazin „Sein“, Ausgabe Nr. 205, 9/2012, Seite 22 und 23, sowie auf www.sein.de)

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Lass die Liebe zu deiner Natur werden


Wenn du liebst – und damit meine ich nicht dieses inflationäre, konsumartige Händchenhalten, das Bussi-Bussi und Fummel-Zeugs, sondern diese tiefe, ungeheure Gewissheit der Hingabe an den Anderen, die jede Zelle, jeden Partikel deines Seins erfüllt mit dem Mut zu allem –, dann erlangst du Macht FÜR, nicht ÜBER etwas. Du erlangst zum ersten Mal in deinem Leben wahre Macht, denn alles andere war keine Macht, sondern bloß Machtlosigkeit. Deshalb musstest du festhalten, deshalb musstest du zwingen, deshalb musstest du unterdrücken, bestimmen und kontrollieren – weil du machtlos warst, weil du nicht in der Liebe warst. Wenn du aber liebst, dann hast du Macht, wunderschöne, heilige Macht. Ich meine jene Macht, dich über dich selbst zu erheben. Ich spreche von der unbändigen Kraft, deren Ursprung dir ein Mysterium ist, die dich trägt wie eine warme, unendlich rollende Woge des Ozeans, weil du plötzlich geben kannst, weil du gewähren kannst, weil du fähig geworden bist, nichts mehr zu fordern – weil du die Ewigkeit entdeckt hast.

– Wenn du also liebst, dann schenkst du dem Menschen, den du liebst, alles. Du weißt um das ewige Band zwischen euren Seelen, du bist dir der heiligen Verbindung voll und ganz bewusst. Du gewährst dem Menschen jeden Raum, lässt ihn kommen und gehen, selbst wenn es manchmal schwierig ist, weil Jahre zwischen den Begegnungen liegen mögen und dich daher hin und wieder das Sehnen überkommt. Und gerade deshalb, weil du alle Schwierigkeiten bewältigst, erkennst du die Kraft deiner Liebe: Du akzeptierst jeden Fehltritt, gönnst dem Geliebten jedwede Freude – sogar jene, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten, denn du hast erkannt, dass man dir dadurch nichts nimmt. Du forderst von diesem Menschen nichts mehr für dich selbst, denn alles, was du dem Menschen gibst, den du liebst, gibst du in Wahrheit auch dir selbst – durch ihn.

Das ist es, wenn ich das Wort „Liebe“ gebrauche. Das ist die Ebene, wo ich meine Begegnungen pflege; und ich weigere mich, auch nur einen Stufe tiefer zu gehen, um es „Liebe“ zu nennen. Dort bin ich und dort ist auch sie. Wenn wir beide dort nicht sind, dann sind wir nicht in der Liebe für den anderen, sondern im egoistischen Besitzdenken, im Anhaften an die Illusion des Du-Bist-Mein. Der Mensch, den ich liebe, der soll niemals mein sein – er muss sich selbst gehören dürfen, ich muss mir selbst gehören dürfen, damit es Liebe sein kann. Ist es das nicht, dann will ich nicht von Liebe sprechen.

Auf dieser Ebene einem Menschen zu begegnen, ist ein Akt höchster Befreiung, es ist ein Akt höchster Selbstlosigkeit; und erst dort, wo Ich und Ich verschwinden, kann Eins entstehen. Erst dann sind Yin & Yang zu Yinyang geworden, erst dann hat sich die Verschmelzung vollzogen.
Liebe kennt keine Grenzen – Liebe ist immer und ausschließlich jenseits aller Grenzen, denn nur dort kann sie sein.
Loslassen ist der Humus für die Blüte der Liebe. In der leeren Hand findet die zweite Hand Heimat, doch um regelmäßig heimkehren zu können, muss das Gehen gestattet sein. Loslassen und Liebe beginnen beide mit einem L wie Leichtigkeit und Leben – lasse los, lebe leicht und die Liebe wird zu deiner Natur.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Der Verstand ist niemals im Jetzt


Der Verstand ist ein guter Diener, aber ein denkbar schlechter Herr. Du brauchst den Verstand für viele nützliche Dinge, doch die essentiellen Probleme deines Lebens kannst du damit nicht lösen – im Gegenteil! Du schaffst dir in Wahrheit die meisten Probleme mit dem Verstand, weil er begrenzt ist, weil er dich vom Glück abhält, weil er dich mit dem Denken, statt mit dem Leben beschäftigt hält.

Der Verstand ist niemals im Jetzt – er ist im Gestern, er ist im Morgen, aber er ist niemals im Jetzt. Da es aber nie etwas anderes gab, gibt und geben wird, als das Jetzt, kannst du den Verstand nicht nutzen, um das Jetzt zu erfassen – im Jetzt setzt er aus. In besonders intensiven Glücksmomenten oder in Gefahrensituationen erlebst du sehr eindrucksvoll, wie der Verstand kapituliert – deshalb siehst du Unfälle, in die du selbst verwickelt bist, wie in Zeitlupe ablaufen: Du steigst aus dem Verstand aus und wirst in diesen Momenten zu dem, der du wirklich bist – zum unbeteiligten Beobachter, zum reinen Gewahrsein dessen, was so ist. Du erlebst jedes Detail, jede Kleinigkeit des Unfalls vollkommen unbeteiligt, siehst die Dinge sich verlangsamt ereignen, erfährst den Ablauf so teilnahmslos, aber gleichzeitig so intensiv, wie sonst kaum etwas. Erst danach kehrst du allmählich zurück auf die reduzierte Ebene deines Verstandes und identifizierst dich wieder mit dem Geschehen, aber im Moment des Unfalls bist du vollkommen lebendig, bist total im Jetzt, während die Welt um dich herum extrem verlangsamt, deine Wahrnehmung aber präzise und absolut geschärft ist – du erfährst die Tiefe des Jetzt, du bist vollkommen im Leben, aber absolut außerhalb des Verstandes.

Nur das Jetzt besitzt die Tiefe des Lebens, der Verstand aber hat keine Tiefe, deshalb kommt er mit der Tiefe nicht klar, deshalb kommt er mit dem Leben nicht klar. Der Verstand steigt immer dann aus, wenn das Leben stattfindet, und das findet jeden Augenblick statt – du bist also nie lebendig, wenn du denkst, denn du denkst so gut wie in jedem Augenblick.

Versuche das Jetzt mit dem Verstand zu erfassen – du wirst daran scheitern. Kaum hast du „Jetzt“ gedacht, ist es auch schon wieder weg, dieses Jetzt, weil schon wieder Jetzt ist. Das Jetzt ist der einzige Augenblick, in dem das Leben sich vollzieht, aber wenn du nicht da bist im Jetzt – wo bist du dann?
– Wenn du nicht im Jetzt bist, dann bist du nicht im Leben, dann bist du in der toten Vergangenheit oder in der illusorischen Zukunft.

Das Jetzt ist für den Verstand die absolute Grenze, weil im Jetzt das Leben geschieht, nicht das Denken. Du wirst das Leben niemals denken oder verstehen können, weil es weder gedacht noch verstanden, sondern gelebt und erfahren werden möchte. Solange du dich im Jetzt mit dem Denken an das Zuvor oder ein fiktives Später befasst, verpasst du das Leben und schiebst dein Glück ständig auf – das ist der Grund, weshalb du nicht glücklich bist. Dein Verstand sagt ständig, es müsse noch etwas hinzukommen, bevor du glücklich sein kannst, etwas, das vor dir liegt, und so denkst du und denkst und denkst dich am Leben vorbei. Das Positive Denken ist der beste Weg, um niemals lebendig werden zu müssen, sondern ewig im Morgen zu verweilen, doch niemand hat jemals das Morgen erlebt. Kein einziger Mensch hat jemals die Zukunft erfahren, niemals war einer in der Zukunft – jeder Mensch war immer nur im Jetzt. Glück, das später, morgen oder irgendwann geschieht, ist bloß Illusion. Die einzig wahre positive Haltung im Leben ist jene, im Jetzt zu sein. Solange du dem Irrtum aufsitzt, dass morgen dein Glück auf dich wartet, weil du dir jetzt durch Positives Denken ein glückliches Morgen erdenken musst, wirst du sterben und niemals glücklich gewesen sein, denn das Glück kann nur im Jetzt stattfinden. Egal, was du dir auch erdacht hast – ob es sich nun erfüllt oder nicht – du kannst es nur im Jetzt erfahren. Da du aber nie im Jetzt bist, macht dich nichts von dem glücklich, was du dir erdacht hast, denn kaum hat sich etwas für dich erfüllt, bist du auch schon am Denken darüber, ob es auch so erfüllt wurde, wie du es dir erdacht hast – so kommst du niemals an im Glück, so bleibst du ewig ein sich im Kreis denkender Roboter, eine kalte Maschine, eine leblose Denkfabrik.

Wenn du dich führen lassen möchtest, wenn du glücklich sein willst, dann folge dem Herzen, denn das Herz ist unbegrenzt, das Herz ist gefühlvoll, das Herz ist weise, das Herz ist im Jetzt. Der Verstand aber ist begrenzt, kalt und ohne Gefühl, denn im Kopf ist nicht die Heimat deiner Empfindungen – die wohnen im Herzen, und das Herz ist immer und ausnahmslos im Jetzt. Das Leben findet jetzt statt, das Leben ist die Erfahrung deines Empfindens im Jetzt, weniger die Erfahrung deines Denkens an Gestern oder Morgen.

Man hat dich stets nur das Denken gelehrt, niemals aber das Empfinden. Man hat dich denken gelehrt und dich damit vom Leben entfernt, man hat dir dein Jetzt geraubt – ich aber lehre dich zu Empfinden, ich erinnere dich daran, dass du in diese Welt kamst, um jetzt zu leben, nicht um zu denken.

Übe das Jetzt! Erlerne das Jetzt! Finde die Tiefe, entdecke die Stille im Jetzt, denn im Jetzt, im Augenblick, ist kein einziges Problem – eine Sekunde davor, eine danach – da liegt dein Problem, doch es liegt niemals im Jetzt.

Das Leben ist kein Problem, welches du durch denken lösen könntest – das Leben ist ein Mysterium, das es zu erfahren gilt. Solange du denkst, lebst du am Jetzt und somit am Leben vorbei. Wenn du dich von deinem Verstand führen lässt, führt er dich geradewegs in den Abgrund seiner eigenen Grenzen. Du kannst nicht glücklich werden durch das Denken, auch wenn man dich das gelehrt hat – man hat dich etwas Falsches gelehrt! Du brauchst dich nur umzusehen in deiner Welt, in deiner Gesellschaft – es ist eine traurige Welt, eine traurige Gesellschaft, weil alle bloß denken, denken und nur noch denken, weil sie von Denkern regiert und von Denkern bewohnt wird. Die Natur denkt nicht – die Natur erfährt sich immer nur im Jetzt, aber im Jetzt ist kein Gedanke. Im Jetzt ist die Stille, im Jetzt ist das Leben. Im Verstand ist nur tote Vergangenheit oder fiktive Zukunft, aber im Verstand ist kein Leben.

Kinder sind deshalb glücklicher, lebendiger und energetischer, weil sie weniger denken, dafür mehr im Jetzt sind. Dadurch sind sie fröhlich, dadurch sind sie unbeschwert, deshalb haben sie weniger Probleme. Es liegt nicht daran, weil sie weniger Verantwortung zu tragen haben, sondern daran, dass sie in Wahrheit mehr Verantwortung übernehmen – die Verantwortung für das Leben im Jetzt.
Deine einzige Verantwortung ist jene, lebendig zu sein im Jetzt, aber du flüchtest davor, indem du dich im Gestern oder im Morgen vor dem Jetzt versteckst. Kinder sind lebendiger und verantwortungsbewusster als du, weil sie die natürliche Verantwortung am Leben zu sein übernehmen – so wie die Blüte alleine dafür verantwortlich ist, zu blühen, so wie der Wind alleine dafür verantwortlich ist, zu wehen, so wie der Jaguar alleine dafür verantwortlich ist, ein Jaguar zu sein – dazu ist kein Denken nötig, dazu ist kein Verstand erforderlich. Du nennst dich Homo Sapiens – der denkende Mensch – und bist darauf sehr stolz, aber du bist nicht glücklich mit all deinem Denken. Worauf also bist du stolz – auf dein Unglück? Auf dein Unvermögen, das Leben im Jetzt zu genießen vor lauter Denken?

Weil du nichts anderes hast, als deinen Verstand, machst du ihn zu deinem goldenen Kalb, doch dieses Gold ist kalt, hart und gefühllos. Es ist Selbstbetrug, dich mit der Krone des Verstandes zum unglücklichsten König des Planeten zu krönen. Jeder Sperling auf der Straße, jede Ameise im Wald ist glücklicher als du. Jedes Blatt am Baum, jede Wolke am Himmel hat mehr Freude am Dasein als du. Sogar deine Katze rollt sich hinter dem Ofen zufrieden mit sich selbst zusammen, ohne zu denken, ob das auch das wahre Glück sei. Nur du denkst unentwegt und möchtest die Arroganz, die hinter der Illusion deines Verstandes steckt, einfach nicht aufgeben und dir den Irrtum des Denkens als höchste Errungenschaft deines Daseins eingestehen – du hast dich in eine Sackgasse gedacht! Deine ganze Gesellschaft steckt in dieser Sackgasse. Da wird gedacht und gedacht, aber es wurde kein einziges essentielles Problem der Menschheit durch Denken gelöst – es gibt immer noch Kriege, es gibt immer noch Hunger, es gibt immer noch Armut, es gibt immer noch eine bald vollkommen zerstörte Biosphäre. Nichts hast du mit deinem Denken verändert in den letzten 10.000 Jahren, absolut nichts. Du hast sie bloß hin und her geschoben in deinem Kopf, die Problematik des Menschseins. Du steckst in einer Sackgasse. Der einzige Ausweg ist der Weg zurück zum Nicht-Denken, zum Fühlen, zum Jetzt Hier Sein.

Verwende den Verstand als deinen Diener, aber beende die Knechtschaft durch ihn – du bist nicht dein Denken, du bist nicht dein Verstand. Du bist das, was jenseits deines Verstandes liegt – du bist das Herz, der Beobachter im Jetzt!

Solange du deinen Verstand als dein einziges und höchstes Werkzeug ansiehst, solange du das unerklärliche Mysterium des Lebens mittels des Denkens zu erklären versuchst, solange wirst du am Leben vorbei leben. Du lebst nur deshalb am Leben vorbei, weil du nicht glücklich bist – und du kannst nicht glücklich sein, wenn du der Sklave eines Herrn bist. Der Handwerker wird zum Sklaven seines Werkzeugs, wenn dieses Werkzeug sein einziges ist, denn ohne Werkzeug kann er sein Handwerk nicht verrichten – du hast dich auf ein einziges Werkzeug eingelassen: den Verstand. Deshalb bist du zu seinem Sklaven geworden und leidest unter seiner eiskalten Knechtschaft.

Wäre diese Gesellschaft eine Gesellschaft des Herzens, dann wäre die Welt ein warmer, reicher, freundlicher Ort – diese Gesellschaft aber ist eine des Verstandes, deshalb ist sie kalt, arm, berechnend und voller Probleme.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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