6 Jahre ANDERSmensch


Wir feiern unseren 6. Geburtstag. Seit nun bereits mehr als einem halben Jahrzehnt sind wir bemüht, den doch oftmals eher stereotypen Internet-Alltag auf einem gewissen Niveau für all unsere Freunde, Sannyasins, Leser und Fans zu halten, indem wir kostenlos und völlig unverbindlich die hochkarätigen Botschaften von Andersmensch mit der Welt teilen. Daher gilt der Dank an dieser Stelle zunächst sowohl dem Gründer, Initiator und Namensträger, David P. Pauswek, dem wir so viele impulsgebende, inspirierende Inputs verdanken, als auch natürlich all jenen, die uns als Fans, Follower und Freunde über all die Jahre die Treue geleistet haben.
Happy Birthday, Andersmensch! Wie schön, dass es dich gibt!

„Transzendenz. Bewusst. Leben!“

In aufrichtiger Wertschätzung,

das Andersmensch-Team

© 2017 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

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Veränderung


Liebe Freunde, Sannyasins, Leser & Fans!

Wir nehmen ein paar schöne Veränderungen vor, die wir in Kürze mit dir teilen wollen. Unter anderem hat sich auch unsere Adresse für elektronische Post geändert. Wir sind daher ab sofort ausschließlich unter dieser E-Mail-Adresse für dich erreichbar. Nachrichten, die du an die Alte sendest, erreichen uns leider nicht mehr. Deshalb ersuchen wir dich, die neue in deinem Adressverzeichnis zu speichern.
 
Herzlichst,
der Andersmensch & Team

Tag des Vaters


Als ich im November 1991 das erste Mal Vater wurde, bekam mein Leben zum ersten Mal wirklich Sinn. Und auch wenn ich damals verhältnismäßig jung war, so fand ich in der Aufgabe und Ehre, in der Verantwortung und der Ernsthaftigkeit meiner Vaterschaft das erste Mal wahrhaftig Glückseligkeit.
Im März des Jahres 2017 durfte ich das zweite Mal Vater werden. Dieses Mal bin ich verhältnismäßig alt, aber an der Glückseligkeit und der unbändigen Freude an meiner Vaterschaft hat sich nicht das Geringste geändert – im Gegenteil: Sie ist unermesslich gewachsen!
Und auch wenn ich von diesen Anlass-Tagen nicht viel halte, so möchte ich diesen heutigen Tag dazu nutzen, mich ganz bewusst in Liebe und Dankbarkeit an all die Männer in meinem Leben zu erinnern, die mir Stück um Stück zeigten, wie ich als Vater sein möchte und wie ich niemals werden will. Ich möchte diese Männer in Aufrichtigkeit ehren, sie in meinem Innersten erheben zu wertvollen Lehrern, ich will ihnen sagen, dass sie mich durch ihr Vorbild zu jenem Vater gemacht haben, der ich heute sein kann und darf.

Allen voran danke ich meinem Großvater, der mich lehrte, mutig zu sein, der mir Tiefsinnigkeit und ein simples Gespür für die Poesie der Welt schenkte. Du warst mir ein Vorbild an Tapferkeit und Standhaftigkeit und ich werde den Tag niemals vergessen, kurz bevor das Leben dich fällte wie eine alte Eiche, als du im Wind standest mit deinem immer noch geraden Rücken und deinem schlohweißen Haar, das schütter im Wind wehte – als diesen aufrechten Mann trage ich dich in mir.

Ich danke meinem Vater, der mich Geduld und Durchhaltevermögen lehrte, der mich an totale Gewaltlosigkeit und den unerschütterlichen Glauben in die eigenen Träume gemahnte. Du lebst in mir als die Wahrheit von Love & Peace, als die Liebe zur Musik und zum Schöngeist. Ich werde dich immer als den lässigsten, geduldigsten Mann erinnern, der, eine „Camel“ zwischen den Fingern, dem Leben und seinen Härten ein gelassenes Lächeln und ein paar Rauchkringel schenkt.

Ich danke meinem Stiefvater, der mich Heldenhaftigkeit lehrte und das Handeln, wenn Worte keinen Sinn mehr machen, der mir beibrachte, dass man hilft, ohne Gegenleistung zu erwarten, und dass man als Vater von dem, was man erwirtschaftet, nur den kleinsten Teil für sich beanspruchen muss. Du wirst für mich immer der kraftvollste und fleißigste Mann sein, an den ich mich erinnern möchte.

Ich danke auch all den anderen oft stillen Männern, die mir Beispiel und Vorbild waren. Ihr alle seid Teil meines Weges zum Mann und Vater gewesen. Und so unterschiedlich ihr als meine Lehrer zum Mann- und Vatersein auch ward, da sind drei große Qualitäten, die ich in euch allen fand: Güte, Warmherzigkeit und einen gewissen Trotz den Härten des Lebens gegenüber. Ich glaube, diese Qualitäten sind es, die uns Männer und Väter so unverzichtbar machen. Ja, und so bin ich der gütigste Vater und der warmherzigste und der trotzigste geworden. Und ich hoffe, ich bin der liebevollste Vater, den die Welt jemals ertragen musste.

Zum Abschluss aber möchte ich auch all den anderen wunderbaren Vätern dieser Welt danken – meinen Brüdern, meinen Schwägern, Freunden und jenen, die ich persönlich nicht kenne. Ich danke im Namen unserer Kinder für eure Opfer, für eure Geduld mit den Müttern, für eure Güte, für eure Warmherzigkeit und euren Trotz dem Leben gegenüber. Und auch wenn wir Väter das Leben niemals bezwingen werden und auch gar nicht bezwingen müssen, so werden wir ihm in all seiner Härte, all seiner Verrücktheit und Gnadenlosigkeit dennoch erhobenen Hauptes begegnen mit einer Kraft im Herzen, die sagt: Bevor du meine Kinder und deren Mutter kriegst, musst du erst durch mich hindurch! Und all das tun wir in Liebe. In Liebe für unsere Kinder und deren Mütter. Es ist die Liebe, die uns schließlich zu Vätern macht und die Vaterschaft, die aus uns Männer macht. Es ist am Ende immer die Liebe, die uns zu etwas Großem erhebt.

Daher gebe ich letztlich meinen ganz persönlichen Vatertag an meine Kinder und an all die Kinder dieser Welt zurück, indem ich ich mich heute abermals ganz bewusst meinen Kindern schenke mit Haut und Haar, mit Herz und Seele. Für euch bin ich gekommen – für euch allein will ich leben, denn ihr, Kinder, ihr seid das Licht, die Liebe und die Hoffnung dieser Welt. Und ihr seid das Wundervollste, das Schönste und Heiligste, was ich im Leben jemals bekommen habe. Ich danke dafür, euer Papa sein zu dürfen.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2017 by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Karfreitag


Meine liebsten Feiertage sind schon immer der Karfreitag und der Ostermontag gewesen. Für mich als Kind Gottes, das ich mit jeder Zelle bin, wiegen diese Tage schwer. Und obwohl ich ein bisschen jeder Religion, ganz viel aber gar keiner angehöre, bin ich doch Christ und werde es auch immer bleiben.

Wenn du einen Christen als einen siehst, der den Evangelien Jesus folgt, dann bin ich Christ. Wenn die Lehre Jesus als das Urchristentum gilt, wenn sie dein höchstes anzustrebendes Ziel darstellt und du Jesus liebst als den Größten von uns, wenn du ihn ehrst und achtest als Mensch und als Meister, dann trifft diese Definition „Christ“ auf mich zu, denn dann bin ich Christ. Dann bin ich Evangelist. Wenn du „Christ“ damit verwechselst, heuchlerisch Kirchensteuer zu zahlen, dich die ganze Woche über wie ein Arschloch zu verhalten, aber am Sonntag scheinheilig zur Beichte zu gehen und zu glauben, Gott wäre ein Idiot, den du mit 15 „Ave Maria“ bestechen könntest, wenn du glaubst, der Papst und seine Bischöfe wären tatsächlich Gottes Stellvertreter oder Geschäftsführer auf Erden, wenn du Onanie und Sexualität als Sünde betrachtest und an die Rache und den Zorn Gottes, wenn du an Hölle und Fegefeuer glaubst, dann bin ich in diesem Sinne kein Christ, denn all das wäre nicht christlich, sondern Katholizismus.

Nach meinem Verständnis von Jesus bin ich aber Christ, ohne einer Religion anzugehören, denn ein Christ zu sein ist keine religiöse Sache – ein Christ zu sein ist eine spirituelle Sache.

Ein Christ zu sein bedeutet, Gott über alles zu lieben. Es bedeutet, in allem, was da ist, Gott zu suchen und zu finden. Es bedeutet, sich dem Kreuz des Lebens hinzugeben und sich der Vergebung Gottes sicher zu sein, ohne bewusst ein Arschloch sein zu wollen.

Christ zu sein ist eine Haltung des Herzens. Es ist eine Ausrichtung des Geistes auf Gott hin. Die Liebe Gottes anzustreben, sie zu fühlen, sie in sich zu tragen und allem Leben entgegenzubringen – das ist Christentum. Nicht zu stehlen, nicht zu lügen, nicht zu töten, nicht zu begehren deines Nächsten Hab, Weib und Gut, keine anderen Götter wie etwa Macht, Ruhm, Geld oder Drogen neben Gott zu haben, kein falsches Zeugnis wider deinem Nächsten abzulegen, Vater und Mutter zu ehren, Dankbarkeit für all die kleinen Dinge des Lebens zu verspüren, deinen Nächsten lieben zu wollen, Frieden zu stiften, wo Streit herrscht, Wahrheit zu sein, wo Lüge sich breit macht, demütig vor der Größe Gottes zu sein und Jesus zu folgen durch dein Denken, Fühlen und Handeln – das ist Christentum. Das Kreuz des irdischen Daseins geduldig zu tragen, hinauf den Ölberg deiner Bestimmung, es zu umarmen als das Schicksal, das Gott für dich wählte, und nur einmal am Tage zu zweifeln, um zu wissen, bevor der Abend kommt wirst auch du bei Gott sein, wo all deine Vergehen in Liebe Erlösung finden – das ist Christentum. Und es ist schön, dieses Christentum, denn es ist wahrhaftig, es ist voller Liebe in seinem Kern.

Das Wort Christi, die Lehre Jesu – das ist das für mich einzig gültige Christentum. Denn mein Christentum ist nicht dieser hässliche, pervertierte, heuchlerische Katholizismus. Mein Christentum ist nicht Religion – mein Christentum ist eine wunderschöne Haltung des Herzen. Dazu ist keine Kirche nötig. Dazu ist keine Schrift maßgebend – allein mein Herz auf Gott gerichtet ist Maß und Ziel und Erfüllung. Das ist mein Christentum, mein Christsein.

Und am heutigen Tage, dem Karfreitag, wurde vor rund 2000 Jahren der Tischler aus Nazareth, der nichts Unrechtes tat, der nichts Geringeres tat als zu lieben und von dieser Liebe Zeugnis abzulegen, dem Kreuz ausgeliefert. Er wurde verurteilt, verprügelt, geächtet, misshandelt und getötet von jenen, die er liebte ohne Maß und ohne Bedingung. Am heutigen Tage, dem Karfreitag, wurde uns allen ein Maßstab vorgegeben, wie wir lieben sollten. Er wurde uns im Schmerz eines Mannes, eines Menschen offenbart, der selbst in den Stunden größter Pein noch für seine Peiniger um Vergebung bat – das ist etwas, das in diesen dunklen, egomanischen Tagen, in diesen fremdenfeindlichen, angsterfüllten, satanistischen Zeiten keinen Anklang mehr findet: Für deine vermeintlichen Feinde und Peiniger zu beten!

Doch es wurde jenen aufgetragen, die mit ihrem Herzen bei Jesus sind, es wieder und wieder in Erinnerung zu bringen: Liebe deine Widersacher! Vergib jenen, die nicht wissen, was sie tun!
Und erinnere dich an jene Person, die mit der reinsten dir vorstellbaren Seele auf diese Erde kam, um uns alle zu versöhnen, uns zu einen, um uns alle an das zu erinnern, was die ganze Welt heilen könnte: Liebe.

Das ist für mich Karfreitag: Mich daran zu erinnern, mich selbst dazu gemahnen, dass ich alle Unbill, alle Herausforderungen, alle Pein, alle Ungerechtigkeit der Welt ertragen muss als das Kreuz des menschlichen Daseins in dem Wissen, dass wenn ich dieses Kreuz den Berg hoch habe und die letzte Stunde für mich schlägt, ich zu Gott heim gerufen werde. Und ich werde da sein in einem Paradies der Liebe, denn Gott liebt alle Menschen im selben Maße, aber jeden auf besondere Weise, und er hat für alle Menschen einen Platz in seinem endlosen Haus.

Das ist mein Karfreitag als der Christ, der ich in meinem Herzen für immer bin: Erinnerung an die Härten des Lebens in Demut und Liebe im Namen meines Meisters, Jesus Christus.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2017 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Du bist Soldat in einem unsichtbaren Weltkrieg


Ist dir das schon aufgefallen? – Egal, welche Information du dir holst, dich findet sehr bald schon jene Gegeninformation, welche die erste Information neutralisiert. Wo auch immer du hinsiehst, was auch immer du hörst oder liest – irgendwer hat immer Argumente und „Beweise“, die ebenso schwer wiegen wie das, was du gesehen, gehört oder gelesen hast. Zu jeder Studie gibt es eine Gegenstudie, zu jeder These eine Antithese, zu jedem Beweis einen Gegenbeweis, zu jeder Information eine Gegeninformation. Und all das trifft dich täglich massenweise und in allen Bereichen deines Lebens. Es gibt nichts mehr, rein gar nichts mehr, woran du dich halten kannst, sobald du dich auf den mühsamen Weg zur Wahrheit machst. Unter dem Strich weißt du hinterher soviel wie vorher. Was bleibt ist Verwirrung und Ratlosigkeit, manchmal auch Wut.
– Das ist das Informationszeitalter! Du lebst in einer Welt voller Information. Du lebst in einer Welt, in der alle Information jederzeit verfügbar scheint. Aber du lebst dadurch auch in einer Welt ohne Wahrheit. Und das ist der größte Verlust, den die Menschheit jemals erleiden musste – den Verlust der Wahrheit zum Preis des Gewinns an unüberschaubarer, überall verfügbarer Information.
Information aber ist nicht gleich Wahrheit und Wahrheit ist nicht gleich Information. Doch woran sollst du das Eine vom Anderen unterscheiden in einer Welt, in der jeder Idiot jedwede Information als Wahrheit verkaufen möchte und auch kann?

Nun, diese Frage ist nicht mit wenigen Worten zu beantworten, denn zunächst muss geklärt werden, worin der Unterschied zwischen Information und Wahrheit besteht.

Information ist etwas, das jeder herstellen kann. Das geht ganz leicht. Du setzt dich einfach vor deinen Computer, logst dich in das soziale Medium deiner Wahl ein oder verfasst einen Blog oder sogar ein Buch. Schreibe einfach munter drauf los. Du musst dich dabei durch nichts bremsen lassen. Schreibe über das, was dir gerade selbst gefällt und was du gerne als Info unter die Leute bringen willst. Wenn du das geschickt machst und so tust, als hättest du von dem Thema, über das du schreibst, tatsächlich Ahnung, dann wird daraus Information. Und wenn du dazu ein wenig googelst, um jemand zu finden, der eine ähnliche Ansicht wie du vertritt, damit du dich in deinen Texten auf ihn beziehen kannst, wird daraus sogar Information mit Wahrheitsanspruch. Ob deine Information tatsächlich wahr ist oder nicht, spielt kaum noch eine Rolle – sobald du deine Texte publizierst, wird es Menschen geben, die sie für die Wahrheit halten. Was sich dazu immer gut macht, sind Fotos zum Text. Diese Fotos müssen nicht unbedingt von dir selbst stammen – du kannst sie mittlerweile einfach auf google klauen. Das kostet nichts und der Großteil aller Menschen tritt das Urheberrecht ohnehin bereits mit Füßen – alles scheint public domain! Daher benutze Fotos, wenn du deine Info besser aussehen lassen möchtest. Du solltest bei der Fotoauswahl bloß darauf achten, dass die Fotos in ihrer Aussage das bekräftigen, was du mit deinen Texten auszudrücken versuchst.
Wenn du ganz schlau bist, googelst du nach irgendwelchen Studien von sogenannten „Experten“, die deine Meinung untermauern könnten, und packst diese Studien als Fußnoten oder Bezugsquellen in deine Texte. Dann publizierst du das Ganze und sorgst dafür, dass es viral wird.
– Voilà! Du hast Information hergestellt! Und die muss nicht einmal wahr sein – sie muss bloß wahr wirken und viral gehen, damit viele Menschen sie für wahr halten. So einfach geht heutzutage Information.

Wahrheit ist im Vergleich zur Information schon schwieriger zu bekommen, denn Wahrheit ist weder inflationär noch ist sie künstlich herzustellen. Natürlich gibt es ein paar ganz Schlaue, die behaupten, es gäbe so etwas wie die Wahrheit gar nicht. Doch vor denen hüte dich, denn solche „Schlaumeier“ wollen dir mit ihrer Aussage bloß weismachen, das es die Wahrheit sei, dass es keine Wahrheit gäbe – ein offenkundiger, logischer Widerspruch und ein Paradoxon, das nicht funktioniert. Daher sei schlauer als die „Es-gibt-7 Milliarden-Wahrheiten-Fraktion“. Es gibt keine 7 Milliarden Wahrheiten – es gibt immer nur eine einzige Wahrheit und vielleicht 7 Milliarden Wahrnehmungen, 7 Milliarden Blickwinkel auf dieser Wahrheit. Doch es gibt Wahrheit. Und von dieser Wahrheit gibt es zu jedem Sachverhalt immer nur jeweils eine einzige.
Wahrheit erkennst du daran, dass sie sich nicht wandelt – sie ist unveränderlich, ewig und klingt immer gleich, ganz egal, von welcher Quelle sie verbreitet wird. Zwei mal Zwei ist immer Vier. Das ist unveränderlich. Alle Farben des Lichtspektrums vereint ergeben immer weißes Licht. Das ist unveränderlich. Eine Kraft ist immer die Ursache einer Beschleunigung. Das ist unveränderlich. Für den Frieden kannst du nicht kämpfen – du musst Frieden sein, wenn du welchen haben willst. Das ist unveränderlich. Alles Leben unterliegt der Evolution und alle Evolution ist Leben. Das ist unveränderlich. Mathematik ist Wahrheit. Physik ist Wahrheit. Evolution ist Wahrheit.
– All das sind Beispiele für Wahrheit. Und all diese Beispiele stellen Aspekte dar, die Unveränderlichkeit ausdrücken. Daher erkennst du Wahrheit daran, dass sie immer gleich klingt, ganz egal, wer sie verkündet. Wahrheit wandelt sich nicht mit der Zeit, der Mode, dem Trend oder der Moral. Sie ist zeitlos und unterliegt nicht dem persönlichen Geschmack. Und Wahrheit ist zudem meist unbequem. Sie deckt sich oftmals nicht mit deinem persönlichen Paradigma und so gut wie nie mit dem globalen. Wahrheit kann weder vergehen noch muss sie erschaffen werden. Wahrheit ist. Wahrheit kann nicht verändert und nicht verborgen bleiben, denn alle Wahrheit strebt beständig an die Oberfläche, ans Licht. Und sie sucht nach dir, wie du nach ihr suchst. Sie wird dich finden, bevor du sie findest. Denn alle Wahrheit strömt. Sie liegt nicht außerhalb von dir, sondern tief in dir. Du kannst sie nicht in deinem Kopf, in deinem Verstand finden – du findest sie ausschließlich in deinem Herzen. Tief in deinem Innersten existiert Wahrheit. Von daher stammt sie. Sie kann nur da sein, wo dein Denken nicht mehr ist, denn dein Denken ist durch Information permanent verwirrt. Dein Herz aber kann nicht durch Information in Verwirrung geraten. Wahrheit ist kein Erzeugnis und sie klingt immer gleich, ganz egal, wer sie verkündet.
– Daran erkennst du Wahrheit.

Wie du siehst, besteht ein großer Unterschied zwischen Wahrheit und Information. Das, was du gemeinhin für Wahrheit hältst, ist meist bloß Information. Dabei wählst du gerne jene Information als deine vermeintliche Wahrheit, die dir momentan am besten in den Kram passt. Du suchst dir jene Info, die das bestätigt, was dir in deiner gegenwärtigen Lebensphase am besten gefällt, und behauptest dann, dies sei die Wahrheit. Dabei vergisst du, wie viele „Wahrheiten“ du im Laufe deines Lebens schon zu ein und demselben Thema hattest – als Fünfzehnjähriger hattest du ganz andere Wahrheiten als mit Fünfundzwanzig und mit 65 hast du ganz andere Wahrheiten als mit 45. Für all deine vermeintlichen Wahrheiten aber warst du zum jeweiligen Zeitpunkt stets bereit zu kämpfen und zu streiten. Und für mache davon wärst du sogar bereit gewesen, etwas ziemlich Dummes oder Schreckliches zu tun.
Doch wo sind sie heute hin, diese total „wahren“ und „wichtigen“ Wahrheiten?
– Sie wurden durch andere, durch neue „Wahrheiten“ ersetzt.
Daher kannst du davon ausgehen, dass deine bisherigen Wahrheiten nicht die Wahrheit waren, sondern bloß Informationen, die dir gut gefallen haben.
Information ist jederzeit und von jedermann künstlich herstellbar, formbar, veränderlich und deinem Geschmack oder dem Trend unterlegen, denn es gibt massig davon. Wahrheit aber ist kein Produkt. Sie ist der unmanipulierte Zustand von etwas, das tatsächlich so ist, wie es ist. Sie kann in ihrer Essenz nicht verändert werden und schert sich einen Dreck um Geschmack, Zeitgeist, Mode oder Moral.

Das Schlimme an der Zeit in der du lebst, ist der Krieg, in dem du dich befindest. Die Schlachtfelder dieser Epoche sind keine geografischen mehr – die Schlachtfelder unserer Zeit befinden sich in unseren Köpfen. Da tobt der Dritte Weltkrieg. In unseren Gehirnen findet der Krieg statt. Und er wird mit Waffen geführt, die da lauten: Argument und Gegenargument, Studie und Gegenstudie, These und Antithese, Beweis und Gegenbeweis, Information und Desinformation. Das Medium dieses Krieges ist das Internet, die sozialen Plattformen. Und du bist ein Soldat mit einem Avatar als Kampfanzug. Deine Front ist deine Meinung, die du dir aus Informationen zusammengebastelt hast. Und so kämpfst du in einem Krieg, den du als solchen nicht erkennen kannst, solange du daran glaubst, dass Wahrheit etwas sei, das außerhalb von dir selbst existieren könnte. Du wirst solange Soldat in diesem Krieg sein, solange du Wahrheit in deinem Kopf zu finden versucht bist. Du wirst mit den Waffen dieses Krieges verletzen und töten, solange du an Expertenmeinungen, unabhängige Studien und Massenmedien glaubst. Du wirst es sogar bis zum Weltuntergang treiben, ehe du nicht erkennst, worin der Unterschied zwischen Information und Wahrheit besteht.
So hart und pathetisch das möglicherweise klingen mag, aber du befindest dich tatsächlich in einem Weltkrieg. Seine Waffe ist die Information. Seine Schlachtfelder sind wir selbst. Und seine Opfer sind unsere dereinst freien Geister. Der Friede unserer Seele ist das größte Opfer dieses Krieges. Erst dann, wenn der Großteil aller Menschen jene Wege geht, die der Wahrheit erlauben, aus dem Herzen des Menschen empor zu steigen, wird dieser Krieg enden. Dazu muss der Mensch das Herzdenken erlernen. Solange der Mensch ein Kopfwesen bleibt und die Wahrheit aus externen Informationsquellen zu beziehen versucht, statt sie aus sich selbst empor steigen zu lassen, solange wird der Krieg weiter toben und die Menschheit in noch kleinere Fraktionen zersprengen, die alle ihren bevorzugten, als Wahrheit gepriesenen Informationen dienen. Denn indem man durch massenhafte Information dem Menschen die Wahrheit nimmt, beraubt man ihn auch des inneren Friedens. Man beraubt ihn der Solidarität mit seinem Nächsten. Und man beraubt ihn dadurch der Würde als menschliches Wesen.
Massenhafte Information ist das Gift, welches die Wahrheit auf Basis der daraus entstehenden Desinformation zu zerstören versucht. Und Wahrheit ist das Heilmittel gegen die Information. Daher finde Wahrheit! Und bedenke: Information existiert inflationär – Wahrheit gibt es zu jeder Sache immer nur jeweils eine. Information strömt von außen nach innen – Wahrheit fließt von innen nach außen. Information verwirrt den Verstand – Wahrheit klärt ihn. Information erreicht den Kopf – Wahrheit kommt aus dem Herzen. Der Weg zum Herzen führt über echte Meditation. Echte Meditation ist etwas, das jenseits des Denkens geschieht.

Wenn du erkannt hast, das echte Meditation der Schlüssel zur Wahrheit ist, weil echte Meditation dir den Quell der Wahrheit und des universellen Wissens in deinem Innersten offenbart, dann wirst du frei sein von all den Wirrnissen des Informationszeitalters. Du wirst dann kein Soldat mehr im Infokrieg sein.

Und am Ende muss jetzt dein Herz entscheiden, ob meine Worte nun Wahrheit sind oder bloß Information. Betrachte es als die erste Übung zum Ausstieg aus dem Krieg in deinem Kopf.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2017 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Silvester – Fest für Dumme


Im Grunde ist heute ein ganz gewöhnlicher Tag, bis auf die Ausnahme, dass eine riesige Schafherde auf Kommando zu saufen beginnt, ihre unbewussten Kriegsgelüste mittels Böller zum Ausdruck bringt und glaubt, am Tage danach würde alles für sie besser. Endlich, endlich besser.
Die meisten aber ernten am Tag danach nicht mehr als einen fetten Kater (oder auch Katze, damit es brav im Gender-Modus bleibt) und die Gewissheit, dass alles beim Alten blieb. Nichts hat sich verändert, wieder, wieder einmal nichts.
Ein paar wenige Aufgewachte wissen, das Jahr könnte genauso gut am 4. April um 12:13 Uhr oder am 06.07. um 21:05 beginnen. Der Rest aber wird saufen, dämliche Glücksbringer aus Plastik verteilen und fest böllern, den einen oder anderen Finger dabei verlieren und sich in der Innenstadt ihres Vertrauen vom Flüchtling ihres Misstrauens begrapschen lassen.
– Die Kröne der Schöpfung beweist wieder mal ihr Höchstmaß an Intelligenz, Prosit!
Die meiste Freude am heutigen Tag wird wohl die Wirtschaft haben, allen voran die Drogenküchen der Sekt und Weinhersteller, die Feuerwerksmafia und die Mobilfunkbetreiber sowie die Medien und Geheimdienste, die sicher wieder etwas Hübsches zusammen ausgeheckt haben, aber auch die Bullen, denn die dürfen endlich mal wieder ganz viele Menschen festnehmen und eventuell sogar verdreschen.
Feiere schön, liebe Schafherde! Du funktionierst so brav auf Befehl. So wie auf diesen hier: Rege dich (sinnlos) über diesen Artikel auf!

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Weihnachten – Die Liebe ist in der Welt


Es spielt keine Rolle, ob du Christ, Muslime, Hinduist, Spiritualist oder Atheist bist, denn heute vor 2016 Jahren kam die Liebe in die Welt als Säugling, der im Laufe der Geschichte viel von sich reden machte. Es spielt keine Rolle, ob du seine Geschichte glauben kannst, denn es ist und bleibt eine schöne Geschichte und es macht keinen Sinn, eine schöne Geschichte durch Pseudofakten zerstören zu wollen. Es spielt keine Rolle, ob du seinen Geburtstag besser wissen möchtest, zumal du damals sicher nicht dabei warst. Es spielt keine Rolle, ob du die Bibel kennst, ob du Religion verteufelst oder sie in deinem Herzen pflegst. Es speilt keine Rolle, denn heute, vor 2016 Jahren kam die Liebe in die Welt. Sie kam als Mann, der dich lehrte, deine Widersacher zu lieben. Sie kam, um dir zu sagen, dass du geliebt bist über die Maßen und dass du ohne Schuld vor Gott bist. Sie kam, um Zeugnis abzulegen für das, was wahr ist. Und Liebe ist Wahrheit, Wahrheit ist Liebe. Liebe ist Gott, Gott ist Liebe.
Mag sein, dass du diese Zeit als eine lieblose Zeit, als eine Zeit ohne Wahrheit, als eine gottlose Zeit erfährst. Mag sein, dass manche alles daran setzen, dich dies glauben zu machen.
Ich aber sage dir, die Liebe ist in der Welt. Sie ist in jedem Säugling, der zur Welt kommt. Sie ist in jedem Baum, jedem Berg, jedem Fluß, jedem Vogel, jedem Fisch und jedem Tier. Sie ist in deinen Freunden, in deinen Feinden, in deinen Freuden und in deinen Sorgen. Die Liebe ist in allem. Sie ist auch in dir. Sie ist da für immer, auch wenn du das vergessen hast. Die Liebe ist an diesem Tage, als der kleine Jeshua geboren wurde, für immer in deine Hände gelegt worden.
Darum frage ich dich:
Wie gehst du um mit dieser Liebe?
Gibst du sie nur jenen, die auch dich lieben?
Teilst du sie nur mit denen, die dir dienlich und nach deinem Sinne sind?
Oder lässt du sie fließen für alles, was ist?
Schenkst du sie überreichlich?
Hältst du dich an ihr fest in deinen dunklen Stunden?
Gibst du sie weiter in den dunklen Stunden deines Nächsten?
Erinnerst du dich selbst an jedem Tage und zu jeder Zeit, dass die Liebe in dein Herz, in deine Hände gelegt wurde?
Kennst du den Sinn deines Hierseins in der Welt und ist dir klar, dass dieser Sinn die Liebe ist?
Von den höchsten Höhen, aus den tiefsten Tiefen, im Kleinen und im Großen wurde die Wahrheit an dich herangetragen, die da lautet:

Liebe ist Wahrheit, Wahrheit ist Liebe. Liebe ist Gott, Gott ist Liebe. Und Liebe ist in der Welt. Sie ist in jedem Säugling, der zur Welt kommt. Sie ist in jedem Baum, jedem Berg, jedem Fluß, jedem Vogel, jedem Fisch und jedem Tier. Sie ist in deinen Freunden, in deinen Feinden, in deinen Freuden und in deinen Sorgen. Die Liebe ist in allem. Sie ist auch in dir. Sie ist da für immer.

Erinnere dich heute daran, dass die Welt nicht das Überreichen von Geschenken, das Essen von köstlichen Speisen, das Bestaunen von toten Bäumen mit lichten Kerzen, sondern die Geburt der Liebe feiert. Die Liebe kam vor 2016 Jahren im Fleisch zur Welt. Ihr Name war Jeshua. Die Liebe kommt heute erneut zur Welt und sie wünscht sich, deinen Namen tragen zu dürfen. Sie wünscht sich als DU in der Welt sein zu dürfen an jedem Tage deines Lebens.

Happy Birthday, Jeshua! Und frohe Weihnacht euch allen!

In Liebe,
dein Andersmensch

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2016 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce