Wille, Glaube und Sein



Der Wille ist ein kraftvolles Schöpfungswerkzeug. Von seiner Beschaffenheit jedoch darf er den nieder schwingenden Ebenen zugeordnet werden. Tatsächlich ist er mehr ein materielles, denn ein geistiges Instrument. Wir spüren den Willen im Bauch, im Bereich des Nabel-Chakras, woran man erkennen kann, dass der Wille niedrig schwingt.
Wenn wir etwas wollen, dann stampfen wir mit dem Fuß auf – kleine Kinder tun dies offen, erwachsene Kinder bemüht verholen, doch nicht minder erkennbar. Das zeigt uns, dass wir mit Widerstand rechnen, denn wir demonstrieren damit unbewusst einen starken Wunsch nach Erdung – den Fuß in die Erde rammen, damit wir unverrückbar sind!

Nun wurde der Wille als kraftvolles Schöpfungswerkzeug bezeichnet, doch ist er dies nicht im Sinne von „Schöpfung nach Wunsch“, sondern er dient eher dazu, zu erfahren, welche energetische Rohkraft in jedem von uns steckt, denn die Energie, die wir willentlich aufbringen, um einen Wunsch zu manifestieren, ist gleich jener Energie, die sich uns am Weg zum Erreichen des Ziels entgegenstellt.
Hinter diesem unbewussten Verhalten des „Aufstampfens“ verbirgt sich demnach auch tiefes ursprüngliches Wissen, denn wir rechnen mit der Gegenwelle an Energie, da wir tief in uns erinnern, wozu der Wille in Wahrheit dient – er ist ein Spiegelwerkzeug unserer geistigen Rohkraft, mehr nicht. Dazu haben wir ihn uns geschaffen.
Menschen, die auf der Ebene des Willens ihre Ziele erreichen wollen, altern schneller, sind oftmals frustriert und desillusioniert, da sie wertvolle Energie verschleudern und gegen Widerstände ankämpfen. Je höher das Bewusstsein entwicklet ist, desto seltener kommt der Wille als Werkzeug zur Schöpfung zum Einsatz.

Glaube
Der Glaube an eine Sache, ein Ereignis, eine Person oder was auch immer, ist ein gehobenes Schöpfungsinstrument. Meist macht sich Glaube durch ein stilles Gefühl der Freude bemerkbar. Wir fühlen dies im Bereich des Herz-Chakras und können daran erkennen, dass der Glaube höher schwingend ist.

Im Gegensatz zum Willen ist die Energie des Glaubens nicht nach vorne, sondern in die Gegenrichtung gepolt. Alle Schöpfung hat ihren Ursprung im Geiste. Dort ist auch ihre wahre Wirklichkeit zu finden. Der Glaube an eine Sache, die sich noch nicht in der Realität erfüllt hat, erzeugt demnach ein Realitätsvakuum auf der Projektionsfläche von Raum und Zeit, denn durch die Vorfreude über die Erfüllung des eigenen Glaubens, nimmt man dem Universum etwas vorweg – es gerät dadurch in Bringschuld und muss den Berg, der noch nicht versetzt wurde, nun dorthin bringen, wo man ihn durch den festen Glauben bereits sieht.
Wer mittels seines Glaubens Schöpfung betreibt, der geht meist einen Weg der Freude, insbesondere der Vorfreude, die aus dem stillen aber festen Glauben daran entsteht, dass es nach dem eigenen (oder auch göttlichen) Sinne geschieht.

Sein
Der Königsweg des Schöpfungsaktes ist das Sein. Im reinen Sein herrscht die höchste Schwingung. Wir erfahren die reine Energie des Seins durch das Kronen-Chakra. Sie strömt dort als göttlicher Atem (Prana) ein und aus und durch uns hindurch in Ewigkeit. Sein ist der schnellste Weg der Schöpfung. Du willst glücklich sein? – Dann SEI es im Augenblick!

Ein gutes Beispiel für die „Anwendung“ des Seins ist das Verlieben. Man verliebt sich immer plötzlich. Egal, ob man sich bereits Jahre kennt und erst dann verliebt oder ob man dies auf den ersten Blick tut, jedenfalls findet sie stets augenblicklich statt, diese Erkenntnis darüber, verliebt zu SEIN. Man weiß nicht genau wie es geschieht, man IST es einfach. Erst im Nachhinein findet man dafür Gründe – das wunderbare Lächeln, die schönen Augen etc

Das Sein ist ein Spontanausdruck der Seele bzw. Gottes.
Wer also permanent schaffen möchte, indem er einfach IST, was er zu sein wünscht, der ist bei der Meisterschaft angelangt – werde also nicht Meister, SEI es!

– David Peterson Pauswek

© 2011 by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
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