Des Königs Liebe


beauty106Kurz nur verließ ich das Zimmer Nummer 14, um ganz profan, aber doch einem Alltagshelden gleich, deine Zigaretten aus dem Wagen zu holen.

Ich kann keine Sekunde ohne dich sein, wisperte deine Stimme, als ich wiederkam und du, gewickelt in ein weißes Laken, wartend im Türrahmen standest, um mich sanft zurück ins Bett und erneut in unsere Umarmungen, in unseren Duft zu bugsieren.

Der Ausdruck meiner Liebe blieb dir ein Rätsel, doch ist es die einzige Art Liebe, von der ich spüre, dass sie wirklich ist.

Du kannst tun und lassen, was immer du willst, und so es deinen Untergang bedeuten, so es dein Unglück sein sollte, so du deine Reise fortsetzen müsstest, wenn es sein möchte, sogar mit einem Anderen zu leben, mich immer wieder aufsuchend, mich stets aufs Neue verlassend – nichts, aber rein gar nichts, ändert das Fließen meiner Hingabe an dich, mein vollkommenes Fallen in unsere kurze, einmalige und unvergessliche Begegnung.

Wohin du auch gehst, mit wem du auch lebst – meine Liebe, die dich zur Königin aller Königinnen macht, meine Liebe bleibt dir.
Sie ist die unsichtbare Krone, dein heimlicher Thron.
Und daran ist keine Bedingung geknüpft, denn meine Liebe braucht die deine nicht. Meine Liebe wächst allein an der Tatsache, dass es dich gibt, und daran, uns erfahren zu haben in jenen kostbaren Augenblicken im Zimmer Nummer 14, als der Juli-Himmel über dem Schloss aussah wie gemalt, um für das göttliche Kunstwerk eines verlängerten Wochenendes auf die Erde zu kommen.

Die Liebe allein ist Grund für meine Liebe zu dir – einen anderen kenne ich nicht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Mondblut


Ich ersehne dich
und den Weihrauch der Nacht.
Ich ersehne dich
und das Blut des Mondes im Juli.
Ich erflehe das Bad
in der Flamme deines Lichts.
Kalt und silbrig die Hoffnung
in stillen Tränen,
gefolgt von Jahren,
die die Unschuld meiner Liebe
nährten.
Ich erbitte dich
und den Schmerz,
der du bist.
Ich erflehe den Tanz
im Feuer deiner Liebe.
Ich ersehne dich
und das Mondblut auf weißen Laken.
Warm und schillernd der Abschied
in deinem Lächeln,
abgelöst von jenen Augenblicken,
die die Hoffnung auf dich
erstickten.
Ich ersehne dich.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Als ich begann, dir nichts mehr zu sagen



Arvo Pärts „Spiegel im Spiegel“ als sanfte Einstimmung auf den heutigen Abend, der lieblich in die morgige Langeweile eines Feiertags gleiten möchte wie ein müder Schwan übers stille Wasser eines kitschigen Seerosenteiches, an dem du und ich nicht sitzen im Regen eines Julis, der niemals kommen mag, Hand in Hand, geschmolzen wie das Wachs einer heruntergebrannten Kerze, wie eine Zigarette, der keiner Feuer geben mag, schweigend, jeder in liebevoller Einsamkeit für den anderen.
Wenn dann die Wärme deiner Hand aus der meinen schwindet, weil du einem Traum ähnlich wieder deiner Wege ziehst, dann sollst du wissen, dass ich dich erst so unerbittlich zu lieben begann, als du nicht mehr da warst. Weil auch du mich immer erst dann lieben kannst, wenn du gegangen bist – drehe dich um und flüchte mit einer faulen Ausrede, so wie du das gerne tust. Doch wie oft und wohin du auch gehen magst – du bleibst mein Spiegel im Spiegel, so wie ich der Bruch im Herzen deines Herzens bleibe. Ein Bruch, den du mit seichten Liebschaften zu kitten bemüht bist.
Sie tun mir nichts, diese Regenpfützenliebschaften, aber du bist es, die verzweifelt an ihrem Mangel am Ankommen, einem Blinden mit Pfeil und Bogen ähnlich, in dumpfer Dunkelheit scheiternd, ein Herz so zu treffen, wie das meine. Weil nur ich ihn wieder flicken werde, diesen Bruch in deiner Mitte, indem ich dich nie wieder halte und dir keine Gedichte mehr schreibe. Dieses Gedicht ist nicht für dich, so wie keines meiner Gedichte jemals für dich war – all meine Gedichte waren stets nur für den Applaus, sie waren für die Katz, denn die ist ehrlicher zur Liebe, als wir beide es jemals sein werden.
Wir beide wissen nur zu gut: Bloß weil jemand nicht zu sehen ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er nicht da ist. Also bin ich dir niemals bitter, ich bin dir niemals gram, keine Fesseln mehr, keine Versprechungen, kein Drama – stille Akzeptanz ist mein Tanz, zu dem ich dich nicht bitte, denn Kirschblüten regnet es zu allen Zeiten, wenn der Frühling zur Ewigkeit wächst.
So sieht meine Spontan-Profan-Poesie aus, wenn nichts Besseres da ist, weil das Beste wieder einmal geflohen ist. Innert 7 Minuten geschrieben, innert 19 Minuten vergessen, innert 12 wieder erinnert… 1979 Tastenanschläge sind nicht nötig, um weniger zu sagen als nichts. Nichts – das ist alles, was ich dir noch zu sagen habe, doch es ist mehr, als ich jemals sagen wollte.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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