FREE HELP & HEALING


FREE HELP & HEALING – DIE IDEE

Mit großem Erfolg nutzten bisher unglaublich viele Menschen die Möglichkeit, eine Online-Sitzung mit mir zu halten. Ein Großteil dieser Menschen eröffnete mir gleich in der Anmeldung via E-Mail, dass man knapp bei Kassa sei, um gleichermaßen spüren zu lassen, wie dringlich Hilfe gewünscht wäre. Mein oberstes Ziel war und ist stets eine neue Welt mit neuen, glücklichen Menschen. Und ich verfüge in meiner Tätigkeit als Hypnotherapeut & Mentaltrainer in jedem Falle über die Mittel und Wege zu helfen. Daher habe ich diesen Menschen von Herzen gerne Hilfe geschenkt, ohne die anderthalb bis manchmal zwei Stunden der geleisteten Sitzung in Rechnung zu stellen.

Mittlerweile schenke ich auf diese Weise pro Woche rund 15 Stunden meiner Leistung an hilfesuchende Menschen und zwar völlig unverbindlich und kostenfrei. Damit gelange ich jedoch selbst mit all meinen sonstigen karitativen und ehrenamtlichen Tätigkeiten sowie mit meinen alltäglichen Verpflichtungen an die Grenzen des für mich finanziell Vertretbaren, obwohl ich von Herzen gerne mehr Hilfe leisten würde.

Dadurch ergab sich also folgende Frage:Wie kann ich jenen mehr Zeit & Hilfe schenken, die sie zwar dringend bräuchten, sich aber nicht leisten können, ohne dabei selbst an den finanziellen Ruin zu gelangen?“
Und so kam mir die Idee zu „FREE HELP & HEALING“.

WAS IST FREE HELP & HEALING?
Jeder Mensch erlebt schlimme Zeiten. Manchmal gibt es Lebensphasen in denen man sich selbst nicht mehr zu helfen weiß. Dann sucht man auf die eine oder andere Weise professionelle Hilfe auf. Das erfordert in der Regel finanziellen Aufwand. Diesen zu leisten ist aber nicht jedem möglich. Von den Kassen finanzierte Therapieplätze sind rar, sodass sich oftmals lange Wartezeiten ergeben. Ein in einem innerlichen Tief befindlicher Mensch kann jedoch nicht warten – er braucht Zuwendung, er braucht Verständnis, er braucht Liebe. Und er wünscht sich konkrete Strategien, um mit dem Tief klar zukommen und es sogar zu überwinden. Das alles braucht er unmittelbar, nicht erst in ein paar Wochen oder gar Monaten.

– Und genau da setzt unser gemeinnütziges Projekt „FREE HELP & HEALING“ an. Wir wollen es hilfesuchenden, sich zudem in finanziellen Notlagen befindlichen Menschen ermöglichen, in schwierigen Lebensphasen unkompliziert Hilfe zu finden, indem sie „FREE HELP & HEALING“ um Hilfe bitten. Um diese Hilfe leisten zu können, bittet „FREE HELP & HEALING“ seinerseits wiederum eine größere Masse an Menschen um Hilfe, die wiederum eine noch größere Masse um Hilfe bittet. So tragen immer mehr Menschen kleinste Teile des Problems eines Einzelnen, bis die benötigte Hilfestellung für jeden Träger so gering ist, dass er sie kaum noch spürt.

WIE FUNKTIONIERT FREE HELP & HEALING?
Das Konzept ist simpel. „FREE HELP & HEALING“ funktioniert durch dich und deine Spende. Mit jedem Euro, den du spendest, finanzieren wir nicht unsere Maseratis, Ferraris oder Lamborghinis, sondern einzig und allein Online-Sitzungen mit dem Andersmensch. Diese Sitzungen können Bedürftige dann für sich kostenlos buchen. Dabei ist es egal, ob du mit kleinen Beträgen oder größeren Summen dabei bist – jeder Euro hilft dabei, eine Sitzung zu finanzieren. Dein Beitrag fließt mit den Beiträgen anderer Spender in einen Topf. Ist dieser Topf soweit gefüllt, dass sich damit eine Online-Sitzung finanzieren lässt, schreiben wir diese Sitzung öffentlich aus, sodass sozial schwächer gestellten Menschen in schwierigen Lebenssituationen rasch Hilfe zur Selbsthilfe geboten werden kann.

Deine Spende rieselt dabei nicht in den endlosen Schlund aufgeblasener Verwaltungsapparate, sondern kommt 1:1 jenen zugute, die du damit bedacht hast. Der persönliche Aufwand für den Einzelnen ist äußerst gering – die gemeinsam erzielte Wirkung aber enorm.

– Falls du also deinem Nächsten und auch dir selbst Freude machen und Hilfe leisten willst, dann schenke ihm einfach „FREE HELP & HEALING“! Bewege etwas Schönes – werde Helfers Helfer bei „FREE HELP & HEALING“!

Das Maß deiner Hilfe entscheidest ganz alleine du selbst und zwar völlig unkompliziert, indem du uns via Paypal Me unter paypal.me/Andersmensch unterstützt. Gerne nehmen wir deine Hilfe auch auf dem üblichen Bankweg entgegen. Unsere Bankdaten findest du unterhalb dieses Textes. Natürlich freuen wir uns auch sehr, wenn du dieses Projekt zahlreich mit deinen Freunden teilst!

Wir danken dir von ganzem Herzen für deine Hilfe,
der Andersmensch & Team

BANKVERBINDUNG: BAWAG PSK
BLZ: 60000
LAUTEND AUF: David Pauswek
BIC: OPSKATWW
IBAN: AT55 6000 0000 7426 2458
VERWENDUNGSZWECK: Spende für Free Help & Healing

 

Besuche auch gerne unsere Website: andersmensch.com

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Zum Kern der Liebe


„Eine erfüllte Partnerschaft symbolisiert die endlose Reise zum Kern der Liebe – mit jedem Schritt durch den ihr tiefer in euch vordringt, rückt dieser Kern ein Stück von euch ab, obwohl das Maß eurer Liebesfähigkeit um das Maß dieses Schrittes steigt, ähnlich dem Horizont, den ihr niemals erreichen werdet, weil auch er mit jedem neuen Schritt um exakt diesen Schritt von euch abrückt. So bleibt die Reise zwar nicht ziellos aber doch ohne Ende.
Und in Wahrheit ist es vollkommen egal wohin ihr reist auf diesem unendlichen Wege – da wo ihr beide seid, da ist immer Zuhause.“
– der Andersmensch © 2016

Mr & Mrs Andersmensch senden hiermit allen Fans liebe Grüße aus dem Urlaub sowie eine wundervolle Wanderung zum Kern der Liebe.

 

© 2016 text by David P. Pauswek. Foto by Nini & Dave © 2016. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Partnerschaft als Feld der Entwicklung


Eine fruchtbare Partnerschaft ist keine Sache, die du irgendwann im Rausche der Verliebtheit beginnst und die dann ganz von selbst zu laufen hat – eine fruchtbare Partnerschaft erfordert kontinuierliche Arbeit, Hingabe, Durchhaltevermögen und die aufrichtige Absicht zur Liebe. Dazu gehört auch der Mut, über sich selbst hinauszuwachsen, die eigene Komfortzone immer wieder zu verlassen, manchmal persönlichen Eigendünkel und eigene Bedürfnisse hintanzustellen, sowie Verletzlichkeit zuzulassen. Und ihr braucht Ziele.
Wenn ihr eine Partnerschaft anstrebt, die auch noch nach Jahren rockt, dann müsst ihr bereit sein, Verletzungen hinzunehmen und miteinander Räume der Heilung und des Wachstums zu eröffnen. Ihr müsst lernen, Konflikte nicht als Niederlagen sondern als Felder der Entwicklung zu erkennen.
Erarbeitet euch gemeinsame, klar definierte Regeln und setzt euch realistische Ziele. Legt Konsequenzen fest, die auf Regelverstöße folgen und verliert dabei die Ziele nicht aus den Augen.
Stellt euch offen Fragen:

• Wie tief wollen wir uns aufeinander einlassen?
• Wohin wollen wir zusammen?
• Was können wir gemeinsam und was kann jeder für sich selbst tun, damit wir einander als Bereicherung dienen?
• In welchen Gesichtspunkten kann ich dich und wo kannst du mich unterstützen, damit es uns als Paar aber auch als Individuen gut geht?
• Welches Verhältnis von Nähe und Distanz ist eines, das uns beiden Erfüllung bringt?
• Schenken wir einander ausreichend Raum für unsere Partnerschaft und gewähren wir einander auch Räume des Rückzugs?
• Welche Eigenschaften schätze ich an dir, welche schätzt du an mir, und welche Unterschiede unseres Wesens haben wir bisher nicht als gegenseitige Ergänzung betrachten können?
• In welchen Aspekten unserer Partnerschaft kann ich selbst meine Liebesfähigkeit noch erweitern?

– Wenn ihr eure Partnerschaft nicht als einen Selbstläufer oder als Quelle egoistischer Bedürfnisbefriedigung betrachtet, sondern als ein gemeinsames Feld der Entfaltung, an dem ihr beide zu arbeiten habt, um progressive Bewusstwerdung und Erfüllung zu erfahren, dann werdet ihr erkennen, dass sie lebendig, fruchtbar und heilig bleibt, denn ihr habt einander nicht zufällig gefunden – ihr habt eine gemeinsame Bestimmung und die bedeutet: Entwicklung!
Akzeptiere: Das übergeordnete Ziel einer jeden Partnerschaft, einer jeden zwischenmenschlichen Beziehung, ist nicht Glück, sondern Bewusstwerdung. Glück darf dabei als Nebenprodukt entstehen, aber es kann niemals als Hauptziel dienen, sonst wird die Enttäuschung groß sein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Foto by Raffael Pauswek/Projekt 21 © 2016. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Fallend


Bitte, sieh nicht den Mann, der sich in seinen Träumen verrannt hat.
Bitte, sieh mich mit all meinen Kurven und Kanten. Erinnere dich an diese Zeit, als mein Name dich begleitete und dir Sonnenschein ins Lächeln brachte. Ich trage den deinen immer noch an den schmerzenden Stellen und stehe in der U-Bahnstation, mein ganzes Leben in einer Plastiktüte neben mir.
Da kommt der Zug auf seinen Schienen.
Da kommt die Erinnerung zurück wie Staub in der Glaxie, wie Birkenblätter im Wind, wie Lieder ohne Musiker.
Vielleicht sind wir nichts weiter als verlorene Sterne, ihr Licht in die Dunkelheit strahlend.
Vielleicht sind wir verlorene Sterne, für immer fallend ohne einander.

Bitte, sieh nicht den Mann, der sich in seinen Träumen verrannt hat.
Bitte, sieh mich an. Erinnere dich daran, als alles an dir alles an mir liebte. Und wenn du mich willst, dann umarme mein Licht ein weiteres Mal. Es wird jeden Tag schwerer, dein Gesicht zu erinnern, aber ich denke immer noch an dein Lächeln. Ich trage es an den unfassbaren Stellen und stehe an der Endstation, mein ganzes Leben in einer Plastiktüte neben mir.
Da kommt der Zug auf seinen Schienen.
Da kommt die Erinnerung wieder wie Vögel am Himmel, wie Schneeflocken im Sturm, wie Poesie ohne Dichter.
Vielleicht sind wir nichts weiter als verlorene Sterne, ihr Licht in die Dunkelheit strahlend.
Vielleicht sind wir verlorene Sterne, für immer fallend ohne einander.

Bin ich tatsächlich hier ohne dich oder träume ich? Ich kann Traum nicht mehr von Wirklichkeit trennen. Und wenn ich ganz alleine bin und Distanz bloß Stille bringt, die meine Ohren betäubt, dann erinnere ich mich an unsere verschmolzenen Hände, an die Geliebte, die neben mir erwachte, als die Tage noch ungezählt und die Nächte leicht waren. Meine Strahlen tanzen dann durch die Ewigkeit, verzweifelt auf der Suche nach den deinen, wie damals, als wir einander fanden.
Und ich stehe unter deinem Fenster ohne Adresse, mein ganzes Leben in einer Plastiktüte neben mir.
Da kommt der Wagen auf seiner Straße.
Da kommt die Erinnerung zurück wie Regen in der Nacht, wie Donner mit den Wolken, wie ein Tanz ohne Tänzer.

Vielleicht sind wir nichts weiter als verlorene Sterne, ihr Licht in die Dunkelheit strahlend.
Vielleicht sind wir verlorene Sterne, für immer fallend ohne einander.
Wenn du mich willst, dann finde mein Licht ein weiteres Mal. Wenn du mich erinnerst, dann liebe mich endlos, denn ich bin nichts weiter als ein verlorener Stern am Himmel über dir. Für immer fallend ohne dich. Für immer fallend ohne uns.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

In diesen Armen


Manchmal, da will ich mich klein fühlen. Hin und wieder möchte ich Bedürftigkeit empfinden. Dann erlaube ich mir Sehnsucht. Sehnsucht nach Armen, die einfach nur da sind, um mich zu halten.

Manchmal brauche ich nichts weiter als diese Arme. Keine Ermutigungen, keine klugen Worte, denn ich kenne sie alle als mein Eigen und mag sie nicht mehr hören aus tausend Mündern.

Manchmal, da will ich bloß in die Arme eines weichen Herzens kriechen, um über mich selbst zu weinen. Wie ein Baby will ich darin ruhen und haltlos fallen in mein kleines, dummes Drama, ohne dass man versucht, mich aufzufangen. Fallen will ich dann und aufschlagen am Boden der Tatsachen. Mehr will ich dann nicht, mehr brauche ich in solchen Momenten nicht. Bloß Arme, die da sind wie ein schützender Mutterleib in dem ich schwimmen darf, wie ein warmes Bad in das ich gleite nach langer Wanderung durch eine Winternacht.

Manchmal will ich nur die Geborgenheit dieser Arme. Haut will ich dann spüren, die mit der meinen verschmilzt, und jemand, der diesen müden Kopf streichelt, aber mir nicht vorlügt, alles würde gut. Denn es wird nicht gut. Es war nie gut und es wird nie gut sein. Es wird immer bloß so sein, wie es ist, aber niemals wird es gut sein. Und am Ende finden wir uns sowieso alle wieder in unglücklichen Reihen von Steinen in die unsere Namen gemeißelt sind. Unglückliche Reihen erzählend von plötzlich zerschmetterter Hoffnung und unerfüllten Plänen, von abgetriebenen Träumen und bedeutungslosen Kämpfen, für immer aus den Erinnerungen der Welt wehend mit dem Wind der Zeit.

Manchmal will ich einfach nur diese Arme, die mich ehrlich, die mich aufrichtig umfangen. Keine Versprechungen, keine süßen Lügen, keine Schwüre oder Belehrungen, keine Ratschläge, keinen Trost, nur diese stillen, wahrhaftigen Umarmungen, die mich für zwölfhundert Herzschlage und neun Sekunden vergessen lassen, wo ich bin, wer ich bin und dass ich bin.

Manchmal brauche ich nicht mehr als das. Nur die Arme eines weichen Herzens, an dem ich ruhen darf, dessen Schlag mir ein Schlaflied pocht. Nur diese Arme, wo ich für ein paar Atemzüge meiner Heimatlosigkeit, meiner angeborenen Verzweiflung entfliehen darf, wo weder Frage noch Antwort mich plagt, wo einzig stiller Frieden, wo flüchtige Geborgenheit mich trägt.
Und wenn mich dann endlich Schlaf findet in diesen Armen, dann flüstere sanft „Ich liebe dich!“, denn das ist der einzige Moment, in dem ich es dir glauben werde.

Manchmal, da brauche ich genau das. Nichts weiter als diese Arme, mein Einschlafen in ihrem Schutz und die schönen Worte, die du mir dann flüsterst, wenn ich da bin, wohin mir keiner folgen kann. Das ist alles, was ich wirklich brauche. Manchmal.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Die Psychopathologie der Single-Gesellschaft


Eine Gesellschaft in der Partnerschaften nahezu unmöglich wurden ist eine zutiefst kranke, psychotische Gesellschaft. Du erkennst die seelische Gesundheit einer Zivilisation daran, wie fähig ihre Mitglieder zu dauerhaften, erfüllten Partnerschaften sind. Menschen, die aus Partnerschaften Konsumgüter und aus dem Partner ein Subjekt zur Wunschbefriedigung machen, sind seelisch krank. Sie leiden an einer künstlich geschaffenen Krankheit, deren Ursprung im Wunsch nach Kontrolle und Macht wurzelt. Diese Krankeit wird gefördert durch jene, die von Macht und Kontrolle profitieren, und sie wird übertragen und verbreitet von jenen, die sich zum alleinstehenden Individuum, zum sogennanten Singletum manipulieren lassen.

Die „Liebe dich zunächst selbst“-Gesellschaft hat zu nichts anderem geführt als zu unzähligen, einsamen Super-Egoisten, die so dumpf geworden sind, dass sie nichts anderes mehr können, als sich den lieben langen Tag selbst zu feiern. Partnerschaften halten sie für anstrengend, weil ohnehin kein Partner perfekt genug ist, um der eigenen (eingebildeten) Perfektion zu entsprechen. Es ist nicht wahr, dass du zunächst dich selbst lieben musst, um andere lieben zu können, denn du liebst dich bereits selbst – das musst du nicht mehr fördern, da sich jeder Mensch von Geburt an selbst der Nächste ist.
Der „Liebe dich selbst“-Wahn ist ein künstliches Manipulationsmittel, um dich in eine unreflektierbare Scheinwelt von der eigenen Fehlerlosigkeit zu treiben. Es soll dir das Gefühl vermitteln, du wärst so unendlich kostbar, dass nur ein ebensolch perfekter und unendlich kostbarer Mensch an deiner Seite für dich akzeptabel erscheint. Du sollst dadurch jede geringere Form von Begegnung als überaus unzureichend und anstrengend empfinden, denn nur so ist es möglich, dich von deinen Mitmenschen zu isolieren, ohne dich erkennbar zu inhaftieren. Die daraus resultierende Isolation und Einsamkeit kann und wird dazu genutzt, dich als Konsument und Lohnsklave besser lenken und steuern zu können.

– Eine Partnerschaft ist nicht anstrengend – anstrengend ist der krankhafte Wunsch nach Perfektion innerhalb dieser Partnerschaft. Sobald du den Wunsch nach Perfektion aufgibst, wirst du wieder fähig sein, erfüllte, dauerhafte und leichtgängige Partnerschaften zu leben. Erst dann, wenn du all die künstlich in dir gezüchteten Ideale vom Traumpartner, der Dualseele und der perfekten Begegnung aufgegeben hast, bist du wieder frei und offen für wahre, authentisch gelebte Partnerschaft.
Es sind deine viel zu hohen Ansprüche an einen Menschen, die es dir unmöglich machen, erfüllt und leicht mit diesem zu leben. Es sind ausschließlich diese Ansprüche. Und diese Ansprüche sind wider die Natur – sie wurden dir künstlich implantiert durch die Lüge vom perfekten Partner. Gib diesen Gedanken auf, denn ein perfekter Partner existiert nicht. Du wirst niemals einem perfekten Menschen begegnen – du wirst stets nur auf Wesen treffen, die ebenso ratlos und schutzbedürftig durch diese rätselhafte Welt streifen wie du selbst.
Daher ist es essenziell, jeden Anspruch auf Perfektion zwischen zwei Menschen ad acta zu legen, um wieder ein gesundes, sozial fruchtbar agierendes Individuum zu werden.

Der Mensch ist ein zutiefst soziales Wesen. Sein höchstes Potenzial kann er nur in liebevoll-fruchtbaren sozialen Bindungen entfalten – er verkümmert und stirbt letztlich bei lebendigem Leibe, wenn dieses Bedürfnis nach liebevoller Nähe nicht befriedigt wird. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen wirken als wären sie Zombies – emotional erkaltet und sozial im höchsten Maße inkompetent. Sie alle sind Opfer bösartigster Manipulation, die von jenen ausgeht, die wissen, dass unbefriedigte, vereinsamte Menschen bessere Konsumenten und kontrollierbarere Soldaten in einem unsichtbaren Krieg sind.

Diese Single-Gesellschaft, in der du lebst, ist dermaßen psychopathologisch, dass sie in die Geschichte als das dunkelste Zeitalter der Menschheit eingehen wird. Folgende Generationen werden die Single-Epoche in einem Atemzug mit dem düsteren Mittelalter nennen und sie wird als Mahnmal für die Wichtigkeit der Liebe stehen.

Auch ich selbst bin Opfer dieser Gesellschaft, aber mein Opfertum ist ein völlig anderes, denn ich bin ein Liebender geblieben, trotz der zahlreichen Verluste an wundervollen Seelen, die ich gerne ein Leben lang an meiner Seite gehabt hätte, aber die ich gehen lassen musste, weil ihre künstlichen Ansprüche auch an unsere Begegnung zu hoch waren, und ich weiß um den Preis, den ich bezahlen musste und bezahlen werde müssen, doch meine Sicht der Liebe wird niemals in die Knie gezwungen, weil ich einfach spüre, dass sie die bessere ist.
Daher sage ich:
Fuck off, Single-Gesellschaft!
Fuck you, Feudalherr und Dualseelen-Erfinder!
Mindfuck me harder – meine Liebe bleibt unmanipuliert!
Liebe schert sich nämlich einen Dreck um Perfektion und schon gar nicht um Wirtschaftswachstum, Macht oder Erfolg. Sie kümmert sich nicht um Nationalität oder ethnische Abstammung. Sie ignoriert Altersunterschiede und sogenannte Unmöglichkeiten. Liebe ist keine Disziplin, deren Ziel eine gewisse Form des Erfolges wäre.
Die Liebe ist ansich dann erfolgreich, wenn du die Hand deines Partners auch dann noch halten willst und kannst, wenn sie alle anderen bereits losgelassen hätten – sogar du selbst. Aber du bleibst, weil du spürst, dass die Liebe dich bindet und hält, weil du dich voll und ganz dem hingibst, was die Liebe dir flüstert. Sie flüstert: „Ich habe die hässlichen Aspekte unserer Begegnung gesehen, aber ich bleibe, weil ich nur so heilen kann, was meiner Heilung bedarf…“
Liebe bedeutet, dich täglich selbst zu überwinden und an deiner Partnerschaft zu arbeiten, ohne dich ständig zu fragen, ob der Partner ebenso hart arbeitet wie du – Liebe ist keine Win-Win-Situation, sie ist kein Tauschhandel und kein Geschäft, bei dem am Ende einer profitieren muss.
Liebe ist der einzige Weg, um das zu sein, was du wahrlich bist – ein wundervolles, zutiefst soziales Wesen.
Liebe äußert sich durch die Neugier darauf, was geschieht, wenn man nicht aufgibt.
Und daher sage ich zu meinem Partner:
„Ich will dich nicht perfekt – ich will dich lieben und liebend. Ich will es nicht leicht mit dir haben – ich will es lebenslang mit dir haben.
Ich will nicht glücklich durch dich sein – ich will zufrieden mit UNS sein!“

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Entfessle den Superhelden in dir!


Wusstest du, dass in dir ein Superheld schlummert?

Du hast es wahrscheinlich mittlerweile vergessen, aber als Kind warst du dir dessen sicher. Es war sonnenklar du bist zu großen Taten und für Wunder geboren, du würdest niemals so werden wie die Anderen, durch dich würde die Erde eine bessere Welt. Du würdest niemals ein Feigling, ein Schwächling oder gar ein Bösewicht werden, daran gab es absolut keinen Zweifel. Für dich gab es den damals freilich nicht, für jene, welche den Superhelden in sich selbst bereits vergessen hatten, gab es diesen Zweifel sehr wohl. Und so hatten sie begonnen, dir den Superhelden auszureden, wann und wo auch immer du ihn zulassen wolltest. Man gemahnte dich dazu, „normal“ und „realistisch“ zu sein und auf gar keinen Fall jemals zu fliegen. Am Boden der Tatsachen, da solltest du bleiben, aber niemals in deiner Rolle als Superheld erblühen, niemals aufsteigen, niemals großartig sein, niemals fliegen. Du durftest nicht mehr als Superman oder Wonder Woman in Erscheinung treten, sondern wurdest viel mehr dazu verdonnert, in deiner Scheinidentität als Clark Kent oder Diana Prince dahin zu dämmern kein atemberaubendes farbiges Kostüm, keine Superkräfte und Heldentaten mehr, keine Abenteuer, keine Weltrettung und schon gar kein Fliegen mehr.
Nun bist du das, was man „erwachsen“ nennt, lebst das, was man dir als „realistisch“ verkauft hat, und tümpelst im Alltag deines tristen Hamsterrades am Boden der Tatsachen rum, drehst dich sinnlos im Kreis eines Lebens, das sich monochrom wie eine Schwarzweißfotografie, das sich schal wie abgestandenes Mineralwasser anlässt  wie langweilig, wie halbtot oder bestenfalls halblebendig! Wie farblos, wie geschmacklos, wie traurig!
Tief in dir drinnen aber spürst du noch große Kraft. Sie liegt verschüttet unter all dem dunklen Müll vom Realistischsein. Und das macht dich still aber dauerhaft traurig.

