Die Lüge von der Selbstliebe


Wenn du genau hinsiehst, wirst du viele „Neue Schulen“ sehen, die dich mit der Behauptung lehren wollen, sie seien gut, und was sie lehren, sei es ebenso.

Doch was lehren sie dich?

– Oftmals nur das, was du ohnehin schon ein Leben lang tust: Dich selbst zu lieben. Und sage nun nicht, du würdest dich selbst nicht lieben, denn dann lügst du.

Du liebst dich selbst. Mehr als dir bewusst ist. Den ganzen Tag bist du mit dir selbst befasst; fragst dich, ob du hungrig oder durstig bist, ob man dich mögen wird, da wo du hingehst, ob du bekommen wirst, was du dir wünscht, ob du siegen wirst mit deinen Ansichten, Argumenten und Meinungen. Du drehst dich um deine Probleme, hegst und nährst sie und hältst sie für die größten, bedeutsamsten Probleme, die jemals ein Mensch hatte.
Du erzählst dir selbst und anderen immer wieder deine Biografie und bist einmal stolz darauf, dann wieder tust du dir selbst um ihretwillen unsagbar leid.
Du stehst vor dem Spiegel, prüfst, verbesserst, lobst und kritisierst, was du darin erblickst. Tagein und tagaus bist du mit dir selbst befasst und wenn einer redet, dann kannst du es kaum abwarten, bis er Pause macht, damit du über dich selbst reden kannst. Und wenn du mit zehn Menschen in einem abstürzenden Flugzeug sitzt, wo es nur neun Fallschirme gibt – du würdest auf den deinen Verzichten für einen anderen?

Also, erzähle anderen, du würdest dich nicht lieben. Mir aber erzähle das nicht. Denn du liebst dich. Oftmals mehr als du verdient hättest.
Und dann sieh dir die Welt an, in der du lebst: Fast jeder liebt nur noch sich selbst, ist so sehr in sich selbst verliebt, dass er ausnahmslos Bilder von seinem Duckface, von seiner Katze, seinem Mittagessen, seinem Urlaub und seinen neuen Schuhen posten kann. Gleichsam aber wird vor Narzissmus gewarnt, denn selten wurde so viel darüber geschrieben, wie dieser Tage.
– Zufall?
Wohl kaum.

Die Lehre von der Selbstliebe ist eine Lehre der Lügner, der Heuchler, der Dummen und des Satans.
Daher hat Yahshua niemals von der Selbstliebe gesprochen, denn er wusste, dass diese Selbstliebe aus den meisten Menschen bloß narzisstische Egomanen machen würde. Er wusste, wie schnell der Mensch sich in sein eigenes Spiegelbild verlieben und wie rasch er sich in der endlosen Gier des Egos verstricken würde. Yahshua wusste, dass jeder Mensch sich selbst am meisten liebt und dass Selbstliebe am Ende zu Egomanie führt.

Narzisstische Egomanen laufen heute in Massen durch die Welt und jammern, warum die Welt bloß so kalt geworden ist. Sie feiern sich selbst den lieben langen Tag, feiern ihr Selbstbildnis auf sozialen Plattformen in Form von „Selfies“ (frei übersetzt „Selbsties“), krallen nach Fame & Luxus sowie nach dem größten Stück des Kuchens für sich allein.
Zudem sind sie beziehungsunfähig geworden, konsumieren Menschen als wären es Wegwerfgüter und offenbaren pathologische Auswüchse sozialer Inkompetenz. Ich, ich, ich und me, myself and I.
Und dann gibt es da tatsächlich unzählige falsche Propheten, die von „mehr Selbstliebe entwickeln“ sprechen. Diese Botschaft soll natürlich in erster Linie den Narzissmus der falschen Propheten befriedigen, denn sie lieben es, von den Massen verehrt zu werden. Und die wahnsinnigen Jünger dieser Satans-Priester sind ihrerseits höchst empfänglich für alles, was die eigene Egomanie befeuert, deshalb folgen sie den falschen Hirten blindlings und zu abertausenden.

Erkennst du die 5 Fehler im Bild? Und macht es dich gerade ein wenig wütend, dass ich die neuzeitliche Lehre von der Selbstliebe als das darstelle, was sie ist: Satanismus in seiner subtilen, massentauglichen Form als Vorbereitung auf die große Schlacht?

– Falls dich das jetzt nämlich wütend macht und du gleich kampfbereit für die Selbstliebe in die Tasten hauen möchtest, dann halte kurz inne und wisse: Nur für eine Lüge musst du kämpfen – die Wahrheit sorgt für sich selbst.
Daher prüfe dein Herz, bevor du das Schwert zücken möchtest.

Der Weg der Selbstliebe ist einer mit unzähligen Fallen. Denn die meisten bleiben in Egomanie und Narzissmus stecken. Sie werden zu regelrechten Arschlöchern, die so tun, als ob sie keine wären, weil sie in ihrer Selbstsucht abgehoben von Licht & Liebe säuseln, womit sie eine blinde Welt leicht täuschen können.

Ein Weiser aber geht nicht den Weg, der sich gabeln mag zu unzähligen Irrwegen. Ein Weiser geht den Weg, der vielleicht länger und beschwerlicher ist, ihn aber sicher und direkt ans Ziel führen wird.
Wenn also dein aufrichtiges Ziel die Liebe ist, dann wählst du nicht absichtlich einen Irrweg. Ist aber dein Ziel etwas Anderes als die Liebe, suchst du irgendeine Art des Lohnes, dann wirst du auch den Irrweg gehen wollen, weil du dann sowieso ein Heuchler bist.

Gehst du von vornherein den Weg der Nächstenliebe, kannst du nicht in die Irre laufen und im Narzissmus oder der Egomanie landen. Die Liebe zu deinem Nächsten macht, dass du automatisch auch dich selbst liebst, weil du erkennst, dass du auch in deinem Nächsten lebst. Sie schenkt dir Empathie und macht, dass du deine Probleme vergessen kannst, weil du dich mit jenen deines Nächsten befasst. Und wie du vielleicht schon entdeckt hast, ist es meist ein Leichtes, die Probleme deines Nächsten zu lösen. Du hast so gut wie immer einen Rat, du siehst so gut wie immer eine Lösung.

Warum ist das so?

– Naja, ganz einfach – da es nicht deine Probleme sind, bist du damit auch nicht verhaftet. Es sind nicht deine Probleme. Du klebst nicht an ihnen. Du bist nicht mit ihnen eins. Daher bist du in der Lage, sie zu lösen. Würdest du das auf deine eigenen anwenden können, wärst du die meisten davon los.

Glaube mir, du musst dich selbst nicht noch mehr lieben. Die Welt braucht nicht noch mehr Selbstliebende, sondern welche, die aufrichtig und vollen Herzens ihren Nächsten lieben. Die Welt wurde über so viele Jahrtausende in die Irre geführt. Gerade in diesen Tagen läuft sie noch mehr in ihr eigenes Verderben durch falsche Propheten und schlechte Hirten, die mit verdrehten Wahrheiten und falschen Lehren taufen.

Die Welt braucht Nächstenliebe. Diese kannst nur du von dir aus geben. Sie muss in dir keimen, wachsen und nach außen strömen. Dazu musst du nicht zuerst dich selbst lieben. Nein, du musst nicht erst dich selbst lieben, bevor du andere lieben kannst. Denn du wurdest geboren und konntest schon lieben, bevor du überhaupt wusstest, dass es dich als Individuum gibt. Noch bevor dein Geist ein Ich-Bewusstsein geformt hatte, konntest du schon deine Eltern, deine Geschwister, euren Hund und eure Katze lieben. Aufgrund dieser Tatsache musst du nicht erst dich selbst lieben, um andere lieben zu können, denn es gibt immer wieder mal Phasen, da kannst du dich überhaupt nicht ausstehen, trotzdem liebst du deine Kinder, deine Freunde und deinen Partner; du liebst deinen Hund, deine Katze oder dein Pferd, obwohl du dich selbst vielleicht gerade nicht besonders toll findest. Also, glaube die Lüge von der Selbstliebe nicht mehr. Sie ist ein genialer Trick der Dunkelheit, ein Teil der sinistren Agenda übler Wesen. Die Lehre von der Selbstliebe ist eine Lehre Satans. Und dessen Jünger tragen gerne das Kleid eines Engels. Oder auch indische Billigware aus dem Esoterik-Laden.

Yahshua wusste all das. Und daher sagte er definitiv nicht „Liebe zuerst dich selbst und dann erst deinen Nächsten.“!

Er sagte: „Das habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.
– Johannes 15, Vers 11 – 13

Wenn du mir nicht glaubst, dann nimm doch mal wieder deine Bibel zur Hand und finde selbst heraus, was er gesagt hat. Damit tust du dir einen großen Gefallen. Bist du dazu jedoch zu stolz oder zu faul, dann sei wenigstens so schlau und plappere nicht alles nach, was künstliche Gurus, falsche Propheten und Möchtegern-Coaches vorkauen. Nimm nicht Falschlehren an, bloß weil dir das bequem erscheint, um dann so zu tun, als hättest du die Wahrheit selbst gefunden. Die musst du dir nämlich stets erst verdienen, indem du dich ganz allein auf die beschwerliche Suche nach ihr machst.
Gerne mag ich dir aber mit einer anderen Stelle aus der Lehre des Christus aushelfen:

Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet. Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
– Matthäus 25, Vers 35 – 39

Und Yahshua antwortet darauf:

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
– Matthäus 25, Vers 40

Der Weg tiefer hinein in die Dunkelheit, in die Kälte, in die Herzlosigkeit, in den Krieg ist der Weg der bedingunglosen Selbstliebe. Der Weg in die Erlösung, in eine freie Welt der Brüderlichkeit, in eine Welt des Friedens und der Gerechtigkeit ist der Weg der aufrichtigen Nächstenliebe. Und für Nächstenliebe musst du nicht zuerst dich selbst lieben, sondern dich selbst vergessen können.

Darüber denke nach. Das lasse in deinem Herz hallen, denn da, und nur da, wird auch die Wahrheit das Echo sein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Jesus Christ Megastar


Man muss ein gewisses Bewusstsein erlangt haben, um den Christus innerlich aus dem religiösen Kontext herauszulösen. Mit dem Buddha gelingt es fast jedem, weil der Buddha derzeit populär ist. Mit dem Christus haben viele ein Problem. In Wahrheit aber haben sie dieses Problem nicht mit dem Gesalbten, sondern mit sich selbst. Es fehlt ihnen das Bewusstsein, innerlich etwas freizugeben, was immer schon frei war. Sie sperren es weiterhin in die begrenzten Boxen ihrer Dogmatik und wundern sich, warum es klemmt. Daher ist da noch ein langer Weg zu gehen.

Wer es geschafft hat, den Christus außerhalb der Religion zu finden, ihm dort in Freiheit zu begegnen und ihm in Hingabe zu folgen, der kann unmöglich an die gut verpackte, total moderne aber leider satanistische Lehre vom eigenen Schöpfertum glauben. Dabei wäre es so leicht, aus der Selbsttäuschung zu erwachen. Man müsste nur den Mut zur Wahrheit finden, statt mit der blökenden Herde zu laufen. Ich bin frei, sagt das esoterische Schaf und läuft den anderen esoterischen Schafen blind hinterher, denn da vorne wird schon eines dieser Schafe sein, das den Weg kennt. Ich mache nicht mit, sagt das esoterische Schaft und macht mit bei der Esoterik. Ich bin Schöpfer meiner Realität, sagt das esoterische Schaf und wiederholt damit eine Floskel, die fernab jeder Realität ist.

Kein Mensch ist Schöpfer seines Lebens. Kein Mensch ist Schöpfer seiner Welt. Natürlich macht die eigene Perspektive eine gewisse Wahrnehmung und somit auch eine bestimmte Erfahrung der Realität aus, das aber ist…

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– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Liebe ist keine Einbahnstraße


Es ist nicht wahr, dass du erst dich selbst lieben musst, um andere lieben zu können. Dieses „Finde erst zur Selbstliebe, sonst kannst du keinen anderen lieben!“ ist ein weiteres esoterisches Dogma. Es wurde von Schafen für Schafe in die Welt gesetzt. Es wurde erfunden, damit du Seminare und Workshops besuchst, damit du Bücher und Tonträger kaufst, die dich Selbsliebe lehren wollen. Wenn du Liebe nicht in dir trägst, dann kann sie dir auch keiner lehren. Niemand kann dich die Liebe lehren – weder die Selbstliebe noch die Liebe zu deinem Nächsten!
Denke und fühle vor allem selbst: Es gibt Phasen in deinem Leben, da kannst du dich selbst nicht ausstehen, da ist es dir unmöglich, dir selbst Liebe entgegenzubringen. Und trotzdem liebst du in diesen Phasen deine Kinder, deine Eltern, deinen Partner, deine Freunde.
Du musst nicht erst zur Selbstliebe finden, um deinen Nächsten lieben zu können, denn Liebe ist keine Einbahnstraße – sie funktioniert und fließt in beide Richtungen! Du kannst durchaus über die Fremdliebe zur Selbstliebe finden und vice versa. Und es ist sehr wohl möglich, einen Anderen zu lieben, dich selbst aber abzulehnen – der Großteil der Menschheit lebt nach diesem Schema. Das Schöne daran aber ist, dass du durch die Liebe zu einem anderen Menschen mehr und mehr erkennst, dass auch du liebenswert, dass auch du es wert bist, geliebt zu werden durch dich selbst, denn Liebe verwandelt alles. Liebe ist zu allem fähig, sie macht alles möglich! Jeder, der dir anderes weismachen will, ist nichts weiter als ein esoterischer Staubsaugervertreter, ein Schaf, ein bunter Papagei, der fleißig nachplappert, was andere ihm vorgegeben haben.
Du musst nicht erst dich selbst lieben, um deinen Nächsten zu lieben, denn Liebe ist keine Einbahnstraße. Vergiss das nicht! Und lerne endlich selbst zu denken und zu fühlen, denn es ist kein Zeichen von Bewusstheit, unreflektiert jede Torheit zu übernehmen, bloß weil sie populär ist.
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ bedeutet, du sollst versuchen, der Liebe kein Maß aufzuzwängen; du sollst alles und jeden im selben Maße lieben. Aber es bedeutet mit absoluter Sicherheit nicht, dass du deinen Nächsten erst dann lieben kannst, wenn du dich selbst liebst. In der Liebe gibt es kein „Wenn, dann…“, weil ein „Wenn, dann…“ eine Bedingung darstellt. Liebe aber ist immer ohne Bedingung. Und Liebe ist sicherlich keine Einbahnstraße.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Spiritualität ist unbegrenzt


Solange du der Auffassung bist, Spiritualität müsse sich auf gewisse Praktiken, Geisteshaltungen, Philosophien, Lebens- oder Ernährungsweisen begrenzen, solange bist du auf dem Holzweg. Und der ist bekanntlich gepflastert mit einer Menge Balken im eigenen Auge, einer Vielzahl von Brettern vor dem Kopf.
Sobald ein Weg dich begrenzt in deinem So-Sein, ist es kein spiritueller Weg, sondern ein törichtes Dogma. Sobald deine natürliche Menschlichkeit, dein So-Sein, durch ein Dogma auf ein Ideal reduziert wird, bleibt dir nichts anderes übrig als zum Heuchler zu werden. Alle Weltreligionen haben dies über Jahrtausende durch Dogmatismus in eindrucksvoller Erbärmlichkeit bewiesen. Um das zu erkennen, musst du bloß genau hinsehen! Wache auf und beginne damit, dich selbst als das zu feiern, was du bist – in deiner ganzen Menschlichkeit!
Es gibt keinen anderen Weg zur totalen Freiheit, keinen anderen Weg zur absoluten Spiritualität, als dich voll und ganz deiner Menschlichkeit hinzugeben. Sei vollkommen Mensch und du bist ein vollkommener Mensch. Versuche niemals etwas Anderes zu sein als du im Moment bist, denn du kannst in Wahrheit nicht anders sein als du in diesem Augenblick bist. Sei kein Fisch, der sich bemüht, ein Vogel zu werden. Versuche nichts Besonderes zu sein, denn du bist bereits besonders – genau so, wie du in diesem Augenblick bist! Lebe das, und du verkörperst automatisch Authentizität, du verkörperst dann ganz von selbst gelebte Spiritualität.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Sei existenziell


freedom-zsuzsa-tasi01Mein Wunsch ist es, dich frei, wild und natürlich zu wissen, mit dem Wind um die Wette laufend, barfuß im Regen tanzend, weinend vor Ergriffenheit über die Schönheit einer Kirschblüte, laut lachend, fröhlich ein Lied summend durch die Stadt spazierend, kichernd und nackt im lauen Wasser eines Sees badend, erwachend, meditierend, jedes Wesen liebend. Ich wünsche mir dich erlöst und befreit von der gesellschaftlichen Knechtung durch Dogmen und moralische Konditionierungen, losgelassen aus dem Lohnsklaventum, unabhängig, selbstbestimmt, vollkommen lebendig.
Ich möchte dich weder religiös noch spirituell – ich wünsche mir den existenziellen Menschen auf Erden. Sei existenziell – sei einfach nur du selbst. Mache das Dasein zu einem Fest deines Selbstausdrucks, zu einem Lobgesang an die gesamte Existenz, indem du alles abschüttelst, was du nicht bist; indem du einfach nur du selbst bist. Lebe deine eigene Erfahrung als die einzig für dich gültige Weisheit, sei dein eigener Meister, Erlöser, Guru. Geh täglich in die Stille deiner Seele – alles Wissen liegt darin. Verkörpere deine Träume, deine Liebe, entfalte deine wahre Schönheit als authentisches Wesen. Erblühe zur Herrlichkeit deiner Individualität. Sei existenziell – das ist der neue Mensch, der Andersmensch.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Spirituelle Monogamie


lovers53Bemühe dich nicht, monogam zu leben. Monogamie ist dir von Natur aus nicht gegeben. Das ist eine biologische Tatsache. Die Natur hat es so eingerichtet, dass du deine Gene so weit als möglich streuen sollst; auch dein Geist liebt mannigfaltige Freuden auf physischer Ebene. Das ist ein vollkommenes Prinzip. Du kannst und musst es nicht verbessern. Die Natur weiß es immer besser als es deine gesellschaftlichen Regeln, Zwänge und Dogmen jemals wissen könnten. Die Natur ist die weise Mutter, die dich alle Dinge lehren kann, wenn du dich ihr hingibst. Leider scheiterst du an der Hingabe.

Die Institution der Ehe hat dich in ein Gefängnis gesperrt, dir den Zwang auferlegt, sexuelle Lust nur mit einem einzigen Menschen zu erfahren, doch das ist ein Schuss, der immer nach hinten losgeht. Jeder Zwang führt letztlich dazu, dass du der Natur deines Wesens folgen musst, indem du aus dem Zwang ausbrichst, denn dein wahres Wesen ist ein absolut freies. Dein wahres Wesen lässt sich nicht zwingen – je größer der Zwang, desto stärker der Wunsch, dem Zwang zu entkommen; je starrer die Regeln, umso größer das Verlangen, sie zu brechen.

Die Institution der Ehe trägt große Verantwortung am Ehebruch. Sie ist wesentlicher Verursacher der Untreue, denn gäbe es den Zwang nicht, wäre das wunderschöne Versprechen der Treue zwischen zwei Menschen weit seltener gebrochen worden, als dies in deiner Geschichte bisher der Fall war. Aber nicht nur die Ehe selbst ist ein Zwang zur Treue, sondern auch deine neuen sogenannten „lockeren“ oder „freien“ Beziehungen, die in Wahrheit alles andere als locker und frei sind.
Einzig und allein auf den Trauschein und den Ring verzichtest du, doch das Modell dahinter ist im Grunde nichts weiter als eine billige Kopie der Ehe mit kleinen, unbedeutenden Änderungen.
Als Grundlage dieser modernen Form der Beziehungen dient immer noch das Besitzdenken. Ihr Schriftführer ist das Ego und dessen Angst, etwas zu verlieren. Deshalb verlangst du deinem Partner Treue ab und er verlangt sie dir ab. Dadurch haltet ihr euch gegenseitig an der Leine. Ihr raubt einander die Freiheit, eurer Natur zu folgen. Ihr macht euch zu gegenseitigen Gefangenen.
Doch selbst wenn du damit leben könntest und auch dein Partner es täte, dass ihr beide auch sexuelle Freuden mit anderen erlebt, so gäbe es da immer noch deinen Freundeskreis, dein soziales Umfeld und letztlich die Gesellschaft, die mit dem Finger auf euch zeigen würde, wodurch ihr neuerlich unter Druck geraten würdet. Man würde euch sehr subtil wieder in die Monogamie zwingen wollen. Das Resultat davon sind Eifersuchtsszenen, Leid und schmerzhafte Trennungen.

Du kannst und wirst Monogamie solange nicht leben können, bis du sie freiwillig für dich entdeckst. Eines Tages nämlich wird sie dir zum heiligen deiner Seele immanenten Wunsch werden. Irgendwann entdeckst du, dass es nicht die körperliche, die sexuelle Anziehung ist, aufgrund der du dich einem Menschen exklusiv schenken möchtest, sondern eine tiefe seelische. Das ist spirituelle Monogamie! Sie ist immer freiwillig und kommt aus deinem Herzen. Sie entstammt nicht deinem Ego, nicht deinem Verstand, schon gar nicht aber findet sie ihren Ursprung in den Regeln einer Institution. Sie wurzelt alleine in dem Herzenswunsch, sie als Geschenk geben zu dürfen.

Als man Jesus fragte, wo denn die Untreue beginne, da sagte er: „Schon wenn du nur an ein anderes Weib, an einen anderen Mann denkst, hast du die Ehe gebrochen!“

– Jesus hatte Recht. Alle Dinge beginnen im Geiste. Dein Schwärmen für deine Stars und Models oder auch für Menschen aus deinem Umfeld ist bereits Untreue, sofern du dich in einer Beziehung befindest. Es spielt keine Rolle, ob du auf materieller Ebene verzichtest, denn im Geiste bist du bereits untreu geworden. Der Verzicht auf der materiellen Ebene ist Heuchelei – dir gegenüber und auch deinem Partner gegenüber. In dir schlummert die Sehnsucht nach anderen Körpern, nach anderen Menschen und damit ist diese Sehnsucht existent. Nur weil du es nicht in die Tat umsetzt, nur weil du dieser Sehnsucht nicht nachgibst, hast du ihre Existenz damit noch lange nicht beendet – das heimliche Verlangen nach sexuellen Erfahrungen mit anderen bleibt in deinem Inneren aufrecht. Lass das Heucheln und die Selbstverleugnung sein!
Solange du innerlich bereit wärst, eine andere Person als deinen Partner sexuell anzunehmen, hast du bereits die Ehe gebrochen, dann bist du noch nicht bereit für spirituelle Monogamie.
Deshalb musst du nicht verzweifeln, denn es ist natürlich. Es entspricht deiner Natur als Mensch. Am besten du akzeptierst das, denn so schaffst du überhaupt erst die Möglichkeit, echte Monogamie zu leben. Solange du es in dir verleugnest, wird es dich immer wieder heimsuchen und in die Betten anderer treiben.

Wenn du aber den Punkt in deiner Entwicklung erreicht hast, an dem du ganz von selbst, aus dir heraus, das tiefe Bedürfnis verspürst, ausschließlich und alleine mit diesem einen Menschen Hochzeit zu feiern und nur noch diesem einen Menschen deine sexuelle Treue zu schenken, dann bist du wirklich bereit zur Monogamie. Erst dann wird sie nicht zur Qual. Erst dann ist Treue ohne Leid, ohne das Gefühl von Verzicht, der sich letztlich als Mangel äußert, möglich. Erst dann hast du die Evolutionsstufe vom Menschen zum höheren Menschen genommen.

Sobald du diesen Punkt erreicht hast, wird dir eine zweite Seele geschenkt sein, die vollkommen mit der Schwingung der deinen harmoniert. Eure Verbindung wird dann eine Ehe sein, die keinen Segen durch die Welt mehr braucht. Diese Verbindung wird auf sehr hoher seelischer Ebene stattfinden, und von diesem Punkt an wirst du kein Bedürfnis mehr nach anderen Partnern empfinden. Es wird dir gar nicht mehr möglich sein, echte, wahre und tiefe Freude an der sexuellen Lust mit jemand anderem zu erfahren. Wenn du es versuchst, wird es dir wie eine ungewürzte Speise erscheinen. Es wird dumpfe Leere und schalen Nachgeschmack in dir hinterlassen.

Eine Ehe, eine Beziehung dieser Art gründet sich nicht mehr auf Besitzdenken, dessen Ursprung die Angst ist, sondern einzig und allein auf Liebe. Die Grundlage ist nicht mehr die körperliche Anziehung, sondern die seelisch-karmische Verbindung zwischen dir und dem Partner. Dies ist die einzig wahre und echte Form der Ehe, denn sie beruht auf absoluter Freiheit und Freiwilligkeit. Liebe ist ihr einziger Grund und ihr einziges Ziel. Monogamie ist dann keine Frage mehr, sondern die Antwort.

Dies soll kein Freibrief zum hemmungslosen Besuch sämtlicher Betten sein, sondern eine Erklärung dafür, dass Monogamie ein Geschenk und kein Zwang ist. Bevor du Monogamie nicht als tiefes inneres Bedürfnis verspürst, bevor du sie nicht aus deinem Herzen heraus schenken möchtest, streiche sie aus deinem Kopf. Monogamie ist Herzenssache. Monogamie ist ein Geschenk, niemals ein Muss.

(Dieser Artikel ist auch zu finden im Bewusstseinsmagazin „Sein“, Ausgabe Nr. 205, 9/2012, Seite 22 und 23, sowie auf www.sein.de)

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Seelenpartner, Dualseelen, Social Media & die Unfähigkeit zur Partnerschaft


Oftmals werde ich dieser Tage mit folgender Bitte konfrontiert: Andersmensch, kannst du vielleicht etwas zum Thema Seelenpartner & Dualseelen sagen?

Ja, ich kann dazu etwas sagen. Ob es allerdings das ist, was du zu erfahren wünscht, wage ich zu bezweifeln. Ich wäre nicht der Andersmensch, würde ich die Dinge nicht anders sehen.
Mit Andersartigkeit aber hat so mancher ein Problem. Im Andersartigen findet dein Ego nämlich keine Befriedigung – dein Ego möchte nämlich viel lieber die eigene, beziehungsweise die allgemeine Meinung durch das Gegenüber wiedergekäut und bestätigt wissen. Das ist wesentlich bequemer, das ist bedeutend „sicherer“, weil es dich nicht aus deiner Komfortzone lockt.
Ich aber tue deinem Ego diesen Gefallen nicht – ich fordere es auf, das sichere Schneckenhaus zu verlassen, um in die unendliche Welt des Mysteriums einzutauchen; ich fordere dich zum bewussten Denken auf.
Bewusstes Denken ist stets kreatives Denken. Kreatives Denken ist Pionierarbeit. Es stellt immer eine Herausforderung dar, denn es läuft außerhalb gewohnter Bahnen; es erfordert Eigenständigkeit und einen offenen Geist. Willst du also verstehen, was ich zu sagen habe, dann bedeutet das, du musst von der Hirnrinde, wo das unbewusste Denken gesteuert wird, auf die vorderen Stirnlappen umschalten. Da findet das kreative Denken statt; und das erfordert stoffwechseltechnisch erhöhten Energieaufwand – das Verweilen im Unbewussten ist deshalb wesentlich bequemer als die Bewusstwerdung durch eigenständiges, kreatives Denken. Wenn du also wissen willst, was ich zum Thema Seelenpartner & Dualseelen zu sagen habe, dann öffne deinen Geist, werde ein leeres Gefäß, und vergiss für einige Augenblicke das, was du zu wissen glaubst.

Die letzten Jahre trugen als Königsdisziplin das Thema Beziehung. Deine Beziehungen, deine Partnerschaften aber sind für dich unmöglich geworden – du kannst sie zurzeit nicht leben. Du kannst sie nicht so leben, wie du es gewohnt bist, wie du sie gerne leben möchtest.

– Woran liegt das?

Nun, du lebst in einer Zeit des Paradigmenwechsels, in einer Zeit der völligen Umstrukturierung deiner Gesellschaft, deiner ganzen Welt. Du lebst ein einer Zeit des globalen Bewusstseinsaufstiegs. Vieles, was du gewohnt warst zu leben, kann nicht mehr so gelebt werden wie bisher. Dazu zählen in erster Linie deine zwischenmenschlichen Beziehungen, denn dort nimmst du den Bewusstseinswandel am gravierendsten wahr. Manche spüren das weniger, andere wesentlich intensiver, jeder aber ist davon betroffen – der Wandel findet nicht nur global, sondern universell auf allen Ebenen des Seins statt.

Die vergangene Jahre brachten aufgrund der herrschenden Zeitqualität kaum Erfüllung in deinen Partnerschaften und Beziehungen – dazu war die Zeit einfach zu unruhig, es durfte noch zu viel Transformation geschehen.
Meine Prognose für das nächste Jahrzehnt sieht hingegen schon wesentlich optimistischer aus. Um gesund evulitionieren zu können, braucht der Mensch erfüllte Zwischenmenschlichkeit. Er braucht Partnerschaften, Annäherung, Verbindung, Vereinigung der Gegensätze und Bewusstwerdung durch Liebe, vor allem aber braucht er Nächstenliebe. Er wird dies alles entwickeln müssen, denn dahin führt der Weg – es kann also besser werden! Rechne in deinen Beziehungen jedoch erst dann mit spürbaren Veränderungen zum Positiven, wenn du dich wandelst, indem du aktiv an dir selbst arbeitest und deine Bewusstwerdung und Nächstenliebe förderst. Dann erst wird diese Verbesserung eintreten können.

Der globale Bewusstseinswandel sowie die herrschende Zeitqualität gilt zwar als wesentlicher Grund für die Unfähigkeit zur Partnerschaft, es gibt aber noch andere tragende Gründe. Einer davon ist das Thema Seelenpartner & Dualseelen.

Vielleicht mag es dich befremden, die folgenden Absätze durch mich zu erfahren, denn wie du möglicherweise weißt, betreibe ich selbst eine Website, die sich mit dieser Thematik befasst. Dennoch war und bin ich vor allem dem Thema Dualseelen stets skeptisch gegenüber gewesen.
Seelenpartnerschaften sind nichts weiter als die natürliche Konsequenz karmischer Verbindungen – es ist also keine große Sache, mit einem Seelenpartner zu leben, denn alle Menschen, mit denen du innig verbunden bist, gelten als Seelenpartner. Das bezieht sich nicht nur auf Liebesbeziehungen im romantischen Sinne, sondern auch auf Familienmitglieder und Freunde. Im weitesten Sinne gilt jeder Mensch als dein Seelenpartner. Jeder Mensch ist dein Bruder oder deine Schwester.
Mehr wäre zu Seelenpartnerschaften nicht zu sagen, auch wenn manche der neuen „Gurus“ diesen Terminus in einen anderen, weit verklärteren Kontext stellen – für mich aber ist dies schlicht die simple Definition des Begriffes „Seelenpartner“.

Mit den Dualseelen ist das etwas heikler. Ich halte nicht viel von den sogenannten Heiligen Schriften dieser Welt, denn durch ihren Missbrauch entstanden Religionen. Diese brachten Dogmen und Fanatismus und somit Leid in die Welt – der Kern jener Schriften ist allerdings rein, wahr und von identer Aussage. Ich habe sie alle studiert, diese heiligen Schriften. In keiner aber konnte ich einen Hinweis auf Dualseelen finden.

– Woher also kommt der Begriff „Dualseele“?

Ich selbst wurde mit dem Begriff das erste Mal über das Internet konfrontiert. Durch gewisse persönliche Erfahrungen sah ich mich dazu veranlasst, mich dieser Thematik eingehender zu widmen. Und so kam ich nach rund zwei Jahren der Forschung zu folgendem Schluss:
Es gibt weder einen religiösen noch einen historischen noch einen mythologischen Hintergrund für den Begriff „Dualseele“. Keine Heilige Schrift, kein historisches Werk, keine Mythologie beinhaltet auch nur den geringsten Hinweis auf Dualseelen. An keiner Stelle wird in diesen Schriften der Begriff geprägt, wie dies die moderne Esoterik tut. Die Idee der Dualseele ist demnach wohl eine Erfindung fantasiebegabter Möchtegernpropheten. Im Grunde aber ist es völlig egal, woher der Begriff stammt. Es spielt keine Rolle, ob er (wie etwa das „Spiegelgesetz“) bloß ein neues idiotisches Meisterstück der Esoterik-Industrie oder ein weiteres Manipulationswerkzeug deiner Machthaber ist – es wird damit in jedem Falle ein neues Ideal in die Welt gesetzt.

Ideale sind stets so beschaffen, dass sie unerreichbar bleiben. Ein Ideal soll dich zwar in Bewegung aber dennoch im Unglück halten. Die Natur des Ideals ist seine Unerreichbarkeit. Wer Ideale hat, diese aber nicht erreicht, bleibt unglücklich. Unglückliche Menschen sind leichter zu lenken. Man kann sie leichter manipulieren – dies sei hier zum besseren Verständnis kurz angemerkt.

Ich schließe die Möglichkeit nicht aus, dass es so etwas wie Dualseelen gibt – allein schon aufgrund meines persönlichen Erlebens. Jedoch kann es sich bei vermeintlichen Dualseelenbegegnungen auch bloß um sehr innige Verbindungen zwischen Seelenpartnern handeln.
Manche Begegnungen werden schlichtweg intensiver erfahren als andere. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Dualseelenbegegnungen handeln.
Meines Erachtens wird der Begriff der Dualseelen-Liebe gerne auch dafür missbraucht, die eigene Unfähigkeit im Loslassen zu rechtfertigen: Kannst oder willst du eine Begegnung nicht loslassen, dann erklärst du sie kurzerhand zur Dualseelenbegegnung und schon hast du vor dir selbst sowie vor der Welt eine Rechtfertigung für dein persönliches Unvermögen, einen Menschen loszulassen.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Warum sollte es so etwas wie Dualseelen geben – welchen Zweck hätte deren Existenz?

yinyangtreeAuch wenn du das im Laufe deiner unzähligen Inkarnationen längst vergessen hast, so ist doch jeder Mensch für sich selbst eine vollständige Einheit. Jede Seele ist als solche vollständig. Die Seele, die du in Wahrheit bist, ist weder männlich noch weiblich – sie ist androgyn, trägt im gleichen Maße weibliche und männliche Anteile in sich. Dazu rufe ich dir das Yin & Yang-Zeichen in Erinnerung. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Farben, von der jede die andere in sich trägt – zusammen aber ergeben sie eine vollständig harmonische Einheit, die nicht getrennt werden kann. So ist das auch mit der Seele, die du bist – sie ist stets ganz, vollständig und unversehrt.
Warum also sollte die Seele in zwei Hälften gespalten sein? Warum sollten zwei Seelen ursprünglich eine Einheit bilden, die nur als solche funktionieren kann, dann aber durch die Göttlichkeit getrennt werden, um jenseits dieser Einheit zu leiden?

– Der Glaube an eine Spaltung existiert bloß in deinem dualistischen Weltbild. Du fühlst dich im Grunde von allem abgespalten – von deinem Nächsten, von der Natur, von Gott, sogar von dir selbst. In der Schöpfung existiert aber keine Trennung, keine Abspaltung – die gesamte Existenz ist eine in sich ruhende, vollständige Einheit: das Universum (von lateinisch: universus = „gesamt“, von unus und versus = „in eins gekehrt“). Auch du bist eine vollständige Einheit, ein Universum. Du trägst bereits Mann und Frau in dir. Dir fehlt nichts, absolut nichts. Die Seele, die du bist, ist vollkommen, und sie ist nicht hier, um diese Vollkommenheit erst herzustellen, sondern um diese Vollkommenheit auf der Ebene von Materie, Zeit und Raum zu erfahren.

Der Gedanke an eine Dualseele aber impliziert eine Spaltung. Der Gedanke suggeriert, du wärst erst dann vollständig und glücklich, wenn diese Spaltung aufgehoben würde durch die Begegnung und die Verschmelzung mit deiner Dualseele. Bevor dies nicht geschähe, müsstest du gespalten, sehnsüchtig und unglücklich durch die Welt trotten – das ist eine gefährliche Ideologie. Es ist eine törichte Ideologie.

Gesetzt den Fall, es gäbe sie tatsächlich, die Dualseele: Was wäre, wenn sie im Körper eines dreijährigen Jungen leben würde?
Was, wenn sie im Körper einer neunundachtzigjährigen Frau lebte?
Was, wenn sie in einem Körper steckte, der dir vollkommen abstoßend erschiene?
Was, wenn sie in einem gleichgeschlechtlichen Körper lebte, du aber heterosexuell wärst? Was, wenn sie gar nicht inkarniert wäre? Was wäre dann?

– Du wärst hoffnungslos dazu verdammt, den Rest deiner Inkarnation unvollständig und gespalten zu bleiben.
Erkennst du, welche Gefahr dieser Gedanke birgt? Und wird die klar, wie leicht dieser Gedanke einen anderen Ursprung haben könnte, als du vielleicht vordergründig erkennen möchtest?

Bedenke: Jene, die dich kontrollieren, deine Machthaber, wissen, dass du eines Tages erwachen wirst. Sie wissen, dass du dann ihre heimtückische Manipulation durchschauen würdest, was bedeutet, sie würden ihre Macht verlieren, sie würden die Kontrolle über dich verlieren. Deshalb werden ständig neue und noch subtilere Mittel eingesetzt, um dich zu manipulieren, dich fernzusteuern und zu kontrollieren.

„Der überlegene Krieger attackiert weder Körper noch Geist – es ist das Herz, gegen welches er seine Attacken führt.“

Wenn sie ihre ideologischen, chemischen und technischen Mittel zur Manipulation ausgeschöpft haben, dann greifen sie zu ihren spirituellen, mit denen sie dein Herz erreichen, um dich zu attackieren, dich zu manipulieren und unter Kontrolle zu halten. Mit der Idee von der Dualseele zielen sie exakt auf deine verletzbarste Stelle, denn damit erreichen sie direkt dein Herz. Dein Herz ist zwar dein stärkster, zugleich aber auch dein verwundbarster Punkt. Und so schaffen sie dir das Ideal von einer Dualseele, ohne die du niemals glücklich sein würdest. Sie erwischen dich mitten im Herzen!

Du befindest dich vielleicht in einer Partnerschaft, die ganz gut läuft. Doch dann erfährst du von der ungeheuerlichen Liebe zwischen Dualseelen, die so himmlisch sein soll, dass man allein durch die Beschreibung ihrer Herrlichkeit weltweit tausende Bestseller verkaufen kann, die allerdings nicht den Schriftsteller reich und mächtig machen, sondern vielmehr die Verlagsindustrie dahinter. Und plötzlich gerätst du in Zweifel an deiner ansonsten gut laufenden Partnerschaft, stellst dir die Frage, ob der Mensch an deiner Seite auch tatsächlich deine Dualseele ist. Da eure Beziehung jedoch nicht diesem himmlischen aber gefährlichen Ideal der Dualseelenliebe entspricht, verlässt du letztendlich diesen Partner, verursachst dadurch ihm und auch dir selbst Leid, und begibst dich auf die möglicherweise fruchtlose Suche nach deiner Dualseele. Kannst du diese nicht finden, bist du unglücklich, verwirrt und verzweifelt – schon bist du wieder ein leicht zu kontrollierendes, steuerzahlendes und konsumierendes Schaf in einer Schafherde, die sich Gesellschaft nennt.

– Genau das ist es, was ich zurzeit beobachte! Ich sehe hauptsächlich unglückliche Singles, die wie bedauerliche Irre durch die Welt rasen auf der Suche nach einer Dualseele. Sie kommen zu mir in mein Institut, sie besuchen meine Seminare und leiden alle an derselben Symptomatik: „Chronische Dualitis“.

loversEine weitere Ursache für die Unfähigkeit zur Partnerschaft sind soziale Plattformen im Internet. Dies aber nicht etwa aus dem Grund, weil du zu viel Zeit mit Social Media verbringst, sondern weil dich die unüberschaubare Zahl möglicher Kontakte in die Illusion versetzt, es gäbe einen unerschöpflichen Pool an idealen Partnern.

Auf diesen sozialen Plattformen im Internet hat jeder seinen Avatar, durch den man in Rollen schlüpfen kann, die einem im realen Leben verwehrt bleiben. Da stellst du Fotos von dir online, die mit der Realität rein gar nichts mehr zu tun haben, weil Freund Photoshop & Co bequemer und kostengünstiger ausfallen, als das Fitnesscenter, eine Diät oder die plastische Chirurgie. Auch virtuelles Papier ist geduldig – aus einem einfachen Angestellten wird plötzlich der wagemutige Globetrotter; aus der Hausfrau der verruchte Vamp. Kluge Zitate existieren zuhauf, werden gerne dem Urheber geklaut, als die eigenen ausgegeben oder einfach unreflektiert wiedergekäut, und so gaukelt jeder jedem Qualitäten vor, die in Wahrheit gar nicht existieren.

Es ist einfach und unkompliziert, via Mausklick in Kontakt zu treten beziehungsweise diese Kontakte auf dieselbe Weise wieder zu lösen. Man kann sich hinter dem eigenen Avatar verstecken und zum Idealmann, zur Idealfrau werden. Viele fallen darauf rein, verlieben sich in eine Fiktion. Und zerstören dadurch bestehende Partnerschaften in der irrigen Ansicht, den anderen durch das soziale Medium ohnehin ausreichend kennen gelernt zu haben, denn nächtelanges Chatten wird bereits als sozialer Austausch von tragender Gültigkeit gewertet.

Die erste Begegnung im realen Leben geht in vielen Fällen gut. Doch wenn sich dann nach einigen Wochen herausstellt, dass Prinz Eisenherz eigentlich ein Frosch und Königin Cleopatra in Wahrheit eine bissige Hexe ist, dann fällst du aus allen Wolken.
Deine vormals gut laufende Beziehung ist im Eimer, die kurze Affäre mit dem Avatar aus dem Social Network, den du begeistert als deine Dualseele wähntest, entpuppt sich als bitterer Trugschluss.
Nun stehst du wieder da – unglücklich, ratlos, einsam. Aber das Rad beginnt sich von Neuem zu drehen – der Pool an möglichen Partnern scheint immer noch unerschöpflich; und vielleicht ist ja diesmal die Dualseele dabei. Das Social Network ist der Fundus – du bist die Suchmaschine.
Vielleicht hast du auf diesem Wege sogar tatsächlich jemand gefunden, der ideal für dich wäre, doch da existiert vermeintlicher Weise noch immer so viel Auswahl! – Wer soll sich da schon festlegen?

Fazit: Begreife, dass du keine Dualseele nötig hast! Lerne dich selbst zu lieben, denn du bist in Wahrheit vollständig und trägst alles, was du brauchst, bereits in dir. Wenn du dich in einer bestehenden Partnerschaft befindest, dann achte, ehre und pflege diese in Dankbarkeit und Liebe. Bist du Single, dann finde zunächst dein wahres Selbst. Schenke dir selbst die umfassende Liebe, die du von anderen zu empfangen wünscht – ein geeigneter Partner findet sich dann ganz automatisch.

Lass das törichte Ideal von der Dualseele los, ungeachtet dessen, ob es sie nun gibt oder nicht – falls so etwas tatsächlich existiert, findet ihr einander ohnehin. Und verfalle nicht dem Irrtum, du hättest unendlich viele Partner zur Auswahl, selbst wenn dir deine liebste soziale Plattform dies vorzugaukeln versucht.
Tatsächlich gibt es in einem Menschenleben vielleicht zwei oder drei, falls du Glück hast sogar vier adäquate Seelen, mit denen eine lebenslange, harmonische Partnerschaft möglich wäre – alles andere ist bloß Illusion durch Manipulation, ganz gleich, wer es ist, der sie ausübt.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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