Von Wahrheit und Heuchlern


Wahrheit ist nicht bequem und Wahrhaftigkeit eine Tugend, die in einer Welt der Lügen nicht gut ankommt. Daher nimm es nicht so schwer, wenn Menschen dich ablehnen, weil du aufrichtig das sagst, was du wirklich-wirklich denkst, das zeigst, was du wirklich-wirklich fühlst, und das lebst, was du wirklich-wirklich willst.

Menschen, die mit dem Finger auf dich zeigen, vergessen gerne, dass dabei drei Finger immer auf sie selbst deuten.
Du weißt ja, nur wer den Ball hat, wird angegriffen. Und der Ball ist stets die Wahrheit. Alle sind hinter ihm her, aber nur wenige können ihn halten.
Wusstest du übrigens, dass z.B. Osho (Bhagwan Shree Rajnees), nachdem man ihn aus den USA verwiesen hatte, in keinem Land der Welt mehr Niederlassungsbewilligung erhielt?

– Das lag gewiss nicht daran, weil sein Bart zu lang war oder er mit zu vielen Frauen Sex hatte, seine 72 Rolls Royces keine Garage fanden oder seine Rolex zu zahlreich mit Diamanten besetzt waren. Es lag daran, dass er wahrhaftig war. Und Wahrhaftigkeit ist immer kontrovers, sie ist immer widersprüchlich, sie wird stets polarisieren. Wahrhaftigkeit ist der Erleuchtete im Bordell, der närrische Weise, das wahnsinnige Genie, der sündige Heilige – dumme, unbewusste Menschen bringen die Kontroverse einfach nicht unter einen Hut; er ist ihnen zu eng, um weitläufig zu erkennen.

Es gibt rund 7 Milliarden Wahrnehmungen, aber nur eine Wahrheit, denn Wahrheit bleibt immer gleich. Ganz egal, wer sie verkündet, sie ist unveränderlich – daran ist sie zu erkennen.

Und Heuchler tun so, als wünschten sie die Wahrheit. Wenn sie ihnen aber begegnet, wollen sie sie töten, weil sie durch die Wahrheit an ihre eigene

Es gibt so viele Heuchler auf dieser Welt. Daher ist es egal, was andere über dich sagen – sie werden sich immer das Maul zerreißen, um von ihrer eigenen Scheiße abzulenken. Was auch immer du tust, wie auch immer du dich verhältst – sie werden stets etwas finden, wofür sie dich verurteilen können. Und je massiver sie dich verurteilen für das, was du verkörperst, desto wahrhaftiger bist du.

Sobald du erst einmal zu dir selbst erwacht bist, sobald du begonnen hast, wahrhaftig zu sein, werden sie alles dransetzen, dich zu diskreditieren, dich zu diffamieren und fertig zu machen. Denn es gibt immer etwas, das man gegen dich verwenden wird können. In jedem Leben existiert genug Mist, um die Felder anderer damit zu düngen. Daher nimm es nicht zu schwer, wenn sie auf dich losgehen. Du solltest darauf eher stolz sein, denn es ist ein Zeichen für deine Authentizität, für deine Wahrhaftigkeit. Geh unbekümmert deinen Weg, ganz gleich, ob das anderen gefällt oder nicht, denn:

Was kümmert ‘s den Mond, wenn ihn die Hunde anbellen?

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Die tote Generation


Manche Menschen sind wie ein altes, fesselndes Buch. Hast du erst einmal begonnen in ihnen zu Blättern, kannst du nicht mehr aufhören sie zu lesen. Du wirst regelrecht süchtig nach der Weisheit der Seele, die du auf jeder Seite, in jedem Absatz, in jeder Zeile findest.
Sie ist ein solcher Mensch. Daher fragt sie: „Wenn du mit mir eine Zeitreise machen könntest, in welche Epoche wolltest du?“
„Das kann ich dir sofort sagen – in die Goldenen 1920er!“
„Die 1920er? Was um Himmels Willen wollen wir denn da? Warum nicht ins alte Ägypten oder zu den antiken Griechen?“
Ich gieße ihr noch etwas Rotwein nach, französisch und nicht gerade billig, der Jahrgang war mir egal, daher findet er hier keine Erwähnung. Mir reicht der kalte Kaffee aus Kolumbien, dessen heimliche Bitterkeit hinter der Süße des braunen Zuckers Anlauf auf meine Geschmacksknospen nimmt.
„Weil es die 1920er in Paris wären, wo du und ich durch die Cafés und Bars streifen würden. Mein Arm läge um deine Hüfte, du im blauen Abendkleid und ich mit Hut. Wir träfen Hemingway, sturzbesoffen, aber prosaisch und tapfer. Zu Vollmond könnte ich mich sogar mit ihm prügeln, um hinterher keuchend und blutend, doch geil und gespannt zu lauschen, wenn er von Afrika erzählt, und eifersüchtig werden, weil du auf seine Männlichkeit so sehr abfährst. Vielleicht gesellte sich sogar Miró zu uns oder Dalí, schwärmend über die Form des Rhinozeros. Ich würde Picasso an den Tisch bitten, denn seine Auffassung, man solle mit Frauen entweder schlafen oder sie malen, gefiel mir immer schon. Und wenn ich Glück hätte, denn so war das damals, würde mir Ernest anbieten, meine Schreibe Gertrude Stein vorzulegen, die nicht nur einmal seine Ergüsse und damit auch ihn als Schriftsteller gerettet hat. Vielleicht wären wir Gast im Hause eines damals noch unbekannten Filmemachers bei einem Abstecher nach Troyes. Wieder zurück in Paris würden wir mit James Joyce diskutieren, im Moulin Rouge Champagner schlürfen, Man Ray am Nebentisch zuwinken und an der Seine durch den Regen wanken, wo ich im passenden Moment, begleitet von der Musik Cole Porters, unter einer Brücke den Ring zücke, mit dem ich um deine Hand anhalten würde und mich dabei verhaspeln, obwohl ich die Sätze sicher 1921 mal zuvor im Geiste geübt hätte. Und du würdest wissen, es ist nicht nur deine Hand, die ich will, es wären auch die beinahe surrealen Schwünge deines Hinterns, deiner Brüste und deiner Nase, die ich ebenso romantisch lieben würde wie die silbrige Lyrik deiner Seele, wie die scharfen Klingen deines Intellekts und deine zarten Nylons um unser Bett verstreut als wären es Relikte eines Armageddons unserer Lust. Es wären zweifelsohne die Goldenen Zwanziger des vergangenen Jahrtausends, wo ich mit dir hin wollte, in jene Zeit, als das Rauchen von Zigaretten noch als gesund galt und Kokain als Medizin, als Kunst noch Kunst, als Krieg noch Krieg und Frieden noch Frieden war. Damals waren viele Menschen wie ein altes, fesselndes Buch. Hattest du erst einmal begonnen in ihnen zu Blättern, konntest du nicht mehr aufhören sie zu lesen. Du wurdest regelrecht süchtig nach der Weisheit, nach der Verzweiflung der Seele, die du auf jeder Seite, in jedem Absatz, in jeder Zeile fandest.
Heute hingegen, da sind die Menschen wie die BILD – von außen bunt und voller Farbe, erdrückende Schlagzeilen, marktschreierisch und vielversprechend, aber innerlich durchtränkt von dumpfer Lüge, monochrom im Denken und im Empfinden tot. Ich wäre lieber Teil der ‚Verlorenen Generation‘ als Teil der ‚Toten Generation‘. Deshalb würde ich mit dir dahin reisen, in die Goldenen 1920er, bevor uns die Wogen des letzten Krieges der Menschheit für immer vom Erdboden spülen und mein atomar verkohlter Arm, geschlungen um deine blaue, tote Hüfte, als mein finales Gedicht an dich von niemand mehr gelesen würde.“

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Tochter Liliths


Die bösen Mädchen sind es,
nicht die braven,
deren Beute ich bin.
Sie hinterlassen keine Bitterkeit,
sie schenken Schmerz,
echten, aufrichtigen Schmerz,
süß wie deine Erbeerlippen.
Komm, brich mein Herz!
Es kann noch einen Riss gebrauchen.
Dein Wahnsinn fasziniert mich,
legt mir deinen Namen auf die Zunge.
Darum Schnüre deine Stiefel fester,
nimm noch einen Hauch
vom Spiegel deiner Eitelkeit,
ziehe ihn durch deine Seele,
und küss mich heiß,
bevor du morgen gehst.
Heute Nacht aber spiele mit dem Mond,
und leg zuerst die Unsicherheiten ab,
dann erst deine Kleider.
Werde unvergesslich nackt,
denn ausgezogen bist du schön,
ungezogen aber bist du schöner.
Mach sie zum Gast dieser Nacht,
die Flammen deiner Gier,
die Gier nach mehr von mir.
Atme aus die schmutzigen Worte,
wirf sie kostbar in den Raum,
als wilde Poesie,
wie Ornamente für den Sturm.
Sei mir Liliths Tochter,
die ich nicht vergessen will,
gleite heimlich in mein Schicksal,
während ich einen Tropfen Lust
vom Latex deiner Schenkel lecke.
In seinem Glitzern schenkt uns der Tod
ein Lächeln.
Und der Engel unserer Liebe
opfert die Dauer einer Kerze.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Und wir wandern blind


Man kann unmöglich wissen, wohin eine Weggabelung führt, welches Ergebnis eine Entscheidung bringt, oder wann etwas zerstört wird, wann etwas aufblüht oder stirbt.

Was, wenn ich tausend Meilen wanderte?
Würde ich vergessen können?
Fände ich Erlösung, fände ich Läuterung?
Träfe ich das Lächeln jener wieder, die ich gehen ließ?
Könnte das, was ich träume, bereits jenes Leben sein, das mir zusteht?
Oder ist es nicht vielmehr so, dass wir bereits angekommen sind, ohne uns jemals auf den Weg gemacht zu haben?

All diese Fragen stelle ich, ohne mich um die Antwort zu kümmern, die sich mit jedem Schritt wandelt. Ich wandere einfach weiter. Schritt um Schritt. Und je weiter ich wandere, je näher der Abend rückt und sich die Zahl der noch bleibenden Tage beständig verkürzt, desto klarer wird mir: Dies alles war und ist mein Leben. Mag es auch noch so schmerzhaft, so wild, so verrückt und unerklärlich bleiben – in all seiner Unabänderlichkeit ist es das meine. Es ist mir so nahe, es erscheint mir so ähnlich, dass ich es unbedingt als das meine erkenne. Und doch bleibe ich ihm fremd.

Aber heute weiß ich, dass man nicht mehr nach dem Stern am Himmel greifen muss – es ist genug, ihn sehen zu dürfen. Ich weiß, dass du nicht bei mir sein musst, um dich lieben zu können – es reicht zu wissen, dass es dich gibt. Und ich erkenne, dies alles ist unabänderlich. Dies alles ist heilig.

Und so überquere ich abermals die Brücke in ein neues Leben, zu der mich mein bisheriges Leben geführt hat. Nicht ohne Blick zurück, nicht ohne einen Teil des Gesterns ganz fest an mein Herz zu drücken und zu flüstern „Du fehlst mir, doch lebe wohl!“ Und ich weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich in 9 Monaten einem Menschen begegnen werde, der ähnliche Wege ging, und den ich in einem Moment treffen werde, da wir beide es am wenigsten erwarten, mit dem ich eine Tochter zeugen werde, der ich den Namen gebe, den ich heute manchmal leise flüstere. Ich weiß noch nicht, dass wir in einem Haus leben werden, von dessen Schlafzimmer aus ich diese Brücke werde sehen können, über die ich in diesem Augenblick gehe.
Denn man kann unmöglich wissen, wohin eine Weggabelung führt, welches Ergebnis eine Entscheidung bringt oder wann etwas zerstört wird, wann etwas aufblüht oder stirbt.

Und wir sind niemals auf das vorbereitet, was wir erwarten.

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01.12.2015 ANDERSMENSCH spricht via Talk Radio


okitalk-head02ANDERSMENSCH spricht via Talk Radio und Du kannst Teil der Sendung sein…

DATUM & UHRZEIT:
Dienstag, 01.12.2015 ab 20:00 bis 23:00 Uhr

ORT:
Live On Air via www.okitalk.com

MODERATOR:
Andersmensch

KATEGORIE:
Spirituelle Zone – Livestream mit Aufzeichnung – Studio 2 – Der ANDERSMENSCH –

THEMEN:

Gegen das Volk gerichtete Politik erzeugt ein gegen die Politik gerichtetes Volk. Jede Form der Politik war und ist stets gegen das Volk gerichtet, weil die Politik ihre eigentliche Aufgabe – den Dienst am Volk – nicht erfüllt und stattdessen die widersinnige Ansicht vertritt, das Volk habe der Politik zu dienen.
Das ist das Dilemma sämtlicher politischer Systeme…“
– Der Andersmensch © 2013, Zitat aus: Macht muss neu verstanden werden

Andersmensch spricht zu Themen wie:

  • Meditation in Stille
  • Was ist wahre Macht?
  • Das Ende aller Politik
  • Befreiung aus dem System
  • Eine neue Gesellschaft – wie?
  • uvm

– Stelle heute Deine Fragen.

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