Angst und Kontrollzwang


Du bist geschützt innerhalb des Plots deines Lebens. Die Grundzüge deiner Lebensgeschichte stehen längst fest. Du hast sie als die Seele, die du bist, bereits entschieden, bevor du als kleines Ich in die Welt kamst. Daher kannst du ohnehin nicht verhindern, was geschehen soll und muss. Ebenso wenig kannst du erzwingen, was sich nicht ereignen soll. Daher lass Kontrollthemen endlich los. Gib den Wunsch nach Kontrolle endlich auf, denn er ist ein Zeichen deines Mangels an Selbstvertrauen, deiner Unsicherheiten; er ist ein Ausdruck tiefsitzender Ängste. Dein Selbst, das, was du wirklich bist, hat bereits entschieden, lange bevor du dich vor die Wahl gestellt siehst. Und Selbst-Vertrauen bedeutet, dass du diesem Selbst vertraust als das kleine, verwirrte Ich, als das du dich erfährst. Seinem Selbst zu vertrauen ist leicht, wenn man akzeptiert, dass es existiert und mit weitaus größerer Weisheit ausgestattet ist als das kleine, begrenzte ich.

– Wusstest du eigentlich, dass sämtliche deiner Ängste, auch wenn du sie auf die Gegenwart projizierst, ihren Ursprung ausnahmslos in deiner Vergangenheit haben?
Du hast irgendwann Dinge gehört, gelesen, gesehen oder selbst erlebt und daraus bastelt sich dein Verstand neue Geschichten einer möglichen, meist angstbehafteten Zukunft, die aber so gut wie nie eintritt. Dein Verstand kann die Zukunft nicht sehen, daher konstruiert er sich aus vergangenen Erfahrungen die Eventualität einer übermäßig schrecklichen oder übertrieben rosigen Zukunft. Selten aber tritt diese Zukunft in deiner Gegenwart in Erscheinung. Wenn du auf dein Leben zurückblickst, wirst du erkennen, dass eigentlich so gut wie nie das geschehen ist, wovor du dich zuvor so sehr gefürchtet hast. Es kommt meist anders als du denkst. Wenn du klar und ehrlich auf dein Leben blickst, musst du dir eingestehen, dass nicht einmal ein Drittel deiner Ängste real geworden ist.
Daher gib den Zwang auf, alles kontrollieren zu wollen – du musst nicht der Diktator deines Lebens sein.
Lerne zuzulassen. Gestatte dir zu fallen ins Leben, in die Liebe, in den Schmerz, so es einen geben muss. Es wird ohnehin geschehen, was im großen Plan bestimmt ist. Du kannst es weder verhindern noch erzwingen, aber du kannst dir durch deinen Mangel an Selbstvertrauen, durch dein übergroßes Maß an Unsicherheit sowie durch deine irrationalen Ängste die Suppe deines Lebens kräftig versalzen, indem du dir selbst hinein spuckst, weil du zulässt, dass deine Furcht davor, was sein könnte, das versaut, was jetzt ist.

Lass geschehen und vertraue! Das bedeutet nicht, dass du phlegmatisch herumsitzen und nichts tun sollst – das bedeutet bloß, dass du endlich den Mut entwickeln sollst, dich vom Leben tragen zu lassen als wäre es ein mächtiges Pferd, dessen Zügel du getrost loslassen kannst, weil es den Weg heimwärts besser kennt als du.
Baue dein Boot, lasse es zu Wasser und dann lasse dich vom Lauf des Flusses treiben. Hilf in den Stromschnellen mit, nicht gegen die Ufer zu prallen, aber verfalle nicht in den Wahnsinn, du könntest den Fluss und seinen Lauf ändern, denn du wirst diesen aussichtslosen Kampf mit Sicherheit verlieren und dabei deine Kräfte sinnlos aufzehren.
Akzeptiere tief in dir drinnen: Du bist geschützt. Und vertraue dir selbst.
Wenn du lieben willst, dann liebe ohne Angst. Wenn du leben willst, dann lebe furchtlos. Wenn du ankommen willst, dann gehe endlich los. Wenn du Wunder erfahren willst, dann lass deine Gefühle kraftvoller erstrahlen als deine Gedanken, denn Gedanken sind begrenzt. Empfindungen aber sind grenzenlos. Anerkenne den Fakt, dass das Leben keinerlei Kontrolle braucht, weil es klüger als dein kleines, verwirrtes Ich ist. Lass dich fallen und stelle fest, du wirst getragen. Und dann freue dich über das Wunder der tiefen, inneren Heilung, wenn du erleichtert feststellst, das 90% deiner Ängste gar keine Grundlage hatten.

Übe die Aufgabe der Kontrolle und das Loslassen der Ängste in kleinen Dingen. Stelle dir selbst immer wieder folgende Fragen:

  • Wie will ich wissen, ob mir etwas schmeckt, wenn ich es nicht mal koste, und wie will ich wissen, ob es heute nicht köstlicher schmeckt als gestern, bloß weil ich es schon so oft gegessen habe und es daher gar nicht erst probiere?
  • Wie will ich wissen, ob es zwischen mir und einem Menschen heute vielleicht besser läuft als vor ein paar Wochen, wenn ich uns nicht einmal die Chance auf eine Begegnung einräume?
  • Wie will ich wissen, wie eine Sache für mich verläuft, wenn ich sie vor lauter Vorbehalten nicht in Angriff nehme?
  • Wie will ich wissen, ob mich das Eis trägt, wenn ich es nicht betrete?
  • Wie will ich total lebendig sein, wenn meine Unsicherheiten, meine Befürchtungen und Ängste mich ständig dazu zwingen, halbtot vor Schrecken nach Kontrolle über jeden Scheiß zu streben?
  • Wie will ich die Fülle der Liebe erfahren, wenn ich ständig eifersüchtig und voller Verlustangst bin?

Wenn du dich wieder und wieder selbst dazu überredest, mutig, neugierig und aufgeschlossen zu sein, wirst du nach und nach deine Ängste abbauen und ein völlig neues Lebensgefühl erfahren.
Lass daher öfter einfach mal geschehen was geschieht, beobachte es und erkenne, wie es eine Eigendynamik besitzt, die dein Zutun gar nicht braucht, denn es liegt allem ein Plan zugrunde, den ein weiserer Teil deiner selbst entworfen hat. Vertraue auf diesen Plan. Du bist geschützt. Und innerhalb dieses Schutzes lerne das Leben zu genießen und in vollen Zügen zu kosten. Kein Leben schmeckt lecker und kein Leben ist genussvoll, wenn es ständig von Unsicherheit, Angst und dem zwanghaften Wunsch nach Kontrolle vergiftet ist. Das Leben braucht keine Kontrolle, um zu funktionieren. Es muss nicht kontrolliert werden, um ein geiles Leben zu sein – es benötigt bloß dein Vertrauen und deine mutige Bereitschaft ohne Kontrollzwang zu leben!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Der Krieger und der Weise


Der wesentlichste Unterschied zwischen dem Krieger und dem Weisen ist jener, dass der Weise erkannt hat, dass er bereits besiegt wurde – vom Leben, von der Liebe, vom Schicksal und in weitester Folge vom Tod. Daher ist er bereit zu akzeptieren. Er lebt jenseits des Kampfes, jenseits des Wunsches nach Kontrolle. Er weilt in der Akzeptanz dessen, was ihn umgibt. Und diese Akzeptanz macht ihn unendlich machtvoll und still. Er handelt nur noch dann, wenn es wirklich nötig ist.
Der Krieger hingegen will alles bekämpfen, alles an sich reißen, es kontrollieren. Er glaubt in seiner Torheit noch an den Sieg und erschöpft sich im Gefecht gegen übermächtige Gegner. Doch er wird nicht siegen – gegen das Leben, die Liebe, das Schicksal oder den Tod. Er wird pausenlos in die Knie gezwungen, er wird verlieren, bleibt jedoch töricht genug, der Übermacht mit neuen Waffen und Strategien zu antworten. Dabei leidet er, kann aber seinen Kampf gegen Windmühlen nicht beenden, bevor er sich nicht vom Krieger zum Weisen wandelt, bevor er nicht erkannt hat, dass er nur noch dann handeln muss, wenn es unbedingt nötig ist. Er wird keinen Frieden finden, solange er nicht gelernt hat zu akzeptieren.
Diese Welt ist eine Welt erschöpfter, trauriger Krieger, die unheimlich stolz auf ihren Kampf, ihre Torheit sind. Wäre diese Welt eine Welt der Weisen, würde sie in Frieden liegen; sie wäre bevölkert von zufriedenen Menschen, die sich freudig dem hingeben, was sie im Augenblick umgibt. Es gäbe keine Tendenz mehr zum Kampf, zur Macht oder Kontrolle, weil Weisheit weder kämpft noch sich in sinnloser Aktivität erschöpft.
Und so wird es stets klüger sein, den Weg des Weisen statt jenen des Kriegers zu gehen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Entfessle den Superhelden in dir!


Wusstest du, dass in dir ein Superheld schlummert?

Du hast es wahrscheinlich mittlerweile vergessen, aber als Kind warst du dir dessen sicher. Es war sonnenklar du bist zu großen Taten und für Wunder geboren, du würdest niemals so werden wie die Anderen, durch dich würde die Erde eine bessere Welt. Du würdest niemals ein Feigling, ein Schwächling oder gar ein Bösewicht werden, daran gab es absolut keinen Zweifel. Für dich gab es den damals freilich nicht, für jene, welche den Superhelden in sich selbst bereits vergessen hatten, gab es diesen Zweifel sehr wohl. Und so hatten sie begonnen, dir den Superhelden auszureden, wann und wo auch immer du ihn zulassen wolltest. Man gemahnte dich dazu, „normal“ und „realistisch“ zu sein und auf gar keinen Fall jemals zu fliegen. Am Boden der Tatsachen, da solltest du bleiben, aber niemals in deiner Rolle als Superheld erblühen, niemals aufsteigen, niemals großartig sein, niemals fliegen.
Du durftest nicht mehr als Superman oder Wonder Woman in Erscheinung treten, sondern wurdest viel mehr dazu verdonnert, in deiner Scheinidentität als Clark Kent oder Diana Prince dahin zu dämmern kein atemberaubendes farbiges Kostüm, keine Superkräfte und Heldentaten mehr, keine Abenteuer, keine Weltrettung und schon gar kein Fliegen mehr.
Nun bist du das, was man „erwachsen“ nennt, lebst das, was man dir als „realistisch“ verkauft hat, und tümpelst im Alltag deines tristen Hamsterrades am Boden der Tatsachen rum, drehst dich sinnlos im Kreis eines Lebens, das sich monochrom wie eine Schwarzweißfotografie, das sich schal wie abgestandenes Mineralwasser anlässt  wie langweilig, wie halbtot oder bestenfalls halblebendig! Wie farblos, wie geschmacklos, wie traurig!
Tief in dir drinnen aber spürst du noch große Kraft. Sie liegt verschüttet unter all dem dunklen Müll vom Realistischsein. Und das macht dich still aber dauerhaft traurig.

Ich möchte aber nicht, dass du traurig bist und so lebst, denn ich bin ein Superheld. Ich bin hier, um dich zu retten. Ich möchte dich an den Superhelden in dir selbst erinnern! Ich wünsche mir für dich, dass du ihn wieder zum Leben erweckst, dein wundervolles Superheldenkostüm überstreifst und in all den schillernden Farben deines seelischen Heldentums erblühst, von dem du als Kind so sehr überzeugt warst. An deine Superkräfte möchte ich dich erinnern, die da sind:

  • Fantasie
  • Mut
  • Aufrichtigkeit
  • Tapferkeit
  • Sanftmut
  • Güte
  • Akzeptanz
  • Empfindsamkeit
  • Friedfertigkeit
  • Großzügigkeit
  • Bewusstheit
  • und die Machtvollste davon: Liebe

Du besitzt diese Kräfte immer noch in uneingeschränktem Maße! Du hast sie bloß schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr trainiert und kaum eingesetzt, weil du begonnen hast, dich dafür zu schämen. Man hat dir diese Superkräfte nämlich ausgeredet und miesgemacht, man hat sie dir als deine größten Schwächen verkauft. Doch das war eine glatte Superlüge!
Das sind keine Schwächen  es sind deine mächtigsten Superkräfte!
Mit diesen Superkräften kannst du die Welt retten. Du kannst sie jeden Tag aufs Neue retten vor den Superschurken, die fantasielos, mutlos, unehrlich, feige, kaltblütig, erbarmungslos, intolerant, gefühllos, geizig, unbewusst und vor allem lieblos durch das Universum streifen. Es sind die Fantasielosen, die Realisten, die Kampflustigen, die Gefühllosen, vor allem aber die Lieblosen, die deine Gegner sind. Das sind die Superschurken! Das sind jene, die deine Welt farblos halten wollen, weil sie es vorziehen, lieber Superschurken als Superhelden zu sein.
Vor all diesen Bösewichtern kannst du die Welt retten, indem du dich jeden Morgen neu an deine Superkräfte erinnerst und sie freudig zum Einsatz bringst.

Gewiß, du trägst zwar viele Eigenschaften eines Superschurken in dir, aber das liegt bloß daran, dass auch für dich, wie für jeden echten Superhelden, ein ganz persönliches „Kryptonit“ existiert.
Jeder hat sein Lindenblatt, für jeden gibt es ein spezielles Kryptonit. Der Kern allen Kryptonits, seine Uressenz, ist Angst! Aus dieser Angst werden Zweifel geboren. Und diese Zweifel hindern dich daran, Wunder zu vollbringen, Heldentaten zu vollführen und am Ende sogar zu fliegen. Daher: Halte dich fern von Kryptonit!

Rette wieder täglich die Welt! Rette sie für dich selbst, indem du in deinem eigenen inneren Universum mit den Heldentaten beginnst. Erweitere deinen Handlungsradius nach außen, setzte überall da, wo du erscheinst, eine oder sogar all deiner Superkräfte ein und rette auf diese Weise die Welt auch für andere. Und dann rette sie letztlich für deine und meine Kinder. Rette sie dadurch, indem du deine Kinder niemals so anlügst, wie du selbst belogen wurdest, als man dir sagte, du hättest keine Superkräfte und könntest niemals fliegen ich schwöre dir:

Wenn du die stärkste und machtvollste deiner Superkräfte die Liebe  ohne Angst, ohne Zweifel uneingeschränkt einsetzt, wenn du diese Liebe in all ihren Farben als übermächtige Energiewellen freisetzt, dann kannst du tatsächlich fliegen. Dann wirst du dich über die Erde erheben, in den Himmel aufsteigen, Wunder vollbringen, Völker und Zivilisationen befreien, die Wale, die Bienen und den Regenwald retten. Du wirst die Welt anhalten, Sterne gebären und Universen erschaffen! Wenn du die Liebe einsetzt, dann bist du unbesiegbar. Wenn du die Liebe bringst, steht das Universum still…

All das wirst du tun, wenn du dich wieder an deine wahre Identität als Superman oder Wonder Woman erinnerst Wunder wirst du tun, ein Wunder wirst du sein, Wunder wirst du erfahren! Daher bitte ich dich, erinnere dich an die Wahrheit über dich selbst.
Ich bitte dich: Entfessle den Superhelden in dir!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Neugier


Neugier ist von immenser Bedeutung für ein großartiges Leben – wenn du die Liebe erfahren willst, solltest du zunächst neugierig auf die Liebe sein. Bist du es nicht, wirst du sie nicht erfahren. Sie ist zwar da, aber du kannst keine Erfahrung von ihr machen, solange du keine Neugier in dir trägst und diese Neugier dich letztlich für das empfänglich macht, was dir die Liebe offenbaren wird. Deshalb ist Neugier so bedeutsam für ein erfülltes, großartiges Leben – sie öffnet dich für neue Erfahrungen!

Neugier wurzelt in Lebenslust – in der Lust auf das Leben. Ein lebenslustiges Individuum ist stets begierig auf Neues; es beweist sich als geistig beweglich; es ist neuen Erfahrungen gegenüber aufgeschlossen; es ergibt sich seiner Lebenslust. Ein Individuum, das Lust aufs Leben hat, folgt der Neugier.

Der Neugier zu folgen bedeutet, sich ins Unbekannte zu wagen. Ein großartiges Leben findet ausschließlich jenseits deiner Komfortzone statt, denn dort liegt das Unbekannte. Im Unbekannten ereignen sich die Abenteuer, im Unbekannten geschehen Wunder, im Unbekannten offenbart sich das Mysterium des Lebens. In deiner Komfortzone bist du nie ganz lebendig – du bist entweder halbtot oder halblebendig, aber nie voll und ganz am Leben – sei also neugierig! Neugier führt dich in ein großartiges Leben. Der Bruder der Neugier ist der Mut. Wenn du der Neugier folgst, ist es nötig, mutig zu sein.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Gewähre dem Schmerz Raum


beauty78Das Problem ist, dass du dem Schmerz keinen Raum gewährst. Du lebst in einer Gesellschaft, die krampfhaft darum bemüht ist, jeden Schmerz zu vermeiden. Mit allen Mitteln kämpfst du, um den Schmerz zu unterdrücken, zu verleugnen, ihm auszuweichen – deshalb taucht er an allen Ecken und Enden wieder auf.

Du kannst den Schmerz nicht umgehen, du kannst ihn nicht unterdrücken, du kannst ihn nicht abschaffen, aber du kannst ihn zulassen, du kannst ihn akzeptieren, denn Leben bedeutet, auch Schmerz zu erfahren – ein Leben ohne Schmerz gibt es nicht. Schmerz ist Teil des Daseins. Ein vollständiges Leben ist ein Leben, das auch den Schmerz annimmt, ihn integriert und akzeptiert. Schmerz ist ein Diener, ein Lehrer – durch ihn wirst du dir vieler Dinge gewahr, durch ihn gelangst du zu neuen Erkenntnissen. Er erweitert dein Bewusstsein.

Gewähre dem Schmerz Raum, lass ihn zu, koste ihn aus. So kann er sich entfalten wie eine Blüte. Jede gesunde Blüte, ganz gleich welcher Art, erblüht zunächst zu ihrer ganzen Pracht, doch ihre Zeit ist begrenzt, und so verwelkt sie schließlich wieder. Die herabfallenden Blütenblätter verwittern und werden zu frischem Humus – zum Dünger, zum Substrat für neues Leben. Auch dein Schmerz ist zeitlich begrenzt. Wenn du ihn akzeptierst und auslebst, bildet er den Boden, die Grundlage für eine höhere Form des Seins.

Solange du versuchst, dem Schmerz zu entkommen, solange du ihm den Raum verweigerst, wirst du an ihm leiden, denn er taucht wieder und immer wieder auf in noch größerer Intensität – gewährst du ihm jedoch Raum und nimmst ihn an, wirst du zwar Phasen des Schmerzes erfahren, aber keine Phasen des Leides. Leid ist nicht-akzeptierter Schmerz.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Ganzheitliche Akzeptanz ist der höchste spirituelle Akt


Solange du Wut, Zorn, Angst, Eifersucht, Neid, Zweifel und ähnliche Empfindungen als „negativ“ deklarierst, bist du weit entfernt davon, ein authentisches, wahrhaft spirituelles Leben zu führen – du bist dann wohl eher Mitläufer der zeitgeistlichen, aber verblendeten Licht & Liebe-Welle, die sich vielmehr wie das Glücksbärchi-Land für Neurotiker anlässt, denn ein Weg, um deinem wahren Selbst näher zu kommen.

Kein Kind erachtet seine Wut, seinen Zorn, seine Eifersucht als negativ – es spürt instinktiv, dass diese Empfindungen gesund und menschlich sind; es hat das natürliche Bedürfnis, diese Empfindungen auszuleben. Erst mittels der Konditionierung durch eine neurotische Gesellschaft wird dem Kind das Recht auf diese Gefühle geraubt – es lernt sie zu unterdrücken, zu verbergen, zu kaschieren. Das Resultat davon sind Psychosen, Neurosen, Magengeschwüre, Tumore usw.

Solange du deine Menschlichkeit einseitig lebst, solange du natürliche Aspekte deines Menschseins verleugnest, unterdrückst oder versteckst, solange bist du weit entfernt von einer authentischen Spiritualität – du wirst bloß zum selben Heuchler wie deine Führer: die Priester und Politiker.

Diese Welt ist dual, sie ist bipolar – auch du bist dual, auch du bist bipolar, denn das macht das Menschsein aus. Du wirst hoffnungslos verzweifeln, du wirst dich weiter ins Unglück stürzen, solange du jenen folgst, die dir weismachen möchten, es gäbe Licht ohne Schatten. Du wirst niemals du selbst sein, wenn du nicht erwachst aus dem Urteil über deine Empfindungen – „positive“ und „negative“ Empfindungen sind eine Erfindung deiner Sklaventreiber, sie sind Konstrukte einer knechtenden Psychologie, die dir einen fiktiven Norm-Menschen vorgaukelt, nach dem du dich entwickeln solltest. Dadurch soll eine Spaltung in dir entstehen, dadurch möchte man dich von Geburt an als „pathologisch“ stigmatisieren, damit man dich leichter manipulieren kann. Du sollst dich für gewisse Gefühlsregungen schuldig fühlen, du sollst deshalb Pillen schlucken, Coaches und Gurus aufsuchen, die dich davon „heilen“ möchten – du kannst das Licht nicht vom Schatten heilen und auch den Schatten nicht vom Licht, aber du kannst beides als ein Ganzes akzeptieren, du kannst sie als untrennbar vereint annehmen, und damit ist alle Heilung vollzogen, denn einer anderen bedarf es nicht.

Jede Empfindung in dir ist natürlich, jede Empfindung in dir ist im Einklang mit der Existenz – wäre dem nicht so, dann wärst du mächtiger als die Existenz, du stündest über der Göttlichkeit, denn dann könntest du durch irgendeine deiner Empfindungen gegen die Existenz verstoßen, du könntest Gott seiner Allmacht berauben, indem du zornig wirst, indem du ängstlich bist, indem du Zweifel verspürst… Das ist töricht! Du kannst durch nichts, was du tust, gegen die Existenz sein, denn sollte etwas nicht sein, dann wäre es nicht. Sollten Wut, Zorn, Angst, Eifersucht, Neid, Zweifel und ähnliche Empfindungen nicht im Sinne der Göttlichkeit, im Sinne der Natur sein, dann gäbe es sie von vornherein gar nicht.

Und erzähle mir nun nicht, du seist gekommen, um diese Empfindungen zu überwinden – das klingt für mich so, als sei der Sommer gekommen, um den Winter zu besiegen, oder als bräche der Tag an, um die Nacht aus der Welt zu schaffen, als könne Wärme die Kälte auslöschen für immer. Es klingt für mich nach konditioniertem Leistungsdenken; es klingt, als erwarte das Leben, Gott, die Existenz eine gewisse Leistung von dir. Du musst auf deinem spirituellen Wege nichts leisten und du kannst auf diesem Wege auch niemals scheitern.

Du kamst weder in diese Welt, um etwas zu leisten oder zu überwinden, noch um etwas zu besiegen oder auszulöschen – du kamst, um das Leben zu erfahren in seiner Ganzheit. Die ganzheitliche Erfahrung deines Menschseins in all seinen Aspekten ist der spirituellste Akt, den du hier auf Erden erfüllen kannst – es gibt keinen höheren spirituellen Akt auf dem Planeten Erde.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Als ich begann, dir nichts mehr zu sagen



Arvo Pärts „Spiegel im Spiegel“ als sanfte Einstimmung auf den heutigen Abend, der lieblich in die morgige Langeweile eines Feiertags gleiten möchte wie ein müder Schwan übers stille Wasser eines kitschigen Seerosenteiches, an dem du und ich nicht sitzen im Regen eines Julis, der niemals kommen mag, Hand in Hand, geschmolzen wie das Wachs einer heruntergebrannten Kerze, wie eine Zigarette, der keiner Feuer geben mag, schweigend, jeder in liebevoller Einsamkeit für den anderen.
Wenn dann die Wärme deiner Hand aus der meinen schwindet, weil du einem Traum ähnlich wieder deiner Wege ziehst, dann sollst du wissen, dass ich dich erst so unerbittlich zu lieben begann, als du nicht mehr da warst. Weil auch du mich immer erst dann lieben kannst, wenn du gegangen bist – drehe dich um und flüchte mit einer faulen Ausrede, so wie du das gerne tust. Doch wie oft und wohin du auch gehen magst – du bleibst mein Spiegel im Spiegel, so wie ich der Bruch im Herzen deines Herzens bleibe. Ein Bruch, den du mit seichten Liebschaften zu kitten bemüht bist.
Sie tun mir nichts, diese Regenpfützenliebschaften, aber du bist es, die verzweifelt an ihrem Mangel am Ankommen, einem Blinden mit Pfeil und Bogen ähnlich, in dumpfer Dunkelheit scheiternd, ein Herz so zu treffen, wie das meine. Weil nur ich ihn wieder flicken werde, diesen Bruch in deiner Mitte, indem ich dich nie wieder halte und dir keine Gedichte mehr schreibe. Dieses Gedicht ist nicht für dich, so wie keines meiner Gedichte jemals für dich war – all meine Gedichte waren stets nur für den Applaus, sie waren für die Katz, denn die ist ehrlicher zur Liebe, als wir beide es jemals sein werden.
Wir beide wissen nur zu gut: Bloß weil jemand nicht zu sehen ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er nicht da ist. Also bin ich dir niemals bitter, ich bin dir niemals gram, keine Fesseln mehr, keine Versprechungen, kein Drama – stille Akzeptanz ist mein Tanz, zu dem ich dich nicht bitte, denn Kirschblüten regnet es zu allen Zeiten, wenn der Frühling zur Ewigkeit wächst.
So sieht meine Spontan-Profan-Poesie aus, wenn nichts Besseres da ist, weil das Beste wieder einmal geflohen ist. Innert 7 Minuten geschrieben, innert 19 Minuten vergessen, innert 12 wieder erinnert… 1979 Tastenanschläge sind nicht nötig, um weniger zu sagen als nichts. Nichts – das ist alles, was ich dir noch zu sagen habe, doch es ist mehr, als ich jemals sagen wollte.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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