Wie damals, als alles begann


In meinen Träumen sehe ich eine Frau.
Diese Frau bist du.
Du sitzt am Bahnsteig, ganz allein.
Und du wartest da auf mich,
blickst in die Ferne,
zurück in die Vergangenheit,
aber dein Herz schlägt in der Zukunft.
Eine Zukunft, auf die wir beide hoffen.
Du sitzt da, im Wind des Lebens,
singst leise Lieder für mich,
flüsterst meinen Namen.
Und ich höre dich,
höre dich in meinen Träumen,
wie damals, als alles begann.

Du sitzt da, im Wind des Lebens,
betest still Gebete für uns,
malst mein Gesicht in deine Hand.
Und ich sehe dich,
sehe dich in meinem Traum,
wie damals, als alles begann.

In meinen Träumen sehe ich eine Frau.
Diese Frau bist du.
Du sitzt am Bahnsteig, sehr allein.
Und du wartest dort auf mich,
blickst in die Ferne,
vorwärts in die Zukunft.
Eine Zukunft, die wir beide ahnen.
Du sitzt allein im Wind des Lebens,
aber dein Herz schlägt nicht hier.
Dein Herz schlägt weit entfernt.
Dein Herz schlägt in mir.

Mein Weg zu dir ist weit,
durch Länder und durch Zeit.
Mein Weg zu dir ist hart,
durch Tränen und durch Leid.
Aber ich werde dich wiederfinden,
werde dich wiedersehen.
Ich werde dich wiederwählen,
werde dich wiederhaben,
wie damals,
als alles begann.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2015 by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Haltet das Feuer am Brennen


Das erste große Dilemma vieler Partnerschaften besteht darin, sich irgendwann des Anderen sicher zu fühlen, ihn als Selbstverständlichkeit anzusehen. Man hat die Wohnung, das Haus, das Geschäft, die Kinder oder zumindest die gemeinsamen Jahre – das bindet in nicht zu unterschätzendem Maße. Aber in Wahrheit vermittelt es falsche Sicherheit durch Gewohnheit, der man im spröden Alltagstrott leichtfertig auf den Leim geht. Was einst als wildes Feuer unter freiem Sternenhimmel loderte, das ist jetzt einer lauen Zentralheizung gewichen, die dumpf jene Räume der Begegnung wärmt, welche früher aufregende Spielwiesen für Liebe, Sex und Drama waren.

Das zweite große Dilemma vieler Partnerschaften offenbart sich durch die Abstumpfung der Wahrnehmung hinsichtlich den Veränderungen, den Reifeprozessen, der Entwicklung des Partners – war es zu Beginnn noch spannend, die unerforschte Seelenlandschaft des Anderen zu entdecken, sich verwegen in die entlegendsten Winkel dieser Seele vorzuwagen, so meint man mit der Zeit, bereits alles erforscht zu haben. Das Bild ist gefestigt, erstarrt in stereotypen Ansichten über das Wesen des Partners. Man glaubt zu kennen, was man nur noch selten mit wachen Sinnen wahrnimmt.

Das dritte große Dilemma vieler Partnerschaften ist der Mangel an Bereitschaft zur Vergebung, weil nicht begriffen wird, dass man immer genau jenen Partner zur Seite hat, den man verdient und braucht. Du hast nie den falschen Partner, sondern stets den genau für dich und deinen momentanen Entwicklunsstand perfekt passenden. Je länger man zusammen ist, desto länger wird auch die Litanei beim Herunterbeten der Vergehensliste, die beide im Laufe der Zeit angelegt haben, um dem Anderen die Täter- und sich selbst die Opferrolle zuzuweisen. In manchen Partnerschaften bleibt dieses Spiel sogar als einzige Gemeinsamkeit übrig – es verbindet einander nichts mehr, außer die pathologische Freude daran, dem Anderen seine Vergehen aufzuzählen und sich selbst zu bemitleiden.

Fakt 1: Dein Partner ist dir niemals sicher! Egal wie solide der Background und wie schlau geplant die Zukunft anmutet, auf die man die Gemeinschaft gründet, ganz gleich, wie wundervoll die Liebesschwüre auch klingen mögen – der Andere bleibt ein Geschenk mit Widerrufsrecht, eine Leihgabe, die es jeden Tag, jeden Augenblick zu feiern gilt. Dankbarkeit und Wertschätzung für die guten wie die schlechten Tage, die Nähe, die Liebe, die Berührungen, den Austausch, die Körperwärme des Partners sind der Schlüssel hierfür.

Fakt 2: Dein Partner ist, so wie du selbst, ein lebendes, sich jeden Augenblick, jeden Tag durch Erkenntnisse und Erfahrungen veränderndes Wesen. Er wächst, er reift, er entwickelt sich von Moment zu Moment. Natürlich bemerkst du nicht jede subtile Veränderung, aber je mehr Aufmerksamkeit du dem Anderen schenkst, je größer deine Bereitschaft ist, den Partner täglich neu zu entdecken, desto deutlicher erkennst du, dass euer Feuer am Brennen bleibt, weil ihr beide unaufhörlich am Wachsen seid. Weil ihr euch durch eure seelische Unerschöpflichkeit, euer Wachstum ständig gegenseitig beschenkt.
Kannst du den Anderen immer wieder neu entdecken, dich wieder und wieder in ihn verlieben, indem du dir gewahr bist, dass er eine unerschöpfliche Seele ist, und du daher seiner Entwicklung ähnliche Aufmerksamkeit schenkst wie deiner eigenen, dann ist es kaum möglich, dass du irgendwann sagen musst „Wir haben uns einfach in unterschiedliche Richtungen entwickelt!“, denn das ist meist nur eine billige Ausrede für jene Paare, die sich gegenseitig jahrelang nicht mehr richtig wahrgenommen haben, da sie dem Irrglauben anheimgefallen sind, den Anderen längst restlos erforscht zu haben.

Fakt 3: Du machst Fehler, dein Partner macht Fehler, weil da, wo gehobelt wird, nun mal Späne fallen. Du machst keine besseren Fehler als dein Partner – du machst bloß andere Fehler. Eure größten Fehler, die tiefsten Verletzungen, die ihr einander zufügt, sind nichts weiter als ein Zeichen eurer Menschlichkeit, der keiner von euch entsagen kann, denn ihr seid nun mal zum Menschsein geboren. So wie du selbst weißt, dass du es tief drinnen bereust, wenn du deinen Partner verletzt hast, so kannst du sicher sein, dass es auch dein Partner tief drinnen bereut, wenn er dich verletzt hat, selbst dann, wenn er das nicht zugibt. Jeder Mensch handelt in jedem Augenblick nach dem ihm höchstmöglichen Maße. Hätte es dein Partner in den Augenblicken, als er dich verletzt hat, besser gekonnt, dann hätte er es mit Sicherheit auch besser gemacht – du kennst das von dir selbst!

Ihr seid beide durch die Verletzungen in eurer Partnerschaft dazu aufgerufen, euer Maß an Liebesfähigkeit zu erkennen und zu steigern. Und das geschieht nun mal einzig und allein durch den Akt der Vergebung. Wenn ihr bewusst genug seid, dann erkennt ihr sogar, dass es in Wahrheit gar nichts zu vergeben gibt. Denn ihr habt einander erwählt, um durch eure Begegnung gewisse Reife- und Entwicklungsprozesse zu erfahren, die der Erweiterung eures Bewusstseins dienen. Wenn du liebst, dann vergibst du. Und der Lohn der Vergebung ist deine eigene innere Freiheit, deine Unbeschwertheit. Alles, was du nicht vergeben willst, macht dich unfrei, macht dich schwer. Betrachte jeden Konflikt als Feld für Selbsterkenntnis und Wachstum, dann ersparst du dir die Opferhaltung und drängst deinen Partner nicht in die Rolle des Bösewichts. Was ihr einander vergeben habt, schweißt euch letztlich nur noch fester zusammen, denn es sind die Krisen, die euch zeigen, wie stark eure Verbindung ist.
In der Liebe gibt es weder Opfer noch Täter – es gibt nur Wege zur Bewusstwerdung!

Fazit: Die Begegnung zweier Menschen ist nie zufällig und dennoch ist sie ein gnadenvolles Geschenk, das es tagtäglich wertzuschätzen gilt. Ihr seid beide lebendige, der Evolution unterworfene Wesen, die bis zum Lebensende einen Entwicklungs- und Reifeprozess erfahren. Die Kunst sich täglich neu in die Unerschöpflichkeit des Anderen zu wagen, sich in Vergebung, Geduld und Akzeptanz zu üben, ist Garant dafür, sich wieder und wieder in einander verlieben zu können.
Wenn du willst, dass deine Partnerschaft auch noch nach Jahren rockt, dann haltet euch beide diese Tatsachen vor Augen. Haltet beide ganz bewusst das Feuer am Brennen, indem ihr euch täglich aufs Neue für die Liebe entscheidet, dann bleibt es auch beständig warm und hell in den Räumen eurer Begegnung.

Wenn du nicht nur dein eigenes Feuer am Brennen halten, sondern sowohl deine Selbsterfahrung als auch deine zwischenmenschlichen Begegnungen auf ein neues Level heben willst, dann klicke hier: ZUM SEMINAR →

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Was ist Dualseelen-Liebe?


Es ist so: Niemand ist für dich bestimmt. Nur du, du bist für dich bestimmt. Es gibt niemand da draußen, der dazu geschaffen wurde, dich zu vervollkommnen. Du bist nämlich bereits eine vollkommene, vollständige Einheit. Dir fehlt nichts, um komplett zu sein. Die Existenz liefert dich nicht als unvollständigen Bausatz aus, der dazu verdammt ist, den Rest seines Lebens nach Bauteilen zur eigenen Vervollständigung zu suchen. Du bist bereits ganz. Du bist schon vollständig. Aber einmal im Leben, ein einziges Mal nur, tritt eine Seele in deine Erfahrung, die sich mit der Schwingung der Seele, die du in Wahrheit bist, zu einem unsagbar kraftvollen Lied zusammenfügt. Ein Lied, das euer beider Entwicklung, euer Karma auf erhabenste Weise zu klären vermag. Dieses Seelenlied macht Quantensprünge in eurer Bewusstwerdung möglich.
Die meisten Menschen sind jedoch zu sehr in ihren Ich-Verhaftungen verwickelt, um diese eine Seele überhaupt zu erkennen. Doch selbst wenn sie erkennen, stellen sie sich gegenseitig ein Bein über den Verstand, über ihren notorischen Egotrip, bis sie letztlich daran vorbei und wieder zurück in mehr oder minder profane Bedürfnis-Partnerschaften stolpern.

Die wenigen, die erkennen und in der Lage sind, das Lied dieser Seelen dauerhaft erklingen und anschwellen zu lassen, erleben nach einer Phase gegenseitiger Zertrümmerung und anschließender Wiederherstellung metaphysische Verschmelzung, höchste spirituelle Ekstase, totale Transformation. Der Andere ist dann wie ein Portal, durch das du schreitest. Ein Portal in ein neues Universum des Eins-Seins – Liebe wird nicht mehr als Bedürfnis erfahren, sondern als Multiplikator zur Schöpfung eines seelischen Doppelsterns.

Ein solches Paar wird zum Leuchtfeuer innert der dumpfen Dunkelheit dieser Matrix, in der sich der Großteil der Menschheit noch befindet. Ein solches Paar vereint Yin & Yang als lebendiges Exempel. Es ist nichts Geringeres als die Hochzeit des männlichen und weiblichen Prinzips in absoluter Totalität des sich selbst erkennenden Allbewusstseins. Das ist es, was sich abspielt, wenn ihr von „Dualseelen-Liebe“ sprecht – was immer schon Eins war, sich aber auf Ebene der Illusion bisher als gespalten darstellte, erkennt sich nun in neuer Klarheit wieder und verschmilzt letztlich auf einer höheren Daseinsebene zu seiner ursprünglichen Form.

Falls du dich bereit machen und aus unbrauchbaren Verhaltens- und Beziehungsmustern sowie aus karmischen Verträgen lösen willst, um Raum für eine wirklich tiefe Seelenverbundenheit zu schaffen, dann klicke hier: ZUM SEMINAR →

ANDERSMENSCH – VENUS FINDET MARS

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Ausgeatmet


Vor ihm die unbekannte Straße.
Hinter ihm Erinnerung, Momente, ihr Atem.
Sanft fühlt er diesen Atem noch,
wie den Schleier heimlicher Engel,
durch seine Seele hauchen.

Bedächtigen Schrittes entfernt er sich
aus dem Bild dieses Winters
einem Frühling entgegen.
Im Kopf setzt etwas den Punkt am Ende
des letzten Satzes einer Geschichte.
Einer Geschichte von Licht & Schatten,
von Liebe & Abschied,
von Neubeginn & Lebewohl.

An einer Kreuzung hält er inne,
formt stille Bilder ihres Gesichts
aus dem Rausch neuer Möglichkeiten,
sucht im Abgrund hinter den Lidern
hoffend nach Halt und Grund.
Doch das Paar hat ausgeatmet,
hat den Gleichklang ihres Herzens
dem Scheideweg geopfert.

Er vergisst die Fehler,
erinnert die Liebe,
kommt ihr einen Augenblick wieder nah,
aber lässt dann los.
Er vergisst die Tränen,
erinnert die Zärtlichkeit,
inhaliert sie für einen kurzen Moment,
aber lässt dann los.
Er vergisst den Schmerz,
erinnert die Geborgenheit,
umarmt sie für einen Herzschlag,
aber lässt dann los.

Er erinnert ihre Stimme,
ihren Duft,
ihre Wärme,
ihr Lied,
ihre Liebe,
aber er kann sich einfach nicht daran erinnern,
sie endlich zu vergessen.

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Sackgassen sind nicht das Ende


Manchmal schickt dir das Leben Zeichen um Zeichen, aber du läufst stur auf eine Sache fixiert, so als gäbe es ausschließlich dieses eine Ding, blind daran vorbei, um dich letztlich in einer Sackgasse wiederzufinden. Dann stehst du eine Weile ratlos rum, weinst vielleicht, resignierst. Doch irgendwann ertönt von irgendwoher ein leiser Ruf, der dich hinausführt. Und plötzlich erkennst du! Neuer Wind weht in deine Segel, weite Ozeane und unentdeckte Küsten eröffnen sich und warten.

Du stehst auf dem Oberdeck und sagst:
„Ich bin bereit, meine Liebe zu teilen. Ich bin bereit, ganz von vorne anzufangen und das Alte, Schwere in Dankbarkeit aus dem Rucksack meines Lebens zu entfernen. Meine Liebe teile ich wieder mit allem, was ist.“
Denn du hast dir vielleicht alles nehmen lassen, doch niemals deinen Glauben an die Liebe. Du verschenkst sie nun wieder, die Liebe. Überschwenglich. Uneingeschränkt. Freudig wie ein Kind.

Dann, an einem ganz besonderen Tag, gehst du an einer frischen Küste vor Anker, betrittst neues Land, und das Erste, was dich da empfängt, ist mindestens das dreifache Maß jener Liebe, welche du gegeben hast…
Sackgassen sind demnach nicht das Ende, sondern ein Aufruf, die Richtung zu ändern. Und Liebe dient auf allen Wegen als der Magnet für die Nadel des Kompasses in deinem Herzen. Folge ihr!

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