Du und die vermeintliche Realität


Der Unterschied zwischen deinem Tagesbewusstsein und deinem Traumbewusstsein ist hauptsächlich jener, dass du in der Tages-Realität mehr Einfluss auf den Verlauf des Geschehens hast, obwohl du auch da nur selten über die vollständige Kontrolle verfügst. Im Traumbewusstsein bist du bloß Reagierender, bist auf physischer Ebene im Grunde „Opfer“ deiner neuronalen Vernetzungen, was auf spiritueller Ebene den Illusionen deines Egos gleichzusetzen ist.

Mit zunehmender Bewusstwerdung aber wird dir klar, dass es sich bei beiden „Realitäten“ bloß um Träume handelt. Werden deine Nachtträume luzid, dann erlangst du auch immer mehr Einfluss auf den Tagestraum und vice versa. Du bist dann zunehmend in der Lage, deine neuronalen Netze augenblicklich zu verändern – je nach dem, welche Realität du zu erfahren wünscht.

Bisher hast du das Erleben im Tagesbewusstsein für die „absolute Realität“ gehalten, doch nach und nach erkennst du, dass beide Welten Traumwelten sind. Es handelt sich sowohl bei der einen als auch bei der anderen „Realität“ um eine Erfahrungsmatrix, die sich als perfekte Illusion entpuppt und die über deine neuronalen Schaltungen im Gehirn gefiltert und interpretiert wird. Diese Erfahrungsmatrix dient dir – nicht du ihr!

Wenn du so weit bist, dass du dich selbst voll und ganz im Traum des Tages ausleben und verwirklichen kannst, dann träumst du nachts nicht mehr. Deine Nachtträume lösen sich auf, reines Bewusstsein von Dem-Was-So-Ist tritt an ihre Stelle, während dein Körper zu schlafen scheint. Du verlässt somit Schritt für Schritt die Illusionen deines Egos, indem du sie als solche erkennst und daher kontrollierst.

Je näher du deinem wahren Sein in vollkommener innerer Stille kommst, desto näher bist du dem göttlichen Selbst in dir. Du lässt nach und nach alle Träume, alle illusionären Realitäten hinter dir und erfährst dich als reines Sein jenseits aller Illusionen und Träume. Dann bist du vollstes, erhabenstes Bewusstsein, welches du in Wahrheit immer schon warst und ewig sein wirst. Reines Sein ist vollkommenes Gewahrsein in Stille an allen Orten und zu jeder Zeit – Transzendentales Bewusstsein!

Transzendentale Meditation oder auch die durch mich unterrichtete Meditation in Stille ist ein hilfreiches Werkzeug auf diesem Wege. Es handelt sich um eine ideale Übung, um länger und immer länger im Zustand transzendentalen Bewusstseins zu bleiben. Hast du auch nur ein einziges Mal diese Art bewussten Seins erfahren, dann kann dich von da an keinerlei Illusion auf Dauer zufriedenstellen – du wirst mehr und mehr ins transzendentale Bewusstsein, in die einzig echte Wirklichkeit gleiten wollen; und eines schönen Momentes kannst du dann darin verbleiben, ohne dein physisches Dasein verlieren zu müssen. Dann bist du Meister. Dann bist du dir voll und ganz deiner immerwährenden Erleuchtung, deines ewigen Lebens bewusst – in jedem Augenblick und an jedem Ort, in jeder Illusion und in jedem Traum, ohne die Freuden der Erfahrung innerhalb der Illusionen aufgeben zu müssen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Zeit existiert nicht?


„Zeit existiert nicht!“ plappert dein Ego bereitwillig nach, weil es das irgendwo gehört oder gelesen hat und weil diese Aussage in Esoterik-Kreisen momentan populär ist, und du ohnehin gerne übernimmst, was populär ist, ohne zu überlegen, was du da übernimmst.

Zu behaupten es gäbe Zeit nicht, ist von der Ebene, auf der du dich als Ich erfährst, schlichtweg töricht. Es ist genauso töricht, wie sich die Hände vor die Augen zu halten und zu glauben, man wäre dadurch unsichtbar. Zeit existiert – sie existiert auf der Erfahrungsebene deines Ego-Ichs und das kannst du ganz leicht nachprüfen, indem du auf die Uhr siehst und erkennst, dass heute Morgen andere Dinge geschehen sind, als heute Abend – das, was dazwischenliegt, ist Zeit, die vergangen ist.

Die ganze vermeintliche Existenz deines Ichs, deine ganze Illusion vom Erdendasein, ist dem Gesetz der Zeit unterlegen – wenn dieses Ich nun fröhlich einem Lemming gleich behauptet: „Zeit existiert nicht!“, dann ist das wie „Des Kaisers neue Kleider“ im Vice Versa-Modus. Da könntest du genauso gut den Weihnachtsmann als real anerkennen – im Maß der Torheit beider Ansichten besteht kein wesentlicher Unterschied.

Akzeptiere: Auf der Ebene deiner Ego-Ich-Erfahrung gibt es Zeit sehr wohl! Dein ganzes bekanntes Universum baut sich auf den Kräften von Raum, Zeit, Materie und Gravitation auf. Alles in diesem Universum ist in seiner Form vergänglich, und das Maß für diese Vergänglichkeit der Formen ist die Zeit. Wenn du jetzt sagst, es gäbe sie nicht, dann denke an jene Menschen aus deinem Umfeld, die bereits gestorben sind – der Fakt, dass sie nicht mehr hier auf dieser Ebene sind, ist Beweis dafür, dass für dich als Ego-Ich die Zeit sehr wohl existiert und du einem Irrtum erliegst, wenn du unreflektiert nachplapperst, was du nicht verstehen kannst, denn dein Verstand ist nicht in der Lage, das Raumzeitkontinuum zu begreifen. Falls doch, dann stelle doch bitte eine Relativitätstheorie auf, oder erkläre die bereits bestehende auf eine Weise, wie sie auch deine Kinder verstehen würden. Das kannst du nicht? – Nun, dann wirst du dich wohl damit abfinden müssen, dass dein Verstand hier ins Schlingern gerät und du Zeit als einen unbestreitbaren Fakt deiner Welt ansehen musst. Zu sagen „Alles ist relativ!“, ist hier entschieden zu wenig, denn um Relativität erklären zu können, benötigst du eine wichtige Komponente – Zeit!

Für die Seele, die du bist, gibt es natürlich keine Zeit, doch erfährst du dich nicht auf dieser überbewussten Ebene – hier in dieser Welt bist du das Ich, das Ego, und nicht die Seele.

Jene, die dir sagten, es gäbe keine Zeit, waren Erwachte, es waren erleuchtete Meister, deren Aussage dein Ego nicht im vollen Umfang verstehen konnte. Ein Erwachter arbeitet sehr wohl mit der physikalischen Zeit, nicht aber mit der psychischen – deshalb existiert für ihn das ewige Jetzt parallel zur Vergänglichkeit der Formen durch die Zeit. Natürlich benutzt auch er Uhr und Kalender, um sich auf der Ebene von Raum und Zeit zu koordinieren, während er sich gleichsam seiner wahren Existenz als Seele im ewigen Jetzt gewahr ist. Er ist sich zwar auf mehreren Daseinsebenen seines Seins bewusst, doch das entbindet ihn innerhalb der Erfahrungsmatrix von Raum und Zeit noch lange nicht deren Gesetzen.

Ja, Zeit existiert und doch tut sie es nicht. Auch Materie existiert und tut es auf einer höheren Ebene wiederum nicht, denn letztlich ist Materie Energie. Dennoch ist in deiner Erfahrungsmatrix die Materie eine wichtige Größe, die du nicht leugnen kannst – falls doch, dann geh doch bitte durch die nächste Wand! Da du dazu nicht fähig bist, bist du auch nicht dazu berechtigt, Zeit für nicht-existent zu erklären, solange du sie nicht transzendiert hast und daher kontrollierst. Jemand, der im Wald steht und partout behauptet, es gäbe da keine Bäume, der gilt als psychopathologischer Fall – wie soll man jemand bezeichnen, dessen Dasein der Vergänglichkeit der Formen durch die Zeit unterworfen ist und der partout behauptet, es gäbe keine Zeit?

Plappere nicht einfach alles nach, nur weil es gut klingt und populär ist – du bist dir dessen absolut bewusst, dass in deiner Welt Zeit existiert. Und sei froh darüber, denn so weißt du wenigstens, wann genau deine Gehaltsschecks bei dir einlangen oder wann wieder Weihnachten ist.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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