Aufruf zum Andersmensch


Ich stelle mir vor, wie du dich morgen Früh vor den Spiegel stellst und dich ansiehst. Ganz. Nicht nur die Stellen, die du gut findest. Und dann möchte ich hören, wie du sagst:

„Ich bin ein Wunder! Ich bin nur ein Mal hier. Niemand ist wie ich. Ich unterlasse jedes Urteil über mich, es sei denn, es ist eines der Herrlichkeit!“

Kannst du das tun für mich? Für Dich? Für die Welt? – Einmal nur?

…und dann tue es täglich! Lass alle Zeitungen und Nachrichten sein – für immer. Du versäumst keine Info. Lass alles sein, was dein Leben nicht direkt berührt. Lege jede Fremdbelastung ab. Gib dem keine Energie, keine Macht mehr.
Kaufe dir mit dem letzten Geld das Schönste, was du dir kaufen kannst und denke dabei nicht – hab einfach Freude daran.
Sei das Kind, das du bist. Sei wieder du selbst.
Stell dir nicht den Wecker – verschlafe. Geh nicht zur Arbeit – melde dich krank. Mach Liebe mit deinem Partner den ganzen Vormittag, oder spiele mit deinen Kindern, so wie du es dir vor dem Einschlafen schon oft vorgestellt hast.
Geh raus. Genieße den Tag. Lebe. Rieche den späten Sommer. Geh barfuß. Geh barfuß durch die Stadt und siehe, wie die Menschen reagieren. Ablehnend. Belächelnd. Aber fühle ihren inneren Neid auf deine Freiheit, deinen Mut.
Sei nackt. Sei einfach. Sei du selbst. Sei stolz, anders zu sein.
Ich sehe nur Herrlichkeit in dir. Sieh du sie auch!
In Liebe – ich, Andersmensch.

– David Peterson Pauswek

© 2011 by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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