Angekommen


mask01Ich fand Heimat in deinen Augen, die Welt in deinem Gesicht.
Augen, die blieben, ein Gesicht, das mich liebte.
Und dann wischte ich nach langer Zeit den Spiegel wieder blank.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Wenn die Seele malt


beauty72Meine Seele malt die Linien deines Wesens
– wieder und wieder –
und mit jedem göttlichen Pinselstrich in Liebe
vergebe ich dir & mir eine Schattierung tiefer,
bis der schillernde Regenbogen
mit dem gesamten Spektrum seines Leuchtens
die Leinwand unserer Begegnung füllt,
Alle Farben des Lichts gebären zusammen: Weiß!
In Weiß ist alles rein und ungeboren.
So mache ich dich & mich neu.
So bin ich bereit,
so bin ich dir unbefleckt und frei,
so wie du mir unbefleckt und frei bist.
So bin ich mutig,
dir offenen Herzens völlig erwartungslos zu sein,
denn ich weiß,
ich werde dein Gesicht noch einmal sehen.
Liebe ist jene Farbe,
mit der ich dich am liebsten male.
Liebe ist jene Sprache,
die wir noch nicht miteinander gesprochen haben.
Liebe ist jener Pinselschwung,
der unsere Herzen verbindet.
Auf der Leinwand unserer Begegnung strahlt ein neues Bild
– gemalt von Herz zu Herz
in den Farben der Seele.
Gib mir Zeit.
Gib mir Distanz.
Und ich gebe dir alles.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Eins vorwärts, Zwei zurück



Ich parke das Auto.
Der Motor ist heiß nach langer Fahrt,
doch ich bin kühl wie der Tag,
gefasst wie der Stein in einem Fingerring.

Den Wagen verlasse ich, unsicher,
ob ich an der richtigen Adresse bin.
Strahlende Februar-Sonne blendet mich,
als ich mich umsehe,
und schwärmt schon heimlich vom Frühling.
Das könnte die Heimat sein.

Das Erste,
was die Aufmerksamkeit fesselt,
ist Wasser,
herrlich klar und sicher besonders kalt.
Auf der Brücke halte ich inne,
um den Augenblick das Ankommens zu kosten.
Es ist mir nicht bewusst,
was mich hierher geführt hat.
– Das Wasser ist mir also im Vorteil in seiner Klarheit.
Vielleicht war es Neugier.

Jemand wartet auf mich,
dessen bin ich gewiss.
Ein dreister Wind möchte mir den Hut klauen.
Ich lache ihm verwegen ins Gesicht und halte den Hut.

Hier möchte mein Herz bleiben,
mein Hut scheinbar auch,
dabei hat mein Herz doch von anderen Orten geträumt,
an denen mein Hut niemals war.

Das Nächste,
was mir tief geht,
ist der Geruch nach Küche aus dem Orient.
Ich sitze bei Tisch mit einer wunderschönen Frau.
Liebe hat dieses köstliche Essen gekocht,
das dampft und von Fülle flüstert.

Es ist mir egal,
worüber wir sprechen,
es zählt bloß,
dass wir zusammen sind.
Ich suche die Magie in diesem Augenblick,
aber sie ist zu geradlinig,
kann deshalb nicht wahrgenommen werden,
aber sie ist da
– zwischen den Sonnenstrahlen und dem Fell der Katze,
die immerzu schläft,
sie ist da zwischen den Fenstern,
dem Licht ihrer Augen,
denn die Augen der Frau sind tief wie ein ganzes Meer,
sie ist da, die Magie,
sie lässt alles einfach erscheinen wie ein gehobeltes Fichtenbrett,
doch sie ist da.

Die Magie ist da,
als Schärfe des vegetarischen Essens
und als die Klänge von Enigma,
als die hellen Worte ihrer tiefen Stimme,
sie ist da, die Magie,
als ich ihre Hand nehme,
um sie zu begutachten,
weil es jene Hände sein werden,
die mich berühren sollen.

Sie ist da, die Magie,
weil es mir gleich ist,
wo und wie und wann und vor allem wie lange sie berühren,
diese Hände.

Auch am Morgen,
der mit einer neuen Sonne beginnt,
ist sie da, die Magie.
Sie ist der Duft des Kaffees
und der Klang einer schnurrenden Katze,
das Vertraute in einer fremden Umgebung
mit zwei Menschen,
die einander gar nicht fremd sind.
Die Magie ist ein Buch,
das ich gar nicht lesen möchte
in einer Badewanne,
in der ich liegen mag.

Da ist Magie,
die wir nicht sehen,
während wir durch den Schnee stapfen,
während wir einander lieben,
während wir Austausch pflegen,
während mein Wagen Kilometer um Kilometer frisst
am Weg heimwärts.

Als ich das Auto in meiner Heimatstadt parke,
weiß ich,
dass meine Heimat dort ist,
wo das Wasser zusammenfließt,
wo das Wasser sehr klar und gewiss sehr kalt ist.

Magie ruft mich,
den Weg erneut zu fahren…
Aber ich kann sie hier nicht finden,
die Magie,
die so schlicht ist wie ein Kreis aus Steinen.

Es ist immer noch der eine Schritt vorwärts
und die zwei Schritte zurück,
dieselbe alte, traurige Geschichte,
und dennoch bin ich angekommen.
– Wenn das nicht magisch ist?

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce