Seelenpartner, Dualseelen, Social Media & die Unfähigkeit zur Partnerschaft


Oftmals werde ich dieser Tage mit folgender Bitte konfrontiert: Andersmensch, kannst du vielleicht etwas zum Thema Seelenpartner & Dualseelen sagen?

Ja, ich kann dazu etwas sagen. Ob es allerdings das ist, was du zu erfahren wünscht, wage ich zu bezweifeln. Ich wäre nicht der Andersmensch, würde ich die Dinge nicht anders sehen.
Mit Andersartigkeit aber hat so mancher ein Problem. Im Andersartigen findet dein Ego nämlich keine Befriedigung – dein Ego möchte nämlich viel lieber die eigene, beziehungsweise die allgemeine Meinung durch das Gegenüber wiedergekäut und bestätigt wissen. Das ist wesentlich bequemer, das ist bedeutend „sicherer“, weil es dich nicht aus deiner Komfortzone lockt.
Ich aber tue deinem Ego diesen Gefallen nicht – ich fordere es auf, das sichere Schneckenhaus zu verlassen, um in die unendliche Welt des Mysteriums einzutauchen; ich fordere dich zum bewussten Denken auf.
Bewusstes Denken ist stets kreatives Denken. Kreatives Denken ist Pionierarbeit. Es stellt immer eine Herausforderung dar, denn es läuft außerhalb gewohnter Bahnen; es erfordert Eigenständigkeit und einen offenen Geist. Willst du also verstehen, was ich zu sagen habe, dann bedeutet das, du musst von der Hirnrinde, wo das unbewusste Denken gesteuert wird, auf die vorderen Stirnlappen umschalten. Da findet das kreative Denken statt; und das erfordert stoffwechseltechnisch erhöhten Energieaufwand – das Verweilen im Unbewussten ist deshalb wesentlich bequemer als die Bewusstwerdung durch eigenständiges, kreatives Denken. Wenn du also wissen willst, was ich zum Thema Seelenpartner & Dualseelen zu sagen habe, dann öffne deinen Geist, werde ein leeres Gefäß, und vergiss für einige Augenblicke das, was du zu wissen glaubst.

Die letzten Jahre trugen als Königsdisziplin das Thema Beziehung. Deine Beziehungen, deine Partnerschaften aber sind für dich unmöglich geworden – du kannst sie zurzeit nicht leben. Du kannst sie nicht so leben, wie du es gewohnt bist, wie du sie gerne leben möchtest.

– Woran liegt das?

Nun, du lebst in einer Zeit des Paradigmenwechsels, in einer Zeit der völligen Umstrukturierung deiner Gesellschaft, deiner ganzen Welt. Du lebst ein einer Zeit des globalen Bewusstseinsaufstiegs. Vieles, was du gewohnt warst zu leben, kann nicht mehr so gelebt werden wie bisher. Dazu zählen in erster Linie deine zwischenmenschlichen Beziehungen, denn dort nimmst du den Bewusstseinswandel am gravierendsten wahr. Manche spüren das weniger, andere wesentlich intensiver, jeder aber ist davon betroffen – der Wandel findet nicht nur global, sondern universell auf allen Ebenen des Seins statt.

Die vergangene Jahre brachten aufgrund der herrschenden Zeitqualität kaum Erfüllung in deinen Partnerschaften und Beziehungen – dazu war die Zeit einfach zu unruhig, es durfte noch zu viel Transformation geschehen.
Meine Prognose für das nächste Jahrzehnt sieht hingegen schon wesentlich optimistischer aus. Um gesund evulitionieren zu können, braucht der Mensch erfüllte Zwischenmenschlichkeit. Er braucht Partnerschaften, Annäherung, Verbindung, Vereinigung der Gegensätze und Bewusstwerdung durch Liebe, vor allem aber braucht er Nächstenliebe. Er wird dies alles entwickeln müssen, denn dahin führt der Weg – es kann also besser werden! Rechne in deinen Beziehungen jedoch erst dann mit spürbaren Veränderungen zum Positiven, wenn du dich wandelst, indem du aktiv an dir selbst arbeitest und deine Bewusstwerdung und Nächstenliebe förderst. Dann erst wird diese Verbesserung eintreten können.

Der globale Bewusstseinswandel sowie die herrschende Zeitqualität gilt zwar als wesentlicher Grund für die Unfähigkeit zur Partnerschaft, es gibt aber noch andere tragende Gründe. Einer davon ist das Thema Seelenpartner & Dualseelen.

Vielleicht mag es dich befremden, die folgenden Absätze durch mich zu erfahren, denn wie du möglicherweise weißt, betreibe ich selbst eine Website, die sich mit dieser Thematik befasst. Dennoch war und bin ich vor allem dem Thema Dualseelen stets skeptisch gegenüber gewesen.
Seelenpartnerschaften sind nichts weiter als die natürliche Konsequenz karmischer Verbindungen – es ist also keine große Sache, mit einem Seelenpartner zu leben, denn alle Menschen, mit denen du innig verbunden bist, gelten als Seelenpartner. Das bezieht sich nicht nur auf Liebesbeziehungen im romantischen Sinne, sondern auch auf Familienmitglieder und Freunde. Im weitesten Sinne gilt jeder Mensch als dein Seelenpartner. Jeder Mensch ist dein Bruder oder deine Schwester.
Mehr wäre zu Seelenpartnerschaften nicht zu sagen, auch wenn manche der neuen „Gurus“ diesen Terminus in einen anderen, weit verklärteren Kontext stellen – für mich aber ist dies schlicht die simple Definition des Begriffes „Seelenpartner“.

Mit den Dualseelen ist das etwas heikler. Ich halte nicht viel von den sogenannten Heiligen Schriften dieser Welt, denn durch ihren Missbrauch entstanden Religionen. Diese brachten Dogmen und Fanatismus und somit Leid in die Welt – der Kern jener Schriften ist allerdings rein, wahr und von identer Aussage. Ich habe sie alle studiert, diese heiligen Schriften. In keiner aber konnte ich einen Hinweis auf Dualseelen finden.

– Woher also kommt der Begriff „Dualseele“?

Ich selbst wurde mit dem Begriff das erste Mal über das Internet konfrontiert. Durch gewisse persönliche Erfahrungen sah ich mich dazu veranlasst, mich dieser Thematik eingehender zu widmen. Und so kam ich nach rund zwei Jahren der Forschung zu folgendem Schluss:
Es gibt weder einen religiösen noch einen historischen noch einen mythologischen Hintergrund für den Begriff „Dualseele“. Keine Heilige Schrift, kein historisches Werk, keine Mythologie beinhaltet auch nur den geringsten Hinweis auf Dualseelen. An keiner Stelle wird in diesen Schriften der Begriff geprägt, wie dies die moderne Esoterik tut. Die Idee der Dualseele ist demnach wohl eine Erfindung fantasiebegabter Möchtegernpropheten. Im Grunde aber ist es völlig egal, woher der Begriff stammt. Es spielt keine Rolle, ob er (wie etwa das „Spiegelgesetz“) bloß ein neues idiotisches Meisterstück der Esoterik-Industrie oder ein weiteres Manipulationswerkzeug deiner Machthaber ist – es wird damit in jedem Falle ein neues Ideal in die Welt gesetzt.

Ideale sind stets so beschaffen, dass sie unerreichbar bleiben. Ein Ideal soll dich zwar in Bewegung aber dennoch im Unglück halten. Die Natur des Ideals ist seine Unerreichbarkeit. Wer Ideale hat, diese aber nicht erreicht, bleibt unglücklich. Unglückliche Menschen sind leichter zu lenken. Man kann sie leichter manipulieren – dies sei hier zum besseren Verständnis kurz angemerkt.

Ich schließe die Möglichkeit nicht aus, dass es so etwas wie Dualseelen gibt – allein schon aufgrund meines persönlichen Erlebens. Jedoch kann es sich bei vermeintlichen Dualseelenbegegnungen auch bloß um sehr innige Verbindungen zwischen Seelenpartnern handeln.
Manche Begegnungen werden schlichtweg intensiver erfahren als andere. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um Dualseelenbegegnungen handeln.
Meines Erachtens wird der Begriff der Dualseelen-Liebe gerne auch dafür missbraucht, die eigene Unfähigkeit im Loslassen zu rechtfertigen: Kannst oder willst du eine Begegnung nicht loslassen, dann erklärst du sie kurzerhand zur Dualseelenbegegnung und schon hast du vor dir selbst sowie vor der Welt eine Rechtfertigung für dein persönliches Unvermögen, einen Menschen loszulassen.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Warum sollte es so etwas wie Dualseelen geben – welchen Zweck hätte deren Existenz?

yinyangtreeAuch wenn du das im Laufe deiner unzähligen Inkarnationen längst vergessen hast, so ist doch jeder Mensch für sich selbst eine vollständige Einheit. Jede Seele ist als solche vollständig. Die Seele, die du in Wahrheit bist, ist weder männlich noch weiblich – sie ist androgyn, trägt im gleichen Maße weibliche und männliche Anteile in sich. Dazu rufe ich dir das Yin & Yang-Zeichen in Erinnerung. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Farben, von der jede die andere in sich trägt – zusammen aber ergeben sie eine vollständig harmonische Einheit, die nicht getrennt werden kann. So ist das auch mit der Seele, die du bist – sie ist stets ganz, vollständig und unversehrt.
Warum also sollte die Seele in zwei Hälften gespalten sein? Warum sollten zwei Seelen ursprünglich eine Einheit bilden, die nur als solche funktionieren kann, dann aber durch die Göttlichkeit getrennt werden, um jenseits dieser Einheit zu leiden?

– Der Glaube an eine Spaltung existiert bloß in deinem dualistischen Weltbild. Du fühlst dich im Grunde von allem abgespalten – von deinem Nächsten, von der Natur, von Gott, sogar von dir selbst. In der Schöpfung existiert aber keine Trennung, keine Abspaltung – die gesamte Existenz ist eine in sich ruhende, vollständige Einheit: das Universum (von lateinisch: universus = „gesamt“, von unus und versus = „in eins gekehrt“). Auch du bist eine vollständige Einheit, ein Universum. Du trägst bereits Mann und Frau in dir. Dir fehlt nichts, absolut nichts. Die Seele, die du bist, ist vollkommen, und sie ist nicht hier, um diese Vollkommenheit erst herzustellen, sondern um diese Vollkommenheit auf der Ebene von Materie, Zeit und Raum zu erfahren.

Der Gedanke an eine Dualseele aber impliziert eine Spaltung. Der Gedanke suggeriert, du wärst erst dann vollständig und glücklich, wenn diese Spaltung aufgehoben würde durch die Begegnung und die Verschmelzung mit deiner Dualseele. Bevor dies nicht geschähe, müsstest du gespalten, sehnsüchtig und unglücklich durch die Welt trotten – das ist eine gefährliche Ideologie. Es ist eine törichte Ideologie.

Gesetzt den Fall, es gäbe sie tatsächlich, die Dualseele: Was wäre, wenn sie im Körper eines dreijährigen Jungen leben würde?
Was, wenn sie im Körper einer neunundachtzigjährigen Frau lebte?
Was, wenn sie in einem Körper steckte, der dir vollkommen abstoßend erschiene?
Was, wenn sie in einem gleichgeschlechtlichen Körper lebte, du aber heterosexuell wärst? Was, wenn sie gar nicht inkarniert wäre? Was wäre dann?

– Du wärst hoffnungslos dazu verdammt, den Rest deiner Inkarnation unvollständig und gespalten zu bleiben.
Erkennst du, welche Gefahr dieser Gedanke birgt? Und wird die klar, wie leicht dieser Gedanke einen anderen Ursprung haben könnte, als du vielleicht vordergründig erkennen möchtest?

Bedenke: Jene, die dich kontrollieren, deine Machthaber, wissen, dass du eines Tages erwachen wirst. Sie wissen, dass du dann ihre heimtückische Manipulation durchschauen würdest, was bedeutet, sie würden ihre Macht verlieren, sie würden die Kontrolle über dich verlieren. Deshalb werden ständig neue und noch subtilere Mittel eingesetzt, um dich zu manipulieren, dich fernzusteuern und zu kontrollieren.

„Der überlegene Krieger attackiert weder Körper noch Geist – es ist das Herz, gegen welches er seine Attacken führt.“

Wenn sie ihre ideologischen, chemischen und technischen Mittel zur Manipulation ausgeschöpft haben, dann greifen sie zu ihren spirituellen, mit denen sie dein Herz erreichen, um dich zu attackieren, dich zu manipulieren und unter Kontrolle zu halten. Mit der Idee von der Dualseele zielen sie exakt auf deine verletzbarste Stelle, denn damit erreichen sie direkt dein Herz. Dein Herz ist zwar dein stärkster, zugleich aber auch dein verwundbarster Punkt. Und so schaffen sie dir das Ideal von einer Dualseele, ohne die du niemals glücklich sein würdest. Sie erwischen dich mitten im Herzen!

