Du bist Soldat in einem unsichtbaren Weltkrieg


Ist dir das schon aufgefallen? – Egal, welche Information du dir holst, dich findet sehr bald schon jene Gegeninformation, welche die erste Information neutralisiert. Wo auch immer du hinsiehst, was auch immer du hörst oder liest – irgendwer hat immer Argumente und „Beweise“, die ebenso schwer wiegen wie das, was du gesehen, gehört oder gelesen hast. Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie, zu jeder These eine Antithese, zu jedem Beweis einen Gegenbeweis, zu jeder Information eine Gegeninformation. Und all das trifft dich täglich massenweise und in allen Bereichen deines Lebens. Es gibt nichts mehr, rein gar nichts mehr, woran du dich halten kannst, sobald du dich auf den mühsamen Weg zur Wahrheit machst. Unter dem Strich weißt du hinterher soviel wie vorher. Was bleibt ist Verwirrung und Ratlosigkeit, manchmal auch Wut.
– Das ist das Informationszeitalter! Du lebst in einer Welt voller Information. Du lebst in einer Welt, in der alle Information jederzeit verfügbar scheint. Aber du lebst dadurch auch in einer Welt ohne Wahrheit. Und das ist der größte Verlust, den die Menschheit jemals erleiden musste – den Verlust der Wahrheit zum Preis des Gewinns an unüberschaubarer, überall verfügbarer Information.
Information aber ist nicht gleich Wahrheit und Wahrheit ist nicht gleich Information. Doch woran sollst du das Eine vom Anderen unterscheiden in einer Welt, in der jeder Idiot jedwede Information als Wahrheit verkaufen möchte und auch kann?

Nun, diese Frage ist nicht mit wenigen Worten zu beantworten, denn zunächst muss geklärt werden, worin der Unterschied zwischen Information und Wahrheit besteht.

Information ist etwas, das jeder herstellen kann. Das geht ganz leicht. Du setzt dich einfach vor deinen Computer, logst dich in das soziale Medium deiner Wahl ein oder verfasst einen Blog oder sogar ein Buch. Schreibe einfach munter drauf los. Du musst dich dabei durch nichts bremsen lassen. Schreibe über das, was dir gerade selbst gefällt und was du gerne als Info unter die Leute bringen willst. Wenn du das geschickt machst und so tust, als hättest du von dem Thema, über das du schreibst, tatsächlich Ahnung, dann wird daraus Information. Und wenn du dazu ein wenig googelst, um jemand zu finden, der eine ähnliche Ansicht wie du vertritt, damit du dich in deinen Texten auf ihn beziehen kannst, wird daraus sogar Information mit Wahrheitsanspruch. Ob deine Information tatsächlich wahr ist oder nicht, spielt kaum noch eine Rolle – sobald du deine Texte publizierst, wird es Menschen geben, die sie für die Wahrheit halten. Was sich dazu immer gut macht, sind Fotos zum Text. Diese Fotos müssen nicht unbedingt von dir selbst stammen – du kannst sie mittlerweile einfach auf google klauen. Das kostet nichts und der Großteil aller Menschen tritt das Urheberrecht ohnehin bereits mit Füßen – alles scheint public domain! Daher benutze Fotos, wenn du deine Info besser aussehen lassen möchtest. Du solltest bei der Fotoauswahl bloß darauf achten, dass die Fotos in ihrer Aussage das bekräftigen, was du mit deinen Texten auszudrücken versuchst.
Wenn du ganz schlau bist, googelst du nach irgendwelchen Studien von sogenannten „Experten“, die deine Meinung untermauern könnten, und packst diese Studien als Fußnoten oder Bezugsquellen in deine Texte. Dann publizierst du das Ganze und sorgst dafür, dass es viral wird.
– Voilà! Du hast Information hergestellt! Und die muss nicht einmal wahr sein – sie muss bloß wahr wirken und viral gehen, damit viele Menschen sie für wahr halten. So einfach geht heutzutage Information.

Wahrheit ist im Vergleich zur Information schon schwieriger zu bekommen, denn Wahrheit ist weder inflationär noch ist sie künstlich herzustellen. Natürlich gibt es ein paar ganz Schlaue, die behaupten, es gäbe so etwas wie die Wahrheit gar nicht. Doch vor denen hüte dich, denn solche „Schlaumeier“ wollen dir mit ihrer Aussage bloß weismachen, das es die Wahrheit sei, dass es keine Wahrheit gäbe – ein offenkundiger, logischer Widerspruch und ein Paradoxon, das nicht funktioniert. Daher sei schlauer als die „Es-gibt-7 Milliarden-Wahrheiten-Fraktion“. Es gibt keine 7 Milliarden Wahrheiten – es gibt immer nur eine einzige Wahrheit und vielleicht 7 Milliarden Wahrnehmungen, 7 Milliarden Blickwinkel auf dieser Wahrheit. Doch es gibt Wahrheit. Und von dieser Wahrheit gibt es zu jedem Sachverhalt immer nur jeweils eine einzige.
Wahrheit erkennst du daran, dass sie sich nicht wandelt – sie ist unveränderlich, ewig und klingt immer gleich, ganz egal, von welcher Quelle sie verbreitet wird. Zwei mal Zwei ist immer Vier. Das ist unveränderlich. Alle Farben des Lichtspektrums vereint ergeben immer weißes Licht. Das ist unveränderlich. Eine Kraft ist immer die Ursache einer Beschleunigung. Das ist unveränderlich. Für den Frieden kannst du nicht kämpfen – du musst Frieden sein, wenn du welchen haben willst. Das ist unveränderlich. Alles Leben unterliegt der Evolution und alle Evolution ist Leben. Das ist unveränderlich. Mathematik ist Wahrheit. Physik ist Wahrheit. Evolution ist Wahrheit.
– All das sind Beispiele für Wahrheit. Und all diese Beispiele stellen Aspekte dar, die Unveränderlichkeit ausdrücken. Daher erkennst du Wahrheit daran, dass sie immer gleich klingt, ganz egal, wer sie verkündet. Wahrheit wandelt sich nicht mit der Zeit, der Mode, dem Trend oder der Moral. Sie ist zeitlos und unterliegt nicht dem persönlichen Geschmack. Und Wahrheit ist zudem meist unbequem. Sie deckt sich oftmals nicht mit deinem persönlichen Paradigma und so gut wie nie mit dem globalen. Wahrheit kann weder vergehen noch muss sie erschaffen werden. Wahrheit ist. Wahrheit kann nicht verändert und nicht verborgen bleiben, denn alle Wahrheit strebt beständig an die Oberfläche, ans Licht. Und sie sucht nach dir, wie du nach ihr suchst. Sie wird dich finden, bevor du sie findest. Denn alle Wahrheit strömt. Sie liegt nicht außerhalb von dir, sondern tief in dir. Du kannst sie nicht in deinem Kopf, in deinem Verstand finden – du findest sie ausschließlich in deinem Herzen. Tief in deinem Innersten existiert Wahrheit. Von daher stammt sie. Sie kann nur da sein, wo dein Denken nicht mehr ist, denn dein Denken ist durch Information permanent verwirrt. Dein Herz aber kann nicht durch Information in Verwirrung geraten. Wahrheit ist kein Erzeugnis und sie klingt immer gleich, ganz egal, wer sie verkündet.
– Daran erkennst du Wahrheit.

Wie du siehst, besteht ein großer Unterschied zwischen Wahrheit und Information. Das, was du gemeinhin für Wahrheit hältst, ist meist bloß Information. Dabei wählst du gerne jene Information als deine vermeintliche Wahrheit, die dir momentan am besten in den Kram passt. Du suchst dir jene Info, die das bestätigt, was dir in deiner gegenwärtigen Lebensphase am besten gefällt, und behauptest dann, dies sei die Wahrheit. Dabei vergisst du, wie viele „Wahrheiten“ du im Laufe deines Lebens schon zu ein und demselben Thema hattest – als Fünfzehnjähriger hattest du ganz andere Wahrheiten als mit Fünfundzwanzig und mit 65 hast du ganz andere Wahrheiten als mit 45. Für all deine vermeintlichen Wahrheiten aber warst du zum jeweiligen Zeitpunkt stets bereit zu kämpfen und zu streiten. Und für mache davon wärst du sogar bereit gewesen, etwas ziemlich Dummes oder Schreckliches zu tun.
Doch wo sind sie heute hin, diese total „wahren“ und „wichtigen“ Wahrheiten?
– Sie wurden durch andere, durch neue „Wahrheiten“ ersetzt.
Daher kannst du davon ausgehen, dass deine bisherigen Wahrheiten nicht die Wahrheit waren, sondern bloß Informationen, die dir gut gefallen haben.
Information ist jederzeit und von jedermann künstlich herstellbar, formbar, veränderlich und deinem Geschmack oder dem Trend unterlegen, denn es gibt massig davon. Wahrheit aber ist kein Produkt. Sie ist der unmanipulierte Zustand von etwas, das tatsächlich so ist, wie es ist. Sie kann in ihrer Essenz nicht verändert werden und schert sich einen Dreck um Geschmack, Zeitgeist, Mode oder Moral.

Das Schlimme an der Zeit in der du lebst, ist der Krieg, in dem du dich befindest. Die Schlachtfelder dieser Epoche sind keine geografischen mehr – die Schlachtfelder unserer Zeit befinden sich in unseren Köpfen. Da tobt der Dritte Weltkrieg. In unseren Gehirnen findet der Krieg statt. Und er wird mit Waffen geführt, die da lauten: Argument und Gegenargument, Studie und Gegenstudie, These und Antithese, Beweis und Gegenbeweis, Information und Desinformation. Das Medium dieses Krieges ist das Internet, die sozialen Plattformen. Und du bist ein Soldat mit einem Avatar als Kampfanzug. Deine Front ist deine Meinung, die du dir aus Informationen zusammengebastelt hast. Und so kämpfst du in einem Krieg, den du als solchen nicht erkennen kannst, solange du daran glaubst, dass Wahrheit etwas sei, das außerhalb von dir selbst existieren könnte. Du wirst solange Soldat in diesem Krieg sein, solange du Wahrheit in deinem Kopf zu finden versucht bist. Du wirst mit den Waffen dieses Krieges verletzen und töten, solange du an Expertenmeinungen, unabhängige Studien und Massenmedien glaubst. Du wirst es sogar bis zum Weltuntergang treiben, ehe du nicht erkennst, worin der Unterschied zwischen Information und Wahrheit besteht.
So hart und pathetisch das möglicherweise klingen mag, aber du befindest dich tatsächlich in einem Weltkrieg. Seine Waffe ist die Information. Seine Schlachtfelder sind wir selbst. Und seine Opfer sind unsere dereinst freien Geister. Der Friede unserer Seele ist das größte Opfer dieses Krieges. Erst dann, wenn der Großteil aller Menschen jene Wege geht, die der Wahrheit erlauben, aus dem Herzen des Menschen empor zu steigen, wird dieser Krieg enden. Dazu muss der Mensch das Herzdenken erlernen. Solange der Mensch ein Kopfwesen bleibt und die Wahrheit aus externen Informationsquellen zu beziehen versucht, statt sie aus sich selbst empor steigen zu lassen, solange wird der Krieg weiter toben und die Menschheit in noch kleinere Fraktionen zersprengen, die alle ihren bevorzugten, als Wahrheit gepriesenen Informationen dienen. Denn indem man durch massenhafte Information dem Menschen die Wahrheit nimmt, beraubt man ihn auch des inneren Friedens. Man beraubt ihn der Solidarität mit seinem Nächsten. Und man beraubt ihn dadurch der Würde als menschliches Wesen.
Massenhafte Information ist das Gift, welches die Wahrheit auf Basis der daraus entstehenden Desinformation zu zerstören versucht. Und Wahrheit ist das Heilmittel gegen die Information. Daher finde Wahrheit! Und bedenke: Information existiert inflationär – Wahrheit gibt es zu jeder Sache immer nur jeweils eine. Information strömt von außen nach innen – Wahrheit fließt von innen nach außen. Information verwirrt den Verstand – Wahrheit klärt ihn. Information erreicht den Kopf – Wahrheit kommt aus dem Herzen. Der Weg zum Herzen führt über echte Meditation. Echte Meditation ist etwas, das jenseits des Denkens geschieht.

Wenn du erkannt hast, das echte Meditation der Schlüssel zur Wahrheit ist, weil echte Meditation dir den Quell der Wahrheit und des universellen Wissens in deinem Innersten offenbart, dann wirst du frei sein von all den Wirrnissen des Informationszeitalters. Du wirst dann kein Soldat mehr im Infokrieg sein.

Und am Ende muss jetzt dein Herz entscheiden, ob meine Worte nun Wahrheit sind oder bloß Information. Betrachte es als die erste Übung zum Ausstieg aus dem Krieg in deinem Kopf.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2017 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Silvester – Fest für Dumme


Im Grunde ist heute ein ganz gewöhnlicher Tag, bis auf die Ausnahme, dass eine riesige Schafherde auf Kommando zu saufen beginnt, ihre unbewussten Kriegsgelüste mittels Böller zum Ausdruck bringt und glaubt, am Tage danach würde alles für sie besser. Endlich, endlich besser.
Die meisten aber ernten am Tag danach nicht mehr als einen fetten Kater (oder auch Katze, damit es brav im Gender-Modus bleibt) und die Gewissheit, dass alles beim Alten blieb. Nichts hat sich verändert, wieder, wieder einmal nichts.
Ein paar wenige Aufgewachte wissen, das Jahr könnte genauso gut am 4. April um 12:13 Uhr oder am 06.07. um 21:05 beginnen. Der Rest aber wird saufen, dämliche Glücksbringer aus Plastik verteilen und fest böllern, den einen oder anderen Finger dabei verlieren und sich in der Innenstadt ihres Vertrauen vom Flüchtling ihres Misstrauens begrapschen lassen.
– Die Kröne der Schöpfung beweist wieder mal ihr Höchstmaß an Intelligenz, Prosit!
Die meiste Freude am heutigen Tag wird wohl die Wirtschaft haben, allen voran die Drogenküchen der Sekt und Weinhersteller, die Feuerwerksmafia und die Mobilfunkbetreiber sowie die Medien und Geheimdienste, die sicher wieder etwas Hübsches zusammen ausgeheckt haben, aber auch die Bullen, denn die dürfen endlich mal wieder ganz viele Menschen festnehmen und eventuell sogar verdreschen.
Feiere schön, liebe Schafherde! Du funktionierst so brav auf Befehl. So wie auf diesen hier: Rege dich (sinnlos) über diesen Artikel auf!

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Weihnachten – Die Liebe ist in der Welt


