Du bist meine Lieder


Manchmal denke ich,
gleich einer Nachtigall,
die erst zu Schönheit anstimmt,
wenn sie sich einen Dorn
in den Leib treibt,
so bin ich.

Meine Töne sind Silben,
meine Lieder Poesie
und mit jedem Satz,
den ich aufs Papier weine,
treibe ich den Dorn,
der du mir geworden bist,
tiefer in meine Seele.

Zerrissen hast du mich,
meine Träume gestutzt
wie die Flügel jener Nachtigall.
Und die einzig süsse Vergeltung
sind die Gesänge meiner Sehnsucht,
die nun ewig in deiner Seele hallen.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2011 text by David P. Pauswek der Andersmensch. All rights reserved.


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Mit meinen Sinnen


Dich mit meinen Augen sehen,
könnest du dies einmal nur mit meinen Augen,
du würdest erkennen,
wie Schönheit im ewig göttlichen Sinne blendet.

Dich mit meinen Händen berühren,
könntest du dies einmal nur mit meinen Händen,
du würdest wissen,
wie die lichte Haut eines Engelwesens verführt.

Dich mit meinen Ohren hören,
könntest du dies einmal nur mit meinen Ohren,
du würdest verstehen,
wie die ewige Symphonie der Göttin das Herz rührt.

Dich mit meinem Mund schmecken,
könntest du dies einmal nur mit meinem Mund,
du würdest begreifen,
wie Ambrosia und himmlischer Nektar dich nährt.

Dich mit meiner Nase inhalieren,
könntest du dies einmal nur mit meiner Nase,
du würdest erinnern,
wie ein Säugling sich an der Brust der Mutter fühlt.

Dich mit meinem Herzen spüren,
könntest du dies einmal nur mit meinem Herzen,
du würdest entflammen,
wie die unendliche Freude eines Heimkehrenden.

Dich mit meiner Seele fühlen,
könntest du dies einmal nur mit meiner Seele,
du würdest erschauern,
wie ein Schmetterling bei seinem ersten Flug.

Dich mit meinen Sinnen wahrnehmen,
könntest du dies einmal nur mit meinen Sinnen,
du wüsstest,
dass in deinem Spiegelbild kein Zweifel liegt.

Hättest du all dies einmal nur gekonnt,
du wärst niemals vor deiner Liebe geflüchtet.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2011 by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Von Falken und Steinen


Einmal, in einer Sommernacht,
in einem mir fremden Land,
da blickte ich in das Gesicht einer Frau
und sah all ihre ungeborenen Kinder.
Ich legte ihr unter fließendem Wasser
die Hand mit meiner ganzen Liebe darin aufs Herz
und fühlte all ihre unerfüllten Träume.
Ich versprach wortlos,
jeden Zweiten davon zu erfüllen.

Einmal, in einer Sommernacht,
an einem ihr fremden Ort,
da sah eine Frau in mein Gesicht
und erblickte all meine vergangenen Leben.
Sie legte mir im wehenden Wind
die nackten Füße mit jedem ihrer Wege in den Schoß
und wusste all meine ungegangenen Schritte.
Sie versprach wortlos,
jeden Zweiten mit mir zu gehen.

Einmal, in einer Sommernacht,
in einem heiligen Raum,
da liebte ich eine Frau und sie liebte mich
und der Himmel kam auf die Erde hernieder.
Wir bluteten auf weißen Laken,
füllten die Welt mit Atem, mit reinem göttlichen Licht
und verschmolzen zu einem Wesen.
Wir versprachen einander wortlos,
dies Wesen zu lieben als unser Kind.

Am Schloss gegenüber saßen wissend die Falken
auf einem Stein.
Ihr Ruf hallt noch immer.

– David P. Pauswek – Der Andersmensch

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Aufruf zum Andersmensch


Ich stelle mir vor, wie du dich morgen Früh vor den Spiegel stellst und dich ansiehst. Ganz. Nicht nur die Stellen, die du gut findest. Und dann möchte ich hören, wie du sagst:

„Ich bin ein Wunder! Ich bin nur ein Mal hier. Niemand ist wie ich. Ich unterlasse jedes Urteil über mich, es sei denn, es ist eines der Herrlichkeit!“

Kannst du das tun für mich? Für Dich? Für die Welt? – Einmal nur?

…und dann tue es täglich! Lass alle Zeitungen und Nachrichten sein – für immer. Du versäumst keine Info. Lass alles sein, was dein Leben nicht direkt berührt. Lege jede Fremdbelastung ab. Gib dem keine Energie, keine Macht mehr.
Kaufe dir mit dem letzten Geld das Schönste, was du dir kaufen kannst und denke dabei nicht – hab einfach Freude daran.
Sei das Kind, das du bist. Sei wieder du selbst.
Stell dir nicht den Wecker – verschlafe. Geh nicht zur Arbeit – melde dich krank. Mach Liebe mit deinem Partner den ganzen Vormittag, oder spiele mit deinen Kindern, so wie du es dir vor dem Einschlafen schon oft vorgestellt hast.
Geh raus. Genieße den Tag. Lebe. Rieche den späten Sommer. Geh barfuß. Geh barfuß durch die Stadt und siehe, wie die Menschen reagieren. Ablehnend. Belächelnd. Aber fühle ihren inneren Neid auf deine Freiheit, deinen Mut.
Sei nackt. Sei einfach. Sei du selbst. Sei stolz, anders zu sein.
Ich sehe nur Herrlichkeit in dir. Sieh du sie auch!
In Liebe – ich, Andersmensch.

– David Peterson Pauswek

© 2011 by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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An dich, Oh Seele


Ich, Andersmensch, mache die Notwendigkeit des Abschiedes,
des Trauerns und Leidens nun zu meiner Geschichte,
die ich für die kalten Tage des Herbstes als Gewand tragen möchte,
bevor ein Winter kommt,
der mir einen neuen Mantel der Wahrheit abfordert,
denn auf diese Weise verfahre ich stets mit meinen Philosophien
– ich übergebe sie eines Tages der Altkleidersammlung des Lebens,
sobald ich ihnen entwachsen bin.

Ein frisches versöhnliches Frühjahr wird kommen,
mir die steifen Fetzen des Winters vom Leibe reißen,
mir duftende Blüten lächelnd ins lange Haar flechten,
meine winterbleiche Haut mit lauem Regen küssen.
Vögel mögen das helle Lied der Liebe anstimmen,
damit ich mich zwischen den heißen Schenkeln eines satten Sommers,
der nahtlos deinen Namen trägt,
neuem fülligen Leben hingeben darf.

Ich bin der unaufhaltsame Lauf der Dinge,
die Hand des Lichts, die ihn niederschreibt um deines Namens Willen.
Du wirst ewig an meiner Seite sein und ich an der deinen.
Aus deinem lichten Quell entspringt all meine bittere Trauer,
all die süße unbändige Freude.
Du bist das Namenlose aus meinen Träumen,
das Schattengesicht meiner Zukunft,
Oh, du meine geliebte tanzende Seele.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

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