Wahrer Erfolg und die Ohnmacht der Gedanken


Der Erfolg in deinem Leben hängt nicht davon ab, welcher Art deine Gedanken sind. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum zu glauben, Gedanken hätten große Kraft. In Wahrheit hat ein Gedanke so gut wie gar keine Kraft. Die Schulen des Denkens lehren Bullshit, den sie von anderen, die ebenfalls Bullshit lehrten, übernommen haben. Du kannst denken und denken soviel du willst – dein Leben wird dadurch nicht besser, aber du wirst nach und nach ganz kirre werden vom vielen angestrengt Denken. Du treibst dich durch dein eigenes Denken bloß in den Wahnsinn.
Es ist wichtig, dass du diesen Irrglauben an die Kraft der Gedanken endlich ad acta legst.

Begreife: Du brauchst Bilder, du brauchst Visionen und du brauchst vor allem Emotionen, wenn du erfolgreich in deinem Leben sein willst. Dein Unterbewusstsein kann mit Worten nichts anfangen – es benötigt Bilder, um etwas in Bewegung zu setzen! Und diese Bilder müssen mit Emotionen verbunden sein, denn Emotion ist Energie in Bewegung (engl. emotion = E-Motion = energy in motion). Solange du bloß Gedanken produzierst, aber keine Bilder, solange diese Bilder nicht an Gefühle oder Emotionen gekopptelt sind, wird nichts geschehen.
Ein Gedanke ohne Bild und Emotion ist der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein – es dauert nahezu ewig, bis der Tropfen den Stein höhlt. Dahingegen ist eine klare Vision, eine bildhafte Vorstellung, verbunden mit Gefühlen oder Emotionen wie ein Laserstrahl!

Doch egal, was auch immer du visualisierst und wie heiß dabei die Emotion ist – es ist immer die Absicht dahinter, die deine Erfahrung von der Wirklichkeit ausmacht. Es ist immer der Gedanke hinter dem Gedanken, den du als Realität erfährst, niemals die profanen, vordergründigen Gedanken.

Du kannst dir eine Million mal vorsagen „Ich bin erfolgreich, ich bin erfolgreich!“ – es wird dich nur noch erfolgloser machen, denn deine gelebte Wahrheit ist Erfolglosigkeit, aus der heraus du die Notwendigkeit siehst, dir das Gegenteil zu suggerieren. Mit jeder Suggestion bekräftigst du sogar noch die Tatsache, erfolglos zu sein – wärst du erfolgreich, du müsstest es dir nicht selbst vorbeten!

Verstehst du, was ich damit meine? Ein erfolgreicher Mensch muss sich selbst nicht sagen, dass er erfolgreich ist – er ist es einfach! Ein gesunder Mensch muss sich selbst nicht dauernd sagen, dass er gesund ist – er ist es einfach! Ein wohlhabender Mensch muss sich nicht vorbeten, wohlhabend zu sein – er ist es einfach!

Und das Geheimnis, das gar keines ist: Der erfolgreiche Mensch ist erfolgreich, weil er sich erfolgreich fühlt! Der gesunde Mensch ist gesund, weil er sich gesund fühlt! Der wohlhabende Mensch ist wohlhabend, weil er sich wohlhabend fühlt!
Würden der Erfolgreiche, der Gesunde und der Wohlhabende über längere Zeit das Gegenteil von Erfolg, Gesundheit und Wohlstand fühlen, sie würden auch gegenteilige Erfahrungen von ihrem Leben machen – sie würden sich erfolglos, krank und arm fühlen und es dadurch letzten Endes auf der Erfahrungsebene auch tatsächlich werden.

Von daher vergiss die törichten Lehren von der Macht der Gedanken – es ist die Macht der Vision, der Emotion und des Gefühls, die deine Erfahrung von der Wirklichkeit formt, nicht der hohle Gedanke. Es ist die Absicht, der Gedanke hinter dem Gedanken, nicht die leere Schale vordergründigen Denkens.

Unterm Strich aber ist es von geringer Bedeutung, was du denkst, visualisierst oder fühlst – das Schicksal, dein göttlicher Lebensplan, der Plot der Seele, die du bist, lässt sich weder durch das Eine noch durch das Andere austricksen oder überlisten, völlig egal, ob dies deinem Ego auf der Ich-Ebene schmeckt oder nicht. Dein schöpferischer Anteil innerhalb der Realität beschränkt sich auf einen sehr eingeschränkten Rahmen – du kannst innerhalb der Grenzen, die den Plan der Seele nicht durchkreuzen, schöpferisch sein. Alles darüber hinaus wirst du auf der Ich-Ebene nicht ändern können.

Daher: Finde eine flexible Mitte gegenüber den Erfahrungen in deinem Leben und übe dich in Hingabe an das, was jetzt so ist. Deine Seele kennt den Weg – dein Ich muss ihn gehen. Wenn du also wirklich erfolgreich sein willst in deinem Leben, dann vertraue auf den Seelenplan, denn das ist jener Plan, den der, der du wirklich bist, schon lange vor der Erfindung deines Ichs entworfen hat – er ist unfehlbar! Vertraue darauf.

Wahrer Erfolg bedeutet, frei wählen zu können wie du einer Erfahrung gegenüber empfindest – du hast stets die Wahl, in einem Ereignis ein Unglück oder einen Segen zu sehen. Deine Wahl in Bezug auf das Ereignis entscheidet darüber, ob du dich glücklich oder unglücklich fühlst – das Ereignis aber ändert sich dadurch nicht im geringsten, sondern bloß deine Erfahrung davon. Deine Erfahrung von der sogenannten Realität bestimmt letztlich die Qualität deiner Realität. Und nichts anderes ist damit gemeint, wenn man dir sagt, du seist der „Schöpfer“ deiner Wirklichkeit.

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© 2015 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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Sackgassen sind nicht das Ende


Manchmal schickt dir das Leben Zeichen um Zeichen, aber du läufst stur auf eine Sache fixiert, so als gäbe es ausschließlich dieses eine Ding, blind daran vorbei, um dich letztlich in einer Sackgasse wiederzufinden. Dann stehst du eine Weile ratlos rum, weinst vielleicht, resignierst. Doch irgendwann ertönt von irgendwoher ein leiser Ruf, der dich hinausführt. Und plötzlich erkennst du! Neuer Wind weht in deine Segel, weite Ozeane und unentdeckte Küsten eröffnen sich und warten.

Du stehst auf dem Oberdeck und sagst:
„Ich bin bereit, meine Liebe zu teilen. Ich bin bereit, ganz von vorne anzufangen und das Alte, Schwere in Dankbarkeit aus dem Rucksack meines Lebens zu entfernen. Meine Liebe teile ich wieder mit allem, was ist.“
Denn du hast dir vielleicht alles nehmen lassen, doch niemals deinen Glauben an die Liebe. Du verschenkst sie nun wieder, die Liebe. Überschwenglich. Uneingeschränkt. Freudig wie ein Kind.

Dann, an einem ganz besonderen Tag, gehst du an einer frischen Küste vor Anker, betrittst neues Land, und das Erste, was dich da empfängt, ist mindestens das dreifache Maß jener Liebe, welche du gegeben hast…
Sackgassen sind demnach nicht das Ende, sondern ein Aufruf, die Richtung zu ändern. Und Liebe dient auf allen Wegen als der Magnet für die Nadel des Kompasses in deinem Herzen. Folge ihr!

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Du denkst, also bist du nicht


Es gibt tatsächlich Menschen, die halten den Spruch „Ich denke, also bin ich.“ für weise.
Viele Millionen Menschen glauben, dieser Spruch sei eine lebenswichtige Weisheit. In Wahrheit aber handelt es sich dabei um einen der törichtesten Sprüche der Welt – du bist nämlich niemals und nirgends, solange du denkst. Der Gedanke ist immer einen Augenblick vor oder einen Augenblick nach dem Jetzt, aber er ist niemals im Jetzt, er ist niemals im Hier. Im Jetzt, im Hier existiert kein einziger Gedanke. Du kannst zwar jetzt denken, verpasst durch das Denken aber das Jetzt, du verpasst das Hier. Da es jedoch nur eine Zeit und einen Ort für das Leben gibt – Hier & Jetzt –, verpassen alle Denker ihr Sein, sie verpassen durch das Denken ihr Leben.

Du wärst überrascht, wie lebendig, wie unerschöpflich, wie ewig das Leben in Wirklichkeit ist, könntest du das Gedankenkarussell zum Stillstand bringen. Doch in deinem Denken hältst du diesen Zustand des Nicht-Denkens für unmöglich. Genau deshalb konfrontiere ich dich immer wieder mit dem Zustand der Transzendenz, dem Zustand der Abwesenheit von Gedanken, der vollkommenen Gedankenstille.

Sein ohne Denken, die Transzendenz, ist deine wahre Natur. Sein im Hier & Jetzt ist die einzige Möglichkeit, um wirklich lebendig zu sein. Transzendenz ist vergleichbar mit höchster Bewusstheit, mit klarstem Gewahrsein jenseits aller Verhaftungen.
Höchste Bewusstheit ist Liebe. Reines Gewahrsein ist Liebe. Wahrheit ist Liebe. Warum also willst du ein großer Denker sein? Warum willst du kein großer Liebender sein?

Begreife: Du kannst Liebe nicht denken, du kannst sie im Denken nicht erfahren. Aber du kannst Liebe sein, du kannst sie leben. Tatsächlich ist der einzige Weg, um Liebe zu sein, um sie zu leben, jener, das Denken zu transzendieren. Sobald du das Denken transzendiert hast, bist du jenseits davon. Jenseits aller Gedanken existiert das wahre Leben – innerhalb des Denkens herrscht bloß Illusion. Innerhalb des Denkens bist du niemals hier, niemals dort, niemals ganz lebendig, niemals ganz im Sein.

– Wie gelangst du jenseits des Denkens?

– Durch Meditation in Stille. Du gelangst jenseits des Denkens, indem du den vierten, den dir abhanden gekommenen Bewusstseinszustand neben Wachen, Schlafen und Träumen wieder in dein Dasein integrierst – Transzendenz. Meditation in Stille führt dich in den Zustand der Transzendenz. Aus der Transzendenz heraus zu handeln, zu erfahren, zu leben ist vergleichbar mit dem Erwachen aus einem schlimmen Traum. Es ist, als wärst du zuvor gelaufen und hättest nun das Fliegen entdeckt.

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Deine Masken der Angst


Einen wahrhaft Spirituellen, einen Erwachten, erkennt man nicht daran, dass er Aura sichtig ist, sich vegan ernährt, ihm eine große Schar von Anhängern folgt, er die meisten Lehren studiert hat, daraus kluge Sprüche zitiert und so tut, als gäbe es da noch ein Geheimnis, das nur er kennt.
Einen wahrhaft Spirituellen, einen Erwachten, erkennt man daran, dass er nichts verbirgt, sich der Welt und den Menschen vollkommen offenbart und schenkt, bereitwillig seine Erfahrungen, Gedanken und Gefühle teilt, dabei keinem Grundsatz treu bleibt, sondern sich den Widersprüchen hingibt mit einem Lächeln, stets bereit, seine Überzeugungen zu ändern.
Ein wahrhaft spiritueller Mensch verbirgt nichts, denn das Verbergen ist ein Zeichen der Angst. Ein Erwachter aber kennt keine Angst mehr. Er steht dem Leben offen gegenüber wie ein Kind, das Böses nicht kennt. Ein wahrhaft Spiritueller zeigt sich dem Leben völlig authentisch, denn dies ist der einzige Weg, das Leben in seiner ganzen Fülle zu erfahren. Was du vor der Welt verbirgst, das verbirgt die Welt letztlich vor dir.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce