Die Lüge von der Selbstliebe


Wenn du genau hinsiehst, wirst du viele „Neue Schulen“ sehen, die dich mit der Behauptung lehren wollen, sie seien gut, und was sie lehren, sei es ebenso.

Doch was lehren sie dich?

– Oftmals nur das, was du ohnehin schon ein Leben lang tust: Dich selbst zu lieben. Und sage nun nicht, du würdest dich selbst nicht lieben, denn dann lügst du.

Du liebst dich selbst. Mehr als dir bewusst ist. Den ganzen Tag bist du mit dir selbst befasst; fragst dich, ob du hungrig oder durstig bist, ob man dich mögen wird, da wo du hingehst, ob du bekommen wirst, was du dir wünscht, ob du siegen wirst mit deinen Ansichten, Argumenten und Meinungen. Du drehst dich um deine Probleme, hegst und nährst sie und hältst sie für die größten, bedeutsamsten Probleme, die jemals ein Mensch hatte.
Du erzählst dir selbst und anderen immer wieder deine Biografie und bist einmal stolz darauf, dann wieder tust du dir selbst um ihretwillen unsagbar leid.
Du stehst vor dem Spiegel, prüfst, verbesserst, lobst und kritisierst, was du darin erblickst. Tagein und tagaus bist du mit dir selbst befasst und wenn einer redet, dann kannst du es kaum abwarten, bis er Pause macht, damit du über dich selbst reden kannst. Und wenn du mit zehn Menschen in einem abstürzenden Flugzeug sitzt, wo es nur neun Fallschirme gibt – du würdest auf den deinen Verzichten für einen anderen?

Also, erzähle anderen, du würdest dich nicht lieben. Mir aber erzähle das nicht. Denn du liebst dich. Oftmals mehr als du verdient hättest.
Und dann sieh dir die Welt an, in der du lebst: Fast jeder liebt nur noch sich selbst, ist so sehr in sich selbst verliebt, dass er ausnahmslos Bilder von seinem Duckface, von seiner Katze, seinem Mittagessen, seinem Urlaub und seinen neuen Schuhen posten kann. Gleichsam aber wird vor Narzissmus gewarnt, denn selten wurde so viel darüber geschrieben, wie dieser Tage.
– Zufall?
Wohl kaum.

Die Lehre von der Selbstliebe ist eine Lehre der Lügner, der Heuchler, der Dummen und des Satans.
Daher hat Yahshua niemals von der Selbstliebe gesprochen, denn er wusste, dass diese Selbstliebe aus den meisten Menschen bloß narzisstische Egomanen machen würde. Er wusste, wie schnell der Mensch sich in sein eigenes Spiegelbild verlieben und wie rasch er sich in der endlosen Gier des Egos verstricken würde. Yahshua wusste, dass jeder Mensch sich selbst am meisten liebt und dass Selbstliebe am Ende zu Egomanie führt.

Narzisstische Egomanen laufen heute in Massen durch die Welt und jammern, warum die Welt bloß so kalt geworden ist. Sie feiern sich selbst den lieben langen Tag, feiern ihr Selbstbildnis auf sozialen Plattformen in Form von „Selfies“ (frei übersetzt „Selbsties“), krallen nach Fame & Luxus sowie nach dem größten Stück des Kuchens für sich allein.
Zudem sind sie beziehungsunfähig geworden, konsumieren Menschen als wären es Wegwerfgüter und offenbaren pathologische Auswüchse sozialer Inkompetenz. Ich, ich, ich und me, myself and I.
Und dann gibt es da tatsächlich unzählige falsche Propheten, die von „mehr Selbstliebe entwickeln“ sprechen. Diese Botschaft soll natürlich in erster Linie den Narzissmus der falschen Propheten befriedigen, denn sie lieben es, von den Massen verehrt zu werden. Und die wahnsinnigen Jünger dieser Satans-Priester sind ihrerseits höchst empfänglich für alles, was die eigene Egomanie befeuert, deshalb folgen sie den falschen Hirten blindlings und zu abertausenden.

Erkennst du die 5 Fehler im Bild? Und macht es dich gerade ein wenig wütend, dass ich die neuzeitliche Lehre von der Selbstliebe als das darstelle, was sie ist: Satanismus in seiner subtilen, massentauglichen Form als Vorbereitung auf die große Schlacht?

– Falls dich das jetzt nämlich wütend macht und du gleich kampfbereit für die Selbstliebe in die Tasten hauen möchtest, dann halte kurz inne und wisse: Nur für eine Lüge musst du kämpfen – die Wahrheit sorgt für sich selbst.
Daher prüfe dein Herz, bevor du das Schwert zücken möchtest.

Der Weg der Selbstliebe ist einer mit unzähligen Fallen. Denn die meisten bleiben in Egomanie und Narzissmus stecken. Sie werden zu regelrechten Arschlöchern, die so tun, als ob sie keine wären, weil sie in ihrer Selbstsucht abgehoben von Licht & Liebe säuseln, womit sie eine blinde Welt leicht täuschen können.

Ein Weiser aber geht nicht den Weg, der sich gabeln mag zu unzähligen Irrwegen. Ein Weiser geht den Weg, der vielleicht länger und beschwerlicher ist, ihn aber sicher und direkt ans Ziel führen wird.
Wenn also dein aufrichtiges Ziel die Liebe ist, dann wählst du nicht absichtlich einen Irrweg. Ist aber dein Ziel etwas Anderes als die Liebe, suchst du irgendeine Art des Lohnes, dann wirst du auch den Irrweg gehen wollen, weil du dann sowieso ein Heuchler bist.

Gehst du von vornherein den Weg der Nächstenliebe, kannst du nicht in die Irre laufen und im Narzissmus oder der Egomanie landen. Die Liebe zu deinem Nächsten macht, dass du automatisch auch dich selbst liebst, weil du erkennst, dass du auch in deinem Nächsten lebst. Sie schenkt dir Empathie und macht, dass du deine Probleme vergessen kannst, weil du dich mit jenen deines Nächsten befasst. Und wie du vielleicht schon entdeckt hast, ist es meist ein Leichtes, die Probleme deines Nächsten zu lösen. Du hast so gut wie immer einen Rat, du siehst so gut wie immer eine Lösung.

Warum ist das so?

– Naja, ganz einfach – da es nicht deine Probleme sind, bist du damit auch nicht verhaftet. Es sind nicht deine Probleme. Du klebst nicht an ihnen. Du bist nicht mit ihnen eins. Daher bist du in der Lage, sie zu lösen. Würdest du das auf deine eigenen anwenden können, wärst du die meisten davon los.

Glaube mir, du musst dich selbst nicht noch mehr lieben. Die Welt braucht nicht noch mehr Selbstliebende, sondern welche, die aufrichtig und vollen Herzens ihren Nächsten lieben. Die Welt wurde über so viele Jahrtausende in die Irre geführt. Gerade in diesen Tagen läuft sie noch mehr in ihr eigenes Verderben durch falsche Propheten und schlechte Hirten, die mit verdrehten Wahrheiten und falschen Lehren taufen.

Die Welt braucht Nächstenliebe. Diese kannst nur du von dir aus geben. Sie muss in dir keimen, wachsen und nach außen strömen. Dazu musst du nicht zuerst dich selbst lieben. Nein, du musst nicht erst dich selbst lieben, bevor du andere lieben kannst. Denn du wurdest geboren und konntest schon lieben, bevor du überhaupt wusstest, dass es dich als Individuum gibt. Noch bevor dein Geist ein Ich-Bewusstsein geformt hatte, konntest du schon deine Eltern, deine Geschwister, euren Hund und eure Katze lieben. Aufgrund dieser Tatsache musst du nicht erst dich selbst lieben, um andere lieben zu können, denn es gibt immer wieder mal Phasen, da kannst du dich überhaupt nicht ausstehen, trotzdem liebst du deine Kinder, deine Freunde und deinen Partner; du liebst deinen Hund, deine Katze oder dein Pferd, obwohl du dich selbst vielleicht gerade nicht besonders toll findest. Also, glaube die Lüge von der Selbstliebe nicht mehr. Sie ist ein genialer Trick der Dunkelheit, ein Teil der sinistren Agenda übler Wesen. Die Lehre von der Selbstliebe ist eine Lehre Satans. Und dessen Jünger tragen gerne das Kleid eines Engels. Oder auch indische Billigware aus dem Esoterik-Laden.

Yahshua wusste all das. Und daher sagte er definitiv nicht „Liebe zuerst dich selbst und dann erst deinen Nächsten.“!

Er sagte: „Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
– Johannes 15, Vers 11 – 13

Wenn du mir nicht glaubst, dann nimm doch mal wieder deine Bibel zur Hand und finde selbst heraus, was er gesagt hat. Damit tust du dir einen großen Gefallen. Bist du dazu jedoch zu stolz oder zu faul, dann sei wenigstens so schlau und plappere nicht alles nach, was künstliche Gurus, falsche Propheten und Möchtegern-Coaches vorkauen. Nimm nicht Falschlehren an, bloß weil dir das bequem erscheint, um dann so zu tun, als hättest du die Wahrheit selbst gefunden. Die musst du dir nämlich stets erst verdienen, indem du dich ganz allein auf die beschwerliche Suche nach ihr machst.
Gerne mag ich dir aber mit einer anderen Stelle aus der Lehre des Christus aushelfen:

Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet. Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
– Matthäus 25, Vers 35 – 39

Und Yahshua antwortet darauf:

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
– Matthäus 25, Vers 40

Der Weg tiefer hinein in die Dunkelheit, in die Kälte, in die Herzlosigkeit, in den Krieg ist der Weg der bedingunglosen Selbstliebe. Der Weg in die Erlösung, in eine freie Welt der Brüderlichkeit, in eine Welt des Friedens und der Gerechtigkeit ist der Weg der aufrichtigen Nächstenliebe. Und für Nächstenliebe musst du nicht zuerst dich selbst lieben, sondern dich selbst vergessen können.

Darüber denke nach. Das lasse in deinem Herz hallen, denn da, und nur da, wird auch die Wahrheit das Echo sein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2020 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Liebe ist keine Einbahnstraße


Es ist nicht wahr, dass du erst dich selbst lieben musst, um andere lieben zu können. Dieses „Finde erst zur Selbstliebe, sonst kannst du keinen anderen lieben!“ ist ein weiteres esoterisches Dogma. Es wurde von Schafen für Schafe in die Welt gesetzt. Es wurde erfunden, damit du Seminare und Workshops besuchst, damit du Bücher und Tonträger kaufst, die dich Selbsliebe lehren wollen. Wenn du Liebe nicht in dir trägst, dann kann sie dir auch keiner lehren. Niemand kann dich die Liebe lehren – weder die Selbstliebe noch die Liebe zu deinem Nächsten!
Denke und fühle vor allem selbst: Es gibt Phasen in deinem Leben, da kannst du dich selbst nicht ausstehen, da ist es dir unmöglich, dir selbst Liebe entgegenzubringen. Und trotzdem liebst du in diesen Phasen deine Kinder, deine Eltern, deinen Partner, deine Freunde.
Du musst nicht erst zur Selbstliebe finden, um deinen Nächsten lieben zu können, denn Liebe ist keine Einbahnstraße – sie funktioniert und fließt in beide Richtungen! Du kannst durchaus über die Fremdliebe zur Selbstliebe finden und vice versa. Und es ist sehr wohl möglich, einen Anderen zu lieben, dich selbst aber abzulehnen – der Großteil der Menschheit lebt nach diesem Schema. Das Schöne daran aber ist, dass du durch die Liebe zu einem anderen Menschen mehr und mehr erkennst, dass auch du liebenswert, dass auch du es wert bist, geliebt zu werden durch dich selbst, denn Liebe verwandelt alles. Liebe ist zu allem fähig, sie macht alles möglich! Jeder, der dir anderes weismachen will, ist nichts weiter als ein esoterischer Staubsaugervertreter, ein Schaf, ein bunter Papagei, der fleißig nachplappert, was andere ihm vorgegeben haben.
Du musst nicht erst dich selbst lieben, um deinen Nächsten zu lieben, denn Liebe ist keine Einbahnstraße. Vergiss das nicht! Und lerne endlich selbst zu denken und zu fühlen, denn es ist kein Zeichen von Bewusstheit, unreflektiert jede Torheit zu übernehmen, bloß weil sie populär ist.
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ bedeutet, du sollst versuchen, der Liebe kein Maß aufzuzwängen; du sollst alles und jeden im selben Maße lieben. Aber es bedeutet mit absoluter Sicherheit nicht, dass du deinen Nächsten erst dann lieben kannst, wenn du dich selbst liebst. In der Liebe gibt es kein „Wenn, dann…“, weil ein „Wenn, dann…“ eine Bedingung darstellt. Liebe aber ist immer ohne Bedingung. Und Liebe ist sicherlich keine Einbahnstraße.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2014 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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