Sei dein eigener Erlöser


erloesung01Immer dann, wenn ein neuer Präsident an die Macht kommt, hoffst du, dass er dein Leben verbessern wird. Wenn ein neuer Papst, ein neuer Lama, ein neuer religiöser Führer gewählt wird, liegt deine Hoffnung darin, dass nun doch noch eine Wende zum Guten in deinem Leben geschieht. Erscheint ein neuer spiritueller Bestseller-Autor auf der Bildfläche, kaufst du begeistert seine Bücher und siehst (meist heimlich und still, denn offiziell gibst du dich ja nicht der Lehre eines Gurus hin – das würde zu sehr am Stolz deines Egos kratzen) in ihm deinen neuen Guru. Lernst du einen neuen Partner kennen, hegst du die Hoffnung, dass er dich glücklich machen wird – ständig rufst du nach einem Erlöser, einem Messias!

Solange du nicht begreifst, dass es keinen anderen Erlöser, keinen anderen Messias als dich selbst gibt, wirst du bitter enttäuscht sein. Nur du allein kannst dich erlösen! Nur du allein kannst dein Guru, dein Messias, dein Erlöser sein – einen anderen gibt es nicht. Kein anderer ist damit zu belasten, dass du dich befreist und erlöst, und niemand, absolut niemand wird dir das abnehmen. Du ganz alleine trägst die Verantwortung für dein Leben, dein Glück, deine Erleuchtung.
Alles Wissen liegt in dir selbst, alle Erleuchtung war schon da, bevor es dich in dieser deiner gegenwärtigen Form gab – aller Ursprung dieses Wissens, dieser Erleuchtung, ist die Stille, die Gedankenleere. Nur da findest du, was du suchst. Nur du allein kannst es aus dieser Stille heraus zu deinem gelebten Gewahrsein machen.
Da dir dieses Maß an Verantwortung aber zu groß erscheint, regredierst du geistig zu einem Kleinkind und zwängst andere in die Rolle deines metaphysischen Papas, deiner Mama, deines Führers, deines Erlösers, denn dieser ist dann angenehmer zu verurteilen, wenn du einmal mehr nicht befreit wurdest. Es ist bequemer diesen zu kreuzigen, als dich selbst.

Du schimpfst über die Politik, die Machthaber, die du selbst gewählt, denen du selbst die Macht über dich verliehen hast. Aber würdest du endlich wirklich erwachsen werden, hätte keiner mehr Macht über dich – du würdest niemand mehr in die Rolle deines Führers, Erlösers oder Meisters drängen.

Eine Gesellschaft, die sich nur noch aus psychisch erwachsenen Menschen zusammensetzt, braucht weder Führer, noch Päpste, noch Polizei, noch Armee – eine solche Gesellschaft ist eine erleuchtete Gesellschaft. Doch bei den letzten Sätzen geht dir folgendes durch den Kopf: „Ja, stimmt! Wären doch auch die Anderen dazu bereit…“
– Und genau daran erkennst du deine geistige Unreife! Genau daran scheitert deine ganze neurotische Gesellschaft. Denn schon wieder machst du jemand anderen dafür verantwortlich, was nur in dir selbst Veränderung finden kann.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

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Spirituelle Monogamie


lovers53Bemühe dich nicht, monogam zu leben. Monogamie ist dir von Natur aus nicht gegeben. Das ist eine biologische Tatsache. Die Natur hat es so eingerichtet, dass du deine Gene so weit als möglich streuen sollst; auch dein Geist liebt mannigfaltige Freuden auf physischer Ebene. Das ist ein vollkommenes Prinzip. Du kannst und musst es nicht verbessern. Die Natur weiß es immer besser als es deine gesellschaftlichen Regeln, Zwänge und Dogmen jemals wissen könnten. Die Natur ist die weise Mutter, die dich alle Dinge lehren kann, wenn du dich ihr hingibst. Leider scheiterst du an der Hingabe.

Die Institution der Ehe hat dich in ein Gefängnis gesperrt, dir den Zwang auferlegt, sexuelle Lust nur mit einem einzigen Menschen zu erfahren, doch das ist ein Schuss, der immer nach hinten losgeht. Jeder Zwang führt letztlich dazu, dass du der Natur deines Wesens folgen musst, indem du aus dem Zwang ausbrichst, denn dein wahres Wesen ist ein absolut freies. Dein wahres Wesen lässt sich nicht zwingen – je größer der Zwang, desto stärker der Wunsch, dem Zwang zu entkommen; je starrer die Regeln, umso größer das Verlangen, sie zu brechen.

Die Institution der Ehe trägt große Verantwortung am Ehebruch. Sie ist wesentlicher Verursacher der Untreue, denn gäbe es den Zwang nicht, wäre das wunderschöne Versprechen der Treue zwischen zwei Menschen weit seltener gebrochen worden, als dies in deiner Geschichte bisher der Fall war. Aber nicht nur die Ehe selbst ist ein Zwang zur Treue, sondern auch deine neuen sogenannten „lockeren“ oder „freien“ Beziehungen, die in Wahrheit alles andere als locker und frei sind.
Einzig und allein auf den Trauschein und den Ring verzichtest du, doch das Modell dahinter ist im Grunde nichts weiter als eine billige Kopie der Ehe mit kleinen, unbedeutenden Änderungen.
Als Grundlage dieser modernen Form der Beziehungen dient immer noch das Besitzdenken. Ihr Schriftführer ist das Ego und dessen Angst, etwas zu verlieren. Deshalb verlangst du deinem Partner Treue ab und er verlangt sie dir ab. Dadurch haltet ihr euch gegenseitig an der Leine. Ihr raubt einander die Freiheit, eurer Natur zu folgen. Ihr macht euch zu gegenseitigen Gefangenen.
Doch selbst wenn du damit leben könntest und auch dein Partner es täte, dass ihr beide auch sexuelle Freuden mit anderen erlebt, so gäbe es da immer noch deinen Freundeskreis, dein soziales Umfeld und letztlich die Gesellschaft, die mit dem Finger auf euch zeigen würde, wodurch ihr neuerlich unter Druck geraten würdet. Man würde euch sehr subtil wieder in die Monogamie zwingen wollen. Das Resultat davon sind Eifersuchtsszenen, Leid und schmerzhafte Trennungen.

Du kannst und wirst Monogamie solange nicht leben können, bis du sie freiwillig für dich entdeckst. Eines Tages nämlich wird sie dir zum heiligen deiner Seele immanenten Wunsch werden. Irgendwann entdeckst du, dass es nicht die körperliche, die sexuelle Anziehung ist, aufgrund der du dich einem Menschen exklusiv schenken möchtest, sondern eine tiefe seelische. Das ist spirituelle Monogamie! Sie ist immer freiwillig und kommt aus deinem Herzen. Sie entstammt nicht deinem Ego, nicht deinem Verstand, schon gar nicht aber findet sie ihren Ursprung in den Regeln einer Institution. Sie wurzelt alleine in dem Herzenswunsch, sie als Geschenk geben zu dürfen.

Als man Jesus fragte, wo denn die Untreue beginne, da sagte er: „Schon wenn du nur an ein anderes Weib, an einen anderen Mann denkst, hast du die Ehe gebrochen!“

– Jesus hatte Recht. Alle Dinge beginnen im Geiste. Dein Schwärmen für deine Stars und Models oder auch für Menschen aus deinem Umfeld ist bereits Untreue, sofern du dich in einer Beziehung befindest. Es spielt keine Rolle, ob du auf materieller Ebene verzichtest, denn im Geiste bist du bereits untreu geworden. Der Verzicht auf der materiellen Ebene ist Heuchelei – dir gegenüber und auch deinem Partner gegenüber. In dir schlummert die Sehnsucht nach anderen Körpern, nach anderen Menschen und damit ist diese Sehnsucht existent. Nur weil du es nicht in die Tat umsetzt, nur weil du dieser Sehnsucht nicht nachgibst, hast du ihre Existenz damit noch lange nicht beendet – das heimliche Verlangen nach sexuellen Erfahrungen mit anderen bleibt in deinem Inneren aufrecht. Lass das Heucheln und die Selbstverleugnung sein!
Solange du innerlich bereit wärst, eine andere Person als deinen Partner sexuell anzunehmen, hast du bereits die Ehe gebrochen, dann bist du noch nicht bereit für spirituelle Monogamie.
Deshalb musst du nicht verzweifeln, denn es ist natürlich. Es entspricht deiner Natur als Mensch. Am besten du akzeptierst das, denn so schaffst du überhaupt erst die Möglichkeit, echte Monogamie zu leben. Solange du es in dir verleugnest, wird es dich immer wieder heimsuchen und in die Betten anderer treiben.

Wenn du aber den Punkt in deiner Entwicklung erreicht hast, an dem du ganz von selbst, aus dir heraus, das tiefe Bedürfnis verspürst, ausschließlich und alleine mit diesem einen Menschen Hochzeit zu feiern und nur noch diesem einen Menschen deine sexuelle Treue zu schenken, dann bist du wirklich bereit zur Monogamie. Erst dann wird sie nicht zur Qual. Erst dann ist Treue ohne Leid, ohne das Gefühl von Verzicht, der sich letztlich als Mangel äußert, möglich. Erst dann hast du die Evolutionsstufe vom Menschen zum höheren Menschen genommen.

Sobald du diesen Punkt erreicht hast, wird dir eine zweite Seele geschenkt sein, die vollkommen mit der Schwingung der deinen harmoniert. Eure Verbindung wird dann eine Ehe sein, die keinen Segen durch die Welt mehr braucht. Diese Verbindung wird auf sehr hoher seelischer Ebene stattfinden, und von diesem Punkt an wirst du kein Bedürfnis mehr nach anderen Partnern empfinden. Es wird dir gar nicht mehr möglich sein, echte, wahre und tiefe Freude an der sexuellen Lust mit jemand anderem zu erfahren. Wenn du es versuchst, wird es dir wie eine ungewürzte Speise erscheinen. Es wird dumpfe Leere und schalen Nachgeschmack in dir hinterlassen.

Eine Ehe, eine Beziehung dieser Art gründet sich nicht mehr auf Besitzdenken, dessen Ursprung die Angst ist, sondern einzig und allein auf Liebe. Die Grundlage ist nicht mehr die körperliche Anziehung, sondern die seelisch-karmische Verbindung zwischen dir und dem Partner. Dies ist die einzig wahre und echte Form der Ehe, denn sie beruht auf absoluter Freiheit und Freiwilligkeit. Liebe ist ihr einziger Grund und ihr einziges Ziel. Monogamie ist dann keine Frage mehr, sondern die Antwort.

Dies soll kein Freibrief zum hemmungslosen Besuch sämtlicher Betten sein, sondern eine Erklärung dafür, dass Monogamie ein Geschenk und kein Zwang ist. Bevor du Monogamie nicht als tiefes inneres Bedürfnis verspürst, bevor du sie nicht aus deinem Herzen heraus schenken möchtest, streiche sie aus deinem Kopf. Monogamie ist Herzenssache. Monogamie ist ein Geschenk, niemals ein Muss.

(Dieser Artikel ist auch zu finden im Bewusstseinsmagazin „Sein“, Ausgabe Nr. 205, 9/2012, Seite 22 und 23, sowie auf www.sein.de)

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Seelenpartner, Dualseelen, Social Media & die Unfähigkeit zur Partnerschaft


godessOftmals werde ich dieser Tage mit folgender Bitte konfrontiert: Andersmensch, kannst du vielleicht etwas zum Thema Seelenpartner & Dualseelen sagen?

Ja, ich kann dazu etwas sagen! Ob es allerdings das ist, was du zu erfahren wünscht, wage ich zu bezweifeln. Ich wäre nicht der Andersmensch, würde ich die Dinge nicht anders sehen.
Mit Andersartigkeit aber hast du ein Problem. Im Andersartigen findet dein Ego keine Befriedigung – dein Ego möchte nämlich viel lieber die eigene, beziehungsweise die allgemeine Meinung durch das Gegenüber wiedergekäut und bestätigt wissen. Das ist wesentlich bequemer, das ist bedeutend „sicherer“, weil es dich nicht aus deiner Komfortzone lockt.
Ich aber tue deinem Ego diesen Gefallen nicht – ich fordere es auf, das sichere Schneckenhaus zu verlassen, um in die unendliche Welt des Mysteriums einzutauchen; ich fordere dich zum bewussten Denken auf.
Bewusstes Denken ist stets kreatives Denken. Kreatives Denken ist Pionierarbeit. Es stellt immer eine Herausforderung dar, denn es läuft außerhalb gewohnter Bahnen; es erfordert Eigenständigkeit und einen offenen Geist. Willst du also verstehen, was ich zu sagen habe, dann bedeutet das, du musst von der Hirnrinde, wo das unbewusste Denken gesteuert wird, auf die vorderen Stirnlappen umschalten. Da findet das kreative Denken statt; und das erfordert stoffwechseltechnisch erhöhten Energieaufwand – das Verweilen im Unbewussten ist deshalb wesentlich bequemer, als die Bewusstwerdung durch eigenständiges, kreatives Denken. Wenn du also wissen willst, was ich zum Thema Seelenpartner & Dualseelen zu sagen habe, dann öffne deinen Geist, werde ein leeres Gefäß, und vergiss für einige Augenblicke, was du zu wissen glaubst.

Das Jahr 2012 trug als Königsdisziplin das Thema Beziehung. Deine Beziehungen, deine Partnerschaften aber sind für dich unmöglich geworden – du kannst sie zurzeit nicht leben. Du kannst sie nicht so leben, wie du es gewohnt bist, wie du sie gerne leben möchtest.

– Woran liegt das?

Nun, du lebst in einer Zeit des Paradigmenwechsels, in einer Zeit der völligen Umstrukturierung deiner Gesellschaft, deiner ganzen Welt. Du lebst ein einer Zeit des globalen Bewusstseinsaufstiegs. Vieles, was du gewohnt warst zu leben, kann nicht mehr so gelebt werden, wie bisher. Dazu zählen in erster Linie deine zwischenmenschlichen Beziehungen, denn dort nimmst du den Bewusstseinswandel am gravierendsten wahr. Manche spüren das weniger, andere wesentlich intensiver, jeder aber ist davon betroffen – der Wandel findet nicht nur global, sondern universell auf allen Ebenen des Seins statt.

Das vergangene Jahr brachte dir aufgrund der herrschenden Zeitqualität kaum Erfüllung in deinen Partnerschaften und Beziehungen – dazu war die Zeit einfach zu unruhig, es durfte noch zu viel Transformation geschehen.
Meine Prognose für das Jahr 2013 sieht hingegen schon wesentlich optimistischer aus: Die Quersumme von 2013 ist 6. Im Tarot steht die Zahl 6 für die Karte „Die Liebenden“. Diese Karte symbolisiert erfüllte Partnerschaft, Annäherung, Verbindung, Vereinigung der Gegensätze und Bewusstwerdung durch Liebe, sowie neue Liebe aber auch Selbstliebe – es wird also besser! Rechne in deinen Beziehungen jedoch eher erst ab Mitte des Jahres mit spürbaren Veränderungen zum Positiven. Wisse aber, dass sie eintreten werden.

Der globale Bewusstseinswandel sowie die herrschende Zeitqualität gilt zwar als wesentlicher Grund für die Unfähigkeit zur Partnerschaft, es gibt aber noch andere tragende Gründe. Einer davon ist das Thema Seelenpartner & Dualseelen.

Vielleicht mag es dich befremden, die folgenden Absätze durch mich zu erfahren, denn wie du möglicherweise weißt, betreibe ich selbst eine Website, die sich mit dieser Thematik befasst. Dennoch war und bin ich vor allem dem Thema Dualseelen stets skeptisch gegenüber gewesen.
Seelenpartnerschaften sind nichts weiter als die natürliche Konsequenz karmischer Verbindungen – es ist also keine große Sache, mit einem Seelenpartner zu leben, denn alle Menschen, mit denen du innig verbunden bist, gelten als Seelenpartner. Das bezieht sich nicht nur auf Liebesbeziehungen im romantischen Sinne, sondern auch auf Familienmitglieder und Freunde. Im weitesten Sinne gilt jeder Mensch als dein Seelenpartner. Jeder Mensch ist dein Bruder oder deine Schwester.
Mehr wäre zu Seelenpartnerschaften nicht zu sagen, auch wenn manche der neuen „Gurus“ diesen Terminus in einen anderen, weit verklärteren Kontext stellen – für den Andersmenschen aber ist dies schlicht die simple Definition des Begriffes „Seelenpartner“.

Mit den Dualseelen ist das etwas heikler. Ich halte nicht viel von den sogenannten Heiligen Schriften dieser Welt, denn durch ihren Missbrauch entstanden Religionen. Diese brachten Dogmen und Fanatismus und somit Leid in die Welt – der Kern jener Schriften ist allerdings rein, wahr und von identer Aussage. Ich habe sie alle studiert, diese heiligen Schriften. In keiner aber konnte ich einen Hinweis auf Dualseelen finden.

– Woher also kommt der Begriff „Dualseele“?

Ich selbst wurde mit dem Begriff das erste Mal über das Internet konfrontiert. Durch gewisse persönliche Erfahrungen sah ich mich dazu veranlasst, mich dieser Thematik eingehender zu widmen. Und so kam ich nach rund zwei Jahren der Forschung zu folgendem Schluss:
Es gibt weder einen religiösen noch einen historischen noch einen mythologischen Hintergrund für den Begriff „Dualseele“. Keine Heilige Schrift, kein historisches Werk, keine Mythologie beinhaltet auch nur den geringsten Hinweis auf Dualseelen. An keiner Stelle wird in diesen Schriften der Begriff geprägt, wie dies die moderne Esoterik tut. Die Idee der Dualseele ist demnach wohl eine Erfindung fantasiebegabter Möchtegernpropheten. Im Grunde aber ist es völlig egal, woher der Begriff stammt. Es spielt keine Rolle, ob er (wie etwa das „Spiegelgesetz“) bloß ein neues idiotisches Meisterstück der Esoterik-Industrie oder ein weiteres Manipulationswerkzeug deiner Machthaber ist – es wird damit in jedem Falle ein neues Ideal in die Welt gesetzt.

Ideale sind stets so beschaffen, dass sie unerreichbar bleiben. Ein Ideal soll dich zwar in Bewegung aber dennoch im Unglück halten. Die Natur des Ideals ist seine Unerreichbarkeit. Wer Ideale hat, diese aber nicht erreicht, bleibt unglücklich. Unglückliche Menschen sind leichter zu lenken. Man kann sie leichter manipulieren – dies sei hier zum besseren Verständnis kurz angemerkt.

Ich schließe die Möglichkeit nicht aus, dass es so etwas wie Dualseelen gibt – allein schon aufgrund meines persönlichen Erlebens. Jedoch kann es sich bei vermeintlichen Dualseelenbegegnungen auch bloß um sehr innige Verbindungen zwischen Seelenpartnern handeln. Manche Begegnungen werden schlichtweg intensiver erfahren als andere. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Dualseelenbegegnungen handeln.
Meines Erachtens wird der Begriff der Dualseelen-Liebe gerne auch dafür missbraucht, die eigene Unfähigkeit im Loslassen zu rechtfertigen: Kannst oder willst du eine Begegnung nicht loslassen, dann erklärst du sie kurzerhand zur Dualseelenbegegnung und schon hast du vor dir selbst sowie vor der Welt eine Rechtfertigung für dein persönliches Unvermögen, einen Menschen loszulassen.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Warum sollte es so etwas wie Dualseelen geben – welchen Zweck hätte deren Existenz?

yinyangtreeAuch wenn du das im Laufe deiner unzähligen Inkarnationen längst vergessen hast, so ist doch jeder Mensch für sich selbst eine vollständige Einheit. Jede Seele ist als solche vollständig. Die Seele, die du in Wahrheit bist, ist weder männlich noch weiblich – sie ist androgyn, trägt im gleichen Maße weibliche und männliche Anteile in sich. Dazu rufe ich dir das Yin & Yang-Zeichen in Erinnerung. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Farben, von der jede die andere in sich trägt – zusammen aber ergeben sie eine vollständig harmonische Einheit, die nicht getrennt werden kann. So ist das auch mit der Seele, die du bist – sie ist stets ganz, vollständig und unversehrt.
Warum also sollte die Seele in zwei Hälften gespalten sein? Warum sollten zwei Seelen ursprünglich eine Einheit bilden, die nur als solche funktionieren kann, dann aber durch die Göttlichkeit getrennt werden, um jenseits dieser Einheit zu leiden?

– Der Glaube an eine Spaltung existiert bloß in deinem dualistischen Weltbild. Du fühlst dich im Grunde von allem abgespalten – von deinem Nächsten, von der Natur, von Gott, sogar von dir selbst. In der Schöpfung existiert aber keine Trennung, keine Abspaltung – die gesamte Existenz ist eine in sich ruhende, vollständige Einheit: das Universum (von lateinisch: universus = „gesamt“, von unus und versus = „in eins gekehrt“). Auch du bist eine vollständige Einheit, ein Universum. Du trägst bereits Mann und Frau in dir. Dir fehlt nichts, absolut nichts. Die Seele, die du bist, ist vollkommen, und sie ist nicht hier, um diese Vollkommenheit erst herzustellen, sondern um diese Vollkommenheit auf der Ebene von Materie, Zeit und Raum zu erfahren.

Der Gedanke an eine Dualseele aber impliziert eine Spaltung. Der Gedanke suggeriert, du wärst erst dann vollständig und glücklich, wenn diese Spaltung aufgehoben würde durch die Begegnung und die Verschmelzung mit deiner Dualseele. Bevor dies nicht geschähe, müsstest du gespalten, sehnsüchtig und unglücklich durch die Welt trotten – das ist eine gefährliche Ideologie. Es ist eine törichte Ideologie.

Gesetzt den Fall, es gäbe sie tatsächlich, die Dualseele: Was wäre, wenn sie im Körper eines dreijährigen Jungen leben würde? Was, wenn sie im Körper einer neunundachtzigjährigen Frau lebte? Was, wenn sie in einem Körper steckte, der dir vollkommen abstoßend erschiene? Was, wenn sie in einem gleichgeschlechtlichen Körper lebte, du aber heterosexuell wärst? Was, wenn sie gar nicht inkarniert wäre? Was wäre dann?

– Du wärst hoffnungslos dazu verdammt, den Rest deiner Inkarnation unvollständig und gespalten zu bleiben.
Erkennst du, welche Gefahr dieser Gedanke birgt? Und wird die klar, wie leicht dieser Gedanke einen anderen Ursprung haben könnte, als du vielleicht vordergründig erkennen möchtest?

Bedenke: Jene, die dich kontrollieren, deine Machthaber, wissen, dass du eines Tages erwachen wirst. Sie wissen, dass du dann ihre heimtückische Manipulation durchschauen würdest, was bedeutet, sie würden ihre Macht verlieren, sie würden die Kontrolle über dich verlieren. Deshalb werden ständig neue und noch subtilere Mittel eingesetzt, um dich zu manipulieren, dich fernzusteuern und zu kontrollieren.

„Der überlegene Krieger attackiert weder Körper noch Geist – es ist das Herz, gegen welches er seine Attacken führt.“

Wenn sie ihre ideologischen, chemischen und technischen Mittel zur Manipulation ausgeschöpft haben, dann greifen sie zu ihren spirituellen, mit denen sie dein Herz erreichen, um dich zu attackieren, dich zu manipulieren und unter Kontrolle zu halten. Mit der Idee von der Dualseele zielen sie exakt auf deine verletzbarste Stelle, denn damit erreichen sie direkt dein Herz. Dein Herz ist zwar dein stärkster, zugleich aber auch dein verwundbarster Punkt. Und so schaffen sie dir das Ideal von einer Dualseele, ohne die du niemals glücklich sein würdest. Sie erwischen dich mitten im Herzen!

Du befindest dich vielleicht in einer Partnerschaft, die ganz gut läuft. Doch dann erfährst du von der ungeheuerlichen Liebe zwischen Dualseelen, die so himmlisch sein soll, dass man allein durch die Beschreibung ihrer Herrlichkeit weltweit tausende Bestseller verkaufen kann, die allerdings nicht den Schriftsteller reich und mächtig machen, sondern vielmehr die Verlagsindustrie dahinter. Und plötzlich gerätst du in Zweifel an deiner ansonsten gut laufenden Partnerschaft, stellst dir die Frage, ob der Mensch an deiner Seite auch tatsächlich deine Dualseele ist. Da eure Beziehung jedoch nicht diesem himmlischen aber gefährlichen Ideal der Dualseelenliebe entspricht, verlässt du letztendlich diesen Partner, verursachst dadurch ihm und auch dir selbst Leid, und begibst dich auf die möglicherweise fruchtlose Suche nach deiner Dualseele. Kannst du diese nicht finden, bist du unglücklich, verwirrt und verzweifelt – schon bist du wieder ein leicht zu kontrollierendes, steuerzahlendes und konsumierendes Schaf in einer Schafherde, die sich Gesellschaft nennt.

– Genau das ist es, was ich zurzeit beobachte! Ich sehe hauptsächlich unglückliche Singles, die wie bedauerliche Irre durch die Welt rasen auf der Suche nach einer Dualseele. Sie kommen zu mir in mein Institut, sie besuchen meine Seminare und leiden alle an derselben Symptomatik: „Chronische Dualitis“.

loversEine weitere Ursache für die Unfähigkeit zur Partnerschaft sind soziale Plattformen im Internet. Dies aber nicht etwa aus dem Grund, weil du zu viel Zeit mit Social Media verbringst, sondern weil dich die unüberschaubare Zahl möglicher Kontakte in die Illusion versetzt, es gäbe einen unerschöpflichen Pool an idealen Partnern.

Auf diesen sozialen Plattformen im Internet hat jeder seinen Avatar, durch den man in Rollen schlüpfen kann, die einem im realen Leben verwehrt bleiben. Da stellst du Fotos von dir online, die mit der Realität rein gar nichts mehr zu tun haben, weil Freund Photoshop & Co bequemer und kostengünstiger ausfallen, als das Fitnesscenter, eine Diät oder die plastische Chirurgie. Auch virtuelles Papier ist geduldig – aus einem einfachen Angestellten wird plötzlich der wagemutige Globetrotter; aus der Hausfrau der verruchte Vamp. Kluge Zitate existieren zuhauf, werden gerne dem Urheber geklaut, als die eigenen ausgegeben oder einfach unreflektiert wiedergekäut, und so gaukelt jeder jedem Qualitäten vor, die in Wahrheit gar nicht existieren.

Es ist einfach und unkompliziert, via Mausklick in Kontakt zu treten beziehungsweise diese Kontakte auf dieselbe Weise wieder zu lösen. Man kann sich hinter dem eigenen Avatar verstecken und zum Idealmann, zur Idealfrau werden. Viele fallen darauf rein, verlieben sich in eine Fiktion. Und zerstören dadurch bestehende Partnerschaften in der irrigen Ansicht, den anderen durch das soziale Medium ohnehin ausreichend kennen gelernt zu haben, denn nächtelanges Chatten wird bereits als sozialer Austausch von tragender Gültigkeit gewertet.

Die erste Begegnung im realen Leben geht in vielen Fällen gut. Doch wenn sich dann nach einigen Wochen herausstellt, dass Prinz Eisenherz eigentlich ein Frosch und Königin Cleopatra in Wahrheit eine bissige Hexe ist, dann fällst du aus allen Wolken.
Deine vormals gut laufende Beziehung ist im Eimer, die kurze Affäre mit dem Avatar aus dem Social Network, den du begeistert als deine Dualseele wähntest, entpuppt sich als bitterer Trugschluss.
Nun stehst du wieder da – unglücklich, ratlos, einsam. Aber das Rad beginnt sich von Neuem zu drehen – der Pool an möglichen Partnern scheint immer noch unerschöpflich; und vielleicht ist ja diesmal die Dualseele dabei. Das Social Network ist der Fundus – du bist die Suchmaschine.
Vielleicht hast du auf diesem Wege sogar tatsächlich jemand gefunden, der ideal für dich wäre, doch da existiert vermeintlicher Weise noch immer so viel Auswahl! – Wer soll sich da schon festlegen?

Fazit: Begreife, dass du keine Dualseele nötig hast! Lerne dich selbst zu lieben, denn du bist in Wahrheit vollständig und trägst alles, was du brauchst, bereits in dir. Wenn du dich in einer bestehenden Partnerschaft befindest, dann achte, ehre und pflege diese in Dankbarkeit und Liebe. Bist du Single, dann finde zunächst dein wahres Selbst. Schenke dir selbst die umfassende Liebe, die du von anderen zu empfangen wünscht – ein geeigneter Partner findet sich dann ganz automatisch.

Lass das törichte Ideal von der Dualseele los, ungeachtet dessen, ob es sie nun gibt oder nicht – falls so etwas tatsächlich existiert, findet ihr einander ohnehin. Und verfalle nicht dem Irrtum, du hättest unendlich viele Partner zur Auswahl, selbst wenn dir deine liebste soziale Plattform dies vorzugaukeln versucht.
Tatsächlich gibt es in einem Menschenleben vielleicht zwei oder drei, falls du Glück hast sogar vier adäquate Seelen, mit denen eine lebenslange, harmonische Partnerschaft möglich wäre – alles andere ist bloß Illusion durch Manipulation, ganz gleich, wer es ist, der sie ausübt.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

20.05.2012 ANDERSMENSCH spricht: “Wege zur inneren Stille”



ANDERSMENSCH spricht:

“Wege zur inneren Stille”

– Ein Vortragsnachmittag unter freiem Himmel am Fuße des Peilsteins. Parallel dazu wird für den österreichischen TV-Sender ATV die Dokumentation „Neue Gurus“ produziert.

Wie finde ich Wege, um das Gedankenkarussell in meinem Kopf zu stoppen?
Wie bringe ich das Gefühlschaos in mir in Ordnung?
Wie gelange ich zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit?

THEMEN:
David P. Pauswek – der Andersmensch, spricht über Wege zur inneren Stille. Seit über drei Jahrzehnten praktiziert er selbst Transzendentale Meditation und Meditation in Stille – er weiß daher aus eigenem Erleben, dass sich die Lebensqualität und das Wohlbefinden enorm verbessert, um wie viel klarer der persönliche Lebensweg wird und zu welch tiefen spirituellen Erkenntnissen man gelangt, sobald man die ersten Schritte zur Stille im eigenen Inneren getan hat. Seine reichhaltigen Erfahrungen beim Erlangen tiefen inneren Friedens möchte er deshalb mit Interessierten in idyllischer Atmosphäre am wunderschönen Fuße des niederösterreichischen Peilsteins teilen. Er zeigt dabei nicht nur praktische Wege auf, die bequem im Alltag ohne großen Aufwand integriert werden können, sondern es werden auch die für seine Botschaft typischen Themen wie das „Authentische Selbst“ und das „Befreite innere Wesen“ angesprochen.

Wer offenen Herzens und wachen Geistes ist, der sei hiermit herzlichst dazu eingeladen, diesen Anders-Event als einen unvergesslichen Nachmittag in herrlicher Umgebung nahe Wiens gemeinsam mit dem Andersmenschen zu genießen!

ORT:
Der Vortrag findet am Fuße des niederösterreichischen Peilsteins unter freiem Himmel statt. Bei Regenwetter steht der Rückzug in die urtümliche, am Peilstein gleich unterhalb der Ruine Arnstein gelegene Arnsteinhöhle als Option zur Verfügung. Die Mitnahme einer Isomatte und/oder einer Decke als Sitzmöglichkeit wird dringend empfohlen!

Google-Anfahrtsplan: Google Maps

TREFFPUNKT & UHRZEIT:
Am Sonntag, den 20.05.2012, in 2534 Maria Raisenmarkt, um 16:30 Uhr, am Parkplatz der Pizzeria „Mafiosi“, wo zuvor oder hinterher köstlich gespeist werden kann. Von dort aus geht es bei einer meditativen Schweigewanderung von etwa 20 Minuten hinauf zum wunderschönen Peilstein. Zwei Drittel des Weges führen über einen Wanderweg durch den herrlichen Wald bei leichtem bis mittelschwerem Gelände (Wurzeln, Steine, mittlere Steigung), daher ist gutes Schuhwerk zu empfehlen. Auch die Mitnahme von Regenschutz ist für den Fall der Fälle angeraten. Bei guter Verkehrslage ist von Wien aus mit einer Anfahrtszeit von 25 – 30 Minuten zu rechnen.

KOSTEN: Die Teilnahme ist GRATIS!

ANMERKUNG:
Für Gäste aus dem näheren oder weiteren Umland bzw. dem Ausland stehen in der Umgebung zahlreiche idyllische Pensionen zu günstigen Preisen zur Verfügung – ein Wochenende im wunderschönen Niederösterreich eignet sich hervorragend als erholsamer und preisgünstiger Kurzurlaub.

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FACEBOOK LINK ZUM EVENT: facebook events

TV-REPORTGAGE ZUM EVENT: ATV Die Reportage – Neue Gurus – Teil 1

VIDEOMITSCHNITT VOM EVENT:

Mit freundlicher Genehmigung von OKiTALK

FOTOS ZUM EVENT:

Die Umgebung rund um den Peilstein ist schlicht traumhaft.
foto by Andersmensch © 2012

Grün.
foto by Andersmensch © 2012

Panoramablick vom Peilstein auf den südlichen Wienerwald.
foto by Andersmensch © 2012

Am Gipfel des Peilsteins.
Der steilwandige Kalkberg Peilstein im südlichen Wienerwald ist 716 m hoch.
foto by Andersmensch © 2012

Eine wunderbare Aufnahme der Arnsteinhöhle – vom Inneren ans Tageslicht…
foto by Isabelle Buess © 2012

Das ATV-Kamera Team
foto by Severin Atzwanger © 2012

Kamera, Ton und Regisseur Peter Rautek
foto by Severin Atzwanger © 2012

Ihn mochte ich sehr… Wir haben uns dann am Gipfel des Peilsteins (wir hatten nach dem Event noch einiges zu drehen) über Zen-Mönche unterhalten, und ich lauschte aufmerksam seinen Geschichten über Tibet.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Kamera & Ton
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag beginnt mit einem gemeinsamen Moment der Stille…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Mitten drin…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Flirt mit dem Publikum…
foto by Severin Atzwanger © 2012

An jenem Tag hatte ich die Kameras und Mikros von 9 Uhr Vormittags bis ca 22 Uhr vor der Nase. Mein letztes Interview gab ich für OKiTALK gegen 23 Uhr…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag mit dem Chill-Faktor…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag mit dem Meditations-Faktor…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Freie Platzwahl…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Wenn ich von Stille spreche, meine ich damit nicht Geräuschlosigkeit…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Die Logenplätze…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Richtung Licht… Die Arnsteinhöhle als perfekte Kulisse.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Wald ist groß genug für alle…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Klaus Glatzel von OKiTALK an der Digicam…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Kameras.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Mehr Kameras.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Ein Foto mit dem Andersmensch.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Ein Foto mit dem Andersmensch.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Interviews mit den Gästen…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Umringt…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Persönlicher Austausch ist mir wichtig…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag mit dem Smile-Faktor…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Umarmungen unter Andersmenschen…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Waldleben…
foto by Severin Atzwanger © 2012