Wenn die Liebe nicht fern ist


Dann möchte ich es teilen,
durch die Hand,
die ich halte und die meine Hand hält.
Schweigend.
Als ein Atem.
Und dankbar für die Vergänglichkeit
eines jeden Augenblicks.
Wenn die Liebe nicht fern ist
und alles zart wie der Nebel,
der die Wiesen heraufkriecht,
dann will ich da sein.
Diesen Augenblick würde ich dehnen.
Ich würde ihn über die ganze Länge meines
dummen kleinen Erdenlebens spannen,
solange meine Hand nicht leer ist
und ich die ihre darin fühle,
solange ist der Himmel in mir,
solange bin ich im Himmel.
Wenn die Liebe nicht fern ist…

– David Peterson Pauswek

© 2011 by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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Meine neue Kirche


Meine neue Kirche ist weit wie das Universum. Der Stein, auf dem sie errichtet ist, ist die Freie Wahl. Ihre Fenster sind die bunten Horizonte aller Bewusstseinsstufen. Sie kennt nur drei Evangelien:

1) Liebe Dich und deinen Nächsten.
2) Wir sind alle Eins.
3) Es ist genug für alle da.

In meiner neuen Kirche herrscht nur ein Dogma: die Liebe.

Die Tore meiner neuen Kirche sind offen für alle, in ihr gilt kein Glaube als größer oder besser als der andere. Es gibt kein Ansehen der Person in dieser Kirche. Es muss nicht gebeichtet werden, weil es weder Sünde noch Bestrafung gibt. Nichts menschliches ist meiner neuen Kirche fremd. Alles, was ist, ist gut. Nichts wird verdammt. So etwas wie eine Hölle kennt diese Kirche nicht. In dieser Kirche wird dafür gedankt, das Gottes Wille unser Wille ist und dieser geschieht auch zur Freude aller. Diese Kirche ist gratis. Gottesdienst findet jeden Augenblick statt. Jeder darf in ihr predigen, aber keiner muss zuhören. In dieser Kirche sind wir alle erwachte Engel mit herrlichen Flügeln. Es gibt keine heilige Schrift in dieser Kirche, es sei denn die Bücher unserer Leben. In dieser Kirche herrscht Achtung vor der Wahrheit des anderen, denn meine Kirche ist eine Kirche der Wahrheit, ist eine Kirche des Herzens. Sie ist überall. Jetzt und immer.

David P. Pauswek – Der Andersmensch

© 2011 by David P. Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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