Minus-Frau


Weiter und weiter trägt Zeit die Berge hinfort,
die ich für uns bewegte.
Was bleibt sind leere Täler.
Und du weißt,
ich habe Berge bewegt,
habe unter deinem Fenster geschlafen
und ging den Flur zum Ende entlang,
begleitet von Silberschatten.
Nicht den Tod habe ich gefürchtet,
der kam mir nur recht,
als unser Abschied an die Türe klopfte.
Nicht den Tod,
dich habe ich gefürchtet,
da du eine Minus-Frau bist.
Und du weißt,
ich wäre für uns gestorben,
weil du eine Minus-Frau bist,
nichts schaffend,
nichts gebend.
Meisterin im Nehmen,
Göttin der Zerstörung,
Kriegerin des Feuers.
Blasser und blasser wird dein Bild,
löst sich auf in den Meeren,
die ich für uns durchschwamm.
Und du weißt,
ich war an deinen Küsten gestrandet,
wo nichts wächst,
wo sich die Gezeiten meine Seele einverleibten,
wo ich Lügen kaute und Hoffnung trank.
Weil du eine Minus-Frau bist.
Und trotzdem atme ich dich in meinen Träumen,
begleitet von Silberschatten.
Da blicke ich in fremde Spiegel und erkenne,
was noch übrig ist von mir,
fühle Körper in meinen Armen ruhen,
aber bleibe unberührt,
weil nichts mehr mein Herz anrührt.
Und du weißt, ich habe dich berührt,
bis ins Mark erschüttert mit meiner Liebe,
die nicht sterben will.
Weil du eine Minus-Frau bist.
Und da gehe ich nun
die Straße dieses Daseins ohne dich,
begleitet vom Skelett unerlösten Lebens.
Und die Reflexionen meiner Gestalt,
dies entfremdete Wesen,
in den Schaufenstern ängstigt mich,
begleitet von Silberschatten
jämmerlich im Dämmerlicht.
Dann ist das also alles, was ich noch bin,
seit sich dein Name in meiner DNA dreht.
Manche sagen,
es war nur Rock ‚N Roll,
manche sagen,
es lag nicht an uns,
es lag an der Stadt.
Und trotzdem atme ich dich in meinen Träumen,
begleitet von deiner Subtraktion,
weil du eine Minus-Frau bist.
Und trotzdem atme ich dich,
trotzdem atme ich dich in meinen Träumen.
Atemlosigkeit bist du in den Tagen,
Sauerstoff in diesen Träumen,
in diesen Träumen und auf allen Ebenen.
Weil du meine Minus-Frau bist.
In meinen Träumen.
Auf allen Ebenen.
Minus.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Rubin


Hände, Haut und Atem,
ihr Schweiß und der meine,
für immer ineinander fließend
als Nächte ohne Ende,
als Tage ohne Zahl,
als ein Herz und zwei Hälften,
und durchs Küchenfenster,
lächelnd,
ein Gesicht,
dessen Namen ich nicht kennen muss,
weil ich es erinnere,
bis in alle Zeit.
Was uns trennt, ist nicht der Weg,
was uns trennt, ist die Liebe.
Wenn die Liebe zwischen zwei Seelen,
wenn das Feuer zu wild verlangt,
dann schützt die Liebe diese Seelen,
damit sie nicht ineinander verdampfen.
Die Nadel fährt ins Fleisch,
ein Schmerz,
um den anderen zu lindern.
Und in dem Rubin eines Blutstropfen,
darin fühle ich ihr Herz schlagen,
sehe sie tanzen wie das Licht einer Kerze,
und weiß: Sie lebt in mir.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Tochter Liliths


Die bösen Mädchen sind es,
nicht die braven,
deren Beute ich bin.
Sie hinterlassen keine Bitterkeit,
sie schenken Schmerz,
echten, aufrichtigen Schmerz,
süß wie deine Erbeerlippen.
Komm, brich mein Herz!
Es kann noch einen Riss gebrauchen.
Dein Wahnsinn fasziniert mich,
legt mir deinen Namen auf die Zunge.
Darum Schnüre deine Stiefel fester,
nimm noch einen Hauch
vom Spiegel deiner Eitelkeit,
ziehe ihn durch deine Seele,
und küss mich heiß,
bevor du morgen gehst.
Heute Nacht aber spiele mit dem Mond,
und leg zuerst die Unsicherheiten ab,
dann erst deine Kleider.
Werde unvergesslich nackt,
denn ausgezogen bist du schön,
ungezogen aber bist du schöner.
Mach sie zum Gast dieser Nacht,
die Flammen deiner Gier,
die Gier nach mehr von mir.
Atme aus die schmutzigen Worte,
wirf sie kostbar in den Raum,
als wilde Poesie,
wie Ornamente für den Sturm.
Sei mir Liliths Tochter,
die ich nicht vergessen will,
gleite heimlich in mein Schicksal,
während ich einen Tropfen Lust
vom Latex deiner Schenkel lecke.
In seinem Glitzern schenkt uns der Tod
ein Lächeln.
Und der Engel unserer Liebe
opfert die Dauer einer Kerze.

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Geschenke der Liebe


Es gibt diese Begegnung zwischen zwei Seelen, nach der die Welt nie wieder so schmeckt wie zuvor. Nichts kann danach so sein, wie es einst war. Und oftmals schlagen sich diese Seelen dabei Wunden, die ein Leben lang brauchen, um zu heilen. Manchmal erkennt man erst sehr spät, dass die Wunde ein Geschenk der Liebe war, das sagen sollte: „Wir werden immer aneinander denken müssen. Bitte, vergiss mich nicht!“.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Glitterblues in a-Moll


Kommen und Gehen,
Fallen und Stehen,
Abschied, Wiedersehen,
Beten und Flehen,
die Blinden nicht,
die anderen aber sehen,
nicht alles, was glitzert, ist Gold.
Gib acht auf dein Herz.

Straßen der Liebe,
Straßen der Lüge,
Abstürze, Nachtflüge,
Tickets und Züge,
die Blinden nicht,
die anderen aber sehen,
nicht alles, was glitzert, ist Gold.
Gib acht auf dein Herz.

Schlüssel und Türen,
Denken und Spüren,
Abgründe, Allüren,
Brechen und Berühren,
die Blinden nicht,
die anderen aber sehen,
nicht alles, was glitzert, ist Gold.
Gib acht auf dein Herz.

Nimm den Glitter mit,
wenn du gehst.
Nimm den Glitter mit,
wenn du bei ihm schläfst.
Flüster die Lügen leise,
wenn du seinen Ring trägst.
Ich lass dich gehen,
lass dich stehen.
Ich züchte lieber Steine
und jede Träne,
die ich weine, ist Gold.
Ich lass dich stehen,
lass dich gehen,
denn nicht alles, was glitzert,
ist Gold,
nicht alles ist Gold.
Gib acht auf dein Herz.
Gib acht auf dein Herz.

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Vanilla Sky


Frage mir süße Löcher in den Bauch,
hör nicht damit auf,
gestehe mir,
du vermisst mich,
und wundere dich,
denn ich vermiss dich auch.
Laufe mit mir barfuß durch die Nacht,
im Sommer,
wenn warmer Regen fällt,
triff mich da,
wo der Vanillehimmel uns findet.
Oder liege am See und denke zuviel,
damit ich da sein kann,
um dein Denken in einem Papierschiffchen
in die Wellen hinaus zu lenken,
indem ich dir ein Stück Vanillehimmel schenke.
Pass auf mich auf im Wald,
wenn die Zeit rinnt und ich fürchte,
allein aus diesem Traum zu erwachen,
der mit dem Vanillehimmel beginnt.
Ich kenne dich noch nicht,
doch du kennst mich.
Und die Neugier in mir sucht dich,
wenn sie dich zärtlich „Nini“ nennt,
und das klingt für zwei Jungfrauen,
kaum unschuldig doch zerbrechlich,
wie die Sonne eines Tages,
der unter dem Vanillehimmel schwebt.
Schenk uns kein Immer,
versprich uns kein Nie,
belasse es als eine Begegnung,
die sich so erfüllt,
als ob der Vanillehimmel deine Hand
ganz von selbst in die meine spielt.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Töricht Herz


Wohin mein Herz mich ruft,
dahin gehe ich.
Meinem Herz allein folge ich,
denn wo das Herz sein will,
da soll Heimat,
da mag Frieden,
da darf Ruhe,
da wird Liebe sein.
Und so bin ich ihm gefolgt,
diesem Herz,
ohne Angst mit sehr viel Mut,
und fand doch wieder einen Bruch,
einen Schnitt,
einen Abschied,
den Ruin von allem,
was ich aufgebaut,
was ich mir erträumt hatte.
Ein anderes Herz fand ich,
das meinem Herz die Freude nahm,
es umherwirbelte und fallen ließ.
Du bist ein töricht Herz,
ein solch töricht Herz.
Und doch weiß ich nicht,
wem sonst sollt ich folgen,
wenn nicht meinem töricht Herz.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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