Du befindest dich vielleicht in einer Partnerschaft, die ganz gut läuft. Doch dann erfährst du von der ungeheuerlichen Liebe zwischen Dualseelen, die so himmlisch sein soll, dass man allein durch die Beschreibung ihrer Herrlichkeit weltweit tausende Bestseller verkaufen kann, die allerdings nicht den Schriftsteller reich und mächtig machen, sondern vielmehr die Verlagsindustrie dahinter. Und plötzlich gerätst du in Zweifel an deiner ansonsten gut laufenden Partnerschaft, stellst dir die Frage, ob der Mensch an deiner Seite auch tatsächlich deine Dualseele ist. Da eure Beziehung jedoch nicht diesem himmlischen aber gefährlichen Ideal der Dualseelenliebe entspricht, verlässt du letztendlich diesen Partner, verursachst dadurch ihm und auch dir selbst Leid, und begibst dich auf die möglicherweise fruchtlose Suche nach deiner Dualseele. Kannst du diese nicht finden, bist du unglücklich, verwirrt und verzweifelt – schon bist du wieder ein leicht zu kontrollierendes, steuerzahlendes und konsumierendes Schaf in einer Schafherde, die sich Gesellschaft nennt.

– Genau das ist es, was ich zurzeit beobachte! Ich sehe hauptsächlich unglückliche Singles, die wie bedauerliche Irre durch die Welt rasen auf der Suche nach einer Dualseele. Sie kommen zu mir in mein Institut, sie besuchen meine Seminare und leiden alle an derselben Symptomatik: „Chronische Dualitis“.

loversEine weitere Ursache für die Unfähigkeit zur Partnerschaft sind soziale Plattformen im Internet. Dies aber nicht etwa aus dem Grund, weil du zu viel Zeit mit Social Media verbringst, sondern weil dich die unüberschaubare Zahl möglicher Kontakte in die Illusion versetzt, es gäbe einen unerschöpflichen Pool an idealen Partnern.

Auf diesen sozialen Plattformen im Internet hat jeder seinen Avatar, durch den man in Rollen schlüpfen kann, die einem im realen Leben verwehrt bleiben. Da stellst du Fotos von dir online, die mit der Realität rein gar nichts mehr zu tun haben, weil Freund Photoshop & Co bequemer und kostengünstiger ausfallen, als das Fitnesscenter, eine Diät oder die plastische Chirurgie. Auch virtuelles Papier ist geduldig – aus einem einfachen Angestellten wird plötzlich der wagemutige Globetrotter; aus der Hausfrau der verruchte Vamp. Kluge Zitate existieren zuhauf, werden gerne dem Urheber geklaut, als die eigenen ausgegeben oder einfach unreflektiert wiedergekäut, und so gaukelt jeder jedem Qualitäten vor, die in Wahrheit gar nicht existieren.

Es ist einfach und unkompliziert, via Mausklick in Kontakt zu treten beziehungsweise diese Kontakte auf dieselbe Weise wieder zu lösen. Man kann sich hinter dem eigenen Avatar verstecken und zum Idealmann, zur Idealfrau werden. Viele fallen darauf rein, verlieben sich in eine Fiktion. Und zerstören dadurch bestehende Partnerschaften in der irrigen Ansicht, den anderen durch das soziale Medium ohnehin ausreichend kennen gelernt zu haben, denn nächtelanges Chatten wird bereits als sozialer Austausch von tragender Gültigkeit gewertet.

Die erste Begegnung im realen Leben geht in vielen Fällen gut. Doch wenn sich dann nach einigen Wochen herausstellt, dass Prinz Eisenherz eigentlich ein Frosch und Königin Cleopatra in Wahrheit eine bissige Hexe ist, dann fällst du aus allen Wolken.
Deine vormals gut laufende Beziehung ist im Eimer, die kurze Affäre mit dem Avatar aus dem Social Network, den du begeistert als deine Dualseele wähntest, entpuppt sich als bitterer Trugschluss.
Nun stehst du wieder da – unglücklich, ratlos, einsam. Aber das Rad beginnt sich von Neuem zu drehen – der Pool an möglichen Partnern scheint immer noch unerschöpflich; und vielleicht ist ja diesmal die Dualseele dabei. Das Social Network ist der Fundus – du bist die Suchmaschine.
Vielleicht hast du auf diesem Wege sogar tatsächlich jemand gefunden, der ideal für dich wäre, doch da existiert vermeintlicher Weise noch immer so viel Auswahl! – Wer soll sich da schon festlegen?

Fazit: Begreife, dass du keine Dualseele nötig hast! Lerne dich selbst zu lieben, denn du bist in Wahrheit vollständig und trägst alles, was du brauchst, bereits in dir. Wenn du dich in einer bestehenden Partnerschaft befindest, dann achte, ehre und pflege diese in Dankbarkeit und Liebe. Bist du Single, dann finde zunächst dein wahres Selbst. Schenke dir selbst die umfassende Liebe, die du von anderen zu empfangen wünscht – ein geeigneter Partner findet sich dann ganz automatisch.

Lass das törichte Ideal von der Dualseele los, ungeachtet dessen, ob es sie nun gibt oder nicht – falls so etwas tatsächlich existiert, findet ihr einander ohnehin. Und verfalle nicht dem Irrtum, du hättest unendlich viele Partner zur Auswahl, selbst wenn dir deine liebste soziale Plattform dies vorzugaukeln versucht.
Tatsächlich gibt es in einem Menschenleben vielleicht zwei oder drei, falls du Glück hast sogar vier adäquate Seelen, mit denen eine lebenslange, harmonische Partnerschaft möglich wäre – alles andere ist bloß Illusion durch Manipulation, ganz gleich, wer es ist, der sie ausübt.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Falls auch du bereit und geklärt erfüllende Partnerschaften entwickeln oder deine bestehende Verbindung auf ein neues Level heben willst, dann klicke hier:
ZUM SEMINAR →
venus-findet-mars04

© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Werbeanzeigen

Dein Weg heimwärts


Es gibt den kurzen Weg. Es gibt den langen Weg. Und es gibt Wege, die man nie beschreitet, weil man den ersten Schritt nicht setzen möchte. Ich war ein Siebenjähriger, als ich mich auf diesen Pfad begab. Mittlerweile blicke ich auf über vier Jahrzehnte täglicher Meditationspraxis zurück und unterrichte seit mehr als zehn Jahren Menschen aus der ganzen Welt, die diesen wunderschönen Weg ebenfalls gehen möchten. Gerne möchte ich dir davon erzählen, um dir eine herrliche Option zu eröffnen. Eine Option, die vielleicht auch die deine sein wird…

Um Göttlichkeit bewusst zu erfahren, um bei dir selbst anzukommen, um das flehentliche Sehnen des Geistes, das sich in permanenter Unruhe, in ständiger Unzufriedenheit äußert, zu stillen, musst du echte Bereitschaft und den aufrichtigen Wunsch danach haben. Du musst bereit sein, Göttlichkeit da zu sehen, wo du sie findest, und nicht nur dort, wo du sie zu finden erwartest. Die Sehnsucht nach „Zuhause“ ist jedem Menschen implizit – es ist das ureigene Sehnen des Geistes nach dem wahren Selbst. Jeder Mensch empfindet tief in sich dieses Sehen, jeder Mensch spürt diese innere Unruhe – dazu muss nichts Spezielles getan werden; Sehnsucht und Unruhe ist ohne Mühe da. Die Bereitschaft in deinem Herzen aber ist der erste Schritt, der erste vollbewusste Schritt nach Hause, der erste vollbewusste Schritt zum Authentischen Selbst, der erste Schritt zur vollbewussten Erfahrung der Göttlichkeit. Doch der Wunsch und die Bereitschaft alleine werden nicht ausreichen – das hast du, so wie viele andere Menschen auch, bereits wieder und wieder festgestellt.

Nun wissen wir, dass Sehnen und Unruhe automatisch da sind, dass wir dafür nichts Spezielles tun müssen, aber auch das „Heimkommen“, die Erfüllung, die wahrhaftige Ruhe, die Seligkeit, ist automatisch da – auch dafür müssen wir im Grunde nichts Spezielles tun. Wir müssen bloß einen zusätzlichen Bewusstseinszustand, der uns im Laufe der Jahrtausende in Vergessenheit geraten ist, in unseren Alltag integrieren: Meditation in Stille!

Die wenigsten Menschen aber wissen, was mit dem Begriff „Meditation in Stille“ gemeint ist. Ich werde nicht müde und erkläre es dir wieder und wieder, doch egal, wie oft und wie gut ich dir es auch erklären mag – wirklich wissen, wovon ich spreche, wirst du erst, wenn du diese überaus simple Methode für dich selbst erlernt hast und sie täglich ausübst. Dennoch möchte ich dir hiermit eine weitere Erklärung geben, um dich daran zu erinnern, dass du eine Option hast, die du bisher vielleicht gar nicht in Betracht gezogen hast.

In dir ist Unzufriedenheit, in dir ist Unruhe, in dir ist Rastlosigkeit und in dir ist diese unerträgliche Gedankenflut. Du probierst dieses, du versuchst jenes, du gehst hierhin und du gehst dahin, aber dein Geist findet keine Ruhe – die Gedankenflut bleibt, die Unzufriedenheit ist da. Egal, was du auch tust, du findest keinen echten, dauerhaften Frieden. Die Rastlosigkeit, die Unzufriedenheit treibt deinen Geist nahezu in den Wahnsinn, doch der Geist wünscht in Wahrheit keinen Wahnsinn, sondern höchste Klarheit und tiefste Ruhe. Trotzdem wandert dein Geist hin und her, auf und ab, vor und zurück.
Da du aus diesem Dilemma keinen Ausweg findest, und weil man dich nichts anderes gelehrt hat, flüchtest du in mehr und noch mehr Aktivität. Du hegst die wahnwitzige Hoffnung, durch diese vermehrte Aktivität der Unruhe in dir zu entkommen. Du versuchst Unruhe durch Unruhe zu erlösen, findest aber bloß Erschöpfung, die du dann mit Ruhe verwechselst – was für ein Paradoxon!
Selbst in deinen Imaginationsübungen, deinen geführten Meditationen, in deiner Selbsthypnose ist eine subtile Unruhe verborgen – der Geist bleibt unzufrieden; er bleibt jenseits des Friedens. Du hast ganz einfach vergessen, was wirkliche, wahrhaftige Ruhe bedeutet und wie sie sich anfühlt.

– Warum ist das so?

Der ganze Bereich der Aktivität ist ein Spiel des Geistes. Der Geist spielt dieses Spiel schon sehr lange. Unzählige Leben hindurch hat er dieses Spiel gespielt. Dadurch hat er seine wahre Natur vergessen; er hat die Wahrheit über die Seele, deren Werkzeug er ist, vergessen. Aber er spürt, dass ihm etwas Entscheidendes fehlt und somit hat er sich auf die Suche danach gemacht. Er hat begonnen zu wandern.
Auf seiner nahezu endlos dauernden, rastlosen Wanderschaft hat er gelernt zu trennen, zu unterscheiden, zu urteilen; und er hat gelernt zu vergessen. Durch dieses Vergessen im Spiel der Aktivität ging dem Geist das Gefühl für das Feine der Seele verloren – er ist abgestumpft und müde. Er ist so abgestumpft und müde, dass er selbst die Seele vergessen hat, derer er dient. Somit hat er die Göttlichkeit vergessen, denn die Seele ist eine sehr reine, unverklärte Form des höchsten Aspektes der Göttlichkeit. Bisher nanntest du Dieses göttlich und Jenes nanntest nicht-göttlich, du sagtest dieses sei Gott, aber jenes sei nicht Gott. Ich aber sage dir: In allem, ausnahmslos allem, findet sich Göttlichkeit – ganz besonders in jenen Dingen, Menschen, Situationen und Ereignissen, in denen du dich weigerst, sie zu erkennen, denn alles, was ist, ist Göttlichkeit. Es gibt nichts anderes als Göttlichkeit. Die Wahrheit hinter allem ist Göttlichkeit, die Essenz von allem ist Göttlichkeit. Der Großteil aller Göttlichkeit aber liegt jenseits deines Verstandes – diesen Fakt gilt es zu akzeptieren.
Natürlich ist auch der Verstand göttlich, doch der Verstand ist ein sehr begrenztes Mittel, um die Göttlichkeit in ihrer allumfassenden Herrlichkeit zu erkennen. Es ist dem Verstand nämlich nicht möglich, das Wichtigste zu erfahren: Seligkeit. Das Sein findet seinen höchsten Ausdruck in der Seligkeit. Aber der Verstand kann Seligkeit nicht erfassen, er kann sie nicht wahrnehmen, denn der Verstand ist zu eingeengt, zu kalt, zu nüchtern. Seligkeit aber ist die wahre Natur, die Essenz der Göttlichkeit. In Wahrheit ist die ganze Welt Seligkeit. Auch du bist Seligkeit und nichts sonst.
Alles, was ist, ist Ausdruck dieser Seligkeit, ist ein Aspekt der Göttlichkeit oder auch Brahman, wie manche es nennen. Brahman ist absolute Seligkeit, ewige Seligkeit, die höchste Realität.

– Wie kannst du diese Seligkeit in deinem Leben verwirklichen?

Nun, dies ist die höchste Philosophie in der Welt. Alles ist Seligkeit, alles ist Göttlichkeit; das Königreich des Himmels ist allgegenwärtig. Du denkst vielleicht, dass Seligkeit als einziges nicht erfahren, alles andere aber sehr wohl erfahren werden kann. Schmerz wird erfahren, Leid wird erfahren, Unglück wird erfahren, auch Glück wird erfahren, aber das, was wir Seligkeit nennen, kann ebenfalls erfahren werden – Seligkeit bedeutet Glück höchster Ordnung, Glück von dauerhafter Natur, Glück von größter Intensität und dabei von dauerhafter Natur.
Du siehst, dass alles vergeht und alles sich wandelt, dass es nichts gibt, was dauerhaft ist – wie kann dann Glück dauerhaft sein?

Die Wissenschaft beweist, dass diese Philosophie, alles sei Seligkeit, nicht die leere Einbildung eines verwirrten Geistes ist. Seligkeit ist kein Ideal, Seligkeit ist keine Illusion – Seligkeit ist die einzige Wirklichkeit. Seligkeit ist das, was du und ich in Wahrheit sind.

Wir wissen heute, dass alles im Bereich der Materie aus Molekülen und Atomen besteht, und dass sich die Atome in Elektronen und Protonen aufteilen. Diese Elektronen und Protonen sind nichts als Energieentladungen. So ist alle Materie letztlich Energie; alle Formen sind nichts als formlose Energie. Die Essenz aller grobstofflichen Dinge, die höchste Realität aller Materie, ist Energie. Energie ist die letzte Wirklichkeit der Materie – das ist wissenschaftlicher Fakt, darüber lässt sich nicht streiten.
In der Energie verliert Materie ihre Form, geht in die Formlosigkeit über, wird Eins mit aller Energie. Wenn du Energie als Grundlage der Existenz erkennst, ist alles, was existiert, Energie und nichts anderes. Dies ist Teil der materiellen Wissenschaft, der Wissenschaft im Bereich der Materie. Nun hat die Materie ein Ende gefunden. Wir sind an die Grenzen der Wissenschaft über die Materie gestoßen. Doch das ist längst nicht alles, was die Existenz umfasst. Wie du weißt, besitzt du einen Körper, der materiell ist – nun sollte dir klar sein, dass die Realität des Körpers Energie ist.
Der Körper stellt den objektiven Aspekt deiner Existenz dar. Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt deiner Existenz – den subjektiven; Geist, Verstand, Ego und letztlich die Seele gehören dem subjektiven Aspekt deiner Existenz an. Der Bereich der materiellen Wissenschaft ist also nur objektiv. Er bietet aber noch keine vollständige Analyse von allem, was im Universum existiert.

Wenn du herausfinden könntest, woraus der Geist, der Verstand, das Ego und die Seele gemacht ist, indem du einen Weg fändest, zu feineren Phasen der Analyse vorzudringen, so kämest du letztlich zu dem Schluss: Brahman, jene Seligkeit, ist die höchste Wirklichkeit, woraus der Geist, der Verstand, das Ego und die Seele gemacht ist, und woraus im Weiteren, im Bereich der höchsten Manifestation, der Körper und das ganze, grenzenlose Universum gemacht ist – derselbe eine Stoff, dieselbe elektronische, protonische Energie, hat sich in die Form aller Formen transformiert, in die Form aller Elemente, aller Variationen und Kombinationen im ganzen Universum. Die eine formlose Energie drückt sich in verschiedenen Formen aus.

Wenn du in der Analyse des Universums weitergehst, erkennst du, dass die eine, selige Wirklichkeit den Geist, den Verstand, das Ego, die Seele, das ganze Universum durchdringt. Du stellst fest, dass es eine Wirklichkeit gibt, eine Wirklichkeit, die sich nie wandelt, dass diese höchste Wirklichkeit unwandelbar ist.
meditatorSämtliche Wandlungen, alle Aktivitäten, finden nur im Bereich der Relativität statt – im Bereich der relativen Ordnung. Die letzte Wirklichkeit, die höchste Wirklichkeit aller Relativität, ist absolut. Das Absolute wandelt sich nie. Die höchste Wirklichkeit kennt keine Wandlung; sie ist immer die gleiche. Ihre wesentliche Natur ist das reine, stille Sein, das Seligkeitsbewusstsein. Das ist die Wirklichkeit des Lebens, das ist die Wirklichkeit aller objektiven und subjektiven Aspekte des Lebens – Seligkeit.

Der subjektive und der objektive Aspekt deiner Persönlichkeit ändern sich ständig. So, wie der objektive Aspekt sich verändert, so verändert sich auch die Subjektivität. Der Körper ist niemals stetig – er verändert sich. Auch der subjektive Aspekt deiner Persönlichkeit ändert sich. Der Geist ist stets auf der Suche, der Geist ist immer in Veränderung begriffen. Auch der Verstand wandelt sich ständig. Genauso wandelt sich das Ego unentwegt. Die Seele aber liegt jenseits des subjektiven und des objektiven Aspektes deiner Persönlichkeit. Die Natur der Seele ist Seligkeit; sie ist Brahman; sie ist das, was Jesus „Königreich des Himmels“ nannte. Jesus sagte: „Der Vater und ich bin Eins!“
– Damit meinte er die Ebene der Einheit, die keine Dualität kennt, die alle Bereiche des Lebens transzendiert. Er meinte damit die Stille der letzten Wirklichkeit, das Absolute, den unveränderlichen Zustand des reinen Seins, das ewige Feld der Seligkeit.
Dein Geist aber hat die Seligkeit vergessen – sie liegt nicht mehr in seinem Erfahrungsbereich!

– Wenn Seligkeit universal ist, wenn sie allgegenwärtig ist, wenn Seligkeit innen und außen ist, wenn alles Seligkeit ist, warum ist sie dann aus deiner Erfahrung verschwunden?

