Leere Hände


Ich finde mich verloren, unerschütterlich verliebt in deine Schönheit, sowohl in jene profane im Außen als auch in die unergründliche deines Innersten. Aber wie alles Schöne auf Erden, alles, was wahrhaft voll Schönheit ist, findet sich auch das mit Traurigkeit und Schwermut verwoben, denn alle Schönheit ist vergänglich wie Tränen im Regen. Und aus dem Einen wird bald schon sein Gegenteil. So wird aus dem Schönen einst das Hässliche und umgekehrt.

Bei beiden Prozessen bleibt jedoch eines gleich: die Bedauerlichkeit der Wandlung und das alles irgendwie so ist wie feiner Sand, der einem durch die Finger gleitet. Das ist im Grunde schon ein angenehmes Gefühl, wenn dich der Sand zwischen den Fingern streichelt an Stellen, an welchen man sonst nie gestreichelt wird. Es ist aber auch ernüchternd, wenn man aufrichtig bemüht den Sand halten möchte, weil es unmöglich ist und auch für immer unmöglich bleiben wird.

Leere Hände – so kamen wir, so gehen wir.
Leere Hände.

Und das Herz war einst weich, als wir Kinder waren und spielten in wunderbunten Welten, aber hart wird es sein, wenn wir welk und müde heimwärts gehen, denn kein Herz wünscht sich, Durchzugsstrasse der Liebe zu sein.

Jedes Herz will ein ewiger Kirschbaum sein, der blüht und unter dem sich die eigenen Träume verlieben in ihre Erfüllung wie ein Liebespaar, aufgeregt, heißblütig, weil eben erst gefunden.

Leere Hände.
Leere Hände und ein Herz, schlagend für einen einzigen Augenblick vergänglicher Ewigkeit.

© 2013 text by David P. Pauswek – der Andersmensch. All rights reserved.


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