An dich, Oh Seele


Ich, Andersmensch, mache die Notwendigkeit des Abschiedes,
des Trauerns und Leidens nun zu meiner Geschichte,
die ich für die kalten Tage des Herbstes als Gewand tragen möchte,
bevor ein Winter kommt,
der mir einen neuen Mantel der Wahrheit abfordert,
denn auf diese Weise verfahre ich stets mit meinen Philosophien
– ich übergebe sie eines Tages der Altkleidersammlung des Lebens,
sobald ich ihnen entwachsen bin.

Ein frisches versöhnliches Frühjahr wird kommen,
mir die steifen Fetzen des Winters vom Leibe reißen,
mir duftende Blüten lächelnd ins lange Haar flechten,
meine winterbleiche Haut mit lauem Regen küssen.
Vögel mögen das helle Lied der Liebe anstimmen,
damit ich mich zwischen den heißen Schenkeln eines satten Sommers,
der nahtlos deinen Namen trägt,
neuem fülligen Leben hingeben darf.

Ich bin der unaufhaltsame Lauf der Dinge,
die Hand des Lichts, die ihn niederschreibt um deines Namens Willen.
Du wirst ewig an meiner Seite sein und ich an der deinen.
Aus deinem lichten Quell entspringt all meine bittere Trauer,
all die süße unbändige Freude.
Du bist das Namenlose aus meinen Träumen,
das Schattengesicht meiner Zukunft,
Oh, du meine geliebte tanzende Seele.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2011 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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