Ich nannte dich Hanna


walking-alone01In der Lotusblüte meines Herzens,
dort wiege ich dich immer noch
wie einen Embryo
– warm, sicher, weich.

Und jedes Mal,
wenn ich ihn gebären möchte,
wickelt sich die Nabelschnur fester,
raubt deine Flucht der Liebe die Luft.

Unter der Muschelschale meines Geistes
trage ich dich heimlich im zarten Fleisch,
ähnlich einem giftigen Dorn
– hart, kalt, stechend.

Und jedes Mal,
wenn du ihn herausziehen möchtest,
packe ich deine Hand,
ramme ihn mir noch tiefer hinein.

Alles an dir ist Schönheit,
jedes mit dir war Lust – selbst der Schmerz.
Und da als Einziges geblieben,
gebe ich ihn nicht auf.

Durch traumlose Nächte,
in den schattenfreien Illusionen
meines Rufes bist du weiterhin jene Eine
– Königin unter Göttinnen.

Ich starre durch dunkles Glas
auf jene Stelle,
an der du gestanden,
fassungslos und ungläubig bleibe ich zurück
– du kehrst nicht um, ziehst lächelnd stumme Kreise.

Deine Augen erstrahlen in Klarheit,
so lange vermisst,
so bitter ersehnt,
so viele Leben von ihrer Sanftheit verfolgt,
doch dieser hier ließ dich ziehen,
wieder und wieder,
duldet gespaltene Zungen und falsches Zeugnis
wider unserer Tage
– so versuchst du dich zu retten.

Anbetung, sagtest du in langen Nächten,
doch du knietest bloß in Angst.

All mein Halten an dir
ist mein Loslassen
– wir können Hand in Hand nicht gehen,
denn die Wahrheit ist:
Ich liebe dich – da ist nichts mehr zu sagen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2013 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Sei existenziell


freedom-zsuzsa-tasi01Mein Wunsch ist es, dich frei, wild und natürlich zu wissen, mit dem Wind um die Wette laufend, barfuß im Regen tanzend, weinend vor Ergriffenheit über die Schönheit einer Kirschblüte, laut lachend, fröhlich ein Lied summend durch die Stadt spazierend, kichernd und nackt im lauen Wasser eines Sees badend, erwachend, meditierend, jedes Wesen liebend. Ich wünsche mir dich erlöst und befreit von der gesellschaftlichen Knechtung durch Dogmen und moralische Konditionierungen, losgelassen aus dem Lohnsklaventum, unabhängig, selbstbestimmt, vollkommen lebendig.
Ich möchte dich weder religiös noch spirituell – ich wünsche mir den existenziellen Menschen auf Erden. Sei existenziell – sei einfach nur du selbst. Mache das Dasein zu einem Fest deines Selbstausdrucks, zu einem Lobgesang an die gesamte Existenz, indem du alles abschüttelst, was du nicht bist; indem du einfach nur du selbst bist. Lebe deine eigene Erfahrung als die einzig für dich gültige Weisheit, sei dein eigener Meister, Erlöser, Guru. Geh täglich in die Stille deiner Seele – alles Wissen liegt darin. Verkörpere deine Träume, deine Liebe, entfalte deine wahre Schönheit als authentisches Wesen. Erblühe zur Herrlichkeit deiner Individualität. Sei existenziell – das ist der neue Mensch, der Andersmensch.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Wenn Traurigkeit dich besucht


sadness02Wenn die Traurigkeit an deine Türe klopft, dann schicke sie nicht fort – lass sie ein. Schenke ihr dein müdestes Lächeln, so sie an der Türe deines Lebens steht, und lass sie ein. Entkorkt eine Flasche Wein, hört in wehmütiger Eintracht dein liebstes Herzschmerz-Lied – wieder und wieder. Kuschelt euch mit dem Tränenpolster ins Sofa und dann weint gemeinsam so ungeheuerlich, als wäre jeder Moment eine 7-Tage-Regenperiode im kalten November.

Wenn die Traurigkeit an deine Türe klopft, dann weise sie nicht ab – lass sie ein. Mach das grelle Licht aus, entzünde eine sanfte Kerze. Nimm sie in den Arm und bitte sie zu deinem hoffnungslosesten Tanz. Schluchze deine salzigsten Tränen an ihrer Schulter, wende das schwere Herz komplett von innen nach außen, verbrauche zwei Packungen Papiertaschentücher, aber biete auch ihr mit Regelmäßigkeit eines davon an, denn sie weint für dich.

Wenn die Traurigkeit an deine Türe klopft, dann schicke sie nicht fort – lass sie ein. Sie ist eine Freundin aus dem Theaterstück deines Lebens, ein wichtiger Teil davon. Schicke die Traurigkeit nicht fort, weise sie nicht ab. Als die graue Zwillingsschwester der Fröhlichkeit wispert sie zwischen jeder warmen Tränenspur ganz zart ein Lied von jenen Tagen, an denen ihre bunte Schwester dich besuchen wird – sie verspricht dir diese Zeit sogar und lehrt dich loszulassen, so wie der Himmel die Wolken den Regen lehrt.

Wenn die Traurigkeit an deine Türe klopft, dann lass sie ein – küsse sie gleich einem wohlvertrauten Gast, dessen Wiederkehr nicht neu ist. Schicke die Traurigkeit nicht fort, weise sie nicht ab. Sie unterweist dich in Hingabe an Vergänglichkeit und Neubeginn, bringt dir den heiligen Rhythmus des Lebens bei, denn ihre farbenfrohe Schwester – die Fröhlichkeit – folgt stets drei Schritte im Verzug, so schwört sie. Und tief in dir weißt du, Traurigkeit kennt die Lüge nicht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Gewähre dem Schmerz Raum


beauty78Das Problem ist, dass du dem Schmerz keinen Raum gewährst. Du lebst in einer Gesellschaft, die krampfhaft darum bemüht ist, jeden Schmerz zu vermeiden. Mit allen Mitteln kämpfst du, um den Schmerz zu unterdrücken, zu verleugnen, ihm auszuweichen – deshalb taucht er an allen Ecken und Enden wieder auf.

Du kannst den Schmerz nicht umgehen, du kannst ihn nicht unterdrücken, du kannst ihn nicht abschaffen, aber du kannst ihn zulassen, du kannst ihn akzeptieren, denn Leben bedeutet, auch Schmerz zu erfahren – ein Leben ohne Schmerz gibt es nicht. Schmerz ist Teil des Daseins. Ein vollständiges Leben ist ein Leben, das auch den Schmerz annimmt, ihn integriert und akzeptiert. Schmerz ist ein Diener, ein Lehrer – durch ihn wirst du dir vieler Dinge gewahr, durch ihn gelangst du zu neuen Erkenntnissen. Er erweitert dein Bewusstsein.

Gewähre dem Schmerz Raum, lass ihn zu, koste ihn aus. So kann er sich entfalten wie eine Blüte. Jede gesunde Blüte, ganz gleich welcher Art, erblüht zunächst zu ihrer ganzen Pracht, doch ihre Zeit ist begrenzt, und so verwelkt sie schließlich wieder. Die herabfallenden Blütenblätter verwittern und werden zu frischem Humus – zum Dünger, zum Substrat für neues Leben. Auch dein Schmerz ist zeitlich begrenzt. Wenn du ihn akzeptierst und auslebst, bildet er den Boden, die Grundlage für eine höhere Form des Seins.

