Freelove


Wir waren Bedürftige, umherirrend,
auf der Suche nach uns selbst.
Wir hatten einander gefunden,
immer noch blutend an Wunden,
die wir uns erst eingestehen mussten.

Ich zeigte dir die meinen,
du mir die deinen.

Die Wunden heilten,
das wilde Kind in uns begann zu spielen,
das Tier zu schweigen.

Wir waren Suchende,
die nicht wußten, was sie suchen.

Dann trafen wir einander neu,
hörten auf, einander zu brauchen,
und wählten uns aus freier Wahl,
sahen einander zu,
wie unser beider Leben barsten,
standen uns bei,
verließen einander,
aber hielten uns doch an der Hand.

Heute müssen wir einander nicht mehr loslassen,
weil wir wissen,
wenn wir gehen,
dann nehmen wir einander mit.

Wir können einander die Freiheit sein,
die Liebe braucht,
um atmen zu können.

Unsere Wege waren weit.
Die, die noch kommen, sind unermesslich.
Und bei jedem Schritt entdecken wir uns neu.
Wir wurden auf halber Strecke das,
was immer schon Bestimmung war:

Freelove.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
Creative Commons Licensce

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