02.09.2017 RELEASE IT! – Die Kunst des Loslassens


Ein Seminar zur inneren Freiheit

« Als ich begann loszulassen, kam all das zu mir, was ich in meinem Herzen ersehnt hatte, und es brachte sogar zusätzliche Dinge, die ich mir niemals erträumt hätte. »
Zitat: David P. Pauswek – der Andersmensch © 2012

EINLEITUNG
Loslassen – dieser Terminus ist derzeit in aller Munde. Jeder spricht davon. Jeder will es können. Aber nur die Wenigsten verstehen sich darauf. Für viele Menschen ist das Loslassen ein Buch mit sieben Siegeln, ein schmerzhafter Kraftakt, ein von Angst behafteter Prozess. Oft wird Loslassen mit Verlust, Aufgabe und Lethargie assoziiert.
In Wahrheit aber ist Loslassen ein kraftvoller Akt der Befreiung, eine wunderschöne Form des Gebens, des sich Fallenlassens in eine höhere Ordnung.
Es ist, als erhebe sich der Vogel zum ersten Mal aus seinem Käfig in die grenzenlose Freiheit des Himmels – er verlässt den Käfig, den er sich über Jahre hinweg selbst geschaffen hat durch kalte Gitterstäbe des Zweifels und harte Fesseln des Klammerns an Verluste, Traumata, Schuldgefühle und schädliche Verhaltensmuster. Loslassen hat nichts mit Aufgeben zu tun – Loslassen ist eine Form des Geschehenlassens, des Freigebens; es ist der machtvolle Weg, das zu gestatten, was sich im Sinne des Ganzen erfüllen soll, ohne bestimmte Ergebnisse zu erwarten. Wer loslässt, hat die Hände frei, um zu empfangen. Wer loslassen kann, der fällt nicht, sondern schwebt.

INHALT DES SEMINARS
Dieses Seminar richtet sich an jene, welche mit dem vielzitierten Loslassen Schwierigkeiten haben, sowie an Menschen, die ihre Fähigkeiten in diesem Bereich vertiefen möchten, generell jedoch an alle, die aktiv und kraftvoll an ihrer inneren Befreiung zu arbeiten wünschen.

Humorvoll führt der Seminarleiter, David P. Pauswek – der Andersmensch, die Teilnehmer sowohl theoretisch als auch praktisch durch wirkungsvolle Strategien und Power-Prozesse, die bewusstes Steuern von Gefühlsinhalten ermöglichen und erfolgreiches Loslassen erleichtern sollen. Dabei geht er auf empathische Weise mit dem Einzelnen in Berührung, um begleitend zu helfen, geistig-seelische Altlasten wie Ängste, Schuldgefühle, Niederlagen und Schmerzerfahrungen freizugeben, sie zu „releasen“, um völlig neue, fruchtbare Räume im Inneren zu schaffen.
Kraftvolle Trance- und Tiefenentspannungs-Sequenzen sowie gemeinsame Rituale unterstützen die Teilnehmer dabei, sich aus unbrauchbaren Verhaltensmustern, krampfhaften Kontrollzwängen, Blockaden und Anhaftungen zu lösen, damit frische Energieressourcen frei werden und unerschlossene Weiten sich öffnen.
Andersmensch führt auf solch geschickte Weise zum Loslassen, dass es einem am Ende beinahe unvorstellbar erscheint, wie man bloß so viele Jahre das Festhalten pflegen konnte…

ABLAUF DES SEMINARS

  • Begrüßung & Vorstellungsrunde
  • Einleitung: Loslassen vs. Festhalten
  • Ökocheck – was will ich wann und warum loslassen?
  • Loslassen als physische Erfahrung
  • Kurze Pause
  • Wie release ich erfolgreich?
  • Der Releasing-Prozess in der Praxis
  • Längere Pause
  • Release It! – Dynamische Gruppenarbeit
  • Trance-Arbeit: Das wissende & das lernende Ich
  • Kurze Pause
  • Releasing und Wandlung
  • Trance-Arbeit: Loslassen in der Timeline
  • Kurze Pause
  • Reframing: Raum für Neues
  • Trance-Ritual: Das transformatorische Feuer
  • Abschluss- und Feedback-Runde
  • Verabschiedung

ÜBER DEN SEMINARLEITER
David P. Pauswek – der Andersmensch, international renommierter Therapeut, Poet und Autor; seit seinem 7. Lebensjahr Meditierender; Dipl. Hypnose-Experte, Dipl. Mentaltrainer, Dipl. Fitnesstrainer, Meditationslehrer, Vater, Liebender, Mensch; geboren 1972 in Wien.

DATUM & UHRZEIT:
Am Samstag, den 02.09.2017, um 10:00 Uhr. Voraussichtliches Ende des Seminars gegen 21:00 Uhr.

VERANSTALTUNGSORT:
80798 München, Hiltenspergerstraße 15, bei “CoreDynamik-Institut München“.

GOOGLE-ANFAHRTSPLAN: Google Maps

VERPFLEGUNG & UNTERKUNFT:
Wie üblich bieten wir gratis Kaffee, Tee, Softdrinks sowie ein kleines Büffet an, damit den ganzen Tag über für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt ist. In der Mittagspause stehen den Teilnehmern die umliegenden Gastronomiebetriebe zur Verfügung (Pizzeria, Boulangerie, Taverne, China Restaurant). Wir bitten allerdings um Verständnis, dass wir für Anreisende aus dem näheren bzw. weiteren Umland sowie aus dem Ausland keine Unterkünfte zur Verfügung stellen können – gerne sind wir aber bereit, beim Finden eines geeigneten Quartiers für die Dauer des Seminars behilflich zu sein.

KOSTEN:
Der Energieausgleich für die Teilnahme beträgt aufgrund unseres speziellen Einführungsangebotes pro Person NUR € 270,– statt wie üblich € 360,–
Für die verbindliche Reservierung eines Seminarplatzes ist bis spätestens 21 Tage vor Seminartermin (Einlangen auf unserem Konto) eine Anzahlung von € 90,– zu leisten (diese gilt gleichsam als allfällige Stornogebühr). (Bankverbindung und Kontodaten werden bei Anmeldung via E-Mail übermittelt.) Der restliche Seminarbeitrag muss in vollem Umfang spätestens am Morgen des ersten Seminartages in bar bezahlt werden. Sollte der Betrag bis zu diesem Zeitpunkt nicht zur Gänze entrichtet sein, bitten wir um Verständnis, dass eine Teilnahme am entsprechenden Seminar leider nicht möglich ist.

TEILNEHMERANZAHL: mind. 3 Personen /max. 25 Personen

VERBINDLICHE ANMELDUNG UNTER: office@andersmensch.com

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Die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… foto © 2011 by CoreDynamik-Institut München

Ob Stuhl oder Sitzkissen – die wunderschönen Seminarräume des

Ob Stuhl oder Sitzkissen – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

Hell, luftig und energetisch ausgewogen – die wunderschönen Seminarräume des

Hell, luftig und energetisch ausgewogen – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

Farben, Licht und Wärme – die wunderschönen Seminarräume des

Farben, Licht und Wärme – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

Kaffee, Tee oder ein kleiner Snack – die wunderschönen Seminarräume des

Kaffee, Tee oder ein kleiner Snack – die wunderschönen Seminarräume des „CoreDynamic-Instituts“ in München Schwabing/Maxvorstadt werden die Teilnehmer für diesen Tag beherbergen… Foto by CoreDynamik-Institut München © 2011

© 2017 by David P. Pauswek – der Andersmensch
Der hier veröffentlichte Text sowie Titelbild und Veranstaltungsfotos sind Urheberrechtlich geschützt. Jedewede Vervielfältigung, Kopie (auch auszusgsweise) oder öffentliche Verbreitung, ganz gleich über welches Medium, ist strengstens untersagt und nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Urhebers gestattet.

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Sei existenziell


freedom-zsuzsa-tasi01Mein Wunsch ist es, dich frei, wild und natürlich zu wissen, mit dem Wind um die Wette laufend, barfuß im Regen tanzend, weinend vor Ergriffenheit über die Schönheit einer Kirschblüte, laut lachend, fröhlich ein Lied summend durch die Stadt spazierend, kichernd und nackt im lauen Wasser eines Sees badend, erwachend, meditierend, jedes Wesen liebend. Ich wünsche mir dich erlöst und befreit von der gesellschaftlichen Knechtung durch Dogmen und moralische Konditionierungen, losgelassen aus dem Lohnsklaventum, unabhängig, selbstbestimmt, vollkommen lebendig.
Ich möchte dich weder religiös noch spirituell – ich wünsche mir den existenziellen Menschen auf Erden. Sei existenziell – sei einfach nur du selbst. Mache das Dasein zu einem Fest deines Selbstausdrucks, zu einem Lobgesang an die gesamte Existenz, indem du alles abschüttelst, was du nicht bist; indem du einfach nur du selbst bist. Lebe deine eigene Erfahrung als die einzig für dich gültige Weisheit, sei dein eigener Meister, Erlöser, Guru. Geh täglich in die Stille deiner Seele – alles Wissen liegt darin. Verkörpere deine Träume, deine Liebe, entfalte deine wahre Schönheit als authentisches Wesen. Erblühe zur Herrlichkeit deiner Individualität. Sei existenziell – das ist der neue Mensch, der Andersmensch.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek / Artwork © by Zsuzsa Tasi. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Lass die Liebe zu deiner Natur werden


Wenn du liebst – und damit meine ich nicht dieses inflationäre, konsumartige Händchenhalten, das Bussi-Bussi und Fummel-Zeugs, sondern diese tiefe, ungeheure Gewissheit der Hingabe an den Anderen, die jede Zelle, jeden Partikel deines Seins erfüllt mit dem Mut zu allem –, dann erlangst du Macht FÜR, nicht ÜBER etwas. Du erlangst zum ersten Mal in deinem Leben wahre Macht, denn alles andere war keine Macht, sondern bloß Machtlosigkeit. Deshalb musstest du festhalten, deshalb musstest du zwingen, deshalb musstest du unterdrücken, bestimmen und kontrollieren – weil du machtlos warst, weil du nicht in der Liebe warst. Wenn du aber liebst, dann hast du Macht, wunderschöne, heilige Macht. Ich meine jene Macht, dich über dich selbst zu erheben. Ich spreche von der unbändigen Kraft, deren Ursprung dir ein Mysterium ist, die dich trägt wie eine warme, unendlich rollende Woge des Ozeans, weil du plötzlich geben kannst, weil du gewähren kannst, weil du fähig geworden bist, nichts mehr zu fordern – weil du die Ewigkeit entdeckt hast.

– Wenn du also liebst, dann schenkst du dem Menschen, den du liebst, alles. Du weißt um das ewige Band zwischen euren Seelen, du bist dir der heiligen Verbindung voll und ganz bewusst. Du gewährst dem Menschen jeden Raum, lässt ihn kommen und gehen, selbst wenn es manchmal schwierig ist, weil Jahre zwischen den Begegnungen liegen mögen und dich daher hin und wieder das Sehnen überkommt. Und gerade deshalb, weil du alle Schwierigkeiten bewältigst, erkennst du die Kraft deiner Liebe: Du akzeptierst jeden Fehltritt, gönnst dem Geliebten jedwede Freude – sogar jene, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten, denn du hast erkannt, dass man dir dadurch nichts nimmt. Du forderst von diesem Menschen nichts mehr für dich selbst, denn alles, was du dem Menschen gibst, den du liebst, gibst du in Wahrheit auch dir selbst – durch ihn.

Das ist es, wenn ich das Wort „Liebe“ gebrauche. Das ist die Ebene, wo ich meine Begegnungen pflege; und ich weigere mich, auch nur einen Stufe tiefer zu gehen, um es „Liebe“ zu nennen. Dort bin ich und dort ist auch sie. Wenn wir beide dort nicht sind, dann sind wir nicht in der Liebe für den anderen, sondern im egoistischen Besitzdenken, im Anhaften an die Illusion des Du-Bist-Mein. Der Mensch, den ich liebe, der soll niemals mein sein – er muss sich selbst gehören dürfen, ich muss mir selbst gehören dürfen, damit es Liebe sein kann. Ist es das nicht, dann will ich nicht von Liebe sprechen.

Auf dieser Ebene einem Menschen zu begegnen, ist ein Akt höchster Befreiung, es ist ein Akt höchster Selbstlosigkeit; und erst dort, wo Ich und Ich verschwinden, kann Eins entstehen. Erst dann sind Yin & Yang zu Yinyang geworden, erst dann hat sich die Verschmelzung vollzogen.
Liebe kennt keine Grenzen – Liebe ist immer und ausschließlich jenseits aller Grenzen, denn nur dort kann sie sein.
Loslassen ist der Humus für die Blüte der Liebe. In der leeren Hand findet die zweite Hand Heimat, doch um regelmäßig heimkehren zu können, muss das Gehen gestattet sein. Loslassen und Liebe beginnen beide mit einem L wie Leichtigkeit und Leben – lasse los, lebe leicht und die Liebe wird zu deiner Natur.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David Peterson Pauswek / Artworx © by Roland Heyder. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Reichtum und Fülle


Solange du tagein, tagaus damit befasst bist, für deinen Lebensunterhalt zu sorgen, dir die nötigsten (und auch weniger nötigen) Dinge zu beschaffen und zu sichern, die du brauchst, um ein menschenwürdiges Dasein zu fristen oder zumindest in deiner Gesellschaft „funktionieren“ zu können, bleibt dir kaum Zeit, dich um spirituelle Belange zu kümmern – so kannst du niemals dein volles Potenzial als menschliches Wesen ausschöpfen.

Deine Machthaber wussten und wissen um diesen Fakt, deshalb achten sie tunlichst darauf, dich ständig mit dem Überlebenskampf beschäftigt zu halten, denn du sollst gerade soviel vom Kuchen abbekommen, um weiterzumachen – niemals aber sollst du dich lösen aus der Angst vor der Armut, niemals sollst dich befreien vom Joch des Lohnsklaventums. Deine Führer wollen nicht, dass du dich vollständig zu einem bewussten, spirituell entwickelten Wesen entfaltest – sie würden dadurch ihre Macht einbüßen; darüber sind sie sich absolut im Klaren. Deshalb fürchten sie deine Befreiung, sie haben schreckliche Angst vor deinem Erwachen, weil ein Erwachter lässt sich nicht mehr führen, er kann nicht regiert, er kann nicht kontrolliert werden. Ein Erwachter braucht keine Führer, keine Priester, keine Machthaber – ein Erwachter lebt sein Dasein eigenverantwortlich, und deshalb ist er frei! Du aber sollst nicht erwachen – du sollst weiterhin ums Überleben kämpfen. Das ist der einzige Grund, weshalb man dir niemals gerechten Lohn für deine Leistungen bezahlt, den du für den Aufwand an kostbarster Lebenszeit verdienen würdest, denn so bleibst du klein, so bleibst du unterentwickelt, so bleibst du machtlos. So läufst du permanent unbefriedigt der Karotte des Reichtums und der Fülle hinterher, die unerreichbar vor deiner Nase baumelt. Man wedelt mit dem Geld vor deinen Augen, lässt dich aber niemals an dieses Geld herankommen.

Geld aber ist Macht. Geld bedeutet in gewissem Maße Freiheit, es ist der Schlüssel zur Tür aus dem Überlebenskampf. Geld ist weder schlecht noch gut – Geld ist moralisch wertfrei! Erst die Art und Weise, wie man zu Geld kommt, macht aus Geld etwas Schmutziges. Diejenigen, die zurzeit das Geld steuern, setzen es auf schmutzigem Wege ein. Doch das muss nicht so sein. Geld kann ebenso auf sehr schöne Weise genutzt und es kann auf ehrlichem Wege erlangt werden.

Ich achte Geld, ich liebe es sogar, denn Geld erlaubt bis zu einem bestimmten Grad die Verwirklichung auf irdischer Ebene. Geld gibt dir jene Macht, um dich freizukaufen, damit du dich um das einzig Wichtige kümmern kannst: die Freude am spirituell-irdischen Dasein.
Freude am irdischen Sein, Freude am spirituellen Wachstum ist das einzige Ziel, Freude am Dasein ist deine wichtigste Aufgabe hier auf Erden – doch wie willst du dich freuen, wie willst du dich voll und ganz entwickeln, wenn du niemals aus dem Vollen schöpfen darfst, wenn du die meiste Zeit deines Lebens mit dem Heranschaffen und dem Erhalt des Nötigsten beschäftigt bist?

Du hast die Wahl, in einer Welt ohne Geld zu leben – dann schaffe es total ab! Oder du hast die Wahl, in einer Welt zu leben, in der jeder, absolut jeder, seine Grundbedürfnisse kostenlos und zur Gänze gedeckt weiß – dann teile den Kuchen neu auf!

Kannst du beides nicht verwirklichen, wird deine Zivilisation untergehen im nächsten Jahrhundert – wahrscheinlich früher als später. Keine Zivilisation kann auf Dauer bestehen, wenn das Individuum sich nicht entfalten kann!
Deshalb geht es mir um die Befreiung des Einzelnen. Es geht mir immer nur um das Individuum – niemals um die Gesellschaft, denn die Gesellschaft ist eine Illusion, sie existiert nur als leerer Begriff. Oder ist dir schon einmal die Gesellschaft über den Weg gelaufen, bist du ihr auch nur ein einziges Mal begegnet? – Du begegnest immer nur dem Individuum, du triffst stets nur auf Gruppen, die wiederum bloß aus vielen Einzelnen bestehen. Die Gesellschaft ist reine Fiktion, sie ist ein Trugbild, eine leere Worthülse. Es gibt immer nur das Individuum, es gibt nur den Einzelnen, und dieser muss das Recht haben, in Fülle zu leben, er muss die Möglichkeit haben, sich selbst zu verwirklichen, ohne um seine Grundbedürfnisse kämpfen zu müssen – nur so kann das Individuum zu einem wahrhaft spirituellen Wesen werden, allein auf diese Weise kann die Zivilisation dauerhaft bestehen bleiben.

Wenn du zwei Drittel deiner Zeit mit dem Überleben beschäftigt bist, wie sollst du dich dann um deine spirituelle Entwicklung kümmern können? Solange dir Armut droht, solange du um das Nötigste kämpfen musst, wirst du niemals dein volles Potenzial entwickeln, du wirst niemals die höchsten Höhen deines Daseins erklimmen. Erst wenn du dir alles leisten kannst, was du mit Geld kaufen kannst, erst wenn alle Bedürfnisse des Egos bis zur Gänze ausgereizt wurden, zwingt dich die Leere der materiellen Welt zur Hinwendung an die spirituelle Entfaltung – dort aber findest du die einzig wahre Erfüllung, dort ist der wirkliche Reichtum. Dies wirst du allerdings erst dann begriffen haben, wenn du den Weg durch die vergänglichen Freuden der materiellen Welt hinter dir hast. Materielle Armut hindert dich daran, den inneren Reichtum zu finden, doch bisher hat man dich Gegenteiliges gelehrt. Bisher gab man dir Armut als spirituelles Ziel – ich gebe dir Reichtum als spirituelles Ziel.

Deine Religionen lehren dich in Armut zu leben, aber ihre Führer speisen von goldenen Tellern! Deine Politiker reden vom Sparen, aber verprassen in einer Nacht so viel, wie du in einem ganzen Monat verdienst, falls du Glück hast und nicht als Baumwollpflücker in Afrika leben musst. Die Wirtschaft generiert einen Wunsch nach dem anderen in dir, aber du weißt, dass du dir nicht einen Bruchteil davon erfüllen wirst können – das ist die Tragödie, in die du verwickelt bist, das ist das üble Spiel, in dem du gefangen bist, und dieses Spiel ist ein Spiel ohne Gewinner, denn über kurz oder lang werden alle zum Verlierer, wenn nicht ein neues Spiel mit faireren Regeln beginnt.

Man hat dich dein ganzes Leben einer Gehirnwäsche unterzogen und dir weismachen wollen, Bescheidenheit sei eine Tugend, Armut sei gottgefällig. Doch sieh in die Natur – wo findest du da Armut, wo Bescheidenheit? Dem Apfelbaum ist es gleich, ob seine Äpfel gegessen werden – er produziert sie in verschwenderischem Maße, bis sie im Herbst zu Boden fallen. Der Regen fällt nicht sparsam – er fällt reichlich. Die Sonne scheint nicht in Bescheidenheit – sie scheint in all ihrer Pracht und zaubert zudem herrlich selbstverliebte Sonnenauf- und Untergänge über einen Himmel, der nicht mit Blau und Wolken geizt. Blumen blühen zu Hauff auch auf Wiesen, die kein Mensch jemals betritt, und Wasser sprudelt seit Jahrmillionen aus den Bergen, und das wird es weiterhin tun. Die Natur ist in allem verschwenderisch, sie ist in höchstem Maße großzügig und üppig. Die Natur kennt keine Armut – dich aber hat man gelehrt, Armut sei notwendiger Bestandteil des Daseins, man hat dir beigebracht, in Armut und Bescheidenheit zu leben, während jene, die dich das lehrten, mehr haben, als sie jemals brauchen werden. Wie aber soll deine Armut den Armen dienen? Willst du einen Bettler retten, indem du dich selbst als Bettler zu ihm gesellst? Wie willst du helfen, wenn du selbst der Hilfe bedarfst, weil du Monat für Monat und Tag für Tag gerade mal über die Runden kommst? Wie willst du dich verwirklichen, wenn du niemals aus dem Vollen schöpfen kannst – weder aus der Fülle deiner Zeit noch aus der Fülle der vorhandenen materiellen Mittel?

– Reichtum und Fülle für jeden Einzelnen ist der einzige Weg, um die Zivilisation auf dem Planeten Erde zu retten – kannst du das nicht durchsetzen, wird sie untergehen in den nächsten Jahrzehnten, denn eine funktionierende Zivilisation braucht nicht Massen von verängstigten Bettlern und manipulierten Lohnsklaven, geführt durch eine winzige Elite machtgeiler Heuchler und Sklaventreiber, sondern sie braucht freie, reiche, selbstverantwortliche und bewusste Individuen – das macht eine erfolgreiche, spirituelle Hochkultur aus.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2014 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce