Lebst auch du in einer Bedürfnis-GmbH?


Liebe und Freiheit sind eins. Das mag für viele wie ein Widerspruch in sich selbst klingen, denn für die meisten scheint mit der Liebe auch die Freiheit zu enden. Kaum ist die Box mit der Aufschrift „Beziehung“ mit zweien von euch gefüllt, geht es auch schon los mit dem gegenseitigen Beschneiden der Freiheit.

Die Frau meckert und nörgelt am Mann herum, denn so wie er ist, darf er nicht bleiben. Das war von Anfang an klar. Und egal, wie immer er auch ist, er darf auf keinen Fall sein, wie und wer er ist. Der Mann poltert und mäkelt an der Frau herum, denn so wie sie ist, darf sie nicht bleiben. Das wurde ihm nach und nach klar. Und egal, wie auch immer sie ist, sie darf auf keinen Fall sein, wie und wer sie ist.

Es wird in Wechselwirkung aneinander herumerzogen und herumgepfuscht. Jeder stülpt jedem den Glassturz der eigenen Bedürftigkeit über. Beide halten sich gegenseitig mit Sanktionen in Schach, sollte der eine die Bedürfnisse des anderen nicht erfüllen. Das eigene Unerfülltsein wird dem Partner mit der Forderung „Mach du mich glücklich!“ zur Last gelegt. Und so geht das Tag um Tag und Jahr um Jahr, bis beide nicht mehr können.

Es folgt die Trennung, der Rosenkrieg und das Wundenlecken, denn in der Opferhaltung ist es so hübsch bequem. Im Schmollwinkel verweilt man gerne, das infantile Däumchen im Mund mit der Gewissheit: Es gibt nur scheiß Männer, es gibt nur beschissene Frauen!

Bald aber schon suchen sich beide neue Opfer und Erfüllungsgehilfen für die eigene Unfähigkeit zur Selbstreflexion, die sie erkennen ließe, dass jeder selbst für das eigene Glück und die eigene Erfüllung verantwortlich ist. Das alte Drama wird rasch gegen eine neue Tragödie getauscht, in der Hoffnung, dass der oder die Neue endlich besser im „Michglücklichmachen“ ist. Aber das Rad beginnt sich bloß von Neuem zu drehen mit ähnlichem Ergebnis wie zuvor.

Wäre es nicht so traurig, man könnte sich darüber biegen vor Lachen: Da stehen sich zwei unerfüllte Bettler gegenüber, greifen einander in die leeren Taschen, sind frustriert, weil da nichts drin ist, und geben sich dann gegenseitig die Schuld für die Armut an Erfüllung. Doch das ist kein Witz – das ist der psychologische Alltag der meisten Paare. So lebt der Großteil der Menschheit seine Beziehungen.

Es wird nicht geliebt, sondern gebraucht. Es wird nicht gedient, sondern benutzt. Es wird nicht gewährt, sondern unterdrückt. Man teilt nicht, sondern dealt – meine Zuwendung gegen deine Zuwendung. Und wehe, wenn du auch nur ein Quäntchen weniger davon gibst als ich!

Doch all das ist keine Partnerschaft, das alles ist nicht Liebe, sondern eine Bedürfnis-GmbH. Jeder sperrt jeden in die Box, in das Gefängnis mit der Aufschrift „Mache du mich glücklich!“. Und da drinnen haltet ihr euch dann gegenseitig gefangen.

In einem Gefängnis aber kann nichts Liebevolles, nichts wirklich Fruchtbares erblühen. In einem Gefängnis entsteht nur Frust, Verzweiflung und am Ende Verbitterung.

Der Großteil aller Menschen lebt verbitterte Beziehungen. Er liebt daher nicht. Er faselt von Liebe, hat aber keine Ahnung, was Liebe wirklich ist. Denn zur Liebe braucht es Freiheit. Und in der Freiheit ist Erfüllung das Grundprinzip. Daher sind Liebe und Freiheit eins.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Falls du es vermeiden möchtest, eines Tages in einer Bedürfnis GmbH zu landen, oder aus einer bereits bestehenden Bedürfnis GmbH eine wirkliche Liebesbeziehung schaffen willst, wenn du dir wünscht, dass sowohl deine innere Partnerschaft als auch deine im Außen erlebten Partnerschaften nach Jahren noch rocken, dann klicke ZUM SEMINAR →
venus-findet-mars04

© 2017 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Werbeanzeigen

Konflikt und Harmonie


Eine Partnerschaft kann dich nur dann erfüllen, wenn du erkennst, was du in der Vergangenheit verbockt hast. Dazu musst du dich selbst betrachten. Das erfordert Mut und bedingungslose Aufrichtigkeit dir selbst gegenüber. Du musst dahin blicken, wo du nicht gerne hinblickst – auf den Egoisten, den Heuchler, den Lügner, das Arschloch in dir!

Es ist nötig, dass du dir eingestehst, dass die Verantwortung für das Gelingen einer harmonischen Partnerschaft bei dir selbst, nicht beim Partner beginnt. Du bist derjenige, den du ändern kannst. Du bist der, der sich immer wieder an der eigenen Nase packen muss, wenn du eine erfüllte, harmonische Partnerschaft wünscht. Solange du dich nicht selbst total ausleuchtest, dich nicht bedingungslos und restlos zu deinen Fehltritten, deinen Vergehen bekennst, solange wirst du immer wieder die Harmonie vermissen, die deine Partnerschaft zu einer erfüllten macht. Dir selbst deine Schattenseiten vor Augen zu halten und sie dir ungeschönt einzugestehen ist der erste Schritt zu echter Harmonie.

Es geht weniger darum, deine Fehltritte und Vergehen auszumärzen, als sie dir selbst endlich im vollen Umfang ihrer Tragweite einzugestehen. Wenn du das kannst, projizierst du sie nicht mehr auf den Partner. Der hat ohnehin genug mit seinen eigenen zu tun – er kann nicht die Last der deinen auch noch tragen. Also erspare dir selbst die Opfer- und dem Partner die Täterrolle. Eure Beziehung ist kein Krimi, sondern eine Liebesgeschichte!

Begreife das, denn es ist essenziell: Du wirst niemals zu wahrer Harmonie finden, wenn du nicht den Mut und die Aufrichtigkeit zur Selbstreflexion entwickelst.
Und erkenne: Harmonie ist nicht die Abwesenheit von Konflikt! Harmonie ergibt sich daraus, wie du mit Konflikten umgehst und was du daraus gewinnst.

Konflikt ist ein Raum für Wachstum und Entwicklung. Konflikt sagt dir, dass du bisher etwas nicht in Liebe zu lösen verstanden hast, weil du dich nicht ausreichend selbstreflektierst. Jeder Streit, jede Krise ist ein weitaus größeres Geschenk als dir bewusst ist.
In friedlichen Phasen kannst du nur gering wachsen, dich kaum entwickeln, weil du in diesen Phasen am Genießen bist. Es bleibt fast kein Raum für Wachstum. Alles in diesen Phasen ist dem Genuss gewidmet. Du kannst in solchen Zeiten erkennen, wie genußfähig du bist, wie groß deine Fähigkeit zur Hingabe an den Frieden, an das Licht in dir ist – dazu sind diese Phasen da.
Der Konflikt aber bietet dir Boden für Selbsterkenntnis hinsichtlich deiner Schatten. Im Konflikt erkennst du den „Arschengel“ in dir selbst. Dazu aber musst du ihn dir erst einmal eingestehen! Solange du den „Arschengel“ in dir selbst leugnest, wirst du ihn immer auf den Partner projizeren, wodurch dein Partner über kurz oder lang in deinen Augen zum Monster mutiert. Du aber hast dich nicht in ein Monster verliebt, sondern in einen Menschen, der dir einst Schmetterlinge im Bauch gezaubert hat, ohne den du nicht mehr schlafen, essen und atmen konntest.

Deine Blindheit gegenüber dem Egoisten, dem Heuchler, dem Lügner, dem Arschloch in dir selbst hat deine Wahrnehmung vom Partner aber dermaßen verzerrt, dass du dein inneres Monster nun im Partner zu erkennen glaubst, statt es in dir selbst zu finden. Und du ergehst dich in dieser Täuschung dermaßen, bis du schließlich den einzigen Ausweg in der Trennung findest.

Ich weiß, dass dein Gedanke jetzt lautet: „Wenn das nur mein Partner auch so sehen könnte!“ – Und genau daran erkennst du, dass du immer noch nicht bereit bist, den „Arschengel“ in dir selbst zu erkennen und zu akzeptieren. Du projizierst immer noch!

Nur du allein kannst dich selbst im vollen Umfang wahrnehmen. Nur du allein kannst an dir selbst arbeiten. Nur du allein trägst Verantwortung für den „Arschengel“ in dir selbst. Und nur du allein bist dazu fähig, diesen zu erkennen, zu akzeptieren und dadurch zu transzendieren. Wenn du den „Arschengel“ zu transzendieren verstehst, dann verliert er seinen Schrecken und du musst ihn nicht mehr dem Partner um den Hals binden. Dein transzendierter „Arschengel“ ist der Schlüssel zur Harmonie in deiner Partnerschaft.
Und Harmonie bedeutet nicht die Abwesenheit von Konflikt. Harmonie ergibt sich daraus, was du durch einen Konflikt bereit bist an Selbstreflexion und Selbsterkenntnis zu gewinnen!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Falls du sowohl deine Selbsterfahrung als auch deine zwischenmenschlichen Begegnungen auf ein höheres Level heben willst, um mit dem Wechselspiel von Konflikt und Harmonie besser klar zu kommen, dann klicke hier: ZUM SEMINAR →
venus-findet-mars04

© 2015 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.