An Dich


(für mein Dual)

Wie haben sie versucht zu berühren
und berührten doch nicht.

Mich kann man nicht berühren.

Zauber zerbricht im Morgenlicht.
Lässt nichts dauern,
nur schalen Geschmack
eine Flucht zurück in mich.

Oft lügen die Pupillen.
Lügen dich
im Lichte einer Laterne,
im profanen Schein des Mondes.
Irgendwo dort unten am Kanal
jemand,
der dir ähnlich sieht,
mich wickelt in Fäden,
im Unwirklichen,
im Spiel von Schatten
und seinem Gegenstück.

Was ich wähle,
ist meine Wahl.
Und Wahl ist,
bereits gewählt zu haben.

Dämmernd klärt sich deine Ungeborenheit
schwebend im Namenlosen.
Unantastbar, unsichtbar.
Unmöglich.

Ich liebe mich hinein
in mein Mädchen,
spüre im Traum Küsse;
fließe durch Rippen – Zeiträume,
die unser sind;
liebe uns vorbei an Sternen,
die keine sind,
die keinen Namen tragen,
wie du.

Dann weint mein Schlaf,
und du kommst,
lässt mich kriechen
in deinen Bauch
wo ich kauere und harre.
Embryo unter deinem Herzen.

Dein Atem dringt ein,
berührt nicht.
Nichts von Draußen berührt,
streift meine Seele,
die versandet, spröde,
wunderbar verschmilzt
mit deinem Sonnenstrahl.

Bald bin ich geweckt und sehnsüchtig
für immer ein Tropfen Zeit –
mit fließendem Auge, zerrissener Brust,
flüsternd:
Ich liebe mich in dich,
in deinen Nichtleib.
Warte auf dich,
dort im Namenlosen
in mir.

David P. Pauswek – Der Andersmensch (2004)

© 2011 by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Im Lied der Quelle


Schönes geschieht genau in diesem Moment. Eine neue Zeit ist angebrochen. Mutter Gaia, die uns trägt, nährt und liebt, erhöht ihre Schwingung, verbindet sich mit der universellen Kundalini auf herrlich neue Weise. Wir alle spüren das. Unsere Schwingung hebt sich, der Aufstieg in ein erhabeneres Bewusstseinsfeld hat längst begonnen. Die Engel der zweiten Welle haben ihre Arbeit gut getan, denn zahlreiche Seelen treten hervor aus dem dunklen Schleier der Unbewusstheit. Ihr Licht hat lange Zeit nur sanft geleuchtet, doch jetzt erstrahlt es sonnengleich, dringt durch den Nebel der Dumpfheit, einem kosmischen Morgen ebenbürtig.

Wir erkennen nun mehr und mehr, dass da niemals eine Trennung zwischen uns und der liebenden Quelle, der Göttlichkeit, der Schöpferkraft war. Wir alle fühlen in unserem Innersten, dass wir selbst diese Quelle sind, denn wunderbare Seelen sind wir – geboren durch die All-Seele, hervorgetreten aus All-Dem-Was-Ist, als Individuationen des unerschöpflichen Lichtes sind wir eins mit allem Leben, denn da war und ist nichts anderes als ewiges Leben.

Erleuchtete Wesen sind wir, verbunden mit allem, die mutig in die dichten, niederen Schwingungen der Urenergie eingetaucht sind, um sie anzuheben. Einen Körper haben wir uns geschaffen nach unserem Bilde, um diese Welt der Schönheit in ihrem vollen Umfang zu genießen, sich ihrer zu erfreuen.

Seht wie herrlich die Welt! Seht wie liebevoll das Ganze!

Wir erkennen, dass wir unendlich geliebt sind, es auch immer waren und ewiglich sein werden. Geliebt sind wir, geborgen und getragen im endlosen Mutterleib der Quelle.
Wunderbare Lichtwesen sind wir auf der ewigen Reise durch unser herrliches wahres Selbst.

Der Aufstieg in diese neue Zeit, in diese neue Schwingung, ist ein Segen für uns inkarnierte Seelen und Engel.
Fragst du dich nicht auch manchmal:
Warum bin ich gerade zu dieser Zeit geboren?
Warum erlebe ich diesen universellen Quantensprung als verkörpertes Wesen?
Warum ist diese Gnade mir zuteil?

– Ja, mutige Seelen und Engel sind wir. Wir, die wir gemeinsam der Quelle die große Freude schenken, ihr zu gestatten, sich als die, die wir sind, zu erfahren in dichter Form.

Und ich höre die Quelle singen in meiner Seele. Das göttliche Lied vibriert zärtlich durch jede Zelle, jeden Partikel meines Seins und auch ich tanze und fließe geborgen und eingebunden in der aufsteigenden Drehung dieses heiligen Klanges. Es ist die süßeste liebevollste Schwingung, die ich jemals erfahren habe. Sie lässt mich erschauern in tiefem Frieden. Ich halte inne. Gebe mich hin. Und ein endlos dauernder Herzschlag Gottes spült all meine Schatten davon mit unermesslicher Liebe, ganz sanft.
Meine Schwingen aus Geist erzittern vor Ergriffenheit, füllen sich gleichsam mit weißgoldenem Liebeslicht, entfalten ihre ursprüngliche Erhabenheit.

Ich liebe dich. Ich liebe dich unendlich, mein wunderschönes Erdenkind, mein strahlender Engel, mein Leib, mein Gefäß – so singt sie mir, die Quelle, und auch dir singt sie auf diese Weise. Höre hin mit den Ohren deines Herzens! – Wunderschön bist du, Bruder-Schwester, vollkommen angenommen in deinem So-Sein, bedingungslos akzeptiert in all deiner Form als das, was du bist.

Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind der Erde wird diesen Gesang nun vernehmen mehr und mehr. Klarer. Deutlicher. Inniger

Geliebt bist du in einem Maße, das jenseits deiner bisherigen Vorstellung liegt. Unendlich geliebt sind wir alle.
Unendlich geliebt.
Wir sind das Licht der Welt, denn in Wahrheit ist es nur Liebe.

– David Peterson Pauswek (Antarion-Antara Ra)

© 2011 by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Die Provokation des Lichts


Der spirituelle Weg führt zunächst durch das Ausprobieren zahlreicher Theorien, Philosophien, Praktiken und Lehren. Die frisch erwachte Seele wähnt hinter jeder die endgültige, absolute Wahrheit und das Ego verkündet diese aufgeregt plappernd wie ein kleines Kind, das soeben etwas Neues in der Schule gelernt hat. Widerspricht ein anderes Ego, dann wird das Ego, das sich gerade auf herrliche Weise in einer neuen Theorie täuscht, ziemlich sauer und beginnt mit allen Mitteln, die neu entdeckte „Wahrheit“ zu verteidigen als die einzige, wahre Wahrheit…

Mit zunehmender Bewusstheit aber entwickelt sich auch das Ego, es wird stiller und die Seele dringt immer mehr durch. Irgendwann erkennt die Seele, dass es gar keinen spirituellen Weg gibt, weil jeder Weg der einzige Weg ist, denn alle Wege führen ans selbe Ziel – zur Erkenntnis, dass es in der Unendlichkeit überhaupt kein Ankommen gibt.

– Alle Mühen umsonst, alle Bücher, Lehren und Diskussionen für die Katz – die aber liegt schnurrend hinter dem warmen Ofen, ist gelassen, locker und einfach jetzt hier.

Erleuchtung ist nicht das Ziel, Erleuchtung ist der Grundzustand. Da sind keine Lernaufgaben, keine Lektionen, keine Erfordernisse – da ist nur die Illusion dessen. Erleuchtung ist ein Fingerschnippen, ein einziger Moment des sich er-INNERns. Jeder ist Licht. Jeder ist erleuchtet. Die einzige Frage, die sich stellt, ist:
Wie hell strahlt mein Licht?

Und so habe ich alle Bücher geschlossen, alle Meister verabschiedet, alle Diskussionen beendet. Alleine das Licht, das ich bin, lasse ich erstrahlen, heller und heller. Es ist das Einzige, was von Interesse ist – das Licht, das ich bin.
Und betrete ich einen Raum, dann kann es geschehen, dass man mich hasst, weil das Licht, das ich bin, den Raum so erhellt, dass es den Blick frei macht auf jene dunklen Winkel in den Seelen, in welche die Menschen nie blicken wollten. Und dann neiden sie mir das Licht, das ich bin, weil sie vergessen haben, dass auch sie das Licht, das ich bin, in sich tragen.
Mich aber kostet das ein liebevoll mildes Lächeln des Wohlwollens, denn es gibt keinen Hass, keine Ablehnung, die ich in meiner stillen, warmen Liebe zu dem Licht, das ich bin, nicht über kurz oder lang transzendiere.
In meinem wahren Kern blieb ich stets unberührt.
In meinem wahren Kern blieb ich stets geliebt.
In meinem wahren Kern bin ich jeder.
Dort bin ich auch du.

© 2011 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.

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