Lebe extrem!



Um deinen täglichen Routinen, deinen Ängsten und falschen Sicherheiten zu entkommen, um ein vollständiges, aufregendes und außergewöhnliches Leben zu leben, solltest du extrem leben. Suche Extremsituationen, schaffe sie dir, lass dich voll darauf ein.
Ich sage nicht, denke extrem, ich sage, lebe extrem. Extreme Denkstrukturen machen dich fanatisch, dogmatisch und im schlimmsten Falle wirst du zum Wahnsinnigen. Deshalb solltest du dein Denken extrem reduzieren, fahre dafür dein Empfinden, deine Gefühle extrem hoch.
Intensives Empfinden ist die Befreiung des göttlichen Funkens in dir. Als Kind konntest du noch extrem empfinden, doch mit der Zeit wurdest du Sklave der Vernunft, hast begonnen, deine Gefühle mit dem Verstand zu dämpfen und somit das Leben zu beschneiden. Wenn du glücklich bist, sei extrem glücklich. Wenn du traurig bist, sei extrem traurig. Wenn du liebst, liebe extrem. Wenn du wütend bist, wüte extrem. Wenn du Lust verspürst, lebe sie extrem aus, wenn du Leid empfindest, gibt dich ihm extrem hin. Wenn du dich mit einer Sache befasst, befasse dich extrem damit. Gib alles. Öffne dich voll und ganz dem Leben und schenke dich dadurch der Welt vollkommen. Sie wird dir Wunder um Wunder dafür geben.
Wenn du nicht extrem leben kannst, wirst du am Ende deines Lebens feststellen müssen, dass du eine halbe Sache warst, halbtot oder halblebendig, aber nie voll am Leben, abgestandenes Mineralwasser, statt vollmundiger Wein – wer möchte das schon?
Durch das extreme Leben findest du schließlich eine stille, unbewegte Mitte in dir, die immer schon da war, einen Ort in deinem Innersten, der von allen Extremen unberührt blieb. Das ist dein wahrer Kern.
Extremsituationen zeigen dir, wer du wirklich bist. Extremsituationen führen zum Wechsel des inneren Paradigmas, sie bewirken einen Quantensprung.
Was du zu einem extremen Leben brauchst? – Mut! Nichts weiter als Mut.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Blüten dieses Baumes


Ich möchte wissen, dass du liebevoll und zärtlich mit dir selbst umgehst, weil du erkannt hast, du bist eine einzigartige Blüte am Baum des Lebens. Es würde mein Herz froh machen zu wissen, dass du deine eigene Zerbrechlichkeit liebst, weil sie dich zu dem Wunder macht, das du bist.
Es wäre mir eine Freude, wenn deine Farben schillern und hell erstrahlen dürften wie die Flügel eines Schmetterlings im Sonnenlicht, und du herrlich sein dürftest, weil du an nichts gemessen werden kannst.
Alles Zarte ist sanft zu berühren, so wie du sanft zu berühren bist in deiner Seele, die so fragil, so weich und einmalig ist wie ein Augenblick im Frühling, in dem dich ein Fremder freundlich anlächelt, wenn du traurig bist, wie der erste Schrei eines Neugeborenen, wie die Wärme eines Regentropfens im Juli.
Ich würde dir von Herzen wünschen, du könntest in einer Welt leben, in der du deine ganze Sanftheit ausleben darfst, ohne dass man sie dir als Schwäche zur Last legen möchte, indem man auf dich tritt wie auf einen kleinen bunten Käfer, dessen Namen man nicht kennt, weil man sich hastend und blind vor Furcht um das eigene Überleben sorgt.
Ich möchte für dich und mich beten, damit wir eines Tages keine Angst mehr voreinander haben müssen, da wir beide wissen: Wir sind zarte, vergängliche Blüten am selben Baum desselben Lebens.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2012 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Farewell, Jeanne d’Arc!


Ich sah dich hoch zu Ross
in einer schimmernden Rüstung,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön.
Raue Winde des Schicksals
griffen durch dein wildlanges Haar,
trugen den Duft deines Mutes
schwer über meine Länder.
Und so zwang mich der Ruf still zu dir
jenseits der Grenzen,
die besser kein Mensch übertritt.


Deine Arme waren kostbares Eiland,
Wiedergeburt und Neubeginn,
warm wie ein Regen,
der die Wunden sanft heilt.
In deinen Augen lag tröstende Heimat
nach all den beschwerlichen Pfaden.
Kein Mann und auch kein König
würde jemals dein Herr.
Doch um mein Herz schlugst du
kalt eiserne Bänder,
obgleich du wohl wusstest,
sein Schlag galt längst nur noch dir.

 

Ich sah dich reiten im Nebel des
Morgens,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön,
barfuß wie immer,
doch diesmal allein,
denn du rittst nicht mit mir.
Da war kein Blick zurück,
bloß der tote Staub deiner entschlossenen Spur.
Kalt die Angst, dich nie mehr zu sehen,
befahl meinem Ritt töricht Galopp,
doch die Flüsse der Zeit ohne Gnade
holt selbst der wildeste Reiter nicht ein.
So blieb ich zurück,
die Tage schwermütig zählend,
mit jeder grausamen Sonne vergehend,
denn du kehrtest nicht wieder.

Die linke Flanke deckte ich dir
in gemeinsamen Schlachten,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön.
Die Faust hoch gen Himmel,
um deines Banners und Namens Willen,
der als Ruf des Sieges hallte
durch die fließenden Schleier der Zeit,
so dass Burgen erzitternd
von selbst in sich zusammenfielen.

Über Leben und Leben hinfort
war da nur ein einzig brennender Wunsch
ewig an deiner Seite König und Gatte zu sein,
stets den liebenden Mut,
für dich durch die Feuer jeder Hölle zu gehen,
und wenn es das Schicksal so wünschte,
dann in Liebe für dich auch zu fallen.

Ich saß dir zu Füßen mit königlichem Stolz,
lauschte deinen magischen Träumen
als wären sie ein Lied der Ewigkeit,
verloren in den Welträumen deiner Seele,
küsste den Kindhöhlenbauch,
ergab mich süßem Tod in Sommernächten mit dir.
Und du legtest das Kleid des Kampfes ab,
leicht als wäre es des Mondes Schein,
jetzt endlich ganz Frau in meiner Umarmung,
befreit, um keine Kriegerin mehr zu sein.

Ich sah dich hoch zu Ross
in einer schimmernden Rüstung,
meine Königin,
strahlend, unerbittlich schön.
Keine Heldentat schrieb ich noch in ein Buch,
blieb unser Thron doch stets kalt und leer.
Immer noch folge ich deiner schwindenden Spur,
doch die spricht schlicht und bitter,
du kehrst nimmermehr…
– Farewell, Jeanne d’Arc!

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Die Auflösung deiner Person


Jenseits deiner begrenzenden Identifikationen existiert die Person nicht, die du glaubst zu sein. Du bist nicht die Person, der du anhaftest. Diese Person ist nicht mehr als das Ergebnis deiner Erziehung, deiner Programmierung und Konditionierung, deiner Erfahrungen, mit denen du dich identifizierst, sie ist ein Produkt deiner Einbildung – ein Nebel, eine Illusion deines Verstandes. Je näher du deinem wahren Kern kommst, je deutlicher dein wahres Sein durch den Schleier der Illusion hervortritt, desto mehr verschwindet diese Person. Sie löst sich auf. An ihre Stelle tritt eine Präsenz. Eine Präsenz ohne Identifikationen, ohne starre Charaktereigenschaften, ohne Vorlieben, ohne Abneigungen, ohne Fragen, ohne Urteile. Wenn du mehr und mehr die Illusionen deines Egos loslassen kannst, erkennst du, dass du einen Raum nicht mehr betrittst und keine Zeit dich begrenzt, denn deine Präsenz ist in allen Räumen zu jeder Zeit. Aus der Person, die du einst warst, jenseits von Diesem und Jenem, wird eine Tendenz, eine Einladung, eine Antwort auf die Fragen anderer. Du musst diese Antwort gar nicht aussprechen, alleine deine Gegenwart wird Antwort genug sein. Der vollbewusste Mensch ist keine Person – er ist eine Präsenz, eine Einladung. Seine Gegenwart alleine ist Befreiung für jene, die bereit sind, die Illusion von der eigenen Person aufzulösen.

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Du und die Sache mit der Identifikation


Identifikation ist dein größtes Dilemma. Du identifizierst dich mit zu vielen Dingen – mit deinen Meinungen, Ansichten, Philosophien, Grundsätzen, Wünschen, Vorstellungen, Hoffnungen, Befürchtungen, Ängsten und Verletzungen. Du identifizierst dich mit deinem Körper, deinen Gedanken, deinen Gefühlen und Emotionen. Du identifizierst dich mit deinem Kontostand, deinem Auto, deinem Haus, deinen Mitmenschen und deren Meinungen über dich. Am allermeisten identifizierst du dich mit deinen Problemen, und das größte davon bist du selbst mit deiner ständigen Identifikation.
Du identifizierst dich mit allen möglichen Dingen und wirst so zu ihrem Sklaven, doch wo bleibt da deine Freiheit? Wo bleibt das unbeschwerte Kind? Wo bleibt deine ureigene Identität? Wo bleibt da noch Raum für das pure Leben, das du bist? Wo bleibt deine Impulsivität, deine Spontanität, deine Verrücktheit, deine Herrlichkeit? – Deine Identifikation ist Anhaftung an alles Mögliche. Anhaftung lähmt dich. Sie hindert dich daran, das zu sein, was du sein möchtest – Freiheit, pure Freude!
Sieh die Natur an. Denkst du, die Rose identifiziert sich mit ihrem Duft, der Vogel mit seinem Gesang, die Wolke mit ihrer Form, das Meer mit seinen Wellen, die Sonne mit ihrem Licht? – Nein. All diese Erscheinungen sind fern jeder Identifikation. Das einzige, was sie sind, ist purer Ausdruck des Seins; sie sind pure Freude.
Woher kommt all deine Identifikation? – Sie entstammt deiner ständigen Frage nach dem „Wer bin ich?“ Darauf gibt dir dein Verstand, dein Ego, ständig Antworten und mit jeder Antwort glaubst du mehr und mehr, dieses oder jenes zu sein. Doch du bist nichts von alldem. Nimmt man dir auch nur eine deiner Projektionsflächen für deine Identifikationen, dann bekommst du Angst, fürchtest sogar, du würdest aufhören zu existieren. Doch das ist nicht nötig. Wenn du nämlich beginnst, den zu entdecken, der in deinem Körper steckt, der hinter all den Identifikationen wartet, dann wirst du erkennen, dass da nichts weiter ist als Stille. Und nicht einmal Stille ist da, denn du und ich, wir existieren in Wahrheit gar nicht. Es gibt uns nicht. Wir sind bloß Illusion.
– Das ist die härteste Lektion für dein Ego.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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