Du und deine Guru-Schizophrenie


Es geht die gängige Meinung um, Gurus wären gefährlich, sie wären Verführer, Heuchler und Manipulatoren, doch die wahren Heuchler sind nicht die Gurus, sondern ihre Jünger. Der Großteil der Menschen ist mittlerweile so sehr geistig erblindet, so intensiv manipuliert, dass den meisten gar nicht klar ist, was ein Guru überhaupt ist, deshalb will ich es dir erklären.

Das Wort „Guru“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet zu Deutsch „schwer, gewichtig“ aber auch „Lehrer“ oder „Verleiher des Wissens“. Es ist dies der Titel für einen spirituellen Lehrer nichts weiter als das ist ein Guru.

Du aber erkennst deine Gurus heutzutage gar nicht, weil sie nicht mehr mit Turban und im Kaftan gekleidet auftreten, obwohl du eine Menge Gurus hast. Wenn du mir nicht glaubst, dann sieh mal in dein spirituelles oder esoterisches Bücherregal und denke an all die Seminare, die du bereits besucht hast oder noch gerne besuchen möchtest. Sieh sie dir an, deine Bestsellerautoren, Mentaltrainer, Coaches und New Age-Priester!
Ja, all das sind deine geistigen Lehrer, deine modernen Gurus.

Dir ist wohl auch nicht klar, dass Jesus von Nazareth einst ein Guru war und einer Sekte von 12 Jüngern liebevoll das Christentum lehrte. So hat das damals nämlich begonnen mit dieser Weltreligion. Und nur weil Jesus behauptete, der Sohn Gottes zu sein, bedeutet das nicht, dass er ein Heuchler war, denn er hat auch dir gesagt, dass du die Tochter Gottes, der Sohn Gottes bist. In seiner Lehre findet sich aber nirgends der Aufruf zur Tötung Andersgläubiger das haben dann später seine zahlreichen Anhänger in den Kreuzzügen getan. War also Jesus der Guru ein Verführer, ein Blender, oder waren es seine späteren Anhänger?

Was du auch nicht zu wissen scheinst, ist, dass Gurus sich nicht selbst zum Guru machen, sondern dazu gemacht werden, und zwar von dir. Mit jedem spirituellen Buch, das du gekauft hast, mit jedem Vortrag, dem du beiwohnst, mit jedem Seminar, das du besuchst, machst du den Autor oder den Vortragenden gegen seinen Wunsch zum Guru. Du bist von seinen Lehren begeistert und imitierst sie fleißig, was dir oft mehr schlecht als recht gelingt. Irgendwann bist du deshalb frustriert, weil den Teil, in dem dich der Lehrer dazu aufgerufen hat, deinen eigenen Weg zu gehen, die Verantwortung für deine spirituelle Entwicklung selbst zu übernehmen, wolltest du einfach nicht hören, da es der unangenehmste Teil der Lehre war. Es ist nicht Schuld des Gurus oder Lehrers, wenn du seinem Weg nicht folgen kannst. Doch du drehst gerne den Spieß um, wähnst dich lieber als Opfer, als armer Verführter, und misst durch die Tränen deines Selbstmitleids bereits die Balken fürs nächste Kreuz, während dein Nachbar die Nägel dazu schärft. Aber wisse: Opferhaltung ist nichts weiter als Feigheit.

Zuerst suchst du den Guru, dann folgst du ihm, verehrst ihn sogar, aber bei der kleinsten seiner menschlichen Regungen, oder bei deinem eigenen Scheitern an seinen Lehren, bist du bereit, ihn vom Sockel zu stoßen, auf den du selbst ihn gestellt hast. Notfalls würdest du ihn sogar vor Gericht stellen oder töten lassen. Deine Politiker jedoch, die dich offensichtlich belügen, manipulieren und verführen, die bezahlst du hoch, wählst sie Jahr für Jahr wieder und lässt sie ungestraft davonkommen, aber deine geistigen Lehrer, die verurteilst du aufs Schärfste beim kleinsten Anzeichen ihrer Menschlichkeit oder beim ersten Aufkommen deiner Unzufriedenheit an ihrer Lehre.
Das ist Wahnsinn, oder? Das ist Schizophrenie!

Du kannst sicher sein, dass kein spiritueller Lehrer jemals die Absicht hegt, dir zu schaden. Und selbst wenn es vereinzelt welche gab oder gibt, die verführt haben oder verführen, so bist doch du zu ihnen gegangen, um dich verführen zu lassen. Der Verführer trägt an der Verführung weit weniger Verantwortung als der Verführte selbst, so es sich beim Verführten um einen erwachsenen Menschen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte handelt.
Du aber behauptest doch, erwachsen und voll zurechnungsfähig zu sein!

Der Lehrer dient dir hingebungsvoll und geduldig, doch zum Dank für seinen Dienst kreuzigst du ihn. Das tust du schon seit tausenden von Jahren. Vielleicht kreuzigst du heute nicht mehr am Ölberg, aber du tust es mittels der Medien und Gerichte, die du beauftragst, die Schatten des Gurus, des Lehrers, auszuspionieren, um sie ihm als tödliches Kreuz anzulasten. Damit hoffst du vielleicht, dich von deinen eigenen Schatten befreien zu können, aber das wird dir auf diese Weise nicht gelingen.

Jeden, den du um Rat und Unterweisung bittest, machst du so zum Guru, zu deinem Lehrer, doch bedenke: Gurus machen keine Hausbesuche!
Und dir ist hoffentlich klar, was ich dir mit dem letzten Satz sagen möchte.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Erinnerung ans Loslassen


Loslassen bedeutet nicht Verlassen, es bedeutet nicht Aufgeben, es bedeutet nicht lethargisch dem Phlegma frönen, es bedeutet nicht Verlust.

Los-lassen bedeutet aktives Zu-lassen, Geschehen-lassen, aber der Absicht treu bleiben, Frei-geben, Hin-gabe.
Loslassen ist eine wunderschöne Form des Gebens, des sich Fallenlassens in die göttliche Ordnung.

Ich kann dich erst dann lieben, wenn ich dich vollkommen losgelassen, dich vollkommen freigelassen, dich vollkommen deinem ganz individuellen Sosein, deinem heiligen Lebensweg überlassen habe, und dir ohne jede Erwartung gegenübertrete.

Ich kann dich nicht lieben, solange du mein Gefangener, mein Besitztum, meine Projektionsfläche für meine Sehnsüchte bist. Ich kann dich nur in absoluter Freiheit lieben; und auch du kannst mich nur dann lieben, wenn auch ich absolut frei dazu bin, meine Liebe, meine Zeit, mein Leben mit dir zu teilen, ohne Verpflichtung, ohne Zwang, ohne die goldenen Gitterstäbe eines Käfigs, in den wir einander sperren.

– Was freiwillig zu dir kommt, was freiwillig bleiben darf und möchte, das muss niemals gehalten, gebunden oder eingesperrt werden – das ist endlich zu begreifen!

Wünsche können sich erst dann erfüllen, wenn ich sie nicht mehr festhalte, wenn ich sie nicht der Erfüllung vorziehe. Das eine ist der Wunsch – das andere seine Erfüllung. Solange ich den Wunsch festhalte, entsteht da kein Raum für seine Erfüllung. Wenn du den Wunsch mit deinen Händen umklammerst, mit deinem Herz einschließt – was willst du dann noch entgegennehmen? Deine Hände sind verkrampft und mit dem Wunsch gefüllt – dein Herz ist verschlossen, um den Wunsch einzusperren. Du musst deine Hände leer haben, um zu empfangen. Dein Herz muss offen sein, wenn sich die Freude der Erfüllung darin einfinden soll. Begreife diesen simplen Fakt, setzte ihn in deiner Lebenspraxis um, und du wirst deine Wunder erleben.

Lass los, was du zu lieben wünscht – es wird bleiben, wenn es dich auch liebt! Kein Gefangener liebt den Zellenwärter. Kein Vogel im Käfig ist wirklich glücklich. Lass frei, lass los, lass geschehen und gib dich hin in Liebe und Vertrauen – das ist der Weg des göttlichen Königs, der göttlichen Königin.

Loslassen kann niemals zum Verlust führen – Loslassen ist der Schlüssel zum Königreich der Liebe und das Tor dazu trägt die Aufschrift „Hingabe“.

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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