Du und dein Kampf


Wenn ich davon spreche, du sollst den Kampf aufgeben, dann meine ich damit nicht nur den Kampf gegen dich selbst – ich meine damit jegliche Art von Kampf. Ich meine damit jegliche Art von Konkurrenzverhalten.

Du aber wurdest dahingehend konditioniert, ständig um alles, für alles und gegen alles zu kämpfen. Mit allem und jedem stehst du in Konkurrenz – sogar mit dir selbst.

Man hat dich zur Konkurrenz, zum Kampf programmiert, indem man dir sagte, das würde dein Überleben sichern – niemals kann Kampf das Überleben von irgendetwas sichern! Jeder Kampf, jeder Krieg führt zwangsläufig zu Zerstörung und Zusammenbruch. Doch dir hat man den Kampf als überlebensnotwendig eingetrichtert. Dazu wurde die Natur missbraucht und ihr heiliges Spiel zitiert, um dir weismachen zu wollen, dass jede Pflanze, jedes Tier für sein Überleben kämpfen müsse – das aber ist nicht wahr.

Die Natur ist in absoluter Harmonie mit sich selbst; für alles und jedes ist ausreichend gesorgt in vollkommenem Frieden. Es gibt keinen Kampf in der Natur. Du verstehst bloß das Spiel und die Harmonie der Natur nicht. Deshalb glaubst du, im natürlichen Lauf der Dinge Kampf zu erkennen, weil du dich selbst aus der Natur herausstellst. Doch da ist überhaupt kein Kampf in der Natur. Und auch du selbst bist und bleibst in Wahrheit Teil dieser Natur. Abgesehen davon bist du weder eine Pflanze noch ein Tier – du bist in erster Linie Bewusstsein.
Bewusstsein muss nicht kämpfen. Bewusstsein muss sich bloß dessen bewusst sein, dass es bewusst ist. Du aber kämpfst unentwegt und bist dir dessen kaum bewusst.

Beobachte dich selbst dabei, wie du immer und überall kämpfst – sogar auf deinen modernen sozialen Internet-Plattformen, die eigentlich zur Verbindung in Harmonie dienen könnten, musst du konkurrieren, kämpfen und siegen wollen durch deine Meinung, deine persönliche Ansicht, um die du meist gar nicht gebeten wurdest. Du kannst nicht einfach deinen Nächsten sein lassen – Nein! Du musst ihn andauernd bekämpfen.

– Doch warum kämpfst du?

Man hat dir Lohn für das Kämpfen versprochen! Doch man hat dir falschen Lohn für diesen Kampf in Aussicht gestellt, und dieser lautet „Sieg“. Egal, was du tust, du musst dabei siegen. Selbst in deinen Liebesbeziehungen möchtest du den Sieg erringen. Sieg scheint für dich das Höchste zu sein. Sieg aber ist noch lange kein Gewinn. Sieg und Gewinn sind zwei völlig unterschiedliche Begriffe, zwei im Grunde unvereinbare Gegensätze, denn ein Sieg bedeutet niemals Gewinn. Sieg bedeutet bloß, den anderen vernichtet zu haben, triumphierend über ihm zu stehen, auf seine Überreste zu blicken, weil man ihn kaputt gemacht hat.
Gewinn aber ist es, wenn beide Seiten aus einer Sache etwas Positives ziehen können.

Der einzig wahre Gewinn in deinem persönlichen Leben ist der tiefe innere Frieden. Der einzig wahre Gewinn in deiner Welt ist der Weltfrieden, doch sogar um diesen möchtest du kämpfen. Ich aber sage dir: Wer für den Frieden kämpft, der hat ihn bereits verloren! Wer für den Frieden kämpft, der wird ihn niemals erlangen!

Der einzige Weg, um Frieden zu erlangen oder ihn zu schaffen, ist jeden Kampf aufzugeben – du kannst Frieden weder erkämpfen noch erzwingen; du kannst durch Kampf und Zwang vielleicht einen Waffenstillstand herbeiführen, aber das ist noch lange kein Frieden. Um Frieden zu erlangen, musst du kampflos werden, du musst selbst Frieden sein – dann ist Frieden automatisch da. Wenn du im Frieden bist, wenn du friedlich schwingst, dann erst ist Frieden.

Du aber unterliegst zu sehr deinen Konditionierungen, du steckst so sehr in deiner Ego-Verhaftung fest, dass du gegen alles und jeden kämpfst, und dabei glaubst, dieser Kampf wäre durch irgendetwas gerechtfertigt. Jeder vermeintliche Sieg über andere aber ist stets eine Niederlage vor dir selbst, denn du und der andere, ihr seid eins.

All dein Kampf hat dich genau dahin gebracht, wo du im Moment stehst, da, wo deine ganze Gesellschaft steht. Deine ganze Welt, die gesamte Menschheit hält sich gegenseitig in Schach, sie steht am Rande des Abgrundes – und das nennst du dann Gewinn, das nennst du Sieg? Ein Gewinn an was? Ein Sieg worüber?
Das ist weder Gewinn noch Sieg – das ist permanenter Verlust, das ist eine jahrtausendelang andauernde, jämmerliche Niederlage, mehr nicht.

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© 2013 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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Was die Raupe zu sagen hat


Wir kamen nackt und unbedarft in diese Welt. Wir begannen Fragen zu stellen und fragten doch an der falschen Adresse, denn jene, die uns die Welt erklärten, hatten sie selbst nicht verstanden, weil sie in ihrer Kindheit jene fragten, die die Welt ebenfalls nicht verstanden hatten.

Wir begannen uns Meinungen zu bilden aus Meinungsbausätzen, die wir aus Medien und fremden Köpfen empfingen. Selten gründeten wir unsere Ansichten auf unsere eigenen Erfahrungen, welche in Wahrheit die einzige Grundlage für unsere Weltanschauung bilden sollten. Dies taten wir aus gutem Grunde, denn wir erkannten sehr rasch, dass das Vertreten eigener Ansichten zu Ausgrenzung, Spott und Einsamkeit führte. So fällten wir Urteile über Sachverhalte, die wir niemals am eigenen Leib erfahren hatten, konstruierten Meinungen zu Menschen aus fernen Ländern, zu politischen Geschehnissen, die wir nur vom Hörensagen kannten. Wir entwickelten zu diesen Fertigteil-Ansichten sogar Emotionen, begannen deswegen zu hassen und zu lieben, zogen in Kriege und richteten Menschen für Ideologien, die nicht mal die unseren waren.

Wir vergaßen tatsächlich wie es sein kann, wenn man seine eigenen Gedanken denkt, sich seine eigene Meinung bildet auf Grundlage eigener Erfahrung, hatten verlernt, uns eine eigene Identität zu schaffen und übernahmen dafür jene, die uns Eltern, Lehrer, Spielkammeraden oder Partner zuwiesen, indem wir sie nach ihrer Meinung über uns befragten – Meinung, die auf Vorurteilen und persönlichen Perspektiven gegründet war, denn unser Nächster ist für uns ein fernes Land, welches wir noch nie betreten haben. Wie also konnte unser Nächster uns sagen, wie es in unserem eigenen Land aussehen mochte?

Ja, wir begingen all diese Torheiten. Und wir tun es noch. Doch es ist Zeit, dies zu beenden. Es ist jene Zeit, in der wir entdecken, dass Wissen nicht mehr über die horizontale Ebene – von Meister zu Schüler – sondern auf vertikalem Wege empfangen wird, und zwar durch uns selbst von uns selbst. Wir erkennen, dass wahres Wissen niemals theoretischer Natur sein kann, denn Theorie ist nicht mehr als Hörensagen. Buchwissen ist geborgtes Fremdwissen und daher gleichbedeutend mit Nichtwissen. Wahres Wissen kann ausschliesslich durch Erfahrung gewonnen werden. Doch egal, was wir schliesslich glauben zu wissen, wir werden akzeptieren lernen, dass alles Wissen sich wandelt, so wie sich alles unaufhörlich wandelt. Wir leben in einer Wandelzeit und es ist Zeit für die Rückkehr zu uns selbst.

Deshalb wirf alle Meinungen über Bord, die nicht von dir selbst stammen. Lass jedes Urteil sein über Situationen, denn du kennst ihren Ausgang nicht.
Folge deinem eigenen inneren Ruf und finde endlich Vertrauen in deine Erfahrungen, Fähigkeiten und Träume.
Schaffe dir Raum für dich und deine wahre Schönheit, bringe dein Licht zum Ausdruck durch deine Einzigartigkeit.
Du musst deine Schatten nicht fürchten, denn sie sind notwendige Konsequenz deines Lichtes.
Nimm alle Masken ab, zeige mutig und aufrichtig der Welt dein Gesicht.

Du bist ein einziartiges Wesen, vollkommen im Sinne der Schöpfung. Sieh deinen Fingerabdruck und begreife, dass es da nur ein Maß gibt, an dem du dich messen kannst – du selbst!

In dir ist ein Ort der Stille, den es zu finden gilt, sonst irrst du ewig weiter auf der Suche nach dir selbst, verloren und unvollendet, als blasse Kopie von irgendwem.

Sei einfach du. Werde ein Schmetterling.

Wenn auch du in dir selbst ankommen und nachhaltig zum Seelen-Schmetterling werden willst, um deine Lebensverdindung verstärkt zu kultivieren und zum Quell der Fülle vorzudringen, dann klicke hier: ZUM SEMINAR →

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