Um diese Frage zu beantworten, ist es nötig, dass du die Funktionsweise deiner Wahrnehmung verstehen lernst: Das Instrument deiner Wahrnehmung ist der Geist. Der Geist bedient sich der Wahrnehmung über deine Sinne. Deine Sinne aber können ein Objekt nur dann wahrnehmen, solange es grob genug ist. Wenn ein Objekt ausreichend groß ist, können es deine Augen sehen; ist es sehr winzig, brauchst du ein Mikroskop, um es sehen zu können. Ist ein Ton laut genug, können ihn deine Ohren hören. Wenn er sehr subtil ist, sind deine Ohren nicht mehr fähig, ihn zu hören. Einen intensiven Duft kann deine Nase riechen – einen sehr feinen Duft kann sie nicht mehr riechen.

Wie du erkennen kannst, ist deine Wahrnehmung nur dazu ausgelegt, die groben Aspekte des objektiven Bereiches zu erfahren – die feinen Aspekte dieses Bereiches erfahren deine Sinne nicht. Dein Geist ist stets damit befasst, die Welt durch die Sinne zu erfahren, deshalb ist der Geist nur fähig, sich an den groben Aspekten der Natur zu erfreuen. Die subtilen Aspekte der Welt bleiben hinter den Formen und Erscheinungen verborgen, da das Instrumentarium der Wahrnehmung zu grob dafür ist. Die Sinne verfügen nicht über die Sensibilität, um das Feine zu erfahren – der herrlichste Zauber, die größte Schönheit bleibt dem Geist daher verborgen. Dein Leben ist also auf die Erfahrung der gröberen Herrlichkeiten der Welt begrenzt.

Die herrlichste Schönheit, die größte Macht liegt in der Feinheit der Welt. Wenn du den Ast eines Baumes brichst, entsteht Energie, etwas Wärmeenergie, aber nur eine minimale Menge – könntest du ein Atom des Astes spalten, würde der ganze Baum explodieren!
Macht liegt in der Feinheit der Welt, Schönheit liegt in der Feinheit der Welt, Herrlichkeit liegt in der Feinheit der Welt. Solange du nur den groben Bereich der Welt durch deine Sinne erfährst, begrenzt du deine Freude am Leben. Die Feinheit der Welt ist wesentlich faszinierender, zauberhafter, herrlicher, als der grobe Bereich. Um Seligkeit zu erfahren, musst du alle Bereiche der Herrlichkeit wahrnehmen können – den groben sowie den feinen Bereich. Du aber nimmst über deine Sinne nur den groben Bereich der Herrlichkeit wahr.

Meditation in Stille ist eine Methode, die den Geist dahin führt, die feineren Bereiche, die größere Herrlichkeit der Welt wahrzunehmen. Durch Meditation in Stille erfährt der Geist bei jedem Schritt eine größere Herrlichkeit; er erfährt tieferes Verständnis, höhere Klarheit, bis er die Herrlichkeit der Transzendenz erlebt, die ewige Seligkeit ist. Er kehrt zurück zu seinem Ursprungszustand, zum reinen Sein, zum absoluten Gewahrsein – zur Seligkeit.
Meditation in Stille bringt die Gedankenflut zur Ruhe. Die Menge an Gedanken nimmt mehr und mehr ab, die Gedanken werden klarer, kraftvoller; es entsteht Raum, wo zuvor dichtes Gedränge und Chaos war. Die Gedankenmenge nimmt aber nicht nur während der Meditation ab – sie verringert sich auch im Alltag, sie gelangt zu höherer Ordnung. Dadurch werden die Gedanken machtvoller, weil dem einzelnen Gedanken mehr Energie zur Verfügung steht. Die Leistungsfähigkeit und Kreativität steigt, Handlungen werden effizienter, latente Potenziale erwachen und gelangen zur Blüte. Wünsche reduzieren sich, weil mehr echte Zufriedenheit entsteht; verbleibende Wünsche wandeln sich in Absichten, die sich rascher und unkomplizierter verwirklichen. Die Intelligenz und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen sich, der Lebenswandel orientiert sich ganz automatisch zum Besseren, Gewaltpotenziale und Aggressionen lösen sich auf. Dauerhafter Frieden erfüllt das Individuum, da es sich täglich in den inneren Raum der Seligkeit zurückzieht. Seligkeit wird mehr und mehr zum Alltagszustand. Die einfache Technik der Meditation in Stille ist der Schlüssel zum Tor der Seligkeit; das transzendentale Bewusstsein tritt hervor.

Die Essenz aller grobstofflichen und feinstofflichen Dinge, die höchste Realität aller Materie und allen Geistes ist Seligkeit. Seligkeit ist die letzte Wirklichkeit des Geistes – das ist spiritueller Fakt. In der Seligkeit hört der Geist auf zu wandern, da es dem Geist nach Seligkeit dürstet. Befindet sich der Geist irgendwo in der Mitte zwischen dem groben und dem feinen Bereich der Herrlichkeit, wendet er sich dem feineren zu. Er wird unweigerlich von den größeren Herrlichkeiten des Lebens, von den feineren Bereichen der Welt angezogen, denn der Geist ist nach all den Ewigkeiten durstig nach Seligkeit. Im groben Bereich bekommt er stets nur einen Tautropfen dieser Seligkeit ab, deshalb bleibt er durstig, rastlos und unzufrieden. Im feinen Bereich der Herrlichkeit aber wird sein Durst überreichlich gestillt. Er muss sich nicht weiter mit nur winzigen Tautropfen zufrieden geben, nicht ständig von einem Tautropfenspender der Grobstofflichkeit zum nächsten eilen, um ein wenig von der Seligkeit zu kosten, dabei aber ständig nahe dem Verdursten bleiben, sondern kann in vollen Zügen aus der unerschöpflichen Quelle der Seligkeit trinken.

Seligkeit ist das, wonach sich der Geist einzig und ausnahmslos sehnt. In der Seligkeit ist der Geist bei sich selbst angekommen; in ihr verliert er seine Form, seine Unruhe. Was du im äußeren Bereich erfährst, ist unbedeutend; innen beginnst du, direkt deine Natur zu erfahren. Die Erfahrung deiner wahren Natur, die Erfahrung deines wahren Authentischen Selbst ist die Erfahrung der Seligkeit. Diese Erfahrung ist absolut. Diese Erfahrung ist das Gewahrsein der transzendentalen Wirklichkeit. Seligkeit aber findet der Geist nur im Feinstofflichen, denn das Feine, das Feinste ist die wahre Natur des Geistes. Dort hat er seinen Ursprung, dort ist seine Heimat – dorthin zieht es ihn seit Ewigkeiten; und nur dort findet er seine Ruhe.

Manche sagen, der Geist sei übel, er sei grundsätzlich unfähig, Konzentration zu halten, er sei nichts weiter, als ein kleiner, wilder Affe – ich aber sage, der Geist ist ein König. Er ist der König der Könige. Seine ganze rastlose Wanderschaft existiert bloß, weil er keinen Platz für sich hat, weil er vergessen hat, wo sein Thron ist.
Du siehst einen wandernden König, und weil er auf Wanderschaft ist, meinst du, dies sei die wahre Natur eines Königs, doch in Wahrheit ist die Natur dieses Königs sein Thron der Seligkeit. Fände er zurück auf diesen Thron der Seligkeit, seine ganze ruhelose Wanderschaft käme an ein glückliches Ende. Seligkeit ist der Thron für den König, für den Geist. In der Seligkeit findet der Geist Frieden, in der Seligkeit endet seine endlos anmutende Suche, das tonnenschwere Kreuz der Unzufriedenheit fällt von seinen Schultern ab, ungeahnte Leichtigkeit und absolute Freiheit bleibt als heiliges Resultat.

god01Alle, die kamen, alle, die jetzt hier sind, alle, die kommen werden, um dich an den Weg zur Seligkeit zu erinnern, sprachen und sprechen vom Inneren Königreich. Finde zunächst das Königreich im Inneren und alles andere wird dir hinzugetan.
Meditation in Stille ist das tägliche Eintauchen in den Ozean dieses Inneren Königreichs. Ohne dieses Eintauchen wird das Leben zum Kampf. Mit diesem Eintauchen aber wird das Leben zur reinen Seligkeit.
Die Technik dieser Meditationsform ist so simpel, sie ist so einfach in den Alltag des modernen Menschen zu integrieren, dass sie bei vielen Leuten Zweifel aufwirft, denn das Einfache kann in der begrenzten Wahrnehmung der meisten Menschen niemals solch großartige Wirkung zeigen – es muss stets kompliziert sein, es müssen stets große Opfer gebracht werden für die Seligkeit! Ich aber sage dir, dass Seligkeit dein wahrer, natürlicher Zustand ist – für deinen wahren Zustand, für die letzte Wirklichkeit deines Seins ist kein einziges Opfer nötig.

Seligkeit ist das, was ich bin; Seligkeit ist das, was du bist; Seligkeit ist das, was alles ist. Seligkeit steht dir zu – sie ist dein für immer, doch du hast sie im ewigen Spiel der Aktivität vergessen. Seligkeit ist der natürliche Zustand allen Seins. Auf ganz einfache Weise kannst du ihn durch das Mantra – deinem ganz persönlichen Seelenklang, den du durch das Erlernen der Meditation in Stille erhältst – wiedererlangen.
Du wirst weiterhin rastlos umherirren, dich wird weiterhin alles stören, dein Leben wird weiterhin ein ermüdender Kampf bleiben, die Gedankenflut in dir wird dich weiterhin an den Rande des Wahnsinns treiben, wenn du nicht in der Lage bist, mit dem inneren Raum der Gedankenstille und des Glücks in Verbindung zu treten, denn nichts in der äußeren Welt wird dir dauerhafte Befriedigung schenken, nichts wird dir wahre Stille bringen. Tief in deinem Inneren weißt du, dass es so ist – du weißt, dass ich dir die Wahrheit sage. Das Prinzip ist so ungeheuer einfach: Tauche zweimal täglich für zwanzig Minuten in die Stille der Seligkeit ein, gelange jenseits aller Gedanken, fülle den Geist mit dieser stillen Seligkeit, sei selig, komm mit dieser stillen Seligkeit heraus – dann ist das Leben Seligkeit.

Vergleiche selbst: Alle anderen Methoden fordern dich dazu auf, irgendetwas in deinem Leben zu verändern, irgendetwas wegzulassen, aufzugeben, zu opfern, dich einer bestimmten Philosophie unterzuordnen – ich aber sage dir: Du kannst so weiterleben, wie bisher. Du musst weder etwas weglassen noch etwas aufgeben noch etwas opfern. Du musst weder eine bestimmte Geisteshaltung pflegen, noch irgendwelche speziellen Regeln befolgen, ja, du musst nicht einmal eine bestimmte Körperhaltung während der Meditation einnehmen. Du kannst weiterhin dein Glaubenssystem beibehalten, deiner eigenen Philosophie (die meist nicht deine eigene ist, du hast sie dir vielmehr irgendwo abgeschaut und angeeignet) treu bleiben, deinem persönlichen Lebenswandel folgen, aber erlerne zunächst die simple Methode der Meditation in Stille und integriere sie konsequent zweimal täglich in deinen Alltag – alles andere folgt dann ganz automatisch.

Das tägliche Eintauchen in die Seligkeit führt dich automatisch auf den für dich besten Weg – es geschieht dann alles ganz von selbst, es geschieht von deinem wahren Authentischen Selbst aus, denn dieses tritt dann mehr und mehr hervor. Nach und nach lässt du dann ganz automatisch all das los, was deinem höchsten Wohle nicht mehr dienlich ist, ohne Anstrengung, ohne Opfer – ganz automatisch. Deshalb nenne ich Meditation in Stille auch gerne „den Großen Automatismus“.
Mit der Meditation in Stille nehme ich dir – im Gegensatz zu bestimmten Glaubenssystemen, Philosophien, Praktiken und Techniken – nichts weg, indem ich dir Dogmen oder Regeln auferlege, indem ich dich zum Verzicht auf irgendetwas auffordere, oder dich zur Änderung deiner Geisteshaltung oder Lebensweise gemahne – ganz im Gegenteil: Ich füge dir etwas hinzu! Ich füge dir neben Wachen, Träumen und Schlafen einen weiteren Bewusstseinszustand hinzu – den Zustand der Transzendenz, den Zustand deines wahren Seins, den Zustand der Seligkeit.

– Trachte zunächst nach dem Königreich im Inneren und alles andere wird dir hinzugetan. Dieses Innere Königreich ist deine wahre, deine einzige Heimat – Meditation in Stille ist der Schlüssel zu diesem Königreich. Du hast vergessen, wie sich Heimat anfühlt, du hast vergessen, was Seligkeit ist, du hast den Schlüssel zu deinem Königreich verloren – ich bin gekommen, um ihn dir zurückzugeben.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

Wenn du das alles auch in gelebter Praxis erfahren möchtest, dann klicke hier: ZUM SEMINAR
andersmensch-silent-sannyas04

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Angekommen


mask01Ich fand Heimat in deinen Augen, die Welt in deinem Gesicht.
Augen, die blieben, ein Gesicht, das mich liebte.
Und dann wischte ich nach langer Zeit den Spiegel wieder blank.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Da stehen wir nun


sadlove01Da stehen wir nun, entsetzt starrend auf die Scherben unserer Begegnung – eine jede Spiegel unseres Unvermögens.
Wir stehen da schaudernd vor der Asche, die wir hinterlassen haben – mehr haben wir nicht zustande gebracht?
Unsere Seelen sangen von Liebe – das hier aber hatten sie damit gewiss nicht gemeint.
Nun sammelst du meine Tränen und ich sammle die deinen. Beide wünschten wir wohl, es wären welche der Freude.
Du bist jene Frau, die nicht zu mir gehört, ich bin jener Mann, der nicht zu dir gehört – wie aber sollen wir von einander lassen, wenn das Schicksal gnadenlos bindet?
Wie verzweifelt ich wünschte, du wärst meine Erfüllung, wie verzweifelt du wünschtest, ich wäre die deine.
Da stehen wir nun starrend auf die Bruchstücke verlorener Zeit – jedes eine unheilbare Wunde.
Verstört stehen wir da, unserer Liebe beim Sterben zusehend, ihr bloß noch den Gnadenstoß erteilend – ist da doch weder ein Miteinander noch ein Ohneeinander.
Was ist von uns geblieben, wenn da nun weniger ist als nichts?
Jetzt stehen wir ernüchtert da und die Nacht senkt sich über unsere Leben.
Ungläubig stehen wir da – unfähig, Abschied zu nehmen.
Weinenden Kindern gleich sinken wir gebeutelt in die Knie, jeder verzweifelnd an das Herz des Anderen klammernd, beklagend den Trümmerhaufen, der von uns geblieben ist.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Wenn die Seele malt


beauty72Meine Seele malt die Linien deines Wesens
– wieder und wieder –
und mit jedem göttlichen Pinselstrich in Liebe
vergebe ich dir & mir eine Schattierung tiefer,
bis der schillernde Regenbogen
mit dem gesamten Spektrum seines Leuchtens
die Leinwand unserer Begegnung füllt,
Alle Farben des Lichts gebären zusammen: Weiß!
In Weiß ist alles rein und ungeboren.
So mache ich dich & mich neu.
So bin ich bereit,
so bin ich dir unbefleckt und frei,
so wie du mir unbefleckt und frei bist.
So bin ich mutig,
dir offenen Herzens völlig erwartungslos zu sein,
denn ich weiß,
ich werde dein Gesicht noch einmal sehen.
Liebe ist jene Farbe,
mit der ich dich am liebsten male.
Liebe ist jene Sprache,
die wir noch nicht miteinander gesprochen haben.
Liebe ist jener Pinselschwung,
der unsere Herzen verbindet.
Auf der Leinwand unserer Begegnung strahlt ein neues Bild
– gemalt von Herz zu Herz
in den Farben der Seele.
Gib mir Zeit.
Gib mir Distanz.
Und ich gebe dir alles.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


Gefällt, dir unser ANDERSmensch-Blog? Wenn du die Informationen und Energien wertschätzen möchtest, kannst du den Betrieb und Erhalt dieser Website hier mit einer freiwilligen Zuwendung unterstützen:

Keine Sorge! Wir finanzieren durch deine Zuwendung nicht unsere Ferraris oder Lamborghinis. Etwa 60 Prozent deiner Unterstützung kommt umgehend unserem gemeinnützigen Projekt FREE HELP & HEALING zugute.


Ins Herz fallen


flowers16Als ich durch die Dunkelheit ging,
als ich mich selbst aufgeben wollte,
als mein Körper in Schweiß gebadet lag,
als ich zitterte vor den Schatten,
als die Kälte nach meinem Herzen griff,
als die Angst mich zu lähmen suchte,
als ich den Tod rief,
da fand ich plötzlich mich selbst,
da sah ich mein eigenes Licht erstrahlen,
da flüsterte Gott in mein Ohr:
Du bist gekommen, um dich selbst zu lieben!
Heute weiß ich:
Der Weg zu mir selbst hat weder Anfang noch Ende,
sein einziges Ziel ist der gegenwärtige Augenblick,
jener Augenblick,
in dem ich den nächsten Schritt wähle.
Jeder Schritt dieses Weges darf einer der Liebe sein.
Es ist unendliche Liebe,
die mich losgelassen hat,
damit ich laufen kann,
um dem Ruf meiner Seele zu folgen.
Es ist meine unendliche Liebe,
die dich losgelassen hat,
damit du laufen kannst,
damit du fallen kannst,
in die Arme deines eigenen Herzens.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Reisen (für den Mondstern)


allee07Reisen macht mich neu,
lässt mich angekommen mit dem ersten Schritt.
Der Staub des Gestern wirbelt,
trübt die Sicht,
dabei habe ich nichts als ein Ticket,
den Hut, den Rucksack
und den Willen zum Neuanfang bei mir.

Reisen erlauben mir zu fallen,
erlauben mir das Gefühl in Liebe zu fallen.
Ich bin besser,
besser als ich es zuvor war,
habe vergessen,
wer ich einst gewesen bin – ich kann mich nicht erinnern.

Alles sauge ich auf – Sprache, Mentalität, Sitten.
Riefe mein Herz nicht so laut nach Heimat
– ich wäre der perfekte Reisende.
Doch es gibt immer ein Mädchen,
es gibt immer ein Bett,
einen Herd,
ein Haus,
ein Herz,
das ich nicht mehr verlassen möchte.

Ich vergesse,
wer ich zuvor war – ich kann mich nicht mehr erinnern,
werde immer besser sein,
als ich einst war.

Reisen erlauben mir zu fallen,
sicher zu fallen auf den Boden der Liebe.
Lass mich fallen,
erlaube mir zu reisen durch deine Augen,
in deine Seele,
denn es gibt keinen Ort,
an dem ich jetzt lieber wäre.

Du magst meine letzte Reise sein,
dich werde ich als die letzte Straße gehen,
du sollst der letzte Weg sein,
der mich vergessen macht,
wer ich glaubte zu sein,
um das falsche Wesen im Innersten zu erlösen.

Es gibt keinen Ort,
an dem ich jetzt lieber wäre,
als an deiner Seite.
Die Entdeckung deines Wesens,
dein Lächeln
– das ist die ultimative Straße,
hinter mir die Sonne und vor mir deine Seele.
– Mir dürstet nach jedem Schritt…

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce