Als Liebe kam


Über viele Dinge in dieser wundersamen Welt kann man etwas wissen, oder zumindest glauben, etwas zu wissen. Über die Liebe aber wird man niemals etwas wissen. Sie bleibt uns stets ein Rätsel, ein ewiges Mysterium. Wie oft verwechseln wir Liebe mit sentimentalen Empfindungen, mit Leidenschaft oder physischer Anziehung, bloß um zu erkennen, dass das nur ein Teilaspekt dessen ist, was Liebe sein könnte.

Als Liebe zu mir kam, da kam sie heimlich, um alles rein zu waschen, was nicht Liebe ist. Sie kam überraschend in einer Zeit, als alles um mich herum Nacht war. Nacht, von mir selbst geschaffen, in Form von Verlusten lieber Menschen, in Form von Schuldgefühlen und Angst, eine Zeit, da ich begriff, es ist der Liebe Wille und niemals der meine. Sie kam als blauer Schmetterling, schillernd sich niederlassend zuerst auf meine rechte Hand, dann flatternd über meinem Kopf und schließlich in mein müdes Herz. Sie kam als der erste Schrei eines Säuglings und das lange, schwere Haar einer Frau, in das ich mich gesponnen, als mein Schicksal stand sie vor mir, aber ohne Gestalt.

Ich bin vielleicht eine Quelle, sagte die Liebe, und manchmal da fühle ich mich an wie Stromschnellen, wie ein tosender Wasserfall, ein freundlich murmelnder Bach und streckenweise wie ein schmales Rinnsal, gerade mal genug, um zwischen trockenen Steinen hervorzukriechen. Meist jedoch bin ich nicht aufbrausend noch mitreißend oder laut, sondern ein gemächlicher, ruhiger Fluss, strömend und warm, tief in deinem Herzen, durch deine Seele zu allen anderen Seelen, die deine berühren. In deinen Händen kannst du mich nicht halten, mit deinem Willen nicht bremsen noch brechen. Dir ist es nicht gegeben mich zu lenken, zu kontrollieren oder zu regulieren, aber du kannst mich trinken und mich vergießen. Du kannst nicht satt werden durch mich, aber erfüllt. Ich kann dich tragen in meinem unaufhörlichen Fließen, aber du kannst mich nicht einsperren oder gefangen halten, denn ich bin der Tropfen, die Welle, der warme Regen eines staubigen Augustabends, die Flut und die Kraft, die sämtliche Felsen deiner inneren und äußeren Mauern über alle Zeit hinweg höhlt. Ich bin so und ich bin doch ganz anders. Ich bin das, was du niemals verstehen wirst. Und ich bin die Wege, die du nicht vorhersehen kannst. Die Gnade bin ich und der leise Ruf in dir. So bin ich und doch bin ich ganz anders, denn ich bin die Liebe, dein ewig Rätsel, dein größtes Verlangen und deine höchste Erfüllung. Doch meistens, da bin ich ein gemächlicher, ruhiger Fluss, warm strömend und tief in deinem Herzen. Das bin ich und doch bin ich es nicht, denn ich bin die Liebe. Ich bin das, was niemals gewusst und doch ewig gespürt wird. Ich bin Liebe. Ich bin, was ich bin.

© 2017 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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Wie du wahrhaft frei wirst


Du sollst lernen, frei zu werden. Um wirklich frei zu sein, musst du aufhören, dich selbst und andere zu beschränken. Dazu ist es nötig, die Fähigkeit in dir zu kultivieren, so frei und weit als möglich zu denken, denn jeder Gedanke ist ein Körper und jeder Körper ist begrenzt. Je größer du also denkst, desto mehr Raum entsteht für dich selbst aber auch für deinen Nächsten. Deine einengensten Gedanken sind die Urteile, die du über dich und andere fällst. Damit musst du aufhören, wenn du aus der Welt einen Ort der Nächstenliebe machen willst, von der du letztlich am meisten profitieren wirst, denn wenn du deinen Nächsten liebst, dann wird er irgendwann auch dich lieben. Damit seid ihr beide frei und erlöst. Beginnen damit aber musst du, nicht dein Nächster. Und der erste Schritt dahin ist, andere Menschen nicht mehr zu verurteilen, zu verdammen oder zu richten, sie nicht mehr in die engen Grenzen deines Denkens zu sperren. Du selbst möchtest schließlich auch nicht in der Verurteilung durch einen anderen gefangen sein.

Ich weiß ohne jeden Zweifel, dass in YHWH, der Allmächtigkeit, alle Wesen gleich sind, auch wenn es dir schwer fällt, das zu glauben, weil vieles in dieser Welt auf Ungerechtigkeit hinweist. Doch diese Ungerechtigkeit haben wir alle in Gemeinschaft erschaffen. Nur gemeinsam können wir sie beenden, indem wir die Liebe des Allmächtigen auf jeden unserer Brüder und Schwestern ausdehnen. Dazu ist es nötig, sich auf den Christus zu besinnen. Und wenn ich zu dir vom Allmächtigen, von YHWH spreche, dann meine ich damit in erster Instanz Liebe, obwohl YHWH weit mehr ist als das. Es ist mehr als dein und mein Verstand jemals ermessen könnten. Daher verwende ich dafür gerne auch den Begriff „Liebe“, weil Liebe das höchste Empfinden, der erhabenste Gedanke, die edelste Tat ist, zu der wir auf dieser Ebene unserer Erfahrung fähig sind. Doch wenn ich das Wort „Liebe“ verwende, dann denkst du vielleicht zwangsläufig an Händchenhalten oder Herzschmerz. Sage ich Gott, dann denkst du womöglich an die Kirche, den Papst und Ähnliches. Ich aber meine weder Dieses noch Jenes. Worauf ich mich meistens beziehe ist YHWH in Form von Liebe und Liebe in Form von YHWH. Durch die individuelle Semantik entstehen automatisch Widerstände und Missverständnisse beim Gebrauch der Sprache. Dies lässt sich nicht vermeiden, egal wie geschickt wir uns beide in unserer Kommunikation auch anstellen mögen. Daher einigen wir uns einfach darauf: YHWH ist Liebe und Liebe ist YHWH.

Um mich zu verstehen und damit ich mich dir verständlich machen kann, müssen wir also beide lernen, einander zu empfinden. Du wirst mich zwischen den Worten, du wirst mich in meinen Aussagen fühlen, so wie ich dich während des Schreibens fühle, ohne dich zu sehen, ohne dich persönlich zu kennen. Dennoch fühle ich dich als einen Teil dessen, was auch ich bin. Daher ist es wichtig, aus dem Verstand herauszutreten, wenn wir miteinander kommunizieren, denn jeder Gedanke ist ein begrenzender Körper, der uns einengt in hinderlichen Grenzen. Wir müssen fühlen, wenn wir einander finden möchten, und zwar da, wo wir gleich sind. Im Fühlen sind wir unbegrenzt und in unseren Herzen sind wir gleich. Darum fühle ich dich, während ich für dich schreibe. Und du kannst mich fühlen, während du liest, was ich für dich übermittle.

Wenn ich dir also sage, in YHWH sind alle Wesen gleich, dann weiß ich, was ich damit meine. Du aber weißt es ebenso, auch wenn du es manchmal nicht wissen möchtest und daher so tust, als gäbe es bessere und schlechtere Menschen, weil die einen das tun, was dir gefällt, und die anderen etwas anstellen, das dir missfällt. Ich aber sage dir, kümmere dich nicht um das, was andere tun oder lassen, woran sie glauben und wie sie denken. Es liegt nicht in deiner Verantwortung. Übernimm einfach die Verantwortung für dein eigenes Denken und Handeln. Denn wenn du mit YHWH (mit Liebe) denkst und handelst, wirst du damit andere beeinflussen, ohne auch nur ein einziges Wort sagen zu müssen.

Nächstenliebe ist nur dann möglich, wenn man Verantwortung für sich selbst übernimmt. Tue das Beste, das du für dich selbst und andere tun kannst, und überlasse YHWH den Rest. Du bist nicht verantwortlich für das, was andere tun. Andere sind aber auch nicht verantwortlich für das, was du tust. Dennoch unterscheiden sich deine Handlungen meist nicht wesentlich von jenen deines Nächsten. Ihr macht oft die gleichen Fehler. Das ist auch gut so, denn Fehler sind die Grundlage, um etwas Neues zu lernen. Indem du einen Anderen dafür verurteilst, dass er Fehler macht, gibst du selbst vor, fehlerfrei zu sein. Aber das bist du nicht. Und selbst wenn du deine Fehler zugibst, tust du es in einem Sinne, als wären deine Fehler immer ein bisschen weniger schlimm als jene deines Nächsten. Dabei machst du keine „besseren“ Fehler als deine Mitmenschen, sondern bloß andere Fehler. Es ist okay, Fehler zu machen, denn Fehler sind die Basis, um daraus zu lernen. Also segne alle Fehler, segne deinen Nächsten, segne dich und ändere, was du für dich selbst ändern kannst anhand deiner Einsicht. „Gehe hin und sündige nicht mehr!“
– Das bedeutet: Wiederhole deinen Fehler nicht mehr.

Und da du nun weißt, dass es ein Fehler ist, andere für ihre Fehler zu verurteilen, solltest du daraus lernen, nicht mehr zu verurteilen. Du solltest daraus lernen, dich und andere aus der Verurteilung zu befreien. Und dich und andere zu befreien heißt, dich und andere zu lieben. Dich und andere zu lieben äußert sich dadurch, dich und andere innerhalb deines Bewusstseins aus aller Schuld zu entlassen, denn dadurch bringst du dich und andere an den einzigen Ort, wo Liebe sein kann – in das Königreich des Himmels. Du bringst dich und deinen Nächsten in den einzig unbegrenzten Raum der Liebe YHWHs. So bist du wahrhaft frei. Und nur so.

Bete dazu täglich folgendes: „Ich bin frei von Schuld. Alle anderen sind frei von Schuld. Ich bin frei von Leid. Alle anderen sind frei von Leid.“

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Partnerschaft und Bewusstwerdung



Der wahre Sinn einer Partnerschaft liegt nicht darin, dass du jemand hast, der dich vervollständigt oder gewisse Bedürfnisse befriedigt, denn vollständig bist du bereits und Bedürfnisse musst du dir selbst befriedigen.
Besser aber ist, du hast gar keine Bedürfnisse, sondern bloß Tendenzen und Vorlieben – damit lebt es sich bedeutend leichter und freier. Dein Partner ist jedenfalls nicht dein ganz persönlicher Bedürfnisbefriediger, sondern ein Gefährte, den du auf Augenhöhe triffst, um mit ihm gemeinsam in das ewige Mysterium der Liebe vorzudringen. Er ist in der Liebe ebenso blind wie du – bedenke das stets! Er kennt den Weg ebenso wenig wie jeder andere in dieser Welt auch. Es gibt in der Liebe keine Profis, sondern nur ewige Anfänger. Daher mache deinem Partner keine Vorwürfe, wenn er in der Liebe zu dir stolpert – fange ihn lieber auf. Trage ihn da, wo er selbst nicht gehen kann, und lasse dich von ihm tragen, wo du selbst keine Kraft zu gehen hast. Aber verfalle nicht dem Irrtum, dein Partner wäre in dein Leben gekommen, um dich glücklich zu machen oder dir die Last des Daseins abzunehmen.

Sein Erscheinen in deinem Leben hatte einen ganz anderen Grund: Seine Seele ist dazu da, um deine Seele daran zu erinnern, wer ihr wirklich seid – lebendige, atmende, wandelnde Liebe, die durch sich selbst reist, um sich als lebendige, atmende, wandelnde Liebe auf Ebene materieller Erfahrung zu erkennen. Der ganze Sinn eurer Begegnung liegt darin, euch gegenseitig euer wunderschönes Wahres Selbst in Erinnerung zu bringen – reines Bewusstsein, Göttlichkeit auf materieller Ebene. Das ist der höchste Sinn eurer Begegnung.
Die wahre Bedeutung einer Partnerschaft liegt demnach nicht im Glücklichwerden, sondern in Bewusstwerdung. Glück ist dabei bloß ein Nebenprodukt, das aber immer gleich mit demselben Maß an Unglück ins Haus kommt, denn eines bedingt das andere.

Wenn ihr so lieben könnt, dass euch bewusst wird, eure Liebe besteht jenseits von Glück und Unglück, dann seid ihr auf dem besten Wege, in der Liebe keine Blinden mehr zu sein, sondern Sehende zu werden. Und ihr werdet sehen und endlos staunen, denn eure Reise durch das ewige Mysterium der Liebe hat niemals ein Ende – sie erhebt sich fließend von einer Ebene zur nächsthöheren.

Sobald euch klar wird, dass ihr nicht fürs Glücklichsein sondern zur Bewusstwerdung zusammengekommen seid, lösen sich die meisten eurer Konflikte plötzlich in Luft auf.
Denn in Wirklichkeit waren sie das auch – Blähungen eurer Egos, törichte, unbedeutende Luftblasen im unendlichen Ozean der Liebe. Seid mutig und bereit, wieder und wieder darin zu ertrinken – ihr werdet jedesmal erneuert daraus emportauchen und eine völlig neue Ebene des Daseins erfahren. Seite an Seite, Seele in Seele, als ein Wesen vereint im geklärten Bewusstsein der Liebe. Das ist der wahre Sinn einer jeden Partnerschaft.

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Partnerschaft bedeutet Arbeit


Solange du darauf hoffst, dass eines Tages jemand kommt, der dich endlich, endlich glücklich macht, wirst du Wege der Enttäuschung gehen. Niemand wird kommen, um dich glücklich zu machen, denn jeder ist sein ganzes Leben damit befasst, darauf zu warten, dass endlich einer kommt, der ihn glücklich macht. Akzeptiere das. Eine Partnerschaft ist kein Zuckerschlecken. Eine Partnerschaft erfordert Hingabe, Arbeit, Liebe. Ohne diese Zutaten stirbt sie.

Erinnere dich an jene Zeit, als man noch reparierte und nicht wegwarf! Zu dieser Zeit hielten die Dinge entschieden länger; und sie hatten unendlich größeren Wert. Solange du denkst, du könntest durch Austausch der Protagonisten das dargebotene Stück verbessern, solange spielst du in leeren Hallen wieder und wieder dieselbe frustrierende Vorstellung. Wenn du weiterhin als einzige Lösung für deine zwischenmenschlichen Probleme das Auswechseln der Mitspieler lebst, dann musst du dir eingestehen, dass du nicht liebst – du konsumierst!

Die erste wichtige Erkenntnis am Weg zu erfüllenden Partnerschaft wurzelt darin, zu begreifen, an welchem Menschen du zu arbeiten hast: An dir selbst!
Da musst du ansetzen. Das gilt es zu akzeptieren und in konkretes Handeln umzusetzen. Mit dem Anklagefinger auf deinen Partner zu zeigen, führt dich geradewegs in die zerstörerische Spirale des modernen Partner Hoppings. Du tauscht aus und tauscht aus und wirst dabei immer leerer und frustrierter. Irgendwann machst du dann aus der Not eine Tugend und verfällst in Selbstbetrug, indem du dir einredest, du wärst eben nicht für Partnerschaften geschaffen und alleine sowieso viel glücklicher.
Das mag eine gewisse Zeit lang funktionieren, am Ende deines Lebens aber wirst du dir wünschen, weniger für dein Ich und mehr an einem Wir gearbeitet zu haben, denn der Mensch ist ein zutiefst soziales Wesen. Er braucht sein Gegenüber, er braucht Gemeinschaft, er braucht Zwischenmenschlichkeit, um zu seinem vollen menschlichen Potenzial zu gelangen und es zum Erblühen zu bringen.

Das offene Geheimnis jeder erfüllenden Zwischenmenschlichkeit liegt in der Arbeit an dir selbst, an deiner Hingabe und deiner Bereitschaft zur Selbsterfahrung. Um dich selbst erfahren zu können, braucht es Selbstreflexion. Durch Selbstreflexion wird dir klar, was an dir selbst nicht stimmt. Und wenn du weißt, was an dir selbst nicht stimmt, weißt du auch, was in deinen Partnerschaften nicht stimmt. Denn den Einzigen, den du verändern kannst und oftmals auch musst, der bist und bleibst du selbst. Du kannst dich nicht weiterhin als das fehlerfreie Zentrum des Universums wähnen und glauben, die ganze Welt sowie alle Menschen darin müssten sich an dich anpassen, gleichsam aber von erfüllten Partnerschaften träumen.

Die erfüllende Partnerschaft beginnt nämlich in dir. Sie beginnt mit dir und durch dich. Werde zunächst selbst ein „idealer“ Partner, indem du deine Launen, Stimmungen und egoistischen Allüren erkennst, in den Griff bekommst und erlöst. Trenne dich von der Notwendigkeit der Selbstliebe. Du liebst dich bereits selbst. Du liebst dich so sehr, dass du dich für den wichtigsten Menschen auf Erden hältst und alle anderen entweder als Nebendarsteller oder Erfüllungsgehilfen zum eigenen Glück betrachtest. Das größte Stück vom Kuchen und den letzten Fallschirm im abstürzenden Flugzeug beanspruchst du immer noch für dich selbst – wo also braucht es da bitte noch mehr Selbstliebe?
Und der Spruch „Ich muss mich selbst so lieben und akzeptieren, wie ich bin!“ ist nichts weiter als eine billige, unintelligente Ausrede für jene, die zu faul sind, sich ändern und verbessern zu wollen. Dahinter steckt eine unfaire, feige Geisteshaltung. Sie hätte nur dann ihre Gültigkeit, wenn auch alle anderen sich so lieben und akzeptieren dürften, wie sie sind. Doch von denen forderst du ja gerne, dass sie das nicht tun und sich endlich zu deinen Gunsten ändern mögen. Selbstliebe führt zu Egoismus, Egozentrik und zum Narzissmus. Von daher solltest du schleunigst lernen, einen großen Bogen um all jene zu machen, dir ihre Lehre von der Selbstliebe verbreiten.

Durch das ständige Füttern des unersättlichen Monsters der Selbstliebe bist du unfähig geworden, das zu erfahren, was Liebe wirklich ist. Was übrig bleibt, ist dieses kleine, wollende, verlangende Ich auf seiner einsamen Insel der Selbstherrlichkeit, das bei der kleinsten Gelegenheit das Däumchen in den Mund steckt, in der Opferhaltung versinkt und schmollt.

Lass die zeitgeistliche Idiotie von der Selbstliebe nicht weiter den Diktator deines Lebens spielen. Wende dich lieber der Nächstenliebe zu. Durch Nächstenliebe findest du alles, was du suchst. Denn wenn du deinen Nächsten lieben kannst, weißt du auch, sein Leben hat dieselbe Bedeutung und dieselbe Wertigkeit wie dein eigenes. Seine Bedürfnisse werden zu deinen eigenen. Seine Sehnsüchte, seine Träume, seine Hoffnungen, seine Freuden werden zu deinen eigenen. Sein Leid wird zu deinem Leid, sein Glück wird zu deinem Glück. Und am Ende hast du das, was du dir so dringlich in der Tiefe deines Herzens gewünscht hast: Verschmelzung! Denn plötzlich erkennst und erfährst du, wie es sich anfühlt, wenn du und dein Nächster eins sind. So hast du durch Nächstenliebe letztlich auch zur Selbstliebe gefunden, ohne dabei zu riskieren, ein narzisstisches, egozentrisches Arschloch zu werden.

Wenn du dem irrigen Paradigma der Selbstliebe weiterhin folgst, wirst du da bleiben, wo du gerade bist – auf der einsamen Insel deiner Egozentrik. Folgst du aber dem Pfad der Nächstenliebe, fokussierst du dich auf dein Gegenüber, wird dir alles andere hinzugetan. Du findest dich dann in deinem Nächsten wieder, bist dir plötzlich selbst nahe, weil du einem anderen nahe bist. Du bereitest deinem Gegenüber Freude, weil seine Freude auch die deine ist. Es ist dir dann nicht mehr so leicht möglich, andere Menschen zu benutzen, zu verletzen oder zu hintergehen, weil du dich damit selbst missbrauchen würdest. Daher ist Nächstenliebe der Weg zu erfüllenden Partnerschaften, nicht die Selbstliebe.
Und sei dir sicher – es ist eine Lüge, dass du erst dich selbst lieben musst, um andere lieben zu können. Das sollte dir eigentlich deine selbstreflektierte Lebenserfahrung bewiesen haben. Denn es gab gewiss Phasen deines Lebens, da konntest du dich selbst nicht ertragen. Trotzdem konntest du deine Eltern, deine Kinder und deine Freunde lieben. Alleine dieser Fakt sollte dich eines besseren belehren. Vergiss das Märchen von der Selbstliebe. Nächstenliebe ist immer größer als Selbstliebe. Letzteres ist zwar modern, aber leider der unbrauchbarste Weg zu deinem Ziel.

Glaubst du wirklich, die Welt wäre in einem solchen Zustand, es gäbe so viele frustrierte Singles und Alleinerziehende, so viele zerbrochene Familien, Scheidungswaisen und gescheiterte Existenzen, wenn sich der globale Fokus weg von der Selbstliebe und hin zur Nächstenliebe richten würde?

Betrachte erfüllte Paare und frage dich, wie sie es machen. Was leben sie? Leben sie Selbstliebe oder leben sie innerhalb der Partnerschaft die Nächstenliebe? Lassen sie die „Kiste“ einfach laufen oder arbeiten sie daran? Geben sie in Krisen auf oder boxen sie sich durch? Wandeln solche Paare tagein und tagaus auf Rosenblüten oder wird da geschwitzt, geweint, geblutet und hart geackert? Macht jeder nur das Ich-Ding oder basteln sie kräftig am Wir-Ding? Arbeitet man da tüchtig an sich selbst oder warten die darauf, dass sich der Partner endlich ändert?

Du wirst erkennen, wie hart erfüllte Paare an ihrer Partnerschaft, respektive an sich selbst arbeiten. Es muss dir klar werden, wie selten da der Spruch „Ja, da gehören immer zwei dazu!“ zum Tragen kommt. Erfüllte Paare wissen, dass zwei dazu gehören. Sie wissen aber noch viel mehr, dass  Zwei aus jeweils einem Einzelnen bestehen. Und so arbeitet jeder hingebungsvoll an sich selbst in Kooperation mit dem anderen. Es werden keine Ausreden benutzt, um Ziele zu vereiteln, sondern Handlungen gesetzt, um Tatsachen zu schaffen.

– Stelle dir aufrichtig diese Fragen: Wie sehr bin ich bereit, mich selbst zu erkennen? Wie tief will ich mich wandeln? Wie fähig bin ich, mich hinzugeben, an mir selbst zu arbeiten und meinen Egoismus hintanzustellen? Wie mutig erkenne ich, dass die Fehler bei mir selbst zu finden und nur da zu beheben sind? Hat mir mein bisheriger Zugang zu mir selbst und zu anderen dabei geholfen, das zu leben, was ich mir unter einer erfüllenden Partnerschaft vorstelle? Wie hoch gegriffen sind meine Vorstellungen eigentlich? Warum wünsche ich mir eine erfüllende Partnerschaft? Und was bin ich zukünftig bereit dafür zu tun und zu geben?

Fazit: Wenn deine Partnerschaften heute scheitern, dann meist nicht deshalb, weil ihr nicht zusammenpasst, sondern aus einem Mangel an Hingabe, Arbeit und Nächstenliebe.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Behinderung und Normalität


Immer wieder werden Menschen geboren, die sich aufgrund ihrer physischen und/oder psychischen Beschaffenheit vom Rest der Bevölkerung abheben. Deine Gesellschaft gab ihnen die Bezeichnung „Behinderte“.

Diese sogenannten „Behinderten“, diese in Wahrheit bloß außergewöhnlichen Menschen, sollen entweder therapiert, also angepasst, oder aber weggesperrt werden unter dem Deckmantel, ihnen helfen zu wollen. Man sperrt sie in Betreuungseinrichtungen, so wie man die Alten in Altenheime, die Kranken in Krankenhäuser und die Kinder in den Kindergarten oder in die Schule sperrt – nur die völlig gesunden und im vollen Umfang leistungsfähigen Arbeitssklaven sollen frei umherlaufen. Alles, was nicht in diesen Bereich der Leistungsfähigkeit passt, wird weggesperrt und unter der fadenscheinigen Begründung der Hilfestellung angepasst: Die Andersartigen sollen in der Therapie gleichgemacht, die Kinder in der Schule programmiert und die Alten im Altenheim vergessen und dem Tode geweiht werden.

Das sei das Beste für diese Menschen, sagt deine Gesellschaft – doch wo kann ein Mensch besser betreut werden, wo kann Heilung nach der Erstversorgung schneller geschehen, wo können deine Großeltern besser ihren sogenannten Lebensabend verbringen, wo können deine Kinder die wirklich wesentlichen Dinge des Lebens besser erlernen, als im liebevollen Kreise der Familie?

– Die Familie aber ist allein schon mit ihrem gelebten Lohnsklaventum, dem Steuerzahlen und Konsumieren derart überlastet, dass kein Raum mehr bleibt für irgendeine liebevolle Art der häuslichen Betreuung von Andersartigen, Alten oder Kindern. Und in vielen Fällen will sich die Familie auch gar nicht um solche Dinge kümmern, sie möchte sich nicht damit belasten, weil ihre Gehirne bereits so manipuliert und gewaschen, weil ihre Herzen bereits so erkaltet, weil ihre Egos dermaßen genuss- und ichsüchtig geworden sind, dass sie alleine schon die bloße Vorstellung an eine Betreuung zuhause in Angst und Schrecken versetzt, denn das würde ja die eigene Bequemlichkeit unterbinden.
Aber selbst jenen Familien, die bereit wären, sich der eigenverantwortlichen Betreuung und vollständigen Integration ihrer Andersartigen hinzugeben, gewährt das System keinen Raum – Nächstenliebe ist gesellschaftspolitisch nicht erwünscht, sie hat keine wirtschaftliche Relevanz.

Deshalb sperrt man Andersartige mit der Bezeichnung „Behinderte“ einfach weg, oder versucht sie durch Therapie anzupassen. Auf keinen Fall aber dürfen sie so akzeptiert sein, wie sie sind. Sie werden nicht in ihrem Sosein angenommen, sie werden nicht als ebenso liebens- und lebenswert angesehen, sondern mit Bedauern bestraft.
Wer ein sogenanntes „behindertes“ Kind zeugt und zur Welt bringt, gilt schon als Verlierer in der Gesellschaft der Schönen, Erfolgreichen und Leistungsfähigen. Alle Menschen sollen am besten dem stereotypen, stupiden Idealbild aus der Werbung entsprechen – wer anders ist, hat bereits verspielt, der gilt bereits als Verlierer im perversen Wettrennen an die Spitze einer durch und durch neurotischen Gesellschaft.

Man nennt Menschen, die mit physischen und/oder psychischen Besonderheiten geboren wurden, auf unerkannt zynische Weise „Behinderte“. Doch die einzige Behinderung erfahren diese sogenannten „Behinderten“ durch eine Gesellschaft, die den „normalen“ Menschen wünscht – einen Norm-Menschen. Der Mensch soll in eine Schablone passen, so wie Schulhefte genormt sind nach Formaten, so wie Tomaten in der EU nach Norm wachsen sollen, so wie die Gedanken und Handlungen der Bevölkerung nach einer Norm laufen sollen – das ist die größte Krankheit dieser Welt. Das ist die einzige Behinderung.

Eine Norm bedingt den Zwang, das Eine habe genauso zu sein, wie das Andere – ein Individuum aber kann keiner Norm entsprechen, denn kein einziger Fingerabdruck passt in eine Norm. Keine Berührung, kein Lächeln, kein Kuss, keine Träne, keine Hoffnung, keine Sehnsucht, kein Wunsch, keine Angst passt in eine Norm. Normalität ist eine psychosoziale Krankheit, ein perverser Auswuchs eines entarteten Gesellschaftssystems, eine idealistische Verseuchung des von Natur aus wunderbaren menschlichen Geistes. Normalität ist der Tod des freien Lebens, der Tod des Individuums. Das ist die Krankheit. Die Norm ist die Behinderung – nicht die Andersartigkeit!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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