Ich möchte aber nicht, dass du traurig bist und so lebst, denn ich bin ein Superheld. Ich bin hier, um dich zu retten. Ich möchte dich an den Superhelden in dir selbst erinnern! Ich wünsche mir für dich, dass du ihn wieder zum Leben erweckst, dein wundervolles Superheldenkostüm überstreifst und in all den schillernden Farben deines seelischen Heldentums erblühst, von dem du als Kind so sehr überzeugt warst. An deine Superkräfte möchte ich dich erinnern, die da sind:

  • Fantasie
  • Mut
  • Aufrichtigkeit
  • Tapferkeit
  • Sanftmut
  • Güte
  • Akzeptanz
  • Empfindsamkeit
  • Friedfertigkeit
  • Großzügigkeit
  • Bewusstheit
  • und die Machtvollste davon: Liebe

Du besitzt diese Kräfte immer noch in uneingeschränktem Maße! Du hast sie bloß schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr trainiert und kaum eingesetzt, weil du begonnen hast, dich dafür zu schämen. Man hat dir diese Superkräfte nämlich ausgeredet und miesgemacht, man hat sie dir als deine größten Schwächen verkauft. Doch das war eine glatte Superlüge! Das sind keine Schwächen  es sind deine mächtigsten Superkräfte!  Mit diesen Superkräften kannst du die Welt retten. Du kannst sie jeden Tag aufs Neue retten vor den Superschurken, die fantasielos, mutlos, unehrlich, feige, kaltblütig, erbarmungslos, intolerant, gefühllos, geizig, unbewusst und vor allem lieblos durch das Universum streifen. Es sind die Fantasielosen, die Realisten, die Kampflustigen, die Gefühllosen, vor allem aber die Lieblosen, die deine Gegner sind. Das sind die Superschurken! Das sind jene, die deine Welt farblos halten wollen, weil sie es vorziehen, lieber Superschurken als Superhelden zu sein.
Vor all diesen Bösewichtern kannst du die Welt retten, indem du dich jeden Morgen neu an deine Superkräfte erinnerst und sie freudig zum Einsatz bringst.

Gewiß, du trägst zwar viele der Superschurkeneigenschaften in dir, aber das liegt bloß daran, dass du wie jeder echte Superheld eben auch dein ganz persönliches „Kryptonit“ hast. Jeder hat sein Lindenblatt, für jeden gibt es sein spezielles Kryptonit. Der Kern allen Kryptonits, seine Uressenz, ist Angst! Aus dieser Angst werden Zweifel geboren. Und diese Zweifel hindern dich daran, Wunder zu vollbringen, Heldentaten zu vollführen und am Ende sogar zu fliegen. Daher: Halte dich fern von Kryptonit!

Rette wieder täglich die Welt! Rette sie für dich selbst, indem du in deinem eigenen inneren Universum mit den Heldentaten beginnst. Erweitere deinen Handlungsradius nach außen, setzte überall da, wo du erscheinst, eine oder sogar all deiner Superkräfte ein und rette auf diese Weise die Welt auch für andere. Und dann rette sie letztlich für deine und meine Kinder. Rette sie dadurch, indem du deine Kinder niemals so anlügst, wie du selbst belogen wurdest, als man dir sagte, du hättest keine Superkräfte und könntest niemals fliegen ich schwöre dir: Wenn du die machtvollste deiner Superkräfte die Liebe  ohne Angst, ohne Zweifel uneingeschränkt einsetzt, wenn du diese Liebe in all ihren Farben als übermächtige Energiewellen freisetzt, dann kannst du tatsächlich fliegen. Dann wirst du dich über die Erde erheben, in den Himmel aufsteigen, Wunder vollbringen, Völker und Zivilisationen befreien, die Wale, die Bienen und den Regenwald retten. Du wirst die Welt anhalten, Sterne gebären und Universen erschaffen! Wenn du die Liebe einsetzt, dann bist du unbesiegbar. Wenn du die Liebe bringst, steht das Universum still…

All das wirst du tun, wenn du dich wieder an deine wahre Identität als Superman oder Wonder Woman erinnerst Wunder wirst du tun, ein Wunder wirst du sein, Wunder wirst du erfahren! Daher bitte dich, erinnere dich an die Wahrheit über dich selbst.
Ich bitte dich: Entfessle den Superhelden in dir!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek. Bild und Grafik © 2015 by alphawolf. Models: Der Andersmensch & Jasmin Sady T. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce