Mondblut


Ich ersehne dich
und den Weihrauch der Nacht.
Ich ersehne dich
und das Blut des Mondes im Juli.
Ich erflehe das Bad
in der Flamme deines Lichts.
Kalt und silbrig die Hoffnung
in stillen Tränen,
gefolgt von Jahren,
die die Unschuld meiner Liebe
nährten.
Ich erbitte dich
und den Schmerz,
der du bist.
Ich erflehe den Tanz
im Feuer deiner Liebe.
Ich ersehne dich
und das Mondblut auf weißen Laken.
Warm und schillernd der Abschied
in deinem Lächeln,
abgelöst von jenen Augenblicken,
die die Hoffnung auf dich
erstickten.
Ich ersehne dich.

- David Peterson Pauswek

© 2012 text by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

06.06.2012 ANDERSMENSCH spricht: “Wege zur inneren Stille”


ANDERSMENSCH spricht:

“Wege zur inneren Stille”

– Ein Vortragsabend unter freiem Himmel am Schweizer Thunersee
in Zusammenarbeit mit „Yashaana – Raum für Wunder und Heilung“

Wie finde ich Wege, um das Gedankenkarussell in meinem Kopf zu stoppen?
Wie bringe ich das Gefühlschaos in mir in Ordnung?
Wie gelange ich zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit?

THEMEN:
David Peterson Pauswek – der Andersmensch, spricht über Wege zur inneren Stille. Seine Vortragstournee führt den gebürtigen Wiener diesmal in die Schweiz an den magischen Thunersee. Seit über drei Jahrzehnten praktiziert er selbst Transzendentale Meditation und die von ihm selbst entwickelte Meditation in Stille – er weiß daher aus eigenem Erleben, dass sich die Lebensqualität und das Wohlbefinden enorm verbessert, um wie viel klarer der persönliche Lebensweg wird und zu welch tiefen spirituellen Erkenntnissen man gelangt, sobald man die ersten Schritte zur Stille im eigenen Inneren getan hat. Seine reichhaltigen Erfahrungen beim Erlangen tiefen inneren Friedens möchte er deshalb mit Interessierten in idyllischer Atmosphäre am wunderschönen Schweizer Thunersee teilen. Er zeigt dabei nicht nur praktische Wege auf, die bequem und spielend leicht ohne großen Aufwand im Alltag integriert werden können, sondern es werden auch die für seine Botschaft typischen Themen wie das „Authentische Selbst“ und das „Befreite innere Wesen“ angesprochen.

Wer offenen Herzens und wachen Geistes ist, der sei hiermit herzlichst dazu eingeladen, diesen Anders-Event als einen unvergesslichen Abend in herrlicher Umgebung am Schweizer Thunersee gemeinsam mit dem Andersmenschen und Yashaana – Raum für Wunder und Heilung zu genießen!

ORT:
Der Vortrag findet am Schweizer Thunersee unter freiem Himmel statt. Bei Regenwetter steht der Rückzug in die gemütlichen Räumlichkeiten von „Yashaana – Raum für Wunder und Heilung“ als Option zur Verfügung. Die Mitnahme einer Isomatte und/oder einer Decke als Sitzmöglichkeit wird dringend empfohlen! Bitte an die Möglichkeit denken, dass es abends eventuell kühl werden könnte, und deshalb Pullover oder Weste einpacken!

GOOGLE-ANFAHRTSPLAN: Google Maps

NAVI TAGS: Gheiweg 67, 3646 Spiez

TREFFPUNKT & UHRZEIT:
Am Mittwoch, den 06.06.2012, in 3646 Einigen am Thunersee – Schweiz, um 19:00 Uhr, bei „Yashaana – Raum für Wunder und Heilung“.

Für genaue Adresse bei Anmeldung:
Telefon: 033*5354718
und unter: Yashaana – Raum für Wunder und Heilung
sowie: info@yashanaa.de

KOSTEN: Der Energieausgleich für die Teilnahme beträgt pro Person CHF 36,–

ANMERKUNG:
Für Gäste aus dem näheren oder weiteren Umland bzw. dem Ausland stehen idyllische Übernachtungsmöglichkeiten zu günstigen Preisen zur Verfügung – ein paar Tage am wunderschönen Thunersee eignen sich hervorragend als erholsamer und preisgünstiger Kurzurlaub, um vom Alltag loszulassen und neue Energien zu tanken.

KONTAKTDATEN FÜR MEDIEN:
andersmensch@alphamind.at

LINK ZUM EVENT: facebook events

FOTOS ZUM EVENT:

Die Veranstaltung finden in Zusammenarbeit mit Yashaana – Raum für Wunder und Heilung statt.
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Die wunderbare Landschaft rund um den Thunersee lädt dazu ein, die Seele baumeln zu lassen.
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Der magische Thunersee bei Gewitterstimmung – einfach traumhaft!
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Abendstimmung am Thunersee.
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Der Schutzdrache vom Thunersee…
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Sonnenaufgang am Thunersee – atemberaubend!
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Im Garten bei Yashaana – Raum für Wunder und Heilung befindet man sich in guter Gesellschaft…
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Zu Gast bei Yashaana – Raum für Wunder und Heilung. Das urige Bauernhaus wurde im Jahre 1267 erbaut…
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Bei Schlechtwetter steht der Rückzug in die idyllischen Räumlichkeiten von Yashaana – Raum für Wunder und Heilung zur Verfügung.
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Bei Schlechtwetter steht der Rückzug in die idyllischen Räumlichkeiten von Yashaana – Raum für Wunder und Heilung zur Verfügung.
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

Bei Schlechtwetter steht der Rückzug in die idyllischen Räumlichkeiten von Yashaana – Raum für Wunder und Heilung zur Verfügung. Man könnte sich fast schon schlechtes Wetter wünschen bei diesem Anblick…
Foto © 2012 Yashaana – Raum für Wunder und Heilung

20.05.2012 ANDERSMENSCH spricht: “Wege zur inneren Stille”



ANDERSMENSCH spricht:

“Wege zur inneren Stille”

– Ein Vortragsnachmittag unter freiem Himmel am Fuße des Peilsteins. Parallel dazu wird für den österreichischen TV-Sender ATV die Dokumentation “Die Gurus der neuen Zeit” produziert.

Wie finde ich Wege, um das Gedankenkarussell in meinem Kopf zu stoppen?
Wie bringe ich das Gefühlschaos in mir in Ordnung?
Wie gelange ich zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit?

THEMEN:
David Peterson Pauswek – der Andersmensch, spricht über Wege zur inneren Stille. Seit über drei Jahrzehnten praktiziert er selbst Transzendentale Meditation und Meditation in Stille – er weiß daher aus eigenem Erleben, dass sich die Lebensqualität und das Wohlbefinden enorm verbessert, um wie viel klarer der persönliche Lebensweg wird und zu welch tiefen spirituellen Erkenntnissen man gelangt, sobald man die ersten Schritte zur Stille im eigenen Inneren getan hat. Seine reichhaltigen Erfahrungen beim Erlangen tiefen inneren Friedens möchte er deshalb mit Interessierten in idyllischer Atmosphäre am wunderschönen Fuße des niederösterreichischen Peilsteins teilen. Er zeigt dabei nicht nur praktische Wege auf, die bequem im Alltag ohne großen Aufwand integriert werden können, sondern es werden auch die für seine Botschaft typischen Themen wie das „Authentische Selbst“ und das „Befreite innere Wesen“ angesprochen.

Wer offenen Herzens und wachen Geistes ist, der sei hiermit herzlichst dazu eingeladen, diesen Anders-Event als einen unvergesslichen Nachmittag in herrlicher Umgebung nahe Wiens gemeinsam mit dem Andersmenschen zu genießen!

ORT:
Der Vortrag findet am Fuße des niederösterreichischen Peilsteins unter freiem Himmel statt. Bei Regenwetter steht der Rückzug in die urtümliche, am Peilstein gleich unterhalb der Ruine Arnstein gelegene Arnsteinhöhle als Option zur Verfügung. Die Mitnahme einer Isomatte und/oder einer Decke als Sitzmöglichkeit wird dringend empfohlen!

Google-Anfahrtsplan: Google Maps

TREFFPUNKT & UHRZEIT:
Am Sonntag, den 20.05.2012, in 2534 Maria Raisenmarkt, um 16:30 Uhr, am Parkplatz der Pizzeria „Mafiosi“, wo zuvor oder hinterher köstlich gespeist werden kann. Von dort aus geht es bei einer meditativen Schweigewanderung von etwa 20 Minuten hinauf zum wunderschönen Peilstein. Zwei Drittel des Weges führen über einen Wanderweg durch den herrlichen Wald bei leichtem bis mittelschwerem Gelände (Wurzeln, Steine, mittlere Steigung), daher ist gutes Schuhwerk zu empfehlen. Auch die Mitnahme von Regenschutz ist für den Fall der Fälle angeraten. Bei guter Verkehrslage ist von Wien aus mit einer Anfahrtszeit von 25 – 30 Minuten zu rechnen.

KOSTEN: Die Teilnahme ist GRATIS!

ANMERKUNG:
Für Gäste aus dem näheren oder weiteren Umland bzw. dem Ausland stehen in der Umgebung zahlreiche idyllische Pensionen zu günstigen Preisen zur Verfügung – ein Wochenende im wunderschönen Niederösterreich eignet sich hervorragend als erholsamer und preisgünstiger Kurzurlaub.

LINK ZUM EVENT: facebook events

FOTOS ZUM EVENT:

Die Umgebung rund um den Peilstein ist schlicht traumhaft.
foto by Andersmensch © 2012

Grün.
foto by Andersmensch © 2012

Panoramablick vom Peilstein auf den südlichen Wienerwald.
foto by Andersmensch © 2012

Am Gipfel des Peilsteins.
Der steilwandige Kalkberg Peilstein im südlichen Wienerwald ist 716 m hoch.
foto by Andersmensch © 2012

Eine wunderbare Aufnahme der Arnsteinhöhle – vom Inneren ans Tageslicht…
foto by Isabelle Buess © 2012

Das ATV-Kamera Team
foto by Severin Atzwanger © 2012

Kamera, Ton und Regisseur Peter Rautek
foto by Severin Atzwanger © 2012

Ihn mochte ich sehr… Wir haben uns dann am Gipfel des Peilsteins (wir hatten nach dem Event noch einiges zu drehen) über Zen-Mönche unterhalten, und ich lauschte aufmerksam seinen Geschichten über Tibet.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Kamera & Ton
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag beginnt mit einem gemeinsamen Moment der Stille…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Mitten drin…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Flirt mit dem Publikum…
foto by Severin Atzwanger © 2012

An jenem Tag hatte ich die Kameras und Mikros von 9 Uhr Vormittags bis ca 22 Uhr vor der Nase. Mein letztes Interview gab ich für OKiTALK gegen 23 Uhr…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag mit dem Chill-Faktor…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag mit dem Meditations-Faktor…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Freie Platzwahl…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Wenn ich von Stille spreche, meine ich damit nicht Geräuschlosigkeit…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Die Logenplätze…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Richtung Licht… Die Arnsteinhöhle als perfekte Kulisse.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Wald ist groß genug für alle…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Klaus Glatzel von OKiTALK an der Digicam…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Kameras.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Mehr Kameras.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Ein Foto mit dem Andersmensch.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Ein Foto mit dem Andersmensch.
foto by Severin Atzwanger © 2012

Interviews mit den Gästen…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Umringt…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Persönlicher Austausch ist mir wichtig…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Der Vortrag mit dem Smile-Faktor…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Umarmungen unter Andersmenschen…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Waldleben…
foto by Severin Atzwanger © 2012

Lass die Liebe zu deiner Natur werden



Wenn du liebst – und damit meine ich nicht dieses inflationäre, konsumartige Händchen Halten, das Bussi-Bussi und Fummel-Zeugs, sondern diese tiefe, ungeheure Gewissheit der Hingabe an den Anderen, die jede Zelle, jeden Partikel deines Seins erfüllt mit dem Mut zu allem –, dann erlangst du Macht FÜR, nicht ÜBER etwas. Du erlangst zum ersten Mal in deinem Leben wahre Macht, denn alles andere war keine Macht, sondern bloß Machtlosigkeit. Deshalb musstest du festhalten, deshalb musstest du zwingen, deshalb musstest du unterdrücken, bestimmen und kontrollieren – weil du machtlos warst, weil du nicht in der Liebe warst. Wenn du aber liebst, dann hast du Macht, wunderschöne, heilige Macht. Ich meine jene Macht, dich über dich selbst zu erheben, ich spreche von der unbändigen Kraft, deren Ursprung dir ein Mysterium ist, die dich trägt wie eine warme, unendlich rollende Woge des Ozeans, weil du plötzlich geben kannst, weil du gewähren kannst, weil du fähig geworden bist, nichts mehr zu fordern – weil du die Ewigkeit entdeckt hast.

– Wenn du also liebst, dann schenkst du dem Menschen, den du liebst, alles. Du weißt um das ewige Band zwischen euren Seelen, du bist dir der heiligen Verbindung voll und ganz bewusst. Du gewährst dem Menschen jeden Raum, lässt ihn kommen und gehen, selbst wenn es manchmal schwierig ist, weil Jahre zwischen den Begegnungen liegen mögen und dich daher hin und wieder das Sehnen überkommt. Und gerade deshalb, weil du alle Schwierigkeiten bewältigst, erkennst du die Kraft deiner Liebe. Du akzeptierst jeden Fehltritt, gönnst dem Geliebten jedwede Freude, sogar jene, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten, denn du hast erkannt, dass man dir dadurch nichts nimmt. Du forderst von diesem Menschen nichts mehr für dich selbst, denn alles, was du dem Menschen gibst, den du liebst, gibst du in Wahrheit auch dir selbst – durch ihn.

Das ist es, wenn ich das Wort “Liebe” gebrauche, das ist die Ebene, wo ich meine Begegnungen pflege, und ich weigere mich, auch nur einen Stufe tiefer zu gehen, um es “Liebe” zu nennen. Dort bin ich und dort ist auch sie. Wenn wir beide dort nicht sind, dann sind wir nicht in der Liebe für den anderen, sondern im egoistischen Besitzdenken, im Anhaften an die Illusion des Du-bist-Mein. Der Mensch, den ich liebe, der soll niemals Mein sein – er muss sich selbst gehören dürfen, ich muss mir selbst gehören dürfen, damit es Liebe sein kann. Ist es das nicht, dann will ich nicht von Liebe sprechen.

Auf dieser Ebene einem Menschen zu begegnen, ist ein Akt höchster Befreiung, es ist ein Akt höchster Selbstlosigkeit, und erst dort, wo Selbst und Selbst verschwinden, kann Eins entstehen, erst dann sind Yin & Yang zu Yinyang geworden, erst dann hat sich die Verschmelzung vollzogen.
Liebe kennt keine Grenzen, Liebe ist immer und ausschließlich jenseits aller Grenzen, denn nur dort kann sie sein.
Loslassen ist der Humus für die Blüte der Liebe. In der leeren Hand findet die zweite Hand Heimat, doch um regelmäßig heimkehren zu können, muss das Gehen gestattet sein. Loslassen und Liebe beginnen beide mit einem L wie Leichtigkeit und Leben – lasse los, lebe leicht und die Liebe wird zu deiner Natur.

- David Peterson Pauswek

© 2012 text by David Peterson Pauswek / Artworx © by Roland Heyder. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Als ich begann, dir nichts mehr zu sagen



Arvo Pärts “Spiegel im Spiegel” als sanfte Einstimmung auf den heutigen Abend, der lieblich in die morgige Langeweile eines Feiertags gleiten möchte wie ein müder Schwan übers stille Wasser eines kitschigen Seerosenteiches, an dem du und ich nicht sitzen im Regen eines Julis, der niemals kommen mag, Hand in Hand, geschmolzen wie das Wachs einer heruntergebrannten Kerze, wie eine Zigarette, der keiner Feuer geben mag, schweigend, jeder in liebevoller Einsamkeit für den anderen.
Wenn dann die Wärme deiner Hand aus der meinen schwindet, weil du einem Traum ähnlich wieder deiner Wege ziehst, dann sollst du wissen, dass ich dich erst so unerbittlich zu lieben begann, als du nicht mehr da warst. Weil auch du mich immer erst dann lieben kannst, wenn du gegangen bist – drehe dich um und flüchte mit einer faulen Ausrede, so wie du das gerne tust. Doch wie oft und wohin du auch gehen magst – du bleibst mein Spiegel im Spiegel, so wie ich der Bruch im Herzen deines Herzens bleibe. Ein Bruch, den du mit seichten Liebschaften zu kitten bemüht bist.
Sie tun mir nichts, diese Regenpfützenliebschaften, aber du bist es, die verzweifelt an ihrem Mangel am Ankommen, einem Blinden mit Pfeil und Bogen ähnlich, in dumpfer Dunkelheit scheiternd, ein Herz so zu treffen, wie das meine. Weil nur ich ihn wieder flicken werde, diesen Bruch in deiner Mitte, indem ich dich nie wieder halte und dir keine Gedichte mehr schreibe. Dieses Gedicht ist nicht für dich, so wie keines meiner Gedichte jemals für dich war – all meine Gedichte waren stets nur für den Applaus, sie waren für die Katz, denn die ist ehrlicher zur Liebe, als wir beide es jemals sein werden.
Wir beide wissen nur zu gut: Bloß weil jemand nicht zu sehen ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er nicht da ist. Also bin ich dir niemals bitter, ich bin dir niemals gram, keine Fesseln mehr, keine Versprechungen, kein Drama – stille Akzeptanz ist mein Tanz, zu dem ich dich nicht bitte, denn Kirschblüten regnet es zu allen Zeiten, wenn der Frühling zur Ewigkeit wächst.
So sieht meine Spontan-Profan-Poesie aus, wenn nichts Besseres da ist, weil das Beste wieder einmal geflohen ist. Innert 7 Minuten geschrieben, innert 19 Minuten vergessen, innert 12 wieder erinnert… 1979 Tastenanschläge sind nicht nötig, um weniger zu sagen als nichts. Nichts – das ist alles, was ich dir noch zu sagen habe, doch es ist mehr, als ich jemals sagen wollte.

- David Peterson Pauswek


© 2012 text by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz.
Creative Commons Licensce

Nicht mehr als das



Dein Körper gegossen an den meinen,
im selben Rhythmus der Atem
macht aus uns beiden Eins.
Das ist alles, was sein will.
Nicht mehr als das – nicht mehr, nur das.

Deine Hand gepresst an meine Brust,
ganz zart, sehr warm,
die Brust ist hart, vom Sommer braun,
das Herz pulst weich,
sein Schlag so ruhig und angekommen,
und wir fragen nicht,
ist es dein Herz, ist es meins.
Wir teilen es, so ist es ganz.
Das ist alles, was sein soll.
Nicht mehr als das – nicht mehr, nur das.

In deine Augen tauche ich,
und du in meine,
bis mir die Luft ausgeht,
die du noch atmest
und mir wiedergibst
in einer Ewigkeit.

Wir sprechen nicht und tun es doch.
Du sagst nichts und alles,
schreibst mir mit den Fingern auf die Haut
vom geheimen Fortgang der Geschichte.
Und ich sage nichts und mehr als das,
schweige dir mit meinen Lippen auf den Mund,
was mein Verlangen nach dir schreit.
Das ist alles, was sein muss.
Nicht mehr als das – nicht mehr, nur das.

Keine Uhr tickt hier noch heimlich weiter,
die Welt hat endlich angehalten,
weil du bist ich geworden und ich bin du,
da tropft die Zeit nicht mehr verloren
durch flache Zwischenräume
jener ewig langen Augenblicke.
Nur noch eine Seele umspannt das Jetzt,
geteilt war sie zu lange – doch nun nicht mehr.
Das ist alles, was sein darf.
Nicht mehr als das – nicht mehr, nur das.

Du und ich in einem Raum,
du und ich in einer Zeit,
das ist alles,
was sein will,
sein soll,
sein muss,
sein darf.
Du und ich – nicht mehr, nur das.
Nicht mehr als das.

- David Peterson Pauswek

© 2012 text by David Peterson Pauswek / Artworx © by Roland Heyder. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce

Deine wahren Farben



Ich sehe die wahren Farben deiner Seele – sie scheinen mir spiegelverkehrt zu den meinen.
Das gibt mir ein Gefühl, als bilde sich aus dem Regenbogen ein Regenkreis, als würden hier zwei Bruchstücke ein Ganzes.
Ich sehe die wahren Farben deiner Seele – ich kann mich für keine davon als meine liebste entscheiden.
Das macht mich zufrieden lächelnd, denn es lässt eine Sache richtig erscheinen, so als ginge ein Schiff im Zielhafen vor Anker, als käme ein Zug im rechten Moment an.
Ich sehe die wahren Farben deiner Seele – das aber ist nicht der Grund für meinen veränderten Fokus, denn es gibt da ein Spektrum deines Wesens, welches mir völlig unsichtbar ist. Dort will ich hin, das mag ich entdecken.
Deshalb lernen meine Augen für dich neu zu sehen, damit möchte ich dir schenken, was dir noch nie jemand gab – ich möchte dich betrachten, wie ein Geburtsblinder, der plötzlich über Sehkraft verfügt. Ich will dich ansehen, als hätte dies noch kein Mensch jemals zuvor getan.
Dein Name wird unwichtig und auch die Geschichte, die du ins Buch deines Lebens schriebst, verschwindet in der Klärung – ich sehe die wahren Farben deiner Seele, weil ich alle anderen Farben vergessen habe.
Ich sehe die wahren Farben deiner Seele und erkenne: Es sind auch die meinen.

- David Peterson Pauswek

© 2012 text by David Peterson Pauswek. Der hier veröffentlichte Text unterliegt einer Creative Commons Lizenz. Creative Commons Licensce