Trennung und Trauer


Wenn ein Mensch dich verlässt, dann ist das schmerzhaft. Und es ist völlig in Ordnung, deshalb zu trauern, denn das, was ihr beide miteinander hattet, wird es niemals wieder geben. Kein anderer Mensch kann dir dasselbe Gefühl vermitteln, das du mit einer ganz bestimmten Person hattest. Jede Begegnung ist daher einzigartig, wenn auch vergänglich.

Ein Mensch, der geht, hinterlässt für immer eine Lücke. Was bleibt, ist eine weitere Anekdote im Buch deines Lebens. Bilder in Form von Erinnerungen, mehr bleibt nicht. Besondere Erfahrungen, Augenblicke, Gesten – all das lässt sich nicht wiederholen. Es kann zwar ein neuer Mensch den Platz an deiner Seite einnehmen, aber niemals einen anderen Menschen ersetzen. Menschen sind nicht austauschbar. Deshalb tut es weh, wenn ein Geliebter geht. Deine Liebe für ihn wird weiterleben, aber eure Geschichte ist zuende. Es ist okay, deshalb Trauer zu empfinden, es ist okay, deshalb zu weinen.

Nimm dir Zeit zu trauern. Trauer ist Teil des Menschseins. Sie ist natürlicher Bestandteil des Lebens. Trauer bezeugt, dass du ein Herz hast. Menschen, die dein Herz nicht sehen konnten, sind noch auf der Suche nach ihrem eigenen. Wünsche ihnen Glück beim Finden und erlaube dir selbst ausreichend Zeit für Trauer.

Nach und nach aber erinnere dich an einen wunderschönen Umstand, der nach jeder Trennung zur Wahrheit wird: Du kannst bei einer neuen Begegnung all das geben, was du in deinen vergangenen Beziehungen vielleicht nicht gegeben hast. Du hast eine neue Chance darauf, die großartigste Vision von dem, der du in der Liebe sein möchtest, zu verwirklichen. Du kannst dich selbst ganz anders definieren innerhalb einer neuen Begegnung, du kannst dich selbst ganz neu erfahren im Bezug auf die Liebe.

– Das ist der Segen jeder Trennung. Das ist der gelebte Atem der Liebe. Du atmest ein durch eine neue Begegnung, du atmest aus, wenn die Zeit abgelaufen ist. Und mit jedem neuen Einatmen hast du die Chance, noch inniger, noch großartiger zu lieben. Wie auch immer es nach einer Trennung weitergeht – die Liebe ist es, die den Lauf der Liebenden lenkt, niemals umgekehrt. Und die Liebe hat immer recht.

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© 2015 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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Du und deine vermeintliche Schülerschaft


Immer wieder reden die Leute davon, sie hätten eine Lernaufgabe, eine Lektion im Leben zu lernen, doch das ist töricht. Was willst du erlernen? Das Leben? – Du kannst das Leben nicht erlernen, denn du bist bereits Leben. Du kannst das Leben bloß erfahren und genau deshalb bist du hier – um das Leben als Mensch in all seinen Facetten zu erfahren.
Die Sache mit den Lernaufgaben entspringt veralteten religiösen Denkstrukturen, es beinhaltet Leistungstendenzen und das setzt dich unter permanenten Druck, weil du natürlich deine Leistung erbringen möchtest. Lass das endlich los! Hör auf damit, dich selbst unter Druck zu setzen, indem du denkst, Gott, die Existenz, das Leben oder irgendwer würde dir für besonders gutes „Am-Leben-Sein“ oder für besondere spirituelle Leistungen Zensuren verpassen. Du kannst dir weder das Leben noch die Erleuchtung verdienen. Du aber bist voller Ehrgeiz, stehst ständig unter Strom, weil du denkst, du müsstest dir etwas im Leben erkämpfen. Siehst du, wie töricht diese Art zu denken ist?
Wenn du erkannt hast, dass deine einzige Aufgabe im Leben das Sammeln von Erfahrungen ist, dann bist du absolut frei, denn du kannst nicht nicht-erfahren, was du bereits bist – du bist das Leben selbst, nicht sein Schüler. Du bist das Leben, das sich durch das Leben als solches erfährt. Im Erfahren des Lebens gibt es kein Scheitern, beim Lernen aber sehr wohl. Wenn du glaubst, das Leben könne an sich selbst scheitern, dann wird es Zeit, dass du lebendig wirst. Es wird Zeit, dich aus deinem Leistungsdenken zu befreien und den Glauben an Lernaufgaben, an denen du scheitern könntest, aufzugeben. Du bist hier, um zu leben – nicht, um zu lernen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Deine Masken der Angst


Einen wahrhaft Spirituellen, einen Erwachten, erkennt man nicht daran, dass er Aura sichtig ist, sich vegan ernährt, ihm eine große Schar von Anhängern folgt, er die meisten Lehren studiert hat, daraus kluge Sprüche zitiert und so tut, als gäbe es da noch ein Geheimnis, das nur er kennt.
Einen wahrhaft Spirituellen, einen Erwachten, erkennt man daran, dass er nichts verbirgt, sich der Welt und den Menschen vollkommen offenbart und schenkt, bereitwillig seine Erfahrungen, Gedanken und Gefühle teilt, dabei keinem Grundsatz treu bleibt, sondern sich den Widersprüchen hingibt mit einem Lächeln, stets bereit, seine Überzeugungen zu ändern.
Ein wahrhaft spiritueller Mensch verbirgt nichts, denn das Verbergen ist ein Zeichen der Angst. Ein Erwachter aber kennt keine Angst mehr. Er steht dem Leben offen gegenüber wie ein Kind, das Böses nicht kennt. Ein wahrhaft Spiritueller zeigt sich dem Leben völlig authentisch, denn dies ist der einzige Weg, das Leben in seiner ganzen Fülle zu erfahren. Was du vor der Welt verbirgst, das verbirgt die Welt letztlich vor dir.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce