Du und die Kinder


Es ist eine Ehre, die dir das Leben erweist, Vater oder Mutter eines oder auch mehrerer Kinder zu sein. Wenn dir diese Ehre zuteil wird, dann ehre auch du das, denn durch ein Kind bezeugt die Existenz, dass sie dir vertraut! Sie legt das Leben eines Kindes in deine Hände in all seiner Verletzlichkeit, in all seiner Schutzbedürftigkeit, in all seiner Reinheit, in all seiner Schönheit; und du darfst für dieses Kind da sein, darfst es begleiten ein Stück seines abenteuerlichen Weges durch die Welt. Kinder sind deine Unsterblichkeit auf physischer Ebene, in ihnen lebst du weiter.

Was dein Kind braucht, ist in erster Linie Liebe, Aufmerksamkeit, Geborgenheit. Wenn du einem Kind diese Dinge nicht geben kannst – wie soll es später selbst diese Dinge geben können? Wie soll es selbst zu einem Liebenden werden? Wie soll es dann selbst die ihm geschenkten Kinder lieben?

Ein Kind fragt nicht, ob es in einer Villa lebt oder in einem Mercedes zur Schule gebracht wird, ein Kind fragt nicht, ob seine Kleidung Marken trägt, ein Kind fragt nicht, wann du den nächsten Karriereschritt machst – ein Kind ruft schlicht nach Liebe! In seinen Augen kannst du diesen Ruf vernehmen, in seinen Umarmungen liegt dieser Ruf, in seinen Träumen träumt es ausschließlich von Liebe. Erhöre diesen Ruf, denn das ist deine heilige Pflicht. Schenke den Kindern weniger Güter, schenke den Kindern alle Liebe, alle Aufmerksamkeit und alle Geborgenheit, zu der du fähig bist. Schenke einem Kind Zeit mit dir, denn ihr habt niemals ausreichend davon – Zeit ist das knappe Gut in deinem Leben, deshalb wähle weise, wem du sie schenkst und womit du sie verbringst.

Liebe, Aufmerksamkeit, Geborgenheit – dies sind jene Wunder, die du dir selbst als Kind gewünscht hast. Jetzt kannst du dem Kind in dir geben, was man ihm damals vielleicht nicht gab, als es meist still seine Eltern danach angefleht hat. Du kannst all das nun durch jene Kinder geben, die dir das Leben anvertraut hat. Durch die Liebe zu deinen Kindern heilst du dein inneres Kind.

Liebe ist jenes Licht, welches die wunderbare Blüte des Lebens, die dein Kind verkörpert, zum erblühen bringt. Aufmerksamkeit ist jene Nahrung, die dein Kind stark macht. Geborgenheit ist das Umfeld, in dem die Blüte reifen kann. Kinder benötigen ein Klima der Liebe, um vollends zu erblühen. Nur in Liebe kann diese Blüte ihre volle Pracht entfalten.

Ein Kind ist niemals dein Kind – es gehört sich selbst. Es ist lebendiger Teil des Wunders der Existenz. Es gehört dir nicht, aber es wurde dir in vollem Vertrauen in Obhut gestellt. Achte jene Kinder in deiner Obhut, denn so achtest du das Leben. Lehre ein Kind mit dem Herzen zu sehen, lebe es ihm vor, indem du es selbst durch dein Herz betrachtest. Schaffe ein Klima der Liebe, sei aufmerksamer Zeuge des Lebens jener Kinder in deiner Obhut und nicht bloß gelegentlicher Besucher der Kinderwelt. Werde zu einem Ort der Geborgenheit für ein Kind – es gibt keinen größeren Lohn, als das Glück und die Freude eines Kindes; es gibt kein schöneres Gesicht, als jenes eines glücklichen Kindes; es gibt kein göttlicheres Lachen, als das eines fröhlichen Kindes.

Lass zwei Generationen von Kindern in Liebe aufwachsen und du hast eine neue Welt!

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2014 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

2 Gedanken zu „Du und die Kinder

  1. ja … wie fein …

    so er-lebe ich es auch …

    meine wert-geschätzten sind … namasté bald 30 jahre und naomi 26 1/2 …

    das leben meinte es wunder-voll mit mir …

    denn …

    ich war und bin all-ein-begleitendes sein im sein …

    welche ein genuß …

    danke dir für deine worte …

    your angel

  2. GEBE den Kindern Zeit mit dir, nicht materielle Güter lassen ein Kind reifen und glücklich werden. Wenn beide Eltern meinen, ganztags arbeiten müssen und ihre Kinder nur noch abends für ca drei Stunden um sich haben, wird sich Jahre später zeigen wie die Kinder mit den Eltern umgeben.Die kleinen Seelen sind so verletzlich und werden viel zu früh auf unsere Leistungsgesellschaft programmiert.

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