Solange du versuchst, dem Schmerz zu entkommen, solange du ihm den Raum verweigerst, wirst du an ihm leiden, denn er taucht wieder und immer wieder auf in noch größerer Intensität – gewährst du ihm jedoch Raum und nimmst ihn an, wirst du zwar Phasen des Schmerzes erfahren, aber keine Phasen des Leides. Leid ist nicht-akzeptierter Schmerz.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Du und dein Kampf


Wenn ich davon spreche, du sollst den Kampf aufgeben, dann meine ich damit nicht nur den Kampf gegen dich selbst – ich meine damit jegliche Art von Kampf. Ich meine damit jegliche Art von Konkurrenzverhalten.
Du aber wurdest dahingehend konditioniert, ständig um alles, für alles und gegen alles zu kämpfen. Mit allem und jedem stehst du in Konkurrenz – sogar mit dir selbst.

Man hat dich zur Konkurrenz, zum Kampf programmiert, indem man dir sagte, das würde dein Überleben sichern – niemals kann Kampf das Überleben von irgendetwas sichern! Jeder Kampf, jeder Krieg führt zwangsläufig zu Zerstörung und Zusammenbruch. Doch dir hat man den Kampf als überlebensnotwendig eingetrichtert. Dazu wurde die Natur missbraucht und ihr heiliges Spiel zitiert, um dir weismachen zu wollen, dass jede Pflanze, jedes Tier für sein Überleben kämpfen müsse – das aber ist nicht wahr.

Die Natur ist in absoluter Harmonie mit sich selbst; für alles und jedes ist ausreichend gesorgt in vollkommenem Frieden. Es gibt keinen Kampf in der Natur. Du verstehst bloß das Spiel und die Harmonie der Natur nicht. Deshalb glaubst du, im natürlichen Lauf der Dinge Kampf zu erkennen, weil du dich selbst aus der Natur herausstellst. Doch da ist überhaupt kein Kampf in der Natur. Und auch du selbst bist und bleibst in Wahrheit Teil dieser Natur. Abgesehen davon bist du weder eine Pflanze noch ein Tier – du bist in erster Linie Bewusstsein.
Bewusstsein muss nicht kämpfen. Bewusstsein muss sich bloß dessen bewusst sein, dass es bewusst ist. Du aber kämpfst unentwegt und bist dir dessen kaum bewusst.

Beobachte dich selbst dabei, wie du immer und überall kämpfst – sogar auf deinen modernen sozialen Internet-Plattformen, die eigentlich zur Verbindung in Harmonie dienen könnten, musst du konkurrieren, kämpfen und siegen wollen durch deine Meinung, deine persönliche Ansicht, um die du meist gar nicht gebeten wurdest. Du kannst nicht einfach deinen Nächsten sein lassen – Nein! Du musst ihn andauernd bekämpfen.

– Doch warum kämpfst du?

Man hat dir Lohn für das Kämpfen versprochen! Doch man hat dir falschen Lohn für diesen Kampf in Aussicht gestellt, und dieser lautet „Sieg“. Egal, was du tust, du musst dabei siegen. Selbst in deinen Liebesbeziehungen möchtest du den Sieg erringen. Sieg scheint für dich das Höchste zu sein. Sieg aber ist noch lange kein Gewinn. Sieg und Gewinn sind zwei völlig unterschiedliche Begriffe, zwei im Grunde unvereinbare Gegensätze, denn ein Sieg bedeutet niemals Gewinn. Sieg bedeutet bloß, den anderen vernichtet zu haben, triumphierend über ihm zu stehen, auf seine Überreste zu blicken, weil man ihn kaputt gemacht hat.
Gewinn aber ist es, wenn beide Seiten aus einer Sache etwas Positives ziehen können.
Der einzig wahre Gewinn in deinem persönlichen Leben ist der tiefe innere Frieden. Der einzig wahre Gewinn in deiner Welt ist der Weltfrieden, doch sogar um diesen möchtest du kämpfen. Ich aber sage dir: Wer für den Frieden kämpft, der hat ihn bereits verloren! Wer für den Frieden kämpft, der wird ihn niemals erlangen!

Der einzige Weg, um Frieden zu erlangen oder ihn zu schaffen, ist jeden Kampf aufzugeben – du kannst Frieden weder erkämpfen noch erzwingen; du kannst durch Kampf und Zwang vielleicht einen Waffenstillstand herbeiführen, aber das ist noch lange kein Frieden. Um Frieden zu erlangen, musst du kampflos werden, du musst selbst Frieden sein – dann ist Frieden automatisch da. Wenn du im Frieden bist, wenn du friedlich schwingst, dann erst ist Frieden.

Du aber unterliegst zu sehr deinen Konditionierungen, du steckst so sehr in deiner Ego-Verhaftung fest, dass du gegen alles und jeden kämpfst, und dabei glaubst, dieser Kampf wäre durch irgendetwas gerechtfertigt. Jeder vermeintliche Sieg über andere aber ist stets eine Niederlage vor dir selbst, denn du und der andere, ihr seid eins.

All dein Kampf hat dich genau dahin gebracht, wo du im Moment stehst, da, wo deine ganze Gesellschaft steht. Deine ganze Welt, die gesamte Menschheit hält sich gegenseitig in Schach, sie steht am Rande des Abgrundes – und das nennst du dann Gewinn, das nennst du Sieg? Ein Gewinn an was? Ein Sieg worüber?
Das ist weder Gewinn noch Sieg – das ist permanenter Verlust, das ist eine jahrtausendelang andauernde, jämmerliche Niederlage, mehr nicht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Des Königs Liebe


beauty106Kurz nur verließ ich das Zimmer Nummer 14, um ganz profan, aber doch einem Alltagshelden gleich, deine Zigaretten aus dem Wagen zu holen.

Ich kann keine Sekunde ohne dich sein, wisperte deine Stimme, als ich wiederkam und du, gewickelt in ein weißes Laken, wartend im Türrahmen standest, um mich sanft zurück ins Bett und erneut in unsere Umarmungen, in unseren Duft zu bugsieren.

Der Ausdruck meiner Liebe blieb dir ein Rätsel, doch ist es die einzige Art Liebe, von der ich spüre, dass sie wirklich ist.

Du kannst tun und lassen, was immer du willst, und so es deinen Untergang bedeuten, so es dein Unglück sein sollte, so du deine Reise fortsetzen müsstest, wenn es sein möchte, sogar mit einem Anderen zu leben, mich immer wieder aufsuchend, mich stets aufs Neue verlassend – nichts, aber rein gar nichts, ändert das Fließen meiner Hingabe an dich, mein vollkommenes Fallen in unsere kurze, einmalige und unvergessliche Begegnung.

Wohin du auch gehst, mit wem du auch lebst – meine Liebe, die dich zur Königin aller Königinnen macht, meine Liebe bleibt dir.
Sie ist die unsichtbare Krone, dein heimlicher Thron.
Und daran ist keine Bedingung geknüpft, denn meine Liebe braucht die deine nicht. Meine Liebe wächst allein an der Tatsache, dass es dich gibt, und daran, uns erfahren zu haben in jenen kostbaren Augenblicken im Zimmer Nummer 14, als der Juli-Himmel über dem Schloss aussah wie gemalt, um für das göttliche Kunstwerk eines verlängerten Wochenendes auf die Erde zu kommen.

Die Liebe allein ist Grund für meine Liebe zu dir – einen anderen kenne ich nicht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Spirituelle Monogamie


lovers53Bemühe dich nicht, monogam zu leben. Monogamie ist dir von Natur aus nicht gegeben. Das ist eine biologische Tatsache. Die Natur hat es so eingerichtet, dass du deine Gene so weit als möglich streuen sollst; auch dein Geist liebt mannigfaltige Freuden auf physischer Ebene. Das ist ein vollkommenes Prinzip. Du kannst und musst es nicht verbessern. Die Natur weiß es immer besser als es deine gesellschaftlichen Regeln, Zwänge und Dogmen jemals wissen könnten. Die Natur ist die weise Mutter, die dich alle Dinge lehren kann, wenn du dich ihr hingibst. Leider scheiterst du an der Hingabe.

Die Institution der Ehe hat dich in ein Gefängnis gesperrt, dir den Zwang auferlegt, sexuelle Lust nur mit einem einzigen Menschen zu erfahren, doch das ist ein Schuss, der immer nach hinten losgeht. Jeder Zwang führt letztlich dazu, dass du der Natur deines Wesens folgen musst, indem du aus dem Zwang ausbrichst, denn dein wahres Wesen ist ein absolut freies. Dein wahres Wesen lässt sich nicht zwingen – je größer der Zwang, desto stärker der Wunsch, dem Zwang zu entkommen; je starrer die Regeln, umso größer das Verlangen, sie zu brechen.

Die Institution der Ehe trägt große Verantwortung am Ehebruch. Sie ist wesentlicher Verursacher der Untreue, denn gäbe es den Zwang nicht, wäre das wunderschöne Versprechen der Treue zwischen zwei Menschen weit seltener gebrochen worden, als dies in deiner Geschichte bisher der Fall war. Aber nicht nur die Ehe selbst ist ein Zwang zur Treue, sondern auch deine neuen sogenannten „lockeren“ oder „freien“ Beziehungen, die in Wahrheit alles andere als locker und frei sind.
Einzig und allein auf den Trauschein und den Ring verzichtest du, doch das Modell dahinter ist im Grunde nichts weiter als eine billige Kopie der Ehe mit kleinen, unbedeutenden Änderungen.
Als Grundlage dieser modernen Form der Beziehungen dient immer noch das Besitzdenken. Ihr Schriftführer ist das Ego und dessen Angst, etwas zu verlieren. Deshalb verlangst du deinem Partner Treue ab und er verlangt sie dir ab. Dadurch haltet ihr euch gegenseitig an der Leine. Ihr raubt einander die Freiheit, eurer Natur zu folgen. Ihr macht euch zu gegenseitigen Gefangenen.
Doch selbst wenn du damit leben könntest und auch dein Partner es täte, dass ihr beide auch sexuelle Freuden mit anderen erlebt, so gäbe es da immer noch deinen Freundeskreis, dein soziales Umfeld und letztlich die Gesellschaft, die mit dem Finger auf euch zeigen würde, wodurch ihr neuerlich unter Druck geraten würdet. Man würde euch sehr subtil wieder in die Monogamie zwingen wollen. Das Resultat davon sind Eifersuchtsszenen, Leid und schmerzhafte Trennungen.

Du kannst und wirst Monogamie solange nicht leben können, bis du sie freiwillig für dich entdeckst. Eines Tages nämlich wird sie dir zum heiligen deiner Seele immanenten Wunsch werden. Irgendwann entdeckst du, dass es nicht die körperliche, die sexuelle Anziehung ist, aufgrund der du dich einem Menschen exklusiv schenken möchtest, sondern eine tiefe seelische. Das ist spirituelle Monogamie! Sie ist immer freiwillig und kommt aus deinem Herzen. Sie entstammt nicht deinem Ego, nicht deinem Verstand, schon gar nicht aber findet sie ihren Ursprung in den Regeln einer Institution. Sie wurzelt alleine in dem Herzenswunsch, sie als Geschenk geben zu dürfen.

Als man Jesus fragte, wo denn die Untreue beginne, da sagte er: „Schon wenn du nur an ein anderes Weib, an einen anderen Mann denkst, hast du die Ehe gebrochen!“

– Jesus hatte Recht. Alle Dinge beginnen im Geiste. Dein Schwärmen für deine Stars und Models oder auch für Menschen aus deinem Umfeld ist bereits Untreue, sofern du dich in einer Beziehung befindest. Es spielt keine Rolle, ob du auf materieller Ebene verzichtest, denn im Geiste bist du bereits untreu geworden. Der Verzicht auf der materiellen Ebene ist Heuchelei – dir gegenüber und auch deinem Partner gegenüber. In dir schlummert die Sehnsucht nach anderen Körpern, nach anderen Menschen und damit ist diese Sehnsucht existent. Nur weil du es nicht in die Tat umsetzt, nur weil du dieser Sehnsucht nicht nachgibst, hast du ihre Existenz damit noch lange nicht beendet – das heimliche Verlangen nach sexuellen Erfahrungen mit anderen bleibt in deinem Inneren aufrecht. Lass das Heucheln und die Selbstverleugnung sein!
Solange du innerlich bereit wärst, eine andere Person als deinen Partner sexuell anzunehmen, hast du bereits die Ehe gebrochen, dann bist du noch nicht bereit für spirituelle Monogamie.
Deshalb musst du nicht verzweifeln, denn es ist natürlich. Es entspricht deiner Natur als Mensch. Am besten du akzeptierst das, denn so schaffst du überhaupt erst die Möglichkeit, echte Monogamie zu leben. Solange du es in dir verleugnest, wird es dich immer wieder heimsuchen und in die Betten anderer treiben.

Wenn du aber den Punkt in deiner Entwicklung erreicht hast, an dem du ganz von selbst, aus dir heraus, das tiefe Bedürfnis verspürst, ausschließlich und alleine mit diesem einen Menschen Hochzeit zu feiern und nur noch diesem einen Menschen deine sexuelle Treue zu schenken, dann bist du wirklich bereit zur Monogamie. Erst dann wird sie nicht zur Qual. Erst dann ist Treue ohne Leid, ohne das Gefühl von Verzicht, der sich letztlich als Mangel äußert, möglich. Erst dann hast du die Evolutionsstufe vom Menschen zum höheren Menschen genommen.

Sobald du diesen Punkt erreicht hast, wird dir eine zweite Seele geschenkt sein, die vollkommen mit der Schwingung der deinen harmoniert. Eure Verbindung wird dann eine Ehe sein, die keinen Segen durch die Welt mehr braucht. Diese Verbindung wird auf sehr hoher seelischer Ebene stattfinden, und von diesem Punkt an wirst du kein Bedürfnis mehr nach anderen Partnern empfinden. Es wird dir gar nicht mehr möglich sein, echte, wahre und tiefe Freude an der sexuellen Lust mit jemand anderem zu erfahren. Wenn du es versuchst, wird es dir wie eine ungewürzte Speise erscheinen. Es wird dumpfe Leere und schalen Nachgeschmack in dir hinterlassen.

Eine Ehe, eine Beziehung dieser Art gründet sich nicht mehr auf Besitzdenken, dessen Ursprung die Angst ist, sondern einzig und allein auf Liebe. Die Grundlage ist nicht mehr die körperliche Anziehung, sondern die seelisch-karmische Verbindung zwischen dir und dem Partner. Dies ist die einzig wahre und echte Form der Ehe, denn sie beruht auf absoluter Freiheit und Freiwilligkeit. Liebe ist ihr einziger Grund und ihr einziges Ziel. Monogamie ist dann keine Frage mehr, sondern die Antwort.

Dies soll kein Freibrief zum hemmungslosen Besuch sämtlicher Betten sein, sondern eine Erklärung dafür, dass Monogamie ein Geschenk und kein Zwang ist. Bevor du Monogamie nicht als tiefes inneres Bedürfnis verspürst, bevor du sie nicht aus deinem Herzen heraus schenken möchtest, streiche sie aus deinem Kopf. Monogamie ist Herzenssache. Monogamie ist ein Geschenk, niemals ein Muss.

(Dieser Artikel ist auch zu finden im Bewusstseinsmagazin „Sein“, Ausgabe Nr. 205, 9/2012, Seite 22 und 23, sowie auf www.sein.de)

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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