Drei Enttäuschungen in Sachen Erfolg


Der moderne, erfolgsorientierte aber leider seiner kausalen Kreativitätsquellen entledigte Mensch wünscht sich für vieles eine Formel, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Er möchte eine Instant-Lösung für die wichtigsten Aspekte seines Lebens, nach dem Motto: Zwei Löffeln davon in die Tasse, heißes Wasser drauf – fertig. Ganz besonders wünscht er sich soetwas für Erfolg.

Ich habe mich immer gescheut, dem Menschen das eigenständige Denken, Wahrnehmen und Erkennen sowie die Kreativität abzunehmen – mir ist vielmehr wichtig, ihn dahin zurückzuführen. Daher ließ ich es bisher sein, mich dezidiert über Erfolg zu äußern, obwohl es hin und wieder schon mal vorkam. Heute möchte ich dieses mir selbst auferlegte Tabu brechen, denn die Frage, welche mir in den letzten Jahren am häufigsten gestellt wurde, ist:

Was macht dich erfolgreich?

Wahrscheinlich möchtest du jetzt ein spezielles Geheimnis erfahren, irgendetwas Außergewöhnliches, das du bisher nicht kanntest, noch nie gehört oder gar nicht in Betracht gezogen hast, doch an dieser Stelle kommt die erste Enttäuschung in Bezug auf Erfolg, denn es gibt ein solches Geheimnis nicht.

Was maßgeblich zu meinem Erfolg in sämtlichen Lebensbereichen beiträgt, ist folgendes:

  1. Während andere Menschen TV schauen, arbeite ich.
  2. Wenn andere Menschen über Probleme sprechen, lerne ich.
  3. Wo andere an Rückschlägen verzweifeln, nehme ich Anlauf.
  4. Während andere Menschen sich in ihr Smartphone flüchten, bin ich kreativ.
  5. In Situationen, in denen andere über ihr Ego stolpern, bin ich demütig.
  6. In der Zeit, wo andere noch diskutieren, handle ich bereits.
  7. An Stellen, wo andere Menschen andere Menschen nach dem Geheimnis ihres Erfolges fragen, finde ich meine ureigenen Wege.

– Das sind einfache sieben Punkte. Ich habe sie wahrscheinlich nicht selbst erfunden und ich bilde mir darauf auch nichts ein, denn es handelt sich meiner Auffassung nach nicht um mentale Prinzipien, die mir außergewöhnlich erscheinen sondern als völlig natürlich.

Wenn du dich mit den Biografien bekannter Persönlichkeiten befasst, wirst du feststellen, es gibt keinen erfolgreichen Menschen auf diesem Planeten, der diese sieben Qualitäten nicht entweder intuitiv oder kalkuliert anwendet.

Was unbedingt begriffen werden muss, und hiermit folgt die zweite Enttäuschung in Bezug auf Erfolg, ist: Vergiss den Faktor Glück und die Ausrede auf selbiges!

Wenn du dich auf dein eigenes Glück verlassen möchtest, dann spiele dein Leben lang Lotto ohne jemals den Sechser zu machen, denn so verfahren fast alle Menschen, die dann sterben und im Laufe ihres Lebens zwar eine Million an die Lotto-Gesellschaften verschenkt, ihr Leben aber damit verschwendet haben, auf das Glück zu hoffen.

Der Faktor „Glück“ ist am Weg zum Erfolg entweder ein Vorwand, um nichts tun zu müssen, oder eine Ausrede, um den eigenen Neid zu kaschieren.
Wenn du bisher nichts erreicht hast, sagst du gerne, du hättest im Leben einfach kein Glück gehabt, während du auf dem Sofa lümmelst, mit der Hand in eine Schale Kartoffelchips langst und dir dabei unheimlich selbst leid tust, anstatt die Bereitschaft zu entwickeln, dich total zu ändern, härter anzupacken, positiver zu denken und ganz einfach deinen Hintern über deine Ängste und Konditionierungen hinaus zu bewegen. Hat ein anderer Erfolg, dann sagst du abfällig „Ach, der hatte doch bloß Glück gehabt!“.

– Beide Einstellungen sind ziemlich blöde und kontraproduktiv. Und sie sind zudem unwahr. Denn erfolgreiche Menschen glauben nicht an Glück – sie glauben an sich selbst!

Außerdem sind erfolgreiche Menschen immer fleißig. Sie arbeiten hart, meist doppelt und dreifach so viel wie andere. Es gibt für sie keinen Feierabend nach der Uhr. Sie warten nicht, dass der Arbeitstag endlich ein Ende hat, sondern wünschen sich, er hätte 48 Stunden.

In meinem Falle sieht meine harte Arbeit für Außenstehende nicht unbedingt wie solche aus, denn mir kommt morgens beim ersten Gedanken an meine Berufung nicht gleich das Kotzen, sondern die pure Freude. Und nachts, meist gegen Mitternacht, wenn mein Tag endet, fühle ich mich nicht ausgebrannt und kaputt, sondern erfüllt, dankbar und wohlig müde.
Dem allgemeinen Paradigma, das da besagt, man müsse Schweiß und Blut schwitzen und hassen, womit man Geld verdient, läuft das vollends zuwider, denn in meinen Augen ist dieses Paradigma falsch. Es wurde von Psychopathen für Psychotiker entwickelt, damit Erstere die Letzteren unter Kontrolle halten können. Es dient nicht dem Erfolg des Einzelnen – es dient dem Misserfolg aller. Daher muss es falsch sein.
Doch genau aus diesem Grund erscheint meine harte Arbeit manch anderen nicht wie klassische harte Arbeit, weil ich ja Freude daran habe. Und wer Freude an seiner Arbeit hat, der wird wohl nicht ausreichend leisten – so sieht zumindest die subtil ihren Effekt zeigende Grundkonditionierung der meisten Menschen aus.

Vor dem Einschlafen wälze ich übrigens auch keine Probleme, sondern meditiere und das schon seit nunmehr 40 Jahren. Ich sinke nicht in den Schlaf mit Sorgen, sondern mit Vorfreude auf den kommenden Tag mit seinen Herausforderungen. Ich kann gar nicht genug Arbeit haben und ich werde niemals müde, neues zu lernen, Fehler zu machen und mich über diese ähnlich zu freuen wie über meine Erfolge, weil ich mir bewusst bin, es ist auf dieser Erde weder Erfolg ohne Misserfolg möglich noch das Lernen ohne Fehler.

Ebenso wenig kann ich meine Berufung von meiner Freizeit trennen, denn beides ist für mich ein und dasselbe.
Natürlich kenne ich Pausen und Erholungsphasen. Da ich aber durch meine Arbeit keine Energie abbaue, sondern vielmehr welche gewinne, muss man mich in meinem Arbeitsfluss eher bremsen anstatt zu peitschen. Und das gilt nicht nur für jene Aspekte meines Lebens, die mir wirtschaftlich etwas einbringen. Das gilt für alles, was ich in Angriff nehme. Ob dies nun meine Kinder sind, der Haushalt, das Fahren eines Autos oder das Warten auf einem Amt – all das genießt meine volle Aufmerksamkeit, wenn es aktuell gefragt ist.

Und jetzt kommt die dritte Enttäuschung: Erfolg kann niemals erzielt werden, indem man sich vor Verantwortung drückt!
Jeder Erfolg ist an Verantwortung gekoppelt; vor allem die Verantwortung für sich selbst, für das eigene Denken, Fühlen, Sprechen und Handeln.

Erfolgreiche Menschen verstehen zwar zu delegieren, niemals aber delegieren sie die Verantwortung für sich selbst an die Umstände, die schlimme Kindheit, den falschen Partner, die schlechte Wirtschaftslage oder die böse Gesellschaft. Wirklich erfolgreiche Menschen sind vollends in der Eigenverantwortung, weil sie wissen, dass Eigenverantwortung gleichbedeutend mit Autonomie ist.

Als allerwichtigster Aspekt in Sachen Erfolg – den habe ich mir extra für das Ende dieses Artikels aufgehoben – stehen diese zwei Faktoren: Hingabe und Liebe.

Niemand kann, in welcher Sache auch immer, erfolgreich sein, wenn er sich der Sache nicht vollends hinzugeben bereit ist. Denn Hingabe ist ein Akt der Liebe. Und Liebe ist die Grundlage aller schönen, großen, erhabenen und durchsetzungsstarken Erscheinungen im Leben.
Ohne Liebe ist alles nichts. Ohne Liebe ist jeder Erfolg eine Suppe ohne Salz, jeder Triumph ein Kuss ohne Gefühl, eine Umarmung ohne Wärme, ein Haus ohne Leben oder ein Auto ohne Räder.

Zusammengefasst kannst du gar nicht anders als erfolgreich zu sein, wenn du dein Wirken auf diese drei Säulen baust:

  1. Unbändiger Fleiß
  2. Totale Verantwortung
  3. Liebevolle Hingabe

– Klingt zu einfach?
Nun, das ist es wohl auch. Aber die genialen Dinge sind immer schon die einfachen gewesen. Kompliziert kann jeder. Für Simplizität braucht es eine Menge Grips. Und auch den muss man entwickeln, wenn man Erfolg haben möchte.
Ja, es ist wirklich so einfach. Und das ist es wohl nicht nur für mich persönlich, sondern für jeden, der die Eier dazu hat, sich selbst und sein Wirken auf diese zuvor genannten drei Säulen zu stellen.

Du kannst es gerne selbst testen, indem du damit beginnst. Jetzt. Hier. Ganz egal, wie widrig die Umstände auch scheinen. Völlig gleich, was andere zu deinen Ideen sagen. Tue es. Oder tue es nicht. Ein dritte Option existiert nicht

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Wahrer Erfolg und die Ohnmacht der Gedanken


Der Erfolg in deinem Leben hängt nicht davon ab, welcher Art deine Gedanken sind. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum zu glauben, Gedanken hätten große Kraft. In Wahrheit hat ein Gedanke so gut wie gar keine Kraft. Die Schulen des Denkens lehren Bullshit, den sie von anderen, die ebenfalls Bullshit lehrten, übernommen haben. Du kannst denken und denken soviel du willst – dein Leben wird dadurch nicht besser, aber du wirst nach und nach ganz kirre werden vom vielen angestrengt Denken. Du treibst dich durch dein eigenes Denken bloß in den Wahnsinn.
Es ist wichtig, dass du diesen Irrglauben an die Kraft der Gedanken endlich ad acta legst.
Begreife: Du brauchst Bilder, du brauchst Visionen und du brauchst vor allem Emotionen, wenn du erfolgreich in deinem Leben sein willst. Dein Unterbewusstsein kann mit Worten nichts anfangen – es benötigt Bilder, um etwas in Bewegung zu setzen! Und diese Bilder müssen mit Emotionen verbunden sein, denn Emotion ist Energie in Bewegung (engl. emotion = E-Motion = energy in motion). Solange du bloß Gedanken produzierst, aber keine Bilder, solange diese Bilder nicht an Gefühle oder Emotionen gekopptelt sind, wird nichts geschehen.
Ein Gedanke ohne Bild und Emotion ist der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein – es dauert nahezu ewig, bis der Tropfen den Stein höhlt. Dahingegen ist eine klare Vision, eine bildhafte Vorstellung, verbunden mit Gefühlen oder Emotionen wie ein Laserstrahl!
Doch egal, was auch immer du visualisierst und wie heiß dabei die Emotion ist – es ist immer die Absicht dahinter, die deine Erfahrung von der Wirklichkeit ausmacht. Es ist immer der Gedanke hinter dem Gedanken, den du als Realität erfährst, niemals die profanen, vordergründigen Gedanken.
Du kannst dir eine Million mal vorsagen „Ich bin erfolgreich, ich bin erfolgreich!“ – es wird dich nur noch erfolgloser machen, denn deine gelebte Wahrheit ist Erfolglosigkeit, aus der heraus du die Notwendigkeit siehst, dir das Gegenteil zu suggerieren. Mit jeder Suggestion bekräftigst du sogar noch die Tatsache, erfolglos zu sein – wärst du erfolgreich, du müsstest es dir nicht selbst vorbeten!
Verstehst du, was ich damit meine? Ein erfolgreicher Mensch muss sich selbst nicht sagen, dass er erfolgreich ist – er ist es einfach! Ein gesunder Mensch muss sich selbst nicht dauernd sagen, dass er gesund ist – er ist es einfach! Ein wohlhabender Mensch muss sich nicht vorbeten, wohlhabend zu sein – er ist es einfach!
Und das Geheimnis, das gar keines ist: Der erfolgreiche Mensch ist erfolgreich, weil er sich erfolgreich fühlt! Der gesunde Mensch ist gesund, weil er sich gesund fühlt! Der wohlhabende Mensch ist wohlhabend, weil er sich wohlhabend fühlt!
Würden der Erfolgreiche, der Gesunde und der Wohlhabende über längere Zeit das Gegenteil von Erfolg, Gesundheit und Wohlstand fühlen, sie würden auch gegenteilige Erfahrungen von ihrem Leben machen – sie würden sich erfolglos, krank und arm fühlen und es dadurch letzten Endes auf der Erfahrungsebene auch tatsächlich werden.
Von daher vergiss die törichten Lehren von der Macht der Gedanken – es ist die Macht der Vision, der Emotion und des Gefühls, die deine Erfahrung von der Wirklichkeit formt, nicht der hohle Gedanke. Es ist die Absicht, der Gedanke hinter dem Gedanken, nicht die leere Schale vordergründigen Denkens.
Unterm Strich aber ist es von geringer Bedeutung, was du denkst, visualisierst oder fühlst – das Schicksal, dein göttlicher Lebensplan, der Plot der Seele, die du bist, lässt sich weder durch das Eine noch durch das Andere austricksen oder überlisten, völlig egal, ob dies deinem Ego auf der Ich-Ebene schmeckt oder nicht. Dein schöpferischer Anteil innerhalb der Realität beschränkt sich auf einen sehr eingeschränkten Rahmen – du kannst innerhalb der Grenzen, die den Plan der Seele nicht durchkreuzen, schöpferisch sein. Alles darüber hinaus wirst du auf der Ich-Ebene nicht ändern können.
Daher: Finde eine flexible Mitte gegenüber den Erfahrungen in deinem Leben und übe dich in Hingabe an das, was jetzt so ist. Deine Seele kennt den Weg – dein Ich muss ihn gehen. Wenn du also wirklich erfolgreich sein willst in deinem Leben, dann vertraue auf den Seelenplan, denn das ist jener Plan, den der, der du wirklich bist, schon lange vor der Erfindung deines Ichs entworfen hat – er ist unfehlbar! Vertraue darauf.
Wahrer Erfolg bedeutet, frei wählen zu können wie du einer Erfahrung gegenüber empfindest – du hast stets die Wahl, in einem Ereignis ein Unglück oder einen Segen zu sehen. Deine Wahl in Bezug auf das Ereignis entscheidet darüber, ob du dich glücklich oder unglücklich fühlst – das Ereignis aber ändert sich dadurch nicht im geringsten, sondern bloß deine Erfahrung davon. Deine Erfahrung von der sogenannten Realität bestimmt letztlich die Qualität deiner Realität. Und nichts anderes ist damit gemeint, wenn man dir sagt, du seist der „Schöpfer“ deiner Wirklichkeit.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Esoterischer Psychopath oder wahrhaftiger Mensch?


Das gefährlichste Ego von allen ist das spirituelle Ego. Es gibt keinen Bereich dieser ohnehin durch und durch neurotischen Gesellschaft, der stärker von Gier, Neid, Zorn, Eifersucht, Missgunst, Ängsten und Hasszuständen geprägt ist, als die sogenannte Spirituelle Szene. Nirgendwo findest du mehr Menschen, die ein absolut unzutreffendes Selbstbild pflegen, als unter jenen, die sich selbst “Lichtkrieger” nennen. Allein diese Bezeichnung offenbart bereits die Pathologie dieser Mischpoke – kein Krieger kann sich selbst oder die Welt ins Licht oder den Frieden führen. Ein Krieger kann nur eines – Krieg führen! Das besagt bereits der Terminus. Egal wieviel Licht diese Menschen auch heucheln – in Wahrheit sind sie Krieger. Und Krieger sind für den Krieg geschaffen. Denn genau das ist es auch, was sich hinter den meisten sogenannten Spirituellen der neuen Zeit mit ihren zweifelhaften Channelings, farbenfrohen Kartendecks, duftenden Räucherstäbchen und glitzernden Kristallen so heimtückisch offenbart: Krieg!
Wehe, du lebst nicht genug “Licht & Liebe”! Wehe, du spielst nicht ausreichend mit bunten Kristallen! Wehe, du ernährst dich nicht vegan oder zumindest vegetarisch! Wehe du zweifelst an, dass ein Lichtkrieger zu Gottes “Auserwählten” zählt!
– Du wirst sofort mit dem Lichtschwert Erzengel Michaels niedergestreckt, du hoffnungslos den Dunkelmächten Verfallener!

Das gefährlichste Ego von allen ist das spirituelle Ego. Nirgendwo wirst du mehr beratungsresistente, verblendete und verblödete Seelen finden, als in der sogenannten Spirituellen Szene. Nirgendwo sonst kommt es zu mehr Konkurrenzverhalten, Manipulation und Unterdrückung, als unter den “Kriegern des Lichts” – all das unter dem Deckmantel von “Licht & Liebe”.
Das gefährlichste Ego ist das spirituelle Ego. Es ist bereits bewusst genug, sich geschickt zu tarnen. Es weiß, wie es sich hinter dem stupid aufgesetzten, scheinerleuchteten Dauergrinsen und dem phlegmatischen Blinzeln, das an eine im Nirwana schwebende Hindu-Kuh erinnert, verbergen kann. Und es weiß geschickt seine eigenen Schatten auf dich zu projizieren.
Die sogenannte Spirituelle Szene ist höchst pathologisch. Sie bringt am Fließband das hervor, was ich “Esoterische Psychopathen” nenne. Dieser Menschentypus braucht weniger Energieheilung als vielmehr psychologische Abklärung, denn das Selbstbild, das die meisten “Lichtkrieger” pflegen, ist ein höchst verklärtes. Sie halten sich für auserwählt, erhaben und überirdisch. Das aber ist weit entfernt von authentisch gelebter Spiritualität.
Authentisch gelebte Spiritualität ergibt sich aus Selbstreflexion, Selbsterkenntnis und Wandel. Wahre Spiritualität bedeutet, zutiefst menschlich zu sein. Es bedeutet, alle Aspekte des Menschseins zu integrieren, zu akzeptieren und dadurch zu transzendieren. Es gibt keine höhere Form der Spiritualität als das totale Menschsein. Wenn du aber vor lauter “Licht & Liebe” dich selbst nicht mehr erkennst – wie willst du da noch Mensch sein?
– Die Unterdrückung und Verleugnung deiner inneren Dunkelheit ist jene Kette, die dich an sie bindet. Je mehr du diese Aspekte deines Wesens unterdrückst oder verleugnest, desto vehementer werden sie sich in deinen Lebensumständen äußern. Und wenn du lange genug die Dunkelheit in dir verneinst, wirst du letztlich zu dem, was ich einen “Esoterischen Psychopathen” nenne. Du wirst zu einer bedauerlichen Witzfigur – ein schwindendes Licht, das vergessen hat, die Dunkelheit als seinen Rahmen zu nutzen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Von Heiligkeit und Täuschung


Die meisten Menschen sehnen sich nach einem Führer, einem Hirten, einem starken Menschen, der kommt und ihnen den Weg weist; der alles richtet, was sie selbst kaputt gemacht oder verbockt haben. Das ist der Grund, weshalb Politik, Wirtschaft und Religion so gut funktioniert, um das letzte Fünkchen lebendigen Geistes im Individuum durch massentaugliche Manipulation zu ersticken, bis die Menschen zu blinden Schafen werden, die wie Automaten nach vorgefertigten Programmen laufen.
Die Menschen wollen geführt werden, weil sie aufgehört haben der ihrem Herzen immanenten Weisheit zu vertrauen. Sie wurden zu Blinden, die von anderen Blinden geführt werden.
Seit einigen Jahren findest du mit Vorliebe vor allem über das Internet Persönlichkeiten, die du als eine Art alternative Führer erwählst – deine sogenannten Gurus, Coaches und Lebenslehrer.
Du benutzt diese Menschen, wie du Gegenstände benutzt. Du konsumierst, was sie zu geben haben. Wenn dir nicht mehr gefällt, was sie geben, wirfst du sie weg und wanderst zum nächsten vermeintlichen „Führer“. Dieses Phänomen läuft immer nach demselben Schema ab:

Anfangs bist du begeistert, weil es den Anschein erweckt, der ersehnte Führer, der Hirte wäre nun endlich gefunden. Endlich einer, der weiß, wo es langgeht! Endlich einer, der den Weg kennt!
Irgendwann aber entdeckst du Schatten an dieser Person. Du erkennst plötzlich Menschlichkeit, die sich stets durch Wundervolles aber auch durch Abgründiges äußert. Dann bist du schockiert, wütend und frustriert; du beginnst nicht nur an diesem Menschen, sondern auch an dessen Botschaft zu zweifeln. Du fühlst dich einmal mehr belogen und betrogen, schreist bald schon lautstark nach Kreuzigung des vermeintlichen Scharlatans.
Was dabei aber leider vergessen wird: Meist hat dieser Mensch gar nicht geheuchelt. Er hat gar nicht vorgegeben, etwas zu sein, das er nicht ist.
Er ist wohl ein sehr bewusster Mensch, der Zugang zu seiner dem Herzen immanenten Weisheit gefunden hat. Mehr ist er nicht. Diese innere Weisheit möchte er bereitwillig mit anderen teilen, um sie an ihre eigene dem Herzen innewohnende Weisheit zu erinnern. Er tut dies in reiner Absicht. Er begeistert und reißt die Menschen mit durch seine Vorträge, Seminare und Schriften. Das ist im Grunde alles, was er tut. Mehr tut er nicht. Er tut das, weil ein Erwachter gar nicht anders kann, als die Schläfer zu erwecken. Ein Erwachter müsste grundsätzlich gar nichts tun – allein seine Präsenz ist schon ein Weckruf!
Versteckt in seinem Kämmerlein aber wird er nicht viel zu tun haben. Daher bedient er sich einfach der ihm gebotenen Mittel, um seiner spirituellen Aufgabe gerecht zu werden. Er übermittelt öffentlich eine Botschaft. Das ist alles, was er tut. Mehr tut er nicht. Aber was auch immer er tut, er ist dabei vorallem eines: Mensch! Und Menschsein bedeutet nun mal ausnahmslos: Licht und Schatten, Yin und Yang, Stärke und Schwäche, Tugend und Laster. Es gibt keinen Menschen ohne Schatten, so wie es auch keinen Menschen ohne Licht gibt.
Du kannst vom Nordpol zum Südpol, über alle sieben Meere, durch Wälder und Wüsten und sogar über die sieben Berge reisen – du wirst keinen einzigen perfekten Menschen treffen. Erstens, weil es keinen perfekten Menschen gibt. Und zweitens, weil dein Bild von einem sogenannten perfekten Menschen durch völlig idiotische Idealvorstellungen verseucht wurde.
Das, was man dir da als fixe Vorstellung von Perfektion implantiert hat, ist nichts weiter als eine Fata Morgana, ein absurdes Trugbild. Daher wünscht du dir einen Übermenschen zum Lehrer, keinen Menschen. Du erwartest das Unmögliche. Und bist dann wütend, weil es nicht eintritt. Du verlangst nach der Unmöglichkeit des Übermenschen und willst bestrafen, was du eigentlich selbst bist – Mensch!
Du projizierst deine törichten, überirdischen Ideale auf einzelne Personen. Aber sobald du erkennst, dass sich dieses Ideal in jener Person nicht erfüllt, beginnst du diese Person zu verurteilen.
Das ist weder gerecht noch bewusst – das ist schlichtweg dumpfe Blindheit und Selbstgerechtigkeit.
Solange du denkst, ein Heiliger wäre unfehlbar, solange bist du auf dem Holzweg. Ein Heiliger entspricht nicht deinem absurden Ideal von Unfehlbarkeit. Ein Heiliger ist nichts weiter als ein Sünder, der niemals aufgegeben hat.
Etwas Besseres wirst du auf dieser Erde niemals finden als einen Sünder, der niemals aufgegeben hat nach dem Höchsten in sich selbst zu trachten. Das ist es, was wahre Heiligkeit ausmacht – trotz der inneren Abgründe nicht aufzugeben dem Allerhöchsten in sich selbst Ausdruck zu verleihen! Eine andere Form der Heiligkeit gibt es auf dem Planeten Erde nicht.
Aber solange du sowohl den Heiligen als auch den Sünder in dir selbst nicht begreifst und befreist, solange wirst du kreuzigen und hinrichten wollen, sobald dir ein anderer seine natürliche Menschlichkeit offenbart. Du wirst weiterhin die Botschaft ablehnen, weil sie dir von einem (in deinen Augen) unzureichenden Boten überbracht wird. Sowohl den Boten als auch die Botschaft wirst du abtöten durch diese absurde Geisteshaltung.
Das ist der Grund, weshalb in der Geschichte der Menschheit all jene zu Märtyrern werden mussten, die bemüht waren, die Welt zu verbessern – deine überzogenen, verzerrten und entstellten Ideale davon, wie ein „Guter Mensch“ zu sein hat.
Solange du nämlich dem Irtum verfällst, einer, der dich aus dem Dunklen führen möchte, müsse einer sein, der selbst niemals ins Dunkle gerät, solange wirst du deine Helden lynchen wollen. Solange du einen Heiligen nur im absurden Bild des Übermenschen erkennen kannst, solange wirst du im Dunkeln tappen und immer wieder frustriert sein, wenn du letztlich doch nur wieder auf einen weiteren Menschen mit seiner ganzen Menschlichkeit triffst.
Mit anderen Worten: Ein guter Mensch ist ein schlechter Mensch, der niemals aufgegeben hat, ein guter Mensch werden zu wollen. Du wirst niemals etwas Besseres auf diesem Planeten finden. Eine höhere Form der Heiligkeit wirst du niemals antreffen als diese.
Du kannst aber natürlich weiterhin die abgelutschten, unreflektierten Phrasen der Esoteriker wiederkäuen, die auf dieselbe heuchlerische Weise wie die Weltreligionen verkünden, es gäbe weder gute noch schlechte Menschen, dabei aber bereitwillig Balken und Nägel für die nächste Kreuzigung all jener bereitstellen, die einfach in ihrer unverblümten Menschlichkeit ausziehen, um die Welt zu lehren.
Merke: Wahre Heiligkeit ist nichts weiter als total gelebte, ungeschminkte Menschlichkeit. Alles andere ist bloß Scheinheiligkeit.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Die Masken der Lichtarbeiter


Hiermit werde ich dir schweren Tobak aufwarten. Wer mich kennt, der wird ahnen, was ich mit diesem Artikel bezwecke. Wer mich nicht kennt, der soll im Vorfeld erfahren, dass therapeutische Methoden oftmals als Provokation aufgefasst werden. Je mehr du dich also von etwas provoziert fühlst, desto kausaler steht es mit gewissen Aspekten deiner Psyche in Zusammenhang. Daher solltest du ganz tief in dich gehen, falls dich das Folgende aufregen möchte.

So du zart besaitet bist und dich selbst todernst nimmst, ist es besser, wenn du an dieser Stelle zu lesen aufhörst.

Da du noch da bist, lass dir das hier gesagt sein:

Für mich sind die meisten, die sich „Lichtarbeiter“ nennen, eher verkleidete Faschisten, denn wahrhaft Liebende. Kein wirklich bewusstes Wesen würde jemals für sich selbst eine solch affektierte Bezeichnung wählen. Kein tatsächlich Erwachter würde jemals daran glauben, eine Welt von Friede-Freude-Eierkuchen etablieren zu können. Kein Erwachter würde einen elitären Aufstieg in eine 5. Dimension propagieren.

Die Welt braucht keine sogenannten Lichtarbeiter, um der Evolution zu folgen. Evolution kommt ganz von alleine klar. Sie braucht dich nicht, um stattfinden zu können, denn sie schert sich nicht im Geringsten um das letzte Channeling von irgendwem. Es ist ihr auch egal, ob du vegan lebst, ob du säufst, rauchst, Drogen nimmst oder täglich deinen Partner wechselst. Und auch die Göttlichkeit ist kein solch armseliges Würstchen, dass sie auf die infantile Philosophie der Scheinheiligkeit unter den sogenannten Lichtarbeitern angewiesen wäre. Es klingt beinahe so, als wäre die Göttlichkeit völlig aufgeschmissen, wenn es Herrn & Frau Lichtarbeiter nicht gäbe. Was für eine armselige Göttlichkeit müsste das wohl sein?
– Beinahe so armselig wie der Lichtarbeiter selbst, der aufgrund totaler Umnachtung in Sphären grenzenloser Selbsterhöhung schwelgt.

Sieht man genauer hin, erkennt man, was sich hinter der Lichtarbeiter-Maske meist wirklich verbirgt: Menschen, die vor rund zwei oder drei Jahren ihr erstes Buch zu spirituellen Themen gelesen haben, bei einigen Seminaren zweifelhaften Inhalts auf kümmerlicher Zertifikatsstufe waren und nun ihr Ego so weit aufgeblasen finden, dass sie glauben, allen erzählen zu müssen, was ihnen die Erzengel, die Feen, Einhörner, Herkules oder Zwerg Bumsti an weltheilenden Botschaften durch sogeannte Channelings übermittelt haben.

Sie sind leicht zu entlarven, diese selbsternannten Lichtarbeiter. Konfrontiere sie mit einer gegenteiligen Ansicht, halte ihnen ihre Selbstverblendung vor Augen, und aus dem Licht & Liebe-Jünger wird ein rasend wütender Dämon, der bereit wäre, dich jeden Augenblick zu kreuzigen. In kaum einer anderen Szene (ausgenommen in religiösen Institutionen oder rechten Pseudo-Parteien) herrscht mehr Heuchelei, Selbstverblendung und Dogmatismus als in der Eso- und Spiri-Szene.

Mir persönlich bereitet es große Freude, diese selbsternannten Lichtarbeiter vorzuführen und sie mit ihrer eigenen Verblendung zu konfrontieren. Meine Absicht ist es, diese Szene aufzumischen, sie mir zum Feind zu machen, denn damit führen sich ihre Jünger am schnellsten Wege selbst ad absurdum.
Die Masken aufgesetzter Nächstenliebe möchte ich vom Gesicht ihrer aufgeblähten Egos reißen. Die Schminke der Scheinheiligkeit, die Camouflage ihres verlogenen Dauergrinsens will ich abwischen, um ihren jämmerlichen Kuhhandel aufzudecken. Dazu muss ich sie hinter dem Astral-Ofen und aus dem Regenbogen-Ashram hervorlocken.
Mal sehen, ob sie dann auch noch „in der Liebe bleiben“, wo sie mit dieser verblödeten Redewendung doch so gerne ihr Umfeld auf faschistoide Weise unter Druck zu setzen versuchen.

Wer mir erzählen möchte, es gäbe eine Art Aufstieg in eine 5. Dimension, den nur jene schaffen könnten, die genug von der Licht & Liebe-Währung am Astralkonto einer feinstofflichen Zentralbank angehäuft hätten, der Rest aber bliebe elendiglich zurück in der 3. Dimension, der erzählt mir im Grunde dasselbe, was mir schon die katholische Kirche zu verkaufen versuchte – die „Guten“ kommen in den Himmel, die „Bösen“ ins Fegefeuer oder sogar in die Hölle. Ich aber bin erwacht. Ich kam schon wach zur Welt, deshalb verkauft mir keiner ein X für ein U. Wer es versucht, riskiert eine metaphorische Ohrfeige für sein Ego, eine Art kleine Aufmerksamkeit vom Andersmensch, die vielleicht dazu führt, wahres Erwachen zu forcieren – Liebe kennt nämlich auch dieses Gesicht.
Wer mir weismachen möchte, das Ego wäre böse und schlecht, der erzählt mir im Grunde vom Teufel im neuen Gewande. Ich aber habe dem Teufel in Liebe den Rücken gekehrt, so wie ich mein Ego in Liebe angenommen habe, denn es dient mir auf der Erfahrungsebene dieser Matrix ausgezeichnet.

Wahrlich, ich sage dir: Es wird keinen Aufstieg dieser Art in eine lächerliche 5. Dimension geben. Und auch das Ego ist nicht das absolut Böse. Entweder wir steigen alle auf, oder aber es steigt keiner auf. Die Göttlichkeit liebt alle im selben Maße, aber jeden auf besondere Weise. Die Göttlichkeit spielt hier nicht „Aschenputtel“: Die Guten ins Töpfchen – die Schlechten ins Kröpfchen.
Nur unbewusste Geister gehen einer solch törichten, menschenverachtenden und trennenden Philosophie auf den Leim. Und sei froh, ein Ego zu haben, denn ohne Ego gäbe es dich gar nicht – du brauchst es dringender als dir bewusst ist.

Ein wahrhaft Erwachter, ein wirklich Liebender, steht auch zu seinen Schatten, zu seinem Inneren Dämon, zu seiner Menschlichkeit, zu seiner Schwäche. All das lebt er ganz bewusst in Hingabe aus! Ein wahrhaft spiritueller Mensch gelangt immer weiter jenseits von Licht & Liebe, Dunkelheit & Angst, Gut & Böse, Richtig & Falsch, indem er alle Aspekte des Seins vollkommen in seinem Leben integriert, sie akzeptiert und somit letztlich durch diese Akzeptanz transzendiert. Ein wahrhaft Bewusster folgt weder einem Dogma noch einem Ideal noch einer Philosophie – ein bewusstes Wesen folgt alleine sich selbst. Seine gelebte Authentizität ist kraftvoll genug, um andere zu erwecken. Dazu sind keine Räucherstäbchen, keine Kristalle, keine Channelings und keine Oden an ein illusionäres Paradies in Form einer 5. Dimension nötig. Allein die Präsenz eines einzigen Erwachten reicht aus, um tausend andere ebenfalls zu erwecken. Wahrhaft Erwachte aber sind selten.

Dies ist das Wassermannzeitalter. Nur das Wahrhaftige kann und wird sich durchsetzen. Licht & Liebe-Gesülze kann niemals wahrhaftig sein, denn es beinhaltet eine Form der Verblendung durch Einseitigkeit.
Erwachen ist nämlich ganz anders als es sich die meisten (noch) Nicht-Erwachten vorstellen. Erwachen ist ein Zustand der Ernüchterung, wie nach einem Rausch. Erwachen ist ein Zustand absoluter Klärung des Herzens.
Nur ein wahrlich Erwachter weiß, wovon ich hier berichte. Er nimmt es schweigend lächelnd zur Kenntnis in tiefer Liebe und Freude, denn er hat erkannt, dass sich jedes Wort dazu erübrigt und nicht von ihm selbst, sondern aus der Verblendung seines Egos käme.

Alle Übrigen dürfen jetzt die Balken vermessen und die Nägel für die Kreuzigung spitzen – mein Herz ist bereit!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Ganzheitliche Akzeptanz ist der höchste spirituelle Akt


Solange du Wut, Zorn, Angst, Eifersucht, Neid, Zweifel und ähnliche Empfindungen als „negativ“ deklarierst, bist du weit entfernt davon, ein authentisches, wahrhaft spirituelles Leben zu führen – du bist dann wohl eher Mitläufer der zeitgeistlichen, aber verblendeten Licht & Liebe-Welle, die sich vielmehr wie das Glücksbärchi-Land für Neurotiker anlässt, denn ein Weg, um deinem wahren Selbst näher zu kommen.

Kein Kind erachtet seine Wut, seinen Zorn, seine Eifersucht als negativ – es spürt instinktiv, dass diese Empfindungen gesund und menschlich sind; es hat das natürliche Bedürfnis, diese Empfindungen auszuleben. Erst mittels der Konditionierung durch eine neurotische Gesellschaft wird dem Kind das Recht auf diese Gefühle geraubt – es lernt sie zu unterdrücken, zu verbergen, zu kaschieren. Das Resultat davon sind Psychosen, Neurosen, Magengeschwüre, Tumore usw.

Solange du deine Menschlichkeit einseitig lebst, solange du natürliche Aspekte deines Menschseins verleugnest, unterdrückst oder versteckst, solange bist du weit entfernt von einer authentischen Spiritualität – du wirst bloß zum selben Heuchler wie deine Führer: die Priester und Politiker.

Diese Welt ist dual, sie ist bipolar – auch du bist dual, auch du bist bipolar, denn das macht das Menschsein aus. Du wirst hoffnungslos verzweifeln, du wirst dich weiter ins Unglück stürzen, solange du jenen folgst, die dir weismachen möchten, es gäbe Licht ohne Schatten. Du wirst niemals du selbst sein, wenn du nicht erwachst aus dem Urteil über deine Empfindungen – „positive“ und „negative“ Empfindungen sind eine Erfindung deiner Sklaventreiber, sie sind Konstrukte einer knechtenden Psychologie, die dir einen fiktiven Norm-Menschen vorgaukelt, nach dem du dich entwickeln solltest. Dadurch soll eine Spaltung in dir entstehen, dadurch möchte man dich von Geburt an als „pathologisch“ stigmatisieren, damit man dich leichter manipulieren kann. Du sollst dich für gewisse Gefühlsregungen schuldig fühlen, du sollst deshalb Pillen schlucken, Coaches und Gurus aufsuchen, die dich davon „heilen“ möchten – du kannst das Licht nicht vom Schatten heilen und auch den Schatten nicht vom Licht, aber du kannst beides als ein Ganzes akzeptieren, du kannst sie als untrennbar vereint annehmen, und damit ist alle Heilung vollzogen, denn einer anderen bedarf es nicht.

Jede Empfindung in dir ist natürlich, jede Empfindung in dir ist im Einklang mit der Existenz – wäre dem nicht so, dann wärst du mächtiger als die Existenz, du stündest über der Göttlichkeit, denn dann könntest du durch irgendeine deiner Empfindungen gegen die Existenz verstoßen, du könntest Gott seiner Allmacht berauben, indem du zornig wirst, indem du ängstlich bist, indem du Zweifel verspürst… Das ist töricht! Du kannst durch nichts, was du tust, gegen die Existenz sein, denn sollte etwas nicht sein, dann wäre es nicht. Sollten Wut, Zorn, Angst, Eifersucht, Neid, Zweifel und ähnliche Empfindungen nicht im Sinne der Göttlichkeit, im Sinne der Natur sein, dann gäbe es sie von vornherein gar nicht.

Und erzähle mir nun nicht, du seist gekommen, um diese Empfindungen zu überwinden – das klingt für mich so, als sei der Sommer gekommen, um den Winter zu besiegen, oder als bräche der Tag an, um die Nacht aus der Welt zu schaffen, als könne Wärme die Kälte auslöschen für immer. Es klingt für mich nach konditioniertem Leistungsdenken; es klingt, als erwarte das Leben, Gott, die Existenz eine gewisse Leistung von dir. Du musst auf deinem spirituellen Wege nichts leisten und du kannst auf diesem Wege auch niemals scheitern.

Du kamst weder in diese Welt, um etwas zu leisten oder zu überwinden, noch um etwas zu besiegen oder auszulöschen – du kamst, um das Leben zu erfahren in seiner Ganzheit. Die ganzheitliche Erfahrung deines Menschseins in all seinen Aspekten ist der spirituellste Akt, den du hier auf Erden erfüllen kannst – es gibt keinen höheren spirituellen Akt auf dem Planeten Erde.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Du und deine Guru-Schizophrenie


Es geht die gängige Meinung um, Gurus wären gefährlich, sie wären Verführer, Heuchler und Manipulatoren, doch die wahren Heuchler sind nicht die Gurus, sondern ihre Jünger. Der Großteil der Menschen ist mittlerweile so sehr geistig erblindet, so intensiv manipuliert, dass den meisten gar nicht klar ist, was ein Guru überhaupt ist, deshalb will ich es dir erklären.

Das Wort „Guru“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet zu Deutsch „schwer, gewichtig“ aber auch „Lehrer“ oder „Verleiher des Wissens“. Es ist dies der Titel für einen spirituellen Lehrer nichts weiter als das ist ein Guru.

Du aber erkennst deine Gurus heutzutage gar nicht, weil sie nicht mehr mit Turban und im Kaftan gekleidet auftreten, obwohl du eine Menge Gurus hast. Wenn du mir nicht glaubst, dann sieh mal in dein spirituelles oder esoterisches Bücherregal und denke an all die Seminare, die du bereits besucht hast oder noch gerne besuchen möchtest. Sieh sie dir an, deine Bestsellerautoren, Mentaltrainer, Coaches und New Age-Priester!
Ja, all das sind deine geistigen Lehrer, deine modernen Gurus.

Dir ist wohl auch nicht klar, dass Jesus von Nazareth einst ein Guru war und einer Sekte von 12 Jüngern liebevoll das Christentum lehrte. So hat das damals nämlich begonnen mit dieser Weltreligion. Und nur weil Jesus behauptete, der Sohn Gottes zu sein, bedeutet das nicht, dass er ein Heuchler war, denn er hat auch dir gesagt, dass du die Tochter Gottes, der Sohn Gottes bist. In seiner Lehre findet sich aber nirgends der Aufruf zur Tötung Andersgläubiger das haben dann später seine zahlreichen Anhänger in den Kreuzzügen getan. War also Jesus der Guru ein Verführer, ein Blender, oder waren es seine späteren Anhänger?

Was du auch nicht zu wissen scheinst, ist, dass Gurus sich nicht selbst zum Guru machen, sondern dazu gemacht werden, und zwar von dir. Mit jedem spirituellen Buch, das du gekauft hast, mit jedem Vortrag, dem du beiwohnst, mit jedem Seminar, das du besuchst, machst du den Autor oder den Vortragenden gegen seinen Wunsch zum Guru. Du bist von seinen Lehren begeistert und imitierst sie fleißig, was dir oft mehr schlecht als recht gelingt. Irgendwann bist du deshalb frustriert, weil den Teil, in dem dich der Lehrer dazu aufgerufen hat, deinen eigenen Weg zu gehen, die Verantwortung für deine spirituelle Entwicklung selbst zu übernehmen, wolltest du einfach nicht hören, da es der unangenehmste Teil der Lehre war. Es ist nicht Schuld des Gurus oder Lehrers, wenn du seinem Weg nicht folgen kannst. Doch du drehst gerne den Spieß um, wähnst dich lieber als Opfer, als armer Verführter, und misst durch die Tränen deines Selbstmitleids bereits die Balken fürs nächste Kreuz, während dein Nachbar die Nägel dazu schärft. Aber wisse: Opferhaltung ist nichts weiter als Feigheit.

Zuerst suchst du den Guru, dann folgst du ihm, verehrst ihn sogar, aber bei der kleinsten seiner menschlichen Regungen, oder bei deinem eigenen Scheitern an seinen Lehren, bist du bereit, ihn vom Sockel zu stoßen, auf den du selbst ihn gestellt hast. Notfalls würdest du ihn sogar vor Gericht stellen oder töten lassen. Deine Politiker jedoch, die dich offensichtlich belügen, manipulieren und verführen, die bezahlst du hoch, wählst sie Jahr für Jahr wieder und lässt sie ungestraft davonkommen, aber deine geistigen Lehrer, die verurteilst du aufs Schärfste beim kleinsten Anzeichen ihrer Menschlichkeit oder beim ersten Aufkommen deiner Unzufriedenheit an ihrer Lehre.
Das ist Wahnsinn, oder? Das ist Schizophrenie!

Du kannst sicher sein, dass kein spiritueller Lehrer jemals die Absicht hegt, dir zu schaden. Und selbst wenn es vereinzelt welche gab oder gibt, die verführt haben oder verführen, so bist doch du zu ihnen gegangen, um dich verführen zu lassen. Der Verführer trägt an der Verführung weit weniger Verantwortung als der Verführte selbst, so es sich beim Verführten um einen erwachsenen Menschen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte handelt.
Du aber behauptest doch, erwachsen und voll zurechnungsfähig zu sein!

Der Lehrer dient dir hingebungsvoll und geduldig, doch zum Dank für seinen Dienst kreuzigst du ihn. Das tust du schon seit tausenden von Jahren. Vielleicht kreuzigst du heute nicht mehr am Ölberg, aber du tust es mittels der Medien und Gerichte, die du beauftragst, die Schatten des Gurus, des Lehrers, auszuspionieren, um sie ihm als tödliches Kreuz anzulasten. Damit hoffst du vielleicht, dich von deinen eigenen Schatten befreien zu können, aber das wird dir auf diese Weise nicht gelingen.

Jeden, den du um Rat und Unterweisung bittest, machst du so zum Guru, zu deinem Lehrer, doch bedenke: Gurus machen keine Hausbesuche!
Und dir ist hoffentlich klar, was ich dir mit dem letzten Satz sagen möchte.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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