Es spielt keine Rolle, ob du Christ, Muslime, Hinduist, Spiritualist oder Atheist bist, denn heute vor 2016 Jahren kam die Liebe in die Welt als Säugling, der im Laufe der Geschichte viel von sich reden machte. Es spielt keine Rolle, ob du seine Geschichte glauben kannst, denn es ist und bleibt eine schöne Geschichte und es macht keinen Sinn, eine schöne Geschichte durch Pseudofakten zerstören zu wollen. Es spielt keine Rolle, ob du seinen Geburtstag besser wissen möchtest, zumal du damals sicher nicht dabei warst. Es spielt keine Rolle, ob du die Bibel kennst, ob du Religion verteufelst oder sie in deinem Herzen pflegst. Es speilt keine Rolle, denn heute, vor 2016 Jahren kam die Liebe in die Welt. Sie kam als Mann, der dich lehrte, deine Widersacher zu lieben. Sie kam, um dir zu sagen, dass du geliebt bist über die Maßen und dass du ohne Schuld vor Gott bist. Sie kam, um Zeugnis abzulegen für das, was wahr ist. Und Liebe ist Wahrheit, Wahrheit ist Liebe. Liebe ist Gott, Gott ist Liebe.
Mag sein, dass du diese Zeit als eine lieblose Zeit, als eine Zeit ohne Wahrheit, als eine gottlose Zeit erfährst. Mag sein, dass manche alles daran setzen, dich dies glauben zu machen.
Ich aber sage dir, die Liebe ist in der Welt. Sie ist in jedem Säugling, der zur Welt kommt. Sie ist in jedem Baum, jedem Berg, jedem Fluß, jedem Vogel, jedem Fisch und jedem Tier. Sie ist in deinen Freunden, in deinen Feinden, in deinen Freuden und in deinen Sorgen. Die Liebe ist in allem. Sie ist auch in dir. Sie ist da für immer, auch wenn du das vergessen hast. Die Liebe ist an diesem Tage, als der kleine Jeshua geboren wurde, für immer in deine Hände gelegt worden.
Darum frage ich dich:
Wie gehst du um mit dieser Liebe?
Gibst du sie nur jenen, die auch dich lieben?
Teilst du sie nur mit denen, die dir dienlich und nach deinem Sinne sind?
Oder lässt du sie fließen für alles, was ist?
Schenkst du sie überreichlich?
Hältst du dich an ihr fest in deinen dunklen Stunden?
Gibst du sie weiter in den dunklen Stunden deines Nächsten?
Erinnerst du dich selbst an jedem Tage und zu jeder Zeit, dass die Liebe in dein Herz, in deine Hände gelegt wurde?
Kennst du den Sinn deines Hierseins in der Welt und ist dir klar, dass dieser Sinn die Liebe ist?
Von den höchsten Höhen, aus den tiefsten Tiefen, im Kleinen und im Großen wurde die Wahrheit an dich herangetragen, die da lautet:

Liebe ist Wahrheit, Wahrheit ist Liebe. Liebe ist Gott, Gott ist Liebe. Und Liebe ist in der Welt. Sie ist in jedem Säugling, der zur Welt kommt. Sie ist in jedem Baum, jedem Berg, jedem Fluß, jedem Vogel, jedem Fisch und jedem Tier. Sie ist in deinen Freunden, in deinen Feinden, in deinen Freuden und in deinen Sorgen. Die Liebe ist in allem. Sie ist auch in dir. Sie ist da für immer.

Erinnere dich heute daran, dass die Welt nicht das Überreichen von Geschenken, das Essen von köstlichen Speisen, das Bestaunen von toten Bäumen mit lichten Kerzen, sondern die Geburt der Liebe feiert. Die Liebe kam vor 2016 Jahren im Fleisch zur Welt. Ihr Name war Jeshua. Die Liebe kommt heute erneut zur Welt und sie wünscht sich, deinen Namen tragen zu dürfen. Sie wünscht sich als DU in der Welt sein zu dürfen an jedem Tage deines Lebens.

Happy Birthday, Jeshua! Und frohe Weihnacht euch allen!

In Liebe,
dein Andersmensch

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Der Wahn von totaler Sicherheit


Ich mache dir ein Scheinangebot, dass du nicht ablehnen kannst, weil ich sowieso durchsetzen werde, was ich längst beschlossen habe. Dieses Scheinangebot lautet:

Ich werde dir 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, dein ganzes Leben lang mit einer Kamera und einem Aufnahmegerät folgen. Ich werde alles, was du tust, aufzeichnen – deine Telefonate, deine intimen Gespräche mit deinem Partner, deiner Familie, deinen Freunden. Ich werde dich filmen beim Scheißen, beim Sex, beim Onanieren, beim Nasenbohren. Ich werde speichern, wann du lachst und wann du weinst, wann du schwanger wirst oder Grippe hast. Ich werde wissen, welche Bücher du magst, welche Pornos du schaust, welche Speisen du verträgst und von welchen dir übel wird. Ich werde deine Lieblingsfarbe kennen und wissen, welchen Rasierer du benutzt, ob du lieber Binden oder Tampons verwendest. Ich werde Einblick haben in deine Lebenskrisen, deine Sehnsüchte, deine Ängste, deine Hoffnungen. Ich werde deine Blutgruppe kennen und deine DNA durchleuchten. Ich werde immer und überall sein. Wohin du auch gehst, ich werde dir folgen. Was auch immer du tust, ich werde es wissen. Wen auch immer du triffst, ich werde ihn kennen.

Im Gegenzug verspreche ich dir Sicherheit, die ich zuvor für dich ins Wanken gebracht habe. Ich verspreche, dich vor Bedrohungen zu schützen, die ich selbst für dich kreiert habe. Und ich gebe dir das Versprechen, all das, was ich über dich weiß – und ich weiß alles über dich und noch ein wenig mehr, denn ich habe dich biologisch, mental und psychologisch komplett analysiert –, nicht gegen dich verwenden werde, indem ich dich öffentlich bloßstelle und einen Teil oder alle Daten über dich publik machen werde. Dieses Versprechen gilt natürlich nur solange, bis ich einen Gesinnungswandel durchmache oder aus einer Laune heraus Lust dazu habe, dich völlig nackt dastehen zu lassen. Und ich halte dieses Versprechen auch nur solange, solange du das tust, was ich will, solange du dich so verhältst wie ich das möchte, solange du das kaufst, was ich dir sage, solange du die Arbeit tust, die ich von dir verlange und solange du dich niemals gegen mich auflehnst, denn solltest du nicht so agieren, wie ich das will, werde ich dich vor Gericht stellen in einem Prozess, den du nicht gewinnen kannst, weil ich als Sieger bereits feststehe. Dann stecke ich dich ins Gefängnis, wo ich dich vielleicht foltere und, so mir der Sinn danach steht, sogar eliminiere.

– Wenn ich dir so ein Angebot machen würde, was würdest du dann sagen? Würdest du es still mit dem Satz „Mach nur, ich habe ja nichts zu verbergen!“ annehmen und mir sogar Steuern dafür zahlen, deren Höhe die Hälfte all dessen ausmacht, was du durch den Einsatz deiner unwiederbringlichen Lebenszeit verdienst?
Würdest du mir all das mit Gleichgültigkeit gestatten?

– Nein, das würdest du wohl nicht erlauben. Du würdest dich mit allen dir zu Verfügung stehenden Mitteln gegen mich auflehnen. Du würdest deine Familie und deine Freunde auf den Plan rufen und mich sabotieren, wo du nur kannst.

Meine durchaus berechtigte Frage nun an dich: Wenn du mir das also nicht gestatten würdest, obwohl du meinen Namen und meine Person kennst, wieso gestattest du es dann anonymen, gesichtslosen Institutionen und Personen tagein tagaus? Warum winkst du nicht einfach mal freundlich in die nächste Überwachungskamera (du weißt gar nicht, wie viele es davon allein in deiner nächsten Umgebung gibt)? Warum stellst du die Privatsphäre-Einstellungen auf deinen liebsten sozialen Plattformen nicht einfach so ein, dass jeder alles sehen kann, wenn du doch nichts zu verbergen hast?

– Ganz einfach: Weil Privatsphäre dein Recht als freies Individuum ist. Es ist ein Grundrecht in einem demokratischen System. Da du aber keine Privatsphäre mehr hast, bist du kein freies Individuum mehr. Und da deine Privatsphäre nicht mehr gewahrt bleibt, ob du das willst oder nicht, lebst du auch in keinem demokratischen System mehr.

Bedenke: Du wirst rund um die Uhr überwacht, ob dir das nun gefällt oder nicht. Und alles, was du tust, sagst, kaufst, wünscht, hoffst, brauchst, ablehnst oder hasst wird für immer gespeichert und kann und wird jederzeit, wann immer sich das System wandelt, gegen dich verwendet werden.
Die Geschichte ist voll von Geschichten, in denen Menschen wegen der falschen Gedanken, der falschen Gesinnung plötzlich zum Straftäter wurden. Sei dir dessen bewusst, wenn du das nächste mal ignorant und dumm sagst „Ich habe doch nichts zu verbergen!“, denn ich weiß, dass du etwas zu verbergen hast. Und sei froh, wenn dies niemals an die Öffentlichkeit gelangt.

Fazit: Totale Sicherheit (die es nie geben wird) erfordert totale Überwachung und totale Überwachung bedeutet totale Unsicherheit für den Einzelnen. Jeder, der diesen Fakt tatenlos ignoriert, ist mitschuldig. Punkt.

PS: Nein, ich biete dir keine Lösungsansätze, denn genau das wäre der falsche Ansatz – du sollst wieder lernen, selbst zu denken, aus dir selbst heraus kreative Lösungen zu entwickeln und dich mit deinem nächsten zusammen zu tun, um endlich ein freies, selbstverantwortliches Wesen in einer besseren Welt zu werden. Dir wurde bereits alles vorgekaut – ich bin hier, um dir das bewusst zu machen.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Die Wölfe unter den Schafen


Es gibt Schafe. Und es gibt Wölfe. Das sind die zwei Kategorien, in die sich die Menschheit teilt. Wölfe bevorzugen das Rudel oder streifen sogar als Einzelgänger durch die Welt. Sie sind wach und wachsam, treiben die Schafherde vor sich her, lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Schafe hingegen folgen gedankenlos der Herde, sind systemhörig, befinden sich in einem Dämmerschlaf.
Systemhörige Gehirne können weder an ihre eigene Versklavung noch an die Tatsache einer Weltverschwörung glauben – sie wurden darauf trainiert und konditioniert, für das Lügengebäude ihrer Welt zu kämpfen. Es ist ihre Aufgabe, dieses System bis aufs Blut zu verteidigen, selbst wenn dieses für sie schädlich ist. Ihr Glaube stützt sich allein auf die Lügen der Wissenschaft, der Politik und der Medien. Folgsam sind sie. Soldaten in Zivil, mit eingeschränktem Neocortex und betäubtem präfrontalem Cortex ist es ihnen nicht gegeben, das System als solches anzuzweifeln. Sie werden alles tun, um die Lüge, in die sie hineingeboren wurden, zu verteidigen, beginnend mit Selbstbetrug bis hin zur Diffamierung sowie der Lynchjustiz an jenen, welche die Lüge durchschauen und lautstark anprangern. Um das System zu schützen ist den Schafen jedes Mittel recht. Es handelt sich bei diesen Zivilsoldaten um hörige, abhängige, bedauernswerte Wesen, die auf Befehl ihrer Autoritäten funktionieren und wie Lemminge über die Klippe eines bodenlosen Abgrundes stürzen, der Werbung und dem Trend folgen, sich moralisch anpassen und ohne Befehlsgeber völlig hilflos dastehen. Menschen dieses Schlages machen den Großteil der Weltbevölkerung aus. Es sind dies die geheimen Soldaten einer perfiden Elite, deren erklärte Agenda darin liegt, die totale Kontrolle über den Planeten zu übernehmen. Es hat wenig Sinn, mit diesen Wesen zu diskutieren – sie sind sowohl aus biologischen als auch mentalen Gründen unfähig, die Wahrheit über ihre Welt zu erkennen, geschweige denn, diese zu akzeptieren.
Wölfe sind nicht zu zähmen, sie folgen nur ihrem Alphatier aus freiwilligen Gründen, können aber auch alleine für sich bestehen. Wenn du also ein Wolf bist, dann verschwende deine Zeit nicht mit Schafen – bedauere sie und geh unbeirrbar deinen Weg als waches, bewusstes Wolfswesen. Sei froh, kein Schaf sein zu müssen, auch wenn du als Wolf von den Schafen gehasst wirst.
Akzeptiere: Es gab immer schon weniger Wölfe als Schafe. Und das hat seinen Sinn.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Foto by David P. Pauswek © 2016. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Chemtrails und des Kaisers neue Kleider


Es gibt sie einfach nicht. Man kann zwar zum Himmel hochblicken, sieht dort kilometerlange, in hübschen geometrischen Mustern versprühte Streifen, aber es gibt sie nicht – Chemtrails. Es gibt sie nicht, weil irgendein Onkel, der einen Nachbarn kennt, dessen Freund Pilot ist, das gesagt hat. Es gibt sie nicht, weil der „Spiegel“ oder eine andere garantiert unabhängige Zeitschrift schreibt, es gäbe sie nicht. Es gibt sie nicht, weil bedingungslos ehrliche Politiker und Medien das so berichten. Es gibt sie nicht, weil dumme Schlafschafe lieber in Schaufenster oder Smartphones glotzen als zum Himmel zu blicken. Es gibt sie nicht, weil die Vorstellung, dass es sie gäbe, ebenso schrecklich wäre, wie Auschwitz. Daher gibt es sie ganz einfach nicht. Man sieht sie. Man mißt sie. Man beobachtet, dass es seit 15 Jahren keinen azurblauen Himmel mehr gibt. Man erkennt, dass sich jedesmal, wenn heftig geflogen und gesprüht wurde, das Wetter rasant ändert. Man weiß, dass ein großer Unterschied zwischen normalen Kondensstreifen und den weltweiten Sprühspuren besteht. Man ist sich darüber im klaren, dass diese Streifen nicht von gewöhnlichen Linienmaschinen versprüht werden. Man hat bewiesen, dass, seit gesprüht wird, der Aluminium- und Bariumoxidanteil in unseren Böden und Gewässern um fast 200 Prozent gestiegen ist. Man blickt zum Himmel und sieht diese „lustigen“ Streifen. Aber es gibt sie nicht. Es darf sie einfach nicht geben. Und wenn wir alle ganz fest die Augen zumachen, werden sie auch so plötzlich verschwinden, wie sie aufgetaucht sind – versprochen!
Des Kaisers neue Kleider im Vice Versa-Modus. Und alle, die von Chemtrails sprechen, sind sowieso nur Spinner und Verschwörungstheoretiker.
So, und morgen wieder arbeiten, shoppen und funktionieren, ne?

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Foto by David P. Pauswek © 2016. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

5 Jahre ANDERSmensch


**** WIR LASSEN HEUTE WIEDER DIE KORKEN KNALLEN! ****

Heute, vor genau 5 Jahren, ging der ANDERSmensch-Blog auf WordPress online.
Das war damals keine große Sache. Heute ist es das schon. Heute ist ANDERSmensch mein Schatten, der mich überallhin begleitet, den ich nicht mehr loswerde, über den ich aber auch nicht zu springen vermag – ich habe dieses metaphysische Kind gezeugt, es entbunden und seit dem wächst und gedeiht es. Es hat sich auf rätselhaften Wegen verselbstständigt und versetzt mich immer wieder aufs Neue ins Staunen…
So vieles ist geschehen in dieser Zeit. Ich wurde eine Marke, ein Synonym für spirituelle Rebellion, aber ich wurde wider Willen auch Projektionsfläche für menschliche Emotionen, Träume und Abgründe. Manche sehen mich als Lehrer, manche als Feind, einige als Spinner.
Im Grunde aber ist mir das alles immer noch gleich, denn ich bin nichts weiter als ein Mensch, ein Liebender, ein Sohn, ein Bruder, ein Freund, ein Vater, der seinen ureigenen Weg geht so gut er eben kann. Mag sein, dass man mit meinem Wirken etwas anfangen kann. Mag sein, dass einem der ANDERSmensch am Arsch vorbei geht. Das bleibt jedem selbst überlassen.
Für mich waren es jedenfalls 5 spannende Jahre in dieser verrückten virtuellen Welt und 5 bewegte Jahre in dieser verrückten „realen“ Welt. Und ich will bereit sein für die nächsten 5 Jahre in dem Versprechen, weiterhin „kreativ • inspirativ • provokativ • non-konform“ zu bleiben.

Ganz besonderer Dank gebührt an dieser Stelle natürlich den zahlreichen Freunden, Sannyasins, Lesern und Fans, aber auch den Neidern und Hatern, die mich über all die Zeit begleiteten. DANKE, dass es DICH gibt!

„Lebe das Leben, liebe das Leben, tanze das Leben!“

In aufrichtiger Wertschätzung,

David P. Pauswek – Der Andersmensch & Redaktion Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce