Vergebung vs. Vergeltung


Die Erfahrungen deines Lebens sowie deine wachsende Bewusstwerdung sollten dir klarmachen, dass jeder Mensch in seinem Herzen gut, dass jeder Mensch in seinem Kern unbefleckt ist. Völlig egal, welch fragwürdige Dinge er getan, welch unheilbringende Entscheidungen er getroffen hat – in jenen Momenten war es ganz einfach die ihm höchstmögliche Handlungsweise. Hätte er es in diesen Augenblicken besser gekonnt, dann hätte er es mit Sicherheit besser getan – er hätte weiser entschieden, er hätte liebevoller gehandelt.
Jeder Mensch empfindet Reue für gewisse Entscheidungen, für gewisse Handlungen in seinem Leben. Ob er diese Reue nun laut verkündet oder sie im Stillen mit sich trägt – jeder Mensch reut, jeder Mensch wird automatisch von seinem eigenen Gewissen zur Rechenschaft gezogen, ganz gleich, ob man ihm dies ansieht oder nicht. Deshalb solltest du es unterlassen, die Welt in Täter und Opfer zu unterteilen. Du solltest aufhören, dich deinen primitiven Rachegelüsten hinzugeben und wie ein vergeltungssüchtiger Idiot nach harter Bestrafung zu lechzen. Bestrafung macht keine Tat ungeschehen. Bestrafung kann einen Menschen nicht bessern – sie bessert bloß seine Fähigkeit, fragwürdige Taten zu verschleiern, um der Bestrafung zukünftig zu entgehen!
Begreife, dass das Belohnungs-Bestrafungssystem deiner neurotischen Gesellschaft von primitiven Geistern geschaffen wurde, die es selbst nicht besser wussten. Dieses System hat niemals etwas Anderes bewirkt als noch mehr Leid. Niemals wurde ein Mensch dadurch gebessert! Das Einzige, was einen Menschen bessert, ist Vergebung und die liebevolle Erinnerung an seinen göttlichen Kern. Nur dadurch entsteht Frieden. Bestrafung kann keinen Frieden bringen. Nur Vergebung und Liebe kann zu Frieden führen. Vergiss nicht: Jeder war schon mal Opfer, jeder war aber auch schon Täter. Übe dich täglich in Vergebung. Zunächst vergib dir selbst und dann auch allen anderen alles – verzeihe, danke, liebe! Einen anderen Weg zum Frieden gibt es nicht.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2011 